Es wird schnell klar, dass das episodisch veröffentlichte „Batman: The Telltale Series“ auf Story, Atmosphäre und Präsentation setzt. Bis auf die Qualität der Charakteranimationen außerhalb der Schlachten kann sich die Grafik sehen lassen. Akustisch gefallen außerdem der tolle Soundtrack und die leistungsstarken, wenngleich nur englischen Sprecher. Auf Deutsch gibt es immerhin fehlerfreie Untertitel. Die famosen Actionsequenzen gehören des Weiteren zur Pro-Argumentation. Die Geschichte hat einiges an Überraschungen, Entscheidungsoptionen und Cliffhangern zu bieten. Die größte Spannung erwartet einen ansonsten logischerweise in den Batman-Abschnitten. In den Bereichen Gameplay, Herausforderung und Umfang gibt es aber viel zu bemängeln. Die Detektivarbeit langweilt zum Beispiel sehr und die Mini-Rätsel fallen absurd leicht aus. Die Interaktionsmöglichkeiten in den Levels lassen sich darüber hinaus an einer Hand abzählen, entdeckbare Geheimnisse gibt es so gut wie kaum. Der Multiplayer wirkt zudem unnötig, weil man da viele Dialoge für wenig Zeit verwalten muss und somit kein Spaß aufkommt. Das offensichtliche Schauplatz-Recycling in späteren Folgen trübt zum Schluss das Gesamtbild.
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