Dampfduschen

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Ratgeber Dampfduschen


Erstellt: 19.02.2019 | Autor: Magnus Raab

Wissen kompakt

In Zeiten, in denen Stress und Hektik häufig den Alltag bestimmen, wird es zunehmend wichtiger, daneben für genügend Entspannung und Erholung zu sorgen. Eine eigene Dampfdusche bietet dabei die ideale Gelegenheit, um sich eine Auszeit zu gönnen und den Körper zu regenerieren.

Doch tragen Dampfduschen nicht nur zur Entspannung bei. Es wird ihnen auch nachgesagt, dass sie eine gesundheitliche Wirkkraft besitzen: Denn der erzeugte Dampf liegt meist zwischen 35 °C und 60 °C und besitzt eine Luftfeuchtigkeit von fast 100 %. Dadurch sorgt der Dampf dafür, dass der Körper in eine Art künstliches Fieber versetzt wird. Auf diese Weise sollen vorhandene Krankheitserreger zerstört werden. Damit fungiert eine Dampfdusche ganz ähnlich wie eine Sauna.

Der Dampf wird durch einfaches Erhitzen des Wassers erzeugt. Bei heutigen Dampftempeln übernimmt diese Aufgabe ein eingebauter Dampfgenerator. Dieser benötigt jedoch einen 230-V-Stromanschluss. Der erzeugte Dampf wird dann über spezielle Dampfdüsen ins Innere der Kabine geleitet.

Moderne Ausführungen bestehen aus einer Duschwanne samt einer in alle Richtungen geschlossenen Kabine, deren Vorderseite meist transparent gehalten ist. Durch den abgeschlossenen Duschraum verbleibt der Dampf in der Kabine und kann dort gut verteilt werden. Für viele Menschen ist diese Art der Entspannung eine gute Alternative zur Sauna – und benötigt meist auch deutlich weniger Platz.

Bedenken Sie für den Kauf vor allem folgende Gesichtspunkte:

  • Ausreichend Platz ist nötig.
    Wellness-Duschen besitzen umfangreiche Abmessungen. Die meisten Modelle sind zudem etwa 220 cm hoch.
    Mehr Informationen zu den Größen
  • Eine stabile Konstruktion ist wichtig.
    Achten Sie darauf, dass der Boden aus einem robusten und festen Material wie Sanitäracryl besteht. Bei Glaseinsätzen sollte es sich um etwa 5 – 6 mm dickes Sicherheitsglas handeln. Die Türen müssen sich vollständig schließen lassen.
    Mehr Informationen zu den Materialien
  • Die Ausstattung entscheidet über den Komfort. 
    Ihre Dusche sollte einen Abluftventilator haben, der an ein externes Abluftsystem angeschlossen werden muss. Er verhindert, dass der erzeugte Dampf und die damit verbundene hohe Luftfeuchtigkeit zu Schimmelbildung führen. Die meisten Modelle am Markt verfügen über zahlreiche Duschprogramme. Hierzu gehören etwa Massageprogramme sowie Farblicht- und Aromatherapie. 
    Mehr Informationen zur Ausstattung

Kaufberater

Informieren Sie sich im Vorfeld zunächst gründlich über die verschiedenen Ausführungen der Wellness-Duschen. Wir haben im Folgenden die wichtigsten Kriterien für Sie zusammengestellt, um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern.


Dampfduschen-Modelle

Die Auswahl an unterschiedlichen Bauarten von Duschtempeln ist überschaubar.

Es werden vor allem in 2 Ausführungen angeboten:

Gewisse Bauteile finden sich jedoch in beiden Modell-Arten.

