Digitalkameras (1.601 Ergebnisse aus 74 Shops)

Optisch ähnliche Angebote

Leider konnten wir zu Ihrem ausgewählten Artikel keine ähnlichen Angebote finden.

67 1 5
1
3 4 5
...

Anzahl pro Seite:

Ratgeber Digitalkameras


Aktualisiert: 21.06.2018 | Autor: Magnus Raab

Wissen kompakt

Ob Amateur, Gelegenheitsknipser oder Profi-Fotograf – eine Digitalkamera zählt heute zu den beliebtesten Werkzeugen, um einzigartige Momente festzuhalten oder um ein paar schöne Schnappschüsse zu machen. Für hochqualitative Fotos und aussagekräftige Momentaufnahmen ist die Digitalkamera heutzutage im Prinzip unerlässlich. 

Zwar haben Smartphones und Tablets die digitale Fotografie revolutioniert – schließlich sind die kleinen Geräte immer dabei und eignen sich heute nicht mehr nur für Schnappschüsse. Allerdings wächst bei vielen Menschen dennoch das Interesse an hochwertigen Digitalkameras, die auf das Aufnehmen qualitativer Fotos ausgelegt sind. 

Wissenswert

Die Digitalkamera ist bereits über 40 Jahre alt. 

1975 kam erstmals eine funktionstüchtige Kamera auf den Markt, die ohne den klassischen Foto-Film auskam. Entwickelt hat sie der Kodak-Ingenieur Steve Sasson. Ein Kassenschlager wurde allerdings nicht daraus: So brachte die unhandliche Digicam damals noch ganze 4 kg auf die Waage. 

So wie die Kamera-Technik bei den Smartphones voranschreitet, so verhält es sich auch bei den Digitalkameras. Ob größere und bessere Sensoren, höhere Auflösung, integrierte WLAN-Funktion oder Farbdisplay mit Touchscreen – moderne Digitalkameras lassen heute kaum noch Wünsche offen. Mithilfe von digitalen Spiegelreflexkameras oder Systemkameras erhalten Sie mitunter sogar Fotos wie vom Profi-Fotografen. Und auch mit günstigen Einsteiger-Modellen erhalten Sie in der Regel relativ gute, scharfe Bilder.

Für Ihre Aufnahmen zu Hause, unterwegs, bei Feiern oder im Urlaub ist eine Digitalkamera in jedem Fall eine sinnvolle Investition. Mit dem richtigen Modell entdecken Sie vielleicht sogar einen echten Fotografen in sich. Damit Sie wissen, welche Digitalkamera am besten zu Ihnen und Ihren Bedürfnissen passt, geben wir Ihnen in unserem Kaufberater einige Tipps und Hinweise für den Kauf.


Kaufberater

Die Vielfalt der erhältlichen Kamera-Typen und Eigenschaften macht es nicht leicht, einen Überblick über den Markt zu bekommen und sich über die eigenen Anforderungen bewusst zu werden. Daher sollten Sie sich im Vorfeld des Kaufs zunächst gründlich informieren. Um Ihnen dies zu erleichtern, haben wir die wichtigsten Kaufkriterien für Sie zusammengestellt und erläutert.

Bedenken Sie beim Kauf der für Sie idealen Digitalkamera vor allem folgende Gesichtspunkte:

  • Die Wahl des Kameratyps entscheidet über Bildqualität und Flexibilität.
    Überlegen Sie sich gut, ob Sie sich eine digitale Kompaktkamera, eine Bridgekamera, eine Systemkamera oder eine Spiegelreflexkamera zulegen möchten. Kompaktkameras sind sehr handlich. Aufgrund der durchschnittlichen Bildqualität eignen sie sich vor allem für Gelegenheitsfotografen. Bridgekameras stechen durch einen überdurchschnittlich großen Zoom-Bereich hervor. Viel Flexibilität dank austauschbarer Objektive und zahlreicher manueller Einstellmöglichkeiten bieten System- und Spiegelreflexkameras, Sie liefern zudem die beste Bildqualität, sind allerdings auch vergleichsweise hochpreisig.
  • Ein wichtiges Kaufentscheidungskriterium ist die Größe des Sensors.
    Entscheidend für die Bildqualität ist weniger die Anzahl der Megapixel als vielmehr die Größe des Sensors. Anders gesagt: Je mehr Pixel sich auf einen kleinen Sensor zwängen, desto eher neigen die Bilder zu störendem Bildrauschen. System- und Spiegelreflexkameras verfügen über vergleichsweise große Bildsensoren und liefern deshalb bessere Bilder als Kompakt- und Bridgekameras.
  • Wie gut eine Digitalkamera zu transportieren ist, hängt von deren Abmessungen und Gewicht ab.
    Für mobile Zwecke eignen sich eher kleinere Modelle, die Sie trotz Objektiv und Zubehör relativ kompakt in einer entsprechenden Kameratasche verstauen und mitführen können. Insbesondere Spiegelreflexkameras fallen hierbei in der Regel deutlich größer aus als etwa System- oder Kompaktkameras. Bei Bridgekameras besteht der Nachteil, dass das meist relativ umfangreiche Objektiv fest verbaut ist und für den Transport nicht vom Kamera-Body entfernt werden kann.
  • Bestimmte Ausstattungsmerkmale bieten Ihnen zusätzliche Anwendungsmöglichkeiten.
    Moderne Digitalkameras sind häufig mit einer Vielzahl an Ausstattungsmerkmalen ausgestattet, die den Bedienkomfort erhöhen oder aber zusätzliche Anwendungsmöglichkeiten bieten. Dazu gehören beispielsweise Modelle mit klappbarem Display, einem optischen Bildstabilisator oder auch einer integrierten WLAN-Schnittstelle.

Digitalkamera-Produkttypen

Vor dem Kauf stellt sich Ihnen vielleicht zunächst die Frage, aus welcher Produktkategorie Ihre Digitalkamera stammen soll. Denn mit Kompakt-, Bridge-, System- und Spiegelreflexkameras stehen sehr unterschiedliche Produkttypen zur Verfügung, die jeweils unterschiedliche Vor- und Nachteile aufweisen. Auf diese gehen wir im Folgenden näher ein.

Auf den Punkt!
  • Kompaktkameras sind für Sie geeignet, wenn Sie ein kleines und günstiges Modell für gelegentliche Schnappschüsse suchen und Sie bereit sind, kleine Schwächen in der Bildqualität hinzunehmen.
  • Bridgekameras kommen für Sie infrage, wenn Sie auf der Suche nach einem guten Allrounder mit viel Zoom und manuellen Einstellungsmöglichkeiten sind. Sie liefern eine gute Bildqualität und verbinden die Vorzüge von Kompakt- und Spiegelreflexkameras zu einem moderaten Preis.
  • Spiegelreflexkameras kommen vor allem für Foto-Enthusiasten und Profis infrage, die viel Wert auf einen großen Sensor, wechselbare Objektive und umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten legen. Für die hohe Bildqualität und Flexibilität müssen Sie jedoch bereit sein, mehr Geld auszugeben.
  • Systemkameras fallen kompakter und leichter aus als Spiegelreflexkameras. Sie bieten Ihnen dank wechselbarer Objektive und relativ großem Sensor aber ebenfalls ein hohes Maß an Flexibilität sowie eine sehr gute Bildqualität. 
Kompaktkameras – bedienungsfreundlich und handlich

Die Bezeichnung Kompaktkamera beschreibt deutlich, wofür dieser Produkttyp steht: Diese Kameras sind so klein und handlich, dass sie bequem in die Hosen- oder Handtasche passen. Zudem sind sie sehr leicht. 

Digitale Kompaktkameras funktionieren ähnlich wie ihre analogen Vorgänger. Auch sie sind mit einem fest verbauten Objektiv ausgestattet. Das Objektiv besteht aus mehreren Linsen. Sie brechen das Licht, das beim Drücken des Auslösers einfällt, und leiten es ins Innere der Kamera. Statt auf einen Film trifft das Licht jedoch auf einen elektronischen Bildsensor. Dieser wandelt das Licht in elektrische Signale um, die anschließend als Bilddatei auf einer Speicherkarte abgelegt werden.

Der Bildsensor einer Kompaktkamera ist für gewöhnlich deutlich kleiner als der einer Spiegelreflexkamera. Das führt zu Einbußen in der Bildqualität. Mehr zum Thema erfahren Sie in den Kapiteln Bildsensor und Auflösung.

Auf der Rückseite der Geräte befindet sich in der Regel ein großzügiges Farbdisplay. Es ersetzt den Sucher analoger Kompaktkameras, dient Ihnen also zum Anvisieren des Motivs. Außerdem können Sie auf dem Display unmittelbar nach der Aufnahme prüfen, ob das Foto gelungen ist.

Die Bedienung ist denkbar einfach. Kompaktkameras sind Vollautomatik-Modelle, die Ihnen alle Einstellungen abnehmen. Sie müssen nur auf den Auslöser drücken. Zusätzlich bieten viele Geräte verschiedene Motivprogramme: Sie optimieren die Kamera-Einstellungen automatisch für ganz bestimmte Aufnahme- bzw. Motivsituationen (z. B. Porträts, Landschaft, Nacht). Damit sind die Einstellungsmöglichkeiten einer Kompaktkamera allerdings auch schon erschöpft. Wer die Belichtungszeit manuell steuern möchte, muss zu einem der anderen Kameratypen greifen.

Kompakte Modelle eignen sich daher vor allem für Gelegenheitsfotografen bzw. alle diejenigen, die sich weniger mit der Technik beschäftigen möchten, sondern Wert auf eine simple Bedienung und handliche Abmessungen legen.

Einige digitale Kompaktkameras sind aufgrund ihrer besonders robusten Verarbeitung und sehr simplen Bedienung speziell von Kindern gut nutzbar. Sie finden diese Kinder-Digitalkameras auf unserem Portal.

