Just Cause 3 (USK) (PS4)
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Produkteigenschaften
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Allgemein | |
| Marke | SQUARE ENIX |
| EAN | 5021290000636 |
| Gelistet seit | November 2015 |
| Ausführung | Box |
| Genre | Action, Adventure, Action-Adventure, Beat-em up, Shooter |
| Max. Anzahl Spieler | 1 |
| Produktlinie | Just Cause |
| Produkttyp | Standardedition |
| Publisher | Sony PlayStation |
| Sprache | deutsch, englisch, französisch, spanisch, italienisch |
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Alterseinstufung | |
| Altersfreigabesystem | USK |
| PEGI-Freigabe ab (Jahren) | 18 |
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Professionelle Testberichte
Just Cause 3 macht einen guten ersten Eindruck mit seiner wunderschönen Grafik insbesondere nachts, wenn die Lichter der Siedlungen schimmern. Technisch gibt es dagegen Luft nach oben vor allem bei den Konsolenversionen, wo lange Ladezeiten und Framerate-Einbrüche häufige Begleiter sind. In Sachen Umfang steht eine sehr große Spielwelt zur Verfügung mit einer Menge sammelbaren Objekten sowie Fahrzeugen, Gadgets und Upgrades, die man durch Nebenmissionen kriegen kann. Beim Action-Gameplay ist der Titel jedoch nicht so überzeugend: Während die Auswahl an kreativer Zerstörungsmöglichkeiten imponiert, erfolgt das Einnehmen von Städten beziehungsweise Basen immer nach dem gleichen Konzept und wird nach etwas Zeit einfach öde. Darüber hinaus nervt die minderwertige KI-Performance und bei der Story fehlen echt erinnerungswürdige Momente. Allerdings sorgen die vielen absurden Handlungspassagen für Lust und machen noch den geringen Charakter-Tiefgang etwas weniger schlimm.
Auf der PS4-Konsole ist Just Cause 3 ein unterhaltsames Spiel, allerdings nicht ohne Kompromisse. Die optische Präsentation gefällt: tolle Landschaft, hohe Weitsicht, fesselnde Explosionen, abwechslungsreiches Medici. Zudem glänzt das Open-World-Gameplay, denn der Spielfluss ist stets exzellent, die Belohnungen wie Mods und Waffen motivieren sehr und der Wingsuit sorgt für Spaß. Dagegen weisen die Missionen Fehler auf: Einerseits nervt die häufige Wiederholungsarbeit, andererseits wechseln spektakuläre und öde Missionen ab. Die Atmosphäre enttäuscht mit einem ebenso schwankenden Eindruck – während die Momente mit viel Action mitreißen, herrscht Langeweile oftmals überall anderswo und die Mischung aus Ernsthaftigkeit und Alberei ist nicht jedermanns Sache. In puncto Balance fällt der Titel niemals unfair aus, dürfte jedoch gerne eine freie Speicheroption sowie mehrere Schwierigkeitsgrade und Spielstände bieten. Was den Umfang betrifft, kontrastieren die lange Kampagne, die vielen Herausforderungen und die großen Fuhrpark und Waffenarsenal mit den oberflächlichen Koop-Modus und Geschichte.
Just Cause 3 stellt den Spieler vor die Wahl. Entweder er folgt einer belanglosen Handlung und anspruchslosen Missionen oder er reizt die explosiven Möglichkeiten der Spielumgebung aus. Letzteres ist eher zu empfehlen. Wie schon bei den ersten beiden Teilen des schwedischen Entwicklers Avalanche Studio wird der Agent Rico Rodriguez losgelassen, um einen Diktator actionlastig zurechtzuweisen. Im dritten Anlauf trifft das Chaos eine wunderschöne, idyllisch gestaltete Mittelmeerinsel. Um das Ziel zu erreichen, sollte eine Explosion der nächsten folgen. Militärbasen müssen eingenommen und Städte befreit werden. Wenn man sich nicht abseits der Vorgaben bewegt, läuft man Gefahr viele Möglichkeiten zu verpassen. Just Cause 3 ist speziell für experimentierfreudige Spieler geeignet. Mit einem Extrem-Enterhaken lässt sich z.B. unglaublich viel Unheil anrichten. Er dient zur schnellen Fortbewegung oder bringt Objekte zum Einstürzen. Just Cause 3 lebt letztendlich von diesem Spielprinzip. Tiefgründigkeit in irgendeiner Art sollte man nicht erwarten. Es ist die perfekte Unterhaltung für virtuelle Anarchisten.
Auch wenn „Just Cause 3” etwas monoton sein kann, gibt es ab und zu Missionen mit viel Aktion, in denen gewisse Taktik gefragt wird. Die Herausforderungen wie Schießstandübungen, Autorennen, Wingsuit-Kurse und dergleichen bieten eine gute Abwechslung. Ansonsten läuft das Spiel recht eintönig. Im Spielablauf hat man enorme Freiheit entweder für stundenlanges Fliegen über die großartigen Landschaften oder für frontale Angriffe. Die umfangreiche Auswahl an Fahrzeugen und Waffen macht beim Spielen viel Freude. Außerdem sind beim „Just Cause 3“ Grafik und Soundtrack groß geschrieben: Beide liegen auf einem Spitzenniveau. Die Darstellung imponiert mit gewaltigen Gipfeln, traumhaften Sandstränden, spannenden Explosionen usw. Ebenfalls hervorzuheben sind die Nebenaufgaben, die gut gelungen sind. Allerdings muss man beim „Just Cause 3” auch bestimmte Kompromisse eingehen wie etwa die zu langen Ladezeiten, die zahlreichen Bugs und die technischen Abstürze. Die deutschen Synchronstimmen sind auch nicht besonders gut gelungen und kosten einige Punkte im Test.
Das Open-World-Spiel Just Cause 3 kommt in einem farbenfrohen und albernen Stil daher und fokussiert sich ohne Vorbehalt lediglich auf den Spaß. Wer Tiefgang oder eine Handlung erwartet, sollte sich anderweitig umsehen. Hauptfigur Rico jagt den fiesen Diktator Di Ravello auf seiner Heimatinsel Medici. Der sitzt auf einem unglaublich wertvollen Rohstoff namens Bavarium. Unterstützt im Kampf wird Rico von seinem alten Kumpel Mario. Dabei gehen die beiden mit den Inselbewohnern ähnlich hart um wie der Diktator selbst. Ob Autos oder Boote klauen, die rausgeschmissenen Besitzer haben meist nichts zu lachen. Doch letztendlich ist dies nur ein virtuelles Vergehen und die Liebe präsentiert sich darüber hinaus in der detailreichen Gestaltung der offenen Welt. Neben der Hauptmission, die oft sehr wiederholend ist, gibt es als Abwechslung 112 Herausforderungen, die im Verlauf des Spiels freigeschaltet werden können. Die Steuerung ist sehr einfach, weshalb jeder Einsteiger mit Just Cause 3 keine Probleme haben dürfte. Dafür werden sogar physikalische Gesetze außer Kraft gesetzt. Trotz einiger technischer Probleme, wer absolute platte aber kurzweilige Shooter-Action sucht, ist mit Just Cause an der richtigen Adresse.