Küchenarmaturen (33.273 Angebote bei 78 Shops)

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Ratgeber Küchenarmaturen


Erstellt: 19.09.2018 | Autor: Andrea Schreiner 

Wissen kompakt

Ob für das Frühstücksei, das 4-Gänge-Menü oder den Abwasch: Den Wasserhahn in der Küche brauchen wir ständig. In einem durchschnittlichen Haushalt wird er rund 70-mal am Tag genutzt. Die ideale Armatur für die Küche ist daher so beschaffen, dass Sie sie bequem bedienen können. Dafür ist ein zweckmäßiges Design ebenso wichtig wie ein möglichst großer Aktionsradius. Beim Hantieren im Waschbecken soll alles leicht von der Hand gehen, egal ob mit kleinen Näpfchen oder schweren Töpfen. Sowohl beim Vorspülen für den Geschirrspüler als auch beim Spülen per Hand soll die Armatur perfekt assistieren und dabei natürlich immer gut aussehen. 

Auf folgende Kriterien kommt es ganz besonders an: 

  • Küchenarmaturen unterscheiden sich in ihrer Anschluss-Art.
    Hochdruck-Armaturen werden direkt an die zentrale Warmwasserversorgung oder einen druckfesten Durchlauferhitzer angeschlossen. Niederdruck-Varianten lassen sich über einen Boiler oder einen drucklosen Durchlauferhitzer betreiben. 
    Mehr über Küchenarmaturen nach Anschluss-Art
  • Welche Bedienungsart wünschen Sie?
    Einhand-Mischer bedienen Sie über einen einzigen Hebel, während Zweihand-Mischer über 2 Drehgriffe zur Temperatur-Regulierung verfügen. Berührungslose Modelle starten die Wasserausgabe automatisch, sobald Sie Ihre Hände unter einen Sensor halten. Thermostat-Ausführungen weisen einen separaten Wahlgriff auf, mit dem Sie eine exakte Temperatur einstellen können.
    Mehr über Küchenarmaturen nach Bedienungsart
  • Entscheiden Sie sich für eine Montage-Variante.
    Armaturen variieren auch darin, wie und wo sie sich anbringen lassen. Sie können zwischen 4 verschiedenen Montage-Arten wählen: Stand-, Wand-, Aufputz- sowie Unterputz-Montage. Die Stand-Montage zählt zur gängigsten Variante. Hierbei befestigen Sie die Armatur auf Ihrer Spüle oder Arbeitsfläche.
    Mehr über die Montage
  • Welchen Auslauf bevorzugen Sie?
    Ein Auslauf variiert in seiner Form, Höhe, Ausladung sowie Beweglichkeit. Die Merkmale nehmen Einfluss auf den Bedienkomfort. Besonders U-förmige Ausläufe können das Hantieren mit großen Gegenständen wie hohen Töpfen oder Vasen erleichtern.  
    Mehr über den Auslauf

Kaufberater

Wenn Sie eine neue Küchenarmatur suchen, sind die baulichen Voraussetzungen Ihrer Küche ebenso wichtig wie Ihr Geschmack und Ihr Budget. Um die ideale Küchenarmatur für Ihre Küche zu finden, haben wir nachfolgend die wichtigsten Kaufaspekte für Sie zusammengefasst.


Küchenarmaturen-Typen

Armaturen (lat.: Ausrüstung) sind Bauteile, die im Verlauf einer Rohrleitung die Strömung von Substanzen verändern. Armaturen können also auch Ventile, Entlüfter oder Druckminderer sein. Landläufig meint der Begriff die Teile oberhalb der Spüle und meist auch die Anschlüsse direkt darunter.

Küchenarmaturen lassen sich folgendermaßen differenzieren:

Küchenarmaturen nach Anschluss-Art

Es gibt 2 technisch verschiedene Ausführungen, von denen sich jeweils nur eine für Ihren Anschluss in der Küche eignet.

Zu diesen zählen:

Hochdruck-Armaturen 

Bei einer zentralen Warmwasser-Versorgung für mehrere Abnehmer ist grundsätzlich eine Hochdruck-Armatur nötig. Dies ist die Variante, die heute in den meisten Wohnungen anzutreffen ist. Eher selten findet die Aufbereitung des Warmwassers zentral in einem druckfesten Durchlauferhitzer statt. Auch in diesem Fall brauchen Sie eine Hochdruck-Armatur. 

Tipp

Ob ein Durchlauferhitzer drucklos oder druckfest funktioniert, ist von außen nicht erkennbar. Welche Art Durchlauferhitzer Sie besitzen, können Sie beim Hersteller Ihres Modells in Erfahrung bringen.

Sie erkennen diese Armaturen daran, dass sich an ihrer Unterseite 2 Anschlüsse für 2 Zulaufschläuche befinden: Ein Schlauch ist für die Verbindung mit der Kaltwasserversorgung gedacht, der andere für den Anschluss des Warmwassers. Den nötigen Wasserdruck übernimmt die Hochdruck-Armatur aus der Wasserleitung. Er liegt in Deutschland bei 3 bar bis 6 bar. 

Das Funktionsprinzip ist relativ einfach: Wenn Sie lauwarmes Wasser anfordern, strömen kaltes und heißes Wasser über die entsprechenden Anschlüsse ein und werden direkt in der Armatur gemischt. 

Achtung!

Hochdruck-Armaturen eignen sich nicht für den Anschluss an einen Boiler. Dieser kann explodieren, wenn Sie ihn in Verbindung mit einer Hochdruck-Armatur verwenden. 

Preislich erhalten Sie Hochdruck-Armaturen bereits ab etwa 10 €. Hochwertige Ausführungen können jedoch bis zu 3.000 € kosten.

Niederdruck-Armaturen 

Für den Anschluss an einen Boiler oder drucklosen Durchlauferhitzer brauchen Sie eine Niederdruck-Armatur. Auf den ersten Blick sieht sie ähnlich aus wie eine Hochdruck-Armatur, allerdings ist sie komplexer aufgebaut. Sie besitzt immer 3 Anschlüsse: einen für das Kaltwassernetz sowie 2 Anschlüsse, welche die Armatur mit dem Boiler verbinden. 

Kaltes Wasser läuft direkt über den Kaltwassernetz-Anschluss durch die Armatur. Warmes Wasser muss zunächst durch den Boiler aufbereitet werden. Dazu leitet die Armatur das Wasser aus dem Kaltwassernetz über einen der beiden Zuläufe in den Boiler. Dort wird das Wasser erwärmt und es fließt mit weniger Druck über den anderen Zulauf zurück in die Armatur. Sobald Sie den Hahn zudrehen, wird die Wasserzufuhr gestoppt: Es fließt kein weiteres Wasser in den Boiler. So entsteht im Tank kein Überdruck. 

