Die billiger.de Gesamtnote setzt sich zu gleichen Teilen aus Nutzerbewertungen und Testberichten zusammen.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Allgemein | |
| Marke | Microsoft |
| EAN | 0889842134278 |
| Gelistet seit | Februar 2015 |
| Ausführung | Box |
| Genre | Action, Adventure, Action-Adventure |
| Produkttyp | Standardedition |
| Publisher | Microsoft |
| Alterseinstufung | |
| Altersfreigabesystem | USK |
| PEGI-Freigabe ab (Jahren) | 12 |
Plattformer-, Shooter-, Action-Adventure- und Hüpferei-Mechaniken unter einem Dach – hört sich zwar spannend an, erweist sich bei ReCore aber als ein in allen Aspekten stark verbesserungsbedürftiges Konzept. Gelungene Momente fehlen nicht komplett – präsentationstechnisch sind es das Roboterdesign und die deutschen Sprecher; spielerisch die einwandfrei spielbaren Kämpfe und die Sprungpassagen; in puncto Balance die unglaublich nützlichen Roboterbegleiter und der insgesamt angenehme Einstieg; atmosphärisch die eindrucksvollen Umgebungen und inhaltlich das offene Setting mit vielen optionalen Nebenaufgaben sowie die lange Kampagne. Stoßt man jedoch auf die visuell monotonen Landschaften, auf die technischen Fehler wie etwa die schlechte Texturqualität oder die hakelnde Kamera und auf die Unmenge an nötigem Backtracking, sind alle Stärken leider schnell vergessen. Dazu hat das Crafting-System quasi keine grandiosen Vorteile im Spiel, die Extraktions-Mechanik nervt und die Schlachten fallen meistens allzu einfach aus. Da die Protagonistin darüber hinaus oberflächlich präsentiert wird, kann die zu Beginn vielversprechende Story ebenfalls nicht packen. Dem Open-World-Prinzip entgegen ist der Spielverlauf dazu extrem linear und an einigen Stellen wirkt ReCore störend gestreckt.
Mit ReCore erweist sich der Einstieg von Microsoft in die Welt der Spiele leider als nicht sonderlich gut gelungen. Der Titel weiß aber mit einem einzigartigen Konzept und gut gestalteten Protagonisten sowie Schurken zu überzeugen. Von Vorteil sind auch die verschiedenen Missionen, die schlauen Rätsel sowie die zusätzlichen Sammelaufgaben. Zu erwähnen ist die angenehme Atmosphäre, was vor allem dem passenden Soundtrack zu verdanken ist. Ins Auge springen die drei ungewöhnlichen Figuren, die Corebots, welche die Hauptcharaktere repräsentieren und sich im Spielverlauf als recht hilfreiche Begleiter erweisen. Auf der anderen Seite aber trüben die altbackene Grafik, die vielen Bugs und die schwankende Bildrate wesentlich den guten ersten Eindruck. Zu bemängeln sind leider auch die langen Ladezeit und die niedrige Vielfalt der Gegnertypen. Von einer besseren Präsentation mit flüssigen Animationen würde ReCore ebenfalls profitieren. Unterm Strich erweist sich der Titel als dürftig in vielen Aspekten und benötigt eine Überarbeitung, um ein langfristig amüsantes Gaming zu ermöglichen.
ReCore hat es leider nicht geschafft, sein volles Potenzial als Action-Adventure auszuschöpfen. Zwar überzeugt es mit einem hervorragenden Figuren-Design, dagegen enttäuschen aber die Räume mit einer unansehnlichen Textur. Die Kombination aus präzisen Bewegungsmechaniken und recht spannendem Kampfsystem ist wirklich gelungen, allerdings machen die langen Ladezeiten – vor allem auf der Xbox One – und das misslungene Crafting-Menü das Spielen zu Geduldsprobe. Die Motivation vergeht schnell, wenn man feststellt, dass sich im Spiel kaum Abwechslung bietet, sondern der Spielfluss mit den immer gleichen Levels, Aufgaben, Kernesammeln und Quests gefüllt ist. Zu oft müssen fehlende Items gesucht oder die gleichen Rätsel gelöst werden. Auch das Leveln der Haustierroboter macht weniger Spaß als es sollte. Durch diese Überladung ergibt sich trotz fesselndem Anfang letztendlich eine langweilige Monotonie. Vor allem im letzten Drittel wird die Möglichkeit der „Fetch-Quests“ regelrecht überreizt. Mit diesem geringen Wiederspielwert weiß ReCore leider nicht wirklich zu überzeugen.
Das Spiel ReCore geht eigene Wege, was das Gameplay betrifft: Offiziell gehört es zum Action-Adventure-Genre, aber es kombiniert in Wirklichkeit gewohnte Mechaniken mit Schießereien, Hüpfen und sogar Erkunden. In Sachen Tiefe, Komplexität und Steuerungsqualität ist dieser innovative Mix durchaus gelungen und das Erlebnis macht Spaß. Die deutschen Synchronsprecher tragen außerdem zur guten Atmosphäre bei und der Umfang bietet viele weitere optionale Dungeons, genauso wie variantenreiche Aufrüstungsoptionen für die Roboter-Helfer. Leider haben diese Aufrüstungen kaum Auswirkungen aufs Gameplay und es fehlt dem Titel an technischer Perfektion: Die Ladezeiten sind extrem lang, gelegentliche Bugs stören den Spielverlauf und grafisch finden sich einige unschöne, verbesserungsbedürftige Passagen. Aufgrund dieser Schwächen kann ReCore seinen Charme leider nicht ganz entfalten, ist jedoch trotzdem ein umfangreiches und lustiges Spiel.