Die billiger.de Gesamtnote setzt sich zu gleichen Teilen aus Nutzerbewertungen und Testberichten zusammen.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Allgemein | |
| Marke | SQUARE ENIX |
| EAN | 5021290000759 |
| Gelistet seit | Februar 2015 |
| Ausführung | Box |
| Erscheinungsjahr | 2015 |
| Genre | Action, Adventure, Action-Adventure, Beat-em up, Shooter |
| Max. Anzahl Spieler | 1 |
| Produktlinie | Just Cause |
| Produkttyp | Standardedition |
| Publisher | Square Enix |
| Sprache | deutsch, englisch, französisch, spanisch, italienisch |
| Alterseinstufung | |
| Altersfreigabe ab (Jahren) | 18 |
| Altersfreigabesystem | USK |
| ESRB-Freigabe | Mature |
| PEGI-Freigabe ab (Jahren) | 18 |
Just Cause 3 macht einen guten ersten Eindruck mit seiner wunderschönen Grafik insbesondere nachts, wenn die Lichter der Siedlungen schimmern. Technisch gibt es dagegen Luft nach oben vor allem bei den Konsolenversionen, wo lange Ladezeiten und Framerate-Einbrüche häufige Begleiter sind. In Sachen Umfang steht eine sehr große Spielwelt zur Verfügung mit einer Menge sammelbaren Objekten sowie Fahrzeugen, Gadgets und Upgrades, die man durch Nebenmissionen kriegen kann. Beim Action-Gameplay ist der Titel jedoch nicht so überzeugend: Während die Auswahl an kreativer Zerstörungsmöglichkeiten imponiert, erfolgt das Einnehmen von Städten beziehungsweise Basen immer nach dem gleichen Konzept und wird nach etwas Zeit einfach öde. Darüber hinaus nervt die minderwertige KI-Performance und bei der Story fehlen echt erinnerungswürdige Momente. Allerdings sorgen die vielen absurden Handlungspassagen für Lust und machen noch den geringen Charakter-Tiefgang etwas weniger schlimm.
Just Cause 3 stellt den Spieler vor die Wahl. Entweder er folgt einer belanglosen Handlung und anspruchslosen Missionen oder er reizt die explosiven Möglichkeiten der Spielumgebung aus. Letzteres ist eher zu empfehlen. Wie schon bei den ersten beiden Teilen des schwedischen Entwicklers Avalanche Studio wird der Agent Rico Rodriguez losgelassen, um einen Diktator actionlastig zurechtzuweisen. Im dritten Anlauf trifft das Chaos eine wunderschöne, idyllisch gestaltete Mittelmeerinsel. Um das Ziel zu erreichen, sollte eine Explosion der nächsten folgen. Militärbasen müssen eingenommen und Städte befreit werden. Wenn man sich nicht abseits der Vorgaben bewegt, läuft man Gefahr viele Möglichkeiten zu verpassen. Just Cause 3 ist speziell für experimentierfreudige Spieler geeignet. Mit einem Extrem-Enterhaken lässt sich z.B. unglaublich viel Unheil anrichten. Er dient zur schnellen Fortbewegung oder bringt Objekte zum Einstürzen. Just Cause 3 lebt letztendlich von diesem Spielprinzip. Tiefgründigkeit in irgendeiner Art sollte man nicht erwarten. Es ist die perfekte Unterhaltung für virtuelle Anarchisten.
Just Cause 3 ist unter allem in Sachen Atmosphäre überzeugend: Die Action-Momente folgen aufeinander, das Kombinieren von Greifhaken mit Wingsuit und Fallschirm wirkt spannend und die Zerstörung von Gebäuden mit Bazookas oder Granatwerfern bringt extra Unterhaltung ins Gesamtbild. Zum riesiegen Umfang gehören auch die 25 Hauptmissionen und die 130 zu erobernden Städte und Stützpunkte. Die technische Leistung ist darüber hinaus ein Pluspunkt und die Steuerung der Vehikel fällt zwar komplex, doch einfach erlernbar aus, insbesondere im Unterschied zu Battelfield 4, wo sie sehr gewöhnungbedürftig für Neueinsteiger ist. Zwei Mankos lassen sich hervorheben: Dem Missionsdesign mangelt es etwas an Abwechslung und nicht selten werden die Aufträge monoton. Die Story reißt außerdem keine Bäume aus und fühlt sich altbacken, flach und öde. Allerdings sind diese Nachteile keine Gründe, um vom Kauf abzuraten.
Just Cause 3 wurde hier in seiner Konsolenversion getestet und besticht mit einer ansprechenden Optik, tollen Explosionseffekten sowie abwechslungsreichen Landschaften, die zu einem spektakulären Panoramaausblick beitragen. Die technische Leistung ist sowohl auf der PS4, als auch auf der Xbox One insgesamt flüssig, doch die Ladezeiten dauern häufiger länger als erwünscht. Das Open-World-Action-Adventure-Gameplay glänzt durch seine übertriebene Physik: Man kann unzählige Aktionen in verschiedener Art und Weise gleichzeitig oder nacheinander ausführen und sogar absurde Gegenstände kombinieren. Kreativität wird zu jeder Zeit gefördert und auch atmosphärisch klappt alles zu Beginn prima. Das Problem aber: Es dauert nicht lange, bis Eintönigkeit und Langeweile herrschen. Die Dialoge wirken genauso wie die Story flach und die fehlende Mehrspieler-Option enttäuscht.
In „Just Cause 3“ geht es hauptsächlich um pure Action und Zerstörung. Der Protagonist Rico kommt auf die Insel Medici, um sie von einem grausamen Diktator zu befreien. In Sachen Grafik macht alles einen recht guten Eindruck, besonders die wunderschönen Landschaften. In diesem Spiel zerstört man insgesamt alles, was der Diktator gebaut und geschaffen hat, um Macht zu gewinnen. Die meisten Tricks, wie Explosionen usw., sind überhaupt nicht realitätsnah, dafür aber sehr aufwändig und beeindruckend. Zudem bietet „Just Cause 3“ viele Nebenmissionen, um Munition zu gewinnen, eine große Vielfalt an Waffen gibt es jedoch nicht. Was negativ auffällt sind die Wartezeiten. Beim PC sind die Ladezeiten noch im Rahmen, bei den Konsolen muss man manchmal sogar bis zu 2 Minuten warten, um etwas zu laden. Einen nicht so guten Eindruck macht die platte KI der Charaktere. Das ist aber nur verständlich, denn dieses Spiel hat keine tiefgreifende Geschichte oder Helden, wie zum Beispiel das ähnliche, aber komplexere Metal Gear Solid 5. Wer also pure Action erleben will und keine komplizierte Geschichte für nötig hält, wird definitiv mit dem Kauf von „Just Cause 3“ zufrieden sein.