Für gewöhnlich sind Kompaktkameras preiswerter als andere Kamera-Modelle. Trotzdem gibt es aufgrund unterschiedlicher Sensoren, Ausstattungsmerkmale und Funktionen eine große Preisspanne. So sind Einsteiger-Modelle bereits für unter 100 € erhältlich. Für besser ausgestattete Modelle müssen Sie hingegen mit einer Investition von 200 € bis 600 € rechnen.

Vorteile
  • Einfache Bedienung
  • Kleine und handliche Bauform
  • Rückseitiges Display
  • Verschiedene Motivprogramme  
  • Vergleichsweise günstig
Nachteile
  • Schwächen in der Bildqualität
  • Wenige Einstellungsmöglichkeiten
Bridgekameras – Brückenschlag zwischen Kompakt- und Spiegelreflexkameras

Bridgekameras schlagen, wie der Name bereits andeutet, eine Brücke zwischen den digitalen Kompakt- und den Spiegelreflexkameras und deren Funktions- und Ausstattungsmerkmalen. Sie sind für gewöhnlich kleiner und leichter als Modelle mit Schwingspiegel, aber voluminöser und schwerer als Kompaktkameras. Die Bauart einer Bridgekamera ist relativ kompakt gehalten, obwohl ihr Gewicht schwerer ist als das von Kompaktkameras.

Bedenken Sie

Eine Bridgekamera erreicht nicht die Abbildungsleistung einer Spiegelreflexkamera.

Bridgekameras haben in der Regel einen kleineren Bildsensor als Spiegelreflexkameras. Zudem ist ihr Objektiv fest verbaut. Zwar lässt Ihnen der große Zoom viel Spielraum bei der Wahl des Bildausschnitts. Je größer der Zoom-Faktor, desto schwieriger ist es jedoch, ein Objektiv zu bauen, das über alle Brennweiten hinweg eine gleichbleibend gute Bildqualität erzielt.

Auch Bridgekameras haben für die Motivwahl und Bildkontrolle ein großes Farbdisplay auf der Rückseite. Mitunter ist es sogar klapp- und schwenkbar, was das Fotografieren aus ungewöhnlichen Blickwinkeln erleichtert. Zusätzlich bieten die meisten Geräte einen elektronischen Sucher, mit dem Sie das anvisierte Motiv ebenfalls in Augenschein nehmen können. Insbesondere wenn durch starkes Sonnenlicht nur wenig auf dem Display erkennbar ist, ist der Sucher eine praktische Alternative.

Die Bridgekamera steht den Funktionen einer Spiegelreflexkamera meist in nichts nach. Neben zahlreichen Motivprogrammen bieten die Modelle häufig auch die Möglichkeit, Einstellungen hinsichtlich der Belichtungszeit, der Blendenöffnung sowie der ISO-Empfindlichkeit manuell vorzunehmen. Gegenüber Spiegelreflexkameras sind diese Einstellungsmöglichkeiten allerdings meist begrenzt bzw. etwas leistungsschwächer. 

Im Allgemeinen eignen sich Bridgekameras gut als Allrounder für ambitionierte Hobbyfotografen, die Wert auf einen großen Zoom legen, sich aber nicht mit dem Wechsel von Objektiven beschäftigen möchten. Aufgrund der manuellen Einstellungsfunktionen und des etwas kompakteren Formats sind Bridgekameras auch bei professionellen Fotografen als Zweit-Kameras überaus beliebt.

Bridgekameras liegen üblicherweise in einem Preisbereich zwischen 200 € und 600 €.

Vorteile
  • Objektiv mit großem Zoom
  • Kompakter und leichter als eine Spiegelreflexkamera
  • Oft schwenkbares Display
  • Elektronischer Sucher
  • Manuelle Einstellungsoptionen
  • Moderater Preis
Nachteile
  • Schwerer als eine Kompaktkamera
  • Abbildungsleistung des Objektivs häufig schlechter als die eines Wechsel-Objektivs
  • Kleiner Bildsensor 
Spiegelreflexkameras – die Königsklasse unter den Digitalkameras

Digitale Spiegelreflexkameras – auch DSLR oder D-SLR (engl. digital single lens reflex) genannt – gelten als die Königsklasse unter den Digitalkameras. Sie sind recht klobig und schwer, liefern durch den großen Sensor jedoch eine signifikant bessere Bildqualität als Kompakt- und Bridgekameras.

Wie analoge Spiegelreflexkameras verfügen auch digitale Modelle über den namensgebenden beweglichen Spiegel im Gehäuse. Er ist vor dem Bildsensor angebracht und lenkt das durch das Objektiv einfallende Licht, um das Motiv im optischen Sucher der Kamera sichtbar zu machen. Drücken Sie auf den Auslöser, klappt der Spiegel nach oben und das Licht fällt direkt auf den Sensor.

Wissenswert

Durch das Hoch- und Herunterklappen des Schwingspiegels entsteht das Auslösegeräusch, das für Spiegelreflexkameras typisch ist. Deshalb können Sie es – im Gegensatz zum künstlich erzeugten Auslösegeräusch einer Kompaktkamera – nicht ausschalten.

Im Unterschied zu Kompakt- und Bridgekameras haben Spiegelreflexkameras zudem keine fest verbaute Optik. Somit können Sie das Objektiv austauschen und die Kamera so an jede erdenkliche Motiv- und Aufnahmesituation anpassen. Mit einem speziellen Tele-Objektiv holen Sie beispielsweise weit entfernte Objekte in greifbare Nähe. Landschaftspanoramen wiederum können Sie mit einem Weitwinkel-Objektiv optimal einfangen. Die meisten Wechsel-Objektive sind auf bestimmte Anwendungsbereiche spezialisiert. Es gibt aber auch Universal-Modelle, die Sie für unterschiedliche Aufnahmebedingungen nutzen können.

Bedenken Sie

DSLR und Objektiv müssen kompatibel sein.

Spiegelreflexkameras haben unterschiedliche Anschlüsse für Objektive, sogenannte Bajonette. Sie unterscheiden sich von Hersteller zu Hersteller. Mit dem Kauf einer DSLR legen Sie sich also auf ein bestimmtes Bajonett-System fest.

Zur exakten Festlegung des Bildausschnitts hilft vor allem der optische Sucher. Inzwischen bieten alle DSLRs aber auch ein Display, das vereinzelt sogar dreh- und schwenkbar ist. Viele manuelle Einstellungsmöglichkeiten und verschiedene Motivprogramme runden die Funktionen einer Spiegelreflexkamera ab. Zudem ist es möglich, die Kamera mit zusätzlichem Zubehör wie etwa einem Blitzgerät, einem Fernauslöser oder einem Mikrofon zu verbinden.

Insgesamt eignen sich digitale Spiegelreflexkameras für alle Anwender, die eine Leidenschaft für Fotografie besitzen. Dank der großen Auswahl an Objektiven, Zubehör sowie Einstellungsmöglichkeiten bieten die Modelle insbesondere die Möglichkeit, sich auf ganz verschiedene Bereiche der Fotografie zu spezialisieren und professionelle, qualitativ hochwertige Aufnahmen zu machen.

Allerdings sollten Sie dazu bereit sein, für Kamera-Body und Objektiv einen höheren Preis zu zahlen: So liegen die meisten aktuellen Spiegelreflexkameras in einem Bereich zwischen 500 € und 2.500 €. Es gibt allerdings auch Modelle, die noch deutlich oberhalb dieser Preisspanne liegen. Hinzu kommen noch die Kosten für ein kompatibles Wechsel-Objektiv, das bei den Kameras meist nicht direkt im Lieferumfang enthalten ist. Insbesondere für Einsteiger bieten sich deshalb Sets an, die neben dem Kamera-Body bereits ein Standard-Objektiv enthalten – sie liegen meist im eher niedrigeren Preisbereich zwischen 200 und 700 €.

Vorteile
  • Sehr gute Bildqualität dank großem Sensor
  • Optischer Sucher
  • Meist dreh- und schwenkbares Display
  • Wechsel-Objektive 
  • Mit Zubehör wie Blitzgerät, Fernauslöser oder Mikrofon erweiterbar
  • Umfangreiche manuelle Einstellungsmöglichkeiten
Nachteile
  • Hoher Preis
  • Zusätzliche Kosten für Wechsel-Objektive
  • Hohes Gewicht und klobige Abmessungen
Systemkameras – starker Konkurrent der Spiegelreflexkamera

Systemkameras bestehen wie Spiegelreflexkameras aus mehreren Komponenten. Auch sie bieten die Möglichkeit, das Objektiv auszuwechseln. Allerdings verfügen Systemkameras über keinen Spiegel zwischen Objektiv und Bildsensor, weshalb sie deutlich kompakter und leichter ausfallen als DSLRs.

Wissenswert

Für Systemkameras ist die Abkürzung DSLM geläufig. 

Die ersten 3 Buchstaben sind identisch, da in beiden Kamera-Typen eine einzige Linse verbaut ist (engl. Digital Single Lens). Das R in DSLR steht für Reflex – weil der Spiegel in einer Spiegelreflexkamera das Licht reflektiert und umleitet. Das M in DSLM steht für Mirrorless, verweist also auf den fehlenden Spiegel.

Auch wenn sie optisch an Spiegelreflexkameras angelehnt sind, funktionieren Systemkameras wie Kompakt- oder Bridgekameras: Aufgrund des fehlenden Klappspiegels trifft das Licht aus dem Objektiv direkt auf den Bildsensor. Im Unterschied zu Kompakt- und Bridgekameras fallen die Sensoren von Systemkameras aber häufig etwas größer aus. Mitunter sind sie sogar genauso groß wie die Sensoren von Spiegelreflexkameras. 

Entsprechend gut ist die Bildqualität, die Sie mit einer Systemkamera erzielen können. Auch können Sie sie durch die auswechselbaren Objektive und weiteres Zubehör flexibel an unterschiedliche fotografische Situationen anpassen.

Shopping Tipp

Wechsel-Objektive für Systemkameras sind grundsätzlich kleiner und leichter als die Modelle für Spiegelreflexkameras.

