Unisex Düfte

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Ratgeber Unisex Düfte


Aktualisiert: 21.01.2020 | Autor: Online-Redaktion 

Wissen kompakt

Das Wort Parfüm stammt aus dem Französischen und beschreibt ein zumeist flüssiges Gemisch aus Alkohol und Riechstoffen. Parfüme zeichnen sich in der Regel durch einen individuellen Geruch aus und werden für verschiedene Zwecke eingesetzt. Dazu gehört unter anderem der Einsatz als Raumduft, in Reinigungsmitteln oder in Haushalt und Garten.

Am häufigsten eingesetzt wird das Parfüm jedoch in der Kosmetikbranche. Dort findet es sich im Duschgel, im Shampoo und im gleichnamigen Parfüm, das in den verschiedensten Ausführungen angeboten wird. Diese unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung, ihrer Zielgruppe und in Abhängigkeit von den Inhaltsstoffen und den Herstellern auch in Bezug auf den Preis.

Parfums werden im Allgemeinen in Parfums für Männer und Frauen unterschieden. Männer-Parfums zeichnen sich in der Regel durch herbere, frische Duftkomponenten aus. Im Gegensatz dazu stehen die Damendüfte, die gerne mit blumigen und lieblichen Duftnoten spielen.

Seit den 1990er Jahren lässt sich allerdings eine Annäherung der geschlechterspezifischen Düfte beobachten: Die generelle Zuordnung der Parfums zu den verschiedenen Geschlechtern wird von manchen Herstellern mittlerweile außer Acht gelassen. Hier treten die Unisex-Düfte in den Vordergrund. Diese wenden sich fast vollkommen von der klassischen Geschlechter-Zuordnung ab und schaffen universell einsetzbare, androgyne Parfums, die sowohl von Männern als auch von Frauen getragen werden können. Unser Kaufberater sagt Ihnen, was Sie über Unisexdüfte wissen müssen.

Kaufberater für Unisex Düfte 

Das Unisex-Parfum bezeichnet im Allgemeinen einen Duft, der für beide Geschlechter geeignet ist. Solche Düfte erweisen sich zumeist als vielseitig einsetzbar und zeichnen sich zudem durch einen zeitlosen Charakter aus. In diesem Punkt besitzen die Unisex-Parfums einen deutlichen Vorteil gegenüber den reinen, mit den aktuellen Modetrends einhergehenden Männer- und Frauenparfums.

Wer sich für einen Unisex-Duft entscheidet, sollte beachten, dass jeder Duft auf jedem Menschen eine andere Ausprägung annimmt. Vor allem Unisex-Parfums arbeiten mit dem Fakt, dass ein Parfum auf der Frauenhaut ganz anders riecht als auf der Haut eines Mannes. Dies lässt sich unter anderem auf die unterschiedlichen Hormone und Pheromone zurückführen. Daraus folgt zum Beispiel, dass androgyne Düfte auf der Haut einer Frau viel feiner und spezieller wirken. Auch der Eigengeruch, sowie der pH-Wert und der Fettgehalt der Haut spielt hier eine Rolle.

Mit dem Unisex-Parfum bekommt die Frau also die Möglichkeit den Duftklischees zu entrinnen. Sie muss nicht immer auf süße und blumige Düfte zurückgreifen, sondern kann stattdessen auch von etwas herberen Parfums profitieren. Auch Männer müssen nicht immer nur holzige, orientalisch anmutende Düfte wählen.

Parfum wird sowohl von Frauen, als auch von Männern an die individuellen Vorlieben angepasst und dient zum Teil dem Ausdruck der eigenen Persönlichkeit bzw. des eigenen Stils. Wer einen Duft verschenken will, hat es daher besonders schwer. Schließlich nehmen die Parfums auf jeder Haut auch noch eine andere Ausprägung an. Es nützt also nichts, wenn Sie einen Duft auf Ihrer eigenen Armbeuge ausprobieren und anschließend weiter verschenken.

Beim Kauf eines Unisex-Parfums sollten Sie auch darauf achten, dass verschiedene Menschen unterschiedlich auf die Inhaltsstoffe von Parfums reagieren. Gegebenenfalls sollten Sie also die Verträglichkeit des Duftes an einer unauffälligen Körperstelle testen. Wenn nach dem Test Hautreizungen auftreten, entscheiden Sie sich am besten für einen anderen, milderen Duft, der andere Inhaltsstoffe kombiniert.

