Zapfanlagen

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Ratgeber Zapfanlagen


Aktualisiert: 23.07.2019 | Autor: Online-Redaktion 

Wissen kompakt

Ganz gleich ob im heimischen Partykeller, bei der Grillparty oder in der Bar – Zapfanlagen bieten die ideale Möglichkeit, frisches, kühles Bier in großen Mengen auszuschenken. 

Dabei gibt es Zapfanlagen in ganz unterschiedlichen Ausführungen, die jeweils verschiedene Anwendungszwecke, und zum Teil auch unterschiedliche Möglichkeiten der Aufstellung bieten.

Die nachfolgende Tabelle gibt Ihnen eine Übersicht über die Produkttypen und Eigenschaften moderner Zapfanlagen: 
 

Klassische Schankanlagen Bierkoffer Fassbierkühlschränke Partyfässer
Aufstellungsweise Ober- oder Untertheke Obertheke Obertheke Obertheke
Verwendungszweck Stationärer Gebrauch, bei häufigem Gästebesuch Transportabel, für Partys geeignet Stationärer Gebrauch, für große Gesellschaften Stationärer Gebrauch, für große Gesellschaften
Aussehen Schwarz-silberne Optik, auch Edelstahl, braucht etwas mehr Platz Edle silberne Optik, meist Edelstahl, Griff, schmale Form Kühlschrankähnliche Form, braucht viel Platz Urige, meist schwarze Fassoptik, kompakt
Gewicht Schwer Schwer  Sehr schwer Schwer bis sehr schwer
Preis 70 € bis 1.000 € 300 € bis 700 € 300 € bis 700 € 500 € bis 600 €

Bierzapfanlagen sind somit auch für den Privatbedarf erhältlich. Gegenüber den Varianten für die Gastronomie zeichnen sich diese in der Regel durch einen deutlich geringeren Stromverbrauch aus.

Bedenken Sie für den Kauf einer idealen Zapfanlage vor allem folgende Gesichtspunkte:

  • Der Einsatzort bestimmt den Typ und die Größe der Zapfanlage.
    Ob für Sie eher ein Bierkoffer für den leichten Transport, ein Fassbierkühlschrank, ein Partyfass oder aber eine klassische Schankanlage für den stationären Gebrauch infrage kommt, hängt besonders von dem vorgesehenen Einsatzort und der Nutzungsintensität ab.
    Mehr zu den Zapfanlagen-Typen
  • Beachten Sie die Vorkühlzeit.
    Damit das Bier nicht warm und zu schaumig aus dem Zapfhahn läuft, müssen Zapfanlagen vorkühlen. Eine Schankanlage kann mit einem Durchlaufkühler oder einem Kompressorkühler ausgestattet sein. Je nach Kühlsystem benötigen sie dabei unterschiedlich viel Zeit, um die nötige Kühlleistung aufzubringen. Die Vorkühlzeit kann hierbei zwischen 10 Minuten und 2 Stunden liegen.
    Mehr zum Kühlsystem
  • Das Pumpsystem hat Einfluss auf den Geschmack.
    CO2-Druckkartuschensysteme erzeugen den notwendigen Druck zum Zapfen mithilfe einer CO2-Gasflasche oder –Patrone. Das Bier wird dabei besonders sprudelnd und erfrischend. Membranpumpen hingegen arbeiten mit einem Luftkompressor. Hier bewahrt das Bier seinen ursprünglichen Geschmack.
    Mehr zum Pumpsystem
  • Achten Sie auf die richtige Zapfleistung.
    Besonders wenn Sie viele Gäste eingeladen haben oder die Zapfanlage bei größeren Veranstaltungen benutzen möchten, kommt es auf eine ausreichend hohe Zapfleistung an. Denn die Zapfleistung bestimmt, wie viel Liter pro Stunde ausgeschenkt werden können – also wie schnell Sie mit der Schankanlage Bier zapfen können. Je nach Modell variiert dies in etwa zwischen 20 l und 60 l pro Stunde. Es gibt jedoch auch Varianten mit einer Zapfleistung von bis zu 150 l pro Stunde.
    Mehr zur Zapfleistung
  • Zapfanlagen sind auf ein bestimmtes Fassungsvermögen ausgelegt.
    Zwar werden die meisten Zapfanlagen lediglich mit einem Fass verbunden und besitzen daher kein eigenes Fassungsvermögen. Allerdings sind sie dabei in der Regel auf ganz bestimmte Fassgrößen ausgelegt. Schankanlagen für den Heimgebrauch sind so etwa häufig für 5-Liter-Fässer konstruiert.
    Mehr zum Fassungsvermögen

Kaufberater

Schankanlagen gibt es in Form verschiedener Modelle von den unterschiedlichsten Herstellern auf dem Markt. In diesem Ratgeber gehen wir auf die wichtigsten Kriterien für den Kauf ein. So finden Sie Ihre passende Anlage.


Zapfanlagen-Typen

Bierzapfanlagen erfüllen zwar weitgehend dieselbe Funktion. Dennoch gibt es einige Unterschiede, die Sie bei der Suche nach dem passenden Modell beachten sollten. 

Sie unterscheiden sich voneinander zunächst durch ihre jeweilige Bauart. 

