Die billiger.de Gesamtnote setzt sich zu gleichen Teilen aus Nutzerbewertungen und Testberichten zusammen.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Allgemein | |
| Marke | Sony |
| EAN | 0711719817765 |
| Gelistet seit | Februar 2015 |
| Ausführung | Box |
| Erscheinungsjahr | 2017 |
| Genre | Action, Rollenspiel |
| Max. Anzahl Spieler | 2 |
| Produkttyp | Standardedition |
| Publisher | Sony |
| Sprache | deutsch, englisch, französisch, italienisch |
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Alterseinstufung | |
| Altersfreigabe ab (Jahren) | 16 |
| Altersfreigabesystem | USK |
| PEGI-Freigabe ab (Jahren) | 18 |
In Nioh ist Amrita eine rätselhafte Masse, die auch ungeheure Kräfte besitzt und den laufenden Krieg gegen die Spanier zugunsten der einen oder der anderen Seite lenken kann. Der Protagonist William versucht alles um einen gewissen Alchimisten Edward ausfindig zu machen und so landet man im wundersamen Japan, wo die Leute aber peu á peu den Verstand verlieren und sich in hässliche Dämonen verwandeln. In düsteren Winkeln des Spielfeldes schafft die japanische Sagenwelt sich im Spiel irgendwie zu mengen. Die japanische Volkskunst stellt jedenfalls eine Erfrischung im Spielthemenbereich dar. Die atemberaubende, mystische Spielwelt bereitet eine Menge Spaß. Erfahrene Spieler können sich auf altbekannte Charakteren in neuem Gewand freuen. Frischen Wind bringt auch die KI, die Auseinandersetzungen möglichst realitätsnah gestaltet. Daher muss man sich stets auf die Handlung konzentrieren und nicht darauf zählen, dass der Sieg einem sicher ist. Die Bizarrerie der Charaktere zieht jeden auf die Seite des Spieles. Besonders interessant wird der Titel dadurch, dass man ein NPC mit seinem eigenen Gesicht begegnen könnte und wenn man es mit ihm aufnehmen kann, kann man auch die Ausrüstung des Gegners kriegen. Summa summarum bietet Nioh ein optisches Gesamtkunstwerk, dem an Spaßpotential nichts fehlt.
Das Grundkonzept des Action-Rollenspiels „Nioh“ mag an Genre-Hits wie „Dark Souls“ und Bloodborne erinnern, aber das Entwickler-Team Ninja hat keinen einfachen „Copy and Paste“-Versuch gestartet. Stattdessen ergänzen sie das Gameplay durch viele und vielfältige Charakter-Fähigkeiten sowie durch unterschiedliche Waffenarten. Der sogenannte KI-Pulse ist ein weiteres besonderes Highlight: Diese Ausdauerbalken leert sich nach jedem Schlag und regeneriert sich dann mit der Zeit. Sie motiviert, klug zu planen und auf das richtige Timing zu achten, denn ansonsten riskiert man einen Niederschlag. Die drei Nahkampfhaltungen sind ebenfalls in diversen Situationen taktisch zu gebrauchen und das Beutesystem belohnt den Spieler mit Item- und Power-up-Boni. Generell bietet „Nioh“ einen hervorragenden Anspruch für Genre-Profis und kann auch durch die prima eingefangene Japano-/Samurai-Atmosphäre punkten. Allerdings nerven die kaum durchdachte Menüstruktur und die Tatsache, dass lediglich ein Zwei-Spieler-Koop-Modus in puncto Multiplayer verfügbar ist. PvP-Modi kommen erst später zum Titel. Die Möglichkeit, Waffen auch selbst zu basteln, dürfte einen darüber hinaus aufgrund der schieren Auswahl an Optionen überfordern. Sieht man aber von diesen Mankos ab, geht es hier definitiv um eines der spannendsten und forderndsten RPG-Spiele auf dem Markt.
Sobald man angefangen hat Nioh zu spielen, möchte man den Controller nie wieder hergeben. Die Entwickler sorgen für ausreichend Spaß, während das Spiel eine Mischung aus Kampf, Forschung und unzähligen Beuten beherbergt. Den Spielern werden mehr als 60 Stunden Spielspaß mit hilfreichen Artikeln und Fähigkeiten, hervorragenden Bosskämpfen und einem brillanten taktischen Gefecht angeboten. Schade nur, dass der Anfang sehr langsam ist, die Story teilweise etwas durcheinander scheint und die angesammelte Beute nicht immer überschaubar ist. Trotz alledem ist das Nioh ein hervorragendes Spiel und hat zu Recht eine Auszeichnung verdient.
Nach dem Misserfolg von „Lords of the Fallen“ haben die Entwickler von Team Ninja ihre Hausaufgaben einigermaßen gemacht. „Nioh“ kommt schon näher an den Stil und Charme von „Dark Souls“ heran, ohne aber als kompletter Klon ohne eigenständige Ideen zu fungieren. Das Setting ist zum Beispiel einzigartig und fängt die Atmosphäre vom 1600er Japan prima ein. Die Story erzählt außerdem über einen Konflikt von mehreren unterschiedlichen Persönlichkeiten und setzt inszenatorisch auf gute Zwischensequenzen. Allerdings spielen historische Fakten hier eine wichtige Rolle, sodass Wissen über Japans Geschichte nötig ist. Die verschiedenen Bezeichnungen für die vielen Waffen, Kleidungsstücke und Gegenstände verlangen auch Eingewöhnung. Ein besseres Inventar hätte ebenfalls nicht geschadet. Rein spielerisch freuen sich „Dark Souls“-Fans ansonsten über das gewohnt komplexe, auf sorgfältiges Planen ausgelegte Kampfsystem. Das noch auffällige Monster- und Level-Recycling imponiert dagegen keinesfalls. Die exzellente Bildrate und die sehenswerten Animationen gefallen in puncto Präsentation, häufiger wirkt die Optik jedoch leider veraltet.