Luftreiniger

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Ratgeber Luftreiniger


Aktualisiert: 12.10.2020 | Autor: Daniela Dietz

Wissen kompakt

Der Kochdunst des Essens von vor 2 Tagen liegt noch in der Luft? Die Pollen-Saison ist in vollem Gange und raubt Ihnen nachts den Schlaf? Die trockene Wohnraumluft reizt Ihre Atemwege und Ihre Haut zusätzlich? Ein Luftreiniger oder Luftwäscher schafft hier Abhilfe und erhöht die Luftqualität deutlich.

Damit Sie sich für den richtigen Luftreiniger entscheiden können, sollten Sie sich vor dem Kauf ausgiebig über die verschiedenen Möglichkeiten und Funktionsweisen informieren.

Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen kurzen Überblick über die wichtigsten Geräte-Typen sowie deren Filtersystem:

Geräte-Typ Filtersystem Was wird gefiltert? Für wen?
Luftwäscher Wasserfilter Staub Jene, die zusätzlich die Luft befeuchten möchten
Luftreiniger mit Filtersystem

HEPA-Filter

Aktivkohlefilter
Tabakrauch, Rauch, Staub, Pollen, Feinstaub, Blütenstaub, Milbenallergene, Tierhaare, Gerüche, Bakterien, Viren Allergiker*innen
Ionisatoren Ionisation Staub NICHT für Allergiker*innen und Raucher*innen
Kombi-Luftreiniger

Wasserfilter

HEPA-Filter

Ionisation

UV-Fotokatalysator-Filter
Tabakrauch, Rauch, Staub, Pollen, Feinstaub, Blütenstaub, Milbenallergene, Tierhaare, Gerüche, Bakterien, Viren

Allergiker*innen

In Kombination mit Ionisation jedoch NICHT für Allergiker*innen und Raucher*innen

Bedenken Sie für den Kauf eines idealen Luftreinigers vor allem folgende Gesichtspunkte:

  • Entscheiden Sie sich für eine Art der Luftreinigung.
    Sind Sie neben Staub auch gegenüber trockener Wohnraumluft empfindlich? Dann würde sich ein sogenannter Luftwäscher für Sie eignen. Suchen Sie hingegen nach einem Modell, das auch kleinste Partikel, wie etwa Pollen, aus der Luft entfernen kann, sollten Sie zu einem herkömmlichen Raumluftreiniger mit Filtersystem oder einem Kombigerät greifen.
  • Eine Kombination aus unterschiedlichen Filtersystemen sorgt für effiziente Reinigung.
    Der besonders feinporige HEPA-Filter ist in nahezu allen Geräten verbaut. Oft in Kombination mit anderen Systemen, wie etwa Aktivkohlefilter. Je nachdem, auf welche Schmutzpartikel Sie besonderen Wert legen, eignet sich das ein oder andere System besser für Ihre Bedürfnisse.
  • Der Luftreiniger ist für bestimmte Raumgrößen ausgelegt.
    Überlegen Sie vor dem Kauf, in welchem Raum das Gerät hauptsächlich stehen und mit welcher Geschwindigkeit es die Luft darin austauschen soll. Angaben zur Luftumwälzung und geeigneten Raumgröße finden Sie in den jeweiligen Produktbeschreibungen.

Kaufberater

Im Folgenden erfahren Sie, welche Luftreiniger für Sie am besten geeignet sind und welche Filtersysteme sich wofür eignen.

Luftreiniger-Typen

Bevor Sie sich für ein Modell entscheiden, überlegen Sie, welcher Zweck für Sie persönlich im Vordergrund steht. Im Handel finden Sie hierzu 4 unterschiedliche Luftreiniger-Arten:

