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Ratgeber Warmwassergeräte


Als Warmwassergeräte bezeichnet man solche Geräte, mit deren Hilfe größere Mengen an Wasser für den täglichen Gebrauch erhitzt werden. Zu dieser Gruppe zählen also Geräte wie der klassische Durchlauferhitzer. Ebenso dazu gezählt werden aber auch Warmwasserspeicher und Kochendwassergeräte. Bei dem Kochendwassergerät handelt es sich um eine Abwandlung des Wasserkochers. Es besteht aus einem fest installierten Behälter, der in aller Regel direkt über der Spüle montiert wird. In dem Behälter befindet sich siedendes Wasser, das vom Benutzer direkt angezapft werden kann, ohne dass dieses erst erwärmt werden muss.

Obwohl es sich bei dem Kochendwassergerät um ein praktisches Gerät handelt, ist dieses dennoch nicht mit dem allseits beliebten Wasserkocher vergleichbar. Ihm fehlt nämlich die beliebte Flexibilität des Wasserkochers. Im Gegensatz zum Kochendwassergerät zeichnet sich der Durchlauferhitzer durch eine hohe Funktionalität und eine relativ einfache Funktionsweise aus. Aus diesem Grund ist er auch heute noch in vielen Haushalten zu finden.

Der Durchlauferhitzer – Ein echter Klassiker

Warmes und kaltes Wasser aus der Leitung stellen vor allem für die Bewohner der westlichen Welt eine nunmehr unverzichtbare Selbstverständlichkeit dar. Dabei vergessen viele jedoch, dass dies nicht immer so war und dass vor allem die Zubereitung von warmem Wasser früher sehr viel Zeit in Anspruch nahm.

Ein altes, aber durchaus beliebtes Mittel zur Wassererwärmung stellt der Durchlauferhitzer dar. Er wird überall dort eingesetzt, wo keine zentrale Wasserversorgung für die Bereitstellung von Warmwasser sorgt. Besonders häufig sind Durchlauferhitzer in Badezimmern und Küchen zu finden. Hier sorgen Sie für warmes Dusch- oder Badewasser und stellen zudem sicher, dass beim Abwasch genügend warmes Wasser zur Verfügung steht.

Unterschieden wird im Allgemeinen zwischen Gasdurchlauferhitzern und elektrischen Durchlauferhitzern. Der Gas-Durchlauferhitzer zeichnet sich dadurch aus, dass er bei der Erwärmung des Wassers eine Gas-Quelle zur Hilfe zieht. Dem gegenüber steht der elektrische Durchlauferhitzer, der ohne Gas auskommt und über ein mit Strom betriebenes Heizelement verfügt.

Im Grunde weist der Durchlauferhitzer eine starke Ähnlichkeit zum Wasserspeicher auf. Dieser ist besser unter der Bezeichnung Boiler bekannt. Auch er stellt warmes Wasser zur Verfügung. Allerdings wird dieses im Boiler dauerhaft erwärmt, wodurch insgesamt ein deutlich höherer Stromverbrauch entsteht.

Wer einzelne Räume wie das Badezimmer oder die Küche mit warmem Wasser versorgen will, sollte also statt auf einen Boiler lieber auf einen Durchlauferhitzer zurückgreifen. Er stellt in solchen Fällen die preisgünstigere Alternative dar.

Wir kommen nun zur Funktionsweise der einzelnen Durchlauferhitzer. Zuerst genannt wurde der Gasdurchlauferhitzer. Er verfügt über einen integrierten Gasbrenner. Um das durchlaufende Wasser erwärmen zu können, muss im inneren des Durchlauferhitzers eine Zündung stattfinden. Dies geschieht mit Hilfe einer ständig brennenden Zündflamme oder einem autonomen Piezozünder. Der Vorteil von modernen gasbetriebenen Durchlauferhitzern ist, dass kein zusätzlicher Strom benötigt wird, um das Wasser zu erwärmen. Außerdem kann der Nutzer zwischen verschiedenen Gas-Varianten wählen. Zur Verfügung stehen hier Flüssig- und auch Erdgas.

Elektrische Durchlauferhitzer bilden die zweite Gruppe der Durchlauferhitzer, die über eine strombetriebene Heizeinheit verfügen. Diese ist für die Erwärmung des Wassers zuständig und wird entweder hydraulisch gesteuert oder elektronisch geregelt.