Achtung!

Bei einem Niederdruck-Boiler dürfen Sie den Wasserauslauf an der Armatur nicht zu stark drosseln – etwa durch ungeeignete Aufsätze am Ende der Armatur, durch manuelles Verschließen oder durch Knicke in Schlauchaufsätzen. Ansonsten staut sich das Wasser und baut Druck im Boiler auf. Schlimmstenfalls kann der Boiler platzen. 

Niederdruck-Armaturen sind meist etwas teurer als Hochdruck-Modelle. Sie befinden sich in einem Preisbereich zwischen rund 25 € und 1.000 €. 

Küchenarmaturen nach Bedienungsart

Küchenarmaturen lassen sich über verschiedene Arten bedienen. 

Zu den am häufigsten verbreiteten Modellen zählen folgende:

  • Einhand-Mischer 
    Ein Einhand-Mischer stellt die klassische Spültischbatterie dar. Er besitzt einen einzigen Hebel, über den Sie die Temperatur und Wassermenge steuern können. 
    Mehr über Einhand-Mischer
  • Zweihand-Mischer 
    Zweihand-Mischer verfügen über 2 separate Drehgriffe, welche der Temperatur-Regulierung dienen. In der Regel gibt der rechte Griff kaltes Wasser aus, während Sie über den linken Griff heißes Wasser beziehen können. 
    Mehr über Zweihand-Mischer
  • Berührungslose Armaturen
    Mithilfe eines Sensors geben berührungslose Armaturen Wasser aus, ohne dass Sie dazu den Wasserhahn betätigen müssen. Die Armatur erkennt, wenn Sie Ihre Hände oder einen Gegenstand unter den Wasserhahn halten und startet anschließend automatisch die Wasserausgabe.
    Mehr über berührungslose Armaturen
  • Thermostat-Armaturen 
    Thermostat-Armaturen besitzen einen Temperatur-Wahlgriff, über den Sie die gewünschte Wassertemperatur einstellen. Sie verhindern so, dass das Wasser schlagartig von warm auf heiß springt und sorgen für eine konstante Wassertemperatur.
    Mehr über Thermostat-Armaturen
Einhand-Mischer

Einhand-Mischer besitzen einen Hebel, mit dem Sie die Temperatur und die Wassermenge regeln. Für warmes Wasser drehen Sie den Hebel in der Regel nach links, für kaltes nach rechts. Bewegen Sie ihn nach oben, fließt mehr Wasser aus dem Auslauf. Die Bewegung in die Gegenrichtung bewirkt, dass weniger Wasser läuft bzw. der Auslauf verschlossen wird.

Der Hebel bedient eine Kartusche im Inneren, die Wasser aus der Kaltwasser- und Warmwasserleitung zusammen in den Auslauf führt. 

Shopping Tipp

Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Armatur Ihrer Wahl eine austauschbare Kartusche enthält. Bei sehr preiswerten Modellen kann es sein, dass Sie diese nicht austauschen können. 

Einhebel-Mischer gibt es mit festem, schwenkbarem oder ausziehbarem Auslauf.

Sie haben den Vorteil, dass sie vergleichsweise wenig Platz benötigen. Haben Sie also nur eine kleine Fläche für den Einbau einer Armatur zur Verfügung, ist dieser Küchenmischer eine gute Wahl. 

Noch wichtiger ist aber für viele Nutzer, dass sie am Spültisch eine Hand frei haben und die Temperatur schnell regulieren können.  Das erleichtert die Arbeit mit Küchen-Utensilien enorm. 

Sie erhalten eine solche Mischbatterie bereits ab 20 €. Exklusive Exemplare können aber auch bis zu 5.500 € kosten. 

Zweihand-Mischer

Diese Bauform erkennen Sie an 2 separaten Drehgriffen zur Temperatur-Regulierung. Auf der rechten Seite befindet sich meist der Griff für kaltes Wasser. Mit einem Dreh nach links erhalten Sie heißes Wasser. In jedem der Griffe befindet sich jeweils ein Ventil. Beide regeln das Mischungsverhältnis von Warm- und Kaltwasser.

Wissenswert

Zweigriff-Armaturen werden oft einfach Mischbatterien genannt. Das ist technisch nicht ganz korrekt, denn auch Eingriff-Varianten können Mischbatterien sein. Weitere Bezeichnungen sind Zweihebel- oder Zweigriff-Mischer.

Der Nachteil des Zweihand-Mischers: Möchten Sie Wasser mit einer bestimmten Temperatur entnehmen, müssen Sie beide Drehknöpfe entsprechend regulieren. Bis die gewünschte Temperatur erreicht ist, fließen einige Liter Wasser ungenutzt ins Becken. Zudem benötigt eine beidhändige Spültischarmatur mehr Platz in der Breite. Sie ist also eher für große Spülbecken geeignet.

Dennoch ist diese Bauform immer noch sehr beliebt: Stilbewusste schätzen das Design dieser Armaturen. Es gibt sie in vielen gestalterischen Varianten. Besonders die rustikalen und klassischen Modelle sind in großer Auswahl vorhanden.

Günstige Zweihand-Mischer erhalten Sie bereits ab etwa 20 €. Für exklusive oder ausgefallene Varianten können bis zu 1.300 € anfallen. 

Berührungslose Armaturen

Die Hände sind mit Teig verklebt oder Sie hantieren mit einem schweren Topf, den Sie mit beiden Händen halten müssen – typische Situationen in der Küche, in denen Sie nichts anderes anfassen können. Die Lösung: eine berührungslose Armatur. Über spezielle Sensoren erkennt diese, wenn Sie Ihre Hände oder einen Gegenstand unter den Wasserhahn halten und startet anschließend automatisch die Wasserausgabe. 

Diese Bauform wird immer beliebter. Die Bezeichnung „berührungslos“ ist jedoch nicht ganz zutreffend: Die Temperatur müssen Sie weiterhin mit der Hand regeln, ebenso die Durchflussmenge. Sind diese aber passend voreingestellt, können Sie sehr komfortabel arbeiten. 

Somit eignet sich diese Variante vor allem dann, wenn Sie häufig die gleiche Wassertemperatur benötigen. Das ist in den meisten Haushalten der Fall, denn um Nahrungsmittel zu säubern oder zu putzen sowie auch zum Händewaschen bevorzugen viele Nutzer lauwarmes Wasser. 

