Onechanbara Z2: Chaos (PS4)
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Produkteigenschaften
| Marke | NIS America |
|---|---|
| EAN | 0813633015767 |
| Gelistet seit | Mai 2015 |
| Ausführung | Box |
| Erscheinungsjahr | 2015 |
| Genre | Action |
| Produktlinie | Onechanbara Z2 |
| Produkttyp | Standardedition |
| Publisher | NIS America |
| Sprache | deutsch |
| Altersfreigabesystem | USK |
|---|---|
| PEGI-Freigabe ab (Jahren) | 16 |
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Professionelle Testberichte
Das Spiel Onechanbara Z2: Chaos hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Schon die Grafik fällt sehr unterschiedlich aus. Während die vier Heldinnen wirklich beeindruckend aussehen, fehlt es den Gegnern und den Umgebungen an Sorgfalt und Details. Das Gameplay-Konzept bietet wenig Neues und wirkt oberflächlich: man haut einfach so lange auf die Feinde ein, bis das Blut spritzt und die besiegt sind und kann dazu verschiedene Waffen und Angriffe verwenden. Eine sehr gute Idee des Spiels sind die Kombo-Angriffe, die Spieler im Laufe des Spiels selbst aufbauen. Die Kämpfe sind reich an Effekten, Blut und Brüsten und das macht kurzfristig auch Spaß, langweilt aber sehr schnell. Die Geschichte verlangt viel Aufmerksamkeit, wer jedoch eine Mischung aus wütenden Schlachten und erotischem Anreiz sucht, wird hier fündig.
An sich ist Onechanbara Z2: Chaos ein furchtbar hässliches Spiel, das allerdings ununterbrochen mit knallbunten Effektfeuerwerken aufwartet. Das Repertoire an Angriffsarten und -kombinationen ist zwar groß, aber spielerisch nicht notwendig, denn sie dienen nur als Schauwerte. Wie auch die kaum vorhandene Bekleidung der vier Kämpferinnen. Am einfachsten lässt sich das Spiel als Action-Porno beschreiben, der sich entsprechend an Action-Fetischisten richtet. Man kann jederzeit zwischen den Figuren wechseln, was auch nötig ist, um ein gutes Ergebnis zu erreichen. Das Spiel gibt nie vor, etwas anders zu sein, als pure Action und so kann man mit ihm durchaus seinen Spaß haben, wenn man den Kopf ausschaltet und den visuellen Reiz genießen kann.
Das altmodisch anmutende Onechanbara Z2: Chaos bietet schnelle, originelle und sich leider zu oft wiederholende Action. Inmitten des brutalen Monster-Blutbades erwartet den Spieler eine sehr geradlinige Spielmechanik, die doch tiefgründiger ist, als man zu Beginn feststellen kann. Das Spiel bleibt der Serie mit viel nackter Haut und absurdem Nahkampf treu. Einfallslos gestaltete Umgebungen und Feinde sowie eine schlampige Kamera mindern jedoch die Qualität der schnellen Action. Die vier kämpfenden Frauen können von Schulmädchenuniform bis zu hin zum Bikini je nach Wunsch des Spielers eingekleidet werden. Weniger Wert auf wurde auf die Visualisierung aller anderen Aspekte gelegt, die funktional nur dazu dienen, leere Kulissen einer linearen Level-Gestaltung zu sein. Dazu gehören schlecht aufgelöste Texturen und unsichtbare Mauern. Während die Feinde ebenso anspruchslos kreiert sind, fallen diese zusätzlich durch übermäßige Dummheit auf. Mit viel Fan-Service ist Onechanbara Z2: Chaos ein weiterer spaßiger Teil der niveaulosen Serie, welche Hardcore-Fans sicherlich nicht enttäuschen wird.
Chaos ist der elfte Teil der Onechanbara Z2 Reihe aus Japan, jedoch erst das zweite Spiel, das international veröffentlicht wurde. Das mag dem unterschiedlichen Spielgeschmack zwischen Japan und dem westlichen Kulturkreis geschuldet sein und auch Onechanbara Z2: Chaos ist zunächst verwirrend. Mit Bezügen zu vorherigen Spielen, die man in Deutschland nicht kennt, fällt der Einstieg sehr schwer. Man spielt mit vier Schwestern, die ihre Kräfte gegen Untote bündeln, welche im gesamten Land verteilt sind. Man kann problemlos zwischen den vier Figuren wechseln. Die einzigartigen Charaktere liegen oft miteinander Clinch und sorgen so für witzige Momente. Der Höhepunkt des Spieles liegt im schnellen und furiosen Kampfgeschehen. Schwache und starke Attacken stehen zur Auswahl und die Spielfiguren gewinnen im Verlauf des Spieles an Stärke. Auch die abstrusen Bossfights sind sehr unterhaltsam gestaltet. Einige Angriffsmöglichkeiten wie die Cool Attack sind jedoch übermäßig komplex und stören dadurch den Spielfluss. Das übersexualisierte Spiel führt letztendlich durch eine verwirrende Handlung und lediglich die Kämpfe, die ganz klar den Kern des Spiels bilden, sorgen für kurzweilige Unterhaltung.