Die Minuspunkte, die beim Spiel „The Witcher 3: Wild Hunt“ auffallen, sind folgende: Es gibt nicht wenige Clippingfehler, Menü-Probleme auf den Konsolen-Versionen, pixelige Abschnitte unter Nahansicht, unzureichende Synchronsprecher und Antwortmöglichkeiten in den Gesprächen, gelegentliche Unschönheiten, Verbesserungsbedarf der Wegmarkierungen beim Reisen, zahllose sich wiederholende Aussagen bei der NPC-Gerede und das eine oder andere Logikmanko. Für wen diese Liste abschreckend aussieht, kann jedoch beruhigt werden – für jeden Fehler bietet „Wild Hunt“ zumindest zwei Pro-Argumente, die ihn komplett wettmachen. So sind die grafischen Mängel schnell vergessen, wenn die großartige Spielwelt, das hervorragende Wettersystem, der gelungene Tag-/Nachtwechsel, die hohe Dialogen- und Sprecherqualität, die prima umgesetzte Mimik und die massenhaften Wow-Effekte zum Einsatz kommen. Das Gameplay imponiert des Weiteren durch das exzellente Kampfsystem, die packenden Kampfanimationen und die vielfältigen Entscheidungsmöglichkeiten, die alle über bedeutungsvolle Auswirkungen verfügen. Die Fähigkeit, Einzelteile und Gegenstände frei zu bewegen, sorgt darüber hinaus für zusätzliche Abwechslung. Was den Umfang angeht, begünstigen unzählige und variantenreiche Haupt- und Nebenmissionen, Bekleidungsstücke, Waffen, Items, Monstertypen und Begegnungen den Titel und die Spielzeit erreicht daher mindestens 100 Stunden. Die tiefgründige, unberechenbare und packende Geschichte profitiert nicht zuletzt von den komplexen und charismatischen Helden, sodass dieses Game ohne Zweifel für unendlichen Witcher-Spaß sorgt.
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