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Ratgeber Ferngläser


Aktualisiert: 22.10.2018 | Autor: Online-Redaktion

Wissen kompakt

Sie sind in der Natur unterwegs. In der Ferne erhebt sich majestätisch die Silhouette von schneebedeckten Bergen. Als winzig kleine Punkte nehmen Sie vielleicht noch eine Herde von Tieren wahr. Es reizt Sie, das Szenario näher zu betrachten, aber weder Ihr Smartphone noch Ihre Kamera geben genug Zoom dafür her?

Wenn es Ihnen des Öfteren so ergeht, könnte sich für Sie die Anschaffung eines Fernglases lohnen.

Ein Fernglas ist eine komplexe Konstruktion. Es ermöglicht, Dinge in einer stark vergrößerten Version anzusehen. Für gewöhnlich können Sie es überall dort verwenden, wo die Vergrößerung eines Ziels notwendig ist, Sie sich diesem jedoch nicht unbedingt nähern können oder möchten. 

Finden Sie mithilfe unseres Ratgebers das ideale Fernglas. Nachfolgend haben wir relevante Faktoren für Sie übersichtlich zusammengefasst:

  • Welches Modell eignet sich für welchen Einsatzzweck?
    Bedingt durch ihre Bauweise eignen sich einige Modelle ideal für bestimmte Vorhaben. Möchten Sie Ihr Fernglas beispielsweise zum Sternebeobachten benutzen, ist ein Spektiv mit seiner großen Vergrößerung ratsam. Für Wanderungen sollte es möglichst kompakt und leicht sein. Hierfür empfehlen sich klassische Ausführungen. Zum Segeln bietet sich ein wasserdichtes Marine-Modell an. Mit einem Monokular können Sie Platz in Ihrer Tasche sparen.
    Mehr zu den Fernglas-Typen
  • Wählen Sie die Vergrößerung entsprechend Ihrer Verwendung.
    Jedes Fernglas verfügt über einen aufgedruckten Zahlenwert, der die Vergrößerung in Abhängigkeit vom Objektivdurchmesser darstellt, etwa 10x25 oder 7x50. Der erste Wert gibt an, wie viel Mal ein Objekt näher dargestellt wird. Beliebt sind Vergrößerungswerte von 7, 8 und 10. Die zweite Ziffer beschreibt den Objektivdurchmesser in Millimetern. Je größer dieser ist, umso heller ist das Bild. Dies spielt vor allem für Beobachtungen während der Dämmerung oder Nacht eine wichtige Rolle.
    Mehr zur Vergrößerung
  • Die Wahl des Prismas beeinflusst die Bauform.
    Die Prismen in einem Fernglas differenzieren sich nach 2 Bauformen: Porro- und Dachkantprismen. Porroprismen zählen zur klassischen Variante. Modelle mit diesem Prismensystem besitzen eine breite, kurze Form und nehmen vergleichsweise viel Platz in Anspruch. Dachkantprismen verfügen über eine kompakte Bauweise, sind aber vergleichsweise teurer.
    Mehr zum Prismensystem

Kaufberater

Ferngläser gibt es in zahlreichen Ausführungen. Unser Kaufberater hilft Ihnen, das optimale Modell für Ihre Ansprüche zu finden.


Fernglas-Typen

Ferngläser sollten zu Ihrem gewünschten Einsatzbereich passen. Bedingt durch ihre Bauweise sind manche Ausführungen nur für bestimmte Zwecke geeignet. 

Die Exemplare verfügen über folgende Bestandteile: 

  • Objektiv
    Das Objektiv stellt die Linse dar, durch die das Licht einfällt.
  • Tubus 
    Als Tubus wird das röhrenförmige Bauteil zwischen Objektiv und Okular bezeichnet. 2-äugige Ausführungen besitzen hierbei 2 Tuben.
  • Okular
    Das Okular ist der Teil, der am Auge anliegt und durch den Sie die Objekte vergrößert betrachten. Binokulare Modelle verfügen dementsprechend über 2 Okulare. 

Grundsätzlich funktioniert ein Fernglas folgendermaßen:

  1. Licht trifft auf das Objektiv des Fernglases. 
    ⇒ Ein spiegelverkehrtes, auf dem Kopf stehendes Bild wird erzeugt.
  2. Eckige Glaskörper, sogenannte Prismen im Inneren des Fernglases, drehen und korrigieren das Bild. 
  3. Das Bild wird weiter zum Okular geleitet. Dort gelangt es in einem Lichtbündel (Austrittspupille) in das Auge.
  4. Die Okularlinse vergrößert das Bild. 
    ⇒ Sie können es nun betrachten.

