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Ratgeber Installationszubehör


Ratgeber Installationszubehör


Im Bereich der Sanitärinstallation ist neben den Elementen der Badkeramik wie Waschbecken, Duschbecken oder WC zahlreiches Installationszubehör erforderlich. Teilweise ist erforderliches Zubehör, wie Siphons oder Befestigungsmittel, im Lieferumfang enthalten. Häufig muss das Sanitärzubehör jedoch extra bestellt werden, zum Beispiel bei unkonventionellen Sonderlösungen, die Zusatz- oder Sonderelemente benötigen.

Damit sanitäre Anlagen fehlerfrei funktionieren, wird Wasser benötigt. Der Zulauf erfolgt in der Regel über geringe, der Ablauf über größere Querschnitte. Neben den Leitungen und Rohren selbst sind Dichtungen, Muffen und Ablaufgarnituren erforderlich. Für den Geruchsverschluss sorgt ein Siphon, der in verschiedenen Varianten ausgeführt werden kann. Auch hinsichtlich des Materials gibt es Unterschiede. So gibt es Zubehör aus Kunststoff und Metall.

Zuleitungen für Warm- und Kaltwasser

Als Anschluss an die Wasserhähne in Waschbecken oder Badewanne, aber auch für den Wasserspülkasten der Toilette oder die Waschmaschine sind Zuleitungen erforderlich. Über sie wird aus der Hauptwasserleitung das benötigte Wasser abgezweigt und zu den Armaturen geleitet. Mit modernen DIY-Systemen kann der geschickte Heimwerker die Zuleitungen heute leicht selbst montieren. Werden mehrere Anschlüsse benötigt, dann werden Verteiler in das Wassersystem eingeschaltet. Moderne Trinkwasserleitungen im Wohnungsbau besitzen kleine Querschnitte, die Drücken zwischen drei und sechs Bar standhalten. Verwendete Werkstoffe sind

- Kupfer
- Nichtrostender Stahl
- Kunststoff
- Kunststoffverbundmaterialien

Weiterhin werden für den Trinkwasseranschluss Eckventile benötigt. Das Eckventil dient als Absperrventil am Rohrstutzen in der Wand. Die Rohrleitungen zu den Armaturen werden an die Ventile angeschlossen, Warm- und Kaltwasseranschluss können so individuell geregelt werden. Da die Wasserführung in der Wand meist um die Ecke geht, ist die Bezeichnung Eckventil entstanden.

Ablaufgarnituren und Siphon

Für Badewanne, Dusche, Waschbecken und Waschtisch werden sogenannte Ablaufgarnituren benötigt. Der Ablauf befindet sich beim Waschbecken mittig, bei Badewannen meist an einer Seite, bei der Dusche im Eckbereich. Über das Ablaufventil wird das Wasser aus dem Becken in das Abwassersystem geleitet. Herkömmliche Ablaufgarnituren arbeiten mit Zugstangen hinter dem Wasserhahn. Über diese Stangen können die Ablaufstutzen geöffnet oder geschlossen werden. Moderne Ablaufgarnituren arbeiten mit einer Drucköffnung.

Die Ablaufgarnitur führt direkt in den Siphon. Ein Siphon besteht aus mehreren ineinander gesteckten oder geschraubten Rohrteilen, Anschlüsse sind mit Dichtungen abgedichtet. Sie dienen einerseits dem Ablauf des Wassers und bilden andererseits einen Geruchsverschluss. Unterschieden werden zwei Siphonformen.

- Der Röhren-Siphon besitzt ein U-förmiges Abflussrohr. Der untere Bereich des U‘s ist stets mit Wasser gefüllt, so wird verhindert, dass Gerüche aus dem Schmutzwassersystem durch den Ablauf ins Bad gelangen.

- Tassen-Siphons sind mit abnehmbaren Behältern ausgestattet. Der Behälter zeigt vom Ablaufrohr im rechten Winkel nach unten und fängt groben Schmutz auf. So wird ein Verstopfen des Abflusses verhindert.

Moderne Waschbecken mit Ablauf besitzen weiterhin eine Überlaufgarnitur. Diese ist in Form eines kleinen Loches im oberen Bereich des Waschbeckens sichtbar und verhindert, den Überlauf des Beckens. Das Wasser wird durch die Öffnung über ein Rohrstück zurück in das Abflussrohr und damit in die Kanalisation geleitet.

Fußgestelle im Sanitärbereich

Bade- und Duschwannen müssen im Badezimmer stabil und sicher aufgestellt werden. Anschließend werden sie verkleidet oder eingemauert. Für sicheren und waagrechten Stand sorgen passgenaue Fußgestelle, die in den verschiedensten Ausführungen erhältlich sind. Damit das Fußgestell zur Badewanne oder dem Duschbecken passt, müssen folgende Punkte berücksichtigt werden.

