Fahrradhelme

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Ratgeber Fahrradhelme


Aktualisiert: 23.07.2019 | Autor: Online-Redaktion 

Wissen kompakt

Fahrradhelme waren Anfang des 20. Jahrhunderts zunächst nur im Radrennsport üblich. Damals bestanden sie aus Leder, welches eng am Kopf anlag. Einen umfangreichen Schutz vor schweren Kopfverletzungen boten die Ledermützen allerdings nicht. Ebenso fehlte eine Belüftung. 

Moderne Fahrradhelme sind leicht und sichern eine ausreichende Luftzufuhr. Darüber hinaus ist der Kopf nicht nur oberflächlich, sondern auch vor Schädelfrakturen geschützt.

Mit dem Fahrrad werden durchschnittliche Geschwindigkeiten von 10-25 km/h erreicht. Ein Sturz auf dem Kopf kann dabei schlimmstenfalls tödlich enden. Mit einem Fahrradhelm kann der Aufprall gedämpft und der Kopf vor schweren Druckeinwirkungen bewahrt werden. 

Bedenken Sie für den Kauf eines idealen Fahrradhelmes vor allem folgende Gesichtspunkte:

  • Entscheidend ist zunächst die Art und Weise wie Sie Ihr Fahrrad nutzen.
    Als Verkehrsteilnehmer benötigen Sie beispielsweise eine andere Helm-Variante als ein Rennfahrer. Die unterschiedlichen Helm-Typen sind meist für einen ganz bestimmten Gebrauch konzipiert worden und können nicht jedem Anspruch gerecht werden.
    Mehr Informationen zu den Fahrradhelm-Typen
  • Entscheiden Sie sich für die Konstruktionsvariante des Helms.
    Die meisten Helme werden im In-Mold-Verfahren hergestellt und in 3 Varianten angeboten: Microshell, Hardshell und Twinshell.
    Mehr Informationen zur Helmkonstruktion
  • Des Weiteren sollten Sie auf eine korrekte Passform achten.
    Helme sind in verschiedenen Größen erhältlich. Damit Ihr Kopf auch tatsächlich geschützt wird, sollten Sie unbedingt einen Helm wählen, der Ihrem Kopfumfang entspricht.
    Mehr Informationen zur Größe

Kaufberater

Ein Fahrradhelm sollte nicht nur ausreichend Schutz bieten, sondern auch zu Ihren persönlichen Ansprüchen passen.

In unserem Kaufberater haben wir alle nötigen Informationen zusammengetragen, die Ihnen dabei helfen sollen, die richtige Wahl zu treffen.


Fahrradhelm-Typen

Unterschiedliche Radsportarten erfordern jeweils eine angemessene Sicherheitsausrüstung. Die Art des Helms spielt dabei eine wichtige Rolle. 

So finden Sie folgende unterschiedliche Fahrradhelm-Typen im Handel:

In den folgenden Kapiteln stellen wir Ihnen die jeweiligen Typen vor und beschreiben deren Eigenschaften.

Mountainbike-Helm

Mit einem Mountainbike fahren Sie über unebenes und steiniges Gelände. Sie müssen steile Anstiege passieren sowie rasante Abfahrten bewältigen. Ein zuverlässiger Kopfschutz ist dabei unabdingbar. 

Da Sie bei dieser Sportart größtenteils nur geringe Geschwindigkeiten erreichen, bleibt ein kühlender Effekt durch den Fahrtwind aus. Das Durchqueren von bergigem Gelände erfordert jedoch eine erhöhte körperliche Anstrengung von Ihnen. Ein Fahrradhelm mit sehr guter Belüftung ist daher sinnvoll. MTB-Helme weisen deshalb mindestens 20 Lüftungsschlitze auf, die eine gleichmäßige Luftzufuhr sicherstellen. Auch an der Oberseite des Helms befinden sich Öffnungen, wodurch eine Überhitzung Ihres Kopfes vermieden wird. 

Die Form, welche den gesamten Kopf umschließt sorgt für einen festen Halt. Das hochwertige Polycarbonat verleiht dem Helm Stabilität und garantiert einen optimalen Schutz des Kopfes. Gleichzeitig sorgt das Material für ein geringes Gewicht.

