Wickeltisch RatgeberGlücklich halten Sie Ihr Neugeborenes endlich im Arm und sind sicherlich gespannt auf die nun kommende aufregende Zeit. Zuhause ist bereits alles auf den Neuankömmling vorbereitet. Ein zentraler Ort, an dem sich Ihr Baby aufhalten wird, wird neben dem Babybett der Wickeltisch sein. Voraussichtlich mindestens zwei Jahre lang werden Sie Ihr Kind hier täglich sechs- bis achtmal wickeln müssen. Sie sollten diesen Platz also so angenehm wie möglich für Sie und Ihr Kind gestalten. Dazu gehören neben den grundsätzlichen Überlegungen über den Aufstellungsort auch solche über die Bauart und Beschaffenheit des Wickeltischs. Verfügen Sie über genügend Platz, empfiehlt sich die Einrichtung des Wickelplatzes im elterlichen Schlafzimmer oder im Kinderzimmer. Das hängt selbstverständlich in erster Linie davon ab, wo das Baby zunächst schläft. Bedenken Sie aber, dass der Säugling auch nachts gewickelt werden muss und dies eventuell bei Unterbringung im elterlichen Schlafzimmer die Nachtruhe des Partners stören könnte. Falls nun weder der eine oder andere Ort für Sie in Frage kommen, mag sich vielleicht eher eine Lösung im Badezimmer anbieten.
Für jedes Bedürfnis lässt sich im Handel der passende Wickeltisch finden. Lesen Sie im Folgenden, welche Modelle erhältlich sind, wie diese beschaffen sein sollten und welche Möglichkeiten Ihnen diese eröffnen. Erfahren Sie außerdem alles über zusätzliche Ausstattungselemente des Wickelplatzes.
Wickeltisch-Modelle Wie bei allen anderen Babymöbeln auch, können Sie aus verschiedenen Materialien auswählen, aus denen der Wickeltisch gefertigt wurde. Achten Sie aber darauf, dass
keine gesundheitsschädlichen Lösungsstoffe oder Klebstoffe verarbeitet wurden. Das Möbelstück sollte daher mindestens
das Siegel „Blauer Engel“ und das „TÜV-Umweltsiegel“ tragen.
Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Beschichtung des Wickeltischs mit Babyhautölen etc. in Kontakt kommt. Die Oberfläche sollte daher
abwischbar sein und darf sich nicht aufgrund der hohen Beanspruchung ablösen. Ansonsten gelten die gleichen Kriterien wie für alle Möbel, mit denen Kinder in Berührung kommen:
keine scharfen Kanten, keine hervorstehenden spitzen Gegenstände oder Sonstiges, an dem sich das Baby verletzen könnte.
Die
Wickelfläche sollte so groß sein, dass sich das Baby nicht eingeengt fühlt: mindestens 55 cm x 70 cm, besser wären 70 cm x 80 cm. Außerdem benötigt der Wickeltisch einen umlaufenden
Fallschutz, der zumindest eine kleine Barriere für das Baby darstellt.
Die
Höhe des Wickeltisches richten Sie am besten an der Person aus, die am häufigsten wickeln wird. Höhenverstellbare Modelle sind eher selten im Handel zu finden. Der Wickeltisch sollte auf jeden Fall mindestens bis zur Hüfte reichen. Ein Bücken ist dadurch nicht notwendig. Rücken und Nacken werden dauerhaft geschont.
Wickelaufsatz, Wickelbrett und Wickelplatte 
Zu den platzsparendsten Wickelmöbeln gehören
Wickelaufsätze. Sie bestehen aus einer Wickelfläche und einem Gestell, das
zusammenklappbar ist. Die Aufsätze lassen sich entweder
auf einer Badewanne oder auf dem Gitterbett befestigen. Die variablen Füße des Gestells ermöglichen eine Anpassung an verschiedene Größen von Badewannen oder Betten. Einige Modelle können durch Schubladen zum Verstauen von Wickelutensilien erweitert werden.

Wer es noch einfacher mag, greift zu einem
Wickelbrett. Dies ist im Prinzip nichts anderes als ein gepolstertes Brett. Damit es sicher
auf den Seitenteilen eines Gitterbettes befestigt werden kann, befinden sich Einkerbungen auf der Unterseite. Windeln und Cremes können nicht untergebracht werden. Auch ist in der Regel keine Umrandung als Fallschutz vorhanden. Dafür ist das Wickelbrett anschließend schnell wieder verstaut.
Eine
Wickelplatte funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie ein Wickelbrett, verfügt aber über eine niedrige Umrandung.
Wickelregal
Ein
Wickelregal bietet
genügend Platz, um alle wichtigen Wickelutensilien wie Windeln, Cremes, feuchte Tücher, Bürste, kleine Handtücher oder das Öl für die Babymassage darin unterzubringen. Durch die offene Bauart ist alles sofort griffbereit. Für den Nachwuchs im Krabbelalter ist das Wickelregal allerdings auch eine einladende Station, um ausgeräumt zu werden. Fläschchen und Öle sollten Sie dann eher weiter oben positionieren.
