Nähmaschinen

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Ratgeber Nähmaschinen


Aktualisiert 30.04.2020 | Autor: Online-Redaktion

Wissen kompakt

Seitdem das Thema Do-It-Yourself bei sämtlichen Altersgruppen aktueller denn je ist, erfreuen sich Nähmaschinen wieder zunehmender Beliebtheit.  

Die Zeiten, in denen die kaputten Hosen der Großmutter zum Flicken gegeben wurden, sind längst vorbei. Heute ist es angesagt, das Loch selbst zu reparieren. 

Mal schnell ein kleines Täschchen oder ein Kissen zu nähen, stellt für viele kein Problem dar. Sogar komplette Kleidungsstücke selbst herzustellen, ist für einige zum kreativen Hobby geworden. 

In früheren Zeiten war modische Kleidung für die meisten nicht erschwinglich. Das Notwendigste wurde daher zu Hause geschneidert und genäht. Heute motiviert dagegen meist der Wunsch nach Individualität, sich an die Nähmaschine zu setzen. 
 

Folgende Tabelle verschafft Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Eigenschaften unterschiedlicher Nähmaschinen-Modelle:

Nähmaschinen-Produkttyp  Funktion Zielgruppe Durchschnittliche Kosten 
Freiarm-Nähmaschinen  Kleidung, enge Stellen z. B. Ärmel  Anfänger, Fortgeschrittene  80–4.000 €
Computer-Nähmaschinen  Kleidung, unterschiedliche Muster  Fortgeschrittene 200–8.000 €
Mini-Nähmaschinen  Einfaches Vernähen, Kissen  Einsteiger  30–100 €
Overlock-Nähmaschinen  Vernähen von Stoffrändern  Profis, Vielnäher 150–2. 000 €

Die Auswahl an Nähmaschinen ist vielfältig, vom günstigen und einfachen Anfänger-Modell bis hin zum sündhaft teuren Profi-Gerät ist alles dabei.

Diese Auswahl macht die Entscheidung für das richtige Modell nicht einfach. Deshalb haben wir für Sie in unserem nachfolgenden Kaufberater wichtige Kriterien und Informationen für den Kauf einer zu Ihren Bedürfnissen passenden Nähmaschine zusammengefasst.


Kaufberater

In unserem Kaufberater haben wir wichtige Entscheidungskriterien für Sie zusammengestellt, damit Sie das zu Ihnen passende Modell gezielt finden können.

Bedenken Sie beim Kauf einer Nähmaschine vor allem folgende Gesichtspunkte:

  • Das Modell sollte dem gewünschten Einsatzzweck entsprechen.
    Das Einsatzgebiet beeinflusst den Funktionsumfang, den Sie bei Ihrer Nähmaschine benötigen. Zum Nähen von Bekleidung benötigen Sie beispielsweise mehr Funktionen, als zum Nähen von Kissen.
  • Das Modell sollte an Ihren Erfahrungsgrad angepasst sein.
    Ihre neue Nähmaschine sollte mit Ihrem Funktionsumfang und Aufbau Ihrem Erfahrungsgrad beim Nähen entsprechen. 
  • Ein grober finanzieller Rahmen erleichtert die Auswahl.
    Die Preisspanne bei Nähmaschinen ist sehr groß: dabei hängt der Preis hauptsächlich vom Umfang der Ausstattung und der Funktionen ab. Die preiswertesten Modelle gibt es bereits unter 100 €. Sie können allerdings auch mehrere hundert Euro für eine Profi-Nähmaschine mit einem großen Umfang an Funktionen und Programmen ausgeben. Überlegen Sie deshalb bereits vorher, welchen Betrag Sie in das Gerät investieren möchten. 
  • Soll das Modell transportierbar sein oder hat es seinen festen Platz?
    Wenn Sie Ihre Nähmaschine z.B. mit auf Reisen nehmen wollen, empfiehlt sich eine Mini-Nähmaschine. Wenn Sie wenig Platz haben und die Nähmaschine vor und nach jedem Gebrauch vom Schrank transportieren müssen, sollten Sie auf leichtes Gewicht des Geräts achten. 

