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Digitale Receiver lassen sich unterschiedliche Kategorien differenzieren.

Für den digitalen Satellitenempfang ist ein digitaler Sat-Receiver geeignet. Die Modelle arbeiten mit dem DVB-S-Standard. Grundsätzlich muss man lediglich über eine Satellitenschüssel mit Universal-LNB verfügen. Ansonsten ist der Sat-Empfang mit keinen laufenden Kosten verbunden. Der Vorteil von Satellitenfernsehen ist, dass das Programmangebot sehr vielfältig ist.

Ein DVB-C Receiver ermöglicht das digitale Kabelfernsehen. Im Vergleich zum DVB-S-Standard gilt die Bildqualität als besser. Der Nachteil ist, dass man monatlich eine feste Pauschale zahlen muss.

DVB-T Receiver ermöglichen ebenfalls den Empfang von digitalen Fernsehsendern. Der Empfang kann bequem über eine Zimmer- oder Hausantenne erfolgen. Entsprechend wird kein Kabelanschluss benötigt, noch muss der Aufwand für die Montage und Justierung der Satellitenschüssel eingeplant werden. Die Programmauswahl bei DVB-T ist ziemlich gering. Zudem kann das Signal nicht in allen Regionen Deutschlands problemlos empfangen werden.

Eine weitere interessante Alternative sind die sogenannten Kombi-Receiver. Diese ermöglichen sowohl den Empfang von DVB-T wie auch DVB-S.

Festplattenspeicher
Viele digitale Receiver sind mit einer Festplatte ausgestattet. Entsprechend ermöglichen es diese Modelle Programme aus dem Fernsehen aufzunehmen. Die Größe der Festplatte kann zwischen 40 und 1000 Gigabyte liegen. Je größer die Kapazität, umso mehr Stunden können aufgenommen werden. Im Prinzip gelten 250 GB als Mindeststandard, wenn man viel aufnehmen möchte.

Anschlüsse
Die Anschlussmöglichkeiten eines Receivers sollten in die Kaufentscheidung einbezogen werden.

Es sollten mehrere HDMI-Anschlüsse vorhanden sein. Diese sind hinsichtlich der Übertragung von Bild- und Tonqualität immer noch am besten.

Viele Receiver verfügen stets noch über einen Scart-Anschluss. Damit lassen sich die Modelle auch mit Geräten ohne Digitalschnittstellen verbinden. Dazu zählen beispielsweise ältere Fernseher, Videorekorder oder Spielkonsolen.

Weitere gelegentlich vorhandene Anschlussmöglichkeiten sind FBAS-, S-Video- und YUV-Ausgänge. Davon hat ein YUV-Ausgang die beste Bildqualität.

Für die Übertragung von digitalem Ton eignen sich optische Anschlüsse. Auch ein Koaxialausgang ist hierfür geeignet.

Für den Anschluss einer externen Festplatte oder eines PCs ist ein USB-Anschluss von großem Nutzen. Für einen kabellosen Anschluss wird am häufigsten der WLAN-Standard genutzt.

Funktionen
Der Funktionswert eines digitalen Receivers bestimmt dessen Mehrwert mit.

Ein interessantes Feature ist beispielsweise die Bild-in-Bild-Funktion. Diese ermöglicht es, dass zum eigentlichen Fernsehbild ein zweites, stark verkleinertes Bild eingefügt wird. So kann man beispielsweise kurz in das Programm eines anderen Senders reinschauen ohne gleich umschalten zu müssen.

Standard ist mittlerweile auch die EPG (Electronic Program Guide) Funktion. Hierbei handelt es sich um einen elektrischen Programmführer für Hörfunk und Fernseher. Die Zusatzinformationen werden von den Sendern kostenlos bereitgestellt.

Der Nachfolger des Videotextes ist das sogenannte HbbTV. Dieses zeigt auch zusätzliche Informationen der einzelnen Sender an, welche über das Internet oder das Fernsehsignal bezogen werden. Über HbbTV können auch Mediathek-Angebote genutzt werden.

Die Nutzungsmöglichkeit von TV-Apps erweist sich ebenso als vorteilhaft.

Ein Highlight ist natürlich eine PVR-Funktion. Dadurch wird es einem ermöglicht, Programme einfach und unkompliziert aufzunehmen. Möchte man gleichzeitig ein Programm betrachten und ein anderes aufzuzeichnen, sollte das Wunschmodell als Twin-Receiver deklariert sein.

