Die billiger.de Gesamtnote setzt sich zu gleichen Teilen aus Nutzerbewertungen und Testberichten zusammen.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Allgemein | |
| Marke | Koei |
| EAN | 5060327532306 |
| Gelistet seit | November 2014 |
| Ausführung | Box |
| Erscheinungsjahr | 2015 |
| Genre | Action, Rollenspiel, Strategie, Beat-em up |
| Produktlinie | Dynasty Warriors |
| Produkttyp | Standardedition |
| Publisher | Koei Tecmo / Koch Media |
| Sprache | deutsch, englisch, japanisch |
| Alterseinstufung | |
| Altersfreigabesystem | USK |
Selbst Fans des Franchises werden die enttäuschende technische Leistung von Dynasty Warriors 8 Empires kaum ertragen. Es geht hier um ständige Pop-Ins, immer aufploppende Objekte sowie komplette Performance-Einbrüche und das auf der neuen Konsolengeneration. Ohnehin gehört die Grafik einer vergangenen Ära genauso wie der E-Gitarren-Soundtrack. Spielerisch mischt der Titel Taktik- und Action-Elemente dagegen erfolgreich und bewerkstelligt eine aufsteigende Management-Verantwortung im Laufe des Spiels. Problematisch ist der nahezu fehlende Tiefgang aber: Viele wirtschaftliche und Regierungsfeatures wirken zum einen undurchdacht, zum anderen fallen die Kampfmechaniken flach aus – zum Beispiel der zweite Spieler im Multiplayer fungiert eher als Assistent statt als gleichberechtigter Partner. Der Spaßfaktor ist somit nur anfangs hoch.
„Dynasty Warriors 8 Empires“ hinterlässt einen durchwachsenen Eindruck. Zwar kann es vor allem durch seine spielerische Tiefe und den mehr als ordentlichen Umfang begeistern, doch vor allem die massiven Performance-Probleme frustrieren enorm. Besonders positiv fällt der hervorragende Charaktereditor auf, über den sich zahlreiche Figuren mit unterschiedlichen Kampfstilen und eigenem Ending kreieren lassen, was nicht zuletzt zu einem komplexen Gameplay und einem extrem hohen Wiederspielwert führt. Ebenfalls umfangreich fallen die unterschiedlichen Waffenarten und Manövervariationen aus, was vor allem im exzellenten Taktik-Modus überzeugt. Auch grafisch macht das Spiel auf den Konsolen der aktuellen Generation deutlich mehr her als der Vorgänger, was zum einen nicht allzu schwer ist und zum anderen bei Weitem nicht ausreicht, denn noch immer sieht man der Grafik ihr Alter an und aufploppende Objekte und Texturen sowie unbefriedigende Details sind alles andere als ein Augenschmaus. Damit könnte man vielleicht noch leben, wäre die Performance nicht weitestgehend katastrophal, was vor allem bei den Versionen für die ältere Konsolengeneration sowie beim Versuch, den Split-Screen-Koop zu verwenden auffällt und teilweise zur Unspielbarkeit führt. Auch ist die Leistung der KI furchtbar unlogisch, die Rechtschreibfehler im Menü quälen das Auge und wer weder Japanisch versteht noch des Englischen mächtig ist, sollte von diesem Spiel die Finger lassen, denn wie schon die früheren Titel der Reihe ist es nur mit japanischem Ton und englischem Menü und Text verfügbar. Wer sich davon trotzdem nicht abschrecken lässt, bekommt mit „Dynasty Warriors 8 Empires“ ein abwechslungsreiches Spiel voller interessanter Möglichkeiten, das einen dauerhaft fesselt.
Der Kern eines jeden Dynasty Warrior Spieles bestand aus guten Kämpfen. Und auch in „Dynasty Warrior 8“ gilt es, Massen von Feinden mit verschieden Kampfkombinationen und Waffen niederzuringen. Je mehr Territorium man gewinnt, desto mehr Möglichkeiten und Fähigkeiten bieten sich dem Spieler. Eine Neuheit ist der Empire Modus, welcher neben dem Kampfgeschehen mehr Tiefe in die Handlung bringt. Man kann hierbei als Herscher oder Kämpfer agieren, Kampfgemeinden bilden, Familien gründen und Kinder zeugen. Das Menü ist etwas kompliziert gestaltet und mit viel Text braucht es eine Weile, bevor man es durchschaut. Die vielseitigen Optionen erlauben es dem Spieler, sich seinen eigenen Kämpfer sowie andere Spieldetails wie Wappen, Soldateneinheiten und mehr zu kreieren. Die gut eingesetzte Musik orientiert sich an den Vorgängern und die virtuellen Landschaften sind nichts Besonderes. Fans der Serie sind bestens bedient, Neueinsteiger könnten ob der Komplexität etwas überfordert sein.