Mangels Spiegel fällt in einer Systemkamera auch der optische Sucher weg. Der Sensor erzeugt das Vorschaubild und überträgt es auf das rückseitige Display, das häufig dreh- und schwenkbar ist. Teilweise ist zusätzlich ein elektronischer Sucher vorhanden. Falls nicht, können Sie ihn separat als Zubehör zum Aufstecken erwerben. 

Zudem bieten Systemkameras ähnlich umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten wie Spiegelreflexkameras und somit viel Spielraum für die kreative Bildgestaltung. Diese Modelle haben sich aufgrund ihrer zahlreichen Funktionen und ihres geringen Gewichts, vor allem aber wegen ihrer sehr guten Bildqualität zu ernstzunehmenden Konkurrenten der schwereren Spiegelreflexkameras entwickelt. Daher eignen sie sich sowohl für Hobby-Fotografen als auch für Profis und Foto-Enthusiasten, denen insbesondere an dem niedrigen Gewicht und den geringen Abmessungen gelegen ist.

Diese Verbindung von Kompaktheit und Qualität hat jedoch auch ihren Preis. Ähnlich wie Spiegelreflexkameras liegen auch die neuen Systemkameras in einem vergleichsweise hohen Preisbereich zwischen 500 € und 2.500 €. Und auch bei diesen Modellen müssen Sie noch die Kosten für ein geeignetes Wechsel-Objektiv hinzurechnen. Deshalb empfiehlt sich für Einsteiger ein Set, bestehend aus dem Systemkamera-Body und einem kompatiblen Standard-Objektiv.

Vorteile
  • Relativ leicht und kompakt
  • Sehr gute Bildqualität dank relativ großem Bildsensor
  • Oftmals dreh- und schwenkbarer Monitor
  • Platzsparende Wechsel-Objektive
  • Um Zubehör wie Aufstecksucher oder Blitzgerät erweiterbar
  • Umfangreiche manuelle Einstellungsmöglichkeiten
Nachteile
  • Hoher Preis
  • Zusätzliche Kosten für Wechsel-Objektive
  • Kein optischer Sucher

Bildsensor

Der Bildsensor ist das wichtigste Bauteil einer Digitalkamera. Er setzt sich aus vielen kleinen lichtempfindlichen Fotodioden aus Silizium zusammen, die auch Pixel genannt werden. Sie wandeln das Licht, das durch das Objektiv einfällt, in digitale Signale um. 

Größere Sensoren erzielen qualitativ bessere Bilder, da ihre Fotodioden mehr Licht aufnehmen können. Das führt zu einem niedrigeren Bildrauschen und infolgedessen zu einer höheren Detailwiedergabe.

Nachfolgend finden Sie einen Überblick über die gängigsten Sensorgrößen und deren Einsatzbereich:

Sensorgröße Abmessungen Einsatzbereich
1 / 2,3 Zoll 6,2 x 4,7 mm Kompakt- und Bridgekameras
1 / 1,7 Zoll 7,6 x 5,7 mm Kompakt- und Bridgekameras
1 Zoll 13,2 x 8,8 mm Hochwertige Kompaktkameras
Micro-Four-Thirds (MFT) 17,3 x 13 mm Systemkameras
APS-C 23,5 x 15,6 mm System- und Spiegelreflexkameras
Vollformat 36 x 24 mm Hochwertige System- und Spiegelreflexkameras

Fällt beim Aufnehmen eines Fotos Licht auf die Pixel des Sensors, verändert sich deren elektrische Ladung. Nach der Bildaufnahme wird die Ladung der Pixel durch den Sensor ausgelesen und in digitale Signale umgewandelt. Die jeweiligen Sensoren unterscheiden sich dabei hinsichtlich der jeweiligen Technologie, die beim Auslesen der Pixel-Ladungen zum Einsatz kommt.

Zu den gängigsten Sensor-Technologien gehören die folgenden:

  • CCD-Sensoren
    Bei CCD-Sensoren wird die Ladung über eine Reihen-Schaltung der Pixel ausgelesen: Jeder Pixel gibt seine Ladung dabei an das jeweils benachbarte Pixel ab. Auf diese Weise werden die einzelnen Ladungen weiter zu einem sogenannten Transistor verschoben, der sie anschließend in digitale Signale umwandelt. Ist allerdings ein Pixel dieser Reihe defekt, wirkt sich das auf die komplette Bildzeile aus: Sie fällt aus. Folge können weiße Linien und anderweitige Störungen im Bild sein. Darüber hinaus sind CCD-Sensoren anfällig für sogenanntes Bildrauschen, also eine körnige Bildstruktur. Weil dieser Sensoren-Typ eher zu den älteren und günstigeren Bildsensoren zählt, kommt dieser vor allem in den Einsteiger-Modellen von Kompakt- und Spiegelreflexkameras zum Einsatz.
  • CMOS-Sensoren
    Bei sogenannten CMOS-Sensoren wird die Ladung der Pixel jeweils einzeln ausgelesen. So gelangen die Ladungen der einzelnen Bildpunkte vergleichsweise zügig zu dem sogenannten Transistor, wo sie in digitale Signale umgewandelt werden. Auf diese Weise arbeiten CMOS-Sensoren deutlich schneller und zuverlässiger als die älteren CCD-Sensoren. Darüber hinaus benötigen die integrierten Transistoren auch deutlich weniger Strom zur Signal-Umwandlung, wodurch Sie von einer höheren Akkulaufzeit profitieren. Wegen der vergleichsweise hohen Lichtempfindlichkeit dieser Sensoren kommt es zudem weniger zu Bildrauschen. Heute kommen CMOS-Sensoren vor allem in hochwertigen Spiegelreflex-, System- oder auch Bridgekameras zum Einsatz.

Auflösung

Neben der Größe des Bildsensors beeinflusst auch dessen Auflösung die Bildqualität. Die Auflösung einer Digitalkamera wird in Pixel oder Megapixel (MP) angegeben. Ein Pixel entspricht einem Bildpunkt und enthält die Informationen zu Helligkeit und Farbe. 1 MP sind dabei 1 Million Pixel.

Die Pixelanzahl entspricht der Gesamtzahl der lichtempfindlichen Fotodioden, aus welchen der Sensor besteht. Eine hohe Pixelanzahl führt generell zu einer höheren Dichte an Bilddetails. Die Fotos wirken schärfer und Sie können sie in größeren Formaten ausdrucken. 

Bedenken Sie

Je höher die Auflösung, desto größer sollte der Sensor sein.

Je mehr Pixel auf einem Sensor gleicher Größe untergebracht sind, umso weniger Platz steht ihnen darauf zur Verfügung. Entsprechend kleiner fallen die Fotodioden aus, die deshalb weniger Licht aufnehmen können. Das kann zu Bildrauschen und Abbildungsfehlern führen.

Grundsätzlich sollte eine Digitalkamera über eine Auflösung von nicht weniger 8 MP verfügen, um scharfe und detaillierte Aufnahmen gewährleisten zu können. Mit 10 bis 12 MP sind Sie für die gängigsten Anwendungsbereiche und Einsatzfelder in jedem Fall auf der sicheren Seite.


Objektiv

Jede Kamera benötigt zur Abbildung des Motivs ein optisches Instrument, das sogenannte Objektiv. Dieses stellt gewissermaßen das Auge der Kamera dar und besteht aus einem Linsensystem, welches das Licht auf den Bildsensor bündelt. Während Objektive in Kompakt- und Bridgekameras fest integriert sind, lassen sie sich an System- und Spiegelreflexkameras flexibel wechseln

Grundsätzlich hat auch das Objektiv Einfluss auf die Bildqualität einer Digitalkamera. Wesentliche Qualitätsmerkmale sind dabei dessen Zoom bzw. Brennweite sowie dessen Lichtstärke.

Zoom 

Ob fest verbaut oder austauschbar – die meisten Objektive sind sogenannte Zoom-Objektive. Durch ein Verschieben der Linsen im Objektiv können Sie den Bildausschnitt verändern und so entfernte Objekte nah heranholen. Während Sie die Kameralinsen in motorisch angetriebenen Objektiven durch ein Drücken auf die Zoom-Taste verschieben können, müssen Sie bei Kameras mit Wechsel-Objektiven dazu in der Regel an dem Objektivring drehen. Bei beiden Varianten wird die Brennweite des Objektivs verändert, wodurch ein scharfes Bild entsteht.

Als Mindestanforderung gilt aktuell ein 3-fach optischer Zoom. Das bedeutet, dass Sie das Motiv mit dem Objektiv 3-fach vergrößern können. Digitalkameras bzw. Wechsel-Objektive höherer Preisklassen verfügen jedoch über deutlich mehr Zoomstufen. Das Zoom-Objektiv einer Bridgekamera beispielsweise kann bis zu 50-fach vergrößern.

Bedenken Sie

Digitaler Zoom führt zu einer geringeren Bildqualität.

Zwar können Sie auch mit dem sogenannten digitalen Zoom bestimmte Motive näher heranholen. Allerdings vergrößern Sie damit nur einen bestimmten Ausschnitt des ursprünglichen Aufnahmebereichs bei gleichbleibender Pixeldichte. Dadurch bewirkt digitaler Zoom eine geringere Bildqualität.

Brennweite

Die Brennweite benennt den Abstand zwischen Linse und fokussiertem Punkt auf dem Sensor. Sie wird in Millimetern (mm) angegeben. Je näher sich Fokus und Linse sind, desto kleiner ist die Brennweite und desto weiter ist der Blickwinkel. Je weiter entfernt Fokus und Linse voneinander sind, desto größer ist die Brennweite und desto näher erscheint das Motiv.

Dabei gilt die Regel: Eine Brennweite zwischen 38 und 60 mm entspricht in etwa dem natürlichen Sichtfeld des menschlichen Auges. Objektive mit geringeren Brennweiten als 38 mm – wie etwa Weitwinkel-Objektive – nehmen dabei Details auf, die dem natürlichen Blickwinkel entzogen sind. Dieser Weitwinkel eignet sich etwa besonders gut für Landschafts- und Architekturaufnahmen. 

