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Ratgeber Baby- und Kinderzimmer



Wenn ein Baby erwartet wird, müssen die Eltern viele wichtige Entscheidungen treffen. Eine zu beantwortende Frage ist etwa, ob das Baby in einem eigenen Zimmer oder bei den Eltern schlafen soll. Kinderärzte empfehlen, das Kind im ersten Lebensjahr zwar im Elternschlafzimmer, aber in einem eigenen Bett schlafen zu lassen. Sobald das Kind älter und damit selbstständiger wird, in der Regel spätestens mit drei Jahren, fordert es jedoch oft einen eigenen Rückzugsort ein. Das kann eine abgetrennte Ecke im Wohnzimmer, aber auch ein eigenes Kinderzimmer sein. Da Babys und Kinder andere Bedürfnisse haben, benötigen Sie auch andere Möbel.

So richten Sie ein Babyzimmer ein


Ihr Baby benötigt vor allem drei Möbel: ein Babybett, einen Wickeltisch und einen Kleiderschrank. Diese Komponenten erhalten Sie oft im Set, zu dem meist noch passende Bettwäsche und Bettchen-Ausstattung in Form von Nestchen und Betthimmel gehört. Für die ersten Monate genügt ein Beistellbettchen, das an einer Seite offen ist und einfach an das Elternbett angehängt wird. Der sogenannte Baby Bay – wie das Beistellbettchen auch bezeichnet wird – sorgt dafür, dass Sie des Nachts wenigstens zum Stillen nicht aufstehen müssen. Auch ein rollbarer Stubenwagen ist für den Anfang empfehlenswert, denn gerade in den ersten Monaten schlafen Neugeborene am liebsten im größten Trubel.

Etwa mit vier Monaten werden diese Schlaflösungen für Ihr Kind jedoch zu klein, so dass es in ein Gitterbettchen umziehen sollte. Auch hier können Sie wählen zwischen einem später umbaubaren Bett und einem kleineren Stangenbett. Das Gitterbett wird Ihr Kind bis zu einem Alter von ca. drei Jahren begleiten, danach benötigt es ein Juniorbett ohne Stangen. Manche Gitterbett-Modelle lassen sich zum Juniorbett umrüsten, indem einfach nur die Gitter heraus genommen werden müssen. Auch bei den Wickeltischen gibt es eine große Auswahl. Sie können sich zwischen einer kompletten Wickelkommode und einem einfachen Wickeltisch entscheiden. Haben Sie wenig Platz, so reicht auch ein einfacher Wickelaufsatz, der sich auf einer normalen Kommode oder aber auf der Badewanne befestigen lässt.

Die Kleidung des Kindes verstauen Sie am besten in einem Kleiderschrank, da erfahrungsgemäß der Platz in einer Wickelkommode dafür nicht ausreichend ist. Bedenken Sie, dass gerade Schlafsäcke, Bettwäsche und Wintersachen viel Platz beanspruchen, zudem bewahren Sie mit Sicherheit stets Kleidung in mehreren Größen auf. Keinesfalls vergessen sollten Sie auch das Baby-Spielzeug, dass bei Nichtgebrauch am besten in einem leicht erreichbaren Regal verstaut wird. Sehr ordentlich wie auch hübsch sehen Bastkörbe auf, in denen viel Spielzeug Platz findet und die anschließend selbst in ein Regal hinein geschoben werden. Für Gemütlichkeit sorgen ein Spielteppich sowie ein Baby-Lammfell, das sich hervorragend auch zum Kuscheln eignet.

Einige Hinweise zum Einrichten des Babyzimmers

Viele Eltern richten das Zimmer ihres neuen Familienmitglieds schon vor der Geburt ein. Liebevoll werden Wände tapeziert und gestrichen, Bordüren angebracht und Bilder aufgehängt. Doch egal ob das Zimmer rosa oder blau werden soll - wichtig ist es, auf nicht giftige Farben zurückzugreifen. Neue Möbel und Teppiche sollten Sie bereits einige Monate im Voraus aufstellen und ausdünsten lassen. Vergessen Sie nicht, das Babyzimmer regelmäßig zu lüften, damit die chemischen Dämpfe entweichen können. Das Babybett findet einen guten Platz genau dort, wo es nicht zu hell und auch nicht zu warm ist. Direkt unter einem Fenster oder vor der Heizung ist also kein guter Standort – ist es zu hell oder zu warm, so wird Ihr Baby schlechter schlafen.