Aufgebaut sind Dampfduschen grundsätzlich wie folgt:

  • Die Basis besteht aus einer soliden Wanne
    Diese wird nicht nur zum Auffangen des Wassers genutzt, sondern verfügt auch über einen Anschluss an das Abwassersystem. Eine Art Säule mit den nötigen Armaturen im Innern der Kabine ermöglicht es, die Dusche zu aktivieren, Dampf zu erzeugen und Einstellungen vorzunehmen. Hier werden meist auch die Dampfdüsen sowie ein Duschkopf angebracht, der sich flexibel einstellen lässt.
  • Die Seiten sind mit Glasscheiben verkleidet.
    Diese verlaufen entweder gerade oder je nach Bauform auch gebogen. Die Glastüren können Sie entweder aufschieben oder wie eine gewöhnliche Tür aufklappen. Letztere Modelle erfordern jedoch ausreichend Platz.
  • Ein Dach rundet die Duschkabine ab.
    Hier ist meist auch die Basis für die Lichteffekte angesiedelt. Zusätzlich verfügen manche Modelle über eine Regendusche im Deckenbereich, die das Wasser in einzelne Tropfen auftrennt.
Klassische Dampfdusche

Die Maße von klassischen Dampfduschen liegen meist in einem Größenbereich zwischen 90 cm und 120 cm. Was den Platzbedarf angeht, ähneln sie also herkömmlichen Duschen.

Auch die Formen sind denen einfacher Duschen nachempfunden: Sie erhalten sie quadratisch, halbrund oder rechteckig.

Die klassische Variante besitzt darüber hinaus in der Regel eine flache Duschwanne, in der sich das Wasser sammeln und von dort aus abfließen kann. Dadurch ist auch ein flacher Einstieg problemlos möglich.

Klassische Duschtempel eignen sich wegen der eher platzsparenden Form meist nur für 1 Person.

Preislich unterscheiden sie sich zum Teil stark voneinander, was sich in der jeweiligen Ausstattung sowie Konstruktions- und Materialqualität begründet. Grundsätzlich müssen Sie jedoch dazu bereit sein, einen Preis zwischen 500 € und 1.500 € zu zahlen. Manche Modelle liegen sogar deutlich oberhalb dieser Preisspanne.

Vorteile
  • Platzsparend
  • Flacher Einstieg
Nachteile
  • Meist nur für 1 Person
Whirlpool-Dampfdusche

Whirlpool-Dampfbäder besitzen im Vergleich zur klassischen Variante eine deutlich größere Duschwanne. Durch diese und die dort integrierten Whirlpool-Düsen eignet sich diese Variante sowohl für ein Dampfbad als auch für ein klassisches Whirlpool-Bad.

Auch Whirlpool-Duschkabinen können Sie in unterschiedlichen Formen erhalten.

Für die Aufstellung benötigen Sie deutlich mehr Platz. Denn diese Modelle haben meist eine Länge und Breite zwischen 130 cm und 150 cm.

Die hohe Duschwanne erschwert allerdings einen einfachen Einstieg.

Bedenken Sie

Für ältere Menschen und für Menschen mit körperlichen Einschränkungen eignet sich dieser Typ aufgrund der Barriere beim Einstieg eher weniger.

Wegen der größeren Abmessungen können bei Whirlpool-Dampfduschen meist bis zu 2 Personen Platz finden.

Preislich liegen diese Modelle wegen der großen Ausmaße und umfangreichen Funktionen in der Regel in einem Bereich zwischen 1.000 € und 2.000 €. 

Vorteile
  • Dampfdusche und Whirlpool in einem
  • Große Duschwanne
  • Meist für bis zu 2 Personen
Nachteile
  • Mehr Platz nötig
  • Hoher Einstieg
  • Höherer Preis

Größen

Wellness-Duschen sind generell in ganz unterschiedlichen Formen und Größen erhältlich. Messen Sie daher vor dem Kauf genau die örtlichen Gegebenheiten aus.