- Ist das Fußgestell für das Material des Beckens (Acryl oder Stahl) geeignet?

- Passt das Fußgestell zur Form der Duschwanne oder der Badewanne?

In die Waage gebracht werden die Wasserbecken durch einzeln verstellbare Füße, schallgedämmte Füße verhindern die Körperschallübertragung in untere Geschosse. Als Alternative zum Fußgestell können Wannenträger verwendet werden. Diese Träger sind allerdings nicht individuell höhenverstellbar und eignen sich deshalb meist nur für das genormte Badezimmer.

Installationszubehör für die Dusche

Welches Installationszubehör für den Einbau einer Dusche erforderlich ist, hängt insbesondere von der Konstruktion der Dusche selbst ab. Üblich sind Duschwannen, die auf Wannenträgern oder Fußgestellen installiert und anschließend verkleidet werden. Der Ablauf erfolgt über eine Ablaufgarnitur. Eine Alternative für bodengleich eingebaute Duschen ist eine Duschrinne. Duschrinnen sind in unterschiedlichen Längen erhältlich, mittig ist ein Abfluss mit Siphon installiert. Der Vorteil der Duschrinne ist die leichte Reinigung, die Rinne wird in den Bodenbelag eingearbeitet. Weiteres Zubehör für die Dusche sind Armaturen, Thermostat, Brausestange, Brauseschlauch und Duschkopf.

Thermostate für die richtige Temperatur

Armaturen im Bad werden in drei verschiedenen Formen eingebaut. Man unterscheidet

- Einhebelmischarmatur oder auch Einhandmischarmatur
- Zweigriffmischarmatur
- Thermostatarmatur

Insbesondere für Badewanne und Dusche sind Thermostatarmaturen gut geeignet. Das integrierte Thermostat ermöglicht eine Voreinstellung der Wassertemperatur. Dies verhindert Verbrühungen durch zu heißes Wasser. Vor allem Kinder und alte Menschen profitieren von diesen Vorzügen. Thermostate können komplett mit einer entsprechenden Armatur oder als Einzelteil in Form einer Thermostatbatterie bezogen werden.

WC-Hebeanlagen

WC-Hebeanlagen sind erforderlich, wenn die Toilette unterhalb der sogenannten Rückstauebene installiert wird. Die Hebeanlage transportiert das Abwasser auf Höhe der Kanalisation und leitet es dorthin ab. Andernfalls kann bei starken Regenfällen das Abwasser über den Abfluss von der Kanalisation in das WC oder Badezimmer gedrückt werden. Über eine Pumpe oder einen Druckluftheber wird das Wasser nach oben transportiert. Damit es keinen Rückstau aus dem Kanal gibt, ist ein Rückstauventil eingebaut. Hebeanlagen für das Einfamilienhaus lassen sich leicht installieren. Die Geräte arbeiten leise und zuverlässig und können häufig in der Vorwandinstallation untergebracht werden.

Abwasserrohre – vom Badezimmer in die Kanalisation

Abwasserrohre im Badezimmer müssen bestimmten Normen entsprechen. Im Einfamilienhaus werden häufig Kunststoffrohre verwendet, man unterscheidet drei verschiedene Rohrtypen, die nach ihrer Temperaturbeständigkeit eingeteilt werden.

- Das HT-Rohr besteht aus schwarzem Polyethylen und hält Temperaturen bis 130 Grad stand. Die Rohre sind leicht und durch ein Steckmuffensystem einfach zu verlegen. Das Material ist säure- und laugenfest und für alle Abwasserarten im Haus geeignet.

- KG-Rohre werden oft auch als PVC-Kanalrohre bezeichnet. Sie vertragen Temperaturen bis 60 Grad und sind meist orangebraun. Sie sind in den Querschnitten DN50 bis DN100 erhältlich, die Einzelstücke sind über abgedichtete Steckmuffen verbunden.

- Schallschutzrohre sind Kunststoffrohre mit mineralfaserverstärkter Wandung. In Gebäuden mit erhöhten Schallschutzanforderungen werden diese Rohre im Innenbereich verlegt.

Im Zusammenhang mit der Entwässerung ist auch die Entlüftung relevant. Jede Fallleitung für Abwasser muss über das Dach geführt und entlüftet werden. Die Aufgabe der Lüftung ist die Ableitung von Kanalgasen und die Vermeidung von Über- oder Unterdruck im Rohrsystem. Neben der Hauptlüftung sind auch Neben- oder Sammellüftungen zulässig, geregelt sind die Lüftungssysteme in der DIN EN 12056-2, Abschnitt 4.
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