Inzwischen können viele Receiver sogar mit einem Smartphone bedient werden. Auch diese Funktionsmöglichkeit wird von den Herstellern einzeln angegeben.

Sie möchten digitales Fernsehen empfangen?

Unser Ratgeber verrät, wie Sie den passenden digitalen Receiver finden.
 

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Ratgeber

Wissen Kompakt

Digitalfernsehen bietet Ihnen viele Vorteile. Verglichen mit der analogen Technik liefert Ihnen die digitale Technik nicht nur eine deutlich bessere Bild- und Tonqualität, sondern auch mehr Programme und interessante Zusatzdienste wie z.B. einen elektronischen Programmführer. 

Da es zudem über mehrere Übertragungswege zur Verfügung steht, kann grundsätzlich jeder Haushalt in Deutschland digitales Fernsehen empfangen. Alles, was Sie dafür benötigen, ist ein digitaltaugliches Empfangsgerät. In neueren Flachbildfernsehern ist ein solcher Digitalempfänger oftmals schon eingebaut. Ist dies nicht der Fall, können Sie ihn aber ganz einfach in Form eines Beistellgeräts nachrüsten. Solche Beistellgeräte werden als digitale Receiver oder DVB-Receiver bezeichnet.

Wissenswert
DVB steht für die englische Bezeichnung „Digital Video Broadcasting“, also digitaler Videorundfunk.
 
Das Kürzel beschreibt ein standardisiertes technisches Verfahren zur Übertragung von digitalen Fernsehsignalen.

Ein digitaler Receiver ist wesentlich günstiger in der Anschaffung als ein neuer Fernseher. Obendrein punkten die Geräte häufig auch mit einem höheren Bedienkomfort sowie einem erweiterten Funktionsumfang. So sind Receiver längst nicht mehr nur einfache Empfangsgeräte. Viele fungieren zugleich als Videorekorder, können das digitale Fernsehen also auch aufzeichnen und zeitversetzt wiedergeben. Einige Modelle verbinden sich sogar mit dem Internet und bieten so Zugang zu Mediatheken und zahlreichen weiteren Unterhaltungsangeboten.


Das Angebot an digitalen Receivern ist groß. Welches Gerät Ihre Anforderungen am besten erfüllt, finden Sie mithilfe unseres nachfolgenden Kaufberaters heraus. Dort erfahren Sie, auf welche Aspekte es beim Kauf besonders ankommt. 


Kaufberater

Entscheidend für die Wahl des richtigen Digitalreceivers ist nicht nur, auf welchem Weg Sie das Fernsehprogramm empfangen. Auch hinsichtlich Ausstattung und Funktionsumfang weisen die Geräte große Unterschiede auf. Deshalb sollten Sie sich vor dem Kauf gründlich informieren. Einen Überblick über alle wichtigen Auswahlkriterien erhalten Sie in unserem Kaufberater.

Erfahren Sie in unserem Kaufberater mehr zu den Themen
 

Stellen Sie sich vor dem Kauf eines digitalen Receivers vor allem folgende Fragen:
 

  • Auf welchem Weg empfangen Sie Ihr Fernsehprogramm?
    Digitales Fernsehen wird über unterschiedliche Übertragungswege verbreitet, aber nur die wenigsten Digitalreceiver unterstützten alle davon. Die meisten Geräte sind auf einen davon spezialisiert. Empfangen Sie das TV-Programm über eine Satellitenschüssel, benötigen Sie also einen Digitalreceiver für Satellitenfernsehen. Nutzen Sie einen Kabelanschluss, kommt nur ein Digitalreceiver für Kabelfernsehen infrage. 
     

  • Welche Geräte möchten Sie an den Digitalreceiver anschließen?
    Achten Sie auch auf die Anschlüsse, damit Sie den Receiver ohne Probleme mit Ihren anderen Geräten verbinden können. Wollen Sie den Digitalreceiver an einen Flachbildfernseher anschließen, ist ein HDMI-Anschluss die erste Wahl. Die Verbindung mit einem alten Röhrenfernseher klappt dagegen nur, wenn ein SCART- oder ein anderer analoger Video-Anschluss vorhanden ist.
     

  • Möchten Sie kostenpflichtige Programme mit dem Digitalreceiver empfangen?
    Nicht jeder digitale Receiver eignet sich für den Empfang verschlüsselter Programme. Zum Entschlüsseln dieser Programmangebote muss das Gerät eine sogenannte Smartcard aufnehmen können – entweder über einen Kartenleser oder einen CI-Plus-Schacht. Ist keine dieser beiden Schnittstellen vorhanden, können Sie mit dem Receiver nur Free-TV-Programme anschauen.                              
     

