Fernbedienungen

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Ratgeber Fernbedienungen


Aktualisiert: 12.12.2019

Wissen kompakt

Fernbedienungen erleichtern das Leben und erlauben uns elektrische Geräte auch aus der Ferne zu bedienen. Die bekanntesten Geräte, die per Fernbedienung gesteuert werden können, sind Fernseher, Stereoanlagen, DVD-Player, Beleuchtungen und die Zentralverriegelung im Auto.

Grundsätzlich handelt es sich bei der Fernbedienung um ein elektronisches Handgerät, das aus einer Entfernung von etwa sechs bis zwanzig Metern Geräte auf Knopfdruck steuern kann. Das geschieht drahtlos und in der Regel entweder über Infrarot-, Funk- oder Ultraschallsignale. Müssen größere Entfernungen überbrückt werden, sind Funkfernsteuerungen gebräuchlich. Auch Bluetooth kommt inzwischen zum Einsatz. Die Bedienung mehrerer Geräte mit nur einer Fernbedienung erlauben Universalfernbedienungen.

Kaufberater für Fernbedienungen

Grundsätzlich lassen sich Fernbedienungen nach ihren Bauarten und folglich ihrem Übertragungsmedium unterscheiden. Es werden drahtgebundene Fernsteuerungen mit mechanischer und elektrischer Wirkung unterschieden. Dazu zählen zum Beispiel Fernbedienungen am Lenkrad, die mit dem Autoradio verbunden sind oder Fernbedienungen älterer Bauart, die noch per Kabel mit dem Fernsehgerät verbunden sind. Weitaus häufiger sind im Alltag jedoch drahtlose Fernbedienungen, die mittels Schall und Ultraschall, Funk oder Infrarot elektrische Geräte steuern können.

Bekannte Funklösungen sind zum Beispiel Garagentoröffner oder Bluetooth bei Multimedia-Geräten. Infrarot-Lösungen kommen bei den meisten TV-Fernbedienungen zum Einsatz und sind teilweise auf optische Sicht zum Empfänger angewiesen, um korrekt arbeiten zu können.
 

Die Erfindung der Remote Control lässt sich auf die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg zurückdatieren, genauer gesagt auf das Jahr 1948. Damals war das Steuergerät noch per Kabel mit dem Fernseher verbunden und hatte nur die Funktion, das Bild zu vergrößern oder zu verkleinern. Die erste Fernbedienung mit deren Hilfe auch zwischen Programmen gewechselt werden konnte, kam 1950 auf dem Markt.

Bezeichnenderweise trug dieses Produkt des Unternehmens Zenith Radio Corporation den Namen "Lazy Bones", was auf Deutsch Faulpelz bedeutet. Die erste drahtlose Steuerung wurde 1955 mit dem „Flash-Matic“ ins Rennen geschickt. Dieses Modell funktionierte mit einem sichtbaren Lichtstrahl, der auf einen von vier Sensoren in den Fernseherecken gerichtet wurde. Ein deutlicher Nachteil des Geräts: Auch Tageslicht konnte den Fernseher einschalten.

1956 wurde der Lichtsensor durch Ultraschalltechnik ersetzt. Die neu entwickelte Fernbedienung "Space Commander" benötigte keine Batterien, sondern erzeugte mithilfe eines Hämmerchens einfach Ultraschalltöne, die wiederum das Fernsehgerät aktivierten. In Deutschland gab es 1956 ebenfalls die erste Fernbedienung zu kaufen. Der "Zauberschalter“ konnte Radiogeräte drahtlos ein- und ausschalten. Fernsteuerungen für Fernsehgeräte folgten 1959.

Heutige Fernbedienungen sind in den meisten Fällen drahtlos und nicht mehr per Kabel mit dem Empfänger verbunden.

Funkwellen

Werden als Übertragungsverfahren Funkwellen genutzt, kann eine Genehmigung der Bundesnetzagentur oder der jeweils zuständigen nationalen Fernmeldebehörden notwendig sein. Für Funkübertragung mit einer Frequenz um die 10 kHz brauchen Sie aber keine Genehmigung.

Ultraschall

Ultraschall braucht ebenfalls keine Genehmigung. Es kann jedoch Tiere stören, die häufig über ein besseres Hörvermögen verfügen als wir Menschen und auch Ultraschallfrequenzen wahrnehmen können. Außerdem sind Fernbedienungen mit Ultraschall anfällig gegen Störsignale von außen.

Infrarot

Bei Infrarotfernbedienungen wird meist mit einer Frequenz von 20 bis 70 kHz gearbeitet, was den Stromverbrauch des Senders möglichst niedrig hält und Störungen durch Fremdlicht größtenteils vermeidet.

Bluetooth LAN/WLAN

Funkübertragungen um die 2,4 GHz, die beispielsweise bei der Verwendung von Bluetooth und LAN/WLAN zum Einsatz kommen erfordern keinen Sichtkontakt.