Entnehmen Sie der folgenden Tabelle, welche gängigen Maße es für die jeweiligen Modelle und Formen gibt und für wie viele Personen sie sich eignen:

Modell
Form Maße Personenzahl
Klassische Dampfdusche Quadratisch
80 cm x 80 cm
90 cm x 90 cm
100 cm x 100 cm
1
Klassische Dampfdusche Rechteckig
90 cm x 70 cm
100 cm x 80 cm
100 cm x 90 cm
120 cm x 80 cm
120 cm x 90 cm
1
Klassische Dampfdusche Quadratisch
120 cm x 120 cm
135 cm x 135 cm
2
Klassische Dampfdusche Rechteckig
150 cm x 90 cm
150 cm x 150 cm
2
Whirlpool-Dampfduschen Quadratisch
130 cm x 130 cm
135 cm x 135 cm
150 cm x 150 cm
2
Whirlpool-Dampfduschen Rechteckig
150 cm x 90 cm
170 cm x 90 cm
2

Größere Modelle für 2 Personen bieten meist noch weitere Annehmlichkeiten, wie etwa Sitzgelegenheiten zum Ausklappen.


Materialien

Alle Elemente eines Duschtempels oder Dampfbades müssen zugleich robust und wasserfest sein. Da sanitäre Objekte regelmäßig Wasser, Kalk und Keimen ausgesetzt sind, ist die Material- und Verarbeitungsqualität besonders wichtig.
Die folgenden Materialien kommen üblicherweise zum Einsatz:
  • Acryl
    Bei Acryl bzw. Sanitäracryl handelt es sich um einen speziellen Kunststoff, der für die Herstellung von Badewannen, Duschwannen und Waschbecken eingesetzt wird. Weil der Werkstoff weitgehend schlag- und stoßunempfindlich ist, gilt er als äußerst stabil und robust. Gegenüber Stahl und Stahlemaille lässt sich Acryl deutlich besser formen und einfärben. Außerdem ist Acryl pflegeleichter und verfügt über ein wärmeres Oberflächengefühl. Zudem hat das Material den Vorteil, dass es eine gute Rutschfestigkeit besitzt – selbst dann, wenn der Untergrund nass ist. Um allerdings Verfärbungen durch Wasserdampf zu verhindern, sollten etwa 3 bis 4 schützende Glasfaserschichten über dem Material liegen.
  • Aluminium
    Aluminium verwenden die Hersteller häufig bei Rahmen und Armaturen. Das Material eignet sich so auch gut dazu, um die Rahmen der Duschtrennwände rostfrei und wasserdicht zu halten. Zudem ist das Metall äußerst stabil, formfest und leicht zu reinigen. Darüber hinaus besitzt eingesetztes Aluminium häufig ein edles Hochglanz-Design, das die moderne Optik ideal ergänzt.
  • Glas
    Dampfduschen sind zu einem großen Teil aus Glas gefertigt. Besonders für Elemente wie die Türen und Seitenwände verwenden die Hersteller häufig spezielles Glas für eine transparente Gestaltung. Glas gilt als äußerst robust, langlebig und kratzfest. Sie sollten darauf achten, dass es sich bei dem verbauten Glas um spezielles Sicherheitsglas mit einer Dicke von mindestens 5 bis 6 mm handelt. Andernfalls hält das Material der Druckentwicklung durch den heißen Dampf nicht stand.
  • Kunststoff
    Kunststoff kommt vor allem bei Oberflächen im Innern der Dusche wie auch bei Duschwänden und dem Dach zum Einsatz. Kunststoff lässt sich leicht reinigen. Gegenüber den anderen Materialarten ist Kunststoff darüber hinaus auch die preiswertere Alternative. Allerdings ist das Material nicht so robust und stabil wie etwa Acryl, Glas oder Aluminium. Je nach Materialqualität ist Kunststoff unterschiedlich anfällig für Beschädigungen und kann porös werden und brechen. Kunststoff hat daher generell eine geringere Lebensdauer als andere Materialien, was entsprechend auch für die Duschkabine als solche gilt.

