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3D-Drucker (1 - 24 von 90)

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3D-Drucker können als Bausätze oder Komplettgeräte geliefert werden. Je nach Technologie können sie über eine oder mehrere Druckköpfe (Extruder) verfügen. 3D-Stifte sind strenggenommen keine Drucker, sondern können wie ein Stift aus dem Papier 3D-Gebilde erzeugen – als Tinte dient das jeweilige Druckmaterial.

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Wesentliche Informationen und wertvolle Hinweise zum Kauf eines 3D-Druckers finden Sie unserem Ratgeber.
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Ultimaker 2+
Produkttyp
Single-Extruder
Drucktechnologie
FFF
Anzahl Druckfarben
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ab2.175,00 * 13 Preise vergleichen
XYZprinting da Vinci Junior 1.0
Produkttyp
Single-Extruder
Drucktechnologie
FFF
Anzahl Druckfarben
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Formlabs Form 2
Drucktechnologie
SLA
Anzahl Druckfarben
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Ethernet 10/100, USB 2.0, WLAN
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VELLEMAN K8200
Produkttyp
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FFF
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Makerbot Replicator 5
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Single-Extruder
Drucktechnologie
FFF
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Makerbot Replicator Z18
Produkttyp
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Drucktechnologie
FFF
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XYZprinting da Vinci 1.0 Pro
Produkttyp
Single-Extruder
Drucktechnologie
FFF
Anzahl Druckfarben
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ab615,00 * 15 Preise vergleichen
Flashforge Dreamer Dual
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Ultimaker 3
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Dual-Extruder
Drucktechnologie
FDM
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BCN3D Sigma Dual
Produkttyp
Dual-Extruder
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ab2.285,00 * 2 Preise vergleichen
XYZprinting Da Vinci 1.0 AiO
Produkttyp
Single-Extruder
Drucktechnologie
FFF
Anzahl Druckfarben
1
ab589,00 * 15 Preise vergleichen
XYZprinting da Vinci 2.0A Duo
Produkttyp
Dual-Extruder
Drucktechnologie
FFF
Anzahl Druckfarben
2
ab551,94 * 12 Preise vergleichen

3DOODLER Create 3D Stift
Produkttyp
3D-Druck-Stift
Dateiformate
3D
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Flashforge Finder
Produkttyp
Single-Extruder
Drucktechnologie
FDM
Anzahl Druckfarben
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XYZprinting da Vinci 1.0A
Dateiformate
3D
ab555,00 * 4 Preise vergleichen
Ultimaker 3 Extended
Produkttyp
Dual-Extruder
Drucktechnologie
FFF, FDM
Anzahl Druckfarben
2
ab4.398,99 * 9 Preise vergleichen
Dremel 3D Idea Builder 3D40
Produkttyp
Single-Extruder
Anzahl Druckfarben
1
Anschlüsse
Ethernet 10/100, USB 2.0, WLAN
ab900,00 * 12 Preise vergleichen
XYZprinting da Vinci 1.0
Produkttyp
Single-Extruder
Drucktechnologie
FFF
Anzahl Druckfarben
1
ab557,00 * 3 Preise vergleichen
Dremel 3D20 Idea Builder
Produkttyp
Single-Extruder
Drucktechnologie
FFF
Anzahl Druckfarben
1
ab734,64 * 13 Preise vergleichen
Makerbot Replicator mini
Produkttyp
Single-Extruder
Drucktechnologie
FDM
Anzahl Druckfarben
1
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Ultimaker Original+
Produkttyp
Single-Extruder, 3D-Drucker-Bausatz
Drucktechnologie
FFF
Anzahl Druckfarben
1
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Zortrax M200
Produkttyp
Single-Extruder
Drucktechnologie
LPD
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Renkforce RF500
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Single-Extruder, 3D-Drucker-Bausatz
Anzahl Druckfarben
1
Anschlüsse
USB 2.0, Speicherkartensteckplatz
ab699,00 * 5 Preise vergleichen
VELLEMAN Vertex K8400
Produkttyp
Single-Extruder, 3D-Drucker-Bausatz
Drucktechnologie
FFF
Anzahl Druckfarben
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Ratgeber

Wissen Kompakt

Der 3D-Drucker ist eine der außergewöhnlichsten technischen Erfindungen unserer Zeit. Ein Gerät, mit dem sich jedes beliebige Objekt ausdrucken lässt: Für kreative Köpfe wird ein Traum wahr. 

Im Grunde funktioniert ein 3D-Drucker ähnlich wie der altbekannte Tintenstrahldrucker. Anstatt Tinte auf Papier zu sprühen, verteilt der 3D-Druckkopf das Druckmaterial jedoch Schicht für Schicht auf einer Platte. 
 
Dem Material selbst sind dabei keine Grenzen gesetzt: Kunststoff, Keramik, Metall und sogar Lebensmittel wie Schokolade können als „Tinte“ für den 3D-Drucker verwendet werden. 
Wissenswert
3D-Drucker gibt es schon seit 1984. 
Der erste 3D-Drucker wurde im Jahr 1984 von Charles W. Hull entwickelt. Damals war das Drucken aber noch sehr teuer und die gedruckten Objekte hatten im Vergleich zu heute eine schlechte Qualität. Bis der 3D-Drucker markttauglich wurde, sollte es noch etwa 20 Jahre dauern. 
Mittlerweile erlebt der 3D-Drucker einen regelrechten „Boom“ – in immer mehr Bereichen wird er zum unverzichtbaren Bestandteil. Prothesen, Lebensmittel, Organe, technische Bauteile und sogar ganze Häuser können bereits gedruckt werden – in naher Zukunft könnte das 3D-Drucken zum Standard in jedem Haushalt werden. 

Für die Entwicklung von neuen Produkten ist der 3D-Drucker ebenfalls sehr hilfreich, zum Beispiel in der Architektur: Modelle müssen nicht mehr mühsam zusammengebastelt werden, sondern lassen sich einfach ausdrucken.  
 
Auch für Privatanwender wird der 3D-Drucker immer praktischer. Sogar die etwas preisgünstigeren Geräte ab 400 € sind inzwischen sehr leistungsstark und bieten immer mehr Möglichkeiten. 
Recherche Tipp

Ein paar Anregungen, wozu der heimische 3D-Drucker imstande ist, erhalten Sie auf turn-on.de

Aktuelle Geräte sind leicht zu bedienen und bieten intuitive Softwares, mit denen Druckmodelle am PC entworfen werden können. Sollte einmal die Kreativität fehlen, gibt es im Internet bereits tausende kostenloser Druckvorlagen, die von verschiedenen Usern erstellt worden sind.
 
Damit Sie einen 3D-Drucker finden, der Ihren Wünschen und Bedürfnissen entspricht, haben wir im Kaufberater alle wichtigen Informationen für Sie zusammengefasst.


Kaufberater

3D-Drucker werden in vielen Variationen mit unterschiedlichen Funktionsweisen angeboten. Bevor Sie sich eines der kostspieligen Geräte zulegen, sollten Sie sich gut über deren verschiedene Eigenschaften informieren. Nachfolgend haben wir für Sie die wichtigsten Informationen über 3D-Drucker zusammengetragen. 
Erfahren Sie in unserem Kaufberater mehr zu den Themen
Bedenken Sie für den Kauf eines idealen 3D-Druckers vor allem folgende Gesichtspunkte:
 
  • 3D-Drucker-Bausätze sind nur für technisch versierte Benutzer gedacht.
    3D-Drucke sind als Bausatz lieferbar, den der Nutzer vor dem ersten Betrieb zusammenbauen muss. Bausätze sind häufig viel preiswerter als die direkt einsatzbereiten Fertiggeräte. Für die Montage ist viel technisches Wissen vonnöten.
     
