Schlauchboote

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Ratgeber Schlauchboote


Aktualisiert: 07.06.2018 | Autor: Online-Redaktion

Wissen kompakt

Vielleicht verbinden Sie mit einem Schlauchboot ruhige Sommertage am Baggersee und fröhliche Kinder, die darauf durch das Wasser paddeln. 

Tatsächlich sind Schlauchboote aber nicht nur in der Freizeit beliebt, sondern werden auch von Sportlern sehr geschätzt – ob Angelsport, Rafting oder Kanusport: Schlauchboote gibt es in den verschiedensten Ausführungen. 

Seit ihrer Einführung in der Mitte des 19. Jahrhunderts verbreiteten sich Schlauchboote äußerst erfolgreich.

Das verdanken sie vor allem ihren praktischen Eigenschaften: 

  • Sie sind leichter als andere Boote. 
    Wie der Name schon andeutet, besteht der Rumpf aus einem aufblasbaren Schlauch. Dieser ist häufig aus Kunststoff oder hochwertigem Gummi gefertigt. Das macht Schlauchboote wesentlich leichter als zum Beispiel Holzboote.
  • Sie lassen sich flexibel transportieren.
    Nach dem Gebrauch kann häufig die Luft aus dem Schlauch gelassen und das Boot kompakt zusammengefaltet werden. Auf diese Weise lässt es sich platzsparend transportieren und lagern – häufig in einer Tasche. 
  • Es entstehen nur geringfügige Unterhalts- oder Betriebskosten.
    Im Vergleich zu anderen Booten sind Schlauchboote sehr pflegeleicht und auch im Unterhalt günstiger. 
Recherche Tipp

Zum Erfolg des Schlauchbootes trug das gewagte Unternehmen Alain Bombards bei. 1952 wollte er den Atlantik mit einem Gummiboot überqueren. Einen ausführlichen Bericht über dieses Abenteuer finden Sie auf Spiegel Online

Welche Art von Schlauchboot Ihren Ansprüchen gerecht wird, erfahren Sie nachfolgend in unserem Kaufberater. 


Kaufberater

Das Angebot erwerbbarer Schlauchboote reicht vom günstigen Gummiboot für den Urlaub bis hin zum kostspieligen Festrumpf-Schlauchboot, mit dem auch Expeditionen fernab der Meeresküste wie zum Beispiel Whale-Watching – das Beobachten von Walen – möglich sind. 

Finden Sie mit unserem Kaufberater Ihr ideales Schlauchboot für Ihre Bedürfnisse.

Bedenken Sie bei der Wahl vor allem folgende Gesichtspunkte:

  • Das Einsatzgebiet bestimmt den geeigneten Schlauchboot-Typen.
    Wenn Sie Ihr Schlauchboot lediglich in der Freizeit verwenden möchten, genügt ein schlichtes Freizeit-Boot. Für den leidenschaftlichen Angler gibt es spezielle Angel-Schlauchboote mit Angelruten-Halterungen – wer ein kompaktes Kanu möchte, greift zu aufblasbaren Kajaks.
  • Achten Sie vor dem Kauf auf die Anzahl der Sitzplätze und die zulässige Nutzlast. 
    Nicht jedes Schlauchboot ist für 4 oder mehr Personen gebaut oder kann hohe Lasten tragen (z.B. Verpflegung oder die Angel-Ausrüstung). Informieren Sie sich in den Produkt-Details über die Größe und die Nutzlast des Bootes.   
  • Das Schlauch-Material entscheidet über Lebensdauer und Robustheit des Bootes. 
    Sehr preisgünstige Schlauchboote bestehen oft aus Kunststoff-Folien. Diese sind weder sehr robust noch luftdicht. Häufig ist der Schlauch aus PVC gefertigt, das je nach Verarbeitung bis zu 10 Jahren halten kann. Besonders kostenintensiv, aber ebenso haltbar sind Hypalon® und EPDM: Diese robusten Stoffe halten mehrere Jahrzehnte. 
  • Einlege-Böden erhöhen Stabilität und Fahr-Komfort, sind aber schwerer zu transportieren. 
    Es gibt auch Schlauchboote mit Einlege-Böden, die den Fahrkomfort erhöhen. Dabei handelt es sich in der Regel um Holzböden, Aluböden oder Lattenböden. Wer ein kompaktes Modelle vorzieht, greift zum aufblasbaren Hochdruck-Boden.  

Schlauchboot-Typen

Welches Schlauchboot am besten Ihren Anforderungen entspricht, hängt in erster Linie davon ab, was Sie damit unternehmen möchten. Einen wirklichen Allrounder gibt es nicht – jeder Produkttyp hat seine Stärken und Schwächen. 

Auf den Punkt!
  • Freizeit-Boote sind sehr günstig, besitzen jedoch eine kurze Lebensdauer und bieten weniger Komfort. 
  • Ein Ruder-Schlauchboot lässt sich schnell beschleunigen. Die robusten Materialien sorgen für eine lange Lebensdauer. 
  • Angel-Schlauchboote sind  sehr robust, können eine hohe Nutzlast tragen und lassen sich komfortabel mit Sitzkissen und Angelruten-Haltern ausstatten. 
  • Ein Rafting-Boot besitzt eine lange Lebensdauer, um extremen Bedingungen wie starken Strömungen und in den Bootsraum eindringenden Wassermassen zu trotzen. 
  • Festrumpf-Schlauchboote, sogenannte RIBs, bieten denselben Komfort wie ein normales Boot und sind so stabil, dass sie auf offener See genutzt werden können. 
  • Schlauch-Kanus sind Sport-Boote, die schnell durch das Wasser gleiten, wenig wiegen und seltener kentern als Festrumpf-Schlauchboote.
Freizeit-Boot

Viel Spaß für wenig Geld bieten Freizeit- und Bade-Boote. Sie sind für alle Altersklassen gleichermaßen geeignet.

Diese Schlauchboote bewegen sich langsam durch das Wasser. Dies liegt vor allem an ihrem äußerst dünnwandigen Schlauch. Er ist nicht sehr robust und hält daher keinem hohen Luftdruck stand. Die Folge: Das Boot ist instabil, was sich negativ auf dessen Manövrierfähigkeit auswirkt.

Durch den dünnen Schlauch ist das Boot zudem anfällig für scharfe Kanten oder spitze Gegenstände – schnell können sich Lecks bilden, durch die Luft entweicht. Für Fahrten in Wasser mit Strömung sind Freizeit-Boote demnach nicht ausgelegt.

Auch für längere Touren ist das Bade-Boot ungeeignet. Durch das häufig minderwertigere Schlauchmaterial kann Luft schnell entweichen. Deshalb müssen Sie das Boot spätestens am Ende des Tages wieder neu mit Luft befüllen. 

Achtung!

Freizeit-Boote sind in der Regel nicht für Motoren geeignet.

An Ihr Freizeit-Boot sollten Sie keinesfalls einen Motor anschließen, wenn es in der Anleitung oder der Produktbeschreibung nicht ausdrücklich erlaubt ist. Das dünne Material kann unter der mechanischen Beanspruchung reißen – das kann schwere Verletzungen zur Folge haben. 

Die Vor- und Nachteile des Bade-Bootes lesen Sie im Folgenden:

Vorteile
  • Sehr günstig
  • Leicht zu transportieren
  • Schnell aufgepumpt
Nachteile
  • Kurze Lebensdauer
  • Anfällig für Lecks 
  • Schlechtes Fortbewegungsmittel    
  • Kentert schnell 
Ruder-Schlauchboot

Wer mit seinem Schlauchboot einen See überqueren oder einen Fluss entlangfahren möchte, ist mit einem Ruder-Schlauchboot gut beraten. Es ist vor allem für die Fortbewegung auf dem Wasser ausgelegt.

Das Schlauch-Material von Ruder-Schlauchbooten zeichnet sich durch eine höhere Robustheit aus. Damit geht ein höheres Gewicht einher: Bis zu 30 kg können Ruder-Schlauchboote wiegen – im Gegenzug kann aber häufig ein Motor angebracht werden.  

Ein robuster Schlauch verträgt auch einen höheren Luftdruck und macht das Boot stabiler – daher bietet es mehr Fahrkomfort als vergleichsweise ein Freizeit-Boot.

Generell weisen Ruder-Schlauchboote mit einem hochwertigen Schlauch-Material eine höhere Lebensdauer auf und verlieren auch über Tage hinweg kaum Luft. 

Shopping Tipp

Machen Sie es sich leicht:

Meist sind die mit dem Schlauchboot mitgelieferten Luftpumpen nicht leistungsfähig, gerade bei den günstigeren Modellen. Auf Billiger.de finden Sie eine große Auswahl an Luftpumpen.

