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Ratgeber Kajaks


Erstellt: 18.01.2018 | Aktualisiert: 19.06.2018 | Autor: Magnus Raab

Wissen kompakt

Kajakfahren ist ein einzigartiges Hobby. Unabhängig davon, ob Sie entspannt über den See gleiten, einen plätschernden Bergfluss entlangfahren oder sich in tosendes Wildwasser stürzen möchten – der Sport ist extrem vielseitig. Vor allem der direkte Kontakt mit der Natur und dem Element Wasser übt auf viele Menschen eine ganz besondere Faszination aus.

Darüber hinaus hat es auch gesundheitliche Vorteile: Denn beim Fahren dieser Boote trainieren Sie sowohl die Muskulatur des Oberkörpers als auch Koordination und Ausdauer. Mit diesem Hobby können Sie also Ihrer Gesundheit etwas Gutes tun – und Ihrer Seele auch. 

Wissenswert

Das Kajak kommt aus der Arktis.

Das Kajak wurde von den Inuit konstruiert, um es als schnelles und wendiges Boot für die Jagd zu nutzen. Dazu bauten sie einen Rahmen aus Holz und Knochen, den sie mit Tierfellen bespannten. Der Begriff geht auf das grönländische Wort „Qaiaq“ zurück, was eine Bezeichnung für diesen ursprünglichen Paddelboot-Typ darstellte.

Möchten Sie selbst regelmäßig fahren, ist der Kauf eines solchen Sportbootes sinnvoll. Doch welches kommt für Sie in Frage? Es steht Ihnen eine Vielzahl an Modellen und Ausführungen zur Verfügung.

Das erworbene Boot sollte auch zum geplanten Einsatzzweck passen. So werden Sie beispielsweise an ein Kajak für eine Tagestour gänzlich andere Anforderungen stellen als an eines, mit dem Sie mehrtägige oder –wöchige Touren unternehmen. Damit Sie den Überblick behalten und Ihre Kaufentscheidung gut informiert treffen können, haben wir in unserem nachfolgenden Kaufberater die wichtigsten Informationen zu den verschiedenen Modellen und deren Eigenschaften aufgeführt. 


Kaufberater

Angesichts der Vielzahl an Ausführungen auf dem Markt können Sie zwischen unterschiedlichsten Modellen wählen. Was Sie beim Kauf unbedingt beachten sollten, erfahren Sie in unserem Kaufberater:

Bedenken Sie für den Kauf eines idealen Kajaks vor allem folgende Gesichtspunkte:

  • Der Einsatzzweck bestimmt hauptsächlich, welches Modell für Sie infrage kommt.
    Während etwa kürzere Boote besonders wendig sind und sich deshalb für kleinere Flüsse und Seen eignen, bewegen sich längere schneller fort und punkten durch einen guten Geradeauslauf. Das macht sie für Fahrten auf großen Gewässern und im Meer ideal. Spezialformen sind kürzere Wander- und längere Touren- oder See-Kajaks.
  • Überlegen Sie sich, für wie viele Personen Ihr Kajak ausgelegt sein soll.
    Im Allgemeinen unterscheiden sich 1er-, 2er- und 3er-Kajaks. Möchten Sie generell lieber allein Ihrem persönlichen Hobby nachgehen, ist Ersteres für Sie die optimale Wahl. Varianten für 2 oder 3 Personen sind etwas schwieriger zu lenken und die Paddler müssen ihre Technik aufeinander abstimmen. Die Modelle eignen sich allerdings beispielsweise gut für Paare oder Familien.
  • Das Material entscheidet über Stabilität, Fahreigenschaften und die Einfachheit des Transports.
    Die meisten modernen Sportpaddelboote sind aus bestimmten Kunststoff-Materialien hergestellt – beispielsweise aus PE-Plastik, das als sehr strapazierfähig und robust gilt, oder auch aus Kautschuk, Nylon oder glasfaserverstärktem Kunststoff. Möchten Sie es etwa im Meer nutzen, sollten Baustoff und die Lackierung auch salzwasserbeständig sein.
  • Achten Sie auf das Eigengewicht des Kajaks.
    Auch das Gewicht ist ein wichtiges Entscheidungskriterium. Schwere Boote können Sie schwieriger lenken und transportieren. Ein herkömmliches Modell hat ein Gewicht von etwa 13 kg bis 20 kg.
  • Beachten Sie die maximale Belastbarkeit Ihres neuen Kajaks.
    Die Hersteller geben die Belastung bzw. Nutzlast in Kilogramm an. Diesen Angaben sollten Sie Beachtung schenken. Nur ein Paddelboot mit hinreichend hoher Nutzlast kann neben den jeweiligen Personen auch schwere Güter sowie Proviant und Getränke transportieren. Dies ist besonders auf längeren Touren von Relevanz.

Kajak-Typen

Im Allgemeinen zeichnen sich Kajaks durch einen schmalen und geschlossenen Korpus mit Sitzluke aus. Antrieb und Lenkung erfolgen hierbei über ein Doppelpaddel. 

Allerdings sind sie in ganz unterschiedlichen Formen und Modellen erhältlich. Dabei ist die Wahl des richtigen Typs in erster Linie von dessen jeweiligem Einsatzzweck abhängig.

Je nachdem, wie viele Personen darin Platz finden sollen, und ob Sie eher das Wasserwandern auf kleineren Flüssen und Seen oder aber das Befahren von größeren Gewässern bevorzugen, stehen daher unterschiedliche Produkttypen mit verschiedenen Eigenschaften zur Verfügung. 

Wissenswert

Das Kanu gilt als Oberbegriff und -kategorie dieser Sportboote. Kanus sind somit alle Boote, die Sie mit Paddeln in Blickrichtung vorwärtsbewegen und lenken.

Die Kajak-Typen unterscheiden sich insbesondere nach Einsatzzweck und Bauart:

Im Folgenden haben wir ausführlich für Sie zusammengetragen, wodurch sich die jeweiligen Kajak-Typen auszeichnen und worin deren Vor- und Nachteile liegen.

Kajaks nach Einsatzzweck

Eine der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale ist der Einsatzzweck. Von diesem hängt ab, wie groß und robust das Sportpaddelboot ist und welche Fahreigenschaften es besitzt: Kürzere Modelle sind sehr wendig und eignen sich dadurch besonders für kleinere Flüsse und Seen. Dagegen sind längere deutlich schneller und haben einen guten Geradeauslauf. Dadurch eignen sich diese ideal für größere Gewässer und das Meer.

Wissenswert

Wichtig ist eine gute Hydrodynamik.

Für die Fahreigenschaften ist neben den Abmessungen und der Kippstabilität insbesondere relevant, wie gut es sich den Gesetzen der Hydrodynamik anpasst: Dabei geht es darum, wie gut sich der Korpus des Bootes der Stromlinienrichtung des Wassers anpasst und wie viel Reibung zwischen dem Bootskörper und dem fließenden Wasser beim Fahren entsteht.

Im Allgemeinen unterscheiden sich 6 Kajak-Typen im Hinblick auf ihren Einsatzzweck voneinander. Zum Teil lassen sich diese Typen nicht trennscharf voneinander abgrenzen.  

Auf den Punkt!
  • Freizeit-Kajaks sind relativ kurz, leicht, kippstabil und eignen sich vor allem für Anfänger des Kajak-Sports. Darüber hinaus bieten sie einen hohen Sitzkomfort und sind für eine Vielzahl an Einsatzzwecken ausgelegt.
  • Wander-Kajaks sind etwas länger, eher schmal und verfügen über genügend Stauraum für längere Touren. Sie eignen sich sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene und Profis.
  • See-Kajaks sind sehr lang, relativ schmal. Heck und Bug sind meist nach oben gebogen. Diese Modelle sind vor allem für längere Strecken und größere Gewässer ausgelegt und eignen sich eher für Fortgeschrittene und Profis.
  • Wildwasser-Kajaks sind relativ kurz, schmal und wendig, sodass sie sich besonders für den Einsatz in raueren Gewässern und Flüssen eignen. Generell können mit diesen Sportbooten auch Anfänger Manöver und Fahrtechniken üben.
  • Freestyle-Kajaks sind extrem kurz, schmal und sehr wendig. Diese Kurzboote sind dafür konzipiert, komplizierte Manöver und Figuren auszuführen. Für Anfänger sind diese, auch als Playboat bekannten, nicht geeignet.
  • Renn-Kajaks sind sehr lang und äußerst schmal. Dadurch können erfahrene Sportler damit sehr hohe Geschwindigkeiten erreichen. Diese Paddelboote sind entsprechend für längere Strecken ausgelegt. Für Einsteiger kommen sie wegen der geringen Kippstabilität allerdings nicht infrage.
Freizeit-Kajaks

Freizeit-Kajaks stellen das bekannteste Modell dar. Sie finden sie häufig bei verschiedenen Bootsverleihen vor.