Ferngläser lassen sich folgendermaßen unterscheiden:

Fernglas-Typen nach Einsatzbereich

Fernglas-Typen nach Bauart

Fernglas-Typen nach Einsatzbereich

Überlegen Sie zunächst, wofür Sie Ihr neues Fernglas hauptsächlich nutzen möchten. Je nachdem, welcher Einsatzbereich das ist, sollte es bestimmte Eigenschaften erfüllen.

Ferngläser werden vorrangig in den folgenden 2 Bereichen verwendet:
Freizeit
Beruf

Freizeit

Die klassische Nutzung eines Fernglases findet in der Freizeit statt. 

Hier stehen vor allem folgende Zwecke im engeren Interesse:

  • Tierbeobachtung
    Für Outdoor-Einsätze wie Wanderungen, Vogel- und Naturbeobachtungen bei Tageslicht oder in der Dämmerung eignen sich klassische Modelle oder auch Universal-Ferngläser. Die Geräte verfügen meist über ein robustes, wasserfestes Gehäuse und weisen einen Vergrößerungsfaktor von 8x oder 10x auf. Die Allrounder wiegen in der Regel weniger als 1.000 g. Für längere Touren eignen sich Kompakt-Ferngläser. Diese kleinen und leichten Modelle können Sie einfach verstauen und transportieren.
  • Himmelsbeobachtung
    Möchten Sie den nächtlichen Sternenhimmel beobachten, können Sie zu einem astronomischen Fernglas greifen. Hier spielt vor allem der Objektivdurchmesser eine wichtige Rolle. Je größer der Durchmesser, desto mehr Licht kann das Objektiv sammeln und desto mehr können Sie erkennen. Aus diesem Grund bieten diese Modelle oftmals eine Vergrößerung von 10x50 oder 12x50. Astronomische Modelle besitzen in der Regel ein robustes Gehäuse mit Stickstofffüllung, um einem Beschlagen der Gläser bei Temperaturschwankungen entgegenzuwirken.
  • Navigation auf dem Wasser
    Ferngläser für den Segelsport, sogenannte Marine-Ferngläser, müssen unterschiedlichen, sich ändernden Wetterbedingungen standhalten. Sie zeichnen sich durch ein wasserfestes, robustes sowie korrosionsbeständiges Gehäuse aus. Moderne Ausführungen sind zudem meist mit einem Kompass und Entfernungsmesser versehen. Die Geräte besitzen häufig eine Linsengröße von 7x50 und verfügen über eine hohe Lichtstärke. Einige Marine-Ferngläser sind mit Stickstoff gefüllt, damit die Linse nicht von innen beschlägt. Je nach Bauweise und Ausstattung sind die Wassersport-Ferngläser vergleichsweise groß und schwer. Ihr höheres Gewicht ermöglicht jedoch ein ruhiges Beobachten.
  • Theaterbesuch
    Für den häufigen Besuch von Oper, Theater oder Pferderennen lohnt sich die Anschaffung eines speziellen Opernglases bzw. Theaterglases. Ein solches Fernglas benötigt keine Prismen, da die Linsen auf eine spezielle Art konstruiert sind. Sie bieten nur eine geringe Vergrößerung zwischen 1,5x und 5x. Das Gesichtsfeld ist recht klein, sodass es sich für Naturbeobachtungen nicht eignet.

Shopping Tipp

Sogenannte Kinder-Ferngläser sind speziell für Ihren Nachwuchs konstruiert. Sie sind aus einem bruchfesteren Material, haben einen deutlich geringeren Pupillenabstand, sind insgesamt leichter und die Farben sind häufig fröhlich gehalten. Bei den meisten Kinder-Modellen liegt der Vergrößerungsfaktor zwischen 4x und 8x. 

Gute Ferngläser für den Freizeitbereich finden Sie zu Preisen zwischen 100 € und 400 € im Handel.

Beruf

Doch auch manche Berufe erfordern die Verwendung eines professionellen Fernglases. 