Ausstattung

Von der genauen Ausstattung hängt ab, welche Einstellungsmöglichkeiten Sie vornehmen können und von welchen Zusatzfunktionen Sie profitieren können. Zur Grundausstattung gehören dabei Duschwanne, Kabinenwände und-decke, Armaturen, Wasserzulauf und -ablauf, Stromanschluss sowie Dampfgenerator.
Darüber hinaus erhöhen weitere Ausstattungsmerkmale den Komfort:
  • Aromaöl-Behälter
    Sie haben die Möglichkeit, den Wasserdampf mit diversen Aromen und Gerüchen zu versetzen. Dazu steht ein entsprechender Behälter am Dampfauslass zur Verfügung, den Sie dann mit ätherischen Ölen befüllen können. Diese vermischen sich mit dem Dampf und geben einen wohligen Geruch ab. Gängige Varianten für die Aromatherapie sind etwa Zitrone, Pfefferminze, Rosmarin und Lavendel. Achten Sie dabei darauf, dass es sich um speziell für die Dampfdusche geeignete Öle handelt.
  • Beleuchtung
    Für eine Lichttherapie verfügen viele Modelle über eingebaute Beleuchtungselemente, die die Duschkabine mit buntem Licht stimmungsvoll ausleuchten. Hier kommen in der Regel stromsparende LEDs zum Einsatz. Die LEDs, die üblicherweise in die Decke oder den Seitenwänden eingelassen sind, können Sie meist über ein Bedienfeld im Innern der Dampfkabine steuern.
  • Display
    Hochwertige Modelle sind mit einem Display ausgestattet – entweder in Form eines Touchscreen-Displays oder in Form eines klassischen Bildschirms. Ein solches Display dient entsprechend als Bedienelement, über das Sie etwa die Temperatur und Zeit des Dampfbads einstellen können wie auch die Farblichttherapie oder gar den Radiosender.
  • Handbrause
    Die Handbrause ermöglicht es, neben der Vielzahl unterschiedlicher Duschmodi auch die ganz normale Dusche mit Handbrause zu nutzen.
  • Massagedüsen
    Massagedüsen sind meist im Bereich der Armaturen und an den Seitenwänden angebracht. Hier tritt das Wasser mit einem individuell einstellbaren Druck aus. Sie sind meist in einer Höhe angebracht, von der aus Sie sich vor allem den oberen und unteren Rücken massieren lassen können.
  • Regendusche
    Bei vielen Dampfduschen ist ein zusätzlicher Duschkopf in oder an der Decke angebracht. Dieser hat einen besonders großen Durchmesser. Aus ihm tropfen auf Wunsch und je nach eingestelltem Druck einzelne Tropfen herunter. Sie fühlen sich, als würde ein sanfter tropischer Regenschauer auf sie herunterprasseln – das kann einen sehr entspannenden Effekt haben.
  • Soundsystem
    In einigen Duschkabinen sind Lautsprecher integriert, die dank Kunststoffmembranen, Silikonummantelungen und Magnetverkleidungen wasserdicht konstruiert sind. Mithilfe der Bedienelemente in der Dusche können Sie so während des Duschens Radio hören oder via Bluetooth Ihre persönliche Lieblingsmusik abspielen. Eine zusätzliche Freisprecheinrichtung sorgt dafür, dass Sie via Bluetooth Telefonanrufe auf Ihrem Mobiltelefon führen können.
  • Sitzfläche
    Viele Modelle verfügen über fest verbaute Sitze oder klappbare Sitzflächen. Die Sitzfläche ist in der Regel für 1 bis 2 Personen ausgelegt.
  • Temperaturregler
    Damit Sie Ihre persönliche Wasser-Wohlfühltemperatur einstellen können, ist der Temperaturregler meist an den Armaturen der Säule innerhalb der Kabine angebracht.
  • Timer
    Bei Modellen mit Display ist häufig eine Zeitsteuerung integriert. Diese ermöglicht es Ihnen, die Dampfdauer einzustellen. 

Häufige Fragen

An dieser Stelle haben wir die wichtigsten Fragen rund um das Thema Dampfduschen für Sie zusammengefasst. Die Fragen basieren dabei auf dem Wissensbedarf anderer Nutzer.

