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DVD-Recorder

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Ratgeber DVD-Recorder


Aktualisiert: 24.07.2019

Wissen kompakt

In den 1960er Jahren kamen die ersten Videorecorder für den Hausgebrauch auf – diese Geräte waren noch enorm teuer und so einem kleinen Kundenkreis von TV-Enthusiasten vorbehalten. Die breite Masse konnte sich diese Rekorder nicht leisten. Im nächsten Jahrzehnt gab es dann schon mehrere Video-Systeme, die den Interessierten das Geld aus der Tasche locken wollten: VCR hieß ein System, das 1971 auf den Markt kam. Philips und Grundig entwickelten dies weiter und brachten mit Video 2000 1979 den Nachfolger auf den Markt. Trotz Überlegenheit in einigen Bereichen konnte sich Video 2000 aber nicht gegen die Konkurrenz von Betamax (das von Sony entwickelt wurde) und VHS (ein Videosystem von JVC) halten. Aus dem daraus folgenden Krieg der Formate ging der VHS-Recorder als Sieger hervor – Ende der 80er Jahre gab es quasi keine Konkurrenz für den VHS-Standard mehr.

Mit dem Videorecorder war ein lange gehegter Traum in Erfüllung gegangen: Jetzt konnte man seine Lieblingssendungen aufzeichnen und anschauen so oft man wollte. Natürlich gab es auch eine gigantische Auswahl an Filmen zu kaufen oder in den immer populärer werdenden Videotheken zum Ausleihen. Ein Problem der Videokassetten war aber nicht zu übersehen: Die Qualität der Magnetbänder ließ nach mehrmaligem Anschauen gewaltig nach – sie war eben analog. Ende der 90er Jahre kam es dann zum Großangriff auf den VHS-Videorecorder: Die ersten DVD-Player kamen auf den Markt und begeisterten die Käufer mit digitaler Qualität. Mit diesen Playern war es aber noch nicht möglich aufzunehmen, so dass die Videorecorder immer noch die Nase vorn hatten. Außerdem waren die DVD Player vergleichsweise sehr teuer.

Nur ein paar Jahre später betraten aber auch die ersten DVD-Recorder den Markt – nun war es möglich, auch auf DVD oder auf eine integrierte Festplatte aufzunehmen. Natürlich waren die Preise bei den ersten Modellen exorbitant, inzwischen sind DVD Recorder sehr günstig erhältlich – allerdings sind sie immer noch deutlich teurer als die einfachen DVD-Player. Worauf Sie beim Kauf eines DVD-Recorders achten sollten, haben wir im folgenden Kaufberater einmal etwas näher ausgeführt.

Kaufberater

Sie sind auf der Suche nach dem idealen DVD-Recorder? Dann sind Sie hier an der richtigen Stelle. Alle Infos rund um das für Fernsehfreunde so nützliche Gerät finden Sie hier.
 

DVD-Formate

Fast fühlt man sich an den alten Formatkrieg bei den Videorecordern erinnert – denn auch für DVD-Recorder gibt es verschiedene DVD-Formate. Allerdings können alle DVD-Recorder Kauf-DVDs abspielen, es ist also nicht so schlimm wie früher. Die meisten DVD-Recorder können auch verschiedene DVD-Formate beschreiben und in verschiedenen Formaten aufzeichnen.

Hier ein Blick auf die verschiedenen Formate:

DVD-R

Die DVD-Recordable ist mit den meisten DVD-Recordern abspielbar, und kann als Standard angesehen werden. Es gibt auch DVD-Rs mit zwei Datenschichten (Double Layer), die dann knapp 9 GB Speicherkapazität anstatt 4,7 GB besitzen.

DVD-RW

Die DVD-ReWritable ist eigentlich eine DVD-R, die jedoch mehrfach beschreibbar ist. Die DVD-RW kann mit speziellen Brennprogrammen wieder gelöscht und dann wieder beschrieben werden.

DVD+R

Ein Konkurrenzprodukt zur DVD-R, meist günstiger erhältlich als die Standard-DVD-R. Allerdings kann nicht jeder DVD Recorder die DVD+R abspielen.

DVD+RW

Das Äquivalent zur DVD-RW – auch hier ist zu beachten, dass nicht alle DVD Recorder diese Scheiben abspielen.

DVD-RAM

Ein wiederbeschreibbares Medium, das aber im Unterschied zu DVD-RW und DVD+RW bis zu 10.000 mal beschrieben oder gelöscht werden kann (bei den zwei anderen Formaten ist dies nur circa 1.000 mal möglich).