Auf den Punkt!
  • Klassische Schankanlagen zeichnen sich in der Regel durch ihre typische, rechteckige Form aus. Sie sind sowohl als Obertheken- als auch als Untertheken-Geräte erhältlich.
  • Ein Bierkoffer ähnelt in seiner Form der klassischen Schankanlage. Durch den Griff an der Oberseite und teils klappbare Auffangbecken sind Bierkoffer vor allem für einen einfachen Transport geeignet.
  • Fassbierkühlschränke bieten auch Platz für ein 50-Liter-Bierfass, das dort hineingestellt werden kann. Durch den Anschluss an die eingebaute Zapfsäule inklusive Zapfhahn funktionieren sie wie eine klassische Schankanlage. 
  • Partyfässer bezeichnen einen Zapfanlagen-Typ in Bierfassoptik inklusive Zierringen. Ein Partyfass verfügt über alle Funktionen einer klassischen Schankanlage.
Klassische Schankanlagen

Klassische Schankanlagen kennzeichnen sich zunächst vor allem durch ihre eher kastige Form und eine meist schwarz-silberne, chromartige Farbgebung. Viele dieser Anlagen besitzen ein Edelstahl-Gehäuse.

An der Vorderseite sind 1 bis 2 Zapfhähne angebracht. Außerdem befindet sich im unteren Teil ein Abtropfgitter mit Abtropfschale. Manche Anlagen sind mit einer Temperatur- oder Füllstandsanzeige an der Front ausgestattet.

Im Inneren ist Platz für ein Bierfass bzw. befindet sich ein Behälter, der eine bestimmte Menge Bier fasst. Ebenfalls hier sind die Armaturen für den Anschluss an das Fass sowie eine Pumpe oder ein CO2-Druckgasbehälter und ein sogenannter Druckminderer untergebracht. Bei vielen Geräten ist darüber hinaus noch ein sogenannter Durchlaufkühler integriert, der das Bier in der gesamten Schankanlage permanent kühl hält.

Shopping Tipp

Im Handel finden Sie sowohl Obertheken-Geräte wie auch Untertheken-Geräte. Sind Sie auf der Suche nach einer Schankanlage für den Heimgebrauch, sollten Sie zu einem Obertheken-Modell greifen. Denn bei diesem sind bereits die nötigen Zapfhähne integriert und Sie benötigen keine zusätzliche Schanksäule, die Sie mit der Anlage verbinden müssen.

Klassische Schankanlagen sind eher für den stationären Gebrauch vorgesehen. Denn je nach Modell und Ausstattung besitzen sie ein eher höheres Gewicht. Eine Vorrichtung zum Tragen ist bei diesen Geräten nicht vorhanden.

Steht Ihnen zu Hause ein Partykeller mit Bar zur Verfügung, kann die klassische Anlage letztere noch vervollständigen. Vor allem, wenn Sie häufiger Gäste empfangen, lohnt sich die Anschaffung dieser Variante. 

Kostentechnisch sind klassische Schankanlagen in einem breiten Bereich zu finden. In der Regel können Sie hier mit Preisen zwischen 70 € und 1.000 € rechnen. Der obere Preisbereich ist dabei den hochwertigen Anlagen aus Edelstahl mit einem hohen Fassungsvermögen vorbehalten.

Vorteile
  • Als Obertheken- und Untertheken-Gerät erhältlich
  • Geeignet für die Nutzung im Partykeller
Nachteile
  • Höheres Gewicht
  • Nur für stationären Gebrauch geeignet
Bierkoffer

Bei einem Bierkoffer handelt es sich um eine kompakte Zapfanlage, die typischerweise über einen Griff an der Oberseite verfügt. 

Im Grunde ähnelt der Koffer einer klassischen Anlage: An der Vorderseite befinden sich Zapfhahn und Abtropfgitter mit -schale. Das Erscheinungsbild ist jedoch häufig insgesamt etwas schmaler. Die meisten Modelle sind aus Edelstahl gefertigt. 

Shopping Tipp

Für Liebhaber des urigen Stils werden auch Bierkoffer aus Eichenholz im Handel angeboten. Diese erinnern der Optik nach an ein liegendes Fass.

Funktionell steht ein Bierkoffer den großen Modellen in nichts nach. Ausführungen mit 2 Zapfleitungen sind hier ebenfalls erhältlich.

Allerdings werden Bierkoffer lediglich als Obertheken-Ausführung angeboten.

Bierkoffer sind zwar meist nicht leichter als klassische Zapfanlagen, der stabile Griff ermöglicht es aber, dass Sie ihn, wenn nötig, auch einmal transportieren können.

Möchten Sie den Standplatz Ihrer Zapfanlage möglichst flexibel gestalten, nicht aber auf die edle Optik der klassischen Schankanlage verzichten, könnte ein Bierkoffer für Sie infrage kommen.

Preislich liegen Bierkoffer je nach Modell und Ausstattung in einem Bereich zwischen 300 € und 500 €. Modelle mit mehreren Bierleitungen und höherem Fassungsvermögen können allerdings bis zu 700 € kosten. Ausführungen aus Holz liegen ebenfalls im höheren Preisbereich.

Vorteile
  • Meist schmaler als die klassische Variante
  • Durch Griff an der Oberseite leicht transportierbar
  • Flexible Standortwahl möglich
Nachteile
  • Vergleichsweise hoher Preis
  • Lediglich als Obertheken-Gerät erhältlich 
Fassbierkühlschränke

Ein Fassbierkühlschrank ist eine Zapfanlage, bei der Sie den Getränkebehälter wie bei einem herkömmlichen Kühlschrank öffnen und ein Bierfass hineinstellen können.

Der Zapfhahn befindet sich auf der Oberseite des Schranks. Der äußere Rand der Fläche ist oftmals mit einer Reling ausgestattet. Hier können Sie etwa Biergläser bereitstellen.

Mithilfe der Armaturen im Innern des Gehäuses müssen Sie dann das Fass nur noch mit dem Zapfsystem der Anlage verbinden und schon können Sie frisches Bier zapfen. 

Ein Vorteil dieser Konstruktion ist, dass das Bierfass hier dauerhaft kühl gehalten wird und sich so auch bereits geöffnete Fässer länger halten.