Je höher der Wert der Brennweite ist, umso stärker können Sie ein Objekt vergrößern bzw. heranholen. Dazu eignen sich vor allem Tele-Objektive, die jeweils über längere Brennweiten verfügen. 

Objektive mit einer Brennweite von ca. 50 mm bieten sich wiederum an, wenn Aufnahmen gemacht werden sollen, die in etwa dem natürlichen Bildwinkel des Auges nachempfunden sind.

Lichtstärke

Ein ebenso relevanter Faktor für die Bildqualität ist die Lichtstärke des Objektivs. Sie beschreibt die größtmögliche Blendenöffnung eines Objektivs.

Wissenswert

Mit der Blendenöffnung des Objektivs steuern Sie, wie viel Licht auf den Bildsensor gelangt.

Infolgedessen hat die Lichtstärke maßgeblichen Einfluss auf die Belichtungszeit, aber auch auf die Tiefenschärfe. Je größer die Blendenöffnung, umso mehr Licht dringt in das Objektiv und somit in die Kamera ein. Dank einer hohen Lichtstärke lassen sich wesentlich kürzere Belichtungszeiten realisieren. So können Sie einerseits auch bei schlechteren Lichtverhältnissen gute Aufnahmen machen und andererseits sind auch Aufnahmen schneller Bewegungsabläufe möglich. 

Die Größe der Blendenöffnung können Sie insbesondere an den System- und Spiegelreflexkameras innerhalb eines bestimmten Bereichs selbst einstellen. Dabei wird die eingestellte Größe mit einem Zahlenwert angegeben. Hier gilt die Regel: Je größer die Blendenöffnung, umso geringer ist der Zahlenwert und umso mehr Licht gelang auf den Bildsensor.

Gängige Zahlenwerte zur Blendenöffnung sind beispielsweise F2.8, F8, F11 oder auch F22.

Beispiel

Ein geringer Wert von 2.8 beschreibt also eine große Blendenöffnung und entsprechend auch eine hohe Lichtstärke. Hingegen bedeutet ein Wert von F32 etwa eine sehr kleine Blendenöffnung und eine geringe Lichtdurchlässigkeit.


Lichtempfindlichkeit

Die Lichtempfindlichkeit einer Digitalkamera bezieht sich auf den darin eingebauten Bildsensor und kann an den meisten Modellen individuell eingestellt werden. Angegeben wird die Lichtempfindlichkeit dabei in ISO (International Standard Organisation).

Über den ISO-Knopf an einer Kamera können Sie somit einstellen, wie empfindlich die in dem Bildsensor integrierten Fotodioden auf das eintreffende Licht reagieren sollen – und wie dunkel oder hell das Bild am Ende wird. Dabei steht die Lichtempfindlichkeit in Wechselwirkung mit der Belichtungszeit: Denn je höher der eingestellte ISO-Wert ist, umso kürzer müssen Sie das Motiv belichten, um ein ausreichend helles Foto aufzunehmen.

Bei modernen Geräten liegt die Lichtempfindlichkeit üblicherweise in einem Bereich zwischen 100 und 16.000. Es gibt allerdings auch Modelle, an denen Sie etwa einen ISO-Wert von 50.000 einstellen können. Dabei gilt die Faustregel: Ein geringer ISO-Wert bewirkt eine geringe Lichtempfindlichkeit, während ein hoher ISO-Wert eine hohe Lichtempfindlichkeit des Sensors zur Folge hat.

Bedenken Sie

Je höher der ISO-Wert, desto stärker ist auch das Bildrauschen.

Denn mit zunehmender Lichtempfindlichkeit nimmt auch das Rauschen des Bildes zu. Das bedeutet, dass Ihre Aufnahmen eine körnige Struktur erhalten und einzelne Pixel farblich hervorstechen. Die Bildqualität nimmt dadurch ab. Üblicherweise beginnt ein solches Bildrauschen ab einem ISO-Wert von 400.

Ein hoher ISO-Wert ist immer dann nötig, wenn Sie dunkle Motive aufnehmen wollen oder aber mit Ihrer Kamera in einer dunklen Umgebung unterwegs sind. Andernfalls kann es passieren, dass auf dem aufgenommenen Foto nur wenig zu erkennen ist. Einen niedrigen ISO-Wert sollten Sie insbesondere tagsüber und bei hellen Motiven wählen. Dann reicht üblicherweise ein Wert von 100 oder 200 aus.

Welche Lichtempfindlichkeit Sie für welche konkrete Situation wählen sollten, können Sie der nachfolgenden Tabelle entnehmen:

ISO-Wert Aufnahmesituation
100 – 200 Sonne, tagsüber
400 – 800 Bedeckter Himmel, abends
800 und mehr Dunkle Umgebung, nachts

Ausstattung 

Heutige Digitalkameras verfügen meist über eine Vielzahl an Ausstattungsmerkmalen, die entweder deren Bedienung erleichtern oder aber zusätzliche Anwendungs- und Einsatzmöglichkeiten bieten.

Zu den wichtigsten Ausstattungsmerkmalen gehören folgende:

Bildstabilisator

Mithilfe eines integrierten Bildstabilisators können Sie verwackelte Aufnahmen verhindern und so auch bessere Schnappschüsse aufnehmen.

Unterschiede gibt es hierbei zwischen einem optischen Bildstabilisator im Sensor und einem elektronischen Bildstabilisator als Kamerafunktion: 

  • Optischer Bildstabilisator
    Bei dem optischen Bildstabilisator handelt es sich um eine technische oder mechanische Art der Bildstabilisierung. Dazu sind Teile des Sensors beweglich gelagert, so dass sie Bewegungen der Kamera in Echtzeit ausgleichen und korrigieren können. Über sogenannte Lage-Sensoren in der Kamera werden die zu korrigierenden Bewegungen dabei registriert und somit direkt korrigiert. Dadurch gewährleisten Kameras mit optischen Bildstabilisatoren in der Regel gute Resultate ohne Qualitätsverlust.
  • Elektronischer Bildstabilisator
    Hierbei handelt es sich um eine digitale, nachträgliche Bearbeitung des Bildes durch die Kamera. Dabei versucht die in die Kamera integrierte Software, Verwacklungen des Bildes durch ein Verschieben des Motives auszugleichen. Auf diese Weise sollen Verwacklungs- und Unschärfe-Momente im Bild korrigiert werden. Allerdings kann die digitale Nachbearbeitung zu sichtbaren Bildstörungen oder auch zu Bildrauschen führen. Gegenüber dem optischen Bildstabilisator kann es mit der elektronischen Variante daher zu Qualitätsverlusten kommen.
Blitz

Der Blitz gehört zu den wesentlichen Ausstattungsmerkmalen einer Digitalkamera. Schließlich ermöglicht Ihnen eine integrierte Blitzfunktion, auch Motive in dunkler Umgebung und bei schlechten Lichtverhältnissen aufzunehmen. Dabei sollten Sie allerdings beachten, dass es durch den integrierten Blitz auch zu Überbelichtung und harten Schlagschatten kommen kann.

Den integrierten Blitz im vorderen oder oberen Bereich des Kameragehäuses können Sie darüber hinaus nur als frontales Blitzlicht nutzen. Um weitere Bereiche gleichmäßig auszuleuchten, ist ein separates Blitzgerät empfehlenswert. Insbesondere bei System- und Spiegelreflexkameras ist es möglich, einen externen Blitz auf das Gehäuse aufzusetzen und mit der Kamera zu koppeln. So können Sie den aufgesetzten Blitz wie üblich über die Funktionstasten der Kamera bedienen.

Display 

Das Display gilt als wesentliches Merkmal digitaler Kameras im Vergleich zu analogen Kameras. Es weist in der Regel eine Vielzahl von Funktionen auf und dient unterschiedlichen Zwecken: Zum einen ersetzt es den Sucher, dient also zum Anvisieren des Motivs und Festlegen des Bildausschnitts. Zum anderen können Sie das erstellte Foto direkt nach der Aufnahme kontrollieren. Darüber hinaus können Sie über das Display teils umfangreiche manuelle Einstellungen tätigen und Motivprogramme anwählen.

Für eine komfortable Handhabung sollten Sie beim Kauf einer Digitalkamera auf folgende Display-Eigenschaften achten:

  • Größe
    Die Bildschirmdiagonale wird in Zoll (″) angegeben, wobei eine Größe von 2,7″ (6,9 cm) bis 3″ (7,6 cm) dem Standard entspricht. Je größer der Bildschirm, desto besser können Sie fertige Aufnahmen beurteilen.
  • Auflösung
    Je höher die Auflösung des Displays, umso mehr Details können Sie darauf erkennen. Ein 2,7-Zoll-Display sollte mindestens 230.000 Pixel auflösen, schärfer wirkt die Darstellung jedoch mit 460.000 Pixeln.
  • Helligkeit
    Leuchtet der Bildschirm nicht ausreichend hell, können Sie bei strahlendem Sonnenschein kaum etwas darauf erkennen. Nachts wiederum ist eine zu hohe Helligkeit unangenehm für die Augen. Achten Sie deshalb darauf, dass Sie die Display-Helligkeit regulieren können.
  • Touchscreen
    Ein berührungsempfindliches Display erhöht den Bedienkomfort. Besonders praktisch: Häufig können Sie per Fingerzeig scharfstellen und auslösen.
Shopping Tipp

Einige Digitalkameras besitzen ein schwenkbares Display, das Sie in mehrere Richtungen drehen können. Das erleichtert beispielsweise bodennahe Makro-Aufnahmen und Selbstporträts (Selfies). 

Sucher

Damit Sie den richtigen Bildausschnitt Ihres Motivs auswählen können, ist zum Fotografieren ein Sucher unerlässlich.