  • Die Auflösung entscheidet über die Druckqualität. 
    Jeder 3D-Drucker druckt mit einer gewissen Schichtstärke. Diese kann sich von Modell zu Modell stark unterscheiden. Je dünner jeweils die Schichten sind, desto präziser ist am Ende das gedruckte Objekt. Eine hohe Druckqualität erzeugen 3D-Drucker, die möglichst dünne Schichtstärken produzieren.
  • Für FFF-Drucker gibt es die größte Materialauswahl. 
    FFF-Drucker (Fused Filiament Fabrication) leiten wie eine Heißklebepistole Kunstsoff-Fäden (sogenannte Filamente) durch eine aufgeheizte Spritzdüse. Diese Drucktechnik ist die häufigste, daher gibt es eine riesige Auswahl an Filamenten aus verschiedenen Kunststoffen und in vielen unterschiedlichen Farben.
 
 

3D-Drucker-Typen

Einen bestimmten 3D-Drucker-Produkttyp können Sie danach auswählen, ob Sie das Gerät sofort benutzen oder Komponenten individuell anpassen und jederzeit erweitern möchten. Zudem können Sie abwägen, mit welcher Materialvielfalt Sie arbeiten möchten und welche Druckqualität die Erzeugnisse besitzen sollen.
 
Grundlegend unterscheiden sich daher 3D-Drucker-Typen nach Art der Montage und nach Drucktechnologie.

 
3D-Drucker-Typen nach Montageart
3D-Drucker können Sie bereits fertig montiert erwerben oder Sie müssen die einzelnen Bauteile des Druckers vor der ersten Benutzung zusammenbauen. Die Art der Montage beeinflusst in der Regel, wie individuell Sie den Drucker an Ihre spezifischen Bedürfnisse anpassen können. Zudem sind unterschiedliche technische Vorkenntnisse für Montage sowie Nutzung erforderlich.
Auf den Punkt!
  • 3D-Drucker-Bausätze müssen Sie vor der Nutzung zusammenbauen. Wenn Sie technische Erfahrung mitbringen, ist dieser Produkttyp optimal: Er lässt sich ständig optimieren und ist meist preiswerter als andere Modelle. 
  • 3D-Drucker-Fertiggeräte müssen Sie nur anschließen, sie sind sofort druckbereit. Oft sind solche Geräte etwas teurer und veralten schneller. 

3D-Drucker-Bausätze 

Erwerben Sie 3D-Drucker als Bausätze, werden Ihnen die benötigten Bauteile und eine Anleitung geliefert – den Drucker müssen Sie selbst zusammenbauen. 
 
Unter Technik-Profis sind diese 3D-Drucker sehr beliebt, denn Bausätze lassen sich vielseitig kombinieren und auch eigenständig weiterentwickeln. Auf diese Weise lässt sich eine hohe Druckqualität erzielen, die sich ideal Ihren Bedürfnissen anpasst. 
Wissenswert
Die Geräte bestehen in der Regel aus Open-Source-Hardware, also Teilen, deren Baupläne für jeden kostenfrei einsehbar sind. Da Open-Source-Hardware von jedem hergestellt werden kann, ist ihr Preis nicht von einer Herstellermarke abhängig und dadurch vergleichsweise preisgünstig. 
 
Sie können diese 3D-Drucker sowohl reparieren als auch leicht upgraden, indem Sie alte Teile einfach durch neue ersetzen: Neue Hardware wird meist so entwickelt, dass sie mit alten Bauteilen kombinierbar ist. Sogenannte RepRap-Drucker können beispielsweise alle ihre Kunststoffkomponenten selbst drucken.

Wer mit 3D-Druck experimentieren möchte, wird an Bausätzen Freude haben. Allerdings funktioniert ein neu hinzugefügtes Element nicht immer beim ersten Einsatz.

Bedenken Sie
Ohne technische Vorkenntnisse können Sie den Bausatz meist nicht montieren. 
3D-Drucker sind sehr komplexe Maschinen. Daher nimmt ihr Aufbau viel Zeit und Geduld in Anspruch. Teile müssen gelötet und elektronische Elemente korrekt installiert werden. Wenn Sie noch keine Erfahrung in diesen Bereichen gesammelt haben, ist vom Kauf eines 3D-Drucker Bausatzes abzuraten. 
Da nicht immer eine intuitive Software angeboten wird, kann sich die Bedienung von Bausatz-3D-Druckern sehr komplex gestalten und besonders Anfängern weniger zugänglich sein.
 
Ein wesentlicher Vorteil der Bausätze ist, dass sie preisgünstig sind: Im Vergleich zu vormontierten Geräten können Sie bis zu 500 € sparen – und das bei gleicher Druckqualität. 3D-Drucker-Bausätze kosten etwa 500–2.000 €. Preiswerte Bausätze bestehen meist nur aus einem schlichten Kunststoff-Rahmen – auf ein ansprechendes Design wird weitgehend verzichtet. 
Pro
  • Vergleichsweise Preisgünstig
  • Erweiterbare Komponenten
  • Hardware-Upgrades und Reparaturen möglich
Contra
  • Technisches Vorwissen zur Montage notwendig
  • Weniger ansprechendes Design 
  • Komplexe Bedienung

3D-Drucker-Fertiggeräte

3D-Drucker-Fertiggeräte sind bereits zusammengebaut. Die Geräte werden im fertigen Zustand mit passender Software geliefert. Sie eignen sich somit ideal für Anwender, die direkt nach dem Anschließen mit dem Drucken beginnen möchten. 
 
Da die Geräte bereits vormontiert sind, lassen sie sich nicht so leicht auf dem neuesten Stand halten wie Bausatz-3D-Drucker.
Bedenken Sie
Ersatzteile können Sie meist nur beim Hersteller bestellen, sie sind dementsprechend teuer. Weiterentwickelte Elemente sind selten mit dem alten Drucker-Design kompatibel, weshalb die Technologie der Fertiggeräte stets veraltet. 
 
Reparaturen sind oft kostspielig, da sie meist nur von Fachleuten in einer Werkstatt durchgeführt werden können. 
Diese Modelle sind dank mitgelieferter intuitiver Software sehr leicht zu bedienen und das 3D-Drucken ist schnell erlernt werden. Vor allem für Anfänger ist dies komfortabel. Sollten Probleme auftauchen, können Sie zudem den Support des Herstellers kontaktieren. 
 
Fertiggeräte sind häufig kostspieliger als Drucker-Bausätze. Sie können je nach Druckqualität und Ausstattung zwischen 300–8.000 € kosten. Sie besitzen dadurch allerdings auch ein sicheres, durchdachtes sowie ansprechendes Design.
Pro
  • Intuitive Bedienung
  • Schneller Einstieg
  • Ansprechende Optik
Contra
  • Vergleichsweise kostspielig
  • Ersatzteile nur vom Hersteller
  • Veraltet schneller  

3D-Drucker-Typen nach Drucktechnologie

3D-Drucker können in unterschiedlicher Qualität und mit verschiedenen Materialien drucken – dazu nutzen sie viele verschiedene Drucktechniken.

Auf den Punkt!
FFF-Drucker nutzen das Extrusionsverfahren: Hierbei wird ein geschmolzenes Kunststoff-Filament durch eine dünne Spritzdüse geleitet. Mit FFF-Druckern können Sie filigrane Objekte drucken und es gibt die größte und vergleichsweise günstigste Materialauswahl. 

PJP-Drucker setzen auf das sogenannte Polyjet-Verfahren, welches der Drucktechnik eines Tintenstrahldruckers ähnelt. Es gibt eine umfangreiche Auswahl an Materialien und Farben. Der Druck ist effizient und qualitativ hochwertig.
 
SLA-Drucker arbeiten mit dem Verfahren der Stereolithographie: Flüssiges Kunstharz wird durch einem UV-Strahl Schicht für Schicht gehärtet. Das fertige Modell wird kopfüber aus der Lösung gezogen. SLA-Modelle sind sehr robust und präzise. 
Diese 3 genannten Drucktechniken finden am häufigsten in Geräten für Privatanwender Einsatz. Daneben gibt es weitere Druckverfahren und Drucker-Typen, die derzeit hauptsächlich im gewerblichen Bereich genutzt werden.
Recherche Tipp

Wenn Sie sich auch für die exotischen Drucktechniken interessieren, erfahren Sie mehr auf 3druck.com

FFF-Drucker

FFF-Drucker nutzen das Extrusionsverfahren. Diese beliebte Drucktechnik ist unter dem Namen FFF (=Fused Filament Fabrication), FDM (=Fused Deposition Modeling), Schmelzschichtung oder Schmelzfaden-Herstellung bekannt. 
 