Abluft

Viele Modelle verfügen über einen integrierten Abluftventilator, der den entstandenen Dampf nach dem Duschen ableitet und somit reduziert. Dazu müssen Sie den Abluftventilator an ein entsprechendes Abluftsystem anschließen.

Um den Dampf in der Kabine und im Badezimmer nach dem Gebrauch zu verringern, sollten Sie den Abluftventilator direkt nach dem Duschen einschalten. Das ist jedoch nicht immer nötig: Bei Badezimmern mit Außenfenstern reicht es häufig schon, die Fenster zu öffnen und zu lüften.
 

Weil die Feuchtigkeit zu Schimmelbildung führen kann, müssen Sie stets dafür sorgen, dass der Dampf vollständig entweichen kann Ein separates Abluftsystem benötigen Sie im Badezimmer vor allem dann, wenn kein Außenfenster vorhanden ist und Sie das Badezimmer somit nicht manuell belüften können. 

Die meisten Modelle verfügen hierzu über einen Abluftventilator, den Sie an ein Abluftsystem in Ihrem Badezimmer anschließen können.

Aufstellungsort

Klassische Dampfduschen sind in der Regel so groß wie herkömmliche Duschen. Je nach Modell und Ausführung bewegen sich die Abmessungen, auf Länge und Breite bezogen, zwischen 80 cm und 150 cm. Mehr Platz nehmen allerdings die Ausführungen mit Whirlpool-Funktion ein. Hier müssen Sie mit Abmessungen zwischen 130 cm und 170 cm rechnen.

Eine Übersicht über die Größen von Wellness-Duschen finden Sie in unserem gleichnamigen Ratgeber-Kapitel.
 

Tipp

Messen Sie vorher den zur Verfügung stehenden Platz genau aus. 

Eine Dampfdusche können Sie grundsätzlich an ganz verschiedenen Orten aufstellen. Allgemein ist das Badezimmer jedoch der gängigste Aufstellungsort im Haus oder der Wohnung. Denn hier sind alle wichtigen Anschlüsse für die Installation ohnehin schon vorhanden.

Neben dem Badezimmer können jedoch auch andere Orte zur Aufstellung in Betracht kommen – wie beispielsweise das Schlafzimmer. Hier müssten Sie allerdings zunächst alle nötigen Anschlüsse – vom Wasserzulauf, über den Wasserablauf bis hin zum Strom – bereitstellen lassen.

Bedenken Sie

Achten Sie auf einen ebenen und wasserdichten Bodenbelag. Holzböden sind als Untergrund nicht geeignet. Denn sie können bei Kontakt mit Wasser aufquellen und porös werden.

Betriebskosten

Eine pauschale Antwort auf diese Frage kann es leider nicht geben.

Grundsätzlich verursacht eine Wellness-Dusche ähnlich hohe Betriebskosten wie eine herkömmliche Dusche. Denn wie bei herkömmlichen Duschen entstehen auch hier Folgekosten, vorwiegend durch Wasser, Pflege und gegebenenfalls Ersatzteile.

Bei einer Dampfdusche kommen allerdings noch Stromkosten hinzu. Denn sowohl der Dampfgenerator als auch Funktionen wie Beleuchtung und Sound erfordern Strom. Für den normalen Duschvorgang ist das Einschalten der Elektronik allerdings nicht nötig.

Wie viel Strom Dampfduschen üblicherweise verursachen, haben wir für Sie in unserer FAQ-Rubrik Wie viel Strom verbraucht eine Dampfdusche? beantwortet.

Wie viel Strom Ihre Wellness-Dusche verbraucht, hängt vor allem von Ihren persönlichen Gewohnheiten ab. Schalten Sie beispielsweise häufig Elemente wie Beleuchtung und Sound ein, verbrauchen Sie auch entsprechend mehr Strom.

Für ein klassisches Dampfbad ist allerdings in jedem Fall Strom erforderlich. Denn damit der Dampfgenerator seiner Aufgabe nachkommen und heißen Dampf erzeugen kann, werden auch entsprechende Energiemengen benötigt. Deshalb müssen Dampfduschen nicht nur an das Wassersystem, sondern auch an eine 230 V-Stromquelle angeschlossen werden.