Unterschiede gibt es hierbei zwischen dem optischen und dem elektronischen Sucher:

  • Optischer Sucher
    Der optische Sucher von Digitalkameras befindet sich in der Regel oberhalb des Objektivs und dient dazu, das Motiv anzuvisieren. Dazu leitet die Kamera das Bild mithilfe eines Spiegels auf eine integrierte Mattscheibe. Von hier aus wird das Bild dann über ein Prisma in den Sucher weitergeleitet. So können Sie durch den Sucher schauen und den richtigen Bildausschnitt auswählen, bevor Sie auf den Auslöser drücken. Der Vorteil dieses Suchertyps: Er benötigt keinerlei elektrische Energie.
  • Elektronischer Sucher
    Elektronische Sucher zeigen den Bildausschnitt für das Aufnehmen von Fotos auf dem integrierten Display an. Dadurch können Sie den Bildausschnitt relativ präzise einstellen und darüber hinaus auch einen ersten Eindruck davon gewinnen, wie Ihr aufgenommenes Foto auf elektronischen Medien später aussehen wird. Allerdings kann es bei zu heller Umgebung und starkem Sonnenschein passieren, dass Sie das Display nicht gut genug erkennen können, um den passenden Bildausschnitt auszuwählen. Außerdem besteht ein großer Nachteil dieses Suchertyps darin, dass er zwingend Strom benötigt. Kameras mit elektronischem Sucher haben daher üblicherweise einen höheren Stromverbrauch.
Shopping Tipp

Für Brillenträger verfügen einige optische Sucher über einen integrierten Dioptrien-Ausgleich. 

Dadurch können Sie den optischen Sucher auch ohne Brille nutzen. An den meisten Modellen können Sie den Dioptrien-Ausgleich mithilfe eines kleinen Rädchens an der Seite des Suchers individuell einstellen.

Schnittstellen

Um Ihre Kamera mit externen Geräten zu verbinden und so beispielsweise Fotos zu überspielen, verfügen die meisten Geräte über eine Reihe an unterschiedlichen Schnittstellen.

Zu den gängigsten Schnittstellen von Digitalkameras gehören dabei die folgenden:

  • HDMI
    Über die HDMI-Schnittstelle können Sie Ihre Kamera mithilfe eines geeigneten HDMI-Kabels mit einem externen Monitor oder einem Fernsehgerät verbinden. Auf diese Weise können Sie Ihre neuesten Fotos in hoher HD-Qualität direkt als Diashow anzeigen lassen. Eine weitere Variante besteht darin, Ihre Kamera über HDMI mit einem kleinen Kontrollmonitor zu verbinden. Somit können Sie das Bild während der Foto- oder Videoaufnahmen in Echtzeit kontrollieren.
  • USB
    Über USB können Sie Digitalkameras auf direktem Wege mit externen Geräten wie PCs, Laptops oder auch Tablets verbinden. Dazu verfügen die meisten Kameras über einen integrierten Micro-USB-Anschluss, an welchen Sie ein entsprechendes USB-Kabel anschließen können. Auf diese Weise übertragen Sie Fotos, ohne die eingelegte SD-Karte aus der Kamera zu entnehmen. Das kann sich beispielsweise dann anbieten, wenn kein SD-Karten-Lesegerät zur Verfügung steht.
  • Bluetooth
    Für die Übertragung von Fotos an mobile Geräte wie Smartphones ist eine Bluetooth-Funktion an der Digitalkamera sinnvoll. Denn Bluetooth ermöglicht es, Daten über Funk relativ zügig zwischen mobilen Geräten in der näheren Umgebung zu übertragen. Dazu müssen Sie die Bluetooth-Funktion an Ihrer Digitalkamera und dem Empfangsgerät, also beispielsweise einem Smartphone, aktivieren und beide Geräte miteinander koppeln.
  • WLAN
    Digitalkameras mit integrierter WLAN-Funktion können auf das Internet zugreifen. Dadurch können Sie Ihre neuesten Fotos problemlos und einfach an andere Geräte übertragen oder auch direkt in sozialen Netzwerken teilen. Dafür erforderlich ist lediglich, dass Ihre Digitalkamera mit einem WLAN-Netzwerk verbunden ist. 
  • GPS
    Anders als die anderen Schnittstellen dient GPS nicht zur Übertragung von Daten an externe Geräte. Denn die GPS-Funktion kennzeichnet getätigte Fotoaufnahmen mit Ortsangaben, sogenannten GPS-Tags. Auf diese Weise wird in den Eigenschaften der Bilddateien der genaue Ort der Aufnahme gespeichert und für Sie nutzbar gemacht. So können Sie beim Durchsehen Ihrer Fotos am Rechner beispielsweise genau nachverfolgen, an welchem Ort die Bilder entstanden sind.
  • NFC
    NFC steht für Near Field Communication und stellt wie die Bluetooth-Funktion eine Möglichkeit dar, Daten zwischen mobilen Geräten in der näheren Umgebung über Funk zu übertragen. Allerdings besitzt die NFC-Technik eine deutlich geringere Übertragungsrate als Bluetooth. Weil auch die NFC-Reichweite relativ gering ist, stellt diese Technik heute keine Konkurrenz mehr zu anderen Technologien wie Bluetooth oder WLAN dar.

Funktionen

Mithilfe bestimmter Funktionen gelingen Ihre Aufnahmen noch besser. Darüber hinaus bieten Ihnen Möglichkeiten wie Bildprogramme oder ein Weißabgleich zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten, die Sie je nach Motiv und Umgebung flexibel nutzen können.

Zu den wichtigsten Funktionen von Digitalkameras gehören folgende:

Autofokus

Zu den wichtigsten Funktionen einer Digitalkamera gehört ein integrierter Autofokus. Dieser stellt die richtige Entfernung von Objektiv und Motiv automatisch ein und macht die Aufnahme dadurch scharf. Viele Hersteller kürzen die Funktion bei Ihren Kameras schlichtweg als AF (Autofokus) ab.

Dabei stehen 2 verschiedene Typen des Autofokus zu Verfügung:

  • AF-S
    AF-S steht für Single Autofocus. Dabei handelt es sich um eine Funktion, die sich vor allem für statische Motive eignet, die sich nicht bewegen. Um den AF-S zu aktivieren, drücken Sie den Auslöser zunächst halb durch, bis die Kamera das Motiv scharf gestellt hat. Drücken Sie den Auslöser weiter durch, löst das Bild aus.
  • AF-C
    AF-C steht für Continuous Autofocus. Entsprechend handelt es sich hierbei um einen kontinuierlichen Autofokus, mit dem das Motiv während der Aufnahme ständig neu scharf gestellt wird. Dadurch eignet sich dieser Autofokus-Typ insbesondere für bewegte Motive und schnelle Bewegungsabläufe. 
Programme

Mithilfe spezieller Bildprogramme wie beispielsweise Porträt-, Landschafts- oder Sport-Programme können Sie Ihre Kamera für die Aufnahme entsprechender Motive optimal einstellen.

So ermöglichen diese Modi es Ihnen, mithilfe bestimmter Voreinstellungen hinsichtlich Lichtempfindlichkeit, Belichtungszeit, Fokus und gegebenenfalls Blendenöffnung optimale Aufnahmen zu generieren. Bei schnellen Bewegungsabläufen wie beispielsweise beim Fotografieren eines Fußballspielers bietet sich ein Sport-Modus an. Bei diesem sind die Einstellungen automatisch auf die Aufnahme solcher Motive ausgelegt.

Serienbild

Diese Funktion ermöglicht es Ihnen, eine ganze Serie an Fotos hintereinander aufzunehmen. Dazu drücken Sie den Auslöser herunter und die Kamera nimmt so lange Bilder auf, bis Sie den Auslöser wieder loslassen. Auf diese Weise können Sie eine Vielzahl an Bildern in einer Reihe aufnehmen und anschließend das beste Foto aus der Serie auswählen und entwickeln lassen.

Dadurch bietet sich die Serienbild-Funktion insbesondere für Motive mit schnellen Bewegungsabläufen an.

Weißabgleich

Der Weißabgleich dient dazu, die Digitalkamera optimal auf die Farbtemperatur der Umgebung Ihres Motivs einzustellen. Wählen Sie die Funktion, orientiert sich die Kamera an der Farbgebung in der Umgebung und stellt die Farben der Aufnahme darauf ein. Auf diese Weise gewährleistet diese Funktion eine optimale Darstellung Ihres Bildes und verhindert darüber hinaus einen unnatürlichen Farbstich. 

Neben dem automatischen Weißabgleich, der diese Aufgabe vollautomatisch übernimmt, gibt es auch Kameras mit manuellem Weißabgleich. Hierbei müssen Sie die entsprechenden Einstellungen selbst vornehmen. Dadurch können Sie allerdings eine genauere Farbgebung einstellen und eventuelle Farbstiche besser korrigieren. Der manuelle Weißabgleich empfiehlt sich daher insbesondere für Foto-Profis. 

Video

Die meisten Digitalkameras verfügen heutzutage nicht nur über eine Foto-, sondern auch über eine Videofunktion. So können Sie auch mit Ihrer Digitalkamera Video-Aufnahmen in relativ hoher Auflösung herstellen.

Beim Kauf sollten Sie allerdings darauf achten, dass Ihre Kamera Videos wenigstens in einer Auflösung von 1.280 x 720 Pixeln aufnehmen kann. Empfehlenswert ist eine Full-HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln. Einige aktuelle Kameras können sogar Videos in Ultra-HD (3.840 x 2.160 Pixel) aufnehmen.

Bedenken Sie

Eine Digitalkamera bietet nicht die gleichen Möglichkeiten wie ein Camcorder.

So können Sie mit vielen Modellen während der Video-Aufnahme nicht sanft in das Motiv hinein- und hinauszoomen. Nutzen Sie ein Zoom-Objektiv, können Sie die Brennweite sogar nur manuell am Objektiv verändern. Im Video sieht ein manuelles Zoomen dann meist relativ ruckartig aus. An Kameras mit Festbrennweite gibt es gar keine Zoom-Möglichkeit.