  • Möchten Sie das Fernsehprogramm aufzeichnen?
    Einige digitale Receiver dienen zugleich als Rekorder. Wenn Sie das TV-Programm mitschneiden wollen, muss das Gerät entweder eine interne Festplatte besitzen oder die Aufnahme auf USB-Massenspeicher unterstützen. 
     


Digitale Receiver-Modelle

Digitalreceiver lassen sich in verschiedene Typen unterteilen. Entscheidend für die Unterteilung ist, auf welchem Weg die Geräte die digitalen Fernsehsignale empfangen und welche Auflösung sie maximal unterstützen.
 

Digitale Receiver-Modelle nach Übertragungsweg

Digitales Fernsehen gelangt auf verschiedenen Wegen zu den Zuschauern. Es wird per Satellit, Kabel, Antenne und IPTV (Internet) verbreitet. Für jeden Übertragungsweg gibt es entsprechende Empfangsgeräte:

Auf den Punkt!
  • DVB-S-Receiver sind Empfangsgeräte für digital ausgestrahltes Fernsehen über Satellit.

  • DVB-C-Receiver ermöglichen den digitalen Fernsehempfang über einen Kabelanschluss.

  • DVB-T-Receiver empfangen digitales Fernsehen über Antenne. 

  • IPTV-Receiver holen digitales Fernsehen über das Internet auf den TV-Bildschirm.

Daneben sind auch sogenannte Kombi-Receiver im Handel erhältlich. Diese Geräte unterstützen mehrere Übertragungswege, z.B. Satellit und Antenne.

Unabhängig vom Übertragungsweg kosten digitale TV-Receiver je nach Ausstattung und Funktionsumfang zwischen 25 € und 200 €. Lediglich IPTV-Receiver, die noch relativ neu auf dem Markt sind, sind etwas teurer. Sie bewegen sich preislich zwischen 60 € und 400 €. Zudem sind auch High-End-Geräte erhältlich, die mitunter 600 € und mehr kosten: Dabei handelt es sich dann allerdings um frei konfigurierbare Receiver, die auf dem Linux-Betriebssystem basieren und nur für technisch versierte Benutzer infrage kommen. 
 

DVB-S-Receiver

Um digitales Fernsehen über Satellit empfangen zu können, benötigen Sie nicht nur eine Parabolantenne (umgangssprachlich Satellitenschüssel), die mit einem digitaltauglichen Signalumsetzer (Universal-LNB) ausgestattet ist, sondern auch ein passendes Empfangsgerät, das die digitalen Signale verarbeiten kann. Ein solches Empfangsgerät wird als digitaler Satellitenreceiver oder DVB-S-Receiver bezeichnet und zwischen Schüssel und Fernseher geschaltet.

Wissenswert
Die Abkürzung DVB-S steht für „Digital Video Broadcasting – Satellite“, bezeichnet also die Ausstrahlung von digitalen Fernsehsignalen via Satellit. 
 
Die für die HDTV-Ausstrahlung optimierte Weiterentwicklung von DVB-S heißt DVB-S2. Empfangsgeräte, die das Nachfolgeformat unterstützen, werden DVB-S2-Receiver genannt und sind inzwischen weit verbreitet.

Die Installation einer Satelliten-Anlage ist recht aufwendig. Auch wenn Sie über das nötige handwerkliche Geschick verfügen, sollten Sie die Montagearbeiten aus Gründen der Sicherheit am besten von einem Fachmann durchführen lassen – insbesondere wenn die Parabolantenne auf dem Hausdach angebracht und ausgerichtet werden soll.
 

Doch ist diese Hürde erst einmal genommen, bietet Ihnen ein digitaler Satellitenreceiver die größte Sendervielfalt. Allein über den Astra-Satelliten empfangen Sie deutschlandweit mehr als 350 TV- und 200 Radiosender. Abgesehen von den einmaligen Anschaffungskosten und den Rundfunkgebühren fallen zudem keine weiteren Kosten für Satellitenfernsehen an – zumindest nicht für frei empfangbare Programme. 

Bedenken Sie
Viele HD-Programme werden verschlüsselt ausgestrahlt und sind somit kostenpflichtig.
 
