Handpflege

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Ratgeber Handpflege


Ratgeber Handpflege


Jeden Tag arbeiten sie von früh bis spät, selbst in der Mittagspause: Unsere Hände. Durch ihren Dauereinsatz zählen sie zu den meist beanspruchten Partien unseres Körpers. Im Gegensatz zu anderen Körperpartien wie Beinen und Füßen, die durch Hose und Socken geschützt werden, stehen unsere Hände i.d.R. im direkten Kontakt zur Außenwelt. Kälte, Wärme, Wind, Wasser, trockene Heizungsluft – Mit alldem werden unsere Hände täglich konfrontiert. Dabei trägt das Erscheinungsbild der Hände maßgeblich zum ersten Eindruck bei, den wir bei unseren Mitmenschen hinterlassen, sei es beim ersten Händedruck oder beim Überreichen der Visitenkarte.

Im Grunde sind unsere Hände selbst ein Teil der Visitenkarte, denn sie zeigen, wer wir sind und wie wir sind: Strapaziert und müde oder dynamisch und stark? Aus diesem Grund ist es wichtig, sie entsprechend zu pflegen und zwar nicht erst dann, wenn der mangelnde Schutz in Form von spröder Haut etc. offensichtlich wird.

Gönnen Sie Ihren Händen daher regelmäßig eine Auszeit. Nehmen Sie sich die Zeit, sie zu pflegen und für das zu belohnen, was sie tagtäglich leisten. Auf diese Weise können Sie z.B. trockenen oder rissigen Händen vorbeugen, doch auch für andere Problemfälle, wie Alters- oder Pigmentflecken wurden entsprechende Rezepturen entwickelt. Worauf es beim Kauf von Handcremes zu achten gilt, welche Unterschiede es gibt und wie Sie die Handcreme finden, die zu Ihnen passt, erfahren Sie in den folgenden Abschnitten.

„Wer bin ich?“ - Zuerst definieren Sie sich selbst, dann die passende Creme

Die Welt der Handkosmetik ist groß und vielseitig, sich in ihr zu Recht zu finden, ist häufig eine Herausforderung. Eine Herausforderung, die es jedoch Wert ist, sie anzunehmen. Vor allem vor dem Hintergrund, dass Ihre Hände Teil Ihrer persönlichen Visitenkarte sind. Beim Kauf eines Handkosmetikproduktes sollten Sie in erster Linie auf die Inhaltsstoffe achten: Feuchtigkeitsbindende Stoffe wie Glyzerin und Urea sollten in jedem Fall enthalten sein. Sie schützen die Hände vor dem Austrocknen und erhalten ihre Elastizität. Außerdem empfehlenswert sind die Inhaltsstoffe Olivenöl und Sheabutter. Die Sheabutter stammt ursprünglich aus Westafrika, wo sie aus den Nüssen des Shea-Nussbaumes gewonnen wird. Ähnlich wie Olivenöl beruhigt sie die Haut und unterstützt deren Regeneration. Von Cremes, bei denen Silikone oder Paraffine zu den erstgenannten Inhaltsstoffen zählen, sollten Sie hingegen absehen.


Nun gibt es in der Welt der Handpflege eine Vielzahl an feuchtigkeitsspendenden Cremes und es stellt sich die Frage: Welche ist die richtige? Die zu Ihnen passende Creme finden Sie, indem Sie sich mit der Frage „Wer bin ich?“ auseinander setzen. Diese Vorgehensweise mag im ersten Moment etwas abstrakt erscheinen, daher wird sie im Anschluss ausführlich erläutert. „Wer bin ich?“ – Bei der Beantwortung dieser Frage geht es weniger darum, tiefgehende Gedanken zu seiner Persönlichkeit anzustellen, als vielmehr darum, offensichtliche Fakten zusammen zu tragen und in Ihrer Gesamtheit als kaufrelevantes Entscheidungskriterium heran zu ziehen.

„Wer bin ich?“ bezieht sich in erster Linie auf das Geschlecht, sprich: Mann oder Frau? Da Männer- und Frauenhaut voneinander unterschiedliche Eigenschaften aufweisen, benötigen sie eine ebenso unterschiedliche Pflege. Eine Pflege, die den Anforderungen ihrer Haut gerecht wird. Während Männer beispielsweise eine vergleichsweise dicke Haut haben und allgemein unempfindlicher sind, weisen Frauen eine deutlich sensiblere Haut auf, die leichter austrocknet und schneller Fältchen entwickelt. Sie sehen, Handpflege ist nicht gleich Handpflege.