  • Luftwäscher
    Dieses Gerät arbeitet mit Wasser als Filter. Zusätzlich wird die Luft vor dem Wiederaustritt leicht befeuchtet. Wünschen Sie also ein Gerät, das zusätzlich die Luftfeuchtigkeit im Raum erhöht, so kann ein Luftwäscher für Sie das passende sein.
  • Luftreiniger mit Filtersystem
    Raumluftreiniger arbeiten mit unterschiedlichen Filtersystemen. Sie befreien die Umgebungsluft von Staub, Pollen, Feinstaub und Zigarettenrauch. Manche Geräte filtern auch andere Schadstoffe, wie etwa Viren, heraus. Von diesen Luftreinigern können vor allem Allergiker*innen profitieren.
  • Ionisatoren
    Reine Ionisatoren binden die Schadstoffpartikel in der Luft durch elektrostatische Aufladung. Diese kleinsten Schmutzteile landen schließlich auf dem Boden. Durch Saugen oder Wischen können Sie sie schließlich entfernen. In Luftfiltern sind Ionisatoren normalerweise in Kombination mit anderen Filtern verbaut. Die Schmutzpartikel werden dabei im Inneren des Geräts aufgefangen.
  • Kombi-Luftreiniger
    Viele Luftreiniger arbeiten mit einer Kombination an Systemen. So gibt es Geräte, die sowohl einen Wasserfilter als auch ein herkömmliches Filtersystem, wie etwa HEPA-Filter aufweisen. Ebenso finden Sie Luftreiniger, die mit einem Ionisator und einem HEPA-System ausgestattet sind. So können die jeweiligen Vorteile der verschiedenen Modell-Arten weiter ausgebaut werden.

Filtersysteme

Das Prinzip eines Luftreinigers ist einfach erklärt: Der Luftreiniger saugt die schlechte Raumluft über ein Gebläse ein und filtert sie dann mit Hilfe eines passenden Filters bzw. Filtersystems, das aus verschiedenen Filtern besteht.

Ob ein Luftfilter die vorhandenen Schadstoffe aus der Luft filtern und damit die Luftqualität verbessern kann, hängt auch vom verwendeten Filtersystem ab.

Hier kommen derzeit folgende zum Einsatz:

HEPA-Filter

Aktivkohle-Filter

Ionisationsfilter

UV-Fotokatalysator-Filter

Ozongenerator

Wasserfilter

Ein guter Luftreiniger sollte verschiedene Filtersysteme beinhalten. Die Hersteller machen gewöhnlich Angaben, für welche Partikel der Filter und damit das Luftreinigungsgerät geeignet ist.

In den meisten Geräten ist ein 3-teiliges System verbaut. Es besteht aus einem Vorfilter, einem HEPA- und einem Aktivkohlefilter.

Shopping Tipp

Manche Filterarten müssen Sie regelmäßig austauschen. Nur dadurch kann die Filterleistung auf Dauer erhalten werden. Ersatzfilter verursachen zusätzliche Kosten, die Sie in Ihre Überlegung einrechnen sollten.

HEPA-Filter

High-Efficient-Particulate-Air-Filter (HEPA-Filter) verfügen über eine hohe Wirksamkeit gegen Teilchen in der Luft. Heutzutage werden HEPA-Filter auf der ganzen Welt zur Reinigung von Raumluft, die durch Schadstoffe verschmutzt wurde, eingesetzt. Aufgrund der außerordentlich hohen Effizienz führt der HEPA-Filter besonders in geschlossenen Räumen zu besserer Raumluft – zu Hause, im Büro, in Aufenthaltsräumen oder am Arbeitsplatz.

HEPA-Filter können Partikel im Durchmesser von 0,1 bis 0,3 Mikrometer (µm) aus der Luft herausfiltern. Ein µm ist ein Tausendstel Millimeter (mm).

Wissenswert

Die Leistungsfähigkeit des Filters wird noch deutlicher am sogenannten Gesamtabscheidegrad. Dieser sagt aus, wie viele Partikel aus der Luft gefiltert werden. Bei einem HEPA-Filter liegt er bei 99,7 Prozent. Das heißt, dass von 10.000 Partikeln nur 3 Partikel am Ende in der Luft übrigbleiben. Im Gegensatz zu gewöhnlichen Filtern liegt die Effizienz des HEPA-Filters um 3- bis 4-mal höher.

Das liegt unter anderem am breiten und umfangreichen Filterspektrum, welches viele Partikelarten herausfiltert. Zuverlässig werden Feinstaub, Schwebstoffe und Kleinstpartikel gefiltert, dazu gehören z. B. Tabakrauch, Rauch, Hausstaub, Pollen, Blütenstaub, Milbenallergene, Tierhaare, Schimmel, Sporen und Gerüche.