Mit einer Länge von rund 3 m und einer Breite von etwa 65 cm bis 70 cm sind diese sehr kurz. Dadurch ergibt sich auch ein eher geringes Gewicht. Dennoch verfügen Freizeit-Kajaks über gute Fahreigenschaften: Denn sie sind sehr kippstabil und gewähren einen hohen Sitzkomfort und eine einfache Lenkung. Dadurch ist dieser Typ besonders für Einsteiger des Kajak-Sports geeignet.

Shopping Tipp

Synonym zu den Freizeit-Kajaks verwenden die Hersteller auch oft den Begriff Allround-Kajaks.

Diese Modelle haben große Einstiegsluken. Sie vereinfachen den Einstieg wesentlich. Außerdem sorgen solche großzügigen Luken für viel frische Luft und Sonnenstrahlen im Boot. Und sie vermitteln ein größeres Gefühl der Sicherheit, schließlich können Sie jederzeit ganz problemlos wieder aussteigen.

Tipp

Kajaks lassen sich ganz einfach zum Angelboot umfunktionieren. So wird aus dem Freizeit-Kajak mit der richtigen Ausstattung wie etwa einem sogenannten Bootsrutenhalter ein kleines Fischerboot.

Zwar sind diese Boote für eine Vielzahl an Einsatzzwecken ausgelegt – so verfügen sie neben einer hohen Kippstabilität generell auch über einen, für diese Länge relativ guten Geradeauslauf. Allerdings wird der fortgeschrittene Paddler schnell an die Grenzen dieses Boots stoßen. In offenen Gewässern oder auf großen Seen etwa sind die kurzen Boote für viele nicht schnell genug.

Wer ein Kajak für den Einstieg oder aber für den Allround-Bedarf sucht, wird mit diesem Modell sehr zufrieden sein. Nicht zuletzt bieten Freizeit-Kajaks einen vergleichsweise kostengünstigen Einstieg. Außerdem eignen sie sich vor allem wegen der hohen Kippstabilität, der einfachen Lenkung und der großen Einstiegsluke ideal für Anfänger.

Preislich liegen diese je nach Modell meist in einem Bereich zwischen 200 € und 600 €.

Wander-Kajaks

Möchten Sie vielleicht eine Expedition oder eine längere Wasserwanderung unternehmen? Dann sind Sie mit einem Wander-Kajak bestens beraten. Dieses ist mit einer Länge von 4–5 m relativ lang und mit einer Breite von 50–70 cm eher schmal.

Shopping Tipp

Mithilfe einer Steueranlage lässt sich ein Kajak über Fußpedale steuern.

Am Heck ist es oft möglich, eine Steueranlage zu installieren, mit der sich das Boot bequem und präzise lenken lässt. Eine solche Anlage ist eine Vorrichtung, die es erlaubt, dieses mithilfe von Fußpedalen zu steuern. Dazu wird ein Heckruder angebracht, das mithilfe von Steuerschläuchen mit Fußpedalen im Cockpit verbunden wird. Auf diese Weise können Sie die Richtung rasch und einfach ändern.

Zwar sind Wander- oder auch Touren-Kajaks allgemein nicht so kippstabil wie Freizeit-Kajaks – dennoch verfügen sie über eine relativ hohe Stabilität und erreichen durch ihre lange, schmale Form deutlich höhere Fahrgeschwindigkeiten. Darüber hinaus sind diese Modelle häufig mit speziellen Schenkel- und Fußstützen ausgestattet. Damit gewährleisten sie eine komfortable und zugleich sportliche Sitzposition.

Suchen Sie also ein Paddelboot für sportliche Zwecke oder gelegentliche Wasserwanderungen, dann ist die Wander-Variante eine gute Wahl für Sie. Ausstattungsmerkmale wie die Schenkel- und Fußstützen ermöglich es aber auch, mehrtägige Touren auf Flüssen oder größeren Seen zu unternehmen oder aber eine Meeresbucht zu erkunden.

So ist schließlich auch der Stauraum von Wander-Kajaks oft wesentlich größer als bei anderen Bootstypen: Dank der Länge dieses Boots steht viel Platz zur Verfügung. Mehrere Stau- bzw. Ladeluken nehmen sowohl Ihr Gepäck als auch Ihr Proviant auf.

Besonders Fortgeschrittene und Profis dürften daher ihre Freude an einem solchen haben. Aber auch Anfänger können mit einem Wander-Kajak die wichtigsten Techniken erlernen: Denn trotz der geringen Kippstabilität besitzt es meist eine hohe Endstabilität – es kann sich relativ weit zu einer Seite neigen, bevor es zu kentern droht.

Preislich liegen Wander-Kajaks im mittleren bis höheren Segment: So sind die Paddelboote für Wasserwanderungen meist zu Preisen zwischen 300 und 700 € erhältlich.

See-Kajaks

See-Kajaks sind mit über 6 m ziemlich lang und mit einer Breite um die 55 cm relativ schmal. Sie besitzen häufig ein leicht nach oben gebogenes Heck und einen ebensolchen Bug. Die flache Bauweise ermöglicht es, dass Sie mit wenig Widerstand ruhig über das Wasser gleiten können. Das Boot hat also sogenannte „hydrodynamische“ Eigenschaften.

Wissenswert

Eine gute Hydrodynamik bedeutet, dass sich das Kajak beim Fahren gut an die Strömung des Wassers anpasst und einen vergleichsweise geringen Widerstand bildet.

Diese sind vor allem für das Befahren von Seen und ruhigen Gewässern wichtig. Darüber hinaus können Sie damit hohe Geschwindigkeiten erzielen.

Allgemein eignet sich dieser Bootstyp vor allem für längere Strecken und für größere Gewässer. Sie sind daher generell für das Befahren von Küsten-Regionen und offenen Gewässern ausgelegt.

Gepäck und Proviant können Sie im zusätzlichen Stauraum unterbringen, der allerdings meist nicht so groß ausfällt wie bei Wander-Kajaks. Wie bei diesen können auch See-Kajaks mit einer Steueranlage ausgestattet werden, die das Befahren offener Gewässer deutlich erleichtert. Eine hand- oder batteriebetriebene Lenzpumpe zum schnellen Abpumpen von eindringendem Wasser ist vor allem auf großen Gewässern empfehlenswert. Denn vor allem Profis paddeln bis zu 12 Stunden übers offene Meer.

Je nach Material variiert das Gewicht – die langen Boote sind allerdings mit um die 17 kg vergleichsweise schwer. Beim Kauf sollten Sie die umfangreicheren Abmessungen und das höhere Gewicht dieses Bootstyps auch deshalb berücksichtigen, weil diese Merkmale für den Transport – etwa auf dem Autodach – relevant sein können. 

Informationen zum Transport haben wir in unserer FAQ-Rubrik für Sie aufgeführt: Was muss ich beim Transport eines Kajaks auf dem Autodach beachten?

Aufgrund der etwas schwerfälligeren Lenkung sind diese Sportpaddelboote eher für fahrtechnisch versierte Paddler geeignet.

Für ein gutes See-Kajak müssen Sie allerdings dazu bereit sein, einen höheren Preis zu zahlen: Denn die See-Variante liegt meist in einem Preisbereich zwischen 500 und 800 €.

Wildwasser-Kajaks

Wildwasser-Kajaks sind mit einer Länge von ca. 2–3 m besonders kurz. Wie bei der See-Variante ist auch hier der Bug leicht nach oben gebogen. Darüber hinaus verfügen sie oft über eine Spritzdecke aus Nylon oder Neopren, um so vor eindringendem Wasser zu schützen.

Wegen ihrer geringen Abmessungen sind Wildwasser-Kajaks äußerst wendig. Sie können Sie also leicht lenken. Dadurch besitzen sie gute Eigenschaften für das Fahren in engen Bächen, Flüssen und Stromschnellen. Das ist nötig, um Hindernissen ausweichen und dem Flussverlauf folgen zu können.

