Die billiger.de Gesamtnote setzt sich zu gleichen Teilen aus Nutzerbewertungen und Testberichten zusammen.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Allgemein | |
| Marke | SQUARE ENIX |
| EAN | 5021290000834 |
| Gelistet seit | Februar 2015 |
| Ausführung | Box |
| Genre | Action, Adventure, Action-Adventure |
| Produktlinie | Just Cause |
| Produkttyp | Standardedition |
| Publisher | Square Enix |
| Sprache | deutsch, englisch |
| Alterseinstufung | |
| Altersfreigabe ab (Jahren) | 18 |
| Altersfreigabesystem | USK |
| Eignung | |
| Kompatibel zu | PC |
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Just Cause 3 macht einen guten ersten Eindruck mit seiner wunderschönen Grafik insbesondere nachts, wenn die Lichter der Siedlungen schimmern. Technisch gibt es dagegen Luft nach oben vor allem bei den Konsolenversionen, wo lange Ladezeiten und Framerate-Einbrüche häufige Begleiter sind. In Sachen Umfang steht eine sehr große Spielwelt zur Verfügung mit einer Menge sammelbaren Objekten sowie Fahrzeugen, Gadgets und Upgrades, die man durch Nebenmissionen kriegen kann. Beim Action-Gameplay ist der Titel jedoch nicht so überzeugend: Während die Auswahl an kreativer Zerstörungsmöglichkeiten imponiert, erfolgt das Einnehmen von Städten beziehungsweise Basen immer nach dem gleichen Konzept und wird nach etwas Zeit einfach öde. Darüber hinaus nervt die minderwertige KI-Performance und bei der Story fehlen echt erinnerungswürdige Momente. Allerdings sorgen die vielen absurden Handlungspassagen für Lust und machen noch den geringen Charakter-Tiefgang etwas weniger schlimm.
Just Cause 3 stellt den Spieler vor die Wahl. Entweder er folgt einer belanglosen Handlung und anspruchslosen Missionen oder er reizt die explosiven Möglichkeiten der Spielumgebung aus. Letzteres ist eher zu empfehlen. Wie schon bei den ersten beiden Teilen des schwedischen Entwicklers Avalanche Studio wird der Agent Rico Rodriguez losgelassen, um einen Diktator actionlastig zurechtzuweisen. Im dritten Anlauf trifft das Chaos eine wunderschöne, idyllisch gestaltete Mittelmeerinsel. Um das Ziel zu erreichen, sollte eine Explosion der nächsten folgen. Militärbasen müssen eingenommen und Städte befreit werden. Wenn man sich nicht abseits der Vorgaben bewegt, läuft man Gefahr viele Möglichkeiten zu verpassen. Just Cause 3 ist speziell für experimentierfreudige Spieler geeignet. Mit einem Extrem-Enterhaken lässt sich z.B. unglaublich viel Unheil anrichten. Er dient zur schnellen Fortbewegung oder bringt Objekte zum Einstürzen. Just Cause 3 lebt letztendlich von diesem Spielprinzip. Tiefgründigkeit in irgendeiner Art sollte man nicht erwarten. Es ist die perfekte Unterhaltung für virtuelle Anarchisten.
Für den PC lohnt sich Just Cause 3 nicht so viel wie für die PS4-Konsole. Das liegt rein an der technischen Leistung: Je nach System können veraltete Texturen, variable Grafikfehler, Bildrate-Einbrüche oder Ingame-Abstürze nerven. Ansonsten zeigt die PC-Version ähnliche Testergebnisse in den anderen Aspekten, beginnend mit der gefälligen optischen Präsentation. Das Open-World-Gameplay glänzt durch den exzellenten Spielfluss, die motivierenden Belohnungen und der tolle Wingsuit, hat aber häufige Wiederholungsarbeit und einen unkonstanten Spaßfaktor bei den Missionen zu bekämpfen. Atmosphärisch reißen die Momente mit viel Action mit, jedoch herrscht Langeweile oftmals überall anderswo und die Mischung aus Ernsthaftigkeit und Alberei ist nicht jedermanns Sache. In puncto Balance fällt der Titel niemals unfair aus, trotzdem enttäuscht die fehlende freie Speicheroption und mehrere Schwierigkeitsgrade und Spielstände sind nötig. Was den Umfang betrifft, kontrastieren die lange Kampagne, die vielen Herausforderungen und die großen Fuhrpark und Waffenarsenal mit den oberflächlichen Koop-Modus und Geschichte.
Auch wenn „Just Cause 3” etwas monoton sein kann, gibt es ab und zu Missionen mit viel Aktion, in denen gewisse Taktik gefragt wird. Die Herausforderungen wie Schießstandübungen, Autorennen, Wingsuit-Kurse und dergleichen bieten eine gute Abwechslung. Ansonsten läuft das Spiel recht eintönig. Im Spielablauf hat man enorme Freiheit entweder für stundenlanges Fliegen über die großartigen Landschaften oder für frontale Angriffe. Die umfangreiche Auswahl an Fahrzeugen und Waffen macht beim Spielen viel Freude. Außerdem sind beim „Just Cause 3“ Grafik und Soundtrack groß geschrieben: Beide liegen auf einem Spitzenniveau. Die Darstellung imponiert mit gewaltigen Gipfeln, traumhaften Sandstränden, spannenden Explosionen usw. Ebenfalls hervorzuheben sind die Nebenaufgaben, die gut gelungen sind. Allerdings muss man beim „Just Cause 3” auch bestimmte Kompromisse eingehen wie etwa die zu langen Ladezeiten, die zahlreichen Bugs und die technischen Abstürze. Die deutschen Synchronstimmen sind auch nicht besonders gut gelungen und kosten einige Punkte im Test.
Bei Just Cause 3 handelt es sich um ein Actionspiel, das durch realistische und detaillierte Grafik ganz gut überzeugt. Die Geschichte handelt um den Rico Rodriguez, der seine Heimatinsel Medici von dem bösen General Di Ravello befreien will. Im Großen und Ganzen wirkt das Szenario allerdings sehr fade. Die prächtigen Farben spiegeln die malerische Atmosphäre der Medici wider, jedoch wird das Übertönen von Musik und Soundeffekten als besonders störend empfunden. Um die Spannung des Spiels zu erhöhen, wird eine Reihe von spannenden Aufträgen geboten, von denen man aber nach etlichen Spielstunden müde wird. Die Handlung wird des Weiteren durch ein paar interessante Charaktere bereichert. Das Spiel weist auch einige technische Schwächen auf, die dem Spielspaß verderben. Letztendlich macht man aber mit dem Kauf nicht falsch.