Sollten Sie Bedarf an hochwertigeren Paddeln haben, stöbern Sie durch unsere Rubrik Antrieb. Dort finden Sie auch Informationen darüber, wie Sie den richtigen Motor für Ihr Schlauchboot finden.

Das Ruder-Schlauchboot lässt ebenfalls in der Freizeit einsetzen. Es bietet mehr Komfort, da es durch seine Stabilität nur selten kentert. Diese Multifunktionalität ist etwas kostspieliger. 

Nachfolgend haben wir für Sie alle Vor- und Nachteile des Ruder-Schlauchboots aufgelistet:

Vorteile
  • Gutes Fortbewegungsmittel
  • Lange Lebensdauer
  • Kentert selten
Nachteile
  • Etwas teurer
  • Höheres Gewicht 
Angel-Schlauchboot

Ein Angel-Schlauchboot erleichtert Ihren Angel-Ausflug: Sie können Ihr Boot bequem an Ort und Stelle aufpumpen. Ein großer Vorteil ist zudem, dass sie sich sowohl zum Angeln als auch zum sportlichen Rudern oder zum Entspannen auf dem See eignen.

Der Schlauch sowie der Boden bestehen häufig aus widerstandsfähigen Materialien. Das erhöht nicht nur die Lebensdauer Ihres Schlauchboots, sondern verbessert auch seine Eigenschaften als Fortbewegungsmittel. Auch Motoren lassen sich problemlos an den robusten Angel-Booten anbringen. 

Der Boden besitzt meist eine versteifende Beschichtung: Ein Kentern ist nahezu unmöglich.

Weiterführende Informationen zu Motoren für Ihr Schlauchboot finden Sie in der Rubrik Zubehör.

Wichtig bei einem Angel-Boot ist eine hohe Nutzlast, damit Sie Ihren Angel-Koffer sowie Ihre Angel problemlos transportieren können. 

Für den größtmöglichen Komfort sind Angel-Schlauchboote in der Regel mit 2 Angelruten-Haltern ausgestattet. Außerdem verfügen sie oft über ein aufblasbares Sitzkissen. Die großzügigen Abmessungen sorgen für ausreichend Platz. 

Berücksichtigen Sie das höhere Gewicht von Angel-Booten: Bis zu 30 kg kann dieser Produkttyp wiegen. 

Wissenswert

Fische erkennen farbige Schlauchboote schon aus großer Entfernung. Daher sind Angelboote in der Regel grün. Fische können dadurch das Schlauchboot nicht von Blättern oder Bäumen unterscheiden.

Vor- und Nachteile von Angel-Schlauchbooten finden Sie in der nachfolgenden Tabelle: 

Vorteile
  • Gutes Fortbewegungsmittel
  • Lange Lebensdauer
  • Hoher Angelkomfort
  • Kentert selten
Nachteile
  • Kostspielig
  • Höheres Gewicht 
Rafting-Boot

Wassersport extrem: Rafting-Boote müssen starker Strömung, spitzen Felsen und Kollisionen trotzen. Deshalb sind sie aus den widerstandsfähigsten Materialien gefertigt.

Der Schlauch und der Boden bestehen aus mehrfach beschichteten, extrem robusten Materialien wie Hypalon® oder EPDM.  

Damit sich das Wasser nicht im Boot sammelt, verfügen Rafting-Boote über sogenannte Lenzklappen, mit deren Hilfe es wieder aus dem Bootsraum abfließen kann. 

Maximale Sicherheit ist bei Rafting-Booten das Wichtigste. Das Boot könnte beispielsweise kentern oder Insassen aufgrund einer plötzlichen Erschütterung über Bord geschleudert werden. Durch die steifen Materialien liegt das Boot sehr gut im Wasser und kentert nur in Extremfällen.  Rutschfeste Sitzflächen und stabile Handgriffe geben den Insassen den größtmöglichen Halt. 

Achtung!

Rafting ohne sachgemäße Ausrüstung kann gefährlich werden!

Bevor es auf die erste Wildwassertour gehen kann, sollten Sie sich zu Ihrer eigenen Sicherheit um die nötige Rafting-Ausrüstung kümmern. Diese beinhaltet in der Regel Wildwasser-Helm, Schwimmweste und in kälteren Gewässern einen Neopren-Anzug. 

Rafting-Boote besitzen häufig ein höheres Gewicht. Mittlerweile gibt es auch sogenannte Trekking-Rafts, die sich wegen ihres geringen Gewichts für das Wandern entlang eines Flusses eignen. 

Alle Vor- und Nachteile von Rafting-Booten haben wir im Folgenden für Sie zusammengefasst:

Vorteile
  • Extrem robust
  • Sehr lange Lebensdauer
  • Optimale Sicherheit 
  • Kentert nur im Extremfall
Nachteile
  • Sehr kostspielig
  • Höheres Gewicht 
Festrumpf-Schlauchboot (RIB = „Rigid Inflatable Boat“)

Festrumpf-Schlauchboote sind meist motorbetrieben und können bis zu 20 m lang sein. Der Antrieb kann über einen Innen- oder Außenbordmotor erfolgen.

Der Rumpf besteht aus leichten, aber sehr robusten Materialien wie zum Beispiel: 

  • Glasfaser-verstärktem Kunststoff (GFK)
  • Aluminium
  • Kevlar

Die Seitenwülste sind mit Luft gefüllt. Deshalb besitzen RIBs einen besonders guten Auftrieb: Sie können damit sogar während eines Sturms fahren, ohne zu kentern. 

Wissenswert

Wegen des guten Auftriebs und der hohen Stabilität können RIBs auch auf offener See benutzt werden, zum Beispiel als Rettungsboote. Dann handelt es sich um eine sogenannte Offshore-Anwendung. 

Festrumpf-Schlauchboote besitzen in der Regel einen festen Boden sowie weitere starre Bauteile. Daher lassen sie sich nicht zusammenfalten wie ein Freizeit-Boot, sondern nur mit einem Anhänger oder Boots-Trailer transportieren. RIBs benötigen viel Platz. Legen Sie sich nur dann eines zu, wenn Sie es auch an einem passenden Ort (z.B. einer Garage) lagern können. 

Festrumpf-Schlauchboote sind die teuersten Modelle. Dafür können sie je nach Größe mit vielen Extras ausgestattet sein wie zum Beispiel: 

  • Toilette
  • Steckdosen
  • Beleuchtung 
  • Dusche
Achtung!

Ist ein Bootführerschein nötig? Achten Sie auf die Motorleistung!

RIBs sind häufig motorbetrieben. Wenn Sie keinen Bootsführerschein besitzen, achten Sie daher unbedingt auf die Motorleistung. Weist der Motor weniger als 15 PS auf, dürfen Sie das Boot auch ohne Bootsführerschein fahren. 

Die Vor- und Nachteile von RIBs sind: 

Vorteile
  • Extrem robust 
  • Lange Lebensdauer
  • Hoher Komfort 
  • Kentert nur im Extremfall 
Nachteile
  • Sehr teuer 
  • Benötigt viel Platz 
  • Schwer zu transportieren
  • Oft ist ein Bootführerschein nötig
Schlauch-Kanus

Für sportliche Aktivitäten und eine schnelle Fortbewegung eignen sich Schlauch-Kanus.

Sie besitzen gegenüber Festrumpf-Kanus gleich mehrere Vorteile: 

  • Geringes Gewicht
    ​Aufblasbare Kanus besitzen wie fast alle Schlauchboote wenig Gewicht. 
  • Platzsparend
    ​Die Luft lässt sich einfach ablassen – so können Sie das Kanu kompakt verstauen. 
  • Preiswert 
    ​Im Vergleich zu Festrumpf-Kanus sind Schlauchkanus um einiges preiswerter. Das macht sie vor allem für Einsteiger attraktiv.
  • Besserer Auftrieb
    Schlauch-Kanus ermöglichen mehr Auftrieb als Festrumpf-Kanus. Daher kentern sie seltener und können mit mehr Gepäck beladen werden. 

Durch robuste Schlauch-Materialien sind aufblasbare Kanus sehr widerstandsfähig

Bedenken Sie

Schlauch-Kanus bieten mehr Angriffsfläche für Wind. 

Seitenwind kann Schlauch-Kanus leichter abtreiben, weil sie nur ein geringes Gewicht besitzen. Darum lassen sie nicht so präzise steuern wie Festrumpf-Kanus.

Obwohl Schlauch-Kanus in aufgepumptem Zustand stabil sind, fahren sie weniger schnell und lassen sich weniger präzise steuern als traditionelle Festrumpf-Kanus. 