Zudem sorgt eine berührungslose Armatur für ein deutliches Plus an Hygiene. Haben Sie beispielsweise gerade Fleisch geschnitten und möchten sich danach die Hände waschen, müssen Sie die Armatur zur Wasserentnahme nicht berühren und verhindern damit eine Übertragung von Keimen. 

Shopping Tipp

Eine interessante Variante sind Armaturen, die beides bieten: eine Regelung per Hand und bei Bedarf eine berührungslose Aktivierung, wenn Sie sich einem bestimmten Teil der Armatur nähern. So können Sie z. B. mit dem Ellenbogen am oberen Teil des Auslaufs den Wasserfluss aktivieren. 

Berührungslose Ausführungen kosten zwischen 40 € und 850 €. 

Sie suchen Sensor-Armaturen für Ihre Wohnung? Finden Sie auf unserem Portal Ihr Wunschmodell. 

Thermostat-Armaturen

Vor allem in Haushalten, in denen alle Armaturen an der gleichen Leitung hängen, kann die Wassertemperatur bei der Wasserentnahme plötzlich von warm auf heiß springen oder kälter werden. 

Wünschen Sie konstante Temperaturen und eine genau geregelte Durchfluss-Stärke, dann könnten Thermostat-Armaturen für Sie das Richtige sein. Über einen Temperatur-Wahlgriff stellen Sie an diesen Modellen Ihre gewünschte Temperatur ein. Ein Thermostatventil mischt daraufhin automatisch heißes und kaltes Wasser, bis die eingestellte Temperatur erreicht ist. Gleiches gilt für die Wassermenge: Auf Änderungen des Drucks oder der Temperatur reagiert es, indem es die Mischung entsprechend anpasst. 

https://stock.adobe.com/de/images/kitchen-faucet-water-tap/82416254 | Urheber: intueri 

Thermostat-Armaturen haben den Vorteil, dass sie Wasser und Energie sparen. Benötigen Sie warmes Wasser, müssen Sie nicht mehr kaltes verschwenden, während Sie auf eine Erhöhung der Wassertemperatur warten.

Preislich erhalten Sie diese Armaturen ab etwa 200 € aufwärts. Günstige Modelle gibt es ab ca. 60 €.


Montageart

Für die Anbringung Ihrer Armatur haben Sie grundsätzlich verschiedene Möglichkeiten, für die es entsprechend konstruierte Modelle gibt. Zu den am häufigsten verbreiteten Montage-Arten zählt die Standmontage. 

Shopping Tipp

Es gibt Armaturen, die sich mit einem Schnellmontage-System befestigen lassen. Dieses ist leicht anzubringen und eignet sich auch für Laien. 

Im Folgenden erklären wir Ihnen die verschiedenen Montage-Varianten im Einzelnen: 

  • Standmontage 
    Bei der Standmontage handelt es sich um die Befestigung der Armatur auf der Spüle oder der Arbeitsfläche. Die Höhe der Armatur können Sie bei dieser Montage-Art flexibel wählen – solange das Spülbecken noch nicht installiert ist. Über die genaue Lage sollten Sie sich bereits vor dem Kauf der Spüle Gedanken machen, weil deren Bohrung den Ort der Armatur vorgibt. Ein späterer Austausch ist bei dieser Befestigungsart relativ einfach, sofern die ausführende Person beweglich genug ist, um unter der Spüle zu hantieren. 
  • Wandmontage 
    Für die Wandmontage einer Armatur müssen die Wasserleitungen in der Wand über dem Spültisch verlaufen. Eine Öffnung in der Wand ist ausschlaggebend für die Höhe der Anbringung. Kalkränder, die sich üblicherweise am Fuß der Armatur durch herablaufendes Wasser bilden, entstehen auf diese Weise nicht. Diese Variante spart Platz, denn Sie können die komplette Fläche der Spüle samt Rand nutzen. Für kleine Küchen sind Armaturen an der Wand daher ideal. Ihr Nachteil: Ein späterer Austausch der Armatur ist in der Regel aufwändiger als bei einer Standmontage. 

Die Wandmontage lässt sich in folgende Varianten unterteilen:

  • Aufputz-Montage 
    Sehr dünne Wände bieten oft nicht die Möglichkeit, eine Armatur unter dem Putz zu installieren. Die Lösung sind hier Aufputz-Armaturen, deren gesamte Technik außerhalb der Wand liegt. Ein großer Vorteil dieser Montage-Art ist der geringe Aufwand für einen späteren Austausch, denn das Entfernen und Neu-Aufbringen von Putz entfallen. 
  • Unterputz-Montage
    Mit dieser Variante verschwindet die Technik nach vollendeter Installation hinter der Wand, sodass nur der Auslauf sichtbar ist. So ergibt sich eine elegante, reduzierte Ästhetik und ein geringerer Aufwand beim Putzen. Allerdings ist ein Austausch sehr aufwändig: Sie müssen zunächst den Putz und eventuell sogar Fliesen entfernen und danach wieder aufbringen. 

Jede Becken-Armatur muss an einer bestimmten Anzahl von Löchern am Becken befestigt werden. Abstand und Größe der notwendigen Bohrungen sind in der Anleitung angegeben. Die Größe der Löcher kann unterschiedlich sein und liegt in der Regel bei 32 mm bis 36 mm.

Die landläufige Bezeichnung der verschiedenen Modelle bezieht sich nicht auf die Löcher in der Armatur selbst, sondern auf die Löcher in der Wand bzw. der Spüle, die Sie für die entsprechenden Anschlüsse benötigen. 