Zubehör

Für Digitalkameras steht mittlerweile auch eine Vielzahl an Zubehör-Artikeln zur Verfügung. Einige sind für die Verwendung oder aber einen problemlosen Transport der Geräte praktisch unerlässlich.

Zu den wichtigsten Zubehörartikeln gehören die folgenden:

Akku

In puncto Energieversorgung unterscheiden sich Digitalkameras hinsichtlich der Verwendung von Akkus und Batterien. In den meisten modernen Modellen werden heute Lithium-Ionen-Akkus eingesetzt, die Sie zum Aufladen aus dem Gerät entnehmen können. So können Sie das Gerät etwa mit einem Zweit-Akku ganz bequem weiterverwenden und den leeren Akku über das mitgelieferte Ladegerät an der Steckdose aufladen.

Allerdings setzen einige Hersteller für ihre Digicams weiterhin auf handelsübliche Batterien vom Typ AA. Der Vorteil einer Stromversorgung mit Batterien ist, dass Sie sie quasi überall auf der Welt nachkaufen können. Zudem sind Sie unabhängig von einer Steckdose. Hintergrund des Produktkonzeptes mit Batterien dürfte außerdem sein, dass sich Kamera-Hersteller hier das Einbauen der teureren Akkus und das Beilegen der Ladegeräte sparen. Aus Nachhaltigkeitsgründen werden Batterien jedoch immer weniger von den Herstellern eingesetzt.

Wissenswert

Es gibt auch Akkus vom Typ AA, die entsprechend wie herkömmliche Batterien aussehen. In Fachkreisen werden diese Akkumulatoren auch als Mignon- oder AA-Akkus bezeichnet.

Für die tägliche Verwendung sollten Sie allerdings beachten, dass Kameras mit Batterien und Akkus der AA-Bauweise meist deutlich schwerer sind als vergleichbare Modelle mit modernen, entnehmbaren Lithium-Ionen-Akkus. Der Vorteil liegt daher eher bei der Stromversorgung mithilfe Li-Ion-Akkus.

Speicherkarte

Mithilfe einer zusätzlichen Speicherkarte können Sie den integrierten Speicher Ihrer Digitalkamera erweitern. Dafür steht an den meisten Modellen ein spezieller Speicherkarten-Slot zur Verfügung, in den Sie die jeweilige Karte einlegen.

Bedenken Sie

Viele Modelle kommen ohne Speicherkarte nicht aus.

Heutzutage besitzen viele Digitalkameras gar keinen integrierten Speicher mehr und benötigen dadurch zwangsläufig eine Speicherkarte, um Fotos aufzunehmen und darauf zu speichern. Bei diesen Modellen sollten Sie daher darauf achten, immer eine passende Speicherkarte mitzuführen.

Zu den wichtigsten Typen von Speicherkarten zählen folgende:

  • SD-Karten
    Bei einer SD-Karte (Secure Digital Memory Card) handelt es sich um die klassische Variante einer Speicherkarte für Digitalkameras. SD-Karten basieren auf dem Flash-Speicher-Prinzip und besitzen üblicherweise eine maximale Kapazität von 2 GB.
  • SDHC-Karten
    Die SDHC-Karten (SD High Capacity) sind die Nachfolger der klassischen SD-Karten. Daher werden sie mitunter auch als Speicherkarten des Typs SD 2.0 bezeichnet. Während ihre Bauform der herkömmlicher SD-Karten ähnelt, unterscheidet sich jedoch die maximale Speicherkapazität stark: So können SDHC-Karten Daten bis zu einer Größe von 32 GB speichern.
  • SDXC-Karten
    Die SDXC-Karten (SD Extended Capacity) stellen die aktuelle Version von SD-Karten auf dem Markt dar. Gegenüber den Vorgängern können die SDXC-Karten Daten wesentlich schneller übertragen und verarbeiten. Darüber hinaus ist vor allem die Speicherkapazität um ein Vielfaches höher: So sind mittlerweile SDXC-Karten mit einem maximalen Speicherplatz von 1 TB erhältlich. Um diesen neueren SD-Kartentyp mit Ihrer Kamera allerdings auch nutzen zu können, sollten Sie darauf achten, ob Ihre Kamera diesen auch unterstützt. 

Haben Sie vor, mit Ihrer Digitalkamera regelmäßig HD-Video-Aufnahmen zu machen, dann sollten Sie auf eine ausreichend hohe Kapazität der Speicherkarte achten. Video-Dateien in hoher Auflösung benötigen nämlich deutlich mehr Speicherplatz als herkömmliche Fotos. Eine große Auswahl an unterschiedlichen Speicherkarten in allen Größen finden Sie auf unserem Portal.

Trageriemen

Ein passender Trageriemen für Ihre Digitalkamera ist praktisch unerlässlich, um diese auch unterwegs sicher mitzuführen und gleichzeitig stets griffbereit zu haben.

Einen entsprechenden Trageriemen befestigen Sie an Ihrer Kamera und können sich diese somit um den Hals hängen. So haben Sie immer schnellen Zugriff auf Ihr Gerät, etwa wenn sich eine Gelegenheit für einen Schnapsschuss ergibt. Oftmals sind passende Trageriemen bereits im Lieferumfang enthalten.

Es gibt allerdings auch Kamera-Gurte, die üblicherweise nicht im Lieferumfang enthalten sind:

  • Schultergurt
    Diesen Gurt hängen Sie sich ganz bequem über die Schulter und führen so die Kamera sicher mit sich. Das Kamera-Gehäuse können Sie dabei noch mit einer Hand festhalten, um die Kamera zusätzlich vor Beschädigungen zu schützen. Ganz ähnlich wie mit anderen Trageriemen haben Sie Ihre Digitalkamera so stets griffbereit.
  • Handschlaufe
    Eine Handschlaufe dient dazu, dass Sie Ihre Kamera auch sicher mitführen, wenn Sie diese in der Hand halten. Dazu bringen Sie die Handschlaufe am Kamera-Gehäuse an und ziehen diese anschließend über die Hand. Handschlaufen empfehlen sich insbesondere dann, wenn Sie beispielsweise eine Foto-Tour unternehmen und viele Fotos am Stück aufnehmen möchten. So müssen Sie die Kamera nicht ständig wieder verstauen.
Tragetasche

Um Ihre Digitalkamera sicher zu transportieren und sie vor Beschädigungen durch Feuchtigkeit, Schmutz und Stößen zu schützen, ist eine Tragetasche empfehlenswert. Diese gibt es praktisch für jeden Kamera-Typ in den unterschiedlichsten Formen, Größen und Designs. 

Die meisten Tragetaschen bieten dabei neben dem nötigen Platz für das Kamera-Gehäuse auch noch Zubehörfächer für Objektive, SD-Karten und Akkus.


Häufige Fragen

Was Sie schon immer zur Verwendung von Digitalkameras wissen wollten, haben wir an dieser Stelle für Sie zusammengefasst. Unsere FAQ-Sammlungen basieren hierbei auf dem Wissensbedarf anderer Käufer von Digitalkameras.

Auflösung

Wie viele Megapixel braucht meine Digitalkamera?

Prinzipiell gilt: Je mehr Megapixel (MP) eine Kamera hat, desto detaillierter und schärfer werden die Aufnahmen. Die meisten Modelle bieten 12 MP und mehr. Das reicht bereits für Ausdrucke in Postergröße oder Ausschnittsvergrößerungen. Bedenken Sie jedoch, dass der Sensor maßgeblichen Einfluss auf die Bildqualität hat. Je kleiner er ist und je mehr Pixel auf ihm Platz finden müssen, desto eher neigt er dazu, Bildrauschen zu produzieren.

Für detailreiche Bilder kommt es daher auch auf weitere Faktoren an – eine hohe Megapixel-Zahl alleine schafft dies noch nicht:

  • Rausch-Unterdrückung
    Viele Kameras verfügen über eine integrierte Rausch-Unterdrückung. Dabei handelt es sich um ein technisches Verfahren, das zu einer Verringerung von Bildrauschen beiträgt. Hierzu unterdrückt oder aber verstärkt es bestimmte Frequenz-Anteile bei der Aufnahme.
  • Lichtempfindlichkeit (ISO)
    Auch über die Lichtempfindlichkeit können Sie regulieren, wie stark das Bild zu Bildrauschen neigt. Dabei gilt die Regel: Je höher die eingestellte Lichtempfindlichkeit, desto stärker rauscht das Bild. Sie sollten daher die ISO-Werte wenn möglich nicht allzu hoch einstellen.
  • Belichtungszeit
    Damit das Bild hell genug ist, sollten Sie gerade bei dunklen Lichtverhältnissen eine ausreichend hohe Belichtungszeit wählen. Denn je länger das Bild belichtet wird und umso mehr Licht den Sensor somit erreicht, desto heller wird die Aufnahme letztlich auch – ohne dass es zu Bildrauschen kommt.

Eine höhere Pixel-Zahl bietet sich für Hobby-Fotografen besonders dann an, wenn es darum geht, einzelne Bildbereiche durch Zoomen nachträglich zu vergrößern oder zuzuschneiden. So können Sie Qualitätseinbußen vermeiden.

Foto-Enthusiasten können auf Digitalkameras mit 22 MP und mehr zurückgreifen. Sie erhalten damit die Möglichkeit, ohne Qualitätsverluste weit in fertige Aufnahmen hinein zu zoomen. Für besonders anspruchsvolle Fotografen stehen zudem Kameras mit mehr als 50 MP zur Verfügung. Allerdings haben Digitalkameras dieser Pixeldichte selbst für Profi-Fotografen keinen wirklichen Mehrwert.

Ausstattung

Wozu dient der AF/MF-Schalter an meiner Digitalkamera?

Der AM/MF-Schalter bezieht sich auf den Fokus der Kamera. Während die Abkürzung AF für Autofokus steht, weist MF auf einen manuellen Fokus hin. Mit dem Schalter können Sie entsprechend zwischen diesen beiden Fokus-Funktionen wechseln. Stellen Sie den Schalter auf AF ein, fokussiert Ihre Digitalkamera automatisch das anvisierte Motiv. Bei der MF-Einstellung hingegen können Sie das von Ihnen gewünschte Motiv selbst scharf stellen.