Nähmaschinen-Produkttypen

Aufgrund der technischen Weiterentwicklung der Nähmaschine in den letzten Jahrzehnten gibt es inzwischen verschiedene Produkttypen, in die sich die Modelle einordnen lassen:

Auf den Punkt!
  • Eine Freiarm-Nähmaschine besitzt einen Arm mit Fadenlauf- und Nadelsystem sowie einen schmalen Nähtisch. Freiarmnähmaschinen sind die Klassiker unter den Nähmaschinen.
  • Die Computer-Nähmaschine ist das Hightech-Produkt unter den Nähmaschinen. Auf ihrem integrierten Display lassen sich viele Einstellungen digital vornehmen. Viele Funktionen werden so entsprechend automatisch durchgeführt.
  • Mini-Nähmaschinen sind optimal für Einsteiger oder als Zweitmaschine geeignet. Sie sind mit eher wenigen Funktionen ausgestattet, können jedoch einfach transportiert werden.
  • Eine Overlock-Nähmaschine ist eine optimale Ergänzung zur klassischen Freiarmnähmaschine. Sie näht, schneidet und versäubert Nähte in einem Schritt. Für das Nähen mit einer Overlock sollte man allerdings bereits etwas Näh-Erfahrung besitzen.
Freiarmnähmaschine – der Klassiker

Freiarm-Nähmaschinen sind im Gegensatz zu Einbaunähmaschinen freistehend. Dadurch können Sie auch enges Nähgut, wie z.B. einen Ärmel, mühelos bearbeiten, indem Sie es rundum über die erhöhte Nähablage ziehen.

Mit Freiarm-Nähmaschinen können Sie ohne Probleme alle gängigen Stoffe vernähen.

Es sind verschiedene Ausführungen an Freiarm-Nähmaschinen erhältlich. Dabei reicht das Angebot von günstigen Anfängermodellen bis hin zu professionellen Nähmaschinen, die auch von Schneidereien benutzt werden. Meist ist der Umfang der vorhandenen Funktionen der größte Unterschied zwischen den Modellen.

Freiarm-Nähmaschinen können entweder per Computer oder mechanisch gesteuert werden. Aufgrund ihrer zahlreichen Funktionen sind computergesteuerte Freiarmnähmaschinen eher für fortgeschrittene Näher geeignet. Im Gegensatz zu den hochtechnisierten Modellen bieten mechanische Nähmaschinen dagegen die Gelegenheit, das Handwerk mit den richtigen Techniken und den passenden Stichen auf einer einfacheren Grundlage zu erlernen.
 

Eine Freiarm-Nähmaschine kostet je nach Ausstattung durchschnittlich etwa 80–4.000 Euro.

Computer-Nähmaschine – die umfangreiche Alternative für Technikbegeisterte

Im Gegensatz zu den mechanischen Modellen sind bei Computer-Nähmaschinen die Sticharten vorprogrammiert. Die Auswahl der programmierten Stiche ist meist sehr groß. Damit Sie dennoch einen Überblick über alle verfügbaren Sticharten haben, liegt der Nähmaschine meist eine Übersichtstabelle bei.

Die Bedienung und Einstellung gelingt zumeist über ein Display, das bei manchen Modellen sogar über eine Touchscreen-Funktion verfügt. Das Display besitzt daneben weitere praktische Funktionen, wie beispielsweise die Anzeige des zu wählenden Nähfußes.
 

Computer-Nähmaschinen haben relativ hohe Anschaffungskosten von etwa 200–8.000 Euro.

Wissenswert

Auch die Stickmaschine gehört zur Gattung der Computer-Nähmaschinen. Mit ihr können Sie Stickmuster automatisch in den Stoff einsticken lassen. Die Stickmuster können Sie entweder mit einer speziellen Software am Computer selbst erstellen oder aus dem Internet herunterladen. Somit sind Ihrer Kreativität kaum Grenzen gesetzt.

Mini-Nähmaschine – ideal für Einsteiger

Bei Mini-Nähmaschinen unterscheidet man grundsätzlich zwischen:

Handbetriebene Mini-Nähmaschine

Mini-Nähmaschinen, die von Hand betrieben werden, sind die kleinsten und preiswertesten Modelle. Sie bieten allerdings keine zusätzlichen Funktionen.

