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Plattenspieler (1 - 30 von 398)

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Antriebsart
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Die Antriebsart eines Plattenspielers entscheidet darüber, wie der Plattenteller in Bewegung versetzt wird. Beim Direktantrieb wird diese Bewegung direkt durch die Achse des Plattentellers erzeugt, beim Riemenantrieb erfolgt die Drehung durch Kraftübertragung per Gummiriemen. Beim Reibradantrieb arbeitet ein Gummirad. Moderne Plattenspieler sind häufig quarzgesteuert.

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Bedienungsart
Bedienungsart

Beim manuellen Plattenspieler muss man den Tonarm von Hand an den Anfang der Platte legen und er erkennt auch das Ende der Platte nicht. Beim halbautomatischen Plattenspieler wird das Ende der Platte erkannt und der Tonarm fährt automatisch zurück, jedoch muss zum abspielen der Tonarm von Hand auf die Platte gesetzt werden. Beim vollautomatischen Plattenspieler wird, wie der Name schon sagt, alles automatisch vom Plattenspieler erledigt.

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Abspielgeschwindigkeiten
Abspielgeschwindigkeiten

In der Regel können Plattenspieler Schallplatten mit zwei Geschwindigkeiten abspielen: 33 ⅓ U/min (Umdrehungen pro Minute) und 45 U/min . Seltener ist auch ein Abspielen von älteren Platten mit 78 U/min oder 16 ⅔ U/min möglich.

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Dual CS 455-1 EV
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Breite
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Farbe
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Bedienungsart
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Antriebsart
Direktantrieb
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manuell
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Quarzgesteuert, Direktantrieb
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Antriebsart
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Plattenspieler – der Himmel für Vinylfreude

Der Plattenspieler strahlt eine merkwürdige Anziehungskraft aus: Wenn man ihn und die sich darauf drehende Schallplatte so betrachtet, wird man in die „gute alte Zeit“ versetzt, in der Digitalisierung noch ein Fremdwort war und der Ton rein analog in unseren Wohnzimmern verbreitet wurde. Vinyl, also der Stoff aus dem die Schallplatten sind, ist eben ein ganz anderes Medium als eine kalte und glänzende CD. Ganz zu schweigen von den virtuellen Formaten wie MP3, die natürlich überhaupt keine Ausstrahlung besitzen. Der Plattenspieler ist eine Technologie aus einer anderen Zeit.

Im 19. Jahrhundert entstanden einige Technologien zur Schallaufzeichnung (unter anderem der mit Schallzylindern arbeitende Phonograph des großen Erfinders Thomas Alva Edison). 1887 wurde das Grammophon des deutschen Auswanderers Emil Berliner in den USA zum Patent angemeldet: Hier wurde der Ton statt auf Walzen wie bei den Vorgänger-Technologien auf Scheiben übertragen. Emil Berliner prägte auch den Begriff der „Schallplatte“.

Die Entwicklung schritt stetig voran und die Größe und Spieldauer der Schallplatten stieg an. Noch bestanden sie aus dem zerbrechlichen Schellack, die sich mit 78 Umdrehungen pro Minute auf dem Grammophon drehten. Das uns heute noch bekannte Vinyl verdrängte die Schellack-Platte erst Mitte der 50er-Jahre vom Markt.

Die Grammophone-Technik macht vor allem durch den 1898 erfundenen Federmotor immer weitere Fortschritte. Durch Preissenkungen fand das Grammophon immer mehr Freunde und eroberte langsam aber sicher die Welt. Spätestens in den 30er-Jahren führten die elektrisch angetriebenen Grammophone den Siegeszug fort und in dieser Zeit setzte sich dann auch der neue Begriff „Plattenspieler“ durch.

Kein Halten mehr gab es dann in den 50er-Jahren mit der Einführung der Vinyl-Schallplatte. Diese konnten jetzt sogar Stereo-Signale wiedergeben – die große Zeit der Hi-Fi-Anlagen begann. Keine Anlage ohne Plattenspieler, das war (trotz Tonbandgeräten und Kassettenrekordern) bis in die 80er-Jahre einfach Pflicht.

Dann kam die CD und mit ihr der Siegeszug der CD Spieler. Für Vinyl-Freaks war der CD Player aber keine Alternative, da sie auf den warmen Klang des Plattenspielers schworen. Der Großteil der Konsumenten stieg aber bereitwillig auf das neue Medium um – schließlich hatte es auch einige Vorteile: Platzersparnis, so gut wie keine Abnutzung des Tonträgers und viel mehr Platz für Musik als auf einer Schallplatte – während die nämlich schon bei gut 50 Minuten schlapp machte, passten auf eine CD bis zu 80 Minuten Musik ohne Klangeinbußen.

Heutzutage führt der Schallplattenspieler eher ein Schattendasein – CDs und MP3s sind ihm verkaufstechnisch weit voraus. Keinem anderen Gerät wie dem Plattenspieler und keinem anderem Medium wie der Schallplatte wird aber so viel Zuneigung entgegengebracht. Nostalgiker und Soundfetischisten schwören auf die alte Technologie. Auch viele DJs wollen nicht ohne Plattenspieler arbeiten – für sie ist der Plattenspieler ein Instrument, mit dem sie ihre Musik erstellen bzw. verfremden können.