Der Großteil der privaten Sender ist nur in Standardauflösung frei empfangbar. Die verschlüsselten HD-Ableger kosten 70 € im Jahr.
DVB-C-Receiver

Ist Ihre Wohnung mit einem Kabelanschluss ausgestattet, können Sie auch darüber digitales Fernsehen empfangen – egal, bei welchem Anbieter Sie unter Vertrag sind. Inzwischen speisen alle deutschen Kabelnetzbetreiber digitale Signale in ihre Netze ein. Für den Empfang ist lediglich ein digitaler Kabelreceiver oder DVB-C-Receiver erforderlich, den Sie mit der Kabeldose und dem Fernseher verbinden.

Wissenswert
Die Abkürzung DVB-C steht für „Digital Video Broadcasting – Cable“ und bezeichnet die Ausstrahlung von digitalen Fernsehsignalen über den Kabelanschluss.
 
Zwar existiert mit DVB-C2 eine Weiterentwicklung von DVB-C. Das Nachfolgeformat wird bislang aber nicht praktisch angewendet, da die HDTV-Ausstrahlung auch mit DVB-C problemlos möglich ist.
 
Der beliebteste Übertragungsweg für Digital-TV ist der über Satellit. 2016 nutzten ihn rund 46 % aller deutschen TV-Haushalte. Dicht dahinter folgt der Übertragungsweg via Kabel mit 43%. DVB-T und IPTV kamen dagegen nur auf einen Marktanteil von knapp 5 bzw. 6 %.

Da die digitalen Signale über die gleiche Kabeldose bereitgestellt werden wie die analogen, entfällt eine aufwendige Installation und der Anschluss ist denkbar einfach. Allerdings empfängt ein digitaler Kabelreceiver nicht ganz so viele Programme wie ein digitaler Satellitenreceiver, zumal das Programmangebot vom jeweiligen Kabelnetzbetreiber und dem gebuchten Programmpaket abhängt. Aber selbst wenn Sie nur das Grundpaket buchen, empfangen Sie auf diesem Weg immerhin an die 100 TV-Sender.  
 

Der Empfang ist grundsätzlich immer mit monatlichen Kosten verbunden. Nichtsdestotrotz ist Kabelfernsehen hierzulande ähnlich beliebt wie Satellitenfernsehen – auch deshalb, weil die Grundgebühr in Mietwohnungen oftmals schon über die Nebenkosten abgerechnet wird und die Anbringung einer Satellitenschüssel nicht überall erlaubt ist.
 

DVB-T-Receiver

Digitales Antennenfernsehen wird auch unter dem Begriff „Überallfernsehen“ vermarktet. Für den Empfang brauchen Sie neben einem digitalen Antennenreceiver bzw. DVB-T-Receiver lediglich eine einfache Zimmer- oder Hausantenne, die Sie quasi überall einsetzen können – beispielsweise auch in einem Gartenhäuschen oder auf dem Camping-Platz.

Wissenswert
Die Abkürzung DVB-T steht für „Digital Video Broadcasting – Terrestrial“ und bezeichnet die terrestrische, sprich erdgebundene Ausstrahlung von digitalen Fernsehsignalen mittels Antenne.
 
Ende März 2017 fand in vielen Ballungsräumen Deutschlands die Umstellung auf DVB-T2 statt. Bis Mitte 2019 soll der neue Standard, der HDTV auch über Antenne möglich macht, im ganzen Land empfangbar sein. Parallel dazu wird der alte DVB-T-Standard abgeschaltet. 

Eine Anschlussdose wie beim Kabelfernsehen oder eine aufwendig zu installierende Schüssel wie beim Satellitenfernsehen sind hier nicht vonnöten. Deshalb können Sie DVB-T auch mobil nutzen. Völlig unabhängig vom Standort ist der Empfang dennoch nicht möglich. Aktuell liegt der Versorgungsgrad für Deutschland bei etwas über 90 %. Größter Nachteil von DVB-T ist aber das überschaubare Programmangebot. Mit einem digitalen Antennenreceiver empfangen Sie maximal 40 TV-Sender, mehr als die Hälfte davon zudem nur gegen Gebühr. 
 

Während Sie bei Satellit und Kabel die Wahl zwischen kostenlosen SD- und kostenpflichtigen HD-Sendern haben, fällt diese Wahlmöglichkeit bei Antenne weg. Mit der Umstellung auf DVB-T2 werden auf diesem Übertragungsweg ausschließlich Sender in HD-Auflösung verbreitet, von denen nur die öffentlich-rechtlichen Programme frei und ohne weitere Kosten empfangbar sind. Für die verschlüsselten Privaten zahlen Sie extra.
 