In Luftreinigern kommen sie daher besonders häufig zum Einsatz.

Aktivkohlefilter

Aktivkohlefilter enthalten medizinische Kohle. Diese zeichnet sich durch eine sehr große innere Oberfläche aus und ist daher besonders feinkörnig. Ein häufiges Einsatzgebiet ist die Wasser- und Abwasserbehandlung oder Lüftungs- und Klimatechnik.

Aktivkohle kann aus verschiedenen Stoffen hergestellt werden, dazu gehören pflanzliche, tierische, mineralische oder petrochemische Stoffe. Bei pflanzlicher Aktivkohle oder Pflanzenkohle wird als Ausgangsmaterial oft Holz, Torf oder Nussschalen verwendet.

In einem Luftreiniger besteht der Aktivkohlefilter aus einer dunklen und dicken Matte. Der Filter funktioniert, in dem durch die sehr poröse Oberfläche des Filters kleinste Teile organischer oder chemischer Herkunft (u. a. Ausdünstungen von Textilien und Möbeln) gebunden werden.

Laut Stiftung Warentest ist Aktivkohle allerdings zur Filterung von chemischen Gasen weniger geeignet. Gase wie etwa Formaldehyd kann der Filter nicht unschädlich machen.

Ionisation

Die Funktionsweise eines Ionisationssystems oder auch elektrostatischen Systems ähnelt der eines Magneten, welcher sich dadurch auszeichnet, Eisen anzuziehen. Bei Einsatz als Luftreiniger werden Staubteilchen elektrisch positiv aufgeladen (ionisiert) und von negativ geladenen Metallplatten angezogen und gefangen.

Der Wirkungsgrad ist nicht ganz so hoch wie bei HEPA-Filtern und liegt nur bei 95 Prozent. Eine Bedingung für die perfekte Funktionsfähigkeit ist eine regelmäßige Wartung.

Der elektrostatische Filter ist trotzdem ein sehr effektiver und praktischer Filter, da Ihnen hierfür keine zusätzlichen Kosten durch die Anschaffung von Ersatzfiltern entstehen. Sie müssen die Filterplatten nur regelmäßig mit dem Staubtuch reinigen.

Bedenken Sie

Ein Ionisator kann zwar Schadstoffe beseitigen, hinterlässt dabei jedoch schädliche Abfallstoffe. Ein Nebenprodukt der Ionisation ist das Gas Ozon. Das kann wiederum Symptome wie Atemwegsreizungen und Kopfschmerzen hervorrufen. Moderne Ionisations-Kombi-Luftreiniger geben Ozon zwar nicht an die Raumluft ab. Als Raucher*in, Asthmatiker*in oder Allergiker*in sollten Sie jedoch vorsichtshalber andere Filtersysteme vorziehen.

UV-Fotokatalysator-Filter

Diese Art von Filter wird durch Licht aktiviert. Das Licht trifft auf eine Titanoxid-Platte. Es entsteht eine chemische Reaktion. Dadurch sollen neben Staubpartikeln und schlechten Gerüchen sogar Bakterien und Viren vernichtet werden.

Der UV-Fotokatalysator-Filter kommt in Luftreinigern nur in Kombination mit einer anderen Filterart, etwa dem HEPA-Filter, zum Einsatz. Auf diese Weise ist die Filterwirkung besonders effizient, da die Luft sowohl von gasförmigen als auch von partikelförmigen Schadstoffen gereinigt wird.

Wasserfilter

Wasser kommt als Filter vor allem in Luftwäschern zum Einsatz. Die Raumluft wird mittels eines Ventilators angezogen, durch den Wasserfilter von Hausstaub befreit und wieder an die Umgebung abgegeben.

In Raumluftreinigern ohne Befeuchtungsfunktion kann ebenfalls ein Wasserfilter zum Einsatz kommen. Dieser neutralisiert durch die Kombination mit anderen Filtersystemen und/oder durch die Zugabe von bestimmten Flüssigkeiten weitere Schadstoffe in der Luft.

Bedenken Sie

Wasser hat den Nachteil, dass es schnell verkeimt. Die Keime werden dann wiederum an die Umgebungsluft abgegeben und eingeatmet. Tauschen Sie daher das Wasser unbedingt spätestens nach 2 Tagen aus.