Ein Verdunkelungsrollo, beispielsweise mit niedlichen Babymotiven, sorgt für die für einen gesunden Schlaf notwendige Dunkelheit. Achten Sie auch darauf, dass Ihr Kind keine gefährlichen Gegenstände wie etwa Steckdosen, Gardinen oder Schnüre von Vorhängen vom Bett aus fassen kann.

So richten Sie ein Kinderzimmer ein


Ab einem Alter von etwa drei bis vier Jahren bestehen Kinder auf einen eigenen Rückzugsort, an dem sie ungestört spielen und auch einmal die Tür hinter sich schließen können, etwa, um jüngere Geschwister vom Betreten des Zimmers abzuhalten. Es konnte in verschiedenen Studien nachgewiesen werden, dass ein eigenes Zimmer sich positiv auf die Entwicklung des Kindes auswirkt.

In vielen Kinderzimmern hat ein Hochbett Einzug gehalten. Für die Jüngeren gibt es halbhohe Hochbetten, oft noch mit dazu gehöriger Rutsche. Solche Hochbetten stellen für Kinder einen faszinierenden Abenteuerspielplatz dar, so dass der Platz unter dem Bett gern als Versteck oder Höhle genutzt wird. Besonders in kleinen Kinderzimmern sind Hochbetten sinnvoll, da sie viel Platz sparen, den das Kind wiederum zum Spielen nutzen kann. Viele Hersteller bieten komplette Hochbettsets an, wo in das eigentliche Hochbett Schränke, Regale und oft auch ein Schreibtisch integriert sind. Beim Kauf eines Hochbetts sollte zugleich die passende Begrenzung dazu erworben werden, da gerade die jüngeren Kinder noch aus dem Bett fallen können. Wollen Sie jedoch kein Hochbett kaufen, so können Sie aus weiteren Bettenarten auswählen.

Ab einem Alter von etwa drei Jahren, sobald das Kind aus dem Sprossenbett herausgewachsen ist, bis hinein ins Grundschulalter benötigt das Kind ein Juniorbett. Dieses ist noch nicht so groß wie ein Erwachsenenbett, außerdem ist es wesentlich tiefer. So kann Ihr Kleines leichter hinein- und wieder herausklettern. Zudem haben Juniorbetten eine höhere Seitenkante, damit das Kind im Schlaf nicht aus dem Bett fallen kann. Platzsparend sind auch Betten, die mit Schubladen oder einem weiteren, unterschiebbaren Bett aufwarten können. Letzteres wird vor allem dann wichtig, wenn Ihr Kind einmal Freunde zu sich nach Hause einladen möchte und diese auch übernachten sollen.

Ein anderes Modell, das sogenannte Tagesbett, lässt die Schlafstatt sich morgens flugs in ein Sofa verwandeln, so dass die Freunde es sich darauf gemütlich machen können. Weitere wichtige Kinderzimmermöbel sind ein Kleiderschrank, Regale für Spielzeug und Bücher sowie, spätestens von der Einschulung an, ein höhenverstellbarer Schreibtisch. Kaufen Sie einen mitwachsenden Schreibtisch, damit Ihr Kind stets in der optimalen Höhe und Position daran sitzen und arbeiten kann. Sinnvoll ist es auch, die Schreibtischplatte schräg stellen zu können, da diese Arbeitshaltung besonders für jüngere Kinder am bequemsten ist. Kinder im Kindergartenalter freuen sich über einen Kindertisch samt passenden Stühlen dazu.

Praktisch ist auch eine Sitzbank, deren Bankdeckel sich hochklappen lässt, so dass Mal-, Bastel- und Spielsachen blitzschnell darin verschwinden können.

Apropos Ordnung: Kaufen Sie möglichst viele stabile Stapelkisten mit Deckel. Dort hinein kann Spielzeug schnell eingeräumt werden: Deckel drauf, Kisten übereinander gestapelt und schon haben Sie wieder Ordnung im Kinderreich geschaffen.
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