BMX-Helm

Mit dem BMX-Bike (Bicycle Motocross) können Sie, ähnlich wie mit dem Skateboard, Stunts ausführen und an steilen Wänden entlangfahren. Sie tragen idealerweise einen stabilen und strapazierfähigen Helm. 

Das Gehäuse eines BMX-Helmes ist sehr viel robuster als das eines herkömmlichen Fahrradhelmes. So treten weniger schnell Kratzspuren oder Dellen auf. Diese Eigenschaft ist beim BMX-Fahren besonders wichtig, da Stürze hier häufiger vorkommen. 

Ein Nachteil des widerstandsfähigen Materials ist sein hohes Eigengewicht, das nach längerem Tragen als störend empfunden werden kann. 

Um die Gleitfähigkeit des Helmes zu steigern, wird auf Lüftungslöcher fast gänzlich verzichtet. Das Fehlen von Öffnungen am Helm beeinträchtigt jedoch auch die Atmungsaktivität des BMX-Helmes.

Ein BMX-Helm unterstützt ausschließlich Betreiber des Bicycle Motocross. Für den Freizeitsport ist der schwere und luftundurchlässige Helm ungeeignet.

City-Helm

City-Helme sind sehr robust, was an ihrem vergleichsweise hohen Gewicht deutlich wird. Die harte Schale erstreckt sich, ähnlich wie bei MTB-Helmen über den gesamten Kopf und schließt im Nacken ab.

Da der Kopfschutz eher für kurze Strecken ausgelegt ist, verfügt er nur über wenige Belüftungsöffnungen.

Sie sind für den täglichen Gebrauch vor allem im Stadtverkehr konzipiert und dementsprechend lange haltbar.

Ihr schlichtes und elegantes Design, das sich in dezenten Farben niederschlägt, macht sie auch für Geschäftsleute attraktiv. 

Rennradhelm

Beim Rennradfahren kommt es auf Schnelligkeit und Ausdauer an. Rennräder sind daher leicht und schmal gebaut. Ein passender Fahrradhelm sollte ähnliche Eigenschaften besitzen.

Rennradhelme sind aus diesem Grund besonders leicht und punkten durch ihren hohen Tragekomfort.  

Die Lüftungsschlitze verteilen sich zahlreich und großflächig über dem gesamten Helm, wodurch eine ausreichende Luftzufuhr sichergestellt wird. 

Zusätzlich wirken die für die Polsterung verwendeten Coolmax-Pads schweißabsorbierend.

Dank ihrer Leichtigkeit und hohen Aerodynamik können Sie mit einem Rennradhelm lange Strecken leichter bewältigen.

Fullface-Helm

Für Sportarten wie Downhill-Racing benötigen Sie einen umfassenden Schutz des Kopfbereiches. Denn hier werden Geschwindigkeiten von bis zu 70 km/h erreicht, die im Falle eines Sturzes zu erheblichen Verletzungen führen können.

Der sogenannte Fullface-Helm bedeckt den gesamten Kopfbereich mitsamt der Nackenpartie und dem Kinn. Durch den Rundumschutz sind Sie bei rasanten Fahrten optimal geschützt vor Kopfverletzungen oder einem Schädel-Hirn-Trauma.

Darüber hinaus verfügt er über ein Helmvisier, das Sie vor Fahrtwind und Insekten schützt. 

Wie auch beim MTB-Helm wird beim Fullface-Helm Polycarbonat verarbeitet. Der massig wirkende Kopfschutz ist damit nicht allzu schwer und dabei dennoch widerstandfähig

Luftkanäle sorgen bei diesem Helm-Typ für Atmungsaktivität, jedoch können sie ein neutrales Klima unter dem Helm nicht lange aufrechterhalten.

Zeitfahrhelm

Beim Fahren auf Zeit möchte ein Athlet alles vermeiden, was zu einem Luftwiderstand führen könnte. 