Anwendungsbereiche

Die verschiedenen Luftreiniger-Modelle können je nach Filtersystem mehrere Schadstoffpartikel aus der Umgebungsluft entfernen. Hauptsächlich sind das die folgenden:

  • Krankheitserreger
    Vor allem hochwertige HEPA-Filter und UV-Fotokatalysatoren sollen selbst Viren und Bakterien aus der Luft entfernen und unschädlich machen. Es existiert jedoch kein Gerät, das dies zu 100 Prozent bewerkstelligt. Ist die Umgebung außerdem über längere Zeit mit Bakterien und Viren angereichert, verliert das Filtersystem an Wirkungskraft. Das Reinigungsgerät kann ein regelmäßiges Stoßlüften daher nicht ersetzen. Auch regelmäßiges Staubsaugen und Wischen ist wichtig, denn erregerbehaftete Aerosole fallen auf den Boden und werden dort von einem Luftreiniger nicht erfasst.
  • Milben
    Die sehr feinen Filter im Luftreiniger können sogar kleinste Teilchen, wie Milben, unschädlich machen. Für Hausstauballergiker*innen kann dies zu einer Verminderung der Symptome führen. Milben aus Matratzen o. ä. zu entfernen, vermag das Gerät jedoch nicht. Hier müssen dann umfangreichere Maßnahmen ergriffen werden.
  • Pollen
    Blütenstaub und Pollen machen besonders im Frühjahr und Sommer empfindlichen und allergiebereiten Menschen zu schaffen. Hier kann der Luftreiniger wertvolle Dienste leisten und vor allem im Schlafzimmer für eine allergenfreie Umgebung sorgen.
  • Schimmelsporen
    Eine dauerhafte Lösung ist es zwar nicht, Schimmelsporen mithilfe eines Luftreinigers unschädlich zu machen. Kurzfristig kann es aber die Belastung senken.
  • Staub
    Auch gröbere Partikel, wie Staub, sind für Luftreinigungsgeräte im Normalfall kein Problem. Sie werden in der Regel schon vom sogenannten Vorfilter aufgefangen.
  • Tierhaare
    Auch Tierhaare können Luftreiniger effizient beseitigen. So kann ein Filter die erste Maßnahme sein, wenn eine Tierhaarallergie bei Ihnen festgestellt wurde. Je nach Ausprägung der Allergie können Sie Ihr Haustier dadurch unter Umständen behalten.
Bedenken Sie

Befinden sich in Ihrer Wohnung Schimmelsporen in der Luft, kann ein Raumluftreiniger nur für kurze Zeit Abhilfe schaffen. Sie sollten daher unbedingt herausfinden, woher der Schimmel kommt und die Schadstelle dann fachgerecht beseitigen lassen.

Kennzahlen

Einige Kennzahlen sind im Zusammenhang mit Raumluftreinigern wichtig. Wir haben sie für Sie im Folgenden aufgelistet:

  • Elektrische Leistung
    Auf der Umverpackung eines Luftreinigers finden Sie die Angabe einer Maximalleistung in Watt (W). Hierbei handelt es sich um die elektrische Leistung, die ein Filtergerät aufnimmt. Je höher die Angabe, desto mehr Strom wird verbraucht. Wie viel Sie tatsächlich verbrauchen, hängt von vielen Faktoren ab. Läuft das Gerät täglich über mehrere Stunden? Läuft es eher auf niedrigster oder auf höchster Stufe?
  • Filtrationsleistung
    Die Filtrationsleistung gibt an, in welchem Ausmaß Schadstoffpartikel aus der Luft gefiltert werden. Sie finden sie in Prozent. Feine Partikel, wie etwa Pollen, können je nach Filtersystem oft zu 99 Prozent und darüber entfernt werden.
  • Geräuschemission
    Wie laut ein Raumluftfilter arbeitet, können Sie anhand der Geräuschemission ablesen. Sie wird in Dezibel (dB) angegeben. Bei den meisten Geräten bewegt sie sich zwischen 42 und 64 dB – was einem Flüstern oder leiser Musik und Gesprächslautstärke entspricht. Einige Geräte arbeiten hier auch mit verschiedenen Stufen, die Ihnen ermöglichen, das Modell, etwa auf niedrigster und leisester Stufe auch im Schlafzimmer zu betreiben. So ist bei manchen aktuellen Luftreinigern auch eine Betriebslautstärke von lediglich 17 dB drin.
  • Luftumwälzung
    Ein Wert, der Ihnen bei Luftreinigern immer wieder begegnen wird, ist die Clean Air Delivery Rate (CADR-Wert). Sie gibt an, wie viele Kubikmeter (m³) Luft innerhalb von 1 Stunde (h) umgewälzt, also gefiltert werden können. Hier gelten Werte zwischen 200 und 400 m³/h als ideal.
  • Raumgröße
    Außerdem sollte der Luftreiniger mit der Raumgröße abgestimmt werden, damit die Luft effektiv gereinigt wird. Die meisten auf dem Markt befindlichen Geräte schaffen Raumgrößen zwischen etwa 15 und 80 Quadratmetern (m²).

