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Duschabtrennungen

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Ratgeber Duschabtrennungen


Unter einer Duschabtrennung versteht man eine Trennwand, die beim Duschen das Austreten des Wassers aus der Dusche verhindert. Grundsätzlich werden Duschabtrennungen in drei verschiedene Kategorien eingeteilt. Die erste Gruppe bildet der sogenannte Duschvorhang. Er ist der Vorläufer der anderen Duschabtrennungen und taucht schon in der früheren Hygiene-Geschichte des Menschen immer wieder auf.

Eine Abwandlung des klassischen Duschvorhangs stellt die Duschkabine dar. Hierbei handelt es sich um eine befestigte Form des Vorhangs. Die letzte und dritte Gruppe bilden die Wannenaufsätze. Diese ähneln in ihrem Grundprinzip der Duschkabine, werden jedoch, wie der Name bereits verrät nicht direkt an der Dusche, sondern an der Wanne eingesetzt.

Was Sie schon immer einmal zu den verschiedenen Duschabtrennungen wissen wollten, haben wir im Folgenden genauer dargestellt. Wir hoffen, dass wir Ihnen so die Entscheidung für die richtige, in Ihr Badezimmer passende Duschabtrennung erleichtern.

Der Duschvorhang – praktisch, handlich und flexibel

Schon früh in der menschlichen Geschichte wurden Duschvorhänge eingesetzt. Deren Entwicklung ging im Prinzip mit der zunehmenden Wichtigkeit der menschlichen Hygiene einher. Es gab nämlich bereits in der Antike separate Räume, heute Badezimmer genannt, in denen sich der Mensch wusch und von Schmutz befreite.

Damals besaß man natürlich noch kein fließendes Wasser. Allerdings verbargen sich die Menschen auch zu dieser Zeit vor den Blicken Fremder beim Waschen durch Wände oder andere Hindernisse. Schnell erkannte man, dass ein solcher Sichtschutz gleichzeitig vor spritzendem Wasser schützt, auch wenn die Sauberkeit noch keine so große Rolle spielte wie heutzutage. Seitdem setzte man Blickfänge und Abdichtungen immer wieder ein. Richtig zur Kenntnis genommen wurde der Duschvorhang jedoch erst mit der Einführung der Dusche. Hier erkannte man sehr schnell, dass ein Duschvorhang vor allem deshalb sehr praktisch ist, weil er als Sichtschutz und als Spritzschutz dient. Nicht zu vernachlässigen ist dabei natürlich auch die optische Komponente.

Von Vorteil ist, dass der Duschvorhang von den verschiedensten Herstellern in den unterschiedlichsten farblichen Varianten angeboten wird. Diese sind einfarbig, mehrfarbig, besitzen verschiedene Muster oder andere Motive. Aus diesem Grund benutzt man den Duschvorhang auch, um sonst eher schlicht gehaltene Badezimmer mit einem aufregenden, stimmungsvollen Akzent zu versehen. Dabei stellt der Duschvorhang eigentlich nur eine ganz einfache Vorrichtung dar. Im Grunde handelt es sich hierbei nämlich nur um eine einfache Stange, auf der mit Hilfe von Ringen oder Haken ein Vorhang befestigt wird.

Wesentliche Unterschiede gibt es zumeist nur in Bezug auf die Aufhängung. Diese variiert in Abhängigkeit von den räumlichen Gegebenheiten. Sehr beliebt sind die sogenannten Teleskopstangen. Sie haben den Vorteil, dass sie sich in der Länge verstellen lassen. So kann eine Stange für einen kleineren oder größeren Vorhang oder ein kleineres oder größeres Bad verwendet werden.

Wie jede andere Duschabtrennung verfügt der Duschvorhang natürlich über seine ganz speziellen Vor- und Nachteile. Einen sichtbaren Vorteil hat der Duschvorhang auf Grund der einfachen Handhabung. Außerdem lässt er sich im Schadensfall recht preisgünstig und schnell gegen einen neuen Vorhang austauschen. Hinzu kommt, dass sich der Duschvorhang dank des einfachen Materials sehr gut reinigen lässt. Ein nicht zu vernachlässigender Nachteil ist jedoch, dass Vorhänge im Gegensatz zu anderen Abtrennungen die Duschkabine nicht absolut wasserdicht verschließen. Häufig verrutschen Vorhänge nämlich beim Duschen, so dass das Wasser ungehindert nach außen dringen kann. Hinzu kommt, dass das Ende des Vorhangs zumeist direkt auf der Duschwanne aufliegt. Dies erschwert das Trocknen des Vorhangs und begünstigt gleichzeitig die Bakterien- und Schimmelbildung im Badezimmer.