Ein Kunststoff-Faden (Filament) ist auf eine Rolle gewickelt, die in den 3D-Drucker eingelegt wird. Das Filament wird im Druckkopf (Extruder) geschmolzen. Der Extruder trägt den flüssigen und heißen Kunststoff dann Schicht für Schicht auf die Druckplatte auf.
Wissenswert

Im Grunde ist das Extrusionsverfahren eine Weiterentwicklung der Heißklebepistole.

FFF-Drucker besitzen folgende Einstellungsmöglichkeiten

 
  • Materialauswahl
    Filamente erhalten Sie in verschiedenen Farben und Kunststoff-Sorten: Zum Beispiel gibt es neben dem üblichen PLA-Kunststoff kohlefaserverstärkte oder besonders elastische Filamente bis hin zu Material, das wie Holz aussieht. 
Bedenken Sie
Nicht jeder FFF-Drucker ist kompatibel mit jedem Filament. 
Achten Sie in der Produktbeschreibung und Bedienungsanleitung auf Hinweise zu Kunststoff-Typen, die das Gerät verarbeiten kann.
  • Farbauswahl
    FFF-Drucker können über unterschiedlich viele Extruder, also Druckköpfe mit Druckdüsen, und damit über 1 oder mehrere Druckfarben verfügen. Jeder Extruder kann nur mit 1 Filament-Rolle gleichzeitig 1 Farbe drucken. Um 1 Objekt direkt in 2 oder mehr Farben zu drucken, benötigen Sie weitere Extruder. Die Modellbezeichnung gibt Auskunft über die Anzahl der Extruder: 


 

Modellbezeichnung Anzahl Extruder und Druckfarben
Single-Extruder 1
Dual-Extruder 2
Triple-Extruder 3

Shopping Tipp
  • Extruder sind oft der teuerste Bestandteil von 3D-Druckern, da sie sehr präzise und zuverlässig arbeiten müssen. Deshalb sind 3D-Drucker mit mehreren Druckköpfen in der Regel merklich kostspieliger. 
  • Nicht jeder 3D-Drucker ist für mehrere Druckköpfe geeignet. Hersteller weisen in der Regel aus, ob ein Modell mit mehreren Extrudern lieferbar ist.
  • Kalibrierung
    Damit der Extruder sich auf dem Druckbett zurechtfindet und präzise drucken kann, muss er vor dem Druckvorgang erst kalibriert werden. Dabei fährt er einige Punkte auf dem Druckbett ab und misst deren Entfernung zueinander. Das Kalibrieren erhöht die Genauigkeit des Drucks – nimmt jedoch gleichzeitig auch viel Zeit in Anspruch. Durch das Umherschwenken des Extruders sowie durch die Kühlung und die Bewegung der Filament-Rolle sind FFF-Drucker vergleichsweise laut.
  • Formenvielfalt
    FFF-Drucker können einfache sowie komplexe bzw. filigrane Objekte drucken. Damit fragile Bauten nicht schon während des Druckens abbrechen, werden sogenannte Hilfsstrukturen in Form von Stäben eingefügt.
  • Nachbearbeitung
    Hilfsstrukturen müssen Sie nach dem Druck mit passenden Werkzeugen entfernen. Manchmal müssen Sie das Modell nachpolieren, damit keine Unebenheiten verbleiben.

FFF-Drucker erhalten Sie zu Preisen von 250–8.000 €. Die Technik hat sich mittlerweile so etabliert, dass der Preis für neue Drucker sinkt, während die Druckqualität steigt. Die Kosten für das Druckmaterial sind vergleichsweise gering.
Pro
  • Umfassende Materialauswahl
  • Preisgünstige Geräte vorhanden
  • Geringe Materialkosten
Contra
  • Kosten- und zeitaufwendiger mehrfarbiger Druck
  • Zeitintensive Kalibrierung
  • Aufwendige Nachbearbeitung
  • Lauter Betrieb
PJP-Drucker
PJP-Drucker arbeiten mit dem Polyjet-Verfahren. Die Abkürzung PJP steht für Plastic-Jet-Printing. 

PJP-Drucker nutzen Photopolymere (Acrylharze). Beim Polyjetting wird das flüssige Harz – ähnlich wie beim Tintenstrahldruck – unter hohem Druck durch feine Düsen auf die Druckplatte gesprüht. Dies geschieht tröpfchenweise und Schicht für Schicht. In jeder Schicht härtet das Material mittels UV-Lampen, die sich direkt an den Druckköpfen befinden, aus.
 
Die wichtigsten Einstellungsmöglichkeiten und Eigenschaften der PJP-Drucker im Überblick:

 
  • Materialauswahl
    PJP-Drucker können während des Druckvorgangs in einem einzelnen Druckerzeugnis mehrere Materialien verarbeiten: Die Geräte verfügen dazu meist über 8 linear angeordnete Druckköpfe, die jeweils mit über 1.000 kleinen Düsen ausgestattet sind. Pro Druckkopf kann 1 Material aufgebracht werden – mit mehreren Köpfen können so mehre Materialien während des Drucks vermengt werden. Die dadurch entstehenden sogenannten digitalen Materialien können neu zusammengesetzt sein und neue, verschiedene Eigenschaften aufweisen. 
  • Farbauswahl
    Dank der vielen Druckköpfe können nicht nur verschiedene Materialien, sondern auch verschiedene Farben gemischt werden. Dadurch lassen sich diverse Farbdetails präzise erzeugen. 
  • Effizienz
    Trotz umfassendem Farb- und Materialauftrag benötigt der Druckvorgang dank der vielen Druckköpfe wenig Zeit. Das Hin- und Herfahren der Druckköpfe ist verglichen mit der Extruder-Kalibrierung der FFF-Drucker ein eher leiser Vorgang.
  • Qualität
    Dank der vielen Düsen besitzen Druckerzeugnisse eine besonders hohe Auflösung und glatte Oberflächen. Mit Hilfe eines gelartigen Stützmaterials können PJP-Drucker detailreiche bzw. komplexere Formen erstellen. 
  • Nachbearbeitung
    Eine Nachbearbeitung besteht meist lediglich darin, die gedruckten Objekte von der Plattform zu lösen und sie per Hand, Wasser oder gegebenenfalls in einem Lösungsbad zu reinigen. 

Die Auswahl an PJP-Geräten für den Privatgebrauch ist derzeit noch vergleichsweise gering. PJP-Drucker erhalten Sie zu Preisen von etwa 600–3.500 €. Die Kosten für Materialien sind allerdings recht hoch.
Pro
  • Einfacher mehrfarbiger Druck
  • Vielfältige Materialeigenschaften erzeugbar
  • Sehr hohe Auflösung
  • Effizienter Druckvorgang
  • Geringe Nachbearbeitung
  • Leiser Betrieb
  • Preiswerte Geräte vorhanden
Contra
  • Bisher wenig Geräte am Markt
  • Hohe Materialkosten
SLA-Drucker
SLA-Drucker nutzen das Verfahren der Stereolithographie. Diese Drucktechnik wird häufig mit SLA (Stereo Lithography Apparatus) abgekürzt. 

Als Druckmaterialien verwenden SLA-Drucker, ebenso wie PJP-Modelle, Photopolymere meist flüssiges Kunstharz (auch Resin genannt) oder Elastomere. Das flüssige Material wird in ein Becken gegossen, in dem sich eine Druckplatte befindet. Die Druckplatte wird je nach Schichtstärke schrittweise bewegt, gleichzeitig härten Laser mit UV-Licht Ebene um Ebene vorgegebene Bereiche des Materials aus.
 