IPTV-Receiver

Eine Alternative zu den zuvor genannten klassischen Übertragungswegen ist IPTV. Auch hierfür gibt es spezielle Empfangsgeräte, sogenannte IPTV-Receiver, die mit dem Fernseher und zusätzlich mit dem Internet-Router verbunden werden. Zwingend notwendig ist natürlich auch eine stabile, schnelle Internetverbindung, damit die TV-Inhalte flüssig und ohne Aussetzer über den Bildschirm laufen.

Wissenswert

Die Abkürzung IPTV steht für „Internet Protocol Television“. IPTV nutzt zur Übertragung der digitalen Fernsehsignale die Internetleitung.

Die Programmauswahl ist abhängig vom jeweiligen Internetanbieter, bei dem Sie einen IPTV-Tarif zu einer Internet-Flatrate dazu buchen können. Aber im Schnitt holen Sie über diesen Empfangsweg um die 100 TV-Sender auf Ihren Fernseher, also ähnlich viele wie beim digitalen Kabelfernsehen. Auf Wunsch können Sie mit einem IPTV-Receiver auch verschiedene Pay-TV-Angebote nutzen oder einzelne Filme aus der Online-Videothek des Internetanbieters abrufen.
 

Noch ist IPTV in Deutschland nicht weit verbreitet, auch weil IPTV-Receiver anfangs nur als Mietgeräte in Verbindung mit einem Vertragsabschluss beim jeweiligen Internetanbieter erhältlich waren. Inzwischen können Sie erste IPTV-Receiver auch unabhängig von Ihrem Internetanbieter erwerben. Einen Vertrag über einen IPTV-Tarif müssen Sie aber trotzdem abschließen, wenn Sie diesen Empfangsweg nutzen wollen.
 

Digitale Receiver-Modelle nach Auflösung

Digitales Fernsehen wird überwiegend in Standard- und HD-Auflösung übertragen. Seit 2016 gibt es allerdings auch erste Sender, die ihr Programm in Ultra-HD ausstrahlen. In den Genuss der ultrahochauflösenden Bilder kommen Sie jedoch nur mit einem speziellen Receiver.

Auf den Punkt!
  • HDTV-Receiver eignen sich für den Empfang von TV-Programmen in Standard- und HD-Auflösung.

  • 4K-Receiver können darüber hinaus auch TV-Programme in Ultra-HD-Auflösung verarbeiten.

SDTV-Receiver sind nur noch vereinzelt im Handel zu finden. Sie empfangen Digital-TV ausschließlich in Standardauflösung. Da HDTV-Receiver mittlerweile genauso günstig erhältlich sind, werden SDTV-Receiver bald ganz vom Markt verschwinden.
 

HDTV-Receiver

Die Mehrheit der im Handel erhältlichen Digitalreceiver sind sogenannte HD- bzw. HDTV-Receiver. Neben TV-Programmen in Standardauflösung (SDTV) bringen sie auch solche in HD-Auflösung (HDTV) auf den Fernsehbildschirm.

Wissenswert
SDTV hat eine Bildauflösung von 720 x 576 Pixeln.
 
HDTV-übliche Bildauflösungen sind 1.280 x 720 Pixel und 1.920 x 1.080 Pixel. Letztere wird auch als Full-HD bezeichnet.

In den letzten Jahren haben alle großen Sendeanstalten in Deutschland ihr Angebot um HDTV-Sender erweitert. Auch sind die hochauflösenden Programme mittlerweile auf jedem Übertragungsweg empfangbar. Somit sind HDTV-Receiver die ideale Ergänzung zu einem HD-Fernseher, der nunmehr in fast jedem Wohnzimmer steht und auf dem die gestochen scharfen TV-Inhalte bestens zur Geltung kommen.


HDTV-Receiver kosten im Schnitt zwischen 25 € und 200 €. Besser ausgestattete High-End-Modelle können aber auch deutlich teurer sein.
 

4K-Receiver

4K-Receiver, die auch UHD- oder Ultra-HD-Receiver genannt werden, gibt es erst seit Kurzem im Handel. Sie empfangen neben SDTV und HDTV auch Fernsehsender im ultrahochauflösenden 4K-Format (UHDTV)

Wissenswert

UHDTV hat eine Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln, zeigt also ein 4-mal feiner aufgelöstes Bild als herkömmliches HDTV.