Im Gegensatz zu den anderen Nähmaschinen-Modellen besteht die handbetriebene Nähmaschine aus nur einem Faden. Dieser Faden wird auf eine Spule gewickelt, die Spule wird an der Seite des Geräts aufgesteckt. Der Faden wird bis durch das Nadelöhr eingefädelt.

Für die Entstehung der Naht gibt es 2 Möglichkeiten:

  • Durch einfaches Zusammendrücken
    Bei den ganz einfachen Modellen der Handnähmaschine erzeugen Sie durch das Zusammendrücken – ähnlich der Benutzung eines Tackers – eine Naht. Gleichmäßiges Zusammendrücken sorgt dafür, dass die Naht gerade und die Stichlänge möglichst gleichmäßig werden.
  • Durch Drücken eines Knopfes
    Einige Modelle haben einen Knopf, mit dem Sie die Naht erzeugen können. Dabei werden so lange Stiche erzeugt, wie Sie den Knopf gedrückt halten. Den Stoff müssen Sie manuell bewegen und dabei ebenfalls darauf achten, dass die Naht gerade wird. Die Modelle, bei denen Sie auf diese Weise eine Naht erzeugen, können Sie entweder mit 4 AA-Batterien oder mit einem Netzstecker betreiben.
Elektrische Mini-Nähmaschine

Eine elektrische Mini-Nähmaschine ähnelt äußerlich einer Freiarmnähmaschine und funktioniert auf dieselbe Weise. Sie ist, was die Größe und den Funktionsumfang angeht, lediglich etwas kleiner. Da sie über deutlich weniger Funktionen als eine Freiarm-Nähmaschine verfügt, ist sie preiswerter. Sie eignet sich gut als Einsteigergerät oder als Zweitmaschine. Sie bietet alle nötigen Programme und kann durch ihre Größe auch mal mit auf Reisen genommen werden.
 

Mini-Nähmaschinen sind relativ günstig. Sie kosten etwa 30–100 Euro.

Overlock-Nähmaschine – der perfekte Zusatz für Vielnäher und Profis

Eine Overlock-Nähmaschine ist speziell für das Vernähen von Stoffrändern gedacht. Overlock-Modelle wurden früher ausschließlich in Profi-Schneidereien genutzt, sind jedoch inzwischen auch bei Hobby-Näherinnen sehr beliebt. Neben dem Vernähen von Stoffrändern heftet und versäubert die Overlock-Nähmaschine diese auch. Außerdem beschneidet sie gleichzeitig die Nahtzugabe, so dass das Ergebnis eine professionell genähte, dehnbare Naht ist.

Der Stich, den die Overlock-Nähmaschine dafür verwendet, ist der sogenannte Overlock-Stich. Es gibt allerdings noch weitere Overlock-Sticharten, die bei gewöhnlichen Nähmaschinen zumeist nicht vorhanden sind. Darunter ist beispielsweise auch der Rollsaum, der für die Versäuberung von sehr feinen Stoffen z.B. Seide verwendet wird.
 

Overloock-Nahmaschinen erhalten Sie zu einem Preis von 150–2.000 Euro.

Wissenswert

Coverlock-Nähmaschinen

Auch Coverlock-Nähmaschinen dienen dazu, Kanten sauber zu vernähen. Sie nutzen allerdings eine etwas andere Technik. Der Faden wird von unten durch die Maschine geführt. Auf diese Weise kann die Maschine andere Stiche ausführen. Der Vorteil dieser Maschinen ist, dass durch den Coverlock eine etwas sauberere und schönere Naht entsteht, als durch die Overlock-Variante. Allerdings wird dieser Stich seltener verwendet und findet eher in den Details Anwendung. 


Funktionen

Modellunabhängig basiert das Entstehen der verschiedenen Nahtarten bzw. das Verbinden von Stofflagen auf einem System.

Die klassische Nähmaschine besitzt daher zumeist die folgenden Grundfunktionen:

Fadenspannung

Die richtige Spannung des Unter- und Oberfadens hängt von dem verwendeten Stoff ab. Je dicker und robuster der Stoff, desto straffer muss die Spannung sein und je dünner und empfindlicher der Stoff, desto lockerer die Spannung.

Der Oberfaden verläuft von der Garnrolle durch zwei Scheiben hinter dem Rädchen entlang, an dem Sie die Fadenspannung manuell einstellen können. Die Spannung des Unterfadens können Sie über eine Schraube an der Feder in der Spulenkapsel einstellen. 

