| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Allgemein | |
| Marke | Kalypso |
| EAN | 4260089415973 |
| Gelistet seit | September 2015 |
| Ausführung | Box |
| Genre | Strategie |
| Produktlinie | Grand Ages |
| Produkttyp | Sonderedition |
| Publisher | Koch Media |
| Sprache | deutsch |
| Alterseinstufung | |
| Altersfreigabe ab (Jahren) | 12 |
| Altersfreigabesystem | USK |
| ESRB-Freigabe | Teen |
| PEGI-Freigabe ab (Jahren) | 12 |
| Eignung | |
| Kompatibel zu | PC |
Grand Ages: Medieval lohnt sich durchaus. Das Spieldesign ist klassische Handels-Echtzeit-Strategie, wobei nur der Spieler entscheidet, wie er zu einem erfolgreichen Kaiser wird. Sowohl Profis als auch Neulinge fühlen sich hier heimisch. Egal ob man als Solist oder lieber mit Freunden spielt - der Titel hat immer viel zu bieten. Im Einzelspieler überzeugt zum Beispiel die mehr als zufriedenstellende KI-Leistung. Der Multiplayer fällt dafür extrem spaßig aus und die Atmosphäre des riesigen Europa ist noch um einiges mitreißender. Apropos Umgebung: Es gibt viel zu entdecken und Überraschungen erwarten einen überall. Mit 20 sammelbaren Ressourcen, vielfältigen möglichen Handelsrouten und einem nachvollziehbaren Angebot-Nachfrage-Prinzip ist viel Strategie-Potenzial abrufbar. Mit der Zeit steigt die Anspruchsstufe selbstverständlich, doch der Titel bleibt stets fair und motivierend.
In der Welt der Echtzeitstrategiespiele gibt es zahlreiche Titel, die in einem mittelalterlichen Setting stattfinden. Dazu gehört auch „Grand Ages: Medieval“. Was man von den Genre-Hits als Kernformel kennt, bekommt man auch hier geboten. Es geht darum ein komplexes und schnelllebiges Wirtschaftssystem zu bilden, immer mehrere Siedlungen zu bauen, clevere Handelsrouten zu erstellen und die Rivalen zu überbieten. Die umfangreichen Konfigurationsmöglichkeiten fallen selbstverständlich positiv auf und interessante Nebenmissionen spornen die Langzeitmotivation in der Kampagne an. Der Spieler kann außerdem im Multiplayer gegen maximal sieben Opponenten sein Können testen. Einen negativen Eindruck hinterlassen allerdings die misslungenen Kampf- und Diplomatie-Mechaniken: Die Schlachten erfolgen zum einen völlig automatisch, zum anderen lässt das Politik-System Tiefe und gute Ideen vermissen. Eine intuitive Aufbaumechanik á la „Anno“ fehlt ebenfalls – weder reißen einen schicke Bauanimationen vom Hocker, noch gehen die Warnsymbole tief ins Detail, falls etwas während der Fabrikation schief geht. Online-Spieloptionen erwartet man darüber hinaus vergeblich. Hinsichtlich der Präsentation lässt sich „Grand Ages: Medieval“ abermals loben, denn die Grafik und die Akustik sind zwar nicht atemberaubend, aber immerhin befriedigend. Insbesondere die schöne Weltkarte und die Synchronsprecher imponieren hier. Das Erlebnis ist insgesamt kurzweilig, jedoch nichts, das sich bei keinem anderen RTS-Titel findet.
„Grand Ages: Medieval“ ist ein Spiel, das Handel und Strategie miteinander verknüpft. Der Spieler ist ein Herrscher, der 20 Waren durch die Welt verbreiten kann, die Waren sind nicht regional spezifisch und können überall der Welt gefunden werden. Leider ist die Anzahl der Waren im Vergleich zum Vorgänger deutlich gesunken. Glücklicherweise wurde dagegen an der Grafik geschraubt und die Handlung ist auch interessant. Sie erzählt über den Herrscher Leon Vasselios, der verliebt in der Tochter des Kaisers von Byzanz ist. Es gibt auch kleine Sequenzen die, die Story detailreicher erzählen. Leider schwächelt die KI hier und manche Elemente des Spiels mangeln an Tiefe. Schließlich enttäuscht „Grand Ages: Medieval“ aber nicht und wer Strategie und Handel mag, wird hier völlig auf seine Kosten kommen.