Das sind vor allem Folgende:

  • Jäger
    Jagd-Ferngläser besitzen ein robustes Gehäuse und verfügen häufig über einen großen Objektivdurchmesser von 42 mm bis 60 mm, um auch in der Dämmerung gut sehen zu können. Sie sind demnach lichtstärker als herkömmliche Modelle. Die Geräte eignen sich ideal für Vogel- bzw. Tierbeobachtungen im Allgemeinen. Ausführungen für die Jagd sind meist um die 1.000 g schwer. So lassen sie sich ruhig in der Hand halten. Für Jäger empfehlen sich Modelle mit Nachtsichtfunktion bzw. entsprechende Nachtsichtgeräte. Diese ermöglichen es, auch bei schwachen Lichtverhältnissen und völliger Dunkelheit Objekte wahrzunehmen.
  • Detektiv und zivile Behörden
    Zur Observation von Dingen und Personen verwenden etwa Behörden bevorzugt sogenannte Spektive. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus Teleskop und monokularem Fernglas. Spektive bestehen aus einem spritzwassergeschützten Gehäuse. Sie sind weit leistungsstärker als andere Modelle und bieten eine Vergrößerung von bis zu 100x. Möchten Sie vor allem über große räumliche wie auch zeitliche Distanzen hin die Natur beobachten, kann ein Spektiv sich auch für Sie lohnen.

Bei professionellen Modellen können Sie je nach Ausstattung mit Preisen bis zu 7.000 € rechnen.

Fernglas-Typen nach Bauart

Generell haben Sie bei Ferngläsern die Auswahl zwischen 1-äugigen (monokularen) und 2-äugigen (binokularen) Modellen.

Die Merkmale der 2 unterschiedlichen Bauweisen finden Sie im Folgenden:

  • Binokular
    Der Begriff Binokular wird oft auch synonym zum Begriff Fernglas verwendet. Das klassische Fernglas verfügt über 2 Strahlengänge, sodass Sie mit beiden Augen hindurchgucken können. Dadurch entsteht ein dreidimensionales Bild. Bei hochwertigen Binokularen können Sie außerdem die Schärfe individuell pro Auge einstellen. Binokulare sind bauartbedingt meist schwerer als Modelle mit nur 1 Okular.
  • Monokular
    Monokulare ähneln Fernrohren, lassen sich aber nicht ausziehen. Diese haben also nur 1 Okular, Sie betrachten die Umgebung mit nur 1 Auge. Monokulare verfügen über ein schlankes Gehäuse und bieten in der Regel eine 5- oder 10-fache Vergrößerung. Ihr Sichtfeld ist aufgrund ihrer Bauweise geringer als das binokularer Modelle. Dafür sind sie sehr leicht und handlich und nehmen weniger Platz in der Tasche in Anspruch. Über einen längeren Zeitraum kann es jedoch anstrengend sein, mit nur 1 Auge in die Ferne zu sehen. Deswegen eignet sich ein Monokular weniger für lange Beobachtungen.

Vergrößerung

Die Vergrößerung eines Fernglases richtet sich nach Ihrem persönlichen Verwendungszweck. 

Wenn Sie sich vor dem Kauf über die Auswahl informieren, werden Ihnen oft 2 Zahlen in der Beschreibung bzw. auf dem Gerät auffallen, z. B. 7x35 oder 8x42. Diese Zahlen stehen für die Vergrößerung und den Objektivdurchmesser in Millimetern (mm). Letzterer wird manchmal auch als Frontlinsendurchmesser bezeichnet.

Die erste Ziffer gibt den Vergrößerungsfaktor wieder und beschreibt, wie viel Mal das zu sehende Objekt näher erscheint.

Beispiel

Mit einem Vergrößerungsfaktor von 10x erscheint ein Beobachtungsobjekt in 1.000 m Entfernung im Fernglas so, als wäre es nur 100 m entfernt.

Aber: Je höher der Vergrößerungswert, desto kleiner das Sehfeld. Sie müssen Ihr Fernglas demzufolge mehr schwenken.

Die zweite Zahl bezeichnet den Objektivdurchmesser. Dieser gibt an, wie viel Licht von der Linse eingefangen wird. Er hat somit Einfluss auf die Qualität und Helligkeit. Hierbei gilt: Je höher der Wert, desto heller das Bild. 
Ein Fernglas mit besonders breitem Objektivdurchmesser, z. B. 7x50, ist sehr lichtsensibel und damit gut für die Verwendung in der Nacht geeignet. Wählen Sie einen kleinen Durchmesser von beispielsweise 10x25, haben Sie ein kompaktes und gut verstaubares Modell, das sich für tägliche Aktivitäten eignet.