Shopping Tipp

Ein Blick auf die Ausstattungsliste des ausgewählten DVD-Recorders verrät, welche DVD-Formate dieser abspielt. Es gilt ganz einfach: Je mehr, desto besser.

Kombimodelle

Praktisch für Besitzer von vielen alten Videokassetten sind die sogenannten Kombimodelle: Diese Geräte verfügen sowohl über ein Laufwerk für VHS-Videokassetten als auch über die Möglichkeit, DVDs abzuspielen. Hier ist es dann sogar möglich, Videokassetten auf DVD oder Festplatte zu kopieren, um so die alten Filme für die Nachwelt zu retten. Meist ist es sogar möglich, DVDs auch auf Video zu überspielen – ob dies dann allerdings sinnvoll ist, bleibt dahingestellt.

Wissenswert

Die Kombimodelle sind etwas teurer als die reinen DVD-Recorder und lohnen sich wirklich nur für Videokassetten-Freaks.

Integrierte Festplatte

Eine integrierte Festplatte sollte der DVD-Recorder auf jeden Fall besitzen – so ist es zum Beispiel möglich, viele Fernsehsendungen aufzunehmen, wenn Sie etwa im Urlaub sind. Die Festplattenkapazitäten reichen bei den verschiedenen Modellen von etwa einigen hundert GB bis zu 2 TB. Je größer die Festplatte, desto mehr kann archiviert werden.

Je höher die Qualität der Aufzeichnung ist, desto mehr Speicherplatz wird gebraucht. So sollten Sie also im Vorfeld abwägen, ob ein günstiger DVD-Recorder mit kleinerer Festplatte ausreicht, oder ob mehr Speicherplatz nötig ist, und damit auch mehr Geld ausgegeben werden muss

Tipp

Ist die Festplatte einmal voll, können Sie entweder mit dem Löschen anfangen oder Sie kopieren einfach die gewünschten Filme auf DVD zur Archivierung und löschen sie erst dann von der Festplatte.

Oft beherrschen DVD-Recorder mit Festplatte das sogenannte zeitversetzte Fernsehen (auch Time Shift genannt). Damit ist es möglich, eine Sendung aufzunehmen und die Wiedergabe zu unterbrechen, um kurz eine Pause zu tätigen. Danach einfach wieder auf Abspielen drücken und die Sendung weiteranschauen – parallel dazu nimmt der DVD-Recorder weiter auf, so dass Sie wirklich nichts verpassen.

Weitere Ausstattung

Viele DVD-Recorder oder HDD-Recorder verfügen auch über integrierte TV Tuner, mit denen sie dann auch Fernsehprogramme empfangen können. Je mehr Tuner, desto besser – so wird dann zum Beispiel ein separater Satelliten-Receiver überflüssig.

Wichtig sind auch die Schnittstellen: USB-Port und HDMI-Anschluss sollten auf jeden Fall vorhanden sein. Viel Wert sollten Sie auch auf die Bedienung legen – schließlich sollte der DVD-Recorder nach kurzer Einarbeitungs-Phase ohne Zuhilfenahme der Anleitung betrieben werden. Das Layout der Fernbedienung ist da ebenfalls wichtig.

Wissenswert

Nützliches Upscaling
Damit skaliert der DVD-Recorder eine Aufnahme oder eine DVD auf Full-HD Qualität hoch und erhöht damit das Sehvergnügen ungemein.

Regionalcode

Beim Kauf von DVDs und DVD-Recordern sollten Sie auch auf den sogenannten Regionalcode achten: Dieser bestimmt, in welcher Region der Welt die betreffende DVD abgespielt werden kann. In Europa gibt es den Regionalcode 2, in Nordamerika zum Beispiel den Regionalcode 1. Die verschiedenen Codes sind nicht miteinander kompatibel: Wollen Sie also eine amerikanische Code-1-DVD auf einem europäischen Gerät abspielen, funktioniert das nicht.

Es gibt zum Glück DVD-Recorder, die „regionalcodefrei“ sind: Mit diesen Geräten ist es möglich, DVDs aus der ganzen Welt abzuspielen, ganz egal was für einen Regionalcode diese Filme besitzen. Meist sind diese Art Recorder aber auch etwas teurer als ein normaler DVD-Recorder. Oft bieten Anbieter auch Firmware-Updates an, die den Recorder „regionfree schalten“. Eine andere Möglichkeit sind spezielle Codes, die per Fernbedienung eingegeben werden müssen, um den Regionalcode auszuhebeln. Hier ist es wichtig, sich vor dem Kauf darüber zu informieren, was der DVD-Recorder abspielen kann und was nicht, und ob es eine Möglichkeit gibt, den Regionalcode nachträglich zu umgehen.

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