Insbesondere für erfahrene Fotografen, die einen bestimmten Bildbereich fokussieren möchten, ist daher die MF-Einstellung besonders relevant. Für Fotografie-Einsteiger hingegen ist vor allem die AF-Funktion hilfreich. Denn sie ermöglicht es, dass auch Schnappschüsse und schnelle Aufnahmen scharf aufgenommen werden.

Wozu ist in manchen Digitalkameras ein WLAN-Modul integriert?

Mithilfe einer WLAN-fähigen Digitalkamera können Sie direkt von dem Gerät aus auf das Internet zugreifen. Auf diese Weise müssen Sie die Kamera nicht erst mit einem Computer verbinden, um Ihre Fotos und Videos zu übertragen.

Stattdessen können Sie die Dateien direkt von der Digitalkamera aus an andere mobile Geräte wie Ihr Smartphone übertragen oder auch in sozialen Netzwerken teilen. Hierfür müssen Sie lediglich sicherstellen, dass Ihre Kamera auch mit einem verfügbaren WLAN-Netzwerk verbunden ist.


Wozu dient ein integriertes GPS-Modul in einer Digitalkamera?

Eine in die Digitalkamera integrierte GPS-Funktion dient dazu, Fotoaufnahmen mit GPS-Tags zu versehen. Dabei handelt es sich um Ortsangaben, die in den Eigenschaften der Bilddatei vermerkt werden. Dadurch wissen Sie beim Durchsehen Ihrer Fotos stets, wo genau Sie welche Aufnahmen gemacht haben.

Was ist der Unterschied zwischen einem optischen und einem elektronischen Sucher?

In vielen Digitalkameras ist neben dem Kamera-Display ein optischer Sucher integriert, wie er auch in analogen Fotoapparaten vorkommt. Dieser zeigt dem Nutzer in dem sogenannten Okular ein optisches Bild des Motivs, welches sich vor der Kameralinse befindet.

Ein solcher optischer Sucher ist vor allem deshalb empfehlenswert, weil sich das Fotografieren über den Kamera-Bildschirm insbesondere bei zu starken Lichtverhältnissen und zu hoher Sonneneinstrahlung als schwierig erweisen kann. Der optische Sucher hingegen ist für solche Einwirkungen nicht anfällig, weil der Fotograf die Kamera hierbei dicht an das eigene Sichtfeld heranhält, um durch das Okular zu blicken.

Ein elektronischer Sucher wird vor allem in Systemkameras verbaut, die keinen optischen Spiegel integriert haben. Ein elektronischer Sucher sieht dabei ganz ähnlich wie ein optischer Sucher aus. Allerdings handelt es sich hierbei um ein elektronisches Bauteil, bei dem der Fotograf durch das Okular auf einen weiteren kleinen, in die Kamera eingebauten Bildschirm schaut. Auf diese Weise stellt das Fotografieren wie mit einem optischen Sucher ebenfalls auch bei Helligkeit und hoher Sonneneinstrahlung kein Problem mehr dar. Allerdings benötigen elektronische Sucher anders als optische Sucher Strom für den Betrieb.

Bildqualität

Wie kann ich Bildrauschen auf meinen Bildern reduzieren?

Der Begriff Bildrauschen verweist auf fehlerhafte Bildpunkte in einer Aufnahme, die von den tatsächlichen Farb- und Helligkeitswerten abweichen. Insbesondere in einfarbigen Flächen fallen sie störend ins Auge. Bildrauschen tritt vor allem dann auf, wenn Sie bei schlechten Lichtverhältnissen fotografieren. Das Ergebnis sind schwammige oder körnige Aufnahmen, die an Bildqualität stark zu wünschen übrig lassen.

Und so können Sie das Bildrauschen verringern:

  • Grundsätzlich sind Digitalkameras mit großem Bildsensor wie System- und Spiegelreflexkameras zu empfehlen.
    Denn je größer der Sensor, umso mehr Platz steht für die integrierten Fotodioden zur Verfügung. Liegen diese nicht zu dicht beieinander, kann dies Störsignale vermeiden.
  • Verringern Sie die Lichtempfindlichkeit des Sensors.
    Wenn Sie ein Stativ verwenden und den Automatikmodus ausschalten, können Sie anhand der sogenannten ISO-Zahl eine längere Belichtungszeit mit geringer Lichtempfindlichkeit einstellen. Damit vermeiden Sie das Risiko, dass das Bild verwackelt.
  • Halten Sie die Betriebstemperatur der Kamera niedrig.
    Heizt sich der Bildsensor auf, kann auch das zu stärkerem Bildrauschen führen. Lassen Sie Ihre Digicam daher nicht in der Sonne oder auf der Heizung liegen.
Recherche Tipp

Sie können Bildrauschen bis zu einem bestimmten Grad auch nachträglich per Bildbearbeitung reduzieren. Die Redaktion des PC-Magazin hat hierfür die wichtigsten Schritte und Tools zusammengetragen.

Erfindung

Wann wurde die Kamera erfunden?

Das Prinzip der Fotokamera und damit auch grundsätzlich das der heutigen Digitalkamera gibt es bereits seit der Antike. So geht deren Entwicklung bis auf das 4. Jahrhundert vor Christus zurück, als der bedeutende Philosoph und Naturforscher Aristoteles bereits das Prinzip der Camera Obscura beschrieb.

Eine kleine Zeitreise von der Entstehung der ersten Kameras bis hin zu den modernen Geräten beschreibt anschaulich die Geschichte der Fotoaufnahmen:

  • Etappe 1 – 1822: Entwicklung lichtbeständiger Aufnahmen
    Die ersten chemischen Verfahren zur Erzeugung dauerhafter und lichtbeständiger Abbildungen gelangen Mitte des 19. Jahrhunderts. So schaffte es der Franzose Joseph Nicéphore Niépce 1822 erstmals, eine lichtbeständige Kopie einer Grafik anzufertigen. 2 Jahre später gelang ihm dann die erste dauerhafte Abbildung mit einer Camera Obscura. 
  • Etappe 2 – 1888: Entwicklung des Rollfilmstandards
    Wurden diese ersten Fotografien dabei noch auf Zinn-, Kupfer- oder Zinnplatten abgebildet, entwickelte sich der massentaugliche Rollfilm-Standard im Jahr 1888. Er ermöglichte die Vervielfältigung von Papierfotografien. Mit der Original-Kodak kam die erste industrielle Rollfilm-Kamera auf den Markt, die von dem US-amerikanischen Unternehmer und Mitbegründer des hiesigen Fotounternehmens Kodak George Eastman entwickelt wurde. 
  • Etappe 3 – 1913: Entwicklung der Kleinbild-Kamera
    Im 20. Jahrhundert wurden schließlich Kleinbild-Kamera, Farbfilm und Schärfenregelung erfunden. Zunächst entwickelte der deutsche Feinmechaniker Oskar Barnack 1913 mit dem Proto-Typen der sogenannten Leica die erste Kleinbild-Kamera. Sie stellte vor allem aufgrund ihrer Handlichkeit einen großen Fortschritt dar und vereinfachte das Fotografieren erneut wesentlich.
  • Etappe 4 – 1969: Entwicklung der Digitalkamera
    1969 erfanden Boyle und George Smith sodann die sogenannte CCD-Technik, also die Sensoren-Technik digitaler Fotokameras. Ihnen gelang mit der Entwicklung lichtempfindlicher Chips zur Datenspeicherung der entscheidende Schritt, so dass sich die ersten kommerziellen Digitalkameras ab Mitte der 80er Jahre im Handel etablierten. Zwar ließ die Bildqualität noch sehr zu wünschen übrig und auch die Aufnahmedauer von nur 23 Sekunden war alles andere als zufriedenstellend. Dennoch war damit der Startschuss gefallen für eine über Jahrzehnte bis heute andauernde stetige technische Verfeinerung von Nachfolgemodellen. 
  • Etappe 5 – 21. Jahrhundert: Der Fortschritt geht weiter
    Im Laufe der Zeit wurden die Kameras immer ausgefeilter, erhielten größere Displays, eine höhere Belichtungsauflösung und bessere Bildsensoren. Mittlerweile hat die digitale Fotografie die alten Analogkameras stark verdrängt. Der Markt bietet den Anwendern eine Vielzahl an verschiedenen Modellen und Typen von unterschiedlichen Herstellern. 

Kauf

Wie viel kostet eine Digitalkamera?

Wie viel Sie eine Digitalkamera kostet, hängt von mehreren Faktoren wie der Pixeldichte, dem Bildsensor oder auch dem integrierten oder mitgelieferten Objektiv ab.

Vor allem aber unterscheidet sich der Preis von Digitalkameras dahingehend, um welchen Kameratyp es sich handelt:

  • Kompaktkamera
    Für eine gute Kompaktkamera müssen Sie im Vergleich den geringsten Preis zahlen. Hier können Sie einen Preis zwischen 200 € und 600 € erwarten.
  • Bridgekamera
    Ganz ähnlich wie die Kompaktkameras kostet auch eine gute Bridgekamera meist zwischen 200 € und 600 €.
  • Spiegelreflexkamera
    Spiegelreflexkameras gehören zu den sehr hochwertigen Typen von Digitalkameras. Je nach Modell und mitgeliefertem Objektiv variieren die Preise hier allerdings deutlich. So können Sie für eine Spiegelreflexkamera einen Preis zwischen 500 € und 2.500 € erwarten.
  • Systemkamera
    Ähnlich stark variieren auch die Preise für Systemkameras: So können Sie auch bei diesem Kameratyp von einem Preis zwischen 500 € und 2.500 € ausgehen.
     

Worauf sollte ich beim Kauf einer Digitalkamera achten?

Beim Kauf einer idealen Digitalkamera für Ihre Anforderungen sollten Sie auf einige Merkmale achten. Ausschlaggebend sind dabei der Kameratyp, Sensor, Ausstattung und Gewicht.