Dies sind die wesentlichen Einstellungsmöglichkeiten und Druckeigenschaften der SLA-Drucker:
 
  • Materialauswahl
    Die stoffliche Auswahl von Druckmaterialien ist beim SLA-Druck bisher begrenzt. Es gibt unterschiedliche Kunstharze mit spezifischen Eigenschaften, zum Beispiel besonders flexible oder belastbare Werkstoffe. 3D-Objekte aus Kunstharz haben eine unübertroffen hohe Materialqualität.
  • Farbauswahl
    Da diese Drucktechnologie in Privathaushalten bisher kaum Verwendung gefunden hat, gibt es auch wenig Farbauswahl. Es kann zudem nur aus einem Harz in einer bestimmten Farbe 1 Druckerzeugnis gefertigt werden, mehrfarbige Drucke sind daher nicht möglich.
  • Präzision
    SLA-Drucker können dank flexibler Abstandseinstellung der Druckplatte verschiedene Auflösungen drucken. Sie können dabei Schichtstärken von bis zu 0,025 mm – also 4-mal dünner als ein Blatt Papier – erreichen. Dadurch sind die 3D-Modelle sehr präzise und wie aus einem Guss gefertigt: Schichtkanten sind nicht mehr zu erkennen. 
  • Druckgeschwindigkeit
    Verfügt ein SLA-Drucker über mehrere UV-Laser, wird der Druck um ein Vielfaches beschleunigt. So lassen sich auch komplexe Modelle in Rekordgeschwindigkeit drucken. Die UV-Laser geben dabei keine Geräusche von sich und auch die Bewegungen der Druckplatte sind kaum zu hören. So können Sie den Drucker überall aufstellen, ohne dass er stört. 
  • Nachbearbeitung 
    Da die Objekte kopfüber gedruckt werden, sind häufig Hilfsstrukturen zur Stabilisierung notwendig, die Sie im Nachhinein vom Erzeugnis entfernen müssen. Teilweise müssen Sie nachpolieren, damit keine Unebenheiten zurückbleiben. SLA-Druckerzeugnisse sind direkt nach dem Druck noch mit flüssigem, klebrigem Kunstharz benetzt. Daher muss jedes Modell nach dem Druck für optimale Festigkeit aushärten und anschließend in einem Alkoholbad gereinigt werden.
Shopping Tipp

Die meisten Harze lösen sich am besten in hochprozentigem Isopropyl-Alkohol, auch 2-Propanol genannt. 

SLA-Drucker kosten rund 700–6.000 €. Bisher stehen für Privatanwender nur wenige Geräte zur Auswahl. Das liegt unter anderem daran, dass die Materialien für SLA-Drucker kostspielig sind und Folgekosten entstehen: Sie müssen regelmäßig Alkohol- bzw. spezielle Reinigungslösungen für die Nachbereitung erwerben sowie das Becken, in dem sich das flüssige Druckmaterial befindet, regelmäßig ersetzen, da der Beckenboden auf Dauer trüb wird und dies die Präzision des UV-Lasers einschränkt. 
Pro
  • Hohe Auflösung
  • Sehr schneller Druckvorgang
  • Hohe Materialqualität
  • Sehr leiser Betrieb
Contra
  • Kein mehrfarbiger Druck möglich
  • Hohe Material- und Folgekosten
  • Sehr aufwendige Nachbereitung
  • Geringe Materialvielfalt
Für den Fortschritt des 3D-Drucks spielen die Druckmaterialien eine wichtige Rolle. Denn: Je mehr verschiedene Materialien der Drucker verarbeiten kann, desto unbegrenzter sind die Druckmöglichkeiten. 
 
Welche Werkstoffe auf welche Weise verarbeitet werden können, hängt sowohl von der Drucktechnik als auch vom konkreten Modell ab. Für den 3D-Druck werden daher unterschiedliche Materialformate angeboten. Die für den Druck verwendbaren Materialarten beeinflussen Aussehen, Konsistenz und Haltbarkeit eines Objekts. 
Bedenken Sie
Nicht jedes Material passt zu jedem 3D-Drucker.
Druckmaterialien werden von vielen verschiedenen Herstellern angeboten. Nicht immer sind aber alle Materialarten oder -formate für Ihren 3D-Drucker geeignet. Überprüfen Sie daher vor dem Kauf in der Material-Produktbeschreibung und Drucker-Bedienungsanleitung, ob das Druckmaterial mit Ihrem Gerät kompatibel ist. 

Materialformate
3D-Drucker benötigen bestimmte Materialien in unterschiedlichen Formen oder Aggregatzuständen, damit sie diese jeweils optimal verarbeiten können. Die wichtigsten Varianten und wesentlichen Eigenschaften haben wir im Folgenden für Sie zusammengefasst. 
Auf den Punkt!
  • Filamente sind dünne Kunstsoff-Fäden, die auf einer Rolle aufgewickelt sind. Sie kommen vornehmlich in FFF-Drucken zum Einsatz. Es gibt eine große Material- und Farbauswahl zu verschiedenen Preisen. 
  • Photopolymere, die in UV-Licht aushärten, überzeugen durch eine äußerst hohe Qualität, sind vergleichsweise kostspielig und die Materialauswahl ist geringer. Sie finden im PJP- und SLA-Verfahren Verwendung.
  • Pellets sind ein besonders preiswertes Druckmaterial, da ihre Produktion nicht so aufwendig ist. FFF-Drucker können diesen Werkstoff verarbeiten, allerdings gibt es für Privatanwender aktuell kaum 3D-Drucker, die mit Pellets drucken. 
Filamente
Als Filamente werden dünne Kunstsoff-Fäden bezeichnet, die auf Rollen gewickelt sind. Diese kommen in 3D-Druckern zum Einsatz, die mit dem Extrusionsverfahren drucken. Dabei werden sie im Druckkopf geschmolzen und Schicht für Schicht auf einem Druckbett aufgetragen. 

Da die Kunststoff-Rollen vorrangig in den derzeit am häufigsten genutzten FFF-Druckern eingesetzt werden, gibt es sie mittlerweile in den verschiedensten Farben, Sorten und mit vielen spezifischen Eigenschaften. 
 
Filamente werden in unterschiedlicher Dicke angeboten, gängig sind Durchmesser von 1,75 mm, 2,85 mm oder 3 mm.

Welcher Filament-Durchmesser zu Ihrem Drucker passt, erfahren Sie in unserer FAQ: Welchen Filamente-Durchmesser benötigt mein 3D-Drucker?

Filamente sind ein vergleichsweise preisgünstiges Druckmaterial: Eine Filament-Rolle mit einem Gewicht von 1 kg gibt es ab Preisen von 20 €. 
 

Photopolymere
Photopolymere, die im 3D-Druck eingesetzt werden, sind Kunststoffe, die unter ultraviolettem Licht härten. Erzeugnisse aus Photopolymeren besitzen aufgrund ihrer chemischen Makrostruktur in der Regel eine hohe Materialqualität und eine vergleichsweise glatte Oberfläche.

SLA-Drucker nutzen diese Stoffe in flüssiger Form. PJP-Drucker sind in der Lage, unterschiedliche Photopolymere zu mischen und so Erzeugnisse aus sogenannten digitalen Materialien in unterschiedlicher Optik und Haptik zu herzustellen.

Da bisher wenige Geräte für Privatanwender mit Photopolymeren arbeiten, ist die Materialvielfalt geringer und die Materialbeschaffung kann sich unter Umständen aufwendiger gestalten. Aus diesem Grund sind Photopolymere vergleichsweise kostspielig: 500 ml einfache Photopolymer-Resine kosten oft mindestens 70 €. 
 