Die meisten Fernbedienungen arbeiten heute mit Infrarot, der so genannten IR-Modulation. Dabei sendet die Fernsteuerung ein Signal im für das menschliche Auge nicht sichtbaren Infrarotbereich aus. Dieses Signal wird moduliert und dadurch Informationen zum Empfänger übertragen. Als Strahlungsquelle kommen meist Infrarotleuchtdioden zum Einsatz, die als rotes Licht an der Fernbedienung zu sehen sind. Meist liegt die Frequenz bei 40 kHz, was die Störsicherheit der Infrarotgeräte verbessert. Schließlich sorgt ein Bandpassfilter dafür, dass nur diese Frequenzen den Empfänger erreichen und zufällige Störsignale ausgesperrt werden.

Die Kodierung des IR-Lichts unterscheidet sich von Hersteller zu Hersteller. Mögliche Varianten sind die Pulslängenmodulation, die digitale Kodierung oder die bekannten RC-5 und RC-6-Kodierungen, die beispielsweise von Philips eingesetzt werden.

Tipp

Die Funktionstüchtigkeit einer IR-Fernbedienung können Sie mithilfe eines Camcorders oder eines digitalen Fotoapparates testen. Beide Geräte nehmen das von der Fernsteuerung übertragene Infrarotlicht wahr und Sie können so sicherstellen, ob die Fernbedienung IR-Signale sendet oder nicht.

Damit eine Fernbedienung ihren Zweck erfüllen kann, sind immer zwei Faktoren notwendig: Ein Gerät, das die Signale aussendet, das Handgerät, und eines, das sie empfängt, der Empfänger. Im Handgerät befindet sich in der Regel eine Batterie und es ist mit einem Tastenfeld sowie mit einer Leuchtdiode ausgestattet. Beim Drücken auf eine Taste wird ein spezifischer Code generiert, der wiederum die entsprechende Frequenz an die Leuchtdiode liefert. Zur Verstärkung ist meist ein Treibertransistor verbaut. Die Frequenz wird von einem Oszillator erzeugt.

Der Empfänger besitzt dagegen eine Photodiode, einen Verstärker und einen Demodulator, der das digital kodierte Signal dekodiert und an das Gerät liefert. Die Photodiode ist mit einem Sperrfilter versehen, der Störungen von sichtbarem Licht ausschließt und so für die einwandfreie Funktionstüchtigkeit der Übertragung sorgt.

Mithilfe von Universal-Fernbedienungen können Sie verschiedene Geräte mit nur einer Fernsteuerung bedienen. Hierbei wird zwischen lernfähigen Fernbedienungen und programmierbaren Fernsteuerungen unterschieden. Erstere werden über die Original-Fernbedienung angelernt, letztere können über einen Zahlencode auf die jeweiligen Geräte eingestellt werden. Auch die Programmierung über eine Online-Datenbank plus zusätzlicher Lernfunktion ist möglich. Bestimmte Gerätetasten auf der Steuerung erlauben es Ihnen dann, die Bedienung des jeweiligen Geräts einzustellen.

Moderne Universalfernbedienungen erlauben zusätzlich „aktionsgesteuerte Aktivitäten“, die mehrere Befehle logisch miteinander verbinden und verschiedene Geräte in der geeigneten Reihenfolge in Aktion versetzen. Über passende Umsetzer können dabei auch Geräte angesprochen werden, die eigentlich via Funk angesprochen werden. Eine One-for-All-Fernbedienung kommt häufig in Heimkinos zum Einsatz. Manche Ersatz-Fernbedienungen funktionieren nur mit Geräten eines bestimmten Herstellers.

Programmierbare Fernbedienungen erkennen Gerätecodes, die jeweils eine vorbestimmte Funktion ausführen. Diese sind in der Bedienungsanleitung, aber auch häufig im Internet zu finden. Ersatzfernbedienungen können diese von der Originalfernbedienung übernehmen.

Wissenswert

Teilweise kann die Bedienung der Steuerungen mit Standardtasten etwas beschwerlich sein. Aus diesem Grund werden TV Fernbedienungen mit LCD-Touchscreen von manchen Nutzern bevorzugt.

Funkfernbedienungen erlauben die Steuerung einer technischen Vorrichtung aus der Ferne und kommen beispielsweise bei der Bedienung von Modellautos, -flugzeugen oder -hubschraubern zum Einsatz. Freigegeben sind nur bestimmte Frequenzbänder, die bei Wettkämpfen durch ein Kanalraster unterteilt werden.

Türklingeln, Beleuchtung, Garagentore oder ferngesteuertes Kinderspielzeug können ebenfalls mithilfe einer Funkfernbedienung gesteuert werden. Grundsätzlich können diese Fernsteuerungen eine größere Distanz überbrücken als vergleichbare Infrarotlösungen.

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