Neben der Einordnung in die Gruppe der Männer bzw. die Gruppe der Frauen, gilt es noch weitere Fragen zu beantworten. Denn gerade die Pflegeprodukte für dünne, beanspruchte Frauenhaut, weisen eine Vielzahl weiterer Differenzierungen auf und damit eine Vielzahl weiterer Fragen. Dazu zählt auch die Frage nach dem Alter: „Wie alt bin ich?“ Die Hände einer 20-Jährigen benötigen zweifelsohne eine andere Pflege als die einer 40- oder 60-Jährigen. Bis zum Alter von ca. 25 Jahren ist eine normale Feuchtigkeitscreme ausreichend, danach empfiehlt es sich die Pflege umzustellen bzw. zu intensivieren.

Mit zunehmendem Alter lässt die Spannkraft der weiblichen Haut mehr und mehr nach, weshalb spezielle Anti-Age-Cremes entwickelt wurden. Zudem gibt es Handpflegemittel gegen Alters- und Pigmentflecken. Derartige Cremes enthalten Peptide, die häufig mit dem einfach zu merkenden Kürzel „Q10“ umworben werden. Diese Stoffe wirken stimulierend auf die Zellregeneration und verhelfen reifer Haut zu einer glatteren, weicheren Oberfläche.

Die Frage „Wer bin ich?“ schließt außerdem die Frage nach Ihrem Beruf mit ein. Üben Sie einen Beruf aus, bei dem Sie sich überdurchschnittlich oft die Hände waschen, wie beispielsweise als Koch oder Reinigungskraft? Dann sind Ihre Hände durch den häufigen Kontakt zu Wasser bzw. zu Reinigungsmitteln vermutlich auch überdurchschnittlich strapaziert. Denn: Jeder Kontakt mit Wasser entzieht der Haut Fett und Feuchtigkeit. Gerade als Koch, der ständig frische Lebensmittel berührt, ist es unmöglich, nach jedem Händewaschen eine Handcreme für Männer zu verwenden. In diesem Fall empfiehlt es sich, vor dem Schlafengehen eine Creme mit extra hohem Urea- oder Sheabutter-Gehalt zu verwenden.

Falls Sie im Gegensatz dazu einen Bürojob ausüben, genügt eine weniger hoch dosierte Urea-Handcreme. Vorausgesetzt, Sie wenden diese regelmäßig an.

Sie und Ihre Creme – ein Bund fürs Leben?
Mit der Beantwortung der oben gelisteten Fragen nach Ihrem Geschlecht, Alter und Beruf haben Sie die zur Entscheidungsfindung notwendigen Informationen zusammen getragen. Nun müssen Sie sich nicht länger in der Welt der Handkosmetik verloren fühlen, sondern können sich gezielt auf die Suche begeben – Mit einem klaren Bild vor Augen. Sie sind männlich, 40 Jahre alt und arbeiten als Lehrer? Dann suchen Sie nach einer „Q10“-Feuchtigkeitscreme, die Sie einmal am Tag verwenden. Sie sind in der gleichen Situation, aber weiblich? Dann entscheiden Sie sich für die gleiche Creme, verwenden diese aber häufiger, ca. dreimal täglich.

Es stellt sich abschließend die Frage, ob mit dem Kauf der passenden Handkosmetika ein Bund fürs Leben eingegangen werden sollte. Sollten Sie sich auf diese eine Creme festlegen, für immer? Die klare Antwort lautet nein. Wie im obigen Abschnitt bereits angedeutet, sollte die Creme stets dem Alter angepasst werden. Bis 25 genügt ein Pflegeprodukt für junge Haut, von 26 bis 40 stehen diverse Cremes für erwachsene bis reife Haut bereit und ab 50 sollten Sie ein weiteres Mal umsteigen, z.B. auf Handcreme gegen Altersflecken. Ein weiterer Grund, die Handcreme zu wechseln, besteht in dem Wechsel des Berufs. Falls sich der neue Beruf extrem vom vorherigen unterscheidet, sollten Sie es nicht versäumen, den damit einhergehenden neuen Bedürfnissen Ihrer Haut gerecht zu werden.

Letztendlich sollten Sie stets das Wetter im Auge behalten. Je kälter, desto trockener die Haut. Je trockener die Haut, desto höher sollte der Urea-Anteil sein. Im Sommer empfiehlt es sich hingegen, eine Handcreme mit UV-Schutzfaktor zu erwerben, um der Entstehung von Pigmentflecken vorzubeugen. Nun sollte dem Kauf Ihres persönlichen Pflegeproduktes nichts mehr im Wege stehen – Ebenso wenig Ihrem gelungenen, ersten Eindruck. Sie haben es in der Hand.
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