Wenn Ihre Nähmaschine über die Funktion einer automatischen Fadenspannung verfügt, kann sie die Ober- und Unterfadenspannung automatisch einstellen, ohne dass Sie sich darum kümmern müssen. 

Doppelnadelfunktion

Mit der Doppelnadelfunktion bietet Ihre Nähmaschine die Möglichkeit, zwei Garnrollen statt nur einer einzusetzen. Im Gegensatz zur Naht mit einer normalen Nadel und einem Oberfaden gibt es bei der sogenannten Zwillingsnaht zwei Oberfäden und einen Unterfaden. Dies ermöglicht, eine dehnbare Naht zu produzieren, deren obere Seite aus zwei parallel verlaufenden, geraden Stichen besteht. Diese Naht wird auch Stretch- oder T-Shirt-Naht genannt, da sie gerne zum Säumen von Kanten bei Kleidungsstücken aus Jerseystoffen genutzt wird.

Die beiden Oberfäden verlaufen durch die beiden Nadelöhre der Zwillingsnadel, die über einen kleinen Balken an einem Kolben befestigt sind. Der Kolben wird wie bei einer normalen Nadel einfach in die Nähmaschine eingesetzt und befestigt.

Bevor Sie beginnen, mit der Zwillingsnadel zu nähen, müssen Sie die beiden Oberfäden zusammen durch die Fadenspannung ziehen und dann jeden Faden in eine der Nadeln einfädeln. 

Wissenswert

Die Zwillingsnadel muss dem verwendeten Stoff entsprechen. Wenn Sie z. B. einen elastischen Soff nähen wollen, benötigen Sie dafür auch eine Stretchnadel.

Spezielle Stretchnadeln haben zumeist einen Abstand von 2,5 mm bis 4 mm − normale Zwillingsnadeln von 1,4 mm bis 6 mm.

Knopflochautomatik

Mit Hilfe der Knopflochautomatik können Sie ein Knopfloch ganz einfach auf den Stoff anbringen.

Dafür gibt es gibt 2 Möglichkeiten:

  • Einstufen-Knopflochautomatik
    Die Einstufen-Knopflochautomatik ist die einfachste Möglichkeit, ein Knopfloch zu nähen. Je nachdem, welchen Knopflochfuß Sie verwenden, kann dieser sogar die Größe des Knopflochs ggf. automatisch anpassen. Sie müssen dann lediglich den Startpunkt auf dem Stoff markieren und das Knopfloch von Ihrer Maschine nähen lassen.
  • Vierstufen-Knopflochautomatik
    Verfügt Ihr Modell über eine Vierstufen-Knopflochautomatik, dann müssen Sie selbst zwischen den einzelnen Stufen hin und her schalten und die Schritte ausführen. Sie schalten immer einen Schritt weiter, wenn eine Seite fertig genäht wurde. Auch hier kommt es darauf an, welchen Knopflochfuß Sie verwenden. Wenn dieser die Größe des Knopflochs nicht automatisch anpassen kann, müssen Sie diese berechnen und Anfang und Ende des Lochs auf dem Stoff markieren.
     

Nähen Sie auf einem Stoffmuster ein Probeloch, damit Sie sehen, wie das Knopfloch aussieht und probieren können, ob der Knopf durchpasst. Damit Sie beim Auftrennen des Knopflochs wirklich nur das Loch öffnen, können Sie das Ende mit einer Stecknadel verriegeln.

Beispiel

Berechnung der Knopflochlänge:

Die Länge des Knopflochs können Sie mit einer einfachen Formel berechnen:

Knopflochlänge = Knopfdurchmesser + Knopfhöhe (ohne Öse) + 3 mm Zugabe.

Wenn also der Knopf, den Sie für Ihr Knopfloch verwenden, einen Durchmesser von 20 mm und eine Höhe von 3 mm hat, beträgt die Länge des Knopflochs [20 mm + 3 mm + 3 mm] 26 mm.

Nachdem Sie das Knopfloch mit der Einstufen- oder Vierstufen-Knopflochautomatik angebracht haben, müssen Sie das Loch anschließend nur noch mit einem Naht-Trenner oder einer Schere auftrennen.