Pellets
Das Drucken mit Pellets ähnelt dem mit Filamenten. Der Werkstoff wird daher hauptsächlich in Geräten, die mit Extrusionsverfahren arbeiten, eingesetzt. Allerdings wird der Kunststoff nicht als Faden in den Druckkopf geleitet, sondern in Form von kleinen Kunststoff-Zylindern oder -Kügelchen. Diese sind etwas günstiger als Filamente, da ihre Herstellung sehr viel leichter ist. 
Bedenken Sie
Bisher gibt es nur sehr wenige 3D-Drucker, die mit Pellets drucken. 
Da die meisten FFF-Drucker mit Filamenten drucken, sind Pellets nicht in derselben Vielfalt vorhanden. 
Materialarten
Für den 3D-Druck stehen unterschiedliche Werkstoffarten zur Verfügung. Dabei handelt es sich grundlegend um verschiedene Kunststoffsorten, die dem Produkt bestimmte Eigenschaften verleihen oder den Druckvorgang unterstützen
 
3D-Drucker für den Privatgebrauch nutzen hauptsächlich folgende Materialarten:

 
  • ABS
    Aus dem Kunststoff ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol) bestehen beispielsweise Lego-Steine: Gedruckte Objekte aus ABS-sind temperaturbeständig, erst ab einer Temperatur von 110–125 °C wird ABS allmählich weich. Aufgrund der hohen Schmelztemperatur kann der Drucker das Material schwerer verarbeiten, da es sich leichter auf dem Druckbett verformt – eine beheizte Plattform kann diesen Effekt verringern. Die ABS-Erzeugnisse aus dem 3D-Drucker sind sehr beständig gegen Witterung und UV-Licht, auch bei längerem Außeneinsatz verliert der Kunststoff kaum an Stabilität. Da ABS sich aufgrund dessen nur sehr langsam zersetzt, ist es nicht besonders umweltfreundlich. Objekte aus ABS können dank ihrer Stabilität ideal nachträglich bearbeitet werden, beispielsweise können Sie problemlos hineinbohren. Es kann in FFF-, SLA- und PJP-Druckverfahren verarbeitet werden. Während des Drucks entwickelt ABS einen sehr markanten Geruch, der als störend empfunden werden kann. 
Achtung!
Wenn ABS verbrennt, gibt es schwarzen Rauch ab – dieser kann haut- und augenreizend sein. 
Einige dieser Dämpfe entstehen auch während des Druckvorgangs. Sie können Ihre Gesundheit schonen, indem Sie sich nicht allzu lange in dem Raum aufhalten, in dem Ihr ABS-Drucker steht, und regelmäßig lüften. 
  • Harze
    Modelle aus Kunstharzen, auch Resine genannt, haben eine sehr hohe Qualität und finden beispielsweise in der Zahntechnik Einsatz. Es liegt in der Regel in flüssiger Form vor und härtet unter UV-Licht aus. Alle Resine werden daher in UV-abweisenden Verpackungen geliefert und sollten im Dunkeln gelagert werden. Der Grundstoff kann unterschiedliche Materialeigenschaften aufweisen, die sich auf die Druckmöglichkeiten auswirken: Mit elastischen Harzen können Sie flexible 3D-Modelle drucken, die sehr belastbar sind und auch bei hohen Temperaturen nicht ihre Form verlieren oder spröde werden. Mit robusten Harzen können Sie mechanische Bauteile drucken, die großen Belastungen standhalten, wie Zahnräder oder Fahrradketten. Gussfähige Harze sind in der Feingießerei beliebt: Sie erleichtern die Schmuckherstellung, da die Guss-Modelle rückstandslos verbrennen. Harze finden maßgeblich in SLA- und PJP-Druckern Anwendung.
     
  • PLA-Filamente
    Der Bio-Kunststoff PLA (Poly-Milchsäure) wird hauptsächlich aus Maisstärke hergestellt und ist unter bestimmten Voraussetzungen biologisch abbaubar. Das macht PLA zum nachhaltig nutzbaren Druckmaterial, allerdings auch witterungsanfällig. Der Bio-Kunststoff hat mit 160 - 190 °C eine geringe Schmelztemperatur. 3D-Drucker können mit diesem Material problemloser arbeiten, denn das Material verteilt sich gleichmäßig auf der Druckplatte, bevor es aushärtet. So können Sie sehr filigrane, präzise Druckerzeugnisse herstellen. Allerdings werden aus PLA gedruckte Erzeugnisse ab ca. 60 °C weich und verformen sich bei starker Hitze oder Sonneneinstrahlung. Im Vergleich zu ABS sind 3D-Modelle aus PLA etwas härter, aber auch anfälliger für Risse und Brüche, denn das Material ist relativ spröde und die Erzeugnisse sind daher nicht für große Belastungen ausgelegt. Während des Druckvorgangs ist kaum eine Geruchsentwicklung festzustellen, deshalb wird der Stoff von vielen Anwendern bevorzugt. Er wird hauptsächlich in FFF-Druckern eingesetzt.
  • Carbonfaserverstärkte Kunststoffe
    Druckmaterialien und somit die daraus herzgestellten Erzeugnisse können mit Kohlenstoff-Fasern verstärkt sein. Die Produkte aus dem 3D-Drucker sind dadurch extrem robust und gleichzeitig extrem leicht. 
  • Leitfähige Kunststoffe
    Es gibt auch Kunststoffe, die elektrischen Strom leiten. Dies schafft für den 3D-Druck neue Möglichkeiten: Mit diesen Materialien können Sie ganze Schaltkreise drucken. Leitfähige Filamente sind erst in der Entwicklungsphase und funktionieren daher am besten im Niederspannungsbereich.
  • Material-Imitate
    Einige Kunststoffe können andere Materialien wie Holz, Stein oder Metall imitieren. Die Druckerzeugnisse aus diesen Materialien sind Gegenständen aus den Naturstoffen ähnlich: Sie sehen annähernd so aus, riechen ähnlich, haben eine vergleichbare Haptik und ähnliche Eigenschaften wie dieselbe Dichte oder Magnetismus.
  • Stützmaterialien
    Kunststoffe wie HIPS (High Impact Polysterone) oder PVA (Polyvinylacetat) ermöglichen es dem 3D-Drucker, zusätzliche Hilfsstrukturen zu erzeugen, die Objekte während des Drucks stabilisieren und so detailreiche oder komplexe Formen ermöglichen. Sie können mit diesen Materialien keine eigenständigen Objekte drucken, denn Support-Materialien sind nicht sehr robust. Sie lassen sich anschließend entsprechend leicht von Ihrem 3D-Modell entfernen, ohne dass Unebenheiten zurückbleiben. Manche zersetzen sich einfach in einer bestimmten Flüssigkeit.
 

 

Druckqualität

3D-Drucker können Objekte in unterschiedlicher Qualität erzeugen.Druckbereich und Auflösung des 3D-Druckers sagen aus, in welcher Größe und wie hochwertig Sie jeweils Objekte drucken können. 
 

Druckbereich
3D-Drucker haben verschiedene Druckbereiche. Der Druckbereich legt fest, wie groß das gedruckte Objekt höchstens sein darf. Er ist abhängig von den Ausmaßen des Druckbetts und der Höhe des Druckers. 

Hersteller geben oftmals eine maximale Druckgröße (Höhe x Breite x Tiefe) an. Geräte für Privatanwender können Druckgrößen von 20 x 20 x 20 mm bis zu 600 x 400 x 300 mm besitzen. 
Shopping Tipp
  • Ein kleiner Druckbereich bedeutet nicht, dass Sie nur kleine Modelle drucken können. Viele große 3D-Modelle bestehen aus mehreren kleinen Teilen, die einzeln ausgedruckt und anschließend zusammengesetzt werden.
  • Ist es Ihnen wichtig, dass auch große Modelle aus nur einem Teil bestehen? Dann sollten Sie sich nach einem 3D-Drucker mit möglichst großem Druckbereich umsehen. 

Auflösung

Wie bei einem herkömmlichen Tintenstrahldrucker ist eine hohe Auflösung mit einer hohen Druckqualität verbunden. Die Auflösung von 3D-Druckern wird durch die Schichtstärke festgelegt. 