Warmwasserspeicher – Wasser erhitzen und die Wärme speichern

Wer in einem Altbau wohnt, wird ihn noch kennen, den Warmwasserspeicher. Er wird auch als Warmwasserboiler, Heißwasserspeicher oder Speichererhitzer bezeichnet und soll, wie auch der Durchlauferhitzer, warmes Wasser zur Verfügung stellen. Tatsächlich handelt es sich bei dem Boiler um ein Speichergerät, das fest installiert wird. Es ist jedoch nicht nur für die Speicherung von warmem Wasser, sondern auch für die Erhitzung des Wassers zuständig.

Zu den Merkmalen eines Warmwasserspeichers gehört seine Regulierbarkeit. Regulierbarkeit bedeutet in diesem Zusammenhang, dass sich die Temperatur des Speichers regulieren beziehungsweise anpassen lässt. Die Temperaturwerte lassen sich dabei in Bereichen von bis zu 100°C anpassen. Wasser mit einer Temperatur von 100°C wird natürlich nicht zum Duschen oder dergleichen verwendet. Hierbei handelt es sich um kochendes Wasser, das in der Küche eingesetzt wird. Die optimale Temperatur von Dusch- und Badewasser ist deutlich niedriger und liegt in etwa bei 35 bis 38°C.

Wichtig ist, dass ein Warmwasserspeicher über eine hochwertige Dämmung verfügt. So wird sichergestellt, dass der ohnehin schon hohe Energieverbrauch noch weiter erhöht wird. Zudem wird so die Wärme des Wassers besser gespeichert.

Natürlich wird auch im Bereich der Warmwasserspeicher zwischen unterschiedlichen Modellen unterschieden. Diese unterscheiden sich in Bezug auf ihren Aufbau und ihre Leistungsfähigkeit. Entscheidend ist aber auch die Größe des Speichers, die direkt von den zu erhitzenden Wassermengen abhängt. Das übliche Fassungsvermögen eines Warmwasserspeichers liegt in der Regel in einem Bereich von fünf bis 15 Litern. Solche Geräte werden eingesetzt um einen einfachen Haushalt mit warmem Wasser zu versorgen. Für ganze Gebäudekomplexe ist solch ein kleines Gerät allerdings nicht geeignet. In solchen Fällen wird in der Regel auf andere Heizmethoden oder Warmwasserspeicher mit Volumina von bis zu 1000 Litern zurückgegriffen.

Wenn Sie sich für einen Warmwasserspeicher entscheiden wollen, sollten Sie darauf achten, dass die verschiedenen Modelle zum Teil große Leistungsunterschiede aufweisen. Variierende Leistungen wirken sich auf die Geschwindigkeit aus mit der das Wasser erhitzt wird. Des Weiteren ist von der Leistung abhängig, wie stark ein Speicher gedämmt werden muss.

Fazit: Da es sich bei dem Warmwasserspeicher um ein recht komplexes Gerät handelt, sollten Sie sich beim Kauf unbedingt beraten lassen. Nur so können Sie sicherstellen, dass Ihr Wasser zuverlässig und schnell erwärmt wird und Sie trotzdem nicht allzu hohe Energiekosten tragen müssen.

Kochendwassergeräte – Eine andere Form des Wasserkochers

Kochendwassergeräte sind in normalen Haushalten eher selten. Im Gegensatz zu früher wurde das Design der Geräte jedoch wesentlich verbessert, sodass diese nicht mehr zwangsläufig unter der Spüle versteckt werden müssen. Heute handelt es sich bei dem Kochendwassergerät um ein funktionales und gleichzeitig modernes Gerät, das sich durchaus sehen lassen kann. Wichtig ist, dass Sie beim Kauf eines solchen Gerätes darauf achten, dass sich dieses ohne großen Aufwand montieren lässt. Außerdem sollte das Wunschgerät über eine Wasserstandsanzeige verfügen. An ihr kann der aktuelle Stand an Heißwasser ohne große Mühen einfach abgelesen werden. Ebenfalls wichtig ist die Leistung des Kochendwassergerätes. Wie beim Warmwasserspeicher wird durch sie auch hier die Geschwindigkeit beeinflusst, mit der kaltes Wasser auf die gewünschte Temperatur gebracht wird.


Alles in allem stellen Warmwasserspeicher, Durchlauferhitzer und Kochendwassergeräte drei mehr oder weniger unterschiedliche Geräte dar, mit denen Wasser auf die gewünschte Temperatur gebracht werden kann. Für welches Gerät Sie sich am Ende entscheiden, ist von den gegebenen Umweltbedingungen und ihren persönlichen Vorlieben abhängig.
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