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Ratgeber

Ratgeber Stricken


Beim Stricken geht es sowohl um die maschinelle als auch um die manuelle Herstellung von Maschen mithilfe eines oder mehrerer Fäden bzw. Garne mit zwei oder mehr Nadeln. Die Technik ist sowohl bei der maschinellen als auch der manuellen Herstellung gleich: Bei der Herstellung der Maschen wird der Faden auf einer Nadel mit sich selbst verschlungen. So entstehen Verbindungen – Gestricke genannt –, die im Vergleich zu Geweben (z.B. Tuch, Frottee, Samt, Velours oder Plüsch) dicker, schwerer, wärmeisolierender und durchsichtiger sind.

Techniken des Strickens

Beim Stricken gibt es unterschiedliche Techniken für unterschiedliche Arten und Formen von Gestricke. Das heißt, je nach dem was gestrickt werden soll, werden unterschiedliche Techniken, Hilfsgeräte wie Stricknadel und Strickgarn oder Handstrickgarn und unterschiedliche Wollarten wie Sockenwolle bzw. Strumpfwolle, Schurwolle, Filzwolle, Strickwolle für verschiedene Nadelstärken verwendet. Die Herstellung von Gestricke kann sowohl maschinell als auch manuell erfolgen.

Stricken von Hand
Das Stricken von Hand hat eine sehr lange Tradition im Bereich Hausarbeit. Früher wurde von Frauen fast aller Schichten erwartet, dass sie als Kinder das Stricken und Nähen gelernt haben, um sich an der Reparatur und Herstellung der Bekleidung der Familie zu beteiligen. Zwar wurde die Herstellung der Gestricke durch Strickmaschinen im 19. Jahrhundert wesentlich vereinfacht, preiswerter und schneller, aber dieses Handwerk ist bis heute nicht ausgestorben und erlebt gerade wieder eine Renaissance. Dabei ist das Bild der strickenden Großmutter spätestens seit dem Aufkommen hipper und trendiger Strickmode ins Wanken gekommen. Seitdem greifen immer öfters auch junge Frauen zu Nadel und Faden und erlernen das Strickhandwerk.

Moderne Muster, trendige Farben und vereinfachte Stricktechniken haben dazu beigetragen, dass das Stricken aus der verstaubten Ecke des Socken- und Strümpfestrickens herausgeholt wurde. Bei offenen Strickrunden treffen sich daher nicht mehr nur ältere Leute, sondern vermehrt auch junge Menschen, um das Handwerk zu erlernen und sich Tipps und Tricks von erfahrenen Strickerinnen zu holen oder neue Muster von Strickdesignerinnen zu erlernen. Die Zahl der Männer, die das Strickhandwerk ausüben ist allerdings sehr überschaubar.
In der Radical-Crafting-Bewegung wird Stricken sogar als eine moderne Protestform gegen industriell gefertigte Massenwaren verstanden. Durch das „Urban Knitting“ ist das Stricken zu einer Kunstform geworden. Dabei stricken Aktivisten Gegenstände wie Bäume, Skulpturen oder auch Regenrinnen und Straßenlaternen bunt ein. Dadurch soll mehr Farbe in den grauen Alltag gebracht und dem tristen öffentlich Raum wieder etwas Wärme zurückgegeben werden.

Ausgangsmaterialien und Werkzeuge
Als Material wird beim Stricken sogenanntes Handstrickgarn verwendet. Dieses kann aus unterschiedlichen Materialien bestehen, wie beispielsweise Seide, Baumwolle, Wolle, Viskose oder Kunstfasern wie Polyacryl. Handstrickgarn ist ein spezielles für das Stricken mit Stricknadeln hergestelltes Garn. Es zeichnet sich dadurch aus, dass es eine niedrigere Spinn- und Zwirndrehung aufweist als beispielsweise Web- oder Maschinengarne. Handstrickgarn ist in unterschiedlichen Formen erhältlich, z.B. als Strang oder in Knäuelform. Beim Handstrickgarn wird umgangssprachlich auch von Strickgarn, Strickwolle oder auch ungenau einfach nur von Wolle gesprochen.
Die Stricknadeln, die man zur Herstellung der Maschen benötigt, können ebenfalls aus einer Vielzahl von Materialien bestehen. In der Regel wird Stahl, Holz (vor allem Bambus), oder Kunststoff der Carbonfasern zur Herstellung der Stricknadeln in unterschiedlichen Größen verwendet. Stricknadeln sind zwischen 15 und 50 cm lang und weise überall eine gleiche Stärke zwischen zwei und 20 mm auf. An den Enden sind die Nadeln etwas zugespitzt. Wer nur mit zwei Stricknadel strickt, verwendet meistens solche, deren Enden mit einem Maschenstopper – meist ein flexibles dünnes Band aus Perlondraht – versehen ist, so dass die Maschen nicht herunterrutschen können.
Stricktechniken
Auf den Nadeln werden beim Stricken durch Knüpfen Maschen gebildet.Als Knüpfen wird eine Verbindungstechnik bezeichnet, bei der aus Knoten u.a. textile Flächen hergestellt werden können. Eine Masche ist eine Fadenschlinge, die wiederum in andere Fadenschlingen eingehängt wird. Dadurch entstehen sogenannte Strick- oder Wirkwaren. In der Regel sind Maschen durch vier Bindungsstellen miteinander verbunden, was eine große Festigkeit und Stabilität der Textile ermöglicht.