Wissenswert

3D-Modelle werden vom Drucker Schicht für Schicht auf das Druckbett aufgetragen. Je dünner diese Schichten sind, desto nahtloser fügen sie sich aneinander – die Druckerzeugnisse sind stabiler und besitzen eine glattere Oberfläche. An 3D-Modellen, die mit einer niedrigen Auflösung gefertigt wurden, lassen sich häufig einzelne Schichten erkennen. Die Dicke einzelner Schichten wird als Schichtstärke bezeichnet.

Die Schichtstärke wird meist in mm (= Millimetern) angegeben, manchmal aber auch in Mikronen, also Mikrometern. 1.000 Mikronen sind 1 mm, das heißt sie müssen eine Mikronen-Angabe durch 1.000 teilen, um den Wert in mm herauszubekommen. 
Beispiel

Eine Schichtstärke von zum Beispiel 100 Mikronen entspricht 0,1 mm, wenn man den Wert durch 1.000 teilt. 

Die meisten 3D-Drucker haben eine Auflösung von 0,1 mm. Das bedeutet, jede Schicht ist in etwa so dick wie ein Blatt Papier. Es sind aber auch höhere Auflösungen mit bis zu 0,01 mm möglich. 
 
Die Auflösung beeinflusst maßgeblich auch die Geschwindigkeit des Druckvorgangs. Je kleiner die Schichten, desto länger benötigt der Drucker für ein Objekt.
Shopping Tipp

Manche 3D-Drucker können nur in einer Auflösung drucken. Flexibler sind Sie mit Geräten, an denen Sie unterschiedliche Schichtstärken auswählen können. 


Ausstattung

3D-Drucker gibt es mit unterschiedlicher Ausstattung. Zusätzliche Extras können die Möglichkeiten Ihres 3D-Druckers erweitern und seine Bedienung erleichtern. Je mehr Features Ihr Gerät hat, desto selbstständiger ist es nutzbar. 
Auf den Punkt!
  • Softwares bestimmen die Art und Anzahl von Einstellungsmöglichkeiten für den 3D-Druck sowie den Bedienungskomfort.
  • Damit Sie Ihren Drucker mit möglichst vielen Geräten und Speichermedien verbinden können, benötigen Sie mehrere Schnittstellen. Je mehr Anschlüsse möglich sind, desto besser. 
  • Wenn Sie den Drucker nicht über einen PC steuern, können Sie bei einigen Geräten über ein Bedienfeld Ihre Einstellungen vornehmen. Touchscreens erweisen sich als besonders praktisch. 
  • 3D-Objekte aus bestimmten Druckmaterialien können sich beim Aushärten verformen. Diesen Effekt kann ein beheiztes Druckbett verhindern. 


Softwares
Mit Hilfe der Software Ihres 3D-Druckers bedienen Sie das Gerät, gleichzeitig bestimmt das jeweilige Programm auch die Vielfalt Ihrer Möglichkeiten. Üblicherweise haben 3D-Drucker-Softwares 2 grundlegende Funktionen: 
 
  • Sie können 3D-Modelle erstellen. 
    Bevor Sie Ihr gewünschtes 3D-Modell drucken, müssen Sie es zuerst in einer Software erstellen. Dies kann unter Umständen kompliziert sein und erfordert in der Regel Erfahrung im Bereich der 3D-Bearbeitung. Die Software speichert das digitale 3D-Modell in einem bestimmten Dateiformat, welches der Drucker verarbeitet.
  • Sie können Druckeinstellungen anpassen. 
    Je besser Sie sich mit Ihrem 3D-Drucker auskennen, desto mehr Feinjustierungen können Sie vornehmen. Bevor Sie den Druck in Auftrag geben, können Sie mit Ihrer 3D-Software die Einstellungen so anpassen, dass das Druckergebnis ganz Ihren Vorstellungen entspricht. Manchmal ist eine höhere Druckkopf-Temperatur von Vorteil – in anderen Fällen eine höhere Schichtstärke oder eine geringere Druckgeschwindigkeit. Auch Hilfsstrukturen werden in einer Software generiert.

Meistens wird eine Software vom Hersteller mitgeliefert. Diese Softwares erfüllen aber nicht immer Ihre Anforderungen. Daher gibt es auch eine umfangreiche Auswahl an Open-Source-Softwares. Diese Programme sind oft besonders gut auf den Anwender zugeschnitten, kostenlos erhältlich und die Dateiformate sind mit fast allen 3D-Druckern kompatibel. 
Recherche Tipp
Besonders beliebte Open-Source-Softwares sind ReplicatorG und die Apps von Autodesk 123D
Je mehr Verbindungsmöglichkeiten zu anderen Geräten und Medien Ihr 3D-Drucker hat, desto eigenständiger und vielseitiger können Sie ihn nutzen. Gängige Schnittstellen und Anschlüsse sind: 
 
  • Ethernet
    Mit einem LAN-Kabel können Sie Ihren Drucker mit einem Computer verbinden. Die Daten werden sehr schnell übertragen. 
  • WLAN 
    3D-Drucker mit WLAN können kabellose Verbindungen zu PC, Smartphone oder Tablet aufbauen. Es gibt keinen Kabelsalat und die Möglichkeiten sind umfangreich. Die Datenübertragung über WLAN kann unter Umständen etwas länger dauern.
  • USB / SD
    Sie haben Ihr 3D-Modell auf einem USB-Stick oder einer SD-Karte gespeichert? Dann profitieren Sie, wenn Ihr Drucker über einen passenden SD- oder USB-Eingang verfügt. So kann die Datei direkt vom Speichermedium gelesen und der Druck schneller durchgeführt werden. 
Shopping Tipp

Wenn Sie einen vielseitig nutzbaren 3D-Drucker möchten, achten Sie in dessen Produkteigenschaften auf die Möglichkeiten der Konnektivität. 

Bedienfeld
3D-Drucker mit Bedienfeld sind eigenständig nutzbar, müssen also nicht über ein anderes Gerät gesteuert werden. 
 
Bedienfelder sind mit einem kleinen Bildschirm ausgestattet. Auf diesem Display werden während des Drucks auch häufig Informationen angezeigt, zum Beispiel der Druckfortschritt. 


Einstellungen können Sie über Regler oder Schaltflächen vornehmen. Besonders komfortabel sind Touchscreens, die Sie meist intuitiv und schnell bedienen können. 
 

Beheiztes Druckbett
Manche Kunststoffe verlieren beim Aushärten ihre Form. Diesen unerwünschten Nebeneffekt kann man vor allem dann beobachten, wenn das heiße und flüssige Filament auf ein kaltes Druckbett auftritt. Modelle mit einem verzogenen Boden haben so nicht länger die gewünschte Qualität. 
Wissenswert

Diese Nebenwirkung wird oft auch Warp-Effekt genannt. Das Wort „warp“ stammt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „sich krümmen“ oder „verziehen“.  

Auf einem beheizten Druckbett kann der Kunststoff ideal aushärten, ohne dabei seine Form zu verändern. Informieren Sie sich in der Produktbeschreibung, ob Ihr 3D-Drucker über ein beheiztes Druckbett verfügt.  

Über weitere Möglichkeiten, das Verformen der Drucke zu vermeiden, informieren wir Sie in unserem FAQ-Bereich: Wie verhindere ich, dass sich 3D-Objekte beim Aushärten verziehen?


Zubehör 

Das ein oder andere Zubehör können Sie sich dank Ihres 3D-Druckers einfach selbst drucken. Für manche Hilfsmittel ist dies jedoch noch nicht möglich. Im Folgenden stellen wir Ihnen wesentliches 3D-Drucker-Zubehör vor. 
Auf den Punkt!
  • Sie wollen ein Objekt kopieren? Mit einem 3D-Scanner ist das kein Problem. So können Sie problemlos Gegenstände aus Ihrer Umgebung einscannen. 
  • Damit Ihre 3D-Modelle gut am Druckbett haften bleiben, gibt es verschiedene Möglichkeiten zur Druckbett-Beschichtung
  • Um 3D-Modelle vom Druckbett abzulösen oder nach dem Druck zu bearbeiten, gibt es spezielle Werkzeuge
Mit einem 3D-Scanner können Sie Gegenstände aus Ihrer Umgebung einfach in virtuelle 3D-Modelle verwandeln. So können Sie jedes Objekt, das Ihnen gut gefällt, problemlos kopieren.
 