In vielen Kühlschränken dieser Art finden auch größere Fässer mit bis zu 50 l Inhalt Platz.

Allerdings müssen Sie das Bierfass bereits mehrere Stunden vor dem geplanten Zapfen in den Fassbierkühlschrank hineinstellen, damit es die richtige Trinktemperatur erreicht. Für den spontanen Einsatz eignet sich dieses Modell also eher nicht.

Wegen ihres höheren Gewichts und der ausladenden Bauweise sind Fassbierkühlschränke weniger flexibel einsetzbar. 

Shopping Tipp

Für den einfachen Transport auf kurze Distanz sind Modelle mit Rollen praktisch.

Kühlschränke für Bierfässer sind nur als Obertheken-Zapfanlage erhältlich.

Vorausgesetzt Sie verfügen über genügend Platz, eignet sich ein Fassbierkühlschrank für Sie, wenn Sie des Öfteren Feierlichkeiten für größere Gesellschaften ausrichten möchten und dabei nicht auf frisch gezapftes Bier verzichten möchten. 

Preislich liegen Fassbierkühlschränke in der Regel im Bereich zwischen 300 € und 700 €. 

Vorteile
  • Zapfanlage und Kühlschrank in einem
  • Permanente Kühlung
  • Bietet Platz für große Bierfässer
Nachteile
  • Ausladende Bauweise
  • Nicht für spontanen Biergenuss geeignet
  • Lediglich als Obertheken-Gerät erhältlich
  • Kühlung dauert lange
Partyfässer

Unter der Bezeichnung Partyfass erhalten Sie eine Obertheken-Zapfanlage in Bierfassoptik. Partyfässer stellen so vor allem eine optische Alternative zu den klassischen Modellen mit Edelstahlgehäuse dar. Diese Fass-Zapfanlage besteht dabei meist aus Kunststoff in schwarzer Farbe. Um die Fassoptik noch zu verstärken, sind häufig silberne Zierringe angebracht. 

In Obertheken-Partyfässern sind bereits alle nötigen Vorrichtungen und Armaturen integriert – so etwa ein Kühl- und Pumpsystem, ein Zapfhahn und ein Abtropfbecken. 

Shopping Tipp

Als Partyfass werden auch die beliebten 5-Liter-Fässer bekannter Bierhersteller bezeichnet.

Diese werden zwar besonders häufig in Verbindung mit einer Zapfanlage für den Heimgebrauch verwendet, verfügen jedoch selbst nicht über die Funktionen einer Schankanlage.

Obwohl die Bauweise von Partyfass-Anlagen eher kompakt zu sein scheint, besitzen sie meist ein etwas höheres Gewicht als etwa klassische Schankanlagen. Daher sind sie weniger einfach zu transportieren, sodass Partyfässer eher für den Gebrauch an einem festen Standort infrage kommen.

Ist Ihnen eine rustikale Optik wichtiger als eine moderne, kann ein Partyfass zu Ihren Ansprüchen passen.

Preislich liegen die Partyfass-Zapfanlagen üblicherweise in einem Bereich zwischen 500 € und 600 €.

Vorteile
  • Bierfassoptik
  • Kompakte Bauweise, geringer Platzverbrauch
Nachteile
  • Hoher Preis
  • Höheres Gewicht
  • Lediglich als Obertheken-Gerät erhältlich
  • Nicht für Transport geeignet 

Kühlsystem

Die Kühlung sorgt dafür, dass das Bier in der richtigen Trinktemperatur ausgeschenkt wird und nicht zu schaumig ins Glas kommt. Wie gut eine Zapfanlage kühlen kann, hängt dabei von der Kühlleistung ab. Die Kühlleistung liefert eine Angabe dazu, wie viel Wärmeenergie in einem bestimmten Zeitraum abgeführt werden kann. Dabei wird sie entweder in PS oder Watt angegeben und reicht von 1/8 PS oder 150 Watt bis 1 PS bzw. ca. 736 Watt.

Die Kühlleistung wiederum ist bedingt durch die folgenden 3 Faktoren:

  • Qualität des Kühlelements
  • Umgebungstemperatur
  • Anzahl der gezapften Getränke

Die im Handel erhältlichen Typen von Schankanlagen kühlen Ihr Bier auf unterschiedliche Arten auf Trinktemperatur herunter.

Es werden dabei vor allem 2 Kühlsysteme unterschieden:

Durchlaufkühler

Durchlaufkühler werden vor allem in klassischen Schankanlagen, Bierkoffern und Partyfässern verbaut. Bei diesem Kühlsystem wird das Bier direkt beim Durchlaufen durch die Bierschankanlage auf die gewünschte Temperatur abgekühlt. Hierzu werden sogenannte Kühlschlangen verwendet, die das Bier auf dem Weg vom Bierfass zum Zapfhahn durchlaufen muss.

Durchlaufkühlsysteme lassen sich außerdem in 2 Arten der Kühlung unterscheiden:

Trockenkühler

Trockenkühler halten das Bier mithilfe eines Aluminiumblocks kühl. Dabei wird dem Aluminiumblock Wärme entzogen. Das Bier läuft durch den nun kalten Block hindurch und wird auf diese Weise ebenfalls gekühlt.

Diese Anlagen sind bereits innerhalb von 10 Minuten betriebsbereit. Sie benötigen also keine lange Vorlaufzeit.

Trockenkühler haben außerdem den Vorteil, dass Sie hier kein Wasser einfüllen müssen. Die Gefahr von Kalkbildung oder Verschleiß, hervorgerufen durch stehendes Kühlwasser, besteht hier damit nicht.

Bei Trockenkühlern müssen also keine Wassermengen permanent abgekühlt und umgewälzt werden. Sie verbrauchen daher auch deutlich weniger Strom als Nasskühler.