Hinsichtlich der Anzahl der nötigen Bohrungen im Waschbecken gibt es folgende Varianten: 

  • 1-Loch-Armaturen 
    Für viele Einhand-Mischer benötigen Sie nur ein einziges Loch zur Befestigung. Sollte Ihre Spüle oder Arbeitsfläche mehr Öffnungen haben, können Sie eine separat erhältliche Lochabdeckung verwenden. Armaturen, bei denen diese Abdeckung bereits mitgeliefert ist, sind manchmal unter dem Begriff Deckenplatten-Armatur erhältlich. 
  • 2-Loch-Armaturen
    Für sogenannte Brückenwasserhähne brauchen Sie meist 2 Löcher zur Montage. Diese verbinden häufig Hebel und Auslauf mit einer materialgleichen Brücke. Auch können Kalt- und Warmwasserzufluss durch 2 unterschiedliche Bohrungen geführt werden. Für Modelle mit einer zusätzlichen Seitenbrause benötigen Sie ebenfalls oft ein 2. Loch. 
  • 3-Loch-Armaturen
    Ein Loch für den Auslauf, 2 Löcher für die Griffe: Das ist die übliche Form von Wasserhähnen, für deren Anbringung Sie 3 Löcher benötigen. Diese Montage-Art kommt vorrangig beim Unterputzverfahren zum Einsatz. 
  • 4-Loch-/5-Loch-Armaturen
    Für zusätzliche Bauteile wie einen integrierten Seifen- oder Spülmittelspender können weitere Öffnungen nötig sein. 
Shopping Tipp

Dünnwandige Spülbecken aus Edelstahl bieten manchmal nicht genug Halt für schwerere Armaturen. Sie schwingen nach. Die Lösung: eine sogenannte Spülbecken-Stabilisierung. Dabei handelt es sich um ein kleines Kunststoff-Teil, das neuen Armaturen oft beiliegt. Falls nicht, können Sie es separat erwerben. 


Materialien

Moderne Materialien sind fast alle auf eine intensive Nutzung ausgerichtet und bieten vielfältige Varianten. 

Folgende Komponenten müssen gleichermaßen hochwertig sein, damit sie der Beanspruchung standhalten:

Korpus 

Der Fuß, die Griffe und der Auslauf einer Küchenarmatur bilden meist eine materialgleiche Einheit. Beim Material spielen vor allem Hygiene, Robustheit und Ästhetik eine Rolle. Zudem sollte es keine Kratzer und Rost bilden und zur Optik Ihrer Küche passen.

Häufig zum Einsatz kommen die nachfolgenden Materialien:

Shopping Tipp

Unterscheiden Sie zwischen einer Materialangabe und einer Beschreibung des Aussehens. Begriffe wie Messing-Look, Chrom-Optik oder Edelstahl-Finish bedeuten in der Regel, dass eine Armatur diesen Metallen optisch ähnelt, jedoch tatsächlich aus anderen Materialien besteht. Diese können gegebenenfalls weniger hochwertig sein. Ein genauerer Blick in die Produktbeschreibung lohnt sich dann besonders.

Edelstahl

Edelstahl hat einen festen Platz in Gastronomie-Küchen: Er ist kratzfest, formfest, leicht zu pflegen und setzt in den höherwertigen Varianten keinen Rost an. Aufgrund seiner Eigenschaften lohnt sich der Einsatz von rostfreiem Edelstahl auch in Ihrer privaten Küche. 

Rostfreien Edelstahl erkennen Sie unter anderem an folgenden Handelsnamen: 

  • Inox
  • Cromargan
  • Nirosta
  • Remanit 

Edelstahl erhält im Laufe der Herstellung ein mechanisches Finish, das seine Oberfläche verändert: Von hochglänzend bis matt gebürstet. 

Armaturen aus Edelstahl zeichnen sich besonders durch ihr hochwertiges Erscheinungsbild aus. Sie sind nicht nur unempfindlich gegen mechanischen Abrieb, sondern bieten auch wenig Haftung für Wasserflecken. Die meisten Armaturen aus diesem Material können Sie mit einem feuchten Haushaltstuch reinigen. 

Bedenken Sie

Verzichten Sie auf aggressive Reiniger. Diese können das Material angreifen und die Oberfläche mit der Zeit abstumpfen oder zerkratzen.

Messing

Messing ist besonders beliebt für Armaturen. Es ist robust und besonders gut formbar, daher ermöglicht dieser Werkstoff eine Vielzahl an Designs. Vor allem, wenn es verchromt oder vernickelt ist, kann das Material durchaus in puncto Qualität mit Edelstahl konkurrieren. Es ist jedoch nicht so widerstandsfähig wie Edelstahl. 

Wissenswert

Messing ist eine Mischung aus Kupfer und Zink, eine sogenannte Legierung. Es ist etwas härter als Kupfer.  Kleine Anteile von Blei, Zinn oder Nickel können enthalten sein. Die meisten namhaften Hersteller informieren darüber, wie hoch die Anteile sind und wie Sie verhindern, dass Blei und Nickel direkt mit dem Wasser in Kontakt kommen. Diese stehen im Verdacht, gesundheitsschädliche Substanzen ans Wasser abzugeben.  

Messing ist meist günstiger als Edelstahl und unempfindlich gegenüber scharfen Putzmitteln. Es lässt sich dementsprechend leicht reinigen. 

Kupfer

Manche Einrichtungsstile kommen durch die Rottöne von Kupfer besonders gut zu Geltung. Das relativ weiche Metall ist nur selten der einzige Werkstoff, aus dem eine Armatur hergestellt ist. 

Achten Sie bei der Angabe Kupfer besonders darauf, ob es sich um eine Lackierung handelt oder um ein Exemplar mit hohen Anteilen an Kupfer. 

Kupfer ist antibakteriell und langlebig, jedoch aufwändig in der Pflege und anfällig für säurehaltige Lebensmittel. Es eignet sich besonders gut als Kern einer beschichteten Armatur. 

Kunststoff

Kunststoff bietet den Vorteil, dass es viele farbliche Gestaltungsmöglichkeiten erlaubt. So lassen sich auch ausgefallene Kombinationen verwirklichen. Der in Armaturen verwendete Kunststoff ist außerdem durchaus robust, da die Oberfläche mit einer harten metallischen Schutzschicht versehen ist. An die Haltbarkeit guter metallischer Oberflächen reicht er allerdings nicht heran.

Shopping Tipp

Zu Keramik-Spülen passen oft Kunststoff-Armaturen in Keramik-Optik besonders gut. 

Zudem besitzt Kunststoff ein geringes Eigengewicht. Im Vergleich zu Edelstahl oder Messing ist er jedoch weniger langlebig.  Kunststoff-Armaturen können Sie ohne großen Pflegeaufwand reinigen. 

Kunststein

Einige Küchenarmaturen sind aus Kunststein hergestellt. Häufig werden hierfür Quarzwerkstoffe genutzt. Diese punkten vor allem durch ihre kratz- und bruchresistenten sowie pflegeleichten, hygienischen Eigenschaften. Darüber hinaus ermöglichen sie eine große Vielfalt an Farben und Mustern.

Shopping Tipp

Einige Hersteller verwenden für Quarzwerkstoffe eigene Namen. Die Firma SCHOCK bezeichnet sie als Cristalite, während sie bei Franke als Fragranit zu erhalten sind. 