Im Vergleich zu den klassischen Freizeit-Kajaks sind sie allerdings nicht so kippstabil und haben keinen derartig starken Geradeauslauf.

Bedenken Sie

Wegen der geringen Länge sind Wildwasser-Kajaks bei wenig Strömung und in ruhigen Gewässern nicht so schnell, sodass sie für längere Strecken eher nicht infrage kommen.

Die Boote können Sie neben der Nutzung im Wildwasser auch für Freizeit-Ausflüge nutzen. Befahren Sie damit etwa ruhige Flüsse und Seen, um dort Techniken und Manöver zu üben. 

Bei der Handhabung und dem Transport profitieren Sie von der kurzen Länge und dem sehr geringen Gewicht von rund 12 kg. So sollten Sie keinerlei Probleme haben, ein Boot dieses Typs auf dem Autodach zu transportieren. 

Wildwasser-Boote stellen eine gute Alternative für Anfänger dar. Vor allem aber bieten sie sich für Experten im Wildwasser-Bereich an, die damit tosende Bäche und Flüsse entlangfahren möchten.

Preislich liegen Wildwasser-Kajaks im höheren Bereich: Sie werden zwischen 600 € und 1.000 € angeboten.

Freestyle-Kajaks

Freestyle-Kajaks stellen eine Spezialform des klassischen Modells dar. Denn mit einer Länge von etwa 1,80 m bis 2,50 m sind sie sogar noch kürzer als die Wildwasser-Modelle

Durch die geringen Abmessungen sind Boote dieses Typs besonders wendig – eine Fahreigenschaft, die gerade für schwierige Manöver unerlässlich ist. Allerdings besitzen sie keinen hohen Geradeauslauf und kommen in ruhigen Gewässern auch nicht auf hohe Geschwindigkeiten. Durch die geringe Länge sind sie außerdem nicht sehr kippstabil.

Freestyle-Paddelboote sind dafür konzipiert, komplizierte Manöver und Figuren bis hin zum Looping ausführen zu können.

Achtung!

Freestyle-Kajaks sind für Anfänger nicht geeignet.

Die fehlende Kippstabilät stellt für Anfänger ein erhöhtes Risiko dar, zu kentern. Die extreme Wendigkeit erfordert viel technische Erfahrung. Anfänger sind damit überfordert.

Die Kurzboote kommen daher eher für Profis und Extremsportler infrage. Solche Kajak-Sportler dürften jedoch großen Spaß an den kurzen, wendigen und leichten Freestyle-Kajaks haben: Entsprechend werden die Kurzboote auch häufig als Playboats – also als Spielboote – bezeichnet.

Für ein gutes Modell müssen Sie allerdings dazu bereit sein, einen relativ hohen Preis zu zahlen: Denn die meisten liegen in einem Bereich zwischen 700 € und 1.100 €.

Renn-Kajaks

Renn-Kajaks sind mit einer Länge von bis zu 5 m relativ lang und mit einer Breite von etwa 45 cm außerdem äußerst schmal. Damit diese sehr gut durch das Wasser gleiten, werden sie ultraleicht gebaut.

Durch diese hydrodynamische Bauweise sind sie besonders für hohe Geschwindigkeiten auf dem Wasser ausgelegt und haben einen entsprechend hohen Geradeauslauf. Die Länge macht sie allerdings weniger wendig. Auch neigen die schmalen Boote eher zum Schaukeln und Kippen.

Boote dieser Art sind explizit für den Kanusport konzipiert. So können Sie damit eine lange Strecke auf einem geraden Gewässer schon in sehr kurzer Zeit zurücklegen. 

Für Anfänger sind diese Sportboote grundsätzlich eher weniger geeignet. Denn für eine gute und kippsichere Fahrweise sind Erfahrung und Technikwissen nötig. Erfahrene Kajak-Rennsportler hingegen kommen um diese Modelle nicht herum. Für sie eignet sich dieser Boots-Typ ideal, um Fahrtechniken zu trainieren und auf Zeit zu fahren. In größeren Gewässern sind sie dafür das ideale Trainingsgerät.

Preislich liegen Renn-Kajaks im höheren Bereich. So sind die meisten zu Preisen zwischen 800 € und 1.200 € erhältlich.

Kajaks nach Bauart

Kajaks unterscheiden sich auch in ihrem Rumpf-Material. Damit gehen jeweils unterschiedliche Eigenschaften wie Gewicht, Größe bzw. Packmaß sowie Aufbau- und Transport-Aufwand einher. Zudem wirkt sich die Beschaffenheit des Bootsrumpfes auf die Fahreigenschaften aus. 

Im Folgenden haben wir die Charakteristika sowie Vor- und Nachteile der verschiedenen Varianten übersichtlich für Sie zusammengestellt.

Auf den Punkt!
  • Festrumpf-Kajaks zeichnen sich durch ihre feste, steife Form aus. Sie besitzen die im Vergleich besten Fahreigenschaften. Der Transport und die Lagerung sind dafür umso aufwendiger, da diese meist etwas schwerer sind.
  • Luft-Kajaks sind platzsparend, leicht und einfach zu transportieren. Außerdem kennzeichnet sie eine kippstabile und komfortable Fahrweise. Durch die dicke Bootswand werden allerdings die Paddeltechniken eingeschränkt. Zudem sind sie weniger robust.
  • Falt-Kajaks sind ebenfalls platzsparend und einfach zu transportieren, besitzen aber gegenüber den aufblasbaren Varianten ein meist deutlich höheres Gewicht. Dafür sind Paddelboote dieser Bauart deutlich robuster als Luft-Modelle.
Festrumpf-Kajaks

Typisch für die meisten Sportpaddelboote ist, dass sie über einen festen Korpus verfügen und entsprechend steif sind. Dabei handelt es sich um die sogenannten Festrumpf-Kajaks.

Im Vergleich zu anderen Bauweisen besitzt diese Variante meist ein höheres Gewicht. Sie sind dadurch deutlich stabiler und robuster.

Dank der Festigkeit und der glatten Bauweise besitzen Boote dieser Art zudem die im Vergleich besten Fahreigenschaften. So sind Festrumpf- gegenüber Luft- und Falt-Kajaks sowohl schneller als auch richtungsstabiler. Sie müssen daher nur wenig Kraft beim Paddeln aufwenden.

Auch die Paddeltechniken können Sie in einem solchen Modell gut lernen und trainieren: Denn durch den festen Korpus haben Sie mit dem Oberkörper und den Knien direkten Kontakt zum Kanu, sodass Sie ein optimales Fahrgefühl entwickeln können.

Ein wesentlicher Vorteil ist zudem, dass der Aufbau entfällt. Sie können sich ganz einfach hineinsetzen und lospaddeln. Allerdings ist der Transport dafür umso aufwendiger: Denn die Boote können Sie nur im Ganzen verstauen. Auch die Lagerung gestaltet sich schwieriger, denn es besteht ein entsprechend höherer Platzbedarf. Nicht zuletzt sind Kajaks der festen Bauweise oft auch etwas schwerer als Falt- oder Luft-Kajaks.

Die Boote kommen für die verschiedensten Anwendungszwecke zum Einsatz, ob als Freizeit- oder Wander-Variante in ruhigen Seen und Flüssen oder auch als Freestyle- oder Renn-Modell in offenen Gewässern.

Entsprechend richten sie sich auch an die unterschiedlichsten Kundengruppen: Ob Anfänger, Fortgeschrittener oder Experte – ein Festrumpf-Paddelboot eignet sich für alle Kajaksportler gleichermaßen.

Die wichtigsten Vor- und Nachteile haben wir im Folgenden für Sie zusammengefasst.

Vorteile
  • Hohe Richtungsstabilität
  • Hohe Stabilität und Robustheit
  • Kein Aufbau nötig
  • Paddeltechniken am besten erlernbar
  • Für viele Einsatzzwecke erhältlich
Nachteile
  • Aufwendiger Transport
  • Hoher Platzbedarf bei Lagerung
Luft-Kajaks

Bei den Luft-Kajaks handelt es sich um Paddelboote, die sich wie ein herkömmliches Schlauchboot aufblasen lassen. 

Sie sind besonders leicht – der Korpus wird lediglich aufgepumpt. Dennoch besitzen sie ein relativ robustes Außenmaterial.

Bedenken Sie

Diese Kajaks müssen Sie vor dem Einsatz erst mit Luft befüllen. 