Trockenkühler können allerdings, im Gegensatz zu Nasskühlern, nur die Menge an Wärme aufnehmen, die ihrer Zapfleistung entspricht. 

Zapfen Sie über einen langen Zeitraum Bier, kann der Trockenkühler heiß laufen. Das mindert die Kühlleistung erheblich.

Durch den meist eher schweren Aluminiumblock besitzen Geräte mit Trockenkühler auch häufig ein etwas höheres Gewicht. Dies erschwert entsprechend den einfachen und leichten Transport der Zapfanlage.

Für kleine Feiern im privaten Rahmen sind Trockenkühler-Zapfanlagen aufgrund ihrer guten Bedienbarkeit am besten geeignet.

Vorteile
  • Kurze Vorlaufzeit
  • Kein Wassereinfüllen nötig
  • Kein Verschleiß durch Kühlwasser
  • Geringer Stromverbrauch 
Nachteile
  • Hohes Gewicht durch Aluminiumblock
  • Geringere Wärmeaufnahme
  • Kann heiß laufen 
Nasskühler

Nasskühler nutzen Wasser zur Kühlung des Bieres beim Durchlaufen durch die Zapfanlage. 

Dazu kühlt die Kältemaschine im Innern der Anlage Wasser in einem dafür vorgesehenen Becken herunter. Im Anschluss daran läuft das Bier in einer Leitung durch die Flüssigkeit und kühlt sich somit ab.

Nasskühler besitzen, gegenüber den Trockenkühlern, eine etwas höhere Kühlleistung. Denn sie können die Wärme durch die Wasser- und Eis-Elemente schneller aufnehmen als der Aluminiumblock von Trockenkühlern. 

Die höhere Kühlleistung führt wiederum auch zu einer höheren Zapfleistung, d.h. Sie können mehr Personen mit kaltem, frisch gezapftem Bier versorgen.

Für den Transport müssen Sie das Wasser ablassen. Nur dann ist die Anlage so leicht, dass Sie sie tragen können.

Bedenken Sie

Bei Nasskühlern müssen Sie regelmäßig das Wasser wechseln. Steht das Kühlwasser zu lange, kann es zu Verschleiß oder Kalkbildung kommen.

Allerdings benötigen Nasskühler eine sehr lange Vorlaufzeit, bis sie die richtige Betriebstemperatur erreicht haben. Je nach Modell kann dies bis zu 2 Stunden dauern.

Damit das Wasser kühl bleibt, ist zudem eine stetige Umwälzung des Wassers durch ein Rührwerk mit Motor nötig. Dies sorgt für einen deutlich höheren Stromverbrauch im Vergleich zu den Trockenkühlern.

Vorteile
  • Ungefüllt leicht transportierbar
  • Eisbildung zur Kühlung nutzbar
  • Höhere Kühl- und Zapfleistung
Nachteile
  • Höherer Stromverbrauch
  • Lange Vorlaufzeit
  • Wassereinfüllen und -wechsel nötig
  • Verschleiß und Kalkbildung möglich 
Kompressorkühler

Als Alternative zur gängigen Durchlaufkühlung bieten sich Geräte mit Kompressorkühlung an. Diese funktionieren grundsätzlich genauso wie ein herkömmlicher Kühlschrank, der entsprechend einen Kompressor zur Kühlung des Innenraums verwendet.

Kompressorkühler kommen daher besonders bei Fassbierkühlschränken zum Einsatz, in die komplette Bierfässer vollständig hineingestellt werden können und dort im Innenraum des Geräts gekühlt werden.

Weitere Informationen zu diesem Zapfanlagen-Typ erhalten Sie in unserer Themen-Rubrik Fassbierkühlschränke.

Der Kompressorkühler funktioniert dabei folgendermaßen:

1. Ein spezielles Kältemittel nimmt die Wärme im Innenraum des Geräts auf.

2. Das Kältemittel erwärmt sich, verdunstet und wird somit zu Gas.

3. Der integrierte Kompressor leitet das entstandene Gas in den sogenannten Verflüssiger.

4. Dabei gibt das Gas seine Wärme nach außen an die Umgebungsluft ab und wird durch Druckerhöhung wieder flüssig.

Einmal angeschlossen, benötigen Anlagen mit Kompressorkühler zudem keinerlei Vorlaufzeit bis sie die richtige Betriebstemperatur erreicht haben. 

Geräte dieser Art sorgen vielmehr für eine permanente Kühlung. So bleiben auch bereits geöffnete Fässer lange frisch. 

Shopping Tipp

Im Zusammenhang mit Zapfanlagen ist häufig von Kompressoren die Rede. Diese fungieren jedoch als Pumpsystem und sorgen dafür, dass das Bier aus dem Fass zum Hahn gelangt. Die Kompressorkühlung bezeichnet hingegen lediglich das Kühlsystem, das mithilfe eines Kompressors arbeitet. Sie hat nichts zu tun mit dem Luftkompressor als Pumpsystem.

Der Betrieb einer Zapfanlage mit Kompressorkühler gestaltet sich überaus einfach. Ein Austausch von Wasser etwa ist hier nicht nötig.

Diese Geräte sind, wegen der größeren Bauweise und des meist höheren Gewichts, weniger für den Transport geeignet.

Beim Stromverbrauch liegen Kompressorkühler jedoch meist oberhalb der Werte von Durchlaufkühlern, da das Bier hier permanent gekühlt wird.

Vorteile
  • Keine Vorlaufzeit
  • Einfacher Betrieb
  • Sehr gute und permanente Kühlleistung
Nachteile
  • Höherer Stromverbrauch
  • Höheres Gewicht

Pumpsystem

Das Pumpsystem bestimmt die Funktionsweise beim Zapfen. Hier ist es wichtig, dass Sie den richtigen Zapfdruck einstellen, damit das Bier in die Leitung aufsteigen kann.