Beschichtungen

Für eine bessere Haltbarkeit und zur optischen Aufwertung sind viele Armaturen beschichtet. 

Dies kann durch folgende Methoden geschehen:

Verchromung

Es ist zwar üblich, von Chrom-Armaturen zu sprechen, doch das ist nicht ganz korrekt. Es handelt es sich immer um einen Kern aus einem anderen Material mit einer Verchromung. 

Verchromen ist ein Verfahren, das eine elektrochemische Reaktion nutzt. Dabei wird die betreffende Armatur als Minuspol in einem Stromkreislauf angeschlossen und in ein Bad aus Chrom-Säure getaucht. Die positiv geladenen Chrom-Ionen werden vom negativ geladenen Werkstück angezogen und lagern sich an ihm ab. Die entstandene Chrom-Beschichtung bewahrt die Armatur vor Rost und Abnutzungserscheinungen und ermöglicht eine leichte Reinigung. 

Durch unterschiedliche Verfahren ist es möglich, eine glänzende oder matte Optik zu erzeugen: 

  • Hartverchromung
    Die Oberfläche erscheint eher mattgrau und ist extrem kratzfest. 
  • Glanzverchromung
    Die Oberfläche glänzt. Die Chromschicht ist dünner und weniger kratzfest. Für den Glanz sorgt meist die Metallschicht unter dem Chrom. 
Vernickelung

Nickel-Überzüge dienen als Korrosionsschutz und sind auch gegen Säure und Laugen beständig. Sie sind silberhell mit einem leicht gelblichen Einschlag. 

Vernickeln ist ein elektrochemischer Prozess. Unter fließendem Strom werden Metallteile aus einer damit gesättigten Flüssigkeit abgeschieden und auf die Oberfläche der Armatur übertragen. Wie beim Verchromen ist es durch kleine Variationen in der Zusammensetzung möglich, eine glänzende oder eine eher matte Oberfläche zu erzeugen. 

Nickel dient ausschließlich als Beschichtungsmaterial. Armaturen aus Nickel gibt es nicht, da es gesundheitsschädlich sein kann, wenn es in das Trinkwasser gelangt. 

Shopping Tipp

Mitunter bezeichnet Nickel nur den Farbton der Armatur und nicht die Korpus-Beschichtung. Hier lohnt ein genauerer Blick auf die Hersteller-Angaben.

Lackierung

Eine Lackierung gibt Ihrer Armatur in Sachen Design und Haltbarkeit ein ansprechendes Finish. 

Die folgenden Lackierungen sind erhältlich: 

  • Metall-Lack
    Mit Hightech-Lacken lässt sich jeder Metall-Effekt täuschend echt aufbringen. Einige Werkstoffe kommen in ihrer Reinform kaum zur Anwendung: Platin und Gold sind bekanntermaßen teuer, Gold und Bronze sind weich und damit nicht kratzfest. Eisen rostet. Wenn die Produktbeschreibung Gold oder Bronze nennt, handelt es sich in der Regel um eine Lackierung mit entsprechendem Effekt. 
  • Farblack
    Farbig lackierte Armaturen dienen in erster Linie der optischen Aufwertung. Sie können Sie leichter harmonisch in das Gesamtbild Ihrer Küche einfügen. Besonders auf hellen Lackierungen lassen sich Flecken oder Ablagerungen schlechter erkennen.
  • Mineral-Lack
    Mineralische Lackierungen enthalten Mineralwerkstoffe wie Quarz oder Granit. Silgranit zählt hierbei zu einem der bekannteren Handelsnamen für mineralhaltige Beschichtungen. Für Küchenspülen sind diese Materialien sehr beliebt, weil sie besonders robust sind und sich in viele Stilrichtungen harmonisch einfügen. Den dazu passenden Look erreichen die Hersteller, indem sie entsprechende Speziallacke aufbringen. 
Dichtungen

Gute Dichtungen sind entscheidend für die Qualität jedes Armatur-Innenlebens. Sie dienen in erster Linie der Abgrenzung und verhindern, dass Wasser ausläuft. Material, Qualität und Verarbeitung der Dichtungen machen den Unterschied. 

2 Dichtungsarten kommen in Frage: 

  • Keramische Dichtungen 
    Einhebelmischer verfügen überwiegend über keramische Dichtungen. Diese sind zwar vergleichsweise teuer, verkalken und verschleißen jedoch kaum und sind sehr langlebig. 
  • Gummi-Dichtungen
    Gummi-Dichtungen werden häufig in Zweihand-Mischern verbaut. Ausführungen aus Gummi sind weniger robust. So können sie mit der Zeit spröde werden und Risse bekommen, was die Lebensdauer der Armatur insgesamt verkürzt. 
Shopping Tipp

Einige Armaturen sind mit einem Fettreservoir erhältlich. Lebensmittelechtes Fett erhöht hier die Beweglichkeit und Dichtigkeit der Dichtungen.


Auslauf

Der Auslauf ist der Teil der Armatur, aus dem das Wasser herausfließt. 

Die Varianten unterscheiden sich in folgenden Merkmalen:

Die Form des Auslaufs bestimmt den Abstand zwischen Wasser-Auslass und Spülen-Boden maßgeblich mit. Dieser ist wichtig, denn in der Küche lassen sich auch große Behältnisse aller Art befüllen: Neben Kochtöpfen können das z. B. Vasen oder Gießkannen sein.

Shopping Tipp

Beim Online-Kauf ist zu vielen Modellen eine Grafik hinterlegt, die Ihnen die Maße und Neigungswinkel der Armatur aufzeigt. Diese Angaben brauchen Sie, um Ihren tatsächlichen Spielraum einzuschätzen. Die Auslauf-Höhe wird vom Fuß der Armatur gemessen. Addieren Sie dazu die Tiefe Ihres Spülbeckens, können Sie einschätzen, ob sich ein Modell für Ihre Platzverhältnisse eignet. 

Die meisten Designer orientieren sich an den praktischen Bedürfnissen der Nutzer und gestalten die Modelle so, dass eine gute Alltagstauglichkeit gegeben ist. Dennoch ist es ratsam, die individuellen Voraussetzungen Ihrer Küche mit der gewünschten Armatur in Einklang zu bringen. Messen und Ausprobieren ist also unerlässlich. 

Formen

Es gibt zahlreiche Formen und Neigungen des Auslaufs. Sie beeinflussen den Komfort bei der Nutzung. 

Armaturen mit einem verstellbaren Kopf sind flexibler. Mehr dazu lesen Sie in unserem Kapitel Auslauf-Eigenschaften.