Ausstattung

Luftreiniger-Modelle unterscheiden sich auch hinsichtlich ihrer enthaltenen Komponenten. Folgende Ausstattungsmerkmale erleichtern Ihnen die Bedienung:

  • Display
    Einige Geräte zeigen Ihnen über ein Display neben den gewählten Einstellungen auch die Raumluftwerte an. Zuweilen sind diese zusätzlich farblich unterlegt. Im Idealfall sehen Sie auf dem kleinen Bildschirm auch den Zeitpunkt des Filterwechsels.
  • Fernbedienung
    Mithilfe dieser können Sie ihren Luftreiniger bequem von Sofa oder Bett aus steuern. Manche Luftreiniger stellen Sie auch per Smartphone über eine App ein.
  • Gas-Sensor
    Der Sensor prüft die Umgebungsluft kontinuierlich auf gasförmige Schadstoffe.
  • Luftpartikelsensor
    Die mit diesem Fühler ausgestatteten Geräte können einen Anstieg von schadhaften Partikeln in der Luft sofort mit dem Hochfahren der Lüftungsstufe kompensieren.

Funktionen

Mittlerweile verfügen Wohnraumlüfter über einige nützliche Funktionen. Diese erleichtern Ihnen die Handhabung. Vor allem dann, wenn Sie das Gerät im Dauerbetrieb haben. Im Folgenden stellen wir Ihnen ein paar ausgewählte Funktionen vor:

  • Abschaltautomatik
    Luftwäscher schalten sich hier etwa automatisch ab, sobald der Wasserpegel zu niedrig ist. Bei Geräten mit Display geht der Bildschirm bei Dunkelheit aus.
  • Automatikfunktion
    Modelle mit dieser Funktion passen die Filterung automatisch an die äußeren Gegebenheiten an, d. h. sie springen an, sobald sich die Luftqualität im Raum verschlechtert. Somit arbeitet der Luftreiniger nahezu selbstständig.
  • Kindersicherung
    Hiermit verhindern Sie, dass Kinder versehentlich die Einstellungen am Gerät verändern.
  • Nachtmodus
    Im Schlafmodus läuft das Gerät leiser. Die Beleuchtung wird gedimmt oder ganz ausgeschaltet. So können Sie auch in Schlafräumen für gefilterte Luft sorgen.
  • Timer
    Mithilfe des Timers können Sie bestimmen, wann sich der Luftreiniger ausschalten soll.
  • Turbomodus
    Möchten Sie den Luftaustausch beschleunigen – etwa nach einer stärkeren Geruchsentwicklung –, starten Sie den Turbomodus. Hier arbeitet der Luftreiniger mit voller Leistung. Diese Einstellung eignet sich jedoch nur für einen kurzen Zeitraum.

Häufige Fragen

Im Anschluss haben wir Fragen für Sie beantwortet, die sich auch andere im Zusammenhang mit Luftreinigern gestellt haben.

Produkttypen

Das hängt von Ihren Bedürfnissen ab. Möchten Sie lediglich die Staublast in Ihren Wohnräumen reduzieren und zusätzlich die Luft leicht anfeuchten? Dann eignet sich ein Luftwäscher eher für Sie.