Wie Sie den Druck passend einstellen, erfahren Sie in unter unserer FAQ Wie stelle ich den richtigen Druck an meiner Zapfanlage ein?

Für das Pumpsystem gibt es 2 Möglichkeiten der Druckerzeugung: 

  • CO2-Druckkartuschensystem
  • Membranpumpsystem
CO2-Druckkartuschensystem

Modelle mit diesem System stellen die gängigste Variante unter den Zapfanlagen auf dem Markt dar. Hierbei wird das Bier mithilfe von Kohlensäure (CO2) als Druckgas aus dem Fass in die Leitung befördert und zum Zapfhahn transportiert. 

Zu diesem Zweck sind solche Geräte mit einer CO2-Gasflasche oder -Patrone ausgestattet. Die Handhabung gestaltet sich dabei recht einfach.

CO2 verhindert, dass Sauerstoff (O2) in das Bier gelangen kann. Es bleibt länger frisch, „rezent“, und erhält dadurch eine besonders perlige Note. 

Für den Betrieb müssen Sie allerdings regelmäßig neue Gasflaschen bzw. Patronen nachkaufen, da das Zapfen bei diesen Systemen andernfalls nicht möglich ist.

Vorteile
  • Einfache Handhabung
  • Bier bleibt länger frisch
  • Extra perlige Note
Nachteile
  • Regelmäßiger Wechsel der Kartusche oder Gasflasche nötig
Membranpumpensystem

Als Alternative zur CO2-Kartusche sind auch Anlagen mit Membranpumpe auf dem Markt erhältlich. Hier kommt in der Regel ein Luftkompressor zum Einsatz. Dieser drückt Luft in das Fass hinein und befördert somit das Bier aus dem Fass in die Leitung zum Zapfhahn.

Dabei funktioniert das Zapfen via Luftdruck relativ einfach und Sie benötigen keine zusätzliche Gasflasche, um den erforderlichen Druck aufzubauen. 

Shopping Tipp

Als Alternative zum Luftkompressor gibt es auch Zapfanlagen, bei denen das Bier per Handbetrieb aus dem Fass gepumpt werden muss. Das ist zwar aufwendiger in der Handhabung, sorgt aber für einen geringeren Stromverbrauch.

Anders als bei den Schankanlagen mit CO2-Kartusche fügen die Modelle mit Membranpumpe dem Bier keinerlei zusätzliches Gas hinzu. 

Allerdings lässt der für den Druckaufbau nötige Sauerstoff das Bier schneller schal werden.

Vorteile
  • Einfache Bedienung auf Knopfdruck
  • Keine CO2-Kartuschen nötig 
Nachteile
  • Bier wird durch Sauerstoffkontakt schneller schal

Zapfleistung

Damit Ihre neue Zapfanlage in einem bestimmten Zeitraum auch die nötige Menge Bier ausschenkt, ist die richtige Zapfleistung wichtig. Sie wird in Litern pro Stunde (l/h) angegeben. Besonders bei größeren Veranstaltungen mit vielen Gästen sollten Sie deshalb darauf achten. 

Für die private Grillparty oder den Abend mit Freunden reichen bereits Zapfanlagen mit einer Leistung von 20 l/h aus – etwas Reserve kann sich aber durchaus lohnen, wenn Ihre Schankanlage flexibel auf verschiedene Einsatzzwecke ausgelegt sein soll. 

Für größere Veranstaltungen mit vielen Gästen sind hingegen Modelle mit einer Zapfleistung von mindestens 40 l/h ratsam. 

Die meisten herkömmlichen Zapfanlagen besitzen eine Zapfleistung zwischen 20 l/h und 60 l/h. 


Fassungsvermögen

Das Fassungsvermögen entscheidet darüber, mit welcher Fassgröße Sie die entsprechende Anlage verbinden können. 

Während die meisten gängigen Zapfanlagen auf 5-Liter-Bierfässer ausgelegt sind, gibt es daneben auch solche für den Anschluss von 30-Liter-Fässern und mehr.

Shopping Tipp

Damit Sie nicht ständig das Fass an der Anlage wechseln müssen, sollten Sie beim Kauf auf ein angemessen hohes Fassungsvermögen achten. Möchten Sie die Anlage regelmäßig für kleinere Anlässe, wie etwa zur nächsten Grillparty im heimischen Garten, nutzen, dann reicht schon ein geringes Fassungsvermögen von etwa 5 l aus.

Bei manchen Zapfanlagen ist es zwar möglich, Fässer verschiedener Größen anzuschließen. Die meisten Anlagen sind allerdings auf eine ganz bestimmte Fassgröße ausgelegt – beispielsweise auf Bierfässer mit 5 l, 6 l, 10 l oder 30 l. 

Bedenken Sie

Manche Zapfanlagen haben eine Herstellerbindung.

Anlagen mit Herstellerbindung können Sie nur mit den Fässern des jeweiligen Bierherstellers verwenden.

Allerdings gibt es auch viele Modelle auf dem Markt, die weder auf die Fassgröße noch auf eine bestimmte Biermarke festgelegt sind. 


Ausstattung

Zapfanlagen besitzen üblicherweise eine Reihe an Ausstattungsmerkmalen, die ihren Betrieb erst ermöglichen oder auch erleichtern sollen.