Folgende 3 Grundformen gibt es: 

  • L-Form
    Diese Armaturen sehen wie ein umgedrehtes L aus. Sie besitzen einen flachen Auslauf, der entweder im 90-Grad-Winkel zum Hals der Armatur steht oder ein wenig nach oben gebogen ist. Bei dieser Form kommt es darauf an, dass die Gesamthöhe noch genügt, um große Behälter füllen zu können. 
  • C-Form
    C-förmige Ausläufe sind auch als Schwanenhals-Ausläufe bekannt, denn sie verfügen über einen langen Hals und einen nach oben gebogenen Auslauf. Die stärker nach oben gebogene Form bietet Ihnen mehr Freiraum über dem Spülbecken. Sie sind meist rund 20 cm bis 25 cm höher als die Arbeitsfläche.
  • U-Form
    Der Auslauf und Hals dieser Modelle sehen aus wie ein umgedrehtes U. Diese Ausführungen sind meist sehr hoch und eignen sich daher ideal zum Befüllen großer Töpfe oder Eimer.
Höhe

Die Angabe der Gesamthöhe einer Armatur ist vor allem wichtig, um festzustellen, ob Sie für das Modell Ihrer Wahl ausreichend Platz haben. Dachschrägen oder nach innen öffnende Fenster vor der Spüle und andere bauliche Gegebenheiten spielen hier eine große Rolle. 

Eine hohe Spültischarmatur gewährleistet jedoch nicht automatisch mehr Spielraum als eine niedrige – je nach Design kann der Wasser-Auslass dennoch niedrig montiert sein.

Bedenken Sie

Das Wasser kann beim Auftreffen auf das Becken zu stark spritzen, falls der Abstand zwischen Becken und Wasser-Auslass falsch gewählt ist. 

Die optimale Höhe Ihres Auslaufs haben Sie dann gefunden, wenn Ihre täglichen Küchenarbeiten problemlos möglich sind. Wichtig ist, dass sich auch große Personen dafür nicht bücken müssen, um Rückenbeschwerden vorzubeugen. 

Gängige Höhen liegen zwischen 200 mm und 400 mm.

Wissenswert

Als Komfort-Höhen bezeichnen viele Hersteller Maße ab 260 mm.

Ausladung

Die Ausladung zeigt an, wie weit Ihre Armatur in das Spülbecken ragt. Ein kleines Spülbecken und ein langer, horizontaler Auslauf passen nicht immer zueinander: Es kann Wasser auf den vorderen Teil Ihres Spültisches spritzen oder größere Behältnisse lassen sich im ungünstigsten Fall nur noch umständlich befüllen. Bei einem zu kurzen Auslauf kommt es ebenfalls zu Einschränkungen des Komforts.

Besitzen Sie ein doppeltes Spülbecken, sollte Ihre Armatur beide Becken gut erreichen können. 

Die gängigen Ausladungen horizontaler Ausläufe liegen zwischen 100 mm und 400 mm. 

Auslauf-Eigenschaften 

Bewegliche Ausläufe ermöglichen Ihnen Flexibilität und erweitern den Bedienkomfort. 

Aus folgenden Ausführungen können Sie wählen:

Schwenkbarer Auslauf

Einen schwenkbaren Auslauf können Sie in der horizontalen Ebene um einen Drehpunkt schwenken, sodass sich der Auslauf nach links und rechts bewegen lässt. Diese praktische Funktion ist nahezu Standard. Die meisten Modelle sind in einem Bereich von 180° bis 360° schwenkbar.

Mit einem schwenkbaren Auslauf erreichen Sie eine bessere Flexibilität und Reichweite für den Wasserstrahl. Das erleichtert das Reinigen größerer Geschirrteile und der Spüle selbst. Billige Armaturen, aber auch Exemplare mit besonders ausgefallenem Design bieten diese Funktion manchmal nicht.  

Auslauf mit beweglichem Kopf

Große Flexibilität bietet Ihnen ein beweglicher Auslaufkopf. Dank eines schwenkbaren Endstücks können Sie den Winkel des Wasserstrahls passend ausrichten. Das ist praktisch, wenn Sie beispielsweise einen großen Gegenstand im Becken haben, den Sie säubern möchten. 

Modelle mit beweglichem Kopf sind jedoch weniger flexibel als Varianten mit Schlauch-Auslauf, da das Endstück nicht herausziehbar ist. 

Schlauch-Auslauf

Der Auslauf eines ausziehbaren Brausekopfs, auch Auszieh-Auslauf genannt, hängt an einem elastischen Schlauch. Diesen können Sie bis zu einem gewissen Grad aus der Armatur herausziehen. Der Schlauch befindet sich im Armaturenkörper. Nach Gebrauch wird er wieder zurück in die Armatur gezogen. Solche Armaturen sind mit einem normalen Spül- oder einem Brausestrahl ausgestattet. Häufig können Sie per Knopfdruck zwischen beiden Varianten wechseln. 

Die Geschirrbrause eignet sich ideal zum Abspülen von Lebensmitteln oder zum Befüllen einer Vase. So kann der Brausekopf sogar im äußeren Umkreis der Spüle zum Einsatz kommen. Mit großen Gegenständen in der Spüle können Sie so wesentlich einfacher hantieren. Ach den Wasserdruck auf grobe Essensreste können Sie durch Heranziehen der Brause erhöhen. Zudem können Sie auch Spritzwasser leichter vermeiden. 

Eine umfangreiche Auswahl an Küchenarmaturen mit Brause finden Sie auf unserem Portal.

Vorfenster-Auslauf 

Wenn Sie bei der Küchenarbeit gerne den Blick aus dem Fenster genießen möchten, bietet es sich an, die Spüle entsprechend zu platzieren. Doch die Armatur kann hinderlich sein, wenn Sie das Fenster öffnen möchten. 

Um es dennoch öffnen zu können, ist eine Fenster-Armatur nötig. Fachleute sprechen auch von einer Vorfenster-Montage oder einer Unterfenster-Montage. Dafür gibt es verschiedene ausgeklügelte Lösungen. 

