Kategorien

Armaturen

Ratgeber

Ratgeber Armaturen


Der Begriff Armatur gehört nicht unbedingt zum täglich eingesetzten Wortschatz. Er bezeichnet die im Bad installierten Bedienelemente, die für die Regelung und die Steuerung der im Bad durchlaufenden Wassermengen verantwortlich sind. Aus diesem Grund wird als synonymes Wort für die Armatur auch einfach der Wasserhahn eingesetzt. Grundsätzlich wird zwischen verschiedenen Armaturen unterschieden. Deren Differenzierung erfolgt anhand des Einsatzgebietes bzw. anhand des Verwendungszwecks. Beispiele für Armaturen verschiedener Einsatzgebiete sind Armaturen für das Waschbecken, die Dusche oder die Badewanne.

Für all diese Gegenstände gilt, dass diese sowohl auf dem Putz, als auch unter dem Putz installiert werden können. Einen wesentlichen Bestandteil aller (deutschen) Armaturen stellen die sogenannten Mischbatterien dar. Diese existieren zumeist in Form von Einhebelmischern und sorgen dafür, dass das Wasser mit einer einzigen Hebelbewegung genutzt werden kann.

Die Funktionsweise von Badarmaturen

Die Funktionsweise von Armaturen ist im Grunde recht einfach gehalten. Sie basiert auf zwei übereinander liegenden Dichtscheiben. Diese sind mit Löchern versehen. Im geschlossenen Zustand liegen die Löcher versetzt übereinander und das Wasser kann nicht fließen, da die Löcher durch die jeweils andere Scheibe verschlossen werden. Öffnet man den Wasserhahn fürs Bad, so liegen die Löcher übereinander und das Wasser kann ungehindert fließen.

Badezimmerarmaturen für die Dusche, das Waschbecken und die Badewanne sind grundsätzlich in den unterschiedlichsten Ausführungen erhältlich. Diese unterscheiden sich meist in Bezug auf das Design und die Gestaltungselemente. Sie können aber auch in der Anzahl der Hebel variieren. Die verwendeten Materialien sind im Grunde immer gleich. Dabei macht es keinen Unterschied, ob es sich um eine klassische oder eine moderne Armatur handelt. Verwendet wird in der Regel immer ein beständiges Metall, das im Anschluss mit speziellen Verzierungen versehen wird. Bezüglich des Materials sollten Sie darauf achten, dass dieses sehr robust ist. Um eine lange Lebensdauer zu gewährleisten, sollte es zudem über eine zuverlässige Wasserdichtigkeit verfügen. Praktisch ist auch eine spezielle Anti-Kalk-Beschichtung. Sie verhindert, dass sich unschöne Flecken auf der Armatur bilden und diese im Anschluss aufwendig gereinigt werden muss.

Wer den Kauf von Armaturen in Erwägung zieht, sollte neben dem Material auch Faktoren wie die Bedienung, die Lautstärke, die Kombinierbarkeit mit Durchlauferhitzern und das Design der Armatur betrachten. Einige dieser Kriterien erscheinen für den Laien auf den ersten Blick wenig verständlich. Tatsächlich gilt aber, dass in Kombination mit Durchlauferhitzern nur Armaturen geeignet sind, die über spezielle Leitungen verfügen. Diese müssen für die hohen Temperaturen, die im Durchlauferhitzer entstehen können, geeignet sein. Auch das Kriterium der Lautstärke ist keinesfalls erdacht. Armaturen können im Betrieb nämlich ein Rauschen erzeugen, das ab einer bestimmten Lautstärke von den Nachbarn als störend empfunden werden kann. Umso wichtiger ist es also, dass die Armatur einen bestimmten Geräuschpegel nicht übertritt. Hier gibt es unter anderem die Möglichkeit, die Lautstärke mit Hilfe eines Wasserschalldämpfers nach unten zu regulieren.

Armaturen fürs Waschbecken

Armaturen fürs Waschbecken gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Diese zeichnen sich zumeist durch moderne Designs aus, die um mehr oder weniger ausgefallene Details ergänzt werden. Wir wollen im Folgenden einmal etwas genauer auf die ausgefallenen Formen der Waschtischarmaturen eingehen. Zu dieser Reihe gehören unter anderem die digitalen Armaturen. Diese stellen Nachfolger des klassischen Einhebel-Mischers dar. Die Besonderheit bei diesen Armaturen ist, dass deren Bedienung ohne eine einzige Berührung erfolgt. Dementsprechend können sich Bakterien und Keime an solchen Armaturen deutlich schlechter verbreiten. Kernstück einer solchen digitalen Armatur ist ein eingebauter Sensor, der auf Bewegungen oder auch Wärme reagiert und dementsprechend den Wasserfluss reguliert.