Einige Modelle verfügen sogar über
Rollen, die eine variable Aufstellung im Raum ermöglichen.
Wand-Wickeltisch
Immer aufgeräumt ist der
Wand-Wickeltisch. Er steht nie im Weg, denn durch die
Aufhängung an der Wand ist er extrem platzsparend. Bei Nichtgebrauch wird die als Wickelfläche dienende Front einfach wieder hochgeklappt. Der Teil des Wickeltischs, der an der Wand befestigt wird, dient gleichzeitig als
Regal und verfügt somit über einen ausreichenden Stauraum für alle Wickelutensilien. Die Konstruktion des Wand-Wickeltischs ist sehr stabil, sodass
Kinder bis zu einem Körpergewicht von etwa 15 kg darauf liegen können. Diese Eigenschaften machen den Wand-Wickeltisch zur interessanten Alternative gegenüber herkömmlichen Wickeltisch-Modellen.
Bade-Wickelkombination
Nennen Sie eine Badewanne Ihr Eigen, werden Sie eventuell die Vorzüge einer
Bade-Wickelkombination schätzen. Hier ist wirklich alles vor Ort: eine stabile Wickelfläche und ein herausziehbares Gestell für eine Babywanne. Das Gestell wird
mittels Saugnäpfen an der Badewanne sicher befestigt. Die Raumtemperatur im Badezimmer ist in der Regel angenehm warm, sodass Sie keine zusätzliche Heizung benötigen.
Neben den Modellen für die Badewanne werden im Handel auch Wickelregale und Wickelkommoden angeboten, bei denen eine Babywanne integriert werden kann. Diese lassen sich dann nach Belieben im Raum aufstellen und gestatten darüber hinaus eine Unterbringung aller Wickelutensilien.
Wickelkommode
Ein formvollendetes Wickel-Mobiliar mit allem Komfort erwerben Sie in Form einer
Wickelkommode. Dieses vollwertige Möbelstück verfügt in der Regel nicht nur über eine angenehm
große Liegefläche,
viel Stauraum für alles zum Wickeln Nötige, sondern hat auch optische Vorteile. Komplette Baby- und Kinderzimmerprogramme beinhalten daher oft eine Wickelkommode für die Jüngsten. Auf diese Weise wird der Raum zu einem harmonischen Ganzen, da alle Möbel vom Design her aufeinander abgestimmt sind. Aber auch als Einzelstück kann sich die Wickelkommode sehen lassen. Wickelutensilien verschwinden ganz einfach hinter
Schubladen, in
Körben oder hinter
Schranktüren. Eine Wickelkommode besteht normalerweise aus zwei Teilen, der Kommode und dem Wickelaufsatz. Dies macht eine
Nutzung als normale Kommode nach der Wickelzeit möglich.
Nützliches Wickel-Zubehör Damit der Wickelplatz für Ihr Kind perfekt wird, bedarf es einiger
Basics, die Sie außerdem anschaffen sollten. Die Wickelflächen der meisten Wickeltische sind von Natur aus hart und nicht gepolstert. So empfiehlt es sich, sich zusätzlich nach einer geeigneten
Wickelauflage umzusehen. Diese werden im Handel zum Teil aus abwischbaren Materialien wie auch aus komplett waschbarem Stoff angeboten. Beide Varianten haben ihre Vorzüge, die Wahl bleibt daher ganz Ihren persönlichen Vorlieben überlassen. Achten Sie aber auch hier auf mögliche enthaltene Schadstoffe, wie etwa PVC oder chlorierte Kunststoffe.
Steht der Wickeltisch im Schlaf- oder Kinderzimmer ist es sinnvoll, darüber eine spezielle
Wärmelampe zu installieren. Diese lässt sich in der Regel stufenweise einstellen. So hat es Ihr Baby immer angenehm warm. Außerdem spendet die Lampe ein angenehmes Licht, welches Ihr Baby vor allem beim nächtlichen Wickeln nicht allzu sehr stört.
Neben den obligatorischen Wickelutensilien, wie Windeln, Feuchttücher, Cremes oder Ölen, sollten Sie auch einen
Windeleimer in Reichweite positionieren. Im Handel sind spezielle Eimer, die die Windeln geruchsdicht aufnehmen können, erhältlich. Ein haushaltsüblicher Eimer mit Deckel erfüllt hier aber genauso gut seinen Zweck.
Gestalten Sie den Wickelplatz für Ihr Baby so angenehm wie möglich. Je älter es wird, desto weniger wird es die notwendige Wickelprozedur mögen. Fangen Sie daher möglichst früh an, daraus ein persönliches Ritual zu machen. Begleiten Sie das Wickeln zum Beispiel mit einer
Babymassage, einem Lied, einem Fingerspiel oder Krabbelvers. So wird das Saubermachen für Sie und Ihr Kind jedes Mal zu einem besonderen
und kurzweiligen Erlebnis!
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