Einige davon sind sowohl in einer Hochdruck- als auch in einer Niederdruck-Variante erhältlich: 

  • Versenkbar
    Einige Armaturen können Sie mit einem Handgriff teilweise oder komplett in den Spültisch absenken.  
  • Klappbar
    Diese Armaturen können Sie umlegen. Wenn Sie das Fenster öffnen möchten, bringen Sie Auslauf und Bedienhebel einfach in die Horizontale. Diese Variante heißt auch Bajonett-Armatur. 
  • Abnehmbar
    Eine herausnehmbare Armatur heben Sie nach oben ab und legen sie auf der Spüle oder Arbeitsplatte ab. 
Shopping Tipp

Findige Designer haben auch einige Modelle entwickelt, die nicht primär für den Einbau vor einem Fenster gedacht sind – die dennoch klappbar, versenkbar oder abnehmbar sind. Sie erleichtern das Putzen und passen besonders gut zu modernen Küchen mit zurückhaltend gestalteten Bedienelementen. 


Ausstattung

Mit einigen interessanten Extras gehen die täglichen Handgriffe im Nassbereich der Küche noch leichter von der Hand. 

Zu den gängigsten Ausstattungsmerkmalen gehören dabei die nachfolgenden:

  • Beleuchtung
    Eine LED-Küchenarmatur beleuchtet das Wasser jeweils in blauer oder roter Farbe – je nachdem, ob Sie Warm- oder Kaltwasser ausgewählt haben. Dieses Ausstattungsmerkmal ist ein beliebtes Stil-Element. 
  • Durchfluss-Mengenregler
    Ein Durchfluss-Mengenregler verringert den Wasserverbrauch, um Wasser zu sparen. Dies ist sowohl aus ökologischer als auch aus ökonomischer Sicht sinnvoll. In der Küche sollten Sie jedoch die Möglichkeit haben, zwischen voller Kapazität und Sparbetrieb zu wählen, um Behälter füllen oder stark verschmutztes Gemüse säubern zu können. 
  • Luftsprudler
    Ein Luftsprudler mischt dem Wasser besonders viel Luft bei. Es entsteht der Eindruck, dass viel Wasser aus der Armatur kommt, während Sie Wasser sparen. Zum Händewaschen ist die verminderte Wassermenge ausreichend. Für das Befüllen von Töpfen ist sie eher hinderlich. 
  • Seitenbrause 
    Eine Seitenbrause ist eine zusätzliche Brause seitlich am Spülbecken. Sie ermöglicht 2 Arbeitsgänge gleichzeitig: Über den Auslauf Wasser einfüllen und über die Brause z. B. Gemüse putzen. Besonders an großen Spülen sorgt sie für ein Höchstmaß an Komfort. 
  • Strahlregler
    Sie haben die Wahl zwischen einem normalen Strahl und einem Brausestrahl, den Sie per Knopfdruck wechseln können. Ein normaler Strahl ist hart und spritzt, während ein Brausestrahl meist weiter gefächert erscheint und wassersparender ist. Strahlregler erhöhen die Flexibilität bei vielen alltäglichen Küchenaufgaben.  
  • Temperaturbegrenzer
    Ein Temperaturbegrenzer sorgt dafür, dass Benutzer nur im voreingestellten Temperaturbereich arbeiten. Er vermeidet somit, dass das Wasser zu heiß wird. Besonders, wenn kleine Kinder Zugang haben, ist dies durchaus sinnvoll. 
  • Wasch-/Spülmaschinen-Anschluss 
    Dieses praktische Extra, auch Geräteanschluss oder Absperrventil genannt, ermöglicht die Kombination Ihrer Armatur mit einer Waschmaschine oder Spülmaschine. Modelle mit diesem Anschluss besitzen hierzu einen weiteren Anschluss für Kaltwasser. Damit können Sie Ihren Küchen-Anschluss für diese Geräte mitnutzen. Sie können mit diesem Ventil zudem die Wasserzufuhr unterbrechen und so Wasserschäden verringern.
  • Wasser-/Schmutzfilter
    Einige Produkte enthalten bereits einen Schmutzfilter im Lieferumfang. Es handelt sich um ein feines Sieb, das in den Wasserschlauch integriert ist. Der Schmutzfilter schützt die Armatur vor unerwünschten Partikeln, die das Innenleben beschädigen können. Insbesondere dann, wenn in der Umgebung Ihres Hauses gebaut wird, ist ein Schmutzfilter eine sinnvolle Investition. Hier kann es passieren, dass gelegentlich Schmutzpartikel in die Wasserleitung gelangen, die Ihre Armatur verstopfen oder sogar beschädigen können.
  • Wasserspender
    Eine besonders luxuriöse, aber auch aufwändige Variante ist die Kombination aus Trinkwasserspender und klassischer Küchenarmatur. Eine solche Armatur arbeitet mit einem Filter und einer austauschbaren Kohlensäure-Kartusche. Darüber hinaus kann sie über eine Kühl-Funktion verfügen. 

Effizienz

Effizient ist eine Armatur dann, wenn sie ihre Aufgabe optimal erfüllt. Dazu gehört auch, dass sie im Betrieb nicht zu laut wird und die richtige Menge Wasser durchlässt. 

In Deutschland können Sie diese Eigenschaften an 2 genormten Werten ablesen:

Geräuschklasse

Liegt Ihre Küche in der Nähe des Schlafzimmers, kann die Geräuschklasse von Bedeutung sein. Sie gibt Auskunft darüber, wie laut es werden kann, wenn das Wasser läuft. Sie finden die Angabe jeweils auf der Verpackung. 

Armaturen für Wohnhäuser lassen sich nach ihrem Geräuschpegel in 2 Geräuschklassen unterteilen:

  • Geräuschklasse I
    Geräuschklasse I erlaubt einen Geräuschpegel bis 20 dB (Dezibel). Das ist so leise wie Blätterrauschen. 
  • Geräuschklasse II
    Armaturen der Geräuschgruppe II erreichen bis zu 30 dB. Dies entspricht etwa einem leisen Gespräch.
Durchflussklasse

Auf der Verpackung Ihrer Armatur finden Sie Buchstaben, die anzeigen, wie viel Wasser in Liter pro Minute (l/min) hindurchfließt. Gemessen wird diese Menge unter dem haushaltsüblichen Fließdruck von 3 bar.  

Insgesamt gibt es 6 unterschiedliche Durchflussklassen. Am häufigsten sind die Klassen Z, A und S. 

Die folgende Tabelle zeigt Ihnen, wie viel Wasser pro Zeiteinheit die Armaturen der einzelnen Klassen durchlassen: 

Durchflussklasse Wasser pro Minute
Z 7,5–9 l/min
A 13,5–15,0 l/min
S 18,0–19,8 l/min
B 22,8–25,2 l/min
C 27,8–30,0 l/min
D 34,8–37,8 l/min
Sie möchten mehr über Küchenarmaturen erfahren? An dieser Stelle finden Sie weitere nützliche Informationen rund um das Thema. 