Achten Sie auf folgende Gesichtspunkte:

  • Der Kameratyp bestimmt über Bildqualität und Flexibilität.
    So unterscheiden sich insbesondere Kompakt-, Bridge-, System- und Spiegelreflexkameras voneinander. Während Kompaktkameras zwar sehr handlich sind und sich so vor allem für die mobile Verwendung eignen, können sie mit der Bildqualität von System- und Spiegelreflexkameras nicht mithalten. Ähnlich bieten sich auch Bridgekameras eher für Gelegenheits- und Hobby-Fotografen an, allerdings zeichnet sich dieser Kameratyp durch einen sehr hohen Zoom-Faktor aus. System- und Spiegelreflexkameras bieten dank austauschbarer Objektive, hochwertiger Sensoren und zahlreicher manueller Einstellmöglichkeiten die beste Bildqualität.
  • Die Bildqualität hängt insbesondere vom Sensor ab.
    Je größer der Sensor, umso mehr Platz steht für die darin integrierten Fotodioden zur Verfügung. Liegen diese also nicht wie bei kleineren Sensoren zu dicht beieinander, kommt es weniger zu Bildrauschen. Auch beim Sensor-Typ gibt es Unterschiede: Während die älteren CCD-Sensoren eher zu Störungen neigen und weniger schnell arbeiten, wandeln neuere CMOS-Sensoren die Bildsignale zuverlässig und schnell in digitale Informationen um. Deshalb kommen CMOS-Sensoren vor allem in hochwertigen Digitalkameras zum Einsatz.
  • Abmessungen und Gewicht entscheiden über die portable Nutzung.
    Große Kameras mit vergleichsweise hohem Gewicht eignen sich weniger gut für die Verwendung unterwegs und einen einfachen Transport. Hierfür kommen eher kleinere Modelle infrage, die Sie kompakt in einer entsprechenden Kameratasche verstauen und mitführen können. Für diesen Zweck eignen sich am besten die vergleichsweise kleinen Kompaktkameras, die sowohl über geringe Abmessungen als auch ein geringes Gewicht verfügen. Darüber hinaus eignen sich auch die relativ schmalen Systemkameras gut für die mobile Nutzung. Spiegelreflexkameras hingegen fallen meist deutlich größer aus und besitzen häufig ein höheres Gewicht. Sowohl bei einer System- als auch bei einer Spiegelreflexkamera müssen Sie zudem beachten, dass Sie noch das zusätzliche Objektiv mitführen müssen. Bridgekameras haben hier hingegen den Nachteil, dass an diesen das relativ große Objektiv fest verbaut ist und nicht vom Kamera-Body entfernt werden kann.
  • Zusätzliche Ausstattungsmerkmale ermöglichen weitere Anwendungsmöglichkeiten.
    Heutige Digitalkameras verfügen über eine Vielzahl von Ausstattungsmerkmalen, die den Bedienkomfort erhöhen oder weitere Anwendungsmöglichkeiten bieten. So gibt es etwa Modelle mit klappbarem Display, einem integrierten Bildstabilisator und eingebauter WLAN-Schnittstelle.

Modelle

Welcher Digitalkamera-Typ ist für mich am besten geeignet?

Die unterschiedlichen Typen und Modelle von Digitalkameras auf dem Markt eignen sich nicht für jeden Einsatz- und Anforderungsbereich gleichermaßen. So unterscheiden sie sich vor allem hinsichtlich der Einstellungsmöglichkeiten, Bildqualität und Flexibilität.

Je nach Anforderungen und Einsatzbereich kommen folgende Digitalkamera-Typen für Sie in Betracht:

  • Kompaktkameras 
    Dieser Kamera-Typ eignet sich für Sie, wenn Sie auf der Suche nach einem kompakten und günstigen Modell für gelegentliche Schnappschüsse sind. Bei der Bildqualität müssen Sie allerdings gegenüber den anderen Typen Abstriche machen.
  • Bridgekameras
    Bridgekameras kommen für Sie in Betracht, wenn Sie ein Allrounder-Modell mit großem Zoom und vielfältigen manuellen Einstellungsmöglichkeiten suchen. Dieser Kamera-Typ liefert generell eine gute Bildqualität. 
  • Spiegelreflexkameras
    Diese Modelle kommen vor allem für Foto-Enthusiasten und Profis infrage, die viel Wert auf einen großen Sensor, wechselbare Objektive und umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten legen. Für die hohe Bildqualität und Flexibilität müssen Sie jedoch bereit sein, mehr Geld auszugeben.
  • Systemkameras
    Systemkameras fallen kompakter und leichter aus als Spiegelreflexkameras, bieten Ihnen dank wechselbarer Objektive und relativ großem Sensor aber ebenfalls ein hohes Maß an Flexibilität sowie eine sehr gute Bildqualität.
     

Was eignet sich für hohe Ansprüche besser – eine Spiegelreflex- oder eine Systemkamera?

Haben Sie hohe Ansprüche an die Bildqualität sind sowohl eine Spiegelreflexkamera als auch eine Systemkamera eine gute Wahl. Beide Kamera-Typen liefern dank ähnlicher Bildsensoren und Objektive vergleichbar hochwertige Aufnahmen. Letztendlich kommt es hier auf Ihre persönlichen Vorlieben an.

Grundsätzlich unterscheiden sich beide Kameratypen auch vor allem durch ihr Gewicht und ihre Baugröße. Systemkameras können hier mit einem relativ geringen Gewicht und einer kompakten Bauform punkten, während Spiegelreflexkameras mit einem vergleichsweise hohen Gewicht und einer größeren Bauform aufwarten. Dadurch bietet sich eine Systemkamera besser für eine flexible Verwendung an als eine Spiegelreflexkamera.

Darüber hinaus gibt es Unterschiede beim Sucher: Spiegelreflexkameras verfügen über einen optischen Sucher, durch den der Anwender bereits eine unmittelbare Vorschau auf das Motiv erhält.

Bedenken Sie

Systemkameras sind oftmals deutlich teurer als vergleichbar leistungsstarke Spiegelreflexkameras. Mitunter hängt die Entscheidung also auch vom Budget ab.

Systemkameras hingegen verfügen neben dem Display meist über einen elektronischen Sucher. Damit blickt der Fotograf durch das Okular auf einen eingebauten kleinen Bildschirm im Kamera-Body. Der elektronische Sucher zeigt hier die gleichen Bildinhalte wie das Kamera-Display. Allerdings bietet der elektronische Sucher dem Fotografen viele vorteilhafte Funktionen wie einen schnellen Überblick über die gewählten Einstellungen, Belichtungswarnungen oder Informationen zum Weißabgleich.

In unserer Themenrubrik Digitalkamera-Typen erhalten Sie weitere Informationen zu den beiden Modellen.
 

Gibt es wasserdichte Digitalkameras?

Für die Anwendung im Outdoor-Bereich gibt es wasserdichte Digitalkameras, die oft auch als sogenannte Outdoor-Kameras bezeichnet werden. Diese verfügen über einen robusten Kamera-Body, der keinerlei Feuchtigkeit ins Innere des Geräts lässt. Darüber hinaus gibt es auch spezielle digitale Unterwasser-Kameras, mit denen Sie meist über 10 m tief tauchen und Fotos aufnehmen können.

Wenn Sie eine Digitalkamera für diesen Anwendungsbereich suchen, sollten Sie allerdings im Vorfeld des Kaufes genau darauf achten, dass diese auch tatsächlich als wasserdicht ausgewiesen ist. Aussagen hierzu liefert der sogenannte IP-Schutzfaktor, der die Widerstandsfähigkeit und Wasserresistenz von elektronischen Geräten beschreibt. Bei einem hohen Schutzfaktor von IP68 beispielsweise können Sie sichergehen, dass Sie mit der Kamera auch längere Tauchgänge von 30 bis 60 min machen können.

Zoom

Wie viel Zoom sollte meine Digitalkamera haben?

In Bezug auf den Vergrößerungsfaktor von Digitalkameras unterscheiden Hersteller gemeinhin zwischen dem digitalen und dem optischen Zoom. Vor dem Kauf sollten Sie unbedingt auf die Verfügbarkeit eines optischen Zooms achten. Er ermöglicht es der Kamera durch mechanische Einstellungsveränderungen im Objektiv, Motive ohne Qualitätseinbußen nah heranzuholen. 

Der digitale Zoom hingegen funktioniert nicht mechanisch. Hier holt die Kamera-Elektronik das anvisierte Motiv näher heran. Das ist in etwa so, als würden Sie in ein Bild am PC zoomen. Somit kann der digitale Zoom zwar Bildausschnitte vergrößern, allerdings leidet die Auflösung des vergrößerten Bildausschnitts stark darunter.

Shopping Tipp

Achten Sie beim Kauf vor allem auf den optischen Zoom, weniger auf die Angaben zum digitalen Zoom. Insbesondere Bridgekameras können durch Objektive mit sehr großer Brennweite überzeugen: So verfügen die meisten Modelle über einen 20- bis 40-fachen optischen Zoom. So können Sie auch Objekte aus sehr weiter Entfernung nah heranholen und scharf darstellen.

System- und Spiegelreflexkameras besitzen kein fest verbautes Zoom-Objektiv. Sie arbeiten mit Wechsel-Objektiven, die je nach Typ über unterschiedliche Brennweiten verfügen und somit für unterschiedliche Anwendungsbereiche ausgelegt sind.  

Weitere Informationen zu den unterschiedlichen Objektiv-Typen und Brennweiten erhalten Sie in unserer Themenrubrik Objektiv.


Über Magnus Raab

Neben meinem theoretisch veranlagten Politik- und Wirtschaftsstudium haben mich immer schon Praxisthemen interessiert, vor allem Verbraucherthemen. Seit 2016 schreibe ich deshalb für billiger.de und unterstütze Sie mit hilfreichen Informationen beim Kauf.


Nach oben