Zu den wichtigsten Ausstattungsmerkmalen von Zapfanlagen gehören die folgenden:

  • Armaturen
    Die Armaturen einer Zapfanlage dienen dazu, sie mit einem passenden Bierfass zu verbinden. Es handelt sich hierbei um die Leitungen, durch die das Bier und ggf. auch das CO2 fließt. Sie sind das Verbindungsstück zwischen Zapfhahn und Bierfass und bestehen in der Regel aus Edelstahl. Dadurch sind die Armaturen haltbar und leicht zu reinigen.
  • Bierschlauch
    Der Bierschlauch sorgt dafür, dass das Bier aus dem Fass zum Zapfhahn kommt. Dieser ist meist etwa 4 mm bis 5 mm dick und an den Enden mit Dichtungsringen und Muttern für einen einfachen und festen Anschluss versehen.
  • Display
    Einige Zapfanlagen besitzen ein LCD-Display, über das Sie bequem den gewünschten Druck, die Temperatur oder den Grad der Kohlensäure einstellen können. Bei manchen Modellen können Sie mithilfe eingebauter Tasten durch das Menü navigieren, bei anderen Modellen ist sogar ein Touchscreen verbaut.
  • Druckminderer
    Damit der Druck in der Zapfanlage nicht zu hoch wird, sind insbesondere Modelle mit CO2-Gaskartusche standardmäßig mit einem sogenannten Druckminderer ausgestattet. Hierbei handelt es sich um ein Leitungsteil, das zwischen den Armaturen der Zapfanlage eingebaut wird. Mithilfe einer speziellen Druckfeder im Innern des Druckminderers wird der Druck des durchlaufenden Bieres abgesenkt und auf den richtigen Wert gebracht. Dieser lässt sich vorher einstellen.
  • Getränkebehälter
    Einige Modelle sind im Innern des Geräts mit einem sogenannten Getränkebehälter ausgestattet. In diesen können Sie ein passendes Bierfass direkt hineinstellen.
  • Tropfschale
    Sie besteht aus einer Auffangschale, die wiederum mit einem Tropfblech bedeckt ist. In der Regel sind die beiden Anlagenteile aus Edelstahl gefertigt, was eine problemlose und hygienische Reinigung ermöglicht. Mit der Tropfschale wird überlaufendes Bier aufgefangen.
  • Temperaturregelung
    Viele Modelle mit integriertem Kühlsystem verfügen über eine eigene Temperaturregelung. Diese ermöglicht es, das Bier präzise auf die gewünschte Trinktemperatur herunterzukühlen. Sie können die Temperatur in einem Bereich zwischen 2 °C und 11 °C wählen.
  • Zapfhahn
    Je nach Zapfanlage variiert die Form der Dosiereinheit. Ein Kugelzapfhahn etwa hat einen Hebel, den Sie herunterdrücken müssen, um das Kugelventil im Hahn zu öffnen. Beim Schwenkhahn handelt es sich hingegen um einen Zapfhahn mit schwenkbarem Griff. Je nach Stellung des Griffes, ist das Kugelventil entweder geöffnet oder geschlossen.

Zubehör

Für viele Schankanlagen ist weiteres Zubehör erhältlich, das vor allem der regelmäßigen Pflege und Reinigung dient.

Die wichtigsten Zubehörteile von Zapfanlagen sind entsprechend die folgenden:

  • CO2-Druckgasbehälter
    Ein sogenannter CO2-Druckgasbehälter ist eine mit CO2 gefüllte Gaskartusche, die an der Zapfanlage installiert und mit dieser verbunden wird.
  • CO2-Gasflaschen
    Bei Anlagen mit Druckgasbehälter müssen Sie regelmäßig CO2-Gasflaschen nachkaufen, sobald diese aufgebraucht sind. Die CO2-Gasflaschen installieren Sie über die Armaturen an der Zapfanlage. Schalten Sie unbedingt einen Druckminderer zwischen Gasflasche und Armaturen.
  • Reinigungsutensilien
    Für die regelmäßige Reinigung gibt es spezielle Utensilien zu kaufen, mit deren Hilfe Sie Ihre neue Zapfanlage von Bakterien sowie Bier- und Getränkeresten befreien können. So sind etwa spezielle Reinigungs-Sets, -Adapter und -Schwämmchen für die Schankhähne erhältlich wie auch Reinigungsbürsten. Um die Leitungen vollständig von Resten, Kalk und Bakterien zu befreien, sind zudem spezielle Reinigungs- sowie Desinfektionskonzentrate ratsam.
  • Zapfkopf
    Der Zapfkopf dient zur Verbindung des Fassventils mit den Leitungen. Dazu wird er auf das Ventil des Bierfasses aufgebracht. Zapfköpfe sind in unterschiedlichen Formen für die verschiedenen Ventil- bzw. Keg-Anschlüsse erhältlich. So gibt es Flachzapfköpfe, die man seitlich auf das Ventil aufschiebt. Der Korbzapfkopf hingegen wird auf das Fassventil aufgeschraubt und drückt zur Getränkeentnahme einen langen Mittelstößel in das Fass hinein. 

Häufige Fragen

An dieser Stelle haben wir die wichtigsten Fragen rund um das Thema Zapfanlagen für Sie zusammengetragen und beantwortet.

Einrichtung

Eine Zapfanlage ist nach dem Anschließen des Fasses nicht sofort einsatzbereit. Zunächst muss das verbaute Kühlaggregat vorkühlen, damit die Anlage die richtige Betriebstemperatur erhält.

Anschließend muss das Bier von Zimmertemperatur auf Trinktemperatur heruntergekühlt werden. Das benötigt je nach Kühlsystem entsprechend viel Zeit. Während Trockenkühler meist nur 10 Minuten zum Vorkühlen brauchen, müssen Sie bei Nasskühler-Systemen teilweise bis zu 2 Stunden warten. Zudem gilt hier die Faustregel: Je höher die Umgebungstemperatur, desto länger dauert es.