Handhabung

Was ist einfacher zu bedienen, ein Einhand- oder ein Zweihand-Mischer? 

Als praktischer empfinden die meisten Nutzer Armaturen mit nur einem Hebel. Bei dieser Variante müssen Sie nicht bei jeder Nutzung das Verhältnis von kaltem und heißem Wasser korrigieren, bis es passt – das spart Wasser und Zeit. Wegen der ansprechenden Optik greifen trotzdem viele zur Variante mit getrenntem Kalt- und Warmwasser-Auslass. 

Weiterführende Informationen zu Küchenarmaturen nach Bedienungsart finden Sie in unserem gleichnamigen Kapitel.

Kauf

Worauf muss ich beim Kauf einer Küchenarmatur achten?

Möchten Sie eine vorhandene Armatur austauschen, haben Sie oft schon Anhaltspunkte für die Neuanschaffung: Soll der nächste Wasserhahn langlebiger, anders designt, komfortabler sein? Wenn es um eine Erstausstattung für die Spüle geht, lohnt es sich ganz besonders, unseren Kaufberater zu studieren.

Dazu kommen praktische Aspekte: An Ihrer Wasserquelle in der Küche haben Sie oft nur eine Hand frei. Sie möchten kleine und große Behälter füllen und brauchen Aktionsspielraum rund um den Wasserstrahl? Eine hohe Armatur gewährleistet, dass auch größere Töpfe darunter Platz finden. Variable Strahlarten unterstützen Sie beim Säubern von Zutaten und Reinigen Ihres Geschirrs. 
 

Wie viel kostet eine Küchenarmatur?

Rund 20 € kosten die günstigsten Exemplare. Nach oben gibt es kaum Grenzen. Preise um die 6.000 € sind in der Luxusklasse durchaus zu finden.

Modelle

Welche Küchenarmatur-Arten gibt es?

Küchenarmaturen unterscheiden sich vor allem nach der Art ihres Anschlusses und ihrer Bedienung.

Hochdruck- und Niederdruck-Armaturen lassen sich nach Ar t ihres Anschlusses unterteilen. 

Hinsichtlich ihrer Bedienungsart können Sie aus folgenden Modellen wählen:

  • Einhand-Mischer
  • Zweihand-Mischer
  • Berührungslose Armaturen
  • Thermostat-Armaturen

Unter dem Kapitel Küchenarmaturen-Typen unseres Kaufberaters erhalten Sie mehr Informationen zu den jeweiligen Modellen.
 

Worin unterscheiden sich Chrom- und Edelstahl-Armaturen?

Verchromte Armaturen besitzen lediglich eine Chrom-Beschichtung. Hier schützt das Chrom die Materialien, die darunter liegen und macht die Oberflächen härter und glatter. 

Edelstahl ist ein Material, aus dem sich komplette Produkte herstellen lassen. Es gibt Edelstahl-Legierungen, die einen gewissen Chrom-Anteil beinhalten. Sie werden auch als Chromstahl bezeichnet. Chrom im richtigen Mischverhältnis macht Edelstahl rostfrei. 
 

Worin liegt der Unterschied zwischen einer Niederdruck- und einer Hochdruck-Armatur? 

Erfolgt Ihre Warmwasser-Versorgung zentral oder über einen druckfesten Durchlauferhitzer, ist meist eine Hochdruck-Armatur nötig. Wird das warme Wasser über einen Boiler oder drucklosen Durchlauferhitzer erzeugt, sollten Sie eine Niederdruck-Armatur 

Tipp

Wenn Sie nicht sicher sind, ob der Behälter unter Ihrer Spüle ein Boiler oder ein Durchlauferhitzer ist, hilft ein kurzer Test: Schalten Sie das Gerät aus. Liefert es kein heißes Wasser mehr, dann handelt es sich um einen Durchlauferhitzer. Ein Boiler dagegen enthält noch einige Stunden nach dem Ausschalten warmes Wasser. 

Näheres dazu finden Sie im Kapitel Küchenarmaturen nach Anschluss-Art.

Pflege

Wie pflege ich meine Küchenarmatur richtig? 

Zur täglichen Pflege genügt das Abwischen mit etwas verdünntem Spülmittel. 

Beachten Sie für eine gründlichere Reinigung vor allem Folgendes: 

  1. Lesen Sie die Hinweise in Ihrer Bedienungsanleitung.
    ⇒ Dort erfahren Sie, welche Reinigungsmittel am besten geeignet sind und welche nicht. 
  2. Verwenden Sie keine Scheuerschwämme, sie können der Oberfläche schaden.
    ⇒ Ein Baumwolltuch, die weiche Seite eines Schwammes und Schwammtücher sind die bessere Wahl.
  3. Geben Sie Reiniger nie direkt auf die Armatur.
    ⇒ Tropfen Sie stattdessen etwas davon auf das Reinigungstuch oder den Schwamm. 
  4. Spülen Sie nach der Reinigung die Armatur mit viel klarem Wasser ab und wischen Sie sie danach trocken.
    ⇒ Damit verhindern Sie unschöne Kalkablagerungen. 
Achtung!

Beschichtungen aus Chrom können sich im Lauf der Zeit lösen, wenn Sie säurehaltige Reiniger verwenden. Vermeiden Sie daher Zitronensäure, Essigessenz und ähnliche Substanzen. 

Sprudelwasser

Kann ich Sprudelwasser aus einer Küchenarmatur zapfen?

Einige Hersteller bieten Modelle an, die mit austauschbaren CO2-Kartuschen arbeiten. Sie können damit die Sprudelwasser-Option anwählen. Das Getränk kommt meist aus einer zweiten Leitung innerhalb der Armatur. 

Wasserfilter 

Gibt es auch Küchenarmaturen mit Wasserfilter?

Es gibt Hersteller, die speziell konstruierte Armaturen zur Aufbereitung von Trinkwasser anbieten. Sie filtern Kalk und andere für den Geschmack unerwünschte Partikel heraus. Einige bieten dazu eine wählbare Sprudel-Option an. Dafür können Sie spezielle austauschbare CO2-Kartuschen anschließen.


Über Andrea Schreiner

Als Verlagslektorin und Mit-Autorin für Gastroführer hatte ich einen kulinarischen Berufsstart. Es folgte erst ein längeres Intermezzo beim Radio, danach vielfältige Aufgaben als Zeitungsredakteurin. Nach spannenden Jahren bei einer PR-Agentur bin ich nun seit 2013 bei billiger.de rund ums Online-Shopping aktiv.


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