Prismensystem

Es ist die Aufgabe des Objektivs, Licht zu sammeln und damit Bilder darzustellen. Es dreht die Bilder dabei allerdings auf den Kopf und stellt sie seitenverkehrt dar. Diese Darstellung zu korrigieren, ist wiederum die Aufgabe des Prismas.

Folgende Prismensysteme finden am häufigsten Verwendung:

  • Porroprismen
    Porroprismen stehen rechtwinklig zueinander und lenken das aus dem Objektiv kommende Licht mehrmals um: Zunächst von links nach rechts, anschließend von oben nach unten. Sie können ein Porroprisma daran erkennen, dass Objektiv und Okular nicht in einer Linie liegen, sondern zueinander versetzt. Diese Gläser sind daher auch breiter und kürzer. Diese Bauweise unterstützt das dreidimensionale Sehen. Gegenstände in der Ferne sind scharf erkennbar, was aber für solche in der Nähe nicht zutrifft.
  • Dachkantprismen
    In einem Dachkantprisma wird das Licht aus dem Objektiv durch Verspiegelung weitergegeben. Dabei darf nicht zu viel Licht verloren gehen, was zu einer aufwendigeren Herstellung dieser Prismen führt und sie etwas teurer als Porroprismen macht. Die Linsen liegen im Inneren, wodurch Sie die Nahfokussierung einfacher bewerkstelligen können. Ferngläser dieses Prismensystems verfügen über eine schlanke Bauform sowie ein hohes Maß an Wasser- und Staubdichtigkeit.

Die Prismen können sich zudem nach der Art des Glases differenzieren:

  • BK-7
    BK-7 steht für Bor-Kronglas, welches vielfach bei Modellen im unteren Preissegment verwendet wird. Bei diesen Gläsern könnte es passieren, dass die Bildränder quadratisch werden. Die Abbildungsqualität reicht aber für die gelegentliche Hobby-Anwendung aus. 
  • BaK-4
    BaK-4 bezeichnet Barium-Kronglas. Dieses bietet eine bessere Qualität durch eine etwas höhere Detailauflösung und eine hellere, farbtreuere Abbildung. Dafür sind BaK-4-Gläser meist teurer als BK-7.

Fokussiersystem

Die Scharfstellung eines Objekts ist essenziell für die Nutzung eines Fernglases. 

Folgende Möglichkeiten der Fokussierung gibt es:

  • Einzeltrieb
    An einem Fernglas mit Einzelokular-Einstellung stellen Sie die Schärfe separat für jedes Auge ein. Hierzu drehen Sie beide Okulare, bis die gewünschte Schärfe abgebildet wird. 
  • Mitteltrieb
    Modelle mit einem Mitteltrieb sind mit einem zentralen Triebrad ausgestattet, das sich auf beide Linsen gleichzeitig auswirkt. Das Gerät lässt sich dadurch schneller scharf stellen. Zugleich ermöglicht es eine Dioptrien-Korrektur.
  • Fixfokus
    Gläser mit Fixfokus sind bereits auf eine festgelegte Entfernung eingestellt. Sie lassen sich somit nicht nachträglich scharf stellen.

Ausstattung

Ferngläser können unterschiedliche Ausstattungsmerkmale besitzen, die ihre Bedienung erleichtern und zu einem sicheren Gebrauch beitragen. 

Zu diesen gehören:

  • Bildstabilisator 
    Vor allem bei einem Modell mit hoher Vergrößerungsrate überträgt sich ein leichtes Zittern der Finger oder ein Wackeln der Hände stark auf das Bild, das Sie durch das Glas sehen. Das ist nicht nur störend, es kann auch zu Kopfschmerzen führen. Ein elektronischer Bildstabilisator gleicht diesen Effekt etwas aus. Er ist einem Stativ insofern überlegen, dass er Ihnen nicht Ihre Mobilität raubt. Er hat allerdings eine begrenzte Laufzeit.
  • Drehbare Augenmuscheln
    Drehbare Augenmuscheln ermöglichen es, einen optimalen Abstand zwischen Augen und Fernglas einzustellen. Brillenträger sollten die Augenmuscheln stets eindrehen, um den Abstand zwischen Glas und Brille nicht zu erweitern. Die Augenmuscheln bestehen meist aus Silikon und schirmen die Augen zugleich vor Sonnenlicht ab. 
  • Fadenkreuz
    Ein integriertes Fadenkreuz dient der Entfernungsermittlung und wird vor allem für militärische und astronomische Zwecke genutzt. 
  • Gummi-Armierung 
    In den meisten Fällen ist das Gehäuse zusätzlich an manchen Stellen mit einer Gummierung versehen. Diese ermöglicht ein besseres Handling und schützt vor Stößen. Zudem haben Menschen mit kleineren Händen viel weniger Schwierigkeiten, das Gerät zu bedienen.
  • Klappmechanismus
    Klappbare Geräte sind platzsparend und lassen sich so einfach transportieren. 
  • Kompass
    Modelle mit eingebautem Kompass helfen Ihnen bei der Orientierung. Sie finden vor allem im maritimen Bereich Verwendung. In einigen Geräten ist der Kompass beleuchtet, um auch in der Dunkelheit den korrekten Weg zu weisen. Ferngläser mit digitalem Kompass sind meist teurer als Modelle mit analogem.
  • Spritzwassergeschütztes Gehäuse
    Ein spritzwassergeschütztes Gehäuse eignet sich für Naturbeobachtungen und häufige Wetterumschwünge. Ihr Fernglas bleibt so auch bei Regen trocken.
  • Stativgewinde
    Schwere Modelle können Sie nur für eine begrenzte Zeit in der Hand halten. Mit einem Stativgewinde können Sie Ihr Gerät auf ein Stativ aufschrauben. Stativgewinde lohnen sich vor allem für längere Naturbeobachtungen.
  • Wasserdichtes Gehäuse (nitrogen-gefüllt)
    Ein wasserdichtes Gehäuse eignet sich für alle Aktivitäten an oder auf einem Gewässer, etwa zum Segeln. Vor allem Outdoor-Ferngläser sollten unbedingt wasserdicht sein. So können Sie sich ohne Sorge auf dem Wasser oder in starkem Regen bewegen.
  • Zoom
    Geräte mit einem Zoom bilden Objekte stark vergrößert ab. Es bietet sich jedoch an, bei hohen Vergrößerungen auf ein Stativ zurückzugreifen, um Verwacklungen zu vermeiden. Modelle mit integriertem Zoom lassen sich nur schwer und vergleichsweise preisintensiv reparieren. 

Zubehör

Für Ihr Fernglas erhalten Sie im Handel verschiedenes Zubehör.

Folgende zusätzlichen Anschaffungen könnten sich für Sie lohnen:

  • Reinigungsset
    Im Set enthaltene spezielle Reinigungstücher und –mittel sorgen dafür, dass Sie auch nach häufigem Benutzen des Fernglases noch ungetrübte Sicht haben.
  • Taschen
    Eine Tasche schützt Ihr Gerät vor möglichen Schäden, etwa aufgrund von Stürzen.
  • Trageriemen
    Mithilfe von Trageriemen können Sie Ihr Modell bequem um den Hals oder um die Schultern tragen und haben es somit immer griffbereit.
  • Stativ
    Für eine wackelfreie Beobachtung empfiehlt sich daher die Anschaffung eines Stativs. Viele Geräte verfügen hierzu bereits über ein entsprechendes Stativgewinde.

Häufige Fragen

An dieser Stelle haben wir weitere interessante Fragen rund um das Thema Ferngläser für Sie aufbereitet.

Anwendung

Wie justiere ich mein Fernglas richtig?

Es gibt ein paar Dinge, die Sie bei einem Fernglas anpassen sollten, um die Benutzung komfortabel und einfach zu machen. Hierzu zählt, den Abstand der Okulare Ihrem Augenabstand anzupassen. Die meisten Ferngläser haben eine knickbare Verbindungsbrücke, mit der Sie den Abstand problemlos ändern können.

Bedenken Sie

Nicht jedes Modell hat eine Verbindungsbrücke, die sich verstellen lässt.

Falls Sie die Verbindungsbrücke nicht falten können, sollten Sie vor dem Kauf darauf achten, dass der Abstand zu Ihren Augen passt.

Wenn Sie normalerweise eine Brille tragen, können Sie an manchen Geräten einen Dioptrien-Ausgleich vornehmen. Die Angabe der Dioptrien finden Sie in Zahlen auf dem Feldstecher. Stellen Sie ein Auge nach dem anderen ein und schließen Sie das jeweils andere dabei. So können Sie das Glas ohne Ihre Sehhilfe nutzen.