Möchten Sie hingegen auch eine pollen-, geruchs- und bakterienfreie Raumluft genießen, dann sollten Sie zu einem Luftreiniger mit Filtersystem bzw. zu einem Kombi-Luftreiniger greifen. Dieser verbessert die Luftqualität auf breiterer Linie.

Möchten Sie mehr zu den unterschiedlichen Luftreiniger-Typen wissen, lesen Sie gerne unser gleichnamiges Kapitel im Ratgeber.

Wirkweise

Mit einem Luftreiniger können Sie die Pollenkonzentration deutlich reduzieren und damit die Luftqualität erhöhen. Ein in den Geräten verbauter HEPA-Filter ist imstande, auch Kleinstpartikel mit Durchmessern zwischen 0,1 bis 0,3 µm aus der Luft herauszufiltern. Dazu zählen auch Pollen.

Dies kommt somit besonders allen Allergiker*innen zugute, die sich in der warmen Jahreszeit damit quälen müssen. Setzen Sie das Gerät im Schlafzimmer ein, führt es auf jeden Fall zur Linderung der Beschwerden – vorausgesetzt CADR und Raumgröße stimmen.

Viele Hersteller bewerben ihre Luftreiniger damit, dass sie neben anderen Partikeln auch Viren aus der Luft filtern können. Voraussetzung dafür ist ein HEPA-Filter, das bedeutet ein Filter der Klasse H13 oder H14. Ob die Filter allerdings tatsächlich auch Corona-Viren unschädlich machen können, ist noch nicht eindeutig bewiesen. Hier spielen viele Faktoren mit hinein: Personenanzahl im Raum, Raumgröße und nicht zuletzt auch die Virenlast.

Ein Luftreiniger kann eine regelmäßige Frischluftzufuhr nicht ersetzen. Am besten eignet sich hierfür eine Querlüftung in wiederkehrenden Intervallen. Vor allem, wenn sich mehrere Personen im Raum befinden – etwa in Büros oder auch in Schulen – kann das Stoßlüften die Virenlast verringern.

Hausstaub und Tierhaare gehören zu den gröberen Partikeln. In Luftreinigern werden sie bereits von einem Vorfilter aufgehalten. Insofern kann das Gerät hier für eine reinere Luft sorgen. Sind Sie jedoch Hausstaubmilbenallergiker*in, reicht die alleinige Installation eines Raumluftreinigers nicht aus. Für milbenfreie Polster und Matratzen können die Lüfter nicht sorgen.

Ein Luftreiniger kann die Schadstofflast in Ihren Wohnräumen lediglich reduzieren. Manche Partikel können jedoch nicht komplett unschädlich gemacht werden. Gerade, wenn es um die Beseitigung von Viren und Bakterien geht, kommen Sie um ein Lüften mit Frischluft nicht herum. Auch für ein gesundes Raumklima ist regelmäßiges Stoßlüften in geschlossenen Räumen – die über keine Be- und Entlüftungsanlage verfügen – wichtig. So wird verhindert, dass sich Feuchtigkeit in und an den Wänden festsetzt.

Welche Partikel Luftreinigungsgeräte aus der Luft herausfiltern, hängt vom eingesetzten Filtersystem ab.

Mehr zu den Filtersystemen und deren Eigenschaften erfahren Sie im gleichnamigen Kapitel unseres Ratgebers.

Einen groben Überblick über die Partikelarten, die die meisten Systeme filtern können, finden Sie unter Anwendungsbereiche – ebenfalls in unserem Ratgeber.

Ersatzfilter

Um den zuverlässigen Betrieb eines Luftreinigers gewährleisten zu können, müssen Sie die verbauten Filter in regelmäßigen Abständen reinigen oder austauschen.

Moderne Luftreiniger zeigen Ihnen per App oder auf dem Display den Zeitpunkt des Filterwechsels an.

Außerdem finden Sie direkt beim jeweiligen Hersteller konkrete Angaben zum Filterwechsel.

Ersatzfilter können Sie auch bequem online bestellen.


Ursprünglich aus der Verlagsbranche kommend, bin ich seit 2008 für billiger.de tätig. 2012 begann ich, Online-Texte zu schreiben und zu redigieren. Seither sehe ich es als persönliche Herausforderung an, jedem Thema alles Wissenswerte zu entlocken und es für Sie interessant und verständlich aufzubereiten.


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