Die Vor- und Nachteile von Schlauchkanus sind im Folgenden aufgelistet:

Vorteile
  • Preiswert
  • Sehr schnell 
  • Guter Auftrieb   
  • Sehr langlebig
Nachteile
  • Anfällig gegenüber Seitenwind
  • Langsamer als Festrumpf-Kanus

   


Größe

Jedes Schlauchboot ist für eine bestimmte Personenzahl ausgelegt. Mit steigender Anzahl der Sitzplätze muss auch der Bootsraum größer gewählt werden, damit alle Insassen ausreichend Platz finden. Mithilfe der folgenden Tabelle können Sie sich einen Überblick darüber verschaffen, welche Bootslänge für wie viele Personen ausgelegt ist:

Bootslänge Personenanzahl
3 m 4 Personen
4 m 6 Personen
5 m 8 Personen

Auch, wenn Sie überwiegend zu zweit das Schlauchboot nutzen: Bedenken Sie, dass Sie vielleicht auch mit Bekannten oder Ihrem Hund eine Bootstour unternehmen wollen. Schlauchboote mit 4 Sitzplätzen sind oft geringfügig teurer. Zudem bietet ein Schlauchboot für 4 Personen mehr Raum als ein 2-Personen-Boot – ein Pluspunkt, der sich vor allem auf den Komfort auswirkt. 

Achtung!

Bei Überlastung besteht Lebensgefahr! 

Zu Ihrer eigenen Sicherheit sollten Sie niemals mehr Personen in Ihrem Schlauchboot transportieren als zulässig sind. Das Boot könnte sinken. Vor allem auf dem offenen Meer oder auf einem reißenden Fluss kann das für die Insassen lebensgefährlich werden. 

Je mehr Personen in ein Schlauchboot passen sollen, desto stabiler muss es sein. Daher sind Schlauchboote für 5 oder mehr Personen meist mit Einlege-Böden ausgestattet. 

Informieren Sie sich über die verschiedenen Bodentypen in der gleichnamigen Inhaltsrubrik. 


Schlauch-Materialien

Der Schlauch ist der wichtigste Bestandteil eines Schlauchboots.

Die Auswahl an Schläuchen ist groß, die Unterschiede sind es auch: 

  • Robustheit 
    Dicke und Material des Schlauches bestimmen seine Widerstandsfähigkeit. 
  • Lebensdauer 
    Jedes Schlauch-Material wird irgendwann spröde und verliert seine elastischen Eigenschaften. Wie lange ein Schlauch funktionstüchtig bleibt, hängt auch vom Einsatzzweck ab: Nutzen Sie Ihr Schlauchboot zum Beispiel in kalten Gewässern, sollte das Schlauch-Material kältebeständig sein.
  • Kosten
    Hohe Qualität hat in der Regel Auswirkungen auf den Preis. Allerdings besitzen hochwertige Schläuche auch meist eine längere Lebensdauer.  

Nicht alle Hersteller machen genaue Angaben zu den Schlauch-Materialien. Kaufen Sie nur ein Schlauchboot, dessen Materialien Ihnen bekannt sind. Bei Unklarheiten kann am besten der Hersteller direkt aufklären.

Damit Sie gut über die Eigenschaften der jeweiligen Schlauch-Materialien informiert sind, haben wir Ihnen die wichtigsten nachfolgend zusammengefasst. 

Auf den Punkt!
  • Kunststoff-Folien werden heute nur noch für günstige Freizeit-Boote verwendet, da sie schnell kaputtgehen und Luft verlieren.
  • Sehr preiswert ist Polyvinylchlorid, kurz PVC. Deshalb ist es in den meisten Schlauchbooten enthalten. Der Stoff ist jedoch nicht langlebig.
  • Nitrilon®, auch NBR genannt, ist langlebig und eignet sich auch für besonders kalte oder warme Gewässer. Das Material ist sehr robust, jedoch auch kostspielig.
  • Hypalon®- und Orca®-Schläuche bestehen aus CSM. Sie sind nicht nur extrem robust, sondern auch sehr langlebig. CMS ist temperatur- und witterungsbeständig. Es bleibt selbst im nassen Zustand griffig und rutschfest. Jedoch sind Hypalon®-Schläuche kostspielig.
  • Als sehr umweltfreundlich und zugleich hochwertig gilt EPDM. Das Material ist extrem robust, temperatur- und witterungsbeständig. Weiterhin besitzt EPDM eine sehr lange Lebensdauer. Schläuche aus diesem Material sind sehr kostspielig.
Kunststoff-Folien

Bei Schläuchen aus diesem Material handelt es sich um dünne Folien. Sie sind anfällig für Risse und verlieren schnell Luft. Daher eignen sie sich allenfalls für Freizeit-Boote. Wer am Badesee plantschen möchte, wird vom sehr geringen Preis dieser Schläuche profitieren.

Die Vor- und Nachteile von Kunststoff-Folien sind wie folgt:

Vorteile
  • Sehr preiswert
Nachteile
  • Verliert schnell Luft
  • Kurze Lebensdauer
  • Empfindlich gegenüber Beschädigungen
     
PVC (Polyvinylchlorid)

Aufgrund der niedrigen Herstellungskosten von PVC sind Schlauchboote aus diesem Material sehr preiswert und in entsprechend großer Auswahl im Handel erhältlich. 

PVC ist sehr beständig gegenüber anderen Stoffen und nimmt kaum Wasser auf. Daher sind Schläuche aus diesem Material nicht nur reißfest und robust, sondern auch sehr langlebig – Sie können sie bis zu 10 Jahre lang nutzen. Allerdings ist das Material nicht recyclebar.

Zudem ist PVC nicht UV-beständig. Ist das Schlauchboot aus diesem Material der Sonne ausgesetzt, dünstet es mit der Zeit die enthaltenen Weichmacher aus. Diese Zusatzstoffe machen es jedoch elastisch. Der Schlauch wird demnach im Laufe der Zeit immer spröder und kann Risse bilden, durch die Luft entweicht. 

Auch in der Entsorgung ist PVC bedenklich. Bei der Verbrennung entstehen giftige und umweltschädliche Gase. Außerdem verfällt es nur sehr langsam. Daher müssen Sie Ihr altes PVC-Boot als Sondermüll entsorgen. Zudem sind die enthaltenen Weichmacher gesundheitlich bedenklich, da sie über die Atemwege und die Haut in den Körper aufgenommen werden können.

Die Vor- und Nachteile von PVC haben wir im Folgenden für Sie aufgeführt: 

Vorteile
  • Preiswert
  • Robust 
  • Lange Lebensdauer (ca. 10 Jahre)
Nachteile
  • Nicht recyclebar
  • Gesundheitlich bedenklich
  • Entsorgung als Sondermüll
Nitrilon®

Nitrilon ist der Markenname des Synthesekautschuks NBR. Durch seine hohe Temperaturbeständigkeit ist er in allen Gewässern als gutes Schlauch-Material geeignet.

Das künstliche Gummi ist sehr widerstandsfähig und wird sogar für die Schläuche von Rafting-Booten verwendet. 

Über die Nachhaltigkeit von Nitrilon® gibt es bislang keine genauen Informationen. Der Synthesekautschuk NBR ist zwar ökologisch unbedenklich, kann aber unter Umständen mit umweltschädlichen Zusatzstoffen versetzt sein.

Shopping Tipp

Schlauchboote aus Nitrilon® sind zwar oftmals kostspieliger als andere Modelle, dafür allerdings auch langlebiger. Nitrilon®-Schlauchboote halten in der Regel bis zu 20 Jahre.

Alle Vor- und Nachteile von Nitrilon® finden Sie in der Tabelle: 

Vorteile
  • Sehr robust
  • Hohe Temperaturbeständigkeit
  • Lange Lebensdauer (ca. 20 Jahre)
Nachteile
  • Kostspielig
  • Unter Umständen umweltschädliche Zusatzstoffe
CSM/Hypalon®/Orca®

CSM (chlorsulfoniertes Polyethylen) ist der chemische Name für die Markenbezeichnungen Hypalon® und Orca®. Hypalon® ist die gängigste Bezeichnung und wird deshalb im Folgenden verwendet.  

Wissenswert

Ursprünglich wurde Hypalon® von der Firma DuPont produziert. Aufgrund der geringen Nachfrage wurde die Herstellung jedoch 2010 eingestellt. Mittlerweile gibt es viele verschiedene Hersteller von CSM-Schläuchen – der Markenname Hypalon® etablierte sich jedoch über die Jahre und wird auch heute noch als Oberbegriff für alle Schläuche verwendet, die aus CSM bestehen. 

Reines Hypalon® ist gasdurchlässig. Damit die Luft nicht aus den Schläuchen entweicht, bestehen sie aus mehreren Lagen Neopren und Hypalon®. Neopren ist zwar gasdicht, aber nicht besonders reißfest – daher wird Neopren immer in einer der mittleren Schichten eingesetzt.