Funktionsweise des Plattenspielers
Wie kommt denn nun der Sound von der Schallplatte auf den Platten-Spieler und letztendlich an unser Ohr? Die Tonsignale sind auf der Schallplatte in einer spiralförmigen Rille, die sich vom Rand bis zum Mittelpunkt der Platte zieht, gespeichert. Früher beim Grammophon wurde der gespeicherte Ton durch einen Schalltrichter verstärkt. Beim Schallplattenspieler geschieht dies elektrisch.

Der Tonabnehmer, auch Nadel genannt, tastet die Rillen der Schallplatte ab. Häufig sind die Nadeln aus Saphir oder Diamant. Die Schwingungen werden von der Nadel aufgenommen und dann im Tonabnehmer in elektrische Wellen umgewandelt. Letztlich ist noch ein Verstärker nötig, der die Signale lauter und damit hörbar macht.

Die Nadel hängt an der Spitze des Tonarms, der durch ein Gegengewicht in der Balance gehalten wird. Meist lässt sich dieses Gegengewicht verstellen. Der sogenannte Radial-Tonarm besitzt eine feste bewegliche Achse im hinteren Teil des Plattenspielers. Tangential-Tonarme arbeiten dagegen auf einer beweglichen Schiene, die den Tonabnehmer parallel zum Radius der Plattentellers bewegt.

Die verschiedenen Plattenspieler Typen
Wichtig bei einem Plattenspieler ist das schnelle Anlaufen des Plattentellers. Ebenso von großer Bedeutung ist aber auch die genaue Regulierung der Drehzahl und das die vom Motor erzeugten Vibrationen kaum hörbar sind.

Es gibt im Prinzip drei verschiedene Antriebstechniken für einen Plattenspieler: Der Reibradantrieb ist der qualitativ schlechteste dieser drei. Hier treibt ein Motor ein Gummirad an, das dann die Drehung auf den Plattenteller überträgt. Es können verschiedene Abspielgeschwindigkeiten durch eine Höhenverstellung des Reibrads eingestellt werden. Leider kommt es hier oft zu Vibrationen, die der Tonabnehmer übertragen kann – es entstehen Störgeräusche. Auch dies ein Grund, warum der Reibradantrieb bei Plattenspielern nicht mehr oft eingesetzt wird.

Beim Riemenantrieb wird die Motorkraft durch einen flachen Riemen aus Gummi auf eine Walze unterhalb des Plattentellers übertragen. Bei High-End Plattenspielern befindet sich diese Walze auch oft am Rand des Plattentellers. Bei dieser Technik kommt es zu viel weniger Störgeräuschen als beim Reibradantrieb, da der Motor nicht direkt mit dem Plattenteller verbunden ist. Hier gilt: Je schwerer der verwendete Plattenteller, desto weniger kommt es zu störenden Vibrationen. Diese Technologie wird auch heutzutage noch oft bei Plattenspielern verwendet. Ein Nachteil des Riemenantriebs ist allerdings, dass der Riemen bei starker Beanspruchung verschleißen kann und dann erneuert werden muss.

Beim Direktantrieb wird der Plattenteller durch einen Antriebsmotor in Bewegung gesetzt. Diese Art Antrieb wird vor allem in der DJ-Szene benutzt – die Hochlaufzeit ist sehr kurz und vor allem sind die Gleichlaufwerte hervorragend. Für Scratchen und Mixen sind sie besonders gut geeignet, da sie schnell auf Geschwindigkeitsänderungen reagieren. Dafür ist diese Art der Manueller-Plattenspieler aber auch recht teuer.

Plattenspieler gibt es als vollautomatische und halbautomatische Modelle: Bei der Halbautomatik muss der Tonarm auf die Schallplatte gesetzt werden, bei der Vollautomatik genügt ein Druck auf den Startknopf.

Wer will kann sich auch einen Plattenspieler zulegen, der Schallplatten direkt auf eine Speicherkarte oder USB-Stick aufnimmt. Die Platten werden so digitalisiert und liegen im MP3-Format vor.

Und wer ganz viel Liebe zum Plattenspieler empfindet verfügt, kann sich mit einem Laserplattenspieler anfreunden: Hier werden die Schallplattenrillen berührungsfrei durch eine Lasereinheit abgetastet. Es kommt zu keinerlei Verschleiß auf Seiten der Schallplatte – allerdings muss der Geldbeutel hier ungeheuer leiden, da ein Laserplattenspieler an die 10.000 Euro kostet.

Plattenspieler – auch heute noch relevant
Natürlich ist es praktischer, auf CDs Musik zu hören oder ganz auf ein virtuelles und komprimiertes Format wie MP3 umzusteigen. Beim Plattenspieler und bei Schallplatten kommt aber noch ein haptisches Moment dazu: Man kann zuschauen, wie sich die Platte auf dem Plattenteller dreht, man hat ein riesiges LP-Cover in der Hand, das oft mit kunstvollem Artwork aufwarten kann. All dies bekommt man bei den neuen Technologien nicht. Und wenn man Analog-Fetischisten Glauben schenken mag, kriegt man mit Plattenspieler und Vinyl einen warmen Klang geliefert, der in der digitalen Welt gar nicht möglich ist.

Der Plattenspieler wird nicht aussterben – ganz im Gegenteil: In letzter Zeit erlebt er eine regelrechte Renaissance, auch bei Musikfreunden jüngeren Semesters. Keiner will so richtig auf die wundervoll altmodische und analoge Technologie verzichten.
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