Der jährliche Stromverbrauch für die Nutzung errechnet sich beispielhaft wie folgt:

Beispiel

Wenn Ihre Dampfdusche etwa 3 kWh Strom benötigt, die Kilowattstunde durchschnittlich 30 Cent kostet (Stand 2019) und Sie sie täglich für 20 Minuten nutzen, errechnet sich deren Stromverbrauch pro Jahr wie folgt:

3 kWh (Stromverbrauch) x 0,33 h (Nutzungsdauer) = 0,99 kWh (Tagesverbrauch)

0,99 kWh (Tagesverbrauch) x 365 (Tage im Jahr) = 361,35 kWh (Jahresverbrauch).

361,35 kWh (Jahresverbrauch) x 0,30 € (Strompreis) = 108,41 € (Stromkosten für Dampfdusche im Jahr).

Gesundheit

Wellness-Duschen können der Gesundheit förderlich sein.
Durch die hohen Temperaturen kann der Dampf den Körper, ganz ähnlich wie in einer Sauna, in eine Art künstliches Fieber versetzen und somit vorhandene Krankheitserreger zerstören. Darüber hinaus hilft der heiße Nebel, Muskeln zu entspannen, Schmerzen zu lindern und die Atemwege zu befreien. Insbesondere bei Asthma, Bronchitis, Rheuma und Heiserkeit kann eine Dampfdusche sinnvoll sein.
Den erzeugten Dampf können Sie individuell auf Ihre Bedürfnisse ausrichten. In der Regel können Sie so etwa Temperaturen zwischen 35 °C und 60 °C einstellen. Höhere Temperaturen sind jedoch meist nicht möglich, um den Kreislauf zu schützen.
Tipp

Sorgen Sie zwischen den Dampfgängen immer wieder für eine kurze Abkühlung. Denn das Wechseln zwischen heißen und kalten Temperaturen regt die Durchblutung an und kann das Immunsystem stärken.

Funktionsweise

Dampfduschen sind in sich geschlossene Systeme und mit einem sogenannten Dampfgenerator ausgestattet. Dieser erhitzt zugeführtes Wasser so stark, dass heißer Dampf entsteht, der durch Dampfdüsen in die Duschkabine gelangt.

Durch den geschlossenen Raum verbleiben der Dampf und die hohe Luftfeuchtigkeit in der Kabine. Die Temperatur des heißen Wasserdampfes wird dabei durch ein Thermostat reguliert. Das Kondenswasser wird gefiltert und anschließend wieder in den Dampfkreislauf gebracht.

Um den Dampf nach dem Dampfbad ablassen zu können, wird ein Abluftventilator an das heimische Abluftsystem angeschlossen – steht ein Fenster zur Verfügung, reicht es allerdings in der Regel auch, das Zimmer zu lüften.

Kauf

Sie sollten sich im Vorfeld des Kaufs genau überlegen, welches Modell mit welchen Ausstattungsmerkmalen für Ihre Bedürfnisse infrage kommt.

Beachten Sie insbesondere folgende Gesichtspunkte:

  • Genügend Platz
    Viele moderne Wellness-Duschen haben durch die Kabine samt Wanne und Dach umfangreiche Abmessungen. Für die Aufstellung müssen Sie meist mehr Platz zur Verfügung haben als bei einer herkömmlichen Dusche. Sie finden allerdings auch viele Modelle, deren Größen klassischen Duschen entsprechen. Berücksichtigen Sie bei Ihrer Berechnung auch den Platz für die Installationen.
  • Dampfduschen sollten stabil konstruiert sein
    Die Duschwanne sollte aus robustem Sanitäracryl sein, bei Glaseinsätzen sollte es sich um Sicherheitsglas handeln.
  • Ein Abluftventilator ist sinnvoll
    Insbesondere wenn Sie keine Möglichkeit zum Lüften haben, sollten Sie darauf achten, dass ein Abluftventilator vorhanden ist. Diesen schließen Sie an Ihr heimisches Abluftsystem an. Er dient dazu, den heißen Dampf nach dem Dampfbad nach draußen zu befördern.