Möchten Sie Genaueres über das Kühlsystem erfahren, lesen Sie das gleichnamige Kapitel unseres Ratgebers,

Bitte lesen Sie hierzu unbedingt auch die Gebrauchsanweisung Ihrer Schankanlage genau durch.

Im Allgemeinen schließen Sie ein Bierfass an Ihre Zapfanlage mit CO2-Druckgas folgendermaßen an:

  1. Schließen Sie den Durchlaufkühler mindestens eine halbe Stunde vor Zapfbeginn an das Stromnetz an. Stellen Sie mit der Temperaturregelung die richtige Trinktemperatur ein.
  2. Verbinden Sie den Druckminderer mit der Kohlensäureflasche.  Schließen Sie daraufhin den sogenannten Absperrhahn am Druckminderer.  Nun können Sie die Kohlensäureflasche aufdrehen und den Druck einstellen.
  3. Schließen Sie den Druckminderer und den sogenannten Zapfkopf an einen CO2-Schlauch an. Hierfür besitzt der Zapfkopf einen sogenannten Druckgasanschluss.
  4. Der Zapfkopf wird nun über den zweiten Anschluss – den Getränkeanschluss – mit einem Bierschlauch an den Durchlaufkühler angeschlossen.
  5. Nehmen Sie nun die Schutzkappe auf der Oberseite des Fasses ab und setzen Sie den Zapfkopf auf den sogenannten Keg-Anschluss am Bierfass auf. Drücken Sie anschließend den Griff des Zapfkopfes fest nach unten.
  6. Öffnen Sie nun den Absperrhahn des Druckminderers wieder.
  7. Stellen Sie über die Stellschraube am Zapfhahn den Durchfluss des Bieres so ein, dass es schaumfrei aus dem Hahn läuft.
Wissenswert

Ein Keg bezeichnet ein Mehrwegfass aus dem Bereich der Gastronomie.

Ursprünglich wurde das sogenannte Keg-Fass als Mehrwegfass für Großzapfanlagen entwickelt. Heute wird der Begriff auch im Zusammenhang mit kleineren Fassgrößen und -systemen verwendet. Grundsätzlich ähneln sich die auf dem Keg-Prinzip basierenden Bierfässer bis heute: Auf der Oberseite des Fasses ist ein Ventil angebracht, der sogenannte Keg-Anschluss. Dieser wird in Fachkreisen auch als „Fitting“ bezeichnet. Hier können Sie den passenden Zapfknopf anbringen.

Wie stelle ich den richtigen Druck an meiner Zapfanlage ein?

Damit Sie das Bier aus dem angeschlossenen Fass richtig zapfen können, ist die korrekte Druckeinstellung wichtig. Denn ein zu geringer Druck führt beispielsweise dazu, dass sich die Kohlensäure im Bier löst und sich enormer Schaum bildet. Deshalb sollten Sie vor dem Betrieb den genauen Druck ermitteln, der für die Verwendung nötig ist.

Der korrekte Betriebsdruck hängt von 3 Faktoren ab:

  • Ermitteln Sie den richtigen Sättigungsdruck.
    Der Sättigungsdruck beschreibt das Gleichgewicht zwischen dem CO2-Gehalt im Bier und dem CO2-Gehalt im Kopfraum des Fasses. Dabei hängt der Sättigungsdruck vorwiegend von der Temperatur des Bieres ab. Zwar ist es schwierig, die Temperatur im Fass des Bieres messen. Es genügt aber, die Raumtemperatur zu wissen. 
  • Ermitteln Sie den Förderdruck.
    Messen Sie hierzu den Höhenunterschied zwischen Fassboden und der Zapfstelle, also dem Zapfhahn. Pro Meter Höhenunterschied müssen Sie je 0,1 bar zusätzlich veranschlagen. 
  • Ermitteln Sie die Länge der Bierleitung.
    Berücksichtigen Sie auch die Dicke der Bierleitungen. Bei 7 mm dicken Bierleitungen müssen pro 2 m Länge so etwa 0,1 bar zusätzlich eingestellt werden. Bei Leitungen von 10 mm Durchmesser rechnen Sie 0,1 bar zusätzlich pro 6 m Länge.

Der folgenden Tabelle können Sie den Sättigungsdruck pro bestimmter Raumtemperatur entnehmen:

Raumtemperatur Sättigungsdruck
8 °C 1,0 bar
9 °C 1,1 bar
10 °C 1,2 bar
11 °C 1,3 bar
12 °C 1,4 bar
13 °C 1,5 bar
14 °C 1,5 bar
15 °C 1,6 bar
16 °C 1,7 bar
17 °C 1,8 bar
18 °C 1,9 bar
19 °C 1,9 bar
20 °C 2,0 bar
21 °C 2,0 bar
22 °C 2,1 bar
23 °C 2,2 bar
24 °C 2,3 bar
25 °C 2,4 bar
26 °C 2,5 bar

Den richtigen Betriebsdruck, den Sie an Ihrer Zapfanlage einstellen sollten, ermitteln Sie nun anhand dieser 3 Werte.

Beispiel

Bei einer Raumtemperatur von 17 ° C veranschlagen Sie gemäß der Tabelle einen Druck von 1,8 bar.

Ein Höhenunterschied zwischen Fass und Zapfanlage von 1 m ergibt zusätzliche 0,1 bar.

Bei einer Länge von 6 m einer 10 mm dicken Bierleitung sind zusätzliche 0,1 bar zu berücksichtigen.

Am Druckminderer sollten Sie daher nun einen Druck von 2,0 bar einstellen. 

Einsatzzweck

Eine eigene Schankanlage ist insbesondere dann zu empfehlen, wenn Sie auch zu Hause frisch gezapftes Bier genießen möchten. Denn mit einer solchen Anlage können Sie ganz einfach das Bierfass Ihrer Lieblingsbiermarke anschließen und anschließend Ihr kühles Bier mit Schaumkrone ausschenken.