Es kann zudem vorkommen, dass Ihr Fernglas nach einem Stoß oder einem Sturz Doppelbilder zeigt, obwohl alle Einstellungen stimmen. Dann sind wahrscheinlich die Prismen verschoben und müssen neu justiert werden. Verschobene Prismen lassen das Bild so aussehen, als würde es hin- und herspringen, wenn Sie abwechselnd durch die beiden Okulare sehen.

An Ferngläsern mit Porroprismen finden sich am Gehäuse meist kleine Schrauben, mit denen Sie die Prismen einstellen können. 

So justieren Sie ein Fernglas mit Porroprismen:

  1. Platzieren Sie Ihr Fernglas auf einem stabilen Untergrund.
  2. Suchen Sie sich einen fixen Punkt in ausreichender Entfernung, den Sie durch Ihr Modell betrachten können. 
  3. Drehen Sie mit einem Schraubendreher sehr vorsichtig an den Schrauben, da kleine Bewegungen schon für einen Effekt genügen. 
    ⇒ Probieren Sie so lange weiter, bis die Bilder, die Sie durch die 2 Okulare sehen, wieder übereinstimmen. 

Für Modelle ohne diese Schrauben ist es empfehlenswert, sie einem Fachmann zur Reparatur zu übergeben. In diesem Fall muss das Gehäuse geöffnet und seine Bestandteile wieder richtig angeordnet und eingesetzt werden.


Wofür stehen bei einem Fernglas die 2 Zahlenwerte?

Sind Sie auf der Suche nach einem Fernglas, werden Ihnen häufig 2 Werte wie z. B. 12x50 oder 8x56 auffallen. Die erste dieser Zahlen steht für den Vergrößerungsfaktor, zu dem das Fernglas in der Lage ist.

Die zweite Zahl gibt den Objektivdurchmesser in Millimetern an. 

Lesen Sie mehr zum Vergrößerungsfaktor und dem Objektivdurchmesser in unserem Ratgeber unter der Rubrik Vergrößerung.

Ausstattung

Wofür brauche ich ein Fernglas mit Bildstabilisator?

Modelle mit starker Vergrößerungsrate lassen ein Wackeln oder Zittern der Hände leicht erkennen. Dies stört bei der Bildwiedergabe und kann Kopfschmerzen hervorrufen. Bildstabilisatoren wirken dem entgegen und tragen so zu einem hohen Bedienkomfort bei. 

Mehr zum Thema Ausstattung können Sie in unter dem gleichnamigen Kapitel in unserem Ratgeber nachlesen. 


Wozu dienen Objektiv und Okular an einem Fernglas?

Das Objektiv ist die Linse, durch die das Licht aufgenommen wird. So wird ein Bild erzeugt, das allerdings spiegelverkehrt ist und auf dem Kopf steht. Dieser Effekt wird im Prisma korrigiert.

Das Okular ist die Linse, die Sie sich an das Auge halten. Es lässt Sie das vom Objektiv aufgenommene und vom Prisma korrigierte Bild sehen. Binokulare Ausführungen bestehen aus 2 Linsen.

Funktionsweise

Wie funktioniert ein Fernglas?

Ein Fernglas funktioniert mithilfe seiner 3 Bestandteile: Objektiv, Okular und Prismensystem

Die Aufgabe des Objektivs ist es, Lichtstrahlen aufzunehmen, die vom beobachteten Objekt reflektiert werden. Das Objektiv leitet das Bild dann weiter – allerdings spiegelverkehrt und auf dem Kopf. Es liegt am Prisma, das Bild wieder in seine richtige Position zu drehen. So kommt es dann beim Okular an und wird dort von Ihren Augen aufgenommen. 

Das Okular übernimmt die Vergrößerungsfunktion, es funktioniert etwa wie eine Lupe.

Kauf

Wie viel kostet ein Fernglas?

Sie können Modelle bereits für unter 10 € erwerben. Allerdings besitzen diese keine herausragende Qualität. Die meisten Ausführungen kosten zwischen 100 € und 400 €. Sie erhalten in diesem Preissegment Produkte von guter Qualität. Es gibt auch Ferngläser, die bis zu 7.000 € kosten können. Diese Preisklasse bietet Modelle für die professionelle und häufige Benutzung.

Modelle

Was ist ein Dachkant-Fernglas?