Preislich gibt es zum Teil große Unterschiede. Je nach Ausstattung, verwendeten Materialien, Größe und Funktionen können Sie für unterschiedliche Modelle so auch sehr unterschiedliche Preise erwarten.

Grundsätzlich liegen die meisten gängigen Modelle auf dem Markt in einem Preisbereich zwischen 500 € und 2.000 €. 

Montage

Überprüfen Sie zunächst einige Voraussetzungen und treffen Sie notwendige Vorbereitungen.

Bedenken Sie zur Installation Ihrer neuen Dampfdusche daher Folgendes:

  • Eine Dampfdusche benötigt einen Wasserablauf, -zulauf und Strom.
  • ​Der Boden sollte eben und wasserdicht sein.
  • Dampfduschen sollten von mindestens 2 Personen aufgebaut werden.
Bei den meisten gängigen Dampfduschen auf dem Markt gehen Sie wie folgt vor:
  1. Prüfen Sie, ob der gesamte Duschbereich vollständig abgedichtet ist. 
    ⇒ Gegebenenfalls müssen Sie hier nachbessern, um ein Eindringen des Wasserdampfes in die Bausubstanz zu verhindern.
  2. Falls noch nicht vorhanden, installieren Sie die nötigen Anschlüsse. 
    ⇒ Dazu zählen ein Stromanschluss (230 V, 16 A), ein Kaltwasser- und ein Warmwasser-Anschluss sowie der Wasserablauf.
  3. Platzieren Sie die Duschwanne an dem vorgesehenen Platz und richten Sie diese mithilfe einer Wasserwaage waagerecht aus. Anschließend fixieren Sie die Wanne mithilfe der im Lieferumfang beigelegten Schrauben bzw. Muttern. Verbinden Sie dann das Ablaufventil mit dem Ablauf.
  4. Kontrollieren Sie anschließend, ob die Verbindungen dicht sind.
  5. Bauen Sie nun die fertige Duschkabine samt Türen, Rückwand und Dachelement ein. 
    ⇒ Achten Sie auch hierbei auf eine vollständige Abdichtung der Dampfduschkabine. Andernfalls kann es passieren, dass der Dampf bei der Verwendung aus der Kabine entweicht.
  6. Verbinden Sie nun den Kalt- und Heißwasser-Anschluss mit der Duschkabine und schließen Sie den Dampfgenerator an.
    ⇒ Dabei sollten Sie den Generator über ein spezielles Dampfrohr mit der Duschkabine verbinden. Dichten Sie die Verbindungsstelle anschließend sorgfältig ab.
  7. Ein automatisierter Dampfgenerator verfügt neben der Verbindung für den Dampf auch über einen Wasserzulauf, -ablauf und einen Stromanschluss.
    ⇒ Daher sollten Sie den Generator möglichst günstig positionieren. So vermeiden Sie, neue Rohre verlegen zu müssen.
  8. Wenn Sie schließlich alle Bauteile erfolgreich miteinander verbunden haben, sollten Sie die Duschkabine von innen verfugen. 
    ⇒ Sinnvoll hierzu ist spezielles Silikon für den Sanitärbereich. Dies ist nach 24 Stunden bereits getrocknet und sorgt für eine vollständige Versiegelung der Kabine.
Bedenken Sie

Beachten Sie unbedingt die Anweisungen der Bedienungs- bzw. Montageanleitung. Denn diese zeigt Ihnen für das jeweilige Modell Schritt für Schritt, wie Sie bei der Montage vorgehen sollten und ist damit für eine korrekte Installation unerlässlich. 

Bedenken Sie

Haben Sie keinerlei oder nur wenig Erfahrung bei der Montage von sanitären Anlagen, dann sollten Sie dies durch einen Fachmann erledigen lassen.