Die Duschkabine – Der optimale Schutz vor Spritzwasser?

Neben dem Duschvorhang kommt immer häufiger auch die Duschkabine zum Einsatz. Sie soll das Wasser beim Duschen am Herausspritzen hindern. Der Unterschied zum oben beschriebenen Duschvorhang besteht darin, dass die Duschkabine, auch Duschwand genannt, tatsächlich eine Art der Kabine darstellt. Diese setzt direkt auf der Duschwanne auf und schließt durch eine Dichtung wasserdicht mit dem Wannenrand ab. Dadurch kann es im Gegensatz zum Vorhang nicht zum Verrutschen kommen. Außerdem wird für die Installation der Duschkabine keine Aufhängung benötigt.
Auch Duschkabinen sind in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich. Diese weisen jedoch keine großen farblichen Unterschiede auf. In der Regel besitzen sie zwei semitransparente Duschtüren, durch die sich der Duschende nur verschwommen erkennen lässt. Duschkabinen lassen sich sowohl bei Eckduschen, als auch bei freistehenden Duschen einsetzen. Frei stehend bedeutet in diesem Fall, dass die Dusch von drei Seiten aus betreten werden kann.

Neben der Bauform gibt es noch weitere Kriterien, anhand derer sich die Kabinen unterscheiden lassen. Zu diesen gehören zum einen die Größe und zum anderen das Material sowie die Grundform. Die Grundform wird in der Regel auf die Duschwanne abgestimmt. Am häufigsten verwendet werden runde und quadratische Konstruktionen. Die Größe ist wiederrum vom Raumangebot abhängig. Glas Duschabtrennungen beziehungsweise Glas Duschkabinen sind besonders beliebt, da sie sich in das bestehende Design des Badezimmers mühelos einfügen.

Wenn Sie sich für eine Duschtrennwand in Form einer Duschkabine entscheiden sollten, müssen Sie darauf achten, dass sich die Konstruktion je nach Art der Kabine mehr oder weniger schwierig gestalten kann. Beispielsweise muss beim Einbau ein Aufmaß berücksichtigt werden. Dieses ist unbedingt erforderlich, wenn die Kabine später mit der Duschwanne abschließen soll. Außerdem muss berücksichtigt werden, dass verschiedene Duschkabinen auch über verschiedene Türmechanismen verfügen können. Hier wird zum Beispiel zwischen Pendel- und Schwingtüren unterschieden. Diese benötigen beim Öffnen und Schließen natürlich unterschiedlich viel Platz.

Der Badewannenaufsatz

Ebenfalls zur Gruppe der Aufsätze gehört der Wannenaufsatz. Er stellt eine leichte Abwandlung der Duschkabine dar. Der einzige Unterschied zwischen beiden Vorrichtungen besteht darin, dass der Wannenaufsatz in Kombination mit der Badewanne eingesetzt wird. Installiert wird er in einer Ecke der Badewanne. Das bedeutet, dass er nicht den ganzen Wannenbereich abschirmt, sondern nur den Teil, in dem sich die Dusche beziehungsweise die Brause befindet. Auch der Wannenaufsatz verfügt über Türen, die im unteren Bereich über eine Dichtung verfügen. Diese soll auch hier wieder mit dem Badewannenrand abschließen, sodass kein Wasser entweichen kann. Da die Wanne einen höheren Rand besitzt als die Duschwanne, ist der Wannenaufsatz in seiner Höhe deutlich kleiner als die originale Duschkabine.
Die Montage erfolgt direkt an der Badewanne beziehungsweise an den Fliesen. Dazu müssen Löcher in den Fliesen oder den Fliesenfugen gebohrt werden. Dies hat den Nachteil, dass der Sicht- bzw. Spritzschutz nicht einfach entfernt werden kann, ohne dass danach sichtbare Rückstände bleiben. Im Gegensatz zu den Duschvorhängen hat die Badewannenfaltwand jedoch den Vorteil, dass der Trocknungsprozess auf ihr deutlich schneller von statten geht. So wird eine verbesserte Hygiene erreicht, da ein permanenter Trocknungsprozess wie beim Duschvorhang komplett entfällt. Zudem gestaltet sich hier auch die Reinigung deutlich leichter.