Alle Parfums zeichnen sich durch eine ähnliche Zusammensetzung aus. Diese lässt sich in der Regel auf 3 Grundbestandteile zurückführen. Die Bestandteile verflüchtigen sich unterschiedlich schnell, weswegen sich Parfums durch variierende Duftverläufe auszeichnen.
 

Kopfnote

Den ersten Bestandteil eines Parfums stellt die sogenannte Kopfnote dar. Hierbei handelt es sich um die Duftnote, die in den ersten Minuten direkt nach dem Auftragen wahrgenommen wird. Von vielen wird diese Note auch als der erste Eindruck beschrieben, der hauptsächlich zur Kaufentscheidung für einen Duft beiträgt.

Kennzeichen der Kopfnote ist, dass diese meist intensiver ist als die anderen Bestandteile. Hinzu kommt, dass sie sich aus leichten Duftnoten zusammensetzt, die sich ansatzweise auch in der Herznote und in der Basisnote wiederfinden lassen. In der Kategorie der Kopfnote werden häufig Zitrusdüfte verwendet. Gern gerochen werden aber auch die charakteristischen Duftmerkmale von Zimt, Rosenholz und Spearmint.
 

Herznote

Auf die Kopfnote folgt die Herznote. Sie wird in den Stunden nach der Verflüchtigung der Kopfnote wahrgenommen. Die auch als Mittelnote bezeichnete Herznote stellt den eigentlichen Duftcharakter des Parfums dar. Hier werden zumeist Blütennuancen und andere Aromen kombiniert. Einer großen Beliebtheit erfreuen sich Moschus, Anis und Zedernholz.
 

Basisnote

Das Ende des Duftablaufes bildet die Basisnote. Sie setzt sich aus eher schweren und langanhaltenden Bestandteilen zusammen. Diese Eigenschaften weisen unter anderem Sandelholz, Nelke und Patchouli auf.
 

Je nachdem, wie die 3 Noten und ihre Bestandteile miteinander kombiniert werden, erreicht man ganz unterschiedliche, zum Teil stark variierende Parfums. Ein Duft kann sich zum Beispiel mit der Änderung eines Grundbestandteils von einem blumig-femininen Duft in einen schweren orientalischen Duft verwandeln.

Aus den vorhergehenden Informationen lässt sich schließen, dass die Kaufentscheidung nicht anhand des ersten Eindrucks gefällt werden sollte. Am besten ist es also, wenn Sie das Parfum an zwei aufeinander folgenden Tagen testen. Wenn Ihnen das Parfum am zweiten Tag noch immer gefällt, können Sie es ohne Bedenken mit nach Hause nehmen.

Wissenswert

Für den Dufttest gilt: Sprühen Sie den Duft immer an gut durchbluteten Stellen, wie dem Handgelenk, dem Hals oder der Armbeuge auf. Dort entwickelt sich der Duft des Parfums am besten.

Unisex-Parfums werden, wie auch alle anderen Parfums, in verschiedenen Verdünnungsklassen angeboten. Die Verdünnungsklassen unterscheiden sich in Bezug auf die Menge an Alkohol, mit der die Duftkomposition nach ihrer Zusammenstellung verdünnt wird.

Die Einordnung des Parfums ist also abhängig von der enthaltenen Konzentration der Duftstoffe. Unterschieden werden die folgenden Klassen: Ein Duftkonzentration von 1 bis 3 % besitzt das Eau de Solide. Darauf folgt das deutlich bekanntere Eau de Cologne mit 3 bis 5 %. Nur etwas höher einzuordnen ist das Eau de Toilette. Dieses weist in der Regel eine Duftkonzentration von 6 bis 9 % auf. Die vorletzte Klasse bildet das Eau de Parfum. Es besitzt einen Anteil von 10 bis 14 %. Noch höher liegt nur das Extrait de Parfum mit 15 bis 30 %.

Verdünnungsklasse Duftkonzentration in Prozent (%)
Eau de Solide 1 bis 3 %
Eau de Cologne 3 bis 5 %
Eau de Toilette 6 bis 9 %
Eau de Parfum 10 bis 14 %
Extrait de Parfum 15 bis 30 %

Beachten Sie, dass das Parfum entsprechend seiner Verdünnungsklasse in unterschiedlichen Preiskategorien liegt. Ein Extrait de Parfum ist demzufolge deutlich teurer als das Eau de Cologne. Auch die Menge an sich hat einen entscheidenden Einfluss auf die Preisentwicklung. In diesem Zusammenhang sollten Sie vor allem auf eventuell vorhandene Sonderangebote achten, die große Mengen zu günstigeren Preisen anbieten.


Online-Redaktion

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