Tony Hawk's Pro Skater 5 (PS4)
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Produkteigenschaften
| Marke | Activision |
|---|---|
| EAN | 5030917172052 |
| Gelistet seit | Mai 2015 |
| Ausführung | Box |
| Genre | Simulation, Action, Sport |
| Produktlinie | Pro Skater |
| Produkttyp | Standardedition |
| Publisher | Activision Blizzard |
| Sprache | deutsch |
| Altersfreigabesystem | USK |
|---|---|
| ESRB-Freigabe | Rating Pending |
| PEGI-Freigabe ab (Jahren) | 12 |
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Professionelle Testberichte
Tony Hawk's Pro Skater 5 ist zweifellos der schlechteste Teil der Serie und wirkt alles in allem vollkommen überflüssig. Schon der erste Eindruck ist enttäuschend: furchtbare Grafik-Qualität, schlechte Texturen, Ruckeln, verbuggte Animationen und ein monotoner Soundtrack. Nur die Skater-Videos sind gut geworden, aber das ist völlig unzureichend. Das Aufgaben-Abarbeiten-Spielprinzip wurde hingegen behalten und ist recht gut gelungen. Die unterschiedlichen Tricks der Profi-Skater machen zudem Spaß, aber lange Ladepausen sowie die gewöhnungsbedürftige Special-Leiste fallen negativ auf. Die ausführlichen Tutorials und die ansteigende Level-Schwierigkeit kontrastieren selbst mit den enorm schweren Profi-Aufgaben und den verwirrenden Aufgabenbeschreibungen. Mit zehn prominenten Skatern, acht Levels und dem wunderbaren Skatepark-Editor ist der Umfang leider unvollständig, denn es fehlen noch ein Create-A-Skater-Modus sowie Möglichkeiten zum Levelbau. Die Atmosphäre fällt insgesamt flach aus und der Wiederspielwert ist gering.
Seit zehn Jahren konnte kein Spiel der Tony-Hawk-Reihe Kritiker überzeugen. Mit dem Anschluss an der offiziellen Pro Skater Reihe, besinnt sich Entwickler Robomodo auf die alten Stärken. Diese Methode zeigt Erfolg, doch man erkennt schnell, dass an vielen Elementen gespart wurde. Der Ansatz ist gewohnt unseriös und der Physik strotzend, kann man waghalsige Sprünge vollziehen. Dabei enthält man einige Aufgaben wie DVD- und VHS-Tapes sammeln oder Atommüll entsorgen. Der Ausgangspunkt einer jeden Mission ist der Free-Skate-Modus. Von da an werden verschiedene Herausforderungen an den Spieler gestellt. Im Big-Head-Modus zum Beispiel müssen Tricks gekonnt ausgeführt werden, ansonsten droht der eigene Schädel zu platzen. Leider lassen sich die verschiedenen Tricks nicht individuell anpassen und auch der gegebene Soundtrack hat eine starre Vorgabe. Die Möglichkeiten die Figur hinsichtlich Kleidung, Köpfe und Decks zu gestalten, sind aber sehr kreativ ausgefallen. Die Grafik im Comic-Stil kann sich letztendlich sehen lassen und die Steuerung hat sich im Vergleich zu vorhergehenden Veröffentlichungen kaum verändert. Tony Hawk's Pro Skater 5 ist kein Meisterwerk, wird Fans der Reihe aber sicherlich zufrieden stellen können.
Tony Hawk’s Pro Skater 5 hätte ein vernichtendes Urteil verdient, hätte die präzise Ingame-Steuerung nicht so überzeugt. Der Soundtrack ist dazu größtenteils mehr als passend und der Level-Editor verbessert durch Abwechslung und einiger Online-Funktionen das Gesamtbild. Mit lediglich acht Leveln und elf Charakteren kann der Umfang allerdings kaum gefallen und der Mehrspieler-Funktion im „Fun Skate“-Modus fehlt es an Interaktions- und Austauschmöglichkeiten unter den Skatern. Spielerisch verdirbt die extrem fehlerhafte Kollisionsabfrage den Spaß an Bewegungskombinationen schnell. Sowohl grafisch als auch technisch ist dieser Titel eine der größten Enttäuschungen auf dem Spielmarkt: Spielwelt und Charaktere wirken lieblos und unspiriert, während unzählige Ruckler, Framerate-Probleme und lange Ladezeiten einem schnell auf die Nerven gehen. Die Day-One-Patch macht das Spiel zumindest spielbar, ohne sie ist es aber noch schlimmer.
Tony Hawk’s Pro Skater 5 enttäuscht mit einer Optik, die in jeder Hinsicht sogar bei den neuen Erkundungslevels der Vergangenheit gehört. Indiskutabel schlecht ist zudem die technische Leistung: Online-Multiplayer-Sessionen leiden unter sehr lange Ladezeiten und das Bug-Ensemble umfasst Abstürze bei Tricks, häufiges Hängenbleiben in die Wand sowie weitere kleinere, doch immerhin störende Fehler. Gewohnte Lizenz-Top-Skater und auch bekannte Gegenden erwarten Serienfans sowie machen den Einstieg für sie schnell und einfach. Das äußerst gelungene Skillsystem zur Weiterentwicklung des eigenen Skaters ist der einzige nennenswerte Punkt in Bezug auf das Gameplay. Im Vergleich zum Vorgänger ändert Entwickler Activision allerdings nahezu nichts daran und spart darüber hinaus an Innovationen.
Bei „Tony Hawk's Pro Skater 5“ kratzt man sich am Kopf, wer es im Entwicklerstudio Robomodo erlaubt hat, so eine Katastrophe veröffentlichen zu lassen. Die Pro-Argumentation umfasst genau einen Satz: Es gibt einige Customizing-Optionen mit Potenzial, der Spieler kann Karten selbst kreieren und dabei interessante Besonderheiten definieren sowie die Größe anpassen. Niemand würde sich aber darüber freuen, wenn der restliche Umfang von Skatern, Manövern, Playlists, einem richtigen Charakter-Editor und einem abwechslungsreichen Missionsdesign nur träumen lässt. In der Anwesenheitsliste fehlen außerdem ein Karriere-Modus, eine Story, sowie lokale und Splitscreen-Möglichkeiten. Die Probleme gehen in den Bereichen Grafik und Sound weiter. Die Texturen und die Animationen enttäuschen komplett, das Leveldesign ist alles andere als ansehnlich, die Karten sind eine weitere Qual für die Augen und die Musik verdirbt allerlei Spaß und Lust. Die Technik macht es noch schlimmer mit Framerate-Einbrüchen, Glitches, Bugs und einem miserablen Interface. Das Gameplay kennt scheinbar das Wort Realismus nicht – weder die Physik noch die wenigen Moves oder die Questmarker sind authentisch umgesetzt. Kurz gesagt: Nach etwas Zeit, Nervenverlust und Eintönigkeit kommen die Gedanken auf, wie schnell ein Deinstallieren möglich ist.