Mit gerade mal 8 Programmen ist das Angebot an 4K-Sendern noch recht überschaubar. Außerdem werden sie aktuell ausschließlich via Satellit verbreitet und nur verschlüsselt ausgestrahlt. Es lohnt sich also nur bedingt, schon jetzt in einen 4K-Receiver zu investieren. Es sei denn, Sie haben bereits einen 4K-Fernseher und suchen einen passenden Zuspieler, um von der ultrahohen Auflösung des TV-Geräts profitieren zu können.
 

Die Preise für 4K-Receiver bewegen sich zwischen 130 € und 350 €. High-End-Geräte mit frei konfigurierbarem Linux-Betriebssystem können sogar bis zu 850 € kosten.
 


Ausstattung

Je nach Preisklasse und Einsatzmöglichkeiten sind digitale TV-Receiver sehr unterschiedlich ausgestattet. Das betrifft vor allem die Anzahl der Anschlüsse, aber auch die Tuner-Bestückung sowie das Vorhandensein oder Fehlen einer internen Festplatte.
 

Anschlüsse

Ein Blick auf die Anschlüsse ist wichtig, damit Sie den digitalen Receiver problemlos mit Ihrem Fernseher und gegebenenfalls weiteren Geräten verbinden können. Je mehr Anschlüsse Ihr Receiver besitzt, desto mehr Verbindungsmöglichkeiten stehen Ihnen offen. 

Auf den Punkt!
  • Video-Anschlüsse übertragen Bild- und zum Teil auch Tonsignale vom Digitalreceiver zum Fernseher, aber auch zu anderen Heimkino-Komponenten. Die beste Übertragungsqualität liefert dabei der digitale Video-Anschluss HDMI.

  • Audio-Anschlüsse ermöglichen Ihnen den Anschluss externer Lautsprecher und Verstärker. Garant für beste Klangqualität ist auch hier ein digitaler Anschluss, während ein analoger Anschluss nur die zweite Wahl sein sollte.

  • Pay-TV-Anschlüsse dienen dem Empfang verschlüsselter Programmangebote. Hier haben Sie die Wahl zwischen einem Smartcard-Reader und einem CI-Plus-Schacht.

  • Weitere Anschlüsse wie USB oder LAN machen den digitalen Receiver vielseitig einsetzbar. Unter anderem können Sie über diese Schnittstellen Multimedia-Dateien abspielen, das TV-Programm aufzeichnen sowie Online-Videotheken und andere Internetangebote nutzen.

Video-Anschlüsse

Video-Anschlüsse sind für die Bild- und Tonübertragung zwischen Geräten zuständig. Der mit Abstand wichtigste Video-Anschluss ist HDMI. Darüber verbinden Sie den Receiver mit dem Fernseher. Viele Digitalreceiver besitzen aber auch noch andere Video-Anschlüsse, über die Sie z.B. einen Festplatten- oder DVD-Rekorder anschließen können.
 

Folgende 4 Video-Anschlüsse stehen Ihnen zur Auswahl:
 

  • HDMI
    Ausnahmslos alle digitalen Receiver verfügen über eine HDMI-Buchse (High Definition Multimedia Interface) für den Anschluss an den Fernseher. Es handelt sich dabei um eine digitale Schnittstelle, die Bild- und Tonsignale verlustfrei in bester Qualität überträgt. Darüber hinaus ist HDMI Voraussetzung für die Übertragung hochauflösender Signale, wie es z.B. bei HDTV der Fall ist. 
     

  • SCART
    Falls Sie den digitalen Receiver an einen älteren Röhrenfernseher ohne HDMI-Schnittstelle anschließen wollen, achten Sie darauf, dass das Gerät einen SCART-Anschluss (auch Euro-AV oder Euro-Connector) besitzt. Dieser analoge Anschluss kann sowohl Bild- als auch Tonsignale weiterleiten, allerdings nicht in HD-Auflösung. HDTV wird über SCART also nur in Standard-Auflösung ausgegeben.
     

  • Component Video
    Dieser Anschluss besteht aus 3 Cinch-Buchsen, die grün, blau und rot gekennzeichnet sind. Er zerlegt die Bildsignale also in 3 Bestandteile (Komponenten) und leitet sie über getrennte Kabelverbindungen weiter. Verglichen mit SCART liefert Component Video die qualitativ bessere Analog-Übertragung – allerdings nur für Bildsignale. Tonsignale überträgt der Komponenten-Eingang nicht.
     

  • Composite Video
    Manche Digitalreceiver