Hypalon®-Schläuche bestehen aus festem synthetischen Gummi und sind daher sehr robust. Sie halten sowohl hohen als auch niedrigen Temperaturen stand und trotzen jeder Witterung. Durch die komplexe Beschichtung sind Hypalon®-Schlauchboote zwar vergleichsweise  kostspielig. Da ihre Lebensdauer jedoch mehrere Jahrzehnte beträgt, bieten sie das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.

In puncto Schadstoffgehalt bei der Entsorgung fällt Hypalon® eher negativ auf – es lässt sich zwar nachhaltig wiederverwerten, setzt aber bei der Verbrennung giftige und umweltschädliche Gase frei. 

Die Vor- und Nachteile von Hypalon® sind im Folgenden aufgelistet. 

Vorteile
  • Sehr robust
  • Hohe Temperaturbeständigkeit
  • Sehr lange Lebensdauer (20 bis 30 Jahre)
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
Nachteile
  • Kostspielig
  • Unter Umständen umweltschädlich 
EPDM (Ethylen-Propylen-Dien) 

EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk) ist ein synthetischer Kautschuk. Schlauchboote aus diesem Material zeichnen sich durch eine sehr hohe Widerstandsfähigkeit aus. 

Da das Schlauchmaterial EPDM vulkanisiert wird, ist es sehr reiß- und abriebfest. Schläuche aus EPDM können auch hohen Luftdruck aushalten und sind sehr formbeständig. Zudem sind sie UV- sowie witterungsbeständig, wodurch sie eine lange Lebensdauer besitzen. 

Die Temperaturbeständigkeit des Materials gewährleistet, dass Schlauchboote aus EPDM auch bei niedrigen Temperaturen stets elastisch bleiben. 

Ein großer Vorteil von EPDM ist, dass es nachhaltig wiederverwertet werden kann und selbst bei Verbrennung für die Umwelt unbedenklich ist. 

EPDM ist sehr kostspielig und daher nur bei qualitativ hochwertigen Schlauchbooten zu finden, die höheren Belastungen trotzen müssen, wie beispielsweise Rafting-Schlauchboote.

Folgende Tabelle gibt Ihnen eine Übersicht über die Vor- und Nachteile von EPDM:

Vorteile
  • Sehr robust
  • Hohe Temperaturbeständigkeit
  • Sehr lange Lebensdauer (20 bis 40 Jahre)
  • Umweltfreundlicher
Nachteile
  • Sehr kostspielig

Nutzlast

Die Nutzlast Ihres Schlauchboots bestimmt, wie viel Gewicht Sie darin transportieren dürfen. Dieses beinhaltet neben dem Körpergewicht auch das Gewicht des Gepäcks sowie der Ausrüstung. 

Achtung!

Überschreiten Sie nicht die maximale Nutzlast!

Überschreiten Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit niemals die maximale Nutzlast: Das Boot könnte sinken. Vor allem auf dem offenen Meer oder auf einem reißenden Fluss kann das für alle Insassen zur Lebensgefahr werden.

Die maximale Nutzlast sollte dem Einsatzzweck entsprechen. Planen Sie längere Ausflüge mit viel Gepäck oder den Transport einer Angel-Ausrüstung, sollten Sie deshalb eine höhere Nutzlast wählen. Denn sowohl die Ausrüstung als auch die gefangenen Fische bedeuten zusätzliches Gewicht. Daher verfügen Angel-Schlauchboote in der Regel über eine höhere maximale Nutzlast.


Bodentypen

Die Böden von Schlauchbooten sind in vielen Ausführungen erhältlich. Welche Bodentypen es gibt und was ihre Vor- und Nachteile sind, haben wir im Folgenden für Sie zusammengefasst: 

Auf den Punkt!
  • Der Hochdruckboden ist Bestandteil des Schlauchboots und muss nur aufgeblasen werden. Daher besitzt er ein geringes Gewicht. 
  • Einlegeböden aus Aluminium oder Holz bieten viel Stabilität. Da sie sperrig sind, ist ihre Handhabung jedoch unkomfortabel. 
  • Eine Alternative sind Lattenböden. Sie sind sowohl kompakt als auch stabil und lassen sich gut transportieren.
Hochdruckboden

Bei einem Hochdruckboden werden Ober- und Unterschicht des Schlauchboots so zusammengeklebt, dass Luftkammern entstehen. Diese bilden den Boden. Somit ist er Bestandteil des Schlauchboots. Sie müssen ihn lediglich mit Luft füllen – das erleichtert den Aufbau. 

Auch der Transport ist komfortabel: Sie können das Boot einfach zusammenfalten und verpacken.  

Zum Sitzen ist der Hochdruckboden mit seinen Luftpolstern sehr bequem. Allerdings besteht immer die Gefahr, dass der Boden durch scharfe oder spitze Gegenstände beschädigt wird. 

Wissenswert

Hochdruckböden weisen einen hohen Luftdruck von etwa 0,8 bar auf.

Die meisten Hochdruckböden bestehen aus vielen, voneinander getrennten Segmenten. Dadurch geht nicht gleich das ganze Boot unter, wenn Risse oder Löcher entstehen.

Wollen Sie einen Außenbordmotor an Ihrem Schlauchboot anbringen? Dann sollten Sie den Kauf eines Bootes mit Hochdruckboden überdenken: Er wird unter Beanspruchung eines leistungsstarken Motors instabil. Bei hohen Geschwindigkeiten oder starkem Wellengang kann der Boden sich wölben oder wackeln. 

Hochdruckböden sind außerdem oft etwas teurer als Einlegeböden. 

Die Vor- und Nachteile von Hochdruckböden sehen Sie im Folgenden: 

Vorteile
  • Leichter Aufbau
  • Hoher Sitz-Komfort
  • Sehr kompakt 
Nachteile
  • Anfällig für Risse
  • Geringere Stabilität 
  • Eher für leistungsschwache Motoren
Einlegeboden

Ein Einlegeboden besteht entweder aus Holz oder Aluminium. Er wird in das Schlauchboot gelegt und lässt sich in mehrere Einzelteile auseinandernehmen. Dadurch können die Einzelteile gut verstaut werden. Transport und Aufbau von Einlegeböden sind jedoch weniger komfortabel, da die massiven Platten oft sperrig und schwer sind.

Einlegeböden sind sehr massiv und geben einer Beanspruchung durch einen Motor oder durch starke Wellen nicht so schnell nach wie Hochdruck- oder Lattenböden. Dadurch erhalten Sie einen festen Stand und können einen schnelleren Außenbordmotor anbringen. Zudem lässt sich das Schlauchboot durch einen Einlegeboden präziser durch das Wasser manövrieren. 

Einlegeböden bieten allerdings keinen Sitzkomfort.

Shopping Tipp

Sie möchten auch in einem Boot mit Einlegeboden bequem sitzen?

Viele Hersteller bieten aufblasbare Sitze an. Achten Sie auf die Produktinformationen Ihres Wunschbootes.

Alle Vor- und Nachteile von Einlegeböden sehen Sie in der Tabelle: 

Vorteile
  • Bessere Fahr-Eigenschaften
  • Leistungsstärkerer Motor möglich
  • Fester Stand 
  • Höhere Stabilität
Nachteile
  • Aufwendigerer Aufbau und Transport
  • Weniger kompakt 
  • Geringerer Sitz-Komfort
  • Höheres Gewicht 
Lattenboden

Der Lattenboden besteht meist aus lackierten Holzbrettern, die mittels Textil- oder Kunststoffstreifen miteinander verbunden sind. Er ist eine Alternative zu Einlege- und Hochdruckboden, da er Stabilität und geringes Gewicht vereint. 

Zum Transport können Sie den Boden einfach zusammenrollen. Das erleichtert auch den Auf- und Abbau. Sobald das Schlauchboot aufgeblasen ist, versteift sich der Lattenboden.

Achtung!

Achten Sie auf eine robuste Außenhaut.

Ein Lattenboden soll Ihnen einen sicheren Tritt verschaffen. Bekommt die Außenhaut Risse, kann das Wasser zwischen den Brettern hindurch in das Boot eindringen. 

Ein Lattenboden ist etwas schwerer als ein Hochdruckboden, jedoch leichter als ein Einlegeboden. Trotzdem gewährleistet er eine höhere Stabilität. Einem flexiblen Einsatz in unterschiedlichen Gewässern steht somit nichts im Wege.

Da ein Lattenboden durch seine Bauweise jedoch nicht so massiv ist wie ein Einlegeboden, ist er für eine leistungsstarke Motorisierung in der Regel ungeeignet. 

Die Vor- und Nachteile von Lattenböden sehen Sie im Folgenden:  

Vorteile
  • Kompakt 
  • Fester Stand
  • Bessere Fahr-Eigenschaften
Nachteile
  • Geringere Stabilität
  • Eher für leistungsschwache Motoren
  • Anfällig für Risse 

Ventile

Das Ventil verschließt den Schlauch Ihres Schlauchbootes und stellt sicher, dass die Luft nach dem Aufpumpen nicht entweicht. Zusätzlich können Sie Luft aus dem Schlauch über das Ventil ablassen. 