Zum Digitalisieren benutzen 3D-Scanner einen Laser-Strahl, der das gewünschte Objekt Punkt für Punkt abtastet. So entsteht ein immer genaueres digitales Abbild des Gegenstandes. 
Bedenken Sie
3D-Scans müssen fast immer am Computer nachbearbeitet werden. 
Auch hochwertige 3D-Scanner machen noch Fehler: Eingescannte Modelle müssen in der Regel am PC auf Unebenheiten überprüft werden, bevor sie gedruckt werden können. Daher werden Sie sich einige Kenntnisse der 3D-Bearbeitung aneignen müssen.
Für Privatanwender sind vor allem 3D-Scanner mit Drehteller und 3D-Handscanner von Bedeutung: 
 
  • Scanner mit Drehteller
    Derartige Scanner sparen viel Aufwand: Sie bestehen aus einem Drehteller und einem oder mehreren Lasern. Das zu scannende Objekt wird einfach auf den Teller gestellt und der Scan gestartet. Der Laser tastet das Objekt ab, während es sich auf dem Teller langsam einmal um seine eigene Achse dreht. Die digitale Kopie wird auf den PC oder das Tablet übertragen. 3D-Scanner mit Drehteller können nur Objekte einer bestimmten Größe digitalisieren. Achten Sie daher in der Produktbeschreibung auf die maximalen Ausmaße, die ein Scan-Objekt haben darf.
  • Handscanner
    Optisch erinnern 3D-Handscanner ein wenig an futuristische Bügeleisen: Sie verfügen über einen Griff und haben mehrere Laser an der Unterseite. Um damit ein Objekt einzuscannen, müssen Sie den Handscanner um das Objekt herum bewegen. Per WLAN wird das digitale Abbild dann auf Tablet oder PC übertragen. Das ist ein größerer Aufwand als das 3D-Scannen mit einem Drehteller. Dafür können Sie mit einem Handscanner auch große Objekte digitalisieren – mit einem Scanner mit Drehteller ist dies nicht immer möglich. 
Shopping Tipp

Es gibt 3D-Drucker, in die bereits ein 3D-Scanner integriert ist. Solche Kombigeräte bestehen aus einer Druck-Ebene und einer Scan-Ebene. Beide Ebenen sind beweglich und sparen somit Platz: Wenn Sie Ihr gescanntes Objekt drucken möchten, wird die Scan-Ebene eingefahren. So können Sie mit nur einem Gerät ein virtuelles Abbild eines vorhandenen Gegenstands erstellen und der Drucker kann es direkt verarbeiten und ausdrucken.

Druckbett-Beschichtungen
Das Druckbett ist einer der wichtigsten Bestandteile Ihres 3D-Druckers, denn darauf wird jedes 3D-Modell während des Drucks aufgebaut. Damit das Druckbett optimal mit dem Druckkopf harmoniert, muss der flüssige Kunststoff gut haften. 

Oft besteht das Druckbett aus Glasfaserverbund-Stoffen (GFK) oder Kohlefaserverbund-Stoffen (KFK), auf denen sich das Druckmaterial beim Aushärten verformen kann. Wenn Sie das Druckbett beschichten, haftet das Druckmaterial besser. 

Hierfür gibt es 2 verschiedene Möglichkeiten – Klebeband und Haftspray. Beide Beschichtungen sind hitzebeständig und sorgen für gute Haftung:

 
  • Klebeband
    Sie können das Druckbett mit Klebeband beschichten. Die Modelle können Sie nach dem Druck sehr leicht vom Druckbett entfernen. Dies ist die vergleichsweise preisgünstigere Lösung. Allerdings ist präzises Arbeiten beim Aufbringen des Klebebands erforderlich – überlappen sich mehrere Schichten Klebeband, wird die Druckoberfläche uneben. So kann es zu unerwünschten Druckfehlern kommen.

 
  • Haftspray
    3D-Drucker Haftspray ist Sprühkleber, den Sie auf das Druckbett sprühen. Weil die Klebeschicht so dünn ist, beeinträchtigt das Haftspray nicht die Ebenheit des Druckbetts. Allerdings haften die 3D-Modelle dadurch so fest am Druckbett, dass es etwas aufwendiger ist, sie nach dem Druck zu entfernen. 
Achtung!
Verwenden Sie kein Haarspray!
Viele Internet-Seiten empfehlen eine Beschichtung des Druckbetts mit Haarspray, da dies eine besonders preiswerte Variante ist. Obwohl das Haarspray eine ähnliche Wirkung hat wie spezielles Haftspray, kann es Druckbett und Extruder verkleben, sodass die Druckqualität auf Dauer nachlässt. 

Werkzeuge

Nicht immer ist ein 3D-Modell nach dem Druck sofort einsatzbereit. Oft müssen Sie es vom Druckbett abkratzen und Hilfsstrukturen entfernen. Damit Sie Ihrem Druckergebnis möglichst einfach seinen Feinschliff geben können, gibt es eine große Auswahl an Werkzeugen für die Nachbearbeitung.  

Die Wichtigsten stellen wir Ihnen im Folgenden vor: 

 
  • Messer
    Sie wollen Hilfsstrukturen präzise entfernen? Es gibt eine Vielzahl scharfer Modellbau-Messer, die sich optimal dafür eignen. Oft werden umfangreiche Klingen-Sets geliefert. Mit passender Klinge gelangen Sie auch an schwer zugängliche Stellen, ohne Ihr Modell dabei zu beschädigen.
  • Feilen 
    Manchmal hat Ihr 3D-Modell Unebenheiten, die sich mit einem Messer nicht beseitigen lassen. Für solche Fälle gibt es hochwertige Diamant-Feilen in verschiedenen Formen, mit denen Sie sehr genau arbeiten können. 
  • Zangen
    Zangen und Pinzetten sind vor allem für besonders kleine Teilen vorteilhaft. So können Sie Ihr Modell bearbeiten, ohne es zu beschädigen. 

Nachgefragt von A-Z – Sie fragen, wir antworten.

Was Sie schon immer zur Verwendung von 3D-Druckern wissen wollten, haben wir an dieser Stelle für Sie zusammengefasst. Unsere FAQ-Sammlungen basieren hierbei auf dem Wissensbedarf anderer Käufer von 3D-Druckern.

3D-Drucken

Manchmal kommt es vor, dass Ihre Modelle sich verziehen und dadurch eine andere Form erhalten, als beabsichtigt. Oft wird dieser Effekt auch „Warp-Effekt“ oder „Warping“ genannt. 

Wissenswert
Warping entsteht durch zu hohe Temperatur-Unterschiede. 
Beim 3D-Druck mit Extrusionsverfahren wird der flüssige Kunststoff mit einer Temperatur zwischen 100–200 °C auf das Druckbett aufgetragen. Wenn der Temperatur-Unterschied zwischen Druckbett und dem heißen Kunststoff zu groß ist, verzerrt sich das Material beim Aushärten. 
Wenn Sie den Verzug beim 3D-Druck vermeiden möchten, haben Sie mehrere Möglichkeiten

 
  • Legen Sie sich ein beheiztes Druckbett zu. 
    Ein beheiztes Druckbett vermindert den Temperatur-Unterschied. Der heiße Kunststoff wird dadurch schonend ausgehärtet und verzieht sich dabei nicht. 
  • Wählen Sie geeignete Druckmaterialien. 
    Manche Kunststoffe neigen eher zu Warping als andere. Besonders anfällig für diesen Effekt ist zum Beispiel ABS. PLA-Modelle hingegen verziehen sich auch dann kaum, wenn Sie kein beheiztes Druckbett haben. 
  • Benutzen Sie eine Druckbett-Beschichtung. 
    Wenn der Kunststoff besonders gut auf dem Druckbett haften bleibt, verzieht er sich nicht so schnell. Um die Haftung zu erhöhen, können Sie Ihr Druckbett mit einem Haftspray oder Klebeband beschichten. 
  • Drucken Sie mit weniger Infill. 
    Je mehr Kunststoff im Inneren Ihres 3D-Modells vorhanden ist, desto mehr Spannungen können beim Aushärten entstehen. Verringern Sie also den Infill – die Füllung – um solche Spannungen zu vermeiden. 