Armaturen für Dusche und Badewanne

Von den typischen Waschbecken-Armaturen sind die Armaturen für die Dusche und die Badewanne zu unterscheiden. Der erste und offensichtlichste Unterschied besteht hier natürlich im Einsatzgebiet. Allerdings weisen die verschiedenen Armaturen trotz ihrer unterschiedlichen Einsatzgebiete kaum weitere Unterschiede auf. Eine Gemeinsamkeit stellt vielmehr das moderne und schlichte Design dar. Durch dieses fügen sich die verschiedenen Armaturen problemlos in jedes Badezimmer ein.

Wer sein sonst eher schlicht gehaltenes Bad etwas auffälliger gestalten will, kann auf auffälligere Armaturen zurückgreifen. Diese zeichnen sich je nach Geschmack zum Beispiel durch ein schickes Retro-Design aus und werden dann noch zusätzlich mit schicken Fliesen-Elementen kombiniert. Im Großen und Ganzen bieten sich hier viele verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten, die sowohl von Hobby-Handwerkern, als auch von fortgeschrittenen Handwerkern gänzlich ausgeschöpft werden können.

Wie schon bei der Waschbecken-Armatur spielt auch im Bereich der Duschwannen-Armaturen und der Badewannen-Armaturen die Verarbeitung eine wichtige Rolle. Diese wirkt sich auf die Qualität des Materials und somit auf die Lebensdauer und die Handhabung der einzelnen Bedienelemente aus. Gut zu wissen ist außerdem, dass Dusch-Armaturen nicht nur mit Einhebelmischern, sondern auch mit Wasserhahnbatterien, auch Mischbatterien genannt, betrieben werden. Einhebelmischer sind jedoch auch im Bereich der Badewannen-Armaturen sehr weit verbreitet. Grund dafür ist, dass sich dieser durch eine feine und sehr präzise Regulierung der Wassermengen und der Wassertemperaturen auszeichnet. Daraus folgt in der Regel auch ein deutlich niedrigerer Wasserverbrauch, der sich später in der Abrechnung positiv niederschlägt.

Um den Energieverbrauch noch weiter zu reduzieren, können Sie auch auf Armaturen mit Thermostaten zurückgreifen. Diese bezeichnet man auch als Thermostatarmaturen. Hier kann die Temperatur des Wassers mit Hilfe von zwei Steuerungselementen angepasst werden. Zur Sparsamkeit trägt auch die sogenannte Wasserstopp-Funktion bei. Hierbei handelt es sich um eine neu entwickelte Funktion, die den Wasserdurchlauf präzise stoppt und somit ein verschwenderisches Nachlaufen des Wassers verhindert. Auch wenn es sich an dieser Stelle meist nur um kleinste Mengen Wasser handelt, kann so auf lange Sicht auch effektiv gespart werden.

Neben den Thermostaten gibt es natürlich noch andere Ausstattungselemente, mit denen Hersteller ihre Armaturen versehen. Zu diesen gehören Sicherheitsmerkmale wie zum Beispiel der Verbrühschutz. Ein integrierter Verbrühschutz stellt sicher, dass das Wasser die gewünschte und vorher festgelegte Temperatur nicht überschreitet. So kann vor allem in Haushalten mit Kleinkindern eine ausreichende Sicherheit gewährleistet werden.

Fazit: An den vorhergehenden Ausführungen lässt sich erkennen, dass der Bereich der Badarmaturen dem Heimwerker eine unglaubliche Vielfalt an Möglichkeiten bietet. Zudem können hier schon sehr präzise und individuelle Wünsche in Bezug auf die Ausstattung, das Material und das Design der Armaturen verwirklicht werden. Wichtig ist hierbei, dass Sie sich vor einem Kauf eingehend über das jeweilige Modell informieren und eventuell beraten lassen. Nur so können Sie sicherstellen, dass die Armatur Ihren speziellen Wünschen auch gerecht wird und ihnen in Zukunft viel Freude bereitet.