Nadelstopp oben/unten

Mit der Funktion Nadelstopp oben/unten können Sie entscheiden, ob die Nadel oben oder unten stoppen soll, wenn Sie die Maschine anhalten. Wenn die Nadel oben stoppt, dann bleibt sie über dem Stoff und berührt diesen nicht. Bei einem Nadelstopp unten bleibt die Nadel im Stoff stehen. Das hat den Vorteil, dass Sie ganz leicht um eine Ecke nähen können, indem Sie den Stoff einfach um 90° um die eingesteckte Nadel drehen.

Regulierbarer Nähfußdruck

Der Druck des Nähfußes erzeugt einen Gegendruck zum Transporteur an der Unterseite, damit dieser mit seinen kleinen Verzahnungen den Stoff transportieren kann. Bei elastischen Stoffen führt ein zu hoher Nähfußdruck jedoch oft zu unerwünschten Wellen im Stoff. Deshalb ist der Nähfußdruck zumeist regulierbar. So kann dieser auf die jeweiligen speziellen Stofferfordernisse angepasst werden. 

Wissenswert

Dicke und unelastische Stoffe, wie beispielsweise Jeans, benötigen einen hohen Nähfußdruck, wohingegen elastische, dünne und empfindliche Stoffe, wie beispielsweise Seide, einen geringeren Nähfußdruck benötigen.

Rückwärtsnähen

Am Gehäuse der Nähmaschine ist zumeist ein Hebel oder eine Taste angebracht, die Sie betätigen müssen, um Ihre Nähmaschine in den Nährückwärtsgang zu setzen. Das Rückwärtsnähen ist am Anfang und am Ende einer Naht wichtig, um diese zu vernähen.

Gekennzeichnet ist die Taste oder der Hebel meist mit einem solchen Pfeil:

Transporteur

Mit dem Transporteur wird der Stoff über die Nähfläche transportiert. Der Transporteur besteht aus einem verzahnten Lappen, der durch die Höhenverstellbarkeit für den Vorschub des Stoffes sorgt. Er bewegt sich auf einer beweglichen Schiene.

Stichprogramme

Zumeist hat eine Nähmaschine mehrere Stichprogramme zur Auswahl, sodass Sie für alle Nahtarten den passenden Stich auswählen können. Bei vielen Sticharten gibt es zusätzlich die Möglichkeit, die Stiche nach Wunsch anzupassen, z.B. mit unterschiedlichen Stichlängen.

Die wichtigsten Stichprogramme sind:

  • Geradstich
    Der Geradstich ist der am häufigsten verwendete Stich. Er kann für fast alle Näharbeiten und Stoffe verwendet werden. Oft können Sie zwischen einer mittigen und einer seitlichen Nadelposition und unterschiedlichen Stichlängen wählen.
  • Zickzack-Stich
    Der Zickzack-Stich wird wie der Geradstich dazu verwendet, um Stoffe zusammenzunähen. Allerdings eignet er sich auch sehr gut, um Nähte zu versäubern, da er das Ausfransen der Stoffkanten verhindert. Auch hier gibt es meist verschiedene Ausführungen, die sich durch die Stichlänge und die Breite der Zacken unterscheiden
Wissenswert

Zickzack-Stiche eignen sich gut für das Zusammennähen elastischer Stoffe, da die Naht im Gegensatz zu einer Geradstich-Naht sehr viel dehnbarer ist.

Austattung

Es gibt viele nützliche Features, die Ihnen das Nähen erleichtern können und es so zu einem noch schöneren Hobby machen.

Mit folgenden Features könnte Ihre Nähmaschine ausgestattet sein:

Display

Zumeist verfügen Nähmaschinen nur dann über ein Display, wenn sie sehr viele Programme haben, wie es beispielsweise bei Computer-Nähmaschinen der Fall ist. 

Wenn es sich bei Ihrer Nähmaschine um eine Stickmaschine handelt, können Sie über das Display das Stickmuster auswählen bzw. Ihre eigenen Entwürfe anzeigen lassen. 

Zusätzlich ist es möglich, dass das Display über Störungen der Nähmaschine informiert. Beispielsweise kann es anzeigen, wenn der Unterfaden verbraucht ist.

Shopping Tipp

Nähmaschinen mit Display sind oft etwas teurer, was allerdings auch am Umfang der Funktionen und Programme der entsprechenden Maschinen liegt.