In unserem Kaufberater erhalten Sie ausführliche Informationen zu beheizten Druckbetten, Druckmaterialien und Druckbett-Beschichtungen.

Generell können Sie davon ausgehen, dass Ihr Druck mehrere Stunden in Anspruch nehmen wird. Die Dauer eines Drucks hängt vor allem vom Drucker selbst ab – jedes Gerät druckt in einer bestimmten Geschwindigkeit. 

3D-Modelle mit einem größeren Volumen brauchen natürlich auch länger als solche mit kleinerem. 

Eine wesentliche Rolle für die Geschwindigkeit spielt zudem die Qualität: Je höher die Auflösung, desto mehr Schichten muss ein Drucker produzieren und entsprechend länger dauert der Druckvorgang.

Wesentliche Merkmale zur Druckqualität haben wir für Sie im Kaufberater zusammengestellt.

Nicht immer müssen Sie Ihr 3D-Modell selbst erarbeiten – für Fans des 3D-Drucks gibt es mittlerweile viele verschiedene Portale, auf denen Sie von mannigfaltigen Druckvorlagen profitieren können. 
Recherche Tipp
Eine beinahe unerschöpfliche Auswahl an Druckvorlagen erhalten Sie auf Thingiverse
Wenn Sie ein mehrfarbiges 3D-Modell drucken wollen, haben Sie mehrere Möglichkeiten. Grundlegend lässt sich unterscheiden, ob Ihr Drucker über einen oder mehrere Druckköpfe verfügt:

 
  • Drucker mit einem Druckkopf
    Sie teilen das Modell in mehrere Elemente auf, die Sie separat in verschiedenen Farben drucken. Am Ende können Sie die einzelnen Teile dann zusammenstecken. Das nimmt zwar mehr Zeit in Anspruch, ist aber preiswerter als der Kauf eines zweiten Extruders.
  • Drucker mit mehreren Druckköpfen
    Besitzt ihr Drucker weitere Druckköpfe, können Sie in der Regel mehrfarbig drucken. Je nach Verfahren können Sie unter Umständen sogar mehrere Farben während des Drucks mischen.

Erfahren Sie mehr über 3D-Drucker-Typen und deren Drucktechnologie in unserem Kaufberater.

Filamente

Oft werden in Online-Shops Filamente mit einem Durchmesser von 3 mm angeboten, aber keine mit einem Durchmesser von 2,85 mm. 
 
Das liegt daran, dass früher noch 3-mm-Filamente hergestellt wurden, mit der Zeit aber von 2,85-mm-Filamenten abgelöst worden sind. Die Bezeichnung „3 mm“ blieb aber dieselbe. Oft handelt es sich bei 3-mm-Filamenten korrekterweise also um 2,85-mm-Filamente.  
Shopping Tipp

Informieren Sie sich auf der Herstellerseite über den tatsächlichen Filament-Durchmesser. Oft gibt es dazu einen gesonderten Eintrag in den FAQ oder direkt in der Produktbeschreibung. 

Mit welchem Filamente-Durchmesser Ihr 3D-Drucker optimal funktioniert, hängt vom Geräte-Typ ab. Allgemein gibt es 2 gängige Filamente-Durchmesser: 
 

  • 1,75 mm
  • 3 mm bzw. 2,85 mm

 
Größere und leistungsstärkere Drucker benötigen häufig dickere Filamente – dadurch können sie mehr Material in kürzerer Zeit verarbeiten. Kleinere Modelle hingegen funktionieren besser mit einem geringeren Filamente-Durchmesser. 
Recherche Tipp

Hinweise zum optimalen Filamente-Durchmesser finden Sie in der Regel in der Bedienungsanleitung Ihres 3D-Druckers.

Funktionsweise

Es gibt unterschiedliche 3D-Druckverfahren. Das Funktionsprinzip ist jedoch ähnlich: Damit ein 3D-Drucker drucken kann, benötigt er eine Druckvorlage. Dies ist ein virtuelles 3D-Modell, das der Drucker dann in viele kleine Schichten unterteilt. 
 
Im Druckvorgang wird dann Schicht für Schicht auf das Druckbett aufgetragen. So gesehen, funktioniert ein 3D-Drucker fast genau wie ein herkömmlicher Drucker – er legt allerdings viele 2D-Schichten übereinander. 

Welcher 3D-Drucker mit welchem Verfahren druckt, erfahren Sie in unserem Kaufberater im Kapitel 3D-Drucker-Typen nach Drucktechnologie.

SLA-Drucker nutzen das Stereolithographie-Verfahren: Flüssiges Kunstharz trocknet unter UV-Bestrahlung. Dieses Prinzip macht sich der SLA-Drucker zunutze – unter dem Becken mit dem Kunstharz befindet sich ein beweglicher UV-Strahler. 

So funktioniert die Stereolithographie im Detail: 
  1. Der Druck wird in Auftrag gegeben, der 3D-Drucker erhält alle Informationen, die er benötigt. 
  2. Von oben fährt die Druckplatte herab und stoppt nur wenige Mikrometer (µm) über dem Beckenboden.
    ⇒ Das Gerät ist jetzt zum Druck der ersten Schicht bereit. 
  3. Der UV-Strahler bestrahlt die Fläche der ersten Schicht.
    ⇒ Das Kunstharz in diesem Bereich trocknet und bleibt an der Druckplatte haften.
  4. Die Druckplatte bewegt sich um einige Mikrometer (µm) nach oben.
    ⇒ Das Gerät ist jetzt zum Druck der nächsten Schicht bereit.
  5. Schritt 3 und 4 wiederholen sich so oft, bis das 3D-Modell fertig ist. 
  6. Das Modell muss über Nacht aushärten, bis es wirklich fest ist.
  7. Klebende Materialreste müssen in einem Alkohol-Bad abgewaschen werden. 

 
Pflege
Der Extruder (oder auch Druckkopf) ist das Herzstück Ihres 3D-Druckers – er schmilzt die Filamente und trägt sie dann möglichst präzise und schnell auf das Druckbett auf. 
 
Da vor allem die Genauigkeit des Extruders von Bedeutung ist, müssen Sie ihn sorgfältig und regelmäßig pflegen. 

Hierzu gibt es spezielle Reinigungsfilamente. Dieses setzen Sie – wie ein normales Filament – in Ihren Drucker ein und lassen es durch den Extruder laufen. 
Tipp

Wenn Sie zum Beispiel eine neue Farbe oder ein anderes Druckmaterial verwenden wollen, sollten Sie den Extruder zuvor reinigen. So können Sie sich sicher sein, dass keine Rückstände des alten Materials im Extruder bleiben.

Vervielfältigung

Einige 3D-Drucker können sich theoretisch selbst reproduzieren: Viele dieser Geräte bestehen aus Open-Source-Hardware. Die Baupläne dieser Komponenten sind für jeden kostenfrei nutzbar. Die meisten Bauteile des Druckers bestehen aus Kunststoff – alles andere ist im Baumarkt erhältlich. So können Sie also mit Ihrem ersten 3D-Drucker ganz unabhängig einen zweiten 3D-Drucker drucken – oder Ersatzteile für den ersten. Den Drucker würden Sie als Bausatz drucken und müssen ihn anschließend selbst montieren.
Recherche Tipp
Sogenannte RepRap-Drucker können sich reproduzieren: Viele Open-Source-Drucker finden Sie mit Anleitung auf Englisch auf reprap.org. 
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