Ein Dachkant-Fernglas ist ein Fernglas, in dem ein Dachkantprisma verarbeitet wurde. Das Prisma unterscheidet sich durch seine Form von seinen Alternativen und damit auch durch seine Art, Licht weiterzuleiten. 

Erfahren Sie Näheres zu diesem Prismensystem in unserem gleichnamigen Kapitel. 


Was ist ein digitales Fernglas?

Mittlerweile begegnen Ihnen im Handel immer mehr sogenannte digitale Ferngläser. Dahinter verbergen sich Feldstecher mit integrierter digitaler Kamera. Hier haben Sie nun die Möglichkeit, die Bilder oder Szenen, die Sie sehen, auch aufzunehmen. 

Der optische Sucher wird hierbei mehr und mehr durch einen elektrischen ersetzt, d.h. Sie können auch hier – wie bei einer digitalen Kamera – Einstellungen über einen kleinen klappbaren Bildschirm vornehmen. Ebenso können Sie hier die Qualität Ihrer bisher gemachten Aufnahmen überprüfen, bevor Sie sie anderweitig speichern.

Nicht zu verwechseln sind diese digitalen Varianten jedoch mit solchen, die nur bestimmte digitale Eigenschaften haben. Als Beispiel sind hier etwa Marine-Ferngläser zu nennen. Diese verfügen zwar über einen eingebauten digitalen Kompass und einen Entfernungsmesser, nicht jedoch über eine Aufzeichnungsmöglichkeit.


Warum werden Ferngläser auch Feldstecher genannt?

Der Begriff Feldstecher ist eine alte Bezeichnung für das, was wir heute Fernglas nennen. Er wird auch heutzutage noch als Synonym verwendet. Ferngläser wurden im 19. Jahrhundert umgangssprachlich als Stechbrillen bezeichnet, Theatergläser als Stecher. In Kreisen des Militärs fanden sie meist im freien Gelände Verwendung, wodurch sich schnell die Bezeichnung Feldstecher durchsetzte. 


Was ist ein Spektiv?

Ein Spektiv ist ein Monokular, d.h. Sie betrachten Gegenstände aus der Ferne mit nur 1 Auge. Spektive für den professionellen Einsatz schaffen Vergrößerungen von bis zu 100x.

Hinsichtlich ihres Einblicks unterteilen sich Spektive in 2 Ausführungen:

  • Spektive mit Gerade-Einblick
    Bei diesem Modell müssen Sie sich zum Betrachten eines Objekts zum Okular bücken. Dies kann schnell zu Rückenproblemen und Ermüdungserscheinungen führen. 
  • Spektive mit Schräg-Einblick 
    Geräte mit einem schrägen Einblick finden häufiger Verwendung. Sie ermöglichen eine entspanntere Beobachtung, da Sie hierbei leicht schräg und von oben in das Okular schauen können.


Worin unterscheidet sich ein Fernglas von einem Teleskop?

Der Hauptunterschied zwischen Ferngläsern und Teleskopen liegt in deren Vergrößerung. Teleskope erzielen meist Vergrößerungen ab 100x und höher, während ein Wert von 100x bei Ferngläsern schon das obere Limit darstellt. Teleskope eignen sich aufgrund ihres enormen Vergrößerungsfaktors daher ideal für Himmels- und Naturbeobachtungen. Ferngläser hingegen können Sie für verschiedene Einsatzzwecke nutzen – etwa für Sportveranstaltungen, Wanderungen oder Theateraufführungen.

Ein weiterer Unterschied ist, dass ein Teleskop fast immer auf ein Stativ angewiesen ist, während Sie dieses für ein Fernglas optional und je nach Einsatzzweck verwenden können. In der Regel können Sie ein Fernglas komfortabel transportieren und es so mobil einsetzen.

Pflege

Wie reinige ich mein Fernglas?

Da die meisten Geräte für einen Einsatz im Freien konzipiert sind, können sie schnell verschmutzen. Ablagerungen auf der Außenseite können Sie leicht mit einem Reinigungstuch oder Lappen abwischen. 

An der empfindlichen Linse ist hingegen etwas Vorsicht geboten: Auf vielen Linsenoberflächen ist eine spezielle Beschichtung, auch Vergütung genannt, aufgetragen. Diese könnten Sie bei zu grober Reinigung beschädigen. Benutzen Sie für die Linse also ein möglichst weiches Mikrofasertuch oder eventuell einen weichen Reinigungspinsel


Online-Redaktion

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