Folgende Ventile lassen sich unterscheiden:

  • Boston-Ventil
    Beim Boston-Ventil handelt es sich um ein Zwei-Wege-Schraubventil. Eine Klappe im Inneren verhindert, dass Luft entweicht, sobald Sie den Schlauch der Pumpe entfernen. Möchten Sie das Schlauchboot aufpumpen, können Sie die Ventilverschlusskappe öffnen. Zum Ablassen der Luft können Sie das Ventil komplett öffnen. Ein einfaches Aufpumpen und Entlüften ist dadurch möglich. Es gibt auch Mini-Boston-Ventile, die nach dem gleichen Prinzip funktionieren, jedoch kleiner sind.
  • Hochdruck-Ventil
    Durch eine Zentralverschlusskappe im Hochdruck-Ventil ist der Schlauch Ihres Bootes luftdicht verschlossen. Zum Aufpumpen können Sie die Verschlussklappe öffnen und den Schlauch der Pumpe anbringen. Das ermöglicht ein schnelles Aufpumpen.
  • Jumbo-Ventil
    Das Jumbo-Ventil ist überwiegend bei Luftmatratzen und Wasserbällen zu finden. Nach dem Aufpumpen stülpen Sie das Ventil nach innen und verschließen es mit dem Stopfen. Um Luft abzulassen, müssen Sie dieses Ventil herausziehen und einfach zusammendrücken. 

Antrieb

Mit dem Schlauchboot können Sie sich auf verschiedene Arten fortbewegen. Dazu benötigen Sie jedoch das passende Zubehör wie Paddel oder einen Motor.

Auf den Punkt!
  • Riemen sind durch sogenannte Dollen mit der Außenseite des Schlauchboots verbunden. 
  • Paddel gibt es sowohl in einfacher Version als auch als Doppelpaddel. Sie sind nicht mit dem Boot verbunden, sondern werden frei geführt. 
  • Ein Motor kann als Außenbordmotor oder Innenbordmotor am Schlauchboot angebracht sein. 

 

Riemen  

Riemen, oft auch Ruder genannt, werden durch sogenannte Dollen mit der Außenseite des Bootes verbunden. Dabei handelt es sich um Halterungen, in die die Riemen gesteckt werden. Praktisch daran ist, dass Sie das Ruder dadurch nicht verlieren können, da es nicht herausrutschen kann. Gleichzeitig können Sie es aber flexibel bewegen. 

Die Fortbewegung mit Riemen ist im ruhigen Gewässer vergleichsweise schneller möglich als mit Paddeln.

Tipp

Für Wildwasser-Fahrten sind Paddel wesentlich flexibler und daher besser geeignet. 

Paddel 

Paddel werden frei geführt – sie sind also nicht am Boot befestigt. Häufig werden sie in Kanu- oder Rafting-Booten verwendet. 

Typisch für den Kanu-Sport ist das Doppelpaddel. Es besteht aus einem langen Schaft, an dessen Enden sich die Paddelblätter befinden. 

Wissenswert

Paddellänge: Sportlich oder entspannt?

Die Länge eines Doppelpaddels hängt sowohl von der Länge des Boots als auch von Ihren Bedürfnissen ab: 

Wollen Sie sportlich paddeln, ist ein kurzer Schaft wirkungsvoller. Er erfordert jedoch mehr Muskelkraft. 

Wenn Sie entspannt paddeln möchten, empfiehlt sich ein langer Schaft. Die Fortbewegung ist dann zwar langsamer, jedoch weniger anstrengend.

Beim Rafting werden Paddel mit nur einem Paddelblatt verwendet. Diese Paddel sind auch im Lieferumfang herkömmlicher Schlauchboote enthalten. Wenn Sie mit Ihren Bootsinsassen gemeinsam das Boot steuern wollen, sind diese Paddel sehr praktisch.

Motor

Viele Schlauchboote sind ausreichend stabil, sodass sie mit einem Motor angetrieben werden können. Das kann in vielerlei Hinsicht praktisch sein: Zum Beispiel, wenn Sie nach einer schweißtreibenden Tour wieder flussaufwärts zur Anlegestelle gelangen müssen.

Da Schlauchboote sehr leicht sind, beschleunigen sie besser als massive Boote. Mit einem leistungsstarken Motor können Sie die Gleitfahrt erreichen. Dadurch sind Schlauchboote sparsamer als Motorboote. 

Wissenswert

Bei der Gleitfahrt beschleunigt das Boot so stark, dass es sich gegen den Wasserwiederstand aus dem Wasser erhebt und darauf gleitet. Der Widerstand durch die Bugwelle reduziert sich somit.

Motorboote mit weniger als 15 PS dürfen Sie in Deutschland meist ohne Bootsführerschein fahren – Ausnahmen bilden Rhein, Bodensee und Spree-Oder. Sollten Sie noch nie mit einem Motorboot gefahren sein, sollten Sie sich von einer erfahrenen Person einführen lassen.

Welche Motorstärken zulässig sind, erfahren Sie in der folgenden Tabelle: 

Bootslänge Leistung
Bis 3 m Maximal 10 PS
Bis 4 m Maximal 40 PS
Bis 5 m Maximal 70 PS

Grundsätzlich lassen sich 4 Motoren für Schlauchboote unterscheiden:

Jet

Bei einem Jet-Antrieb treibt der Motor eine Wasserpumpe an. Diese saugt Wasser an und drückt es aus einem schwenkbaren Rohr am Heck des Schlauchbootes wieder heraus. Dadurch erhält das Boot nicht nur Vortrieb, sondern kann gleichzeitig darüber gelenkt werden. Diese Antriebsart wird auch als Wasserstrahlantrieb bezeichnet.

Da es keinen Propeller gibt, ist die Verletzungsgefahr beim Jet-Antrieb gering. Zudem hat das Schlauchboot weniger Tiefgang und kann problemlos auch an Land anlegen.

Der Antrieb ist jedoch schlechter als bei einem Außenborder. Der Motor des Jet-Antriebs muss daher über mehr Leistung verfügen, um die gleiche Fahrleistung wie ein Außenbordmotor zu erreichen.

Außenbordmotor

Am häufigsten verbreitet unter Schlauchbooten ist der Außenbordmotor, kurz Außenborder. 

Dabei handelt es sich um einen Verbrennungsmotor, der außen am Heck des Bootes angebracht werden kann. Die Montage ist sehr einfach. Falls Sie bereits einen Außenborder besitzen, können Sie diesen daher auch an Ihrem neuen Schlauchboot verwenden.  

Die Lenkung erfolgt über das Steuer, das den Motor dreht. Ein Ruderblatt ist somit nicht vorhanden.

Zur Befestigung eines Außenborders an Ihrem Schlauchboot ist eine Aussparung im Rumpf erforderlich. Durch diese muss die Antriebswelle, die der Motor antreibt, bis ins Wasser reichen. Dafür beansprucht dieser Motor-Typ keinen Platz an Bord.

Achtung!

Achten Sie auf die zulässige Motorleistung.

Nicht jedes Schlauchboot hält der Belastung durch einen leistungsstarken Motor stand. Beachten Sie deshalb die Bedienungsanleitung, bevor Sie einen Motor kaufen. Ein zu leistungsstarker Motor kann die Gefahr zu kentern erhöhen und so zum Sicherheitsrisiko werden. 

Außenbordmotoren sind leistungsstark und in unterschiedlichen Klassen erhältlich. Wartung und Reparatur sind problemlos möglich und kostengünstiger als bei einem Innenborder, da die Bauart einen einfachen Zugriff auf den Motor ermöglicht. Jedoch ist er deshalb auch der Witterung mehr ausgesetzt.

Elektromotor

Der Elektro-Außenborder eignet sich für Gewässer wie z.B. Naturschutzgebiete, in denen das Fahren mit Verbrennungsmotoren verboten ist. Zudem ist er eine Alternative zu Rudern und Paddeln. Diese Antriebsart besitzt nur eine geringe Betriebslautstärke und ist umweltfreundlicher, da beim Betrieb keine Abgase entstehen.

Da es sich ebenfalls um einen Außenbordmotor handelt, erfolgt über das Steuer, das den Motor dreht. Ein Ruderblatt gibt es somit nicht.

Auch für Elektromotoren ist eine Aussparung am Bootsrumpf erforderlich, damit die Antriebswelle bis ins Wasser reichen kann. 

Ein Elektro-Außenborder besitzt eine geringere Leistung als ein Verbrennungsmotor. Daher ist er für Gewässer mit starker Strömung eher ungeeignet.

Auch die Reichweite kann begrenzt sein, da sie von der Leistung des Akkus abhängt. Daher eignen sich Elektromotoren eher für kurze Strecken. Grundsätzlich sollten Sie beachten: Je leistungsstärker, desto schwerer ist dieser Motortyp.

Bedenken Sie

Rechnen Sie den Rückweg mit ein.

Berücksichtigen Sie bei einer Fahrt mit einem Elektromotor immer die Dauer und passen Sie diese der Akkuleistung an. Rechnen Sie daher immer auch den Rückweg mit ein.

Innenbordmotor 

Einige der neueren Festrumpfschlauchboote (RIBs) verfügen oftmals über ausreichend Stabilität für einen Motorraum und damit über einen Innenbordmotor, kurz Innenborder. Diese Motoren sind fest in den Rumpf integriert und dadurch stabil mit dem Boot verbunden. Die Lenkung erfolgt beim Innenborder über ein Ruderblatt.

Da die Antriebswelle eines Innenbordmotors schräg nach unten gerichtet ist, wird die Antriebskraft nicht nur nach vorne, sondern auch minimal nach oben gelenkt. Daher ist dieser Motor-Typ weniger effizient. 

Innenborder nehmen mehr Platz im Bootsrumpf ein als Außenborder. Zudem sind Reparatur und Wartung aufwendiger. Zum Beispiel können Gegenstände wie Leinen, die sich um die Schraube wickeln, das Boot manövrierunfähig machen. Eine Befreiung der Schiffschraube ist dann nur durch einen Taucher und ein Wechsel des Propellers nur an Land möglich. Das kann hohe Reparaturkosten nach sich ziehen. Dafür ist der Motor jedoch vor Witterungseinflüssen geschützt.


Zubehör

Das richtige Zubehör erleichtert Ihnen den Aufbau, die Handhabung und die Lagerung Ihres Schlauchbootes.

Folgende Artikel sind im Handel erhältlich:

  • Aufblasbare Sitze
    Aufblasbare Schlauchbootsitze bestehen oftmals aus einem PVC-Schlauch und einem Nylon-Überzug. Nach dem Aufpumpen können Sie den Sitz zwischen die Außenschläuche Ihres Schlauchbootes klemmen. Je nach Variante sind die Sitzflächen mit einem rutschfesten Neopren-Überzug ausgestattet. Aufblasbare Sitze bieten viel Komfort und sind in unterschiedlichen Maßen und Ausführungen erhältlich.
  • Angelrutenhalter
    Angelrutenhalter lassen sich mithilfe eines Adapters auch nachträglich an ein Schlauchboot anbringen. Sie dienen dazu, die Angelrute am Boot zu befestigen. Darin lässt sich die Angelrute drehen sowie beliebig neigen. Ausführungen mit einer Sicherung, die das Herausrutschen der Angelrute verhindert, sind ebenfalls erhältlich. 
  • Luftpumpe
    Es gibt sowohl manuell als auch elektrisch betriebene Luftpumpen. Letztere pumpen automatisch Luft in das Schlauchboot. Sie werden entweder mit Batterien, über ein Netzkabel oder einen Zigarettenanzünder im Auto mit Energie versorgt.
  • Anker
    Mithilfe eines Ankers lässt sich das Schlauchboot an einer Stelle im Wasser festhalten. Spezielle Modelle für Schlauchboote besitzen keine scharfen Ecken und Kanten. Dadurch können sie sowohl im Boot transportiert als auch am Schlauch entlang hochgezogen werden, ohne diesen zu beschädigen.
  • Paddelhalter
    Auch Paddelhalter lassen sich noch nachträglich am Schlauchboot anbringen, indem sie aufgeklebt werden. Sie besitzen entweder eine Klemme, in die das Paddel zur Befestigung geklemmt wird, oder eine Edelstahlschraube auf die das Paddel gesteckt wird.
  • Persenning
    Zum Schutz vor Witterungseinflüssen, Schmutz und Beschädigungen eignet sich eine Persenning. Die Form der Plane ist an die des Schlauchboots angepasst, sodass sie mithilfe spezieller Verschlüsse und einer umlaufenen Randleine über das Schlauchboot gezogen und daran befestigt werden kann. Die Persenning besteht oftmals aus Nylon. Dieses Material ist schmutz- und wasserabweisend. Unterschiedliche Größen und Ausführungen sind erhältlich.
  • Räder
    Zum Transport eines aufgeblasenen Schlauchbootes eignen sich Schlauchbooträder. Diese lassen sich am Heck des Bootes befestigen. Dadurch können Sie die Bootsspitze anheben und das Schlauchboot so über den Boden rollen.
  • Reparatur-Set
    Mit einem Reparatur-Set können Sie kleine Beschädigungen wie Löcher in Ihrem Schlauchboot flicken. Meist sind unterschiedlich große Flicken, Kleber, Rauhpapier sowie eine Reparatur-Anleitung im Set enthalten.

Häufige Fragen

Sie haben Fragen zu Schlauchbooten? Dann werfen Sie doch einen Blick in unseren FAQ-Bereich. Darin haben wir für Sie wichtige Fragen anderer Käufer zusammengefasst.

Aufbau

Wie baue ich mein Schlauchboot auf? 

Je nach Schlauchboot-Typ kann der Aufbau eine Herausforderung sein. Achten Sie daher unbedingt auf die Bedienungsanleitung.

Einige Tipps finden Sie im Folgenden: 

  • Wenn Sie einen Einlege- oder Lattenboden haben, legen Sie diesen vor dem Aufpumpen ins Boot.
    Nach dem Aufpumpen ist der Schlauch meist so prall, dass Sie den Boden nicht mehr einlegen können. 
  • Kaufen Sie sich ein Manometer. 
    Damit Ihr Schlauchboot den richtigen Druck aufweist, nehmen Sie ein Manometer zur Hilfe. Dabei handelt es sich um ein Druckmessgerät. 
Wissenswert

Einige Schlauchboote besitzen eine integrierte Druck-Kontrolle. Auf einer Skala, die am Schlauch angebracht ist, können Sie den aktuellen Innendruck ablesen. 

  • Recherchieren Sie auf YouTube.
    Viele Hersteller und unabhängige YouTuber erklären auf ihren Channels sehr anschaulich und genau den Aufbau bestimmter Schlauchboot-Typen. Geben Sie einfach den Produktnamen Ihres Schlauchboots im Suchfeld ein und überprüfen Sie, ob es auch zu Ihrem Schlauchboot eine Video-Anleitung gibt. 

Einlegeboden

Welche Einlegeböden gibt es?

Einlegeböden sind aus Holz und Aluminium erhältlich.

Eine preiswerte Alternative zum Hochdruckboden ist der Holzboden. Er stabilisiert das Boot und beeinflusst dadurch das Fahrverhalten positiv. Zudem ermöglicht er Ihnen einen sicheren Stand. Deshalb eignet er sich auch für leistungsstarke Motoren.

Ein weiterer Vorteil: An einem Holzboden können Sie zudem Gegenstände befestigen, zum Beispiel mit Schrauben. 

Holz ist allerdings sehr empfindlich gegenüber Wasserschäden. Darum ist es in der Regel mit einem wasserabweisenden Lack überzogen. Erst wenn dieser zerkratzt ist, können Schäden entstehen. 

Tipp

Pflegen Sie Ihren Holzboden regelmäßig, indem Sie verkratzte Stellen erneut lackieren. 

Beachten Sie auch: Ein Boden aus Holz ist sehr viel schwerer als vergleichsweise ein Hochdruckboden. Sie können Holzböden auch nicht so kompakt verstauen oder transportieren. 

Ein Boden aus Aluminium ist zwar teurer, besitzt aber zugleich mehrere Vorteile: 

  • Gewicht
    ​Aluminium ist leicht. Das macht sowohl den Auf- und Abbau als auch den Transport Ihres Schlauchboots komfortabler. 
  • Pflege
    Aluminiumböden rosten nicht und setzen keinen Schimmel an. Daher sind sie sehr pflegeleicht. 
  • Lebensdauer
    Aluminium ist beständig gegen Kratzer und langlebig. Viele Hersteller geben auf Aluminiumböden eine Garantie von 5 Jahren.  

Böden aus Aluminium sind sehr massiv und eignen sich daher optimal für den Einsatz leistungsstarker Außenborder. 

Was Transport und Aufbewahrung angeht, sind Aluminiumböden zwar praktischer als Holzböden, können jedoch nicht so kompakt verstaut und transportiert werden wie Hochdruckböden. 

Gesetzeslage

Wo darf ich mit meinem Schlauchboot fahren? 

Mit dem Schlauchboot zu fahren, ist nicht auf allen Gewässern erlaubt. In einigen Fällen ist nur das motorisierte Fahren verboten, manchmal das Befahren im Allgemeinen. An Seen oder Stränden ist meist ausgeschildert, welche Art von Befahrung erlaubt ist. 

Tipp

Wenn Sie nicht sicher sind, ob und wie Sie ein Gewässer mit Ihrem Schlauchboot befahren dürfen, erkundigen Sie sich beim zuständigen Landratsamt. 

Lagerung

Wie soll ich mein Schlauchboot lagern? 

Sie können die Lebensdauer Ihres Schlauchboots verlängern, indem Sie es richtig aufbewahren. Vor allem im Winter, wenn Sie es nicht mehr oder nur noch selten nutzen, ist eine sorgfältige Lagerung wichtig. 

Tipp

Wenn Sie Ihr Schlauchboot drinnen lagern, sollten Sie einen trockenen Ort auswählen, der eine konstante Temperatur aufweist. Setzen Sie Ihr Schlauchboot während der Lagerung niemals direkt der Sonne aus.

Sie können Ihr Schlauchboot auf unterschiedliche Arten lagern. Hierbei gibt es Folgendes zu beachten:

Wenn Sie Ihr Schlauchboot mit einer Persenning abdecken, schützen Sie es vor Staub und Schmutz und gleichzeitig vor Beschädigungen.

Persennings gibt es in unterschiedlichen Ausführungen und Größen. Wählen Sie das Modell passend zu Ihrem Schlauchboot. Achten Sie beim Kauf darauf, dass Ihre Persenning wetterfest ist und aus robustem Material besteht. 

Auf unserem Preisvergleich finden Sie eine große Auswahl an verschiedenem Boot-Zubehör.

Lagerung im Wasser

Es ist sehr beliebt, das Schlauchboot während der Saison im Wasser zu lagern. So ist das Boot immer bereit für eine spontane Fahrt. 

Recherche Tipp

Um Ihr Schlauchboot im Wasser lagern zu können, benötigen Sie einen Liegeplatz. Auf dem Portal boot24.com können Sie Liegeplätze mieten oder kaufen. 

Einige einfache Seemannsknoten finden Sie anschaulich erklärt auf wasserwacht-bernau.de.

So lagern Sie Ihr Boot im Wasser:

  1. Vertäuen Sie Ihr Boot an seinem Liegeplatz. 
  2. Nehmen Sie Ruder und Treibstofftank vom Boot. So kann nichts verlorengehen. 
  3. Lassen Sie aus allen aufblasbaren Bestandteilen etwas Luft ab. 
  4. Überprüfen Sie, ob alle Lenzstopfen und Lenzventile geöffnet sind. Sie sorgen dafür, dass Wasser aus dem Bootsinneren ablaufen kann.

  5. Decken Sie das Boot mit einer Bootsplane, der sogenannten Persenning, ab. So bleibt es vor direkter Sonneneinstrahlung und Witterungseinflüssen geschützt.  

Wissenswert

In der Hitze dehnt sich Luft aus. Wenn Sie Ihr Boot mehrere Tage in der prallen Sonne stehen lassen, erhöht sich der Druck im Schlauch. Deshalb sollten Sie den Luftdruck vor der Lagerung verringern, damit keine Schäden entstehen. 

Lagerung auf dem Trailer

Sie müssen sich nicht extra einen Trailer zulegen, wenn Sie Ihr Boot sicher lagern wollen. Wenn Sie aber bereits einen besitzen, ist das optimal. 

So lagern Sie Ihr Schlauchboot auf dem Trailer:

  1. Lassen Sie so viel Luft aus den Schläuchen, bis diese nicht mehr stramm sind. 
  2. Wenn zu wenig Luft in den Schläuchen ist, bilden sich schnell Falten oder Knicke. Diese können Schäden verursachen. Wenn Sie feststellen, dass sich Falten bilden, pumpen Sie etwas Luft nach, bis sich diese glätten.
  3. Entfernen Sie alle losen Teile, auch den Einlegeboden. So ist das Boot weniger Gewicht ausgesetzt. 
  4. Füllen Sie alle paar Wochen Luft nach. Somit bilden sich auch auf lange Sicht keine Falten. 
Lagerung in der Garage

Wenn Sie Platz in der Garage haben, lagern Sie Ihr Schlauchboot auf dem Boden. Im Idealfall legen Sie es so hin, wie es auch auf dem Wasser liegen würde. Wenn Sie nicht so viel Platz zur Verfügung haben, können Sie Ihr Boot auch seitlich an eine Wand anlehnen. In diesem Fall sollten Sie aber unbedingt darauf achten, dass der Schlauch geschützt ist.

So lagern Sie Ihr Schlauchboot in der Garage: 

  1. Lassen Sie ausreichend Luft aus den Schläuchen ab, sodass diese nicht mehr prall gefüllt sind. 
  2. Befindet sich zu wenig Luft in den Schläuchen, können sich Falten oder Knicke bilden. Diese können Schäden am Schlauch verursachen. Falten können Sie beseitigen, indem Sie etwas Luft in den Schlauch pumpen, bis diese verschwinden.
  3. Entfernen Sie alle losen Teile – auch Einlegeböden. So wird das Boot mit weniger Gewicht belastet. 
  4. Füllen Sie regelmäßig Luft nach. Dadurch verhindern Sie auf lange Sicht die Bildung von Falten. 
Bedenken Sie

Die Lagerung in der Garage ist während der Saison sehr unpraktisch. 

Wenn Sie keinen Trailer besitzen, müssen Sie jedes Mal, bevor Sie das Boot transportieren können, die Luft ablassen und es in seiner Packtasche verstauen. Daher sollten Sie Ihr Boot nur dann auf diese Weise lagern, wenn Sie es längere Zeit nicht nutzen.

Lagerung in der Packtasche

Wenn Ihnen nicht viel Lagerplatz zur Verfügung steht, ist die Lagerung in der Packtasche empfehlenswert. Damit Ihr Boot keine Knicke bildet, ist es besonders wichtig, dass Sie es sehr vorsichtig falten. 

So verstauen Sie Ihr Schlauchboot in der Packtasche:

  1. Lassen Sie die Luft vollständig aus dem Boot. So können Sie es am sichersten falten.
    ⇒ Viele Luftpumpen besitzen eine Abpump-Funktion. Damit können Sie die Luft schneller und zuverlässiger aus dem Boot ablassen. Wenn Sie Ihr Boot in der Packtasche lagern wollen, ist eine solche Luftpumpe sehr zu empfehlen.  
  2. Entfernen Sie alle losen Teile, z.B. Riemen, Sitzpolster oder den herausnehmbaren Boden.
  3. Reinigen Sie das Boot sorgfältig. 
  4. Trocknen Sie alle Teile mit einem Tuch oder an der Luft. Dadurch bildet sich kein Schimmel.
  5. Lassen Sie alle Lenzventile und Lenzstopfen geöffnet. 
  6. Decken Sie feste Teile wie z.B. Ruderdollen oder Angelruten-Halterungen mit Kappen ab. Dann beschädigen Sie den Schlauch nicht. 

  7. Falten Sie die Schläuche zur Mitte hin.
    ⇒ Jetzt sollte Ihr Schlauchboot eine geringere Fläche haben als zuvor. Die Schläuche liegen ohne unerwünschte Knicke mittig. 

  8. Achten Sie beim Falten und Rollen des Schlauchboots darauf, dass sich keine unerwünschten Knicke bilden. Nehmen Sie sich lieber etwas mehr Zeit zum Falten – Knicke im Schlauch können zu Schäden führen.

  9. Rollen Sie das Boot vom Heckspiegel beginnend ein. Achten Sie hierbei darauf, dass sich keine Knicke bilden. 

  10.  Schnüren Sie das zusammengerollte Boot fest, z.B. mit einem Seil oder Gurt.
    ⇒ Ihr Boot sollte jetzt so kompakt zusammengerollt sein, dass es in die Packtasche passt. 

  11.  Verstauen Sie das Boot in der Packtasche. 

Tipp

Wenn das Boot sich trotzdem nicht gut in der Packtasche verstauen lässt, können Sie diese eine Nummer größer kaufen. Packtaschen-Maße richten sich nach der Länge Ihres Schlauchboots. 

Besitzen Sie z.B. ein 3,50 m langes Schlauchboot, können Sie eine Packtasche für 4 m Länge kaufen. 

Lebensdauer

Wie langlebig ist ein Schlauchboot? 

Die Lebensdauer eines Schlauchboots hängt stark von seinem Schlauch-Material und seiner Lagerung ab. Aber auch die regelmäßige Pflege Ihres Schlauchboots ist dafür von Bedeutung.

Nachfolgend finden Sie eine Übersicht über die Lebensdauer der unterschiedlichen Materialien:

Material Lebensdauer
PVC Etwa 10 Jahre
Nitrilon® Etwa 20 Jahre
Hypalon® Etwa 20 bis 30 Jahre
EPDM Etwa 20 bis 40 Jahre

Wie Sie die Lebensdauer Ihres Schlauchboots durch richtige Lagerung und Pflege verlängern können, erfahren Sie im FAQ-Bereich. Genauere Informationen über die verschiedenen Schlauch-Materialien erhalten Sie im Kaufberater. 

Wann sollte ich mir ein neues Schlauchboot kaufen? 

Der Schlauch hochwertiger Schlauchboote muss in neuem Zustand sehr selten aufgepumpt werden: Etwa einmal monatlich sollten Sie überprüfen, ob der Luftdruck noch ausreichend ist. 

Mit der Zeit werden Sie aber feststellen, dass sich das Schlauch-Material abnutzt. Das bemerken Sie, sobald Sie den Schlauch alle 2 Wochen wieder aufpumpen müssen und schließlich sogar jede Woche. Bis Sie dann täglich den Schlauch aufpumpen müssen, dauert es in diesem Stadium nicht mehr lange. 

Spätestens zu diesem Zeitpunkt sollten Sie in ein neues Schlauchboot investieren. Ansonsten riskieren Sie, während der Fahrt zu sinken

Motor-Schlauchboot

Ab wann benötige ich einen Bootsführerschein? 

Wer sein Schlauchboot mit einem Motor ausstattet, muss auch damit rechnen, dass er einen Bootsführerschein benötigt.

Seit dem 17.10.12 gilt: 

  • Wer ein Motorboot mit einer Leistung unter 15 PS führt, braucht keinen Bootsführerschein.
    Eine Ausnahme: Auf dem Rhein, in Landesgewässern und auf dem Bodensee ist schon ab 5 PS ein Führerschein notwendig. 
  • Der Bootsführer muss mindestens 16 Jahre alt sein. 
    Eine Ausnahme: Unter Aufsicht dürfen im Seebereich auch Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren Motorboote unter 5 PS führen. 
     

Muss ich mein Motor-Schlauchboot anmelden? 

Wenn Sie Ihr Schlauchboot mit einem Motor ausstatten, gilt es als Sportboot. Laut Binnenschifffahrt-Kennzeichnungsverordnung (Verordnung über die Kennzeichnung von auf Binnenschifffahrtsstraßen verkehrenden Kleinfahrzeugen) ist für Ihr Schlauchboot ab einer Motorleistung von 3 PS ein Kennzeichen erforderlich. 

Muss ich mein Motor-Schlauchboot versichern? 

Sportboote, zu denen auch motorisierte Schlauchboote zählen, sind in Deutschland nicht versicherungspflichtig. 

Achtung!

Ohne Versicherung drohen hohe Kosten.

Ihre private Haftpflichtversicherung gilt nicht für Motorboote, sondern nur für durch eigene Körperkraft angetriebene Wasserfahrzeuge wie Tret- oder Ruderboote.

Sind Schlauchboote mit Motor genau so stabil wie massive Motorboote?

Massive Motorboote sind in der Regel stabiler als mit Luft gefüllte Schlauchboote. Allerdings bedeutet das nicht, dass Schlauchboote unsicherer sind. Denn der Schlauch hochwertiger Boote hat einen hohen Innendruck und ist durch hochwertige Materialien sehr widerstandsfähig. 

Die Schwachstelle eines Schlauchboots ist der Boden. Bei hohen Geschwindigkeiten oder in wilden Gewässern kann ein Hochdruck- oder Lattenboden instabil sein und wackeln, was die Fahrt sehr unangenehm machen kann. Einlegeböden aus Holz oder Aluminium dagegen sind sehr massiv und halten der Beschleunigung durch leistungsstarke Motoren und der Belastung durch starke Strömung besser stand.

Mehr über die verschiedenen Bodentypen erfahren Sie in der gleichnamigen Inhaltsrubrik unseres Kaufberaters.

Pflege

Wie pflege ich mein Schlauchboot? 

Damit Sie möglichst lange Freude an Ihrem Schlauchboot haben, sollten Sie es regelmäßig pflegen. Dazu gibt es passende Pflegemittel für die jeweiligen Schlauch-Materialien. 

Wissenswert

Pflegemittel sind mit einer Schutzschicht für Ihr Schlauchboot vergleichbar. Sie bieten einen UV-Schutz und sorgen dafür, dass Ihr Boot nicht ausbleicht oder verwittert. 

Vor allem nach der Saison sollten Sie Ihr Schlauchboot sorgfältig pflegen, damit Sie in der nächsten Saison genauso viel Spaß daran haben können. Doch bevor Sie Ihr Schlauchboot mit dem Pflegemittel behandeln, sollten Sie es zuerst gründlich reinigen. 

Achtung!

Nicht jedes Reinigungsmittel ist geeignet.

Es spricht nichts dagegen, wenn Sie statt eines Schlauchboot-Reinigers herkömmliches Spülmittel verwenden. Achten Sie aber unbedingt darauf, dass der Reiniger nicht zu scharf ist – er könnte das Schlauch-Material oder die Nähte angreifen. 

Beachten Sie hierzu die Herstellerangaben Ihres Schlauchbootes sowie die Hinweise auf dem Pflege- oder Reinigungsmittel, bevor Sie diese verwenden.

So reinigen und pflegen Sie Ihr Schlauchboot richtig:

  1. Verteilen Sie den Schlauchboot-Reiniger mit etwas Wasser auf einem Schwamm. 
  2. Reiben Sie den Schlauch mit dem Reinigungsmittel gründlich ein. 
    ⇒ Nach dem Einreiben sollte der Schlauch frei von Schmutz sein. 
  3. Spülen Sie mit Wasser das Reinigungsmittel vom Schlauch ab. 
  4. Wischen Sie den Schlauch mit einem Tuch trocken. 
    ⇒ Ihr Schlauchboot ist jetzt gereinigt.  
  5. Tragen Sie das Pflegemittel auf einen frischen Schwamm auf. 
  6. Massieren Sie den Schlauch mit dem Pflegemittel sorgfältig ein. 
  7. Lassen Sie die Pflege über Nacht einwirken. 

Reparatur

Wie flicke ich mein Schlauchboot? 

Hin und wieder kommt es vor, dass Ihr Schlauchboot beschädigt wird. Das bedeutet aber nicht, dass Sie gleich ein Neues benötigen. Fast alle Schlauch-Materialien lassen sich bei kleinen Schäden flicken. 

Shopping Tipp

Für die unterschiedlichen Schlauch-Materialien sind verschiedene Reparatur-Sets notwendig. Informieren Sie sich vor der Reparatur darüber, aus welchem Material Ihr Boot gefertigt ist und kaufen Sie ein passendes Set.

Es ist empfehlenswert, ein solches Reparaturset immer dabei zu haben. Ein Reparaturset besteht in der Regel aus einem 2-Komponenten-Kleber, Flicken, Schere, Pinsel und Sandpapier. 

So flicken Sie Ihr Schlauchboot:

  1. Schneiden Sie den Flicken so zu, dass er auf die beschädigte Stelle passt. Schneiden Sie den Flicken lieber etwas großzügiger aus als nötig. So können Sie sicher sein, dass die beschädigte Stelle gut abgedeckt ist.
  2. Behandeln Sie den Flicken und die Ränder um die beschädigte Stelle mit dem Sandpapier. 
    ⇒ Sowohl Flicken als auch Ränder sollten sich jetzt rauer anfühlen. Wenn Sie das Material mit dem Sandpapier aufrauen, bekommt es eine größere Oberfläche: In die unebenen Stellen kann der Klebstoff besser eindringen. Dadurch sitzt der Flicken anschließend fester.
  3. Mischen Sie den Kleber an. Beachten Sie dazu unbedingt die Hinweise des Herstellers auf der Verpackung.
  4. Tragen Sie die erste Schicht Kleber mit dem Pinsel auf den Flicken und die Ränder auf. Gehen Sie zügig vor: Der Klebstoff trocknet in der Regel sehr schnell.  
  5. Lassen Sie den Kleber 20 min lang trocknen. 
  6. Am Ende der Wartezeit tragen Sie die zweite Schicht auf – wieder auf den Flicken und die Ränder.
  7. Lassen Sie die zweite Schicht 5 min lang trocknen. 
  8. Drücken Sie den Flicken jetzt flächig auf das Loch. 
    ⇒ Der Flicken sollte jetzt von selbst am Schlauch kleben bleiben. 
  9. Lassen Sie den Kleber 2 Tage lang aushärten. 
Tipp

Der Kleber benötigt zwar nicht sehr viel Zeit zum Trocknen, muss aber mindestens 2 Tage aushärten, bevor Sie das Schlauchboot wieder voll belasten können. Ansonsten kann sich der Flicken schnell wieder lösen.


Online-Redaktion

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