Da die meisten Zapfanlagen allerdings auf Bierfässer von mindestens 5 l Fassungsvermögen ausgelegt sind, lohnt sie sich vor allem dann, wenn Sie mehrere Gäste erwarten. 

Funktionsweise

Mit dieser Anlage kann Bier in gekühlter Form aus dem Bierfass gepumpt und auf diese Weise frisch gezapft ins Glas befördert werden. 

Dazu verwendet sie ein bestimmtes Pumpsystem, das sich bei den unterschiedlichen Modellen jeweils voneinander unterscheidet. Bei den meisten Anlagen kommt entweder CO2 als Druckgas zum Einsatz oder aber sie nutzen Luftdruck.

Weitere Informationen zum Pumpsystem einer Bierzapfanlage erhalten Sie im gleichnamigen Kapitel unseres Kaufberaters.
 

Derzeit dominieren 2 Kühlsysteme auf dem Markt: die Kompressorkühlung und die Durchlaufkühlung. 

Während die Kompressorkühlung in ihrer Funktionsweise klassischen Kühlschränken ähnelt und die Wärme durch die Verwendung eines speziellen Kältemittels nach außen abführt, nutzen Durchlaufkühler ein sogenanntes Begleitkühlsystem. Dabei wird das Bier erst beim Durchlaufen durch die Anlage von den verbauten Kühlelementen heruntergekühlt.

Je nachdem, ob ein Aluminiumblock oder auch ein Wasserelement zur Kühlung eingesetzt wird, unterscheiden sich die Durchlaufkühler wiederum in Trocken- und Nasskühlsysteme.

Erfahren Sie weitere Details hierzu in unserer Themen-Rubrik Kühlsystem.

Eine gute Getränkeschankanlage allein bedeutet natürlich nicht, dass Sie damit stets ein perfektes Bier mit der richtigen Schaumkrone herbeizaubern können. Für das perfekte Zapfen eines Bieres sind ein paar Kniffe nötig, die Sie bei der Verwendung Ihrer neuen Anlage berücksichtigen sollten.

Und so zapfen Sie ein gutes Bier:

  1. Spülen Sie Ihr Bierglas nach der vorherigen Reinigung mit klarem Wasser ab. 
    Spülmittelreste im Glas bewirken, dass die Schaumkrone in sich zusammenfällt.
  2. Stellen Sie sicher, dass das Glas nicht zu warm ist.
    ⇒ Im Idealfall besitzen Bier und Bierglas dieselbe Temperatur.
  3. Halten Sie das Bierglas nun leicht schräg unter den Zapfhahn, sodass die Flüssigkeit an der Glaswand herunterläuft.
    ⇒ Das verringert den Kohlensäureverlust und sorgt dafür, dass das Bier im Glas nicht zu schaumig wird.
  4. Nachdem das Glas bis zu etwa ¾ gefüllt ist, lassen Sie es etwa 1 Minute lang stehen. Aber lassen Sie das Bier nicht länger stehen. Es wird sonst warm und verliert darüber hinaus an Kohlensäure.
  5. Füllen Sie das Bier nun bis zum Glasrand oder aber bis zur gewünschten Höhe auf. 
    ⇒ Achten Sie dabei darauf, dass der Zapfhahn nicht in das Bier eingetaucht wird. Denn somit könnte Luft eintreten, die das Bier schal werden lässt.
Shopping Tipp

Praktisch hierzu ist ein eigener Gläserspüler, wie er in der Gastronomie verwendet wird. Dort ist dieser unter anderem auch als Spülboy bekannt. 

Kauf

Auch für den Privatgebrauch sind selbstverständlich professionelle Schankanlagen erhältlich, die sogar den Varianten aus der Gastronomie das Wasser reichen können. Je nach Modell und Ausstattung sind diese Systeme allerdings nicht ganz günstig. Für die meisten dieser Modelle können Sie deshalb einen Preis zwischen 200 € und 600 € erwarten.

Einfachere Einsteiger-Zapfanlagen für kleinere Anlässe sind allerdings auch schon zu Preisen zwischen 80 € und 200 € erhältlich.

Reinigung

Damit das frisch gezapfte Bier auch nach längerer Zeit noch keimfrei aus der Anlage kommt, müssen Sie sie regelmäßig reinigen. Außerdem verlängert die kontinuierliche Pflege und Wartung des Systems die Lebensdauer der Anlage.

Sie müssen sie von außen und von innen reinigen. Das ist wichtig, damit Getränkereste, Kalk und Keime effektiv beseitigt werden.

Ihre Zapfanlage können Sie wie folgt reinigen:

  • Reinigung von außen
    Äußerlich genügt es meist schon, die Oberfläche der Anlage samt Abtropfblech zu reinigen, die Tropfschale zu entleeren und den Zapfhebel mit etwas Desinfektionsmittel zu behandeln. Außerdem sollte auch der Zapfhahn und das oft verbaute Endstück des Bierschlauches gründlich gereinigt werden, da diese Bauteile mit Bier und frischen Gläsern in Berührung kommen.
  • Reinigung von innen
    Je nach Modell und Gerätetyp können Sie diese Bauteile problemlos entnehmen, sodass Sie sie entweder mit der Hand oder der Spülmaschine reinigen können. Für alle anderen Systeme sind kleine Reinigungsschwämme oder -bällchen zu empfehlen, die mit Wasserdruck durch die Bierleitung gegeben werden und so vorhandene Getränkerückstände lösen.
Bedenken Sie

Lesen Sie vor der Reinigung unbedingt die Bedienungsanleitung des Herstellers durch, um Schäden zu vermeiden.


Online-Redaktion

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