Mittlerweile existieren hierfür 2 Helmarten:

  • Klassisches Modell
    Dieses weist eine spitz zulaufende Form auf, die am Hinterkopf zwischen den Schultern endet. 
  • Neuere Variante
    Hier wird gänzlich auf die Spitze verzichtet. Stattdessen ist die Oberfläche rund und glatt. Diese neue Konstruktion ermöglicht mehr Bewegungsfreiheit und vermeidet das für Zeitfahrhelme bisher übliche Pfeifen, welches durch die Spitze verursacht wird.

Da Luftzirkulationen durch Luftschlitze begünstigt werden, bei Fahrradrennen jedoch jegliche Reibung mit der Luft vermieden werden soll, ist ein Zeitfahrhelm mit nur wenigen Öffnungen versehen.

Zeitfahrhelme werden in verschiedenen Ausführungen angeboten, die teilweise voneinander abweichen. Beispielsweise umschließen manche dieser Helme zusätzlich die Ohren.

Möchten Sie an Wettkämpfen wie Triathlons teilnehmen, ist ein solcher Helm bestens geeignet. Bauweise und Ausstattung des Helmes verhelfen Ihnen zu mehr Schnelligkeit.

E-Bike-Helm

Sind Sie mit dem Pedelec unterwegs, sollten Sie die Art des Helms der Ausrichtung Ihres Fahrrades anpassen. Also wählen Sie etwa bei einem akkubetriebenen BMX-Rad dementsprechend einen passenden BMX-Helm.

Eine Helmpflicht besteht bei Elektrofahrrädern mit Tretunterstützung und Anfahrtshilfe bis zu 25 km/h nicht, wohl aber bei S-Pedelecs, die Geschwindigkeiten bis zu 45 km/h erreichen. Bei letzteren empfiehlt sich ein Helm mit Visier. Auch E-Bikes, mit denen Sie auf eine Geschwindigkeit von 25 km/h beschleunigen können, erfordern verpflichtend einen sicheren Kopfschutz.

Wie bei anderen Fahrrad-Arten, ist es auch hier grundsätzlich sinnvoll, einen Kopfschutz zu tragen, unabhängig von der Art des E-Bikes.


Helmkonstruktion

Die Schale und die Polsterung des Helmes können auf unterschiedliche Art und Weise miteinander verbunden werden. 

Hier wird zwischen 2 Methoden unterschieden:

  • In-Mold-Verfahren
    Dieses Spritzgießverfahren wird heute zur Herstellung von nahezu allen Fahrradhelm-Typen angewendet. Nachdem die Außenhülle unter Hitzeeinfluss geformt wurde, wird die Innenschale unter erheblichem Druck darunter geschäumt. Durch dieses Verfahren entsteht eine direkte, lückenlose Verbindung der beiden Teile. Der Druck kann sich bei einem Sturz somit auf die ganze Helmfläche verteilen. Fahrradhelme, die im In-Mold-Verfahren hergestellt werden, gelten als sicherer und stabiler. Sie sind zudem leicht und werden als langlebig eingestuft.
  • Punktuelle Verklebung
    Hier werden Schale und Polsterung unabhängig voneinander hergestellt und anschließend mit Klebemittel zusammengefügt. Bei einem Aufprall verhindert die unzureichende Verbindung der beiden Teile eine einheitliche Verteilung des entstandenen Drucks. Der Druck wird vielmehr gebündelt und belastet dadurch eine Stelle des Kopfes auf maximale Weise. Dieses Verfahren wird daher kaum noch angewendet.

Die im In-Mold-Verfahren hergestellten Helme können weiterhin in 3 Varianten unterschieden werden:

  • Microshell
    Hierbei handelt es sich um den gängigsten Schalen-Typ. Der Schaumstoff ist mit einer dünnen Kunststoffschicht überzogen. Der Überzug zeichnet sich durch eine glatte Oberfläche aus, welche den Helm im Falle eines Sturzes reibungslos über den Boden gleiten lässt. Damit wird ein Schleudertrauma verhindert.
  • Hardshell
    Der Schaumstoffkern wird von Hartplastik umschlossen. Dadurch ist die Außenschale dicker und der Helm robuster, da er Stürze leichter abdämpfen kann. Aufgrund seines höheren Gewichts, welches auf langen Touren als störend empfunden werden kann, eignet er sich vor allem für die Verwendung in der Stadt oder für Sportarten wie Downhill-Racing. Hartschalen-Helme weisen, wie Mikroschalen-Helme, ebenfalls eine glatte Oberflächenstruktur auf. 
  • Twinshell
    Twinshell-Helme zeigen eine neuartige Bauweise auf, die insbesondere bei Sportmodellen Verwendung findet. Sie besitzen eine weitere Schale, meist aus Polycarbonat, zwischen der Kunststoffhülle und der Schaumstoff-Polsterung. Die Gitterstruktur dieser sorgt zusätzlich für eine möglichst gleichmäßige Verteilung von Druckeinwirkungen. Trotzdem sind Twinshell-Helme dünner und leichter als die anderen Varianten.
Wissenswert

Weichschalen-Helme bestehen lediglich aus Hartschaumstoff und verfügen über keinen zusätzlichen Schutz durch eine Kunststoffschicht. Die äußere Fläche ist ohne Kunststoffschale rau und sorgt bei Bodenkontakt für Reibung. Fällt der Helm herunter, kann das ungeschützte Material außerdem leicht beschädigt werden. Da für keine ausreichende Sicherheit gesorgt ist, raten Experten von Weichschalen-Helmen ab. Diese Variante wird daher heute nicht mehr verwendet.


Größe

Die Helmgrößen, welche jeweils einen geringen Spielraum aufweisen, orientieren sich am Kopfumfang. Die Zuordnung der Zentimeterangaben bei den amerikanischen Größen (XXS-XXL) wurde bisher noch von keinem Gesetz geregelt, weshalb die Einteilung zwischen den verschiedenen Herstellern variieren kann. Manche Helme verfügen über einen größeren Verstellbereich, der sich mit einem kleinen Rädchen bedienen lässt. 

Shopping Tipp

Kinderfahrradhelme sind in ihrer Weite meistens regulierbar. Des Weiteren verfügt der Kinnriemen über einen Einklemmschutz. Damit Ihr Kind vor Insekten geschützt ist, sind die Luftschlitze außerdem mit Netzen versehen. Die bunten Kinderhelme können mit Vorder- und Rückleuchten ausgestattet sein. Helme für Babys und Kleinkinder sind mit nur wenigen Ventilationsöffnungen ausgestattet und schützen zusätzlich die Ohren.

Die nachstehende Tabelle gibt Ihnen einen Überblick über die gängige Größenunterteilung von Helmen für Jugendliche und Erwachsene:

XXS XS S M L XL XXL
51–52 cm 53–54 cm 55–56 cm 57–58 cm 59–60 cm 61–62 cm 63–64 cm

Die folgenden Angaben informieren Sie über die gängigen Kindergrößen und geben Ihnen eine Orientierung darüber, welche Helmgröße ab welchem Alter sinnvoll ist:

XXS S S/M M
Ab 1 Jahr Ab 2 Jahren Ab 3 Jahren Ab 4 Jahren
44–49 cm 46–51 cm 49–53 cm 54–59 cm

Diese Angaben sind jedoch nur Richtwerte. Zuweilen weichen die Angaben der Hersteller von dieser Einteilung ab. Es ist daher unabdingbar, dass Sie selbst Maß nehmen und die jeweiligen Daten von Ihrem Wunsch-Helm mit Ihren Maßen vergleichen. 

Erfahren Sie unter Wie ermittle ich meine Helmgröße? wie Sie beim Maßnehmen vorgehen.


Zubehör

Ihren Fahrradhelm können Sie nachrüsten. 

Folgende Ergänzungen sind im Handel erhältlich:

  • Fahrradhelmüberzug
    Fahrradhelmüberzüge bieten Schutz vor Regen. In der Regel sind diese in auffälligen Farben erhältlich und mit Reflektoren versehen, wodurch sie mehr Schutz im Straßenverkehr bieten, auch bei schlechteren Witterungs- und Sichtverhältnissen. Fahrradhelmüberzüge sind nicht mit allen Modellen kompatibel. Gleichen Sie die Größe vor dem Kauf mit Ihrem Helm ab.
  • Helmlampe
    Eine Leuchte am Helm ist besonders für den Herbst und Winter zu empfehlen. Fahrten auf dunklen oder nebligen Straßen sind damit leichter zu bewältigen, da die Sichtweite zunimmt. Das Licht sorgt außerdem dafür, dass Sie von anderen Verkehrsteilnehmern schneller und besser gesehen werden. Die Lampe kann an allen Helm-Typen angebracht werden. Tauschen Sie regelmäßig die Batterien aus, damit die Funktion nicht eingeschränkt wird.
  • Helmmütze
    Ein Fahrradhelm schützt vor Kopfverletzungen, kann gegen Kälte jedoch nichts ausrichten. Im Winter greifen viele Radfahrer deshalb zusätzlich zur Mütze und tragen diese unter dem Helm. Damit ein Fahrradhelm seine Schutzwirkung nicht verliert, muss dieser am Kopf anliegen. Mit einer herkömmlichen Mütze verschiebt sich allerdings der Helm und ragt über seine eigentliche Position hinaus. Dies stellt ein Risiko dar. Aus diesem Grund gibt es spezielle Unterhelmmützen, die den korrekten Sitz des Helmes nicht verhindern. Darüber hinaus sind diese Mützen atmungsaktiv und schützen vor Wind. 
  • Helmpad
    Ein Helmpad sorgt für mehr Komfort auf langen Fahrradtouren. Es besteht aus schmalen Polsterstreifen, die in das Innere des Helms geklebt werden. Diese sorgen für einen besseren Halt und ein angenehmeres Tragegefühl. Helmpads können in der Regel für alle Helm-Typen verwendet werden. 
  • Helmschild
    Ein Helmschild schützt, ähnlich wie das Helmvisier, vor Regen und dient als Blendschutz. Allerdings ist die Schutzfunktion hierbei sehr viel geringer und deshalb nur Freizeitsportlern oder als zusätzliches Zubehörteil zu empfehlen. 
  • Helmtasche
    Wenn der Helm über die Wintermonate gelagert wird, empfiehlt sich eine Helmtasche. Diese schützt vor Schmutz und Feuchtigkeit und erhöht die Haltbarkeit des Helmes. Manche Helmtaschen-Modelle sind wasserdurchlässig und erfüllen damit nur bedingt ihren Zweck. Stellen Sie sicher, dass die Helmtasche als wasserfest gekennzeichnet ist.
  • Helmvisier
    Ein Helmvisier schützt ausreichend vor Insekten, Sonnenlicht, Fahrtwind und Nässe. Es empfiehlt sich gleichermaßen für Brillenträger und Nichtbrillenträger sowie für Liegeradler und Personen mit herkömmlichen Zweirad. Dank der Nasenausparung kann ein Helmvisier nicht beschlagen, was ein Vorteil im Vergleich zu klassischen Fahrradbrillen ist. Darüber hinaus kann es innerhalb von Sekunden zurückgeklappt oder ausgetauscht werden. Ein Fahrradhelm kann nicht immer mit einem Helmvisier nachgerüstet werden. Achten Sie darauf, dass Ihr Modell Vorrichtungen für ein Helmvisier besitzt.

Häufige Fragen

Was Sie schon immer zur Verwendung von Fahrradhelmen wissen wollten, haben wir an dieser Stelle für Sie zusammengefasst. Unsere FAQ-Sammlungen sind dem Wissensbedarf anderer Käufer von Fahrradhelmen entlehnt.

Funktion

Die Energie, die bei einem Sturz freigesetzt wird und auf den Kopf einwirkt, ist so stark, dass sie schwere bis tödliche Verletzungen verursachen kann. 

Wie die Karosserie eines Autos fungiert die Polsterung eines Radhelmes als Knautschzone, welche die Energie ableitet. Die Kraft, die bei einem Aufprall entsteht, kann der Schaumstoff des Helms verformen und einen Energieausgleich schaffen. Statt der Schädeldecke wird dann der Helm von der Druckwelle eingedrückt.

Recherche Tipp

Mit einer aktuellen Aktion möchte das Bundesverkehrsministerium darauf aufmerksam machen, das Helme Leben retten. Erfahren Sie mehr zu Runter vom Gas.

Ein Fahrradhelm schützt beim Radfahren oder Inline-Skaten, ist beim Spielen jedoch hinderlich und kann Unfälle verursachen. 

Die Riemen am Helm sind besonders gefährlich, da Kinder damit an Klettergerüsten oder ähnlichem hängen bleiben können. Durch den größeren Kopfumfang stoßen sie leichter an oder bleiben bei engen Durchgängen auf dem Spielplatz stecken. 

Achtung!

Das Tragen eines Fahrradhelms auf dem Spielplatz birgt eine hohe Unfallgefahr. Ihr Kind muss den Helm hier unbedingt absetzen.

Haltbarkeit

Sobald Sie einen Fahrradunfall hinter sich haben, ist der Helmaustausch zwingend notwendig. Selbst, wenn rein optisch keine Auffälligkeiten auszumachen sind, kann der Helm beschädigt sein. Im Helminneren bilden sich nach einem Aufprall meist unsichtbare Mikrorisse, welche die Wirksamkeit bei einem erneuten Sturz beeinträchtigen. 

Auch ohne starke Beanspruchung sollte nach 5 Jahren ein neuer Helm angeschafft werden. Das Material ist nach dieser Zeit durch Umwelteinflüsse und Körperflüssigkeiten spröde und porös und kann einen umfangreichen Schutz nicht mehr sicherstellen. 

Shopping Tipp

Das Herstellungsdatum ist in jedem Helm vermerkt.

Das Alter Ihres Fahrradhelms lässt sich dank der Einprägung des Produktionsdatums im Helminneren leicht ermitteln.

Lagerung

Fahrradhelme sollten immer an einem trockenen und kühlen Ort untergebracht werden. Dabei ist besonders wichtig, dass sich der Helm abseits von Wärmequellen, wie beispielsweise Heizungen, befindet. 

Direkte Sonneneinstrahlungen auf Ihr Modell sollten Sie deshalb auch unbedingt vermeiden, weshalb etwa die Heckablage eines Autos nicht geeignet ist. Bei der entstehenden Hitze könnte sich im schlimmsten Fall die Kunststoffbeschichtung lösen.

Passform

Um Ihre Helmgröße herauszufinden, müssen Sie zunächst Ihren Kopfumfang ausmessen. Benutzen Sie hierfür ein Maßband aus weichem Material, das sich der Kopfform genau anpasst. Wichtig ist hierbei, dass Sie auf Stirnhöhe messen, da der Kopfumfang an dieser Stelle den größten Wert einnimmt. 

Legen sie hierfür das Maßband 1 cm oberhalb der Augenbrauen an und messen Sie  knapp über den Ohren. Sorgen Sie dafür, dass das Maßband an jeder Stelle dieselbe Höhe einnimmt und am Hinterkopf nicht zum Nacken hin abrutscht. 
 

Haben Sie die passende Größe gefunden, müssen Sie nun auch auf die richtige Passform achten.

Folgende Punkte sind hierbei wichtig:

  • Die Vorderkante des Fahrradhelms sollte sich auf derselben Höhe wie die Augenbrauen befinden.
    Falls sie eine Position unterhalb der Augenbrauen einnimmt, kann das die Sicht behindern. 
  • Der Helm sollte nicht den Nacken bedecken, sondern lediglich den Schädel umschließen. 
    Wenn der Fahrradhelm zu weit nach hinten abrutscht, kann die Stirn nicht mehr ausreichend geschützt werden. Achten Sie insbesondere darauf, dass der Helm waagrecht am Kopf anliegt und nicht in Schieflage gerät.
  • Stellen Sie die Kinnriemen richtig ein.
    Diese sollten eng anliegen, damit der Fahrradhelm nicht nach hinten oder nach vorne wegrutschen kann. Dabei sollten die Riemen den Tragekomfort nicht negativ beeinträchtigen. Achten sie darauf, dass sie nicht zu fest eingestellt sind und an der Halsschlagader nicht drücken. An den Ohren sollten die Riemen darüber hinaus ein Dreieck bilden und diese nicht berühren.

Die Angst um die Frisur ist meist der häufigste Grund für das Fahrradfahren ohne Helm. Aufwendige Hochsteckfrisuren, ein hoher Dutt oder Zopf sind für den Fahrradhelm denkbar ungeeignet. Es gibt jedoch eine Vielzahl anderer Frisuren, die Fahrradhelm-kompatibel sind. 

Falls Sie Ihre Haare lieber offen tragen, sollten Sie die Haare vor der Fahrt noch nicht mit Haarspray, Gel oder ähnlichem bearbeiten. Ihre platt gedrückten Haare können sie dann nach der Tour ganz einfach aufschütteln und mit einer Haarbürste oder einem Toupierkamm wieder in Form bringen. Anschließend können die mitgeführten Utensilien eingearbeitet werden. Mit dieser Methode hinterlassen sie darüber hinaus auch keine Styling-Rückstände im Helm-Inneren.

Wer keine Lust auf ein Styling bei der Ankunft hat und die Haare aus dem Gesicht haben möchte, kann mit ein wenig Übung schöne Frisuren zaubern. Die einfachste Variante wäre hierbei der tiefe Zopf oder Dutt. Für lange Strecken empfehlen sich Flechtfrisuren wie beispielsweise Cornrows, die mehr Fingerfertigkeit verlangen. 

Pflege

Beim Säubern des Helmes ist es wichtig, keine aggressiven Reinigungsmittel zu verwenden. Dazu zählen Lösungsmittel und ölhaltige Reiniger, die das Material angreifen und die Stabilität des Helmes negativ beeinflussen können. Zu empfehlen sind daher lediglich Wasser und milde Seife. Zum Abwischen eignet sich ein weicher Schwamm, der keine Reibung an der Helmschale verursacht.

Nach dem Putzen sollten Sie den Helm nicht in die Sonne oder in die Nähe einer Wärmequelle legen, da er sich dabei verformen kann.

Um unangenehme Gerüche effektiv zu vertreiben, können Sie zusätzlich das Helmpad in der Waschmaschine reinigen lassen. Dazu sollten Sie es in einen Wäschesack stecken und bei 30 Grad waschen.

Qualität

Auch mit Prüfzeichen bergen gebrauchte Helme Risiken. Es ist meist unklar, wie stark ein Helm aus zweiter Hand beansprucht wurde. Falls der Helm bereits einen Sturz erlebt haben sollte, sind dabei entstandene Schäden mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen. 

Der Kauf eines neuen Helms ist daher unbedingt anzuraten.
 

Sofern ein günstiger Helm mit den geläufigen Prüfzeichen versehen ist, entspricht er den europäischen Sicherheitsvorschriften und sorgt bei einem Sturz für ausreichend Schutz. 

Ausgeprägter sind bei einem kostenintensiveren Modell meist der Tragekomfort sowie die Ausstattung. Die Durchlüftung funktioniert besser und die Einstellung von Riemen und Größenregler können leichter vorgenommen werden.
 

In Deutschland müssen Fahrradhelme die Sicherheitsnorm DIN EN 1078 und das CE-Kennzeichen aufweisen. Diese Siegel bestätigen, dass ein Helm den europäischen Sicherheitsanforderungen entspricht. 

Zusätzlich führt der TÜV jährlich Tests mit Fahrradhelmen durch. Ausgezeichnet werden Helme mit zufriedenstellendem Ergebnis mit dem GS-Siegel, welches für geprüfte Sicherheit steht.

Recht

In Deutschland besteht weder für Erwachsene noch für Kinder eine Helmpflicht

Lediglich für E-Bikes, die mehr als 25 km/h erreichen, brauchen Sie einen entsprechenden Kopfschutz. Falls Sie eine Extremsportart wie Downhill-Racing betreiben, sind Sie ebenfalls verpflichtet, sich mit einem Helm auszustatten. 

Wenn Sie eine Reise ins Ausland unternehmen, könnten Sie diesbezüglich mit einer gesetzlichen Vorschrift konfrontiert werden. So müssen Sie in Malta und Finnland einen Helm tragen. Andere Länder, wie etwa Österreich und Schweden, verlangen dies nur von Kindern und Jugendlichen.

Informieren Sie sich daher vor Ihrer Reise über die Helmpflichten Ihres Urlaubszieles.


Online-Redaktion

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