Reinigung

Damit eine Dampfdusche nicht verkalkt und zum Nährboden für Keime und Bakterien wird, sollten Sie darauf achten, sie regelmäßig zu reinigen. Die Reinigung ist dabei nicht besonders aufwendig und kann ganz einfach von Hand erledigt werden.
Beachten sollten Sie dabei Folgendes:
  • Die Front und Seitenwände
    Diese Elemente können Sie mit herkömmlichem Glasreiniger reinigen. Bei Modellen mit spezieller Beschichtung perlt das Wasser sogar ganz einfach ab – was die Reinigung noch einfacher macht.
  • Die Duschwanne
    Die Duschwanne können Sie mit einem herkömmlichen Badreiniger reinigen. Scheuermittel sollten Sie allerdings vermeiden, weil dieses insbesondere für Duschtassen aus Acryl zu aggressiv ist. Um die Wanne wieder zum Glänzen zu bringen, reicht es in der Regel, sie mit einem Mikrofasertuch auszuwischen und zu reinigen.
  • Der Dampfgenerator
    Den Dampfgenerator müssen Sie in der Regel heute nicht mehr manuell reinigen. Denn mittlerweile ist dieser mit einem vollautomatischen System ausgestattet, das in regelmäßigen Abständen für eine gründliche Reinigung sorgt. Bei einigen älteren Modellen hingegen müssen Sie den Dampfgenerator auseinandernehmen und von Hand reinigen.
Bedenken Sie

Eine Glas-Beschichtung nutzt sich mit der Zeit ab und verschwindet. Sie können sie dann allerdings problemlos erneuern, indem Sie ein spezielles Präparat auf das Glas auftragen. Nach einer kurzen Einwirkzeit, reiben Sie das Glas lediglich mit einem trockenen Lappen ab – die Beschichtung ist wiederhergestellt.

Verwendung

Der wichtigste Grund ist wohl: Wellness-Duschen dienen der Entspannung und Erholung. Heißer Dampf, verschiedene Massageprogramme sowie Elemente wie Beleuchtung und Musik sind eine Wohltat für Ihren Körper.
Obendrein wird dieser Art von Duschen auch eine gesundheitliche Wirkkraft nachgesagt: Denn der heiße Dampf versetzt den Körper in eine Art künstliches Fieber – und zerstört so vorhandene Krankheitserreger. Außerdem befreit ein Dampfbad die Atemwege und kann bei Beschwerden wie Heiserkeit, aber auch Rheuma und Bronchitis sinnvoll sein.
Wissenswert

Schon Hochkulturen wie die alten Römer kannten die entspannenden und reinigenden Kräfte eines Dampfbads und verbrachten ihre Freizeit gern bei heißem Wasser und Dampf in ansehnlichen Thermen.

Eine Wellness-Dusche ermöglicht es Ihnen, sowohl ein heißes Dampfbad zu nehmen als auch normal darin zu duschen.
Mithilfe der Handbrause können Sie so beispielsweise wie in einer herkömmlichen Duschkabine duschen – und auch Elemente wie Beleuchtung, Massagedüsen oder die Soundanlage müssen Sie nicht zwangsläufig einschalten.
Wie oft Sie Ihre Dusche mit Dampffunktion nutzen möchten, hängt stark von Ihrem persönlichen körperlichen Befinden ab.
Grundsätzlich können Sie sie täglich nutzen, nicht zuletzt haben Dampfbäder auch eine gesundheitsfördernde Wirkung. Allerdings sollten Sie darauf achten, ob Sie diese Häufigkeit auch vertragen und ob der heiße Dampf Ihrem Kreislauf guttut.
Andernfalls sollten Sie die Dampffunktion nur gelegentlich nutzen.

Über Magnus Raab

Neben meinem theoretisch veranlagten Politik- und Wirtschaftsstudium haben mich immer schon Praxisthemen interessiert, vor allem Verbraucherthemen. Seit 2016 schreibe ich deshalb für billiger.de und unterstütze Sie mit hilfreichen Informationen beim Kauf.


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