Die Nadel wird mit der linken Hand aufgenommen. Der an der letzten Masche hängende Faden wird über den Zeigefinger um die anderen Finger gelegt. Mit der rechten Hand wird eine zweite Nadel gehalten, mit der man in die letzte Masche auf der linken Nadel sticht. Mit der Nadel wird der straff gezogene Faden, der um den Zeigefinger und die anderen Finger gelegt wurde, durch die Masche gezogen, anschließend lässt man die Masche von der Nadel gleiten. Die Stabilität und Festigkeit des Gestrickes wird dadurch erreicht, dass durch diese einfache Technik alle Maschen miteinander verbunden sind.

Bei der Haltung der Stricknadeln gibt es unterschiedliche Techniken, die nach den Herkunftsländern benannt sind. Im angelsächsischen Raum aber auch in Frankreich und den Niederlanden wird der Faden mit der rechten Hand geführt. Im deutschsprachigen Raum dagegen ist die Führung des Fadens mit der linken Hand gebräuchlicher während mit der rechten Hand die Nadel durch die vorhandenen Maschen des Gestrickes geholt wird.

Maschenarten und Musterbildung
Bei den Maschen unterscheidet man zwischen rechts- und linksgestrickten Maschen. Bei rechtsgestrickten Maschen wird mit der Stricknadel von vorn in die Masche gestochen und der Faden von hinten nach vorne durchgezogen. Bei linksgestrickten Nadeln ist es entsprechend umgekehrt. Soll das Gestrick streifenartig oder lappenartig sein, so werden nur zwei Nadeln verwendet, die jedes Mal am Ende der Nadel umgedreht werden.

Möchte man eine runde Fläche stricken, so werden in der Regel vier oder fünf Nadeln verwendet. Diese Vorgehensweise wird auch als sogenanntes Nadelspiel bezeichnet. Für runde Fläche gibt es darüber hinaus auch Rundstricknadeln. Diese sind meistens am Ende der Nadeln mit einem Perlondraht miteinander verbunden. Dadurch können die Maschen fortlaufend abgestrickt werden. Verwendet man dagegen das Nadelspiel, werden die Maschen auf vier Nadeln verteilt und die fünfte Nadel wird zum Abstricken der Maschen benutzt. Durch das Abstricken der Maschen – egal ob mit Rundnadel oder Nadelspiel – erhält man ein schlauchförmiges Gestrick.

Dieses schlauchförmige Gestrick kann durch Zu- und Abnahme von Maschen, durch die Verwendung von link- und rechtsgestrickten Maschen, durch Umschläge, Verschränkung mit anderen Maschen sowie durch eine weitere Vielzahl von Maschenbildungen variiert werden. Dadurch werden unterschiedliche Strickmuster in das Gestrick eingebracht. Durch die Doppelstrick-Methode lassen sich auch zwei verschiedenfarbige Fäden miteinander verstricken. Dadurch lassen sich unterschiedliche Gestricke wie etwa Mützen, Strümpfe, Socken, Handschuhe, Pullover, Röcke, Jacken, Strickjacken, Hauben, Gardinen, Teppiche, Decken etc. herstellen.
Sockenstricken
Das Stricken von Mützen und Socken ist nach wie vor die beliebteste Übung insbesondere für Einsteiger. Obwohl das Stricken von Socken zunächst kompliziert aussieht, ist es sehr leicht zu erlernen und eine hervorragende Ausgangsbasis, um darauf aufbauend weitere Gestricke herstellen zu können.

Für das Stricken von Socken gibt es unterschiedliche Sockenwolle wie Sockenwolle 6-fädig oder 8-fädig etc., die gut gezwirnt ist. Das heißt, die Strumpfwolle oder Sockenwolle sollte eine gewisse Stabilität aufweisen, da Strümpfe und Socken vor allem im Fersen- und Zehenbereich besonders beansprucht werden.

Unter dem Begriff „Sockenwolle“ versteht man in der Regel Handstrickgarne, die aus 75 Prozent Schurwolle und 25 Prozent Polyamid bestehen. Manchmal wird der Sockenwolle auch Baumwolle anteilig beigemischt, um eine glattere Fadenstruktur zu erreichen als es bei bloßer Schurwolle der Fall ist.

Sockenwolle oder Strumpfwolle ist hauptsächlich mit einer Lauflänge von ca. 210 m auf 50 g erhältlich. Hinzu kommt die sogenannte Fädigkeit. 6- fach Sockenwolle bzw. Sockenwolle 6-fädig oder Sockenwolle 8-fach bedeutet, dass sechs bzw. acht Einzelfäden miteinander verzwirnt (verdreht) wurden. Als Faustregel gilt: Je mehr Fäden zu einem Endfaden zusammengefasst werden, desto stärker ist die spätere Belastungsfähigkeit des Gestrickes. Bei der Arbeit mit besonders hoher Fädigkeit kommen entsprechende Nadelstärken zum Einsatz (z.B. Wolle Nadelstärke 8).
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