Fadenschneider

Um den überschüssigen Faden ganz einfach abschneiden zu können, ohne jedes Mal zur Schere greifen zu müssen, gibt es 2 Möglichkeiten:

  • Separat angebrachter Fadenschneider
    Ein separat angebrachter Fadenschneider besteht aus einem kleinen Haken mit einer scharfen Kante, der sich am Gehäuse befindet. Um den Faden daran abzuschneiden, müssen Sie ihn einfach über die scharfe Kante nach unten ziehen.
  • Integrierter Fadenschneider
    Wenn Ihre Nähmaschine einen integrierten Fadenschneider besitzt, müssen Sie lediglich auf den Knopf mit dem Scheren-Symbol drücken, damit er automatisch von der Nähmaschine abgeschnitten wird.
Integrierter Nadeleinfädler

Einen Faden durch das winzige Nadelöhr einzufädeln, kann sehr nervenaufreibend sein. Manche Modelle haben deshalb einen integrierten Nadeleinfädler, mit dem das Einfädeln schnell und einfach erledigt ist. Falls Ihre Maschine keinen integrierten Nadeleinfädler besitzt, können Sie sich für wenig Geld auch einen manuellen Nadeleinfädler zulegen.

Das automatische Einfädeln funktioniert zwar je nach Maschinen-Hersteller etwas anders, basiert aber auf demselben Prinzip:

Häufige Fragen

Was Sie schon immer zur Verwendung von Fernsehern wissen wollten, haben wir an dieser Stelle für Sie zusammengefasst. Unsere FAQ-Sammlungen basieren hierbei auf dem Wissensbedarf anderer Käufer von Fernsehern.

Benutzung

Es gibt viele verschiedene Näh-Garne zu kaufen, die sich für unterschiedliche Zwecke und Stoffe eignen. Die gängigsten Garne sind:

  • Baumwollgarn
    Garn aus Baumwolle wird hauptsächlich für das Nähen von Baumwollstoffen verwendet. Baumwollgarn sieht als Naht schöner aus als Polyestergarn, allerdings reißt es dafür schneller, da es nicht elastisch ist.
  • Polyestergarn
    Polyestergarn ist aufgrund der höheren Elastizität reißfester als Baumwollgarn. Sie können es vor allem für dehnbare, aber generell für alle Stoffarten verwenden.
  • Polyamidgarn/Nylongarn
    Garne aus Polyamid oder Nylon lassen kein Wasser nach innen eindringen, Wasserdampf kann dagegen nach außen treten. Diese Garne werden hauptsächlich für Sportkleidung und wetterfeste Kleidung genutzt.

Die Rückwärts-Taste wird benötigt, um eine Naht am Anfang und am Ende zu vernähen und damit zu festigen.

Shopping Tipp

Gerade für Viel-Näher lohnt sich die Investition in hochwertige Garne. Diese sind zumeist reißfester und gleichmäßiger als preiswerte Garne. 

Funktionalität

Grundsätzlich besteht eine Nähmaschine aus 2 Fäden, dem Oberfaden und dem Unterfaden. Diese bilden, indem sie ineinander auf eine spezielle Weise verschlungen werden, eine Naht: Der Oberfaden wird in den oberen Fadenlauf und das Nadelöhr eingefädelt, wohingegen der Unterfaden auf eine Spule gewickelt und unter dem Nähtisch eingesetzt wird. Die Nähmaschine verknüpft dann diese beiden Fäden miteinander und es entsteht eine Naht.

Eine Folge von „Die Sendung mit der Maus“ erklärt hier genau, wie eine Nähmaschine die beiden Fäden verknüpft und wie daraus eine Naht entsteht:

Über das Fußpedal erfolgt die Steuerung der Nähmaschine. Es ist über ein Kabel an das Gehäuse angeschlossen. Dadurch, dass die Strommenge, die in die Nähmaschine abgegeben wird, genau gesteuert werden kann, können Sie die Nähgeschwindigkeit kontrollieren. So erhöht sich die Geschwindigkeit, wenn Sie stärkeren Druck auf das Pedal ausüben und sie verringert sich, wenn Sie mit dem Druck nachlassen.