Mithilfe einer elektrischen Pumpe ist das Boot schnell aufgepumpt und betriebsbereit.

Bei einem solchen Sportboot profitieren Sie in jedem Fall von einer kippsicheren und komfortablen Fahrweise. Allerdings sind Sie damit aufgrund des eher rundlichen Korpus und der großen Oberfläche eher langsam unterwegs – etwas höhere Geschwindigkeiten erreichen Sie lediglich in Fließgewässern. Darüber hinaus sind die Sportboote anfällig für Gegen- und Seitenwind und weniger wendig als solche anderer Bauweisen.

Achtung!

Vorsicht mit spitzen Gegenständen!

Mit diesen sollten Sie an Board besonders vorsichtig umgehen. Steiniger Untergrund in Seen und Flüssen hingegen ist für die meisten Luft-Kajaks wegen des robusten Außenmaterials kein Problem. Vermeiden Sie aber dennoch den Kontakt des Bootes mit dem Grund.

Durch die dicke Bootswand ist bei vielen Modellen die Bewegungsfreiheit Ihrer Arme etwas eingeschränkt. Dadurch können Sie mit einem Boot dieser Bauweise weniger gut Techniken üben.

Allgemein sind Luft-Paddelboote jedoch sehr einfach und flexibel in der Handhabung. Denn durch den aufblasbaren Korpus können Sie den Auf- und Abbau besonders leicht vornehmen. 

Aufblasbare Paddelboote kommen grundsätzlich für eine Vielzahl an Anwendungszwecken zum Einsatz. Durch die stabile und etwas trägere Fahrweise bieten sie sich jedoch vor allem für Freizeit-Unternehmungen auf Seen und Flüssen und für Wasserwanderungen mit mehreren Personen an. Für Freestyle-Manöver und Rennen hingegen sind diese Boote eher nicht geeignet.

Dafür ermöglicht es der aufblasbare Korpus, dass Sie das Boot kompakt verpacken und gut transportieren können. Wenn Sie also kein Auto samt Dachgepäckträger zur Verfügung haben oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln reisen, dann bietet sich ein Luft-Kajak für Sie in jedem Fall an.

Sportpaddelboote dieses Typs eignen sich so vor allem für Freizeit-Paddler, die Wert auf eine flexible Handhabung und einen einfachen Transport legen.

Interessante Vor- und Nachteile finden Sie im Folgenden in einer übersichtlichen Tabelle.

Vorteile
  • Einfacher Transport
  • Platzsparende Lagerung
  • Schneller Aufbau
  • Sehr kippstabil 
Nachteile
  • Relativ langsam
  • Anfällig für Wind
  • Anfällig für Beschädigungen
  • Dicke Bootswand schränkt Paddeltechnik ein
Falt-Kajaks

Falt-Kajaks bestehen aus einem zerlegbaren Gerüst und einer flexiblen Bootshaut. Dementsprechend lassen sich diese Paddelboote ganz einfach zusammen- und wieder auseinanderbauen.

Im Vergleich zu den Booten mit Festrumpf- und Luft-Bauweise liegen Falt-Kajaks beim Gewicht eher im Mittelfeld: Denn sie sind meist leichter Modelle mit festem Rumpf, aber deutlich schwerer als die Luft-Varianten.

Sowohl die Bootshaut als auch das Innengerüst sind bei den meisten Modellen sehr stabil. Steine im Wasser oder das Streifen von Baumstümpfen stellen hier kein Problem dar. Vorsichtig sollten Sie hingegen auch hier mit sehr spitzen Gegenständen sein, da diese die Bootshaut beschädigen könnten.

Darüber hinaus zeichnen sich die praktischen Faltboote durch ihre vergleichsweise guten Fahreigenschaften aus: So besitzen sie in der Regel eine hydrodynamische Bauweise, die ein ideales Gleiten durch das Wasser ermöglicht. Allerdings verfügen Falt-Kajaks naturgemäß nicht über die gleiche Steifigkeit wie Festrumpf-Boote, sodass sie nicht ganz an die Fahr- und Gleiteigenschaften von Booten mit festem Korpus herankommen. Dennoch erreichen Sie damit höhere Geschwindigkeiten als etwa mit einem aufblasbaren Paddelboot.

Bedenken Sie

Anders als in einem Luft- oder Festrumpf-Kajak haben diese Modelle keine glatten Wände im Innern.

Das Gestänge kann sich im Cockpit beim Fahren hin und wieder als störend erweisen, wenn man beispielsweise mit den Beinen dagegen stößt.

Je nach Breite und Form des Korpus besitzen faltbare Paddelboote eine unterschiedlich hohe Kippstabilität. Gegenüber den aufblasbaren Varianten ist die faltbare allgemein jedoch weniger kippsicher. Daraus ergeben sich allerdings Vorteile bei der Wendigkeit.

Wissenswert

Die geringe Steifigkeit von Falt- und Luft-Kajaks kann bei Stromschnellen und Wellen von Vorteil sein. 

Denn anders als die Festrumpf-Boote können Falt- und Luft-Modelle Stromschnellen und Wellen aufgrund ihrer höheren Material-Flexibilität besser ausgleichen.

Die Handhabung von Faltbooten ist gegenüber anderen Bauweisen weniger einfach: Denn der Auf- und Abbau vor und nach dem Einsatz erfordert Zeit und Mühe. So müssen Sie beim Aufbau zunächst die Einzelteile des Gestells zusammenbauen. Anschließend ziehen Sie die Bootshülle darüber. Je nach Modell und Übung kann der Aufbau eines Faltbootes dabei bis zu einer dreiviertel Stunde Zeit in Anspruch nehmen. 

Dafür lassen sich Falt-Kajaks für ganz unterschiedliche Anwendungen einsetzen: Ob als Freizeit-, See- oder Wildwasser-Variante, ein Falt-Boot eignet sich für eine Vielzahl an Einsatzzwecken.

Einen großen Vorteil hat das Falt-Boot zudem bei der Lagerung und dem Transport: Denn die spezielle Bauweise ermöglicht es Ihnen, es in seine Bestandteile zu zerlegen und somit auf ein relativ kleines Packmaß zu bringen. Somit können Sie ein solches Paddelboot platzsparend in Garage oder Keller lagern – oder aber damit verreisen.

Weil der Auf- und Abbau jedoch aufwendig ist und die Boote gemeinhin über eine – insbesondere gegenüber den aufblasbaren Varianten – geringere Kippstabilität verfügen, eignen sich Falt-Kajaks eher für fortgeschrittene und erfahrene Nutzer.

In der folgenden Tabelle haben wir für Sie noch einmal übersichtlich die Vor- und Nachteile dieser Bauart zusammengefasst.

Vorteile
  • Einfacher Transport
  • Platzsparende Lagerung
  • Gute Hydrodynamik
Nachteile
  • Weniger kippsicher
  • Aufwendiger Auf- und Abbau
  • Gestänge im Boot kann stören

Personenzahl

Kajaks sind für unterschiedlich viele Personen erhältlich.

Vor dem Kauf sollten Sie sich genau überlegen, wie viele Personen regelmäßig in dem Paddelboot mitfahren sollen. Von der Personenanzahl hängt unter anderem ab, wie Sie das Boot steuern und wie einfach Sie es transportieren und lagern können.

Es gibt folgende Varianten:

  • 1er-Kajaks
    Ein 1er-Kajak verfügt über 1 Sitzluke bzw. 1 Sitzplatz und ist damit für 1 Person ausgelegt. Sie können es mithilfe eines Doppelpaddels bewegen und steuern. Das ist insbesondere für Anfänger einfach und bequem. Dank seiner meist geringeren Größe und einem niedrigeren Gewicht ist es einfacher zu transportieren als Mehr-Personen-Boote. Zudem verfügt das 1er in der Regel über genügend Stauraum, um neben Proviant und Getränken auch die nötigen Gepäckstücke mitzunehmen.
  • 2er-Kajaks
    Diese Modelle verfügen über 2 hintereinander angeordnete Sitzluken und Sitzschalen. Die Lenkung ist schwergängiger als die eines 1er-Kajaks, denn durch ihre Länge sind diese Modelle weniger wendig. Zudem müssen Sie Ihre Technik mit der des 2. Paddlers abstimmen, was für Anfänger zuweilen ein Problem darstellt. Darüber hinaus steht Ihnen im Boot weniger Stauraum zur Verfügung. Empfehlenswert ist ein 2er, wenn Sie mit dem Partner, Ihrem Kind oder auch Hund fahren möchten. 
  • 3er Kajaks
    Die meiste Flexibilität im Hinblick auf die Personenzahl bietet Ihnen ein für bis zu 3 Personen ausgelegtes Paddelboot. Dieses können Sie nicht alleine steuern. Für den Einstieg in den Kajaksport sind sie daher weniger gut geeignet. 3er-Kajaks sind zudem sehr lang, vergleichsweise schwer und dadurch aufwendig in Lagerung und Transport. Aufgrund der Länge verfügen sie meist über ausreichend Stauraum für Gepäck. So haben Sie die Möglichkeit, mit Familie, Freunden oder einem mehrköpfigen Team auf Tour zu gehen. 

Je nach Personenanzahl unterscheiden sich die Abmessungen und das Gewicht. Einen Überblick über die typischen Produktmaße der 1er-, 2er- und 3er-Modelle bietet Ihnen die nachfolgende Tabelle:

Personenzahl Länge Breite Gewicht
1 300–400 cm 60–80 cm 12–20 kg
2 400–500 cm 80–90 cm 18–25 kg
3 500–600 cm 90–95 cm 25–35 kg

Besonders bei Festrumpf-Kajaks sollten Sie diese Maße auch für den Transport im Blick haben. So könnten bereits 2er-Kajaks zu lang für den Dachgepäckträger Ihres Autos sein.


Belastbarkeit

Jedes Sportpaddelboot ist nur bis zu einer bestimmten Nutzlast ausgelegt, mit der das Kanufahren noch problemlos möglich ist. Diese geben die Hersteller über die sogenannte maximale Belastbarkeit in Kilogramm (kg) an. So besitzen herkömmliche 1er- oder 2er-Kajaks üblicherweise eine Nutzlast von 150–200 kg.

Beim Kauf sollten Sie diesen Angaben Beachtung schenken, um neben den Mitfahrern auch die nötigen Lebensmittel, Getränke und Ihr Gepäck befördern zu können.

Die maximale Belastbarkeit bestimmt also, wie viel Gewicht Ihr neues Kajak transportieren kann. Damit Sie wissen, wie schwer Ihr Proviant und Gepäck sein darf, müssen Sie zunächst das Gewicht aller Mitfahrer zusammenrechnen. Ziehen Sie das Gewicht aller Mitfahrer nun von der maximalen Belastbarkeit ab, erhalten Sie das Gewicht in kg, das noch für Proviant und Gepäck zur Verfügung steht. Das Eigengewicht des Paddelbootes müssen Sie dabei nicht berücksichtigen.

Beispiel

2 Personen mit einem Gewicht von jeweils 80 kg fahren in einem 2er-Kajak mit einer maximalen Belastbarkeit von 200 kg. Nach Abzug des Personengewichts (200 kg - 160 kg), stehen also noch 40 kg für Proviant und Gepäck zur Verfügung.

Je nach Personenzahl und Einsatzzweck variieren die Anforderungen an die Nutzlast. Für den normalen Einsatz eines 2er-Paddelbootes ist grundsätzlich eine maximale Belastbarkeit von ca. 160 kg – 200 kg empfehlenswert. Für mehrtägige Kanutouren sollten Sie auf eine hohe Nutzlast von 200 kg achten, denn Sie müssen deutlich mehr Gepäck und Proviant transportieren. 

Als Orientierung für die nötige Nutzlast pro Person auf einer mehrtägigen Kanutour können folgende Durchschnittswerte gelten:

Art Gewicht
Proviant 1 kg
Gepäck 13 kg

Materialien

Für die Fertigung von Kajaks  werden verschiedene Materialien verwendet, die jeweils spezifische Vor- und Nachteile und Besonderheiten aufweisen. 

Moderne Ausführungen werden dabei meist aus Kunststoff-Materialien hergestellt.

Die Unterschiede zwischen diesen Materialien liegen vor allem in den Bereichen Preis, Robustheit, Lebensdauer, Gewicht und den Möglichkeiten der Reparatur.

  • Polyethylen (PE)
    Polyethylen (PE) ist ein sehr robustes, recyclebares Material, das als bruchstabil und nahezu unverwüstlich gilt. Kanus aus PE bedürfen in der Regel keinerlei Pflege und besitzen meist eine hohe Lebensdauer von rund 20 bis 30 Jahren. Lagern Sie das Paddelboot allerdings im Freien, sollten Sie es mit einem UV-Schutz pflegen. Denn PE ist nicht UV-beständig. Gegenüber Wasser besitzt PE eine geringere Dichte, was das Kajak unsinkbar macht. Allerdings sind diese Boot recht schwer. Die Reparatur von PE-Booten ist grundsätzlich möglich, jedoch für den Laien nicht empfehlenswert. Preislich liegen PE-Kajaks allgemein im unteren bis mittleren Bereich.
  • Polyvinylchlorid (PVC)
    Polyvinylchlorid (PVC) ist ein Werkstoff, der umgangssprachlich auch als Vinyl bezeichnet wird. Er findet häufig bei Einsteigerbooten und bei Luft-Kajaks Verwendung. Diese sind recht robust sowie UV- und witterungsbeständig. Darüber hinaus sind sie vergleichsweise leicht – allerdings hat das Material eine eher kurze Lebensdauer, da es wegen der Weichmacher im PVC gegenüber anderen Materialien schneller spröde wird und verschleißt. Preislich liegen Boote aus diesem Material eher im unteren Bereich.
  • Glasfaserverstärkter Kunststoff (GFK)
    Glasfaserverstärkter Kunststoff (GFK) ist ein Verbund-Werkstoff aus Kunststoff und Glasfasern, der sich durch eine hohe Stabilität und eine hohe Abriebfestigkeit auszeichnet. Zudem gelten die leichten GFK-Kajaks als besonders UV- und witterungsbeständig. Gegenüber Stößen oder dem Aufsetzen auf Grund sind sie allerdings recht empfindlich. Dafür können Sie diese Boote einfach reparieren. Ähnlich wie PE-Kajaks besitzen auch Paddelboote aus GFK eine lange Lebensdauer von 20 bis 30 Jahren. Preislich liegen sie in der mittleren bis höheren Preisklasse.
  • Kautschuk
    Kautschuk ist ein extrem strapazierfähiges, witterungsbeständiges und nachhaltiges Material, das vor allem bei Luft-Kajaks zum Einsatz kommt. Boote mit einem Korpus aus Kautschuk vereinen eine Reihe von Vorteilen: Sie sind extrem strapazierfähig, höchst kältebeständig sowie wasserabweisend und abriebfest. Die UV-Beständigkeit von Naturkautschuk ist hingegen eher als mäßig einzuschätzen – hier haben die synthetischen Kautschuk-Varianten meist bessere Eigenschaften. Allerdings ist echter Naturkautschuk wesentlich kostspieliger als die meisten anderen Materialien. Kautschuk-Kajaks sind daher sehr preisintensiv.
  • Carbon
    Carbon, auch carbonfaserverstärkter Kunststoff (CFK) genannt, ist ein Verbund-Werkstoff aus Kohlenstoff- und Kunststoff-Fasern. Aus diesem Verbund-Material gefertigte Kajaks weisen eine hohe Stabilität und Festigkeit bei zugleich sehr geringem Gewicht auf. Darüber hinaus gilt Carbon als witterungsbeständig sowie resistent gegenüber UV-Strahlen. Die Anschaffung gestaltet sich eher kostenintensiv.

Ausstattung

Kajaks sind heutzutage nicht nur in einer Vielzahl an Ausführungen und Modellen erhältlich. Sie sind häufig auch ganz unterschiedlich ausgestattet, was Beweglichkeit oder Komfort verbessern soll. 

Die wichtigsten Ausstattungsmerkmale eines Kajaks haben wir im Folgenden für Sie aufgeführt:

  • Abschottungen
    Hierbei handelt es sich um wasserdichte Trennwände im Bug und/oder Heck, durch die das Boot Auftrieb gewinnt. Sie bilden zudem einen wassergeschützten Stauraum für Gepäck und Proviant.
  • Aufbewahrungsnetz
    Um persönliche Dinge griffbereit zu haben, ist ein Aufbewahrungsnetz am Heck und/oder Bug des Bootes praktisch. Dieses wird im Handel teilweise auch als Spann- oder Gepäcknetz bezeichnet.
  • Griffschlaufen
    Wichtig für den Transport sind zudem Griffschlaufen an beiden Enden des Bootes. Denn damit können 2 Personen das Kajak ganz einfach und problemlos von einem Ort zum anderen transportieren.
  • Lenzventil
    Durch ein Lenzventil (plattdeutsch lenz, leer) am Heck des Bootes kann Wasser ablaufen, das sich im Boot gesammelt hat. Das Lenzventil muss dazu manuell geöffnet werden. Es ist unter anderem auch unter dem Begriff Lenzklappe bekannt.
  • Richtungsflosse
    Die Richtungsflosse wird auch Stabilisierungsfinne genannt. Sie befindet sich im Heckbereich des Bootes und verbessert den Geradeauslauf. Dieses Ausstattungsmerkmal ist daher vor allem für Einsteiger empfehlenswert.
  • Schenkelstützen
    Schenkelstützen im oberen Teil des Bootsrumpfes dienen dazu, den sogenannten Sitzhalt zu verbessern. Denn durch die Schenkelstützen wird der Kontakt zwischen Paddler und Boot erhöht und der Hüft- sowie Schenkelhalt im Cockpit verbessert. Dadurch erhalten Sie ein besseres Fahrgefühl und können präziser lenken.
  • Sicherheitsleine
    Eine Sicherheitsleine für das Paddel ist sinnvoll, damit das Paddel etwa während einer Pause nicht verlorengeht.
  • Sitze
    Für das Kajakfahren sind eingebaute Sitze unerlässlich. Hierbei gibt es Unterschiede zwischen den verschiedenen Modellen auf dem Markt: Einige Paddelboote sind mit sogenannten Sitzschalen ausgestattet, die in die Sitzluke integriert sind. Andere Modelle wiederum verfügen über gepolsterte Sitze mit Rückenlehnen.
  • Steueranlage
    Eine Steueranlage besteht aus einer Steuervorrichtung am Heck und einem Heckruder. Über eingebaute Fußpedale können Sie mithilfe einer solchen Steueranlage lenken.
  • Spritzdecke
    Eine Spritzdecke dient der Abdichtung zwischen Paddler und Kajak. Der Paddler zieht sich diese vor dem Einstieg über die Hüften. Nach dem Einstieg wird die Spritzdecke dann über die Bootsluke gezogen. Sie besteht meist aus Nylon oder Neopren.
  • Verstellbare Fußstützen
    Je nach Körpergröße kann es notwendig sein, die Fußstützen im Bootsrumpf anzupassen. Daher ist es praktisch, wenn sich die Fußstützen flexibel einstellen lassen.
  • Verstellbare Rückenlehne
    Die richtige Sitzhaltung im Boot ist vor allem für lange Fahrten wichtig. Daher ist es sinnvoll, wenn sich auch die Rückenlehne individuell einstellen lässt.
  • Verstellbare Sitze
    Ebenfalls praktisch ist es, wenn sich der Sitz verstellen lässt. So können Sie Ihren Sitz ganz auf Ihre persönlichen Fahrgewohnheiten anpassen.


Zubehör

Zur vollständigen Ausrüstung für die nächste Paddeltour gehört neben dem Boot auch einiges an Zubehör dazu, auf das Sie vor allem bei mehrtätigen Unternehmungen nicht verzichten können. 

Zu den wichtigsten Zubehörartikeln gehören folgende:

  • Helm
    Ein Kopfschutz ist besonders wichtig. Der Helm bewahrt Sie davor, etwa bei Kollisionen, sich schwere Kopfverletzungen zuzuziehen.
  • Paddel
    Ohne Paddel lässt sich ein Kajak nicht vorwärtsbewegen. Deshalb ist ein Paddel unerlässlich. Allerdings gibt es eine Vielzahl verschiedener Modelle für ganz unterschiedliche Einsatzzwecke auf dem Markt. Der größte Unterschied besteht zwischen den klassischen Stechpaddeln und den sogenannten Doppelpaddeln, die über jeweils ein Blatt an beiden Enden des Paddels verfügen. Üblicherweise wird allerdings ein Doppelpaddel verwendet. Je nach Körpergröße und Bootslänge kommt darüber hinaus eine unterschiedliche Paddellänge infrage.
  • Paddelkleidung
    Es gibt spezielle Paddel-Jacken, -Hosen und sogar ganze Paddel-Anzüge zu kaufen, die Sie vor Unterkühlung und Spritzwasser schützen. Wichtig sind, vor allem auf längeren Touren, die richtigen Schuhe: Schnürschuhe, Turnschuhe oder spezielle Paddelschuhe sind hierfür am besten geeignet. Achten Sie in jeden Fall darauf, dass Ihre Schuhe wasserfest oder zumindest wasserabweisend sind.
  • Schwimmweste
    Auf jeder Kanu-Tour ist eine Schwimmweste obligatorisch – unabhängig davon, ob Sie nun einen Wildwasser-Einsatz oder die nächste Wasserwanderung auf einem ruhigen Fluss planen. Denn im Notfall retten Schwimmwesten Leben. Dabei wird grundsätzlich zwischen 2 verschiedenen Typen unterschieden: Es gibt einerseits eine sogenannte Feststoff-Schwimmweste, die zusätzlichen Auftrieb gewährleistet. Andererseits gibt es die Rettungs-Schwimmweste, die Sie eigenständig in die Rückenlage bringt und an der Wasseroberfläche hält. Die Signalfarbe der Schwimmweste sorgt dafür, dass Sie schneller gefunden werden.

Worauf Sie bei Ihrem nächsten Vorhaben außerdem nicht verzichten sollten, haben wir in unserer FAQ-Rubrik für Sie aufgeführt: Was sollte ich auf eine Kajak-Tour mitnehmen?


Häufige Fragen

Im Folgenden haben wir für Sie zusammengefasst, was Sie schon immer über die Verwendung von Kajaks wissen wollten. Unsere FAQ-Sammlung basiert hierbei auf dem Wissensbedarf anderer Käufer von Sportpaddelbooten.

Ausstattung

Auf welche Ausstattung am Kajak sollte ich Wert legen?

Ein modernes Paddelboot sollte folgende Merkmale besitzen:

  • Stabiler Bootskorpus
    Ein gutes Modell sollte über einen stabilen Korpus mit robustem Außenmaterial verfügen. Besonders robust sind hierbei Materialien wie Polyethylen oder auch glasfaserverstärkter Kunststoff. Bei Luft-Kajaks hingegen ist Kautschuk ein stabiles, elastisches Korpusmaterial.
  • Zwei Griffschlaufen an Bug und Heck
    Für einen einfachen Transport sind 2 Griffschlaufen an beiden Enden des Kajaks wichtig. So können Sie es problemlos zu zweit zum Wasser tragen.
  • Verstellbarer Sitz
    Für die richtige Sitzhaltung im Boot ist ein Sitz mit Einstellmöglichkeiten sinnvoll. Auf langen Kanutouren ist es schließlich wichtig, bequem und gut zu sitzen.
  • Verstellbare Fußstützen bzw. Fußrasten
    Um sicher zu sitzen, ist es unter anderem wichtig, dass man sich mit den Füßen abstützen kann. Dazu dienen Fußrasten bzw. Fußstützen. Diese sollten verstellbar sein, damit die Fußstützen der jeweiligen Körpergröße angepasst werden können.
  • Schenkelstützen
    Um den Kontakt zwischen Paddler und Boot zu verbessern und somit sensibler steuern zu können, sind Schenkelstützen sinnvoll. Diese befinden sich im oberen Bereich des Rumpfes bzw. können dort eingebaut werden.

Mit dieser Grundausstattung sind Sie bereits für Ihre nächste Kanutour gewappnet. Neben diesen Ausstattungsmerkmalen sollten Sie beim Kauf jedoch vor allem auch auf Ihren geplanten Einsatzzweck achten. Denn danach richtet sich, welcher Boots-Typ für Sie infrage kommt.

Weitere Informationen zu den Bestandteilen eines Kajaks finden Sie in unserem Kaufberater unter der Rubrik Ausstattung.
 

Wie viel Stauraum hat ein Kajak?

Wie viel Stauraum zur Verfügung steht, ist modellabhängig. Hierbei kommt es vor allem auf die jeweilige Bauweise an: Während kurze, schmale Boote über nur wenig Stauraum verfügen, bieten sehr breite, lange Boote viel Platz zum Unterbringen von Gepäck und Proviant.

Die meisten Paddelboote verfügen aber über ein Bug-Volumen von mindestens 60 l und ein Heck-Volumen von wenigstens 100 l.

Wissenswert

Zum Vergleich: Ein handelsüblicher Rucksack hat üblicherweise ein Volumen von etwa 50–70 l.

Sie sollten allerdings darauf achten, dass jedes Kajak eine Belastungsgrenze hat. Diese sollten Sie nicht überschreiten.

Einsatzbereich

Welches Kajak eignet sich wofür?

Nicht jedes Sportpaddelboot eignet sich für jeden Einsatzzweck gleichermaßen.

Denn je nach Länge, Ausstattung und Bauweise sind sie für verschiedene Einsatzzwecke konzipiert. Welches Paddelboot für welchen konkreten Zweck infrage kommt, können Sie bereits aus der Produktbezeichnung ableiten.

So eignen sich Freizeit-Boote etwa eher für Unternehmungen auf kleineren Flüssen und Seen, während Wander-Kajaks für Mehrtagestouren auf größeren Gewässern infrage kommen. Die längeren See-Kajaks hingegen können Sie für Wasserwanderungen auf Seen und dem offenen Meer verwenden. Kurze und wendige Wildwasser-Boote eignen sich für den Einsatz in Flüssen und Bächen mit hoher Strömung, Freestyle- und Renn-Modelle wiederum sind für diese jeweils unterschiedlichen Disziplinen des Kajaksports ausgelegt.

Wissenswert

Den größten Einfluss darauf, welches Kajak sich für welchen Einsatzzweck eignet, hat die Bootslänge.

Denn kürzere Boote sind deutlich leichter und wendiger, wodurch sie sich ideal für kleinere Flüsse und Seen eignen. Für das Zurücklegen größerer Strecken auf Seen oder dem Meer bieten sich hingegen deutlich längere an, die einen entsprechend höheren Geradeauslauf haben.

Was ist ein Angel-Kajak?

Ein Angel-Kajak ist ein Kanu, das durch bestimmte Vorrichtungen auf den Angelsport ausgelegt ist. Dazu gehört hauptsächlich ein sogenannter Bootsrutenhalter, an dem die Angelrute befestigt werden kann.

Was ist ein Sit-On-Top-Kajak?

Hierbei handelt es sich um eine spezielle Form, bei der man sich nicht in die üblicherweise vorhandene Sitzluke hineinsetzt. Stattdessen befindet sich der Sitz oberhalb des Bootsrumpfes. Der Paddler sitzt also anders als üblich oben auf.

Der Rumpf besteht bei diesen speziellen, sehr flach gebauten Paddelbooten aus mehreren Luftkammern. Diese ermöglichen einen hohen Auftrieb, wodurch das Boot sogar dann nicht sinkt, wenn es kentert.

Wie viele Personen passen in ein Kajak?

Während sogenannte 1er-Kajaks nur auf eine einzige Person ausgelegt, können in 2er und 3er entsprechend mehr Personen mitfahren.

Fahren

Wie fahre ich mit einem Kajak?

Wichtig sind die richtigen Paddeltechniken, die Sie zunächst erlernen und verinnerlichen müssen. Dazu gehören insbesondere die Techniken zum Geradeausfahren, Bremsen und Steuern.

Und so fahren Sie geradeaus:

  1. Führen Sie eines der Paddelblätter Ihres Doppelpaddels nach vorn und tauchen Sie es in das Wasser ein.
  2. Ziehen Sie das Paddelblatt im Wasser bis auf Körperhöhe zu sich heran.
    ⇒ Führen Sie das Paddel dabei möglichst nahe am Boot vorbei, um möglichst präzise geradeaus zu fahren.
  3. Wiederholen Sie den Vorgang nun mit dem anderen Paddelblatt.
  4. Paddeln Sie so mit gleichmäßiger Verteilung Ihrer Kraft wechselseitig mit dem linken und dem rechten Paddelblatt, um vorwärts zu kommen.
Wissenswert

Paddeln Sie lediglich auf einer Seite, etwa mit Ihrem linken Paddelblatt, dann steuern Sie automatisch zur anderen Seite hin, also nach rechts. Diese Technik entspricht daher ebenfalls der Steuertechnik eines Kajaks.

Und so bremsen Sie:

  1. Legen Sie eines der beiden Paddelblätter flach auf das Wasser.
  2. Drücken Sie dieses anschließend kräftig nach vorn, also von Ihnen weg.
    ⇒ So wirkt das ins Wasser gedrückte Paddelblatt wie eine Bremse und Ihr Boot kommt allmählich zum Stehen. 
Bedenken Sie

Kajaks sind weniger kippstabil als andere Bootstypen.

Grundsätzlich sind Kajaks – insbesondere 1er – deutlich kleiner und flacher als andere Bootstypen wie etwa die sogenannten Kanadier. Dabei handelt es sich um große, schwere und zumeist nach oben offene Paddelboote, die mit einem Stehpaddel bewegt werden. Sportpaddelboote sind hingegen durch ihre schmale und stromlinienförmige Form deutlich kippanfälliger. Anfänger müssen daher lernen, mit diesem Fahrgefühl umzugehen.

Wie steige ich in ein Kajak ein und aus?

Eine erste Hürde besteht für Anfänger vor allem im richtigen Einsteigen – und nach der ersten kleinen Kanutour entsprechend auch im Aussteigen.

Tipp

Für die ersten Übungsversuche empfiehlt sich ein niedriger Steg oder ein flaches Ufer. Besonders Anfänger sollten zur Sicherheit eine Schwimmweste tragen.

Zu Beginn eignet sich am besten die sogenannte Paddelbrücken-Technik. Das Paddel bildet eine Brücke zwischen Ufer und Boot. Die Paddelbrücke eignet sich zum Ein- und Aussteigen aus dem Kanu. Außerdem ist sie bei schwierigen Witterungsbedingungen bzw. höherem Seegang sinnvoll. 

Bei der Paddelbrücken-Technik stützen Sie sich mit den Armen hinter dem Körper so auf das Paddel, dass sich das Boot durch den ausgeübten Druck stabilisiert.

Und so steigen Sie mithilfe der sogenannten Paddelbrücke ein:

  1. Legen Sie das eine Blatt des Doppelpaddels flach auf das Ufer und das andere quer hinter die Sitzluke. 
  2. Fassen Sie nun mit einer Hand den Rand der Sitzluke und das Paddel und greifen Sie mit der anderen Hand das Paddel auf der Uferseite.
    ⇒ Wichtig ist dabei, dass Sie Ihr Gewicht mehr zur Aus- als zur Einstiegsseite verlagern, um somit den richtigen Stützeffekt zu erzielen.
  3. Heben Sie sich nun langsam vom Ufer und rutschen Sie vorsichtig in die Sitzluke hinein.
Bedenken Sie

Diese Technik belastet das Paddel stark.

Daher ist die Paddelbrücke lediglich für den Einstieg in den Kajaksport und für schwierige Bedingungen zu empfehlen.

Für den Ein- und Ausstieg ohne Paddelbrücke gehen Sie wie folgt vor:

  1. Setzen Sie das Boot flussaufwärts ein, das bedeutet, der Bug zeigt in Richtung der Strömung.
  2. Verlagern Sie den Schwerpunkt beim Ein- oder Aussteigen in die Mitte. Gerade wenn Sie den Rand der Sitzluke greifen, sollten Sie diesen unbedingt mittig fassen.
  3. Fahren mehrere Personen mit, steigt der Heckpaddler zuerst ein.
    ⇒ Der Bugpaddler kann dabei das Kajak festhalten und stabilisieren.
    ⇒ Beim Aussteigen sollte der Bugpaddler zuerst aussteigen.
     

Wie schnell fährt ein Kajak?

Je nach Modell, See- und Wetterbedingungen sowie der Strömungsrichtung können Sie unterschiedlich hohe Geschwindigkeiten erreichen. In der Regel sind Sie mit einer Geschwindigkeit von ca. 5–10 km/h unterwegs.

Gewicht

Wie schwer ist ein Kajak üblicherweise?

Im Allgemeinen wiegen die meisten Kajaks zwischen 10 und 20 kg.

Wie schwer ein Modell letztlich ist, hängt vor allem vom Material, der Größe und vom Typ ab. So wiegen beispielsweise Wildwasser-Kanus meist um die 10 bis 15 kg mehr als die leichtgebauten Renn-Varianten. Paddelboote aus Polyethylen wiederum wiegen mehr als jene aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Und 1-Personen-Boote sind in der Regel leichter als solche mit 3 Plätzen.

Wissenswert

Das Eigengewicht spielt eine große Rolle – denn schließlich muss ein Kajak zuerst zum Wasser hin transportiert werden, bevor Sie lospaddeln können. Zudem ist es auch für die Fahreigenschaften relevant, da schwere üblicherweise langsamer fahren als leichte Varianten.

Wie viel Gewicht hält ein Kajak aus?

Herkömmliche 1er- oder 2er-Kajaks besitzen meist eine maximale Belastbarkeit von etwa 150 kg bis 200 kg. Dies reicht für die meisten Zwecke aus. Ein 3er-Paddelboot hat hingegen meist eine Kapazität von etwa 250 kg bis 300 kg, damit Sie hier neben 3 erwachsenen Personen auch den nötigen Proviant und das Gepäck unterbringen zu können.

Weitere Informationen erfahren Sie in unserer Themen-Rubrik Belastbarkeit.
 

Wie belade ich ein Kajak richtig?

Damit Ihr Paddelboot optimal im Wasser liegt, sollten Sie darauf achten, es richtig zu beladen. Denn eine falsche Gewichtsverteilung kann dazu führen, dass Sie Ihr Boot nur schwer steuern können und das Risiko besteht, dass es kentert.

Deshalb sollten Sie beim Beladen auf folgende Hinweise achten:

  • Das Kanu sollte gerade im Wasser liegen.
    Dazu sollten Sie beim Beladen ständig überprüfen, ob das auch der Fall ist. Bei Bedarf können Sie das Boot ausbalancieren, in dem Sie Ihre Gepäckstücke an einen anderen Ort verlagern.
  • Schwere Gepäckstücke sollten Sie möglichst tief und mittig im Boot unterbringen.
    Schwere Gegenstände verschieben den Schwerpunkt des Bootes. Sie sollten vermeiden, dass es bug- oder hecklastig wird.
  • Achten Sie darauf, dass Ihre Ladung nicht verrutschen kann.
    Denn andernfalls kann sich bei hohem Seegang die Ladung verschieben, wodurch sich der Schwerpunkt verlagert.
  • Nutzen Sie Aufbewahrungsnetze.
    Häufig ist im oberen Bereich ein Aufbewahrungsnetz angebracht, das Sie nutzen können, um insbesondere kleinere Gegenstände unterzubringen und beim Fahren griffbereit zu haben.

Kauf

Was ist der Unterschied zwischen Kajak, Kanu und Kanadier?

Oft geraten diese Begriffe für verschiedene Bootstypen durcheinander.

Dabei lassen sie sich klar voneinander unterscheiden:

  • Kanus
    Die Bezeichnung Kanu ist der Obergriff für alle Boote, die mit einem Handpaddel und nicht über ein am Boot befestigtes Ruder bewegt werden. Die beiden Bootstypen Kanadier und Kajak lassen sich insofern unter diesem Oberbegriff zusammenfassen. 
  • Kanadier
    Ein Kanadier ist ein nach oben offenes Paddelboot mit Brettern als Sitzfläche. Es wird durchgehend sitzend bzw. kniend gefahren und mit speziellen Stechpaddeln bewegt. Ursprünglich wurden Kanadier von den nordamerikanischen Indianern als Fortbewegungsmittel benutzt.
  • Kajak
    Dies ist ein meist nach oben hin geschlossenes Paddelboot mit einer kleinen Luke im Bootskorpus, das mit einem Doppelpaddel bewegt wird. Der Paddler sitzt mit nach vorne ausgestreckten Beinen in der Sitzluke und paddelt auf beiden Seiten des Bootes. Gegenüber den Kanadiern sind sie in der Regel deutlich schmaler und flacher.
     

Was kostet ein gutes Kajak?

Die Preisspanne zwischen den zahlreichen Modellen auf dem Markt ist enorm. Sehr günstige Modelle und insbesondere aufblasbare sind so etwa bereits für 100 €–200 € erhältlich. Gute 1er- oder 2er-Einsteiger-Boote erhalten Sie für etwa 300 €–600 €.

Shopping Tipp

Häufig sind Komplettsets für Einsteiger erhältlich, bei denen alle nötigen Ausstattungselemente und Paddel bereits enthalten sind.

Für hochwertige Wander-, See- oder Wildwasser-Kajaks hingegen sollten Sie mit einem Preis zwischen 700 und 1.500 € rechnen. Je nach Ausstattung und Material sind auch Beträge in einem höheren Bereich möglich. Profi-Boote liegen bei etwa 2.000 €–3.000 € und darüber hinaus.

Diese große Preisspanne ergibt sich vor allem aus den verschiedenen Materialien, der unterschiedlichen Verarbeitung und diversen Ausstattungsmerkmalen der Boote. 

Tour

Was sollte ich auf eine Kajak-Tour mitnehmen?

Auf einige Ausrüstungsgegenstände sollten Sie insbesondere bei einer längeren Tour nicht verzichten, um auf alle Gegebenheiten bestens vorbereitet zu sein.

So sollten Sie idealerweise folgende Gegenstände mitnehmen:

  • Sonnenschutz wie Sonnenbrille, Creme und Hut
  • Regenschutz
  • Ausreichend Proviant und Getränke
  • Karte mit Streckenverlauf
  • Wasserdichte Behälter wie Tonnen oder Seesäcke
  • Erste-Hilfe-Set
  • Mückenspray
  • Handschuhe zum Schutz vor Blasen
  • Sitzkissen

Transport

Was muss ich beim Transport eines Kajaks auf dem Autodach beachten?

Für den einfachen, sicheren und gesetzeskonformen Transport mit dem Auto gibt es ein paar Punkte, die Sie bei der Mitnahme von Booten auf dem Dachträger beachten müssen:

  • Kennzeichnung
    Fahrzeug und Ladung dürfen laut Straßenverkehrsordnung (StVO) zusammen nicht breiter als 2,55 m und nicht höher als 4 m sein. Die Ladung darf nach vorne lediglich ab einer Höhe von mindestens 2,50 m nach vorne um maximal 50 cm überstehen. Nach hinten darf die Ladung bis zu 1,50 m überstehen. Ab einem Überstand von 1 m nach hinten muss die Ladung allerdings mit einer roten Fahne kenntlich gemacht und bei Nacht beleuchtet werden. Auf Wegstrecken unter 100 km Länge darf der Überstand nach hinten bis zu 3 m betragen. Seitlich darf die Ladung bis zu 40 cm über die Fahrzeugleuchten hinausragen. Darüber muss sie mit vorgeschriebenen Leuchten gekennzeichnet werden. Im Ausland gelten oft andere Bestimmungen. Vor Reiseantritt sollten Sie sich deshalb informieren, welche Vorschriften in Ihrem Ziel-Land – sowie auf dem Weg dorthin – herrschen.
  • Dachlast
    Beachten Sie beim Transport zudem die maximale Dachlast Ihres Dachgepäckträgers. Diese finden Sie in der Fahrzeugbeschreibung oder im Handbuch des Trägers. Häufig liegt die maximale Dachlast in einem Bereich von 50 und 100 kg. Der Gesetzgeber macht grundsätzlich keine Angaben dazu, wie viel Zuladung auf dem Dach erlaubt ist. 
  • Gesamtgewicht
    Nach §34 der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) darf das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs nicht überschritten werden.
Achtung!

Durch das erhöhte Gewicht auf dem Dach verändern sich die Fahreigenschaften Ihres PKW

So sollten Sie beachten, dass sich je nach Zuladung auch die Fahreigenschaften Ihres Fahrzeugs verändern. Vor allem bei Seitenwind, in scharfen Kurven und bei Bremsmanövern sollten Sie vorsichtig sein und die hohe Dachlast durch vorausschauendes Fahrverhalten kompensieren.


Über Magnus Raab

Neben meinem theoretisch veranlagten Politik- und Wirtschaftsstudium haben mich immer schon Praxisthemen interessiert, vor allem Verbraucherthemen. Seit 2016 schreibe ich deshalb für billiger.de und unterstütze Sie mit hilfreichen Informationen beim Kauf.


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