Kategorien

Videokameras

Ratgeber

Videokameras

Waren sie vor gut 15 Jahren noch eine echte Sensation, gehören sie mittlerweile zur Standard-Ausstattung eines ambitionierten Hobby-Filmers oder Urlaubers – Camcorder. Meist sehr kompakt und dennoch leistungsstark findet sich der Camcorder in den unterschiedlichsten Ausführungen: Als Edelkompakte, als Megazoom-Kamera oder für das nächste Outdoor-Abenteuer. Um herauszufinden, welches Modell sich am besten für die eigenen Bedürfnisse eignet, ist eine genaue Prüfung der Ausstattungsmerkmale und Spezialfunktionen eines Camcorders notwendig. So sollte sich vor der Anschaffung überlegt werden, welche Features tatsächlich benötigt werden, um letztendlich ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis zu erzielen. Denn: Je mehr die Kamera kann, desto teurer ist sie auch.
 

Sie nennt sich Edelkompakte, ist aber eher die sperrige Form des kleinen Camcorders: die Edelkompakte. SLR-Fotografen nutzen diese Ausführung der Videokamera gerne als Zweitkamera, weil sie immer noch schmaler und handlicher als eine professionelle Spiegelreflexkamera ist, aber dennoch mit einer guten Bildqualität überzeugt. Outdoor-Kameras hingegen sind – wie der Name bereits verrät – für den Einsatz in der freien Natur ausgestattet. So können weder Wasser und Stöße noch Tauchtiefen bis zu drei Metern vielen Modellen etwas anhaben. In der Regel sind auch sie kompakt und handlich, um eine problemlose Mitnahme garantieren zu können. Eine der wohl bekanntesten Outdoor-Kameras ist die kleine GoPro. Sie lässt sich durch einen praktischen Stick erweitern, der das Filmen aus unterschiedlichen Perspektiven ermöglicht.
 

Eine weitere Kategorie bilden die sogenannten Megazoom-Kameras. Mit einem Zoombereich zwischen 14fach und 50fach fangen sie selbst weit entfernte Objekte in hoher Bildqualität ein. Tier- oder Landschaftsfilmer setzen auf derartige Kameras, die – sofern sie eine gute Bildqualität bieten – eine komplette Systemausrüstung ersetzen können. Universalisten und Kompaktkameras gehören zu der Gruppe der ultrakleinen Kameras für den Einsatz in verschiedensten Lebenssituationen. Schlank und leicht wie ein Taschenmesser lassen sich die Universalisten problemlos verstauen und schnell zücken. In der Regel sind die Modelle allerdings auf nichts spezialisiert, weshalb bei schwierigen Lichtverhältnissen teilweise mit einer ungenügenden Bildqualität gerechnet werden muss.
 

HD ist nicht gleich HD

HD – das steht für High Definition und eigentlich gestochen scharfe Bilder. HD-Camcorder haben den Vorteil, dass sich ihre Filmaufnahmen – sofern die Ausstattung des Fernsehers es zulässt – ganz einfach auf dem TV wiedergegeben werden können. Einzige Voraussetzung ist dabei ein HDMI Anschluss am Fernseher. Ein entsprechendes Kabel wird in der Regel direkt mitgeliefert. Neben HD findet sich oftmals auch die Bezeichnung Full HD wieder. Doch nicht immer sind diese Begriffe auch Garanten für eine ausgesprochen gute Qualität.

Worauf es in erster Linie ankommt, ist ein großer Bildchip in der Kamera. Von entscheidender Bedeutung ist aber auch, dass der Camcorder über ein hochwertiges Objektiv verfügt. Während ein Chip mit einer Größe von einem halben Zoll für Amateurfilmer bereits vollkommen ausreichend ist und eine gute Qualität gewährleistet wird, ist ein 1/8 Zoll großer Chip zum Beispiel viel zu klein, um hochauflösende Bilder festzuhalten. Zwar ist das Gerät durch einen kleinen Chip auch kompakter und handlicher, allerdings sollte an dieser Stelle danach gegangen werden, was für den Filmer höchste Priorität hat.
 

In Sachen Objektiv gilt die Faustregel: Je größer der Zoombereich, desto teurer die Kamera. Allerdings findet man im Billigsegment von Camcordern eine Reihe von Modellen, die ebenfalls über einen großen Zoombereich verfügen. Hier ist Achtung geboten, denn oftmals liefern die günstigen Modelle mit einem vielfachen Zoom eher bescheidende Bilder oder werden von einem lästigen Bildrauschen begleitet.
 

Zu beachten ist ebenfalls, dass die Anfangsbrennweite des Camcorders möglichst gering ist. Stattdessen sollte die Videokamera über einen großen Weitwinkel verfügen, damit auch bei engen Raumverhältnissen alles eingefangen wird. Ausreichend ist zum Beispiel eine Anfangsbrennweite von 30 Millimetern.
 

Actionkameras

Sie sind robust, sie sind klein und sie lassen sich überall hin mitnehmen: Actionkameras. Jeder, der bereits eine Abenteuerreise durch den Dschungel Australiens, die Weiten der amerikanischen Küste oder die Berge des Himalayas gemacht hat, weiß die kompakten Begleiter zu schätzen. Mittlerweile sind sie aus dem Angebot an Videokameras nicht mehr wegzudenken, schließlich geben sie uns die Möglichkeit, nichts mehr ungefilmt zu lassen. So lassen sich Modelle wie die GoPro Hero problemlos an einem Helm befestigen. Einen kleinen Nachteil haben die Actioncams allerdings noch: Sie verfügen über kein Zoomobjekt. Allerdings ist das auch unerheblich, wenn die Kamera sowieso nicht in der Hand gehalten, sondern am Helm oder Rucksack befestigt wird. Stattdessen warten die kleinen Alleskönner mit riesigen Weitwinkelobjektiven auf, mit einer oder zwei Festbrennweiten. Und das wohl Wichtigste ist die Stabilität der Actionkameras. In der Regel ist jedes Modell wasserdicht oder verfügt über ein entsprechendes Gehäuse, das die empfindliche Technik im Inneren vor eindringender Feuchtigkeit schützt.
 

Ein echtes Highlight stellen die WLAN-Typen unter den Actionkameras dar. Sie lassen sich nicht nur mit dem Smartphone aktivieren und steuern. Zu allem Überfluss kann sogar vom Smartphone-Bildschirm aus durch die Linse geguckt werden. Voraussetzung ist dafür eine entsprechende App, die in der Regel der Hersteller zur Verfügung stellt.
 

Drohnen als Kameras

Auch sie sind mittlerweile beinah zur Normalität geworden: Drohnen. Die kleinen Flugobjekte, mit denen Versandhändler wie der Online-Marktplatz Amazon schon bald seine Pakete verschicken will. Auch wenn wir davon noch weit entfernt sind, haben die Drohnen andere Vorzüge, die uns die Freizeit versüßen. Wer immer schon mal selbst fliegen oder aber beeindruckende Aufnahmen aus der Vogelperspektive machen wollte, wird von den smarten Geräten begeistert sein.
 

Neben der Kamera-Drohne gibt es ebenfalls die Spielzeugdrohne. Letztere eignet sich aber nicht zum Filmen und Fotografieren, sondern lediglich zum vergnüglichen Schweben durch die Luft. Kameradrohnen sind sehr viel schwerer und größer als die kompakten Spielzeug-Modelle – und auch dementsprechend teurer. Allerdings bieten sie eine hervorragende Stabilität und Langlebigkeit. Hochauflösende Kameras schießen per Fernsteuerung atemberaubende Bilder, die definitiv Erinnerungspotential haben.