Tipp

Vor allem für Anfänger ist eine langsame Nähgeschwindigkeit wichtig, um sich an die Nähmaschine zu gewöhnen.

Gewicht

Die Gehäuse von Nähmaschinen werden inzwischen überwiegend aus Plastik hergestellt, dadurch sind sie deutlich leichter geworden. Eine klassische Freiarm-Nähmaschine in durchschnittlicher Größe wiegt zwischen 5 und 10 kg.

Wissenswert

Das Gewicht einer Nähmaschine ist u.a. auch vom Produkttyp abhängig. Eine Mini-Nähmaschine wiegt beispielsweise weniger als eine große Freiarm-Nähmaschine oder eine Overlock-Maschine.

Kauf

Ob Sie sich eine Overlock-Nähmaschine kaufen sollten, kommt ganz darauf an, was Sie nähen möchten. Zu beachten ist bei einer Overlock-Maschine, dass sie nicht dieselben Funktionen wie eine Freiarm-Nähmaschine besitzt, sondern diese mit speziellen Möglichkeiten des Nähens ergänzt.

Eine der spezifischen Eigenschaften einer Overlock ist, dass sie in einem Vorgang näht, schneidet und versäubert. Die Nähte einer Overlock haben daher ein professionelles Nahtbild. Allerdings ist es mit ihr beispielsweise nicht möglich, ein Knopfloch anzunähen.

Wenn Sie also eine Ergänzung zu Ihrer Nähmaschine wünschen, um Nähte professionell zu versäubern, lohnt sich der Kauf einer guten Overlock als Zweitmodell.

In unserem Kapitel Produkttypen erhalten Sie mehr Informationen zu Overlock-Nähmaschinen.

Preis

Auch bei einer Nähmaschine für Anfänger variieren Funktionen und Ausstattungsmerkmale sehr, sodass es preislich deutliche Unterschiede gibt. Wenn Sie zum Beispiel ein Modell möchten, mit dem Sie einfache Nähte problemlos nähen können, ist ein solches schon für unter 100 € erhältlich. Wenn Sie möchten, dass Ihre Nähmaschine ein paar Funktionen und Stichprogramme mehr mitbringt, sollten Sie für ein solides Modell mit mehreren hundert Euro rechnen.

Transport

Bei einigen Modellen ist eine Transporthülle oder ein Transportbehälter im Lieferumfang enthalten. Zusätzlich besitzen manche Nähmaschinen einen Tragegriff, mit dem Sie das Gerät einfach in den Behälter stellen können.

Zubehör

Viele Teile des Nähzubehörs, wie beispielsweise Nadeln, Nähfüße und Spulen, sind meist bereits im Lieferumfang der Nähmaschine enthalten. Das hat den Vorteil, dass es sich um Original-Teile vom Hersteller handelt und sie optimal zu Ihrer Maschine passen. Zubehör-Teile werden für alle Näharbeiten mit Ihrer Maschine unbedingt gebraucht.

Weiteres Näh-Zubehör, das nicht direkt mit der Maschine zusammenhängt, gibt es oftmals als Zubehör-Set. In diesen Sets finden Sie beispielsweise eine Stoffschere, diverse Nadeln, einen Nahttrenner und ein Maßband. Diese Zubehör-Teile sind für Ihre Näharbeit sehr hilfreich. 

Zusätzlich gibt es weiteres Näh-Zubehör, das nicht zwingend erforderlich ist, Ihnen die Näharbeit jedoch ebenfalls erleichtert. Dazu gehören zum Beispiel ein Bügeleisen sowie eine Schneiderpuppe und Schneidematte.

Shopping Tipp

Um Ihr Näh-Zubehör und die Utensilien an einem Ort aufbewahren zu können, ist ein Nähkasten sehr praktisch. So müssen Sie nicht nach den einzelnen Utensilien suchen.

Mehr Informationen rund um das Thema Näh-Zubehör haben wir in dem entsprechenden Kapitel für Sie zusammengefasst.


Online-Redaktion

Unsere Leidenschaft für das Online-Shopping und für Texte leben wir in der Online-Redaktion jeden Tag aufs Neue gemeinsam aus. Unser Ziel haben wir dabei immer fest im Blick: Ihnen beim Kauf des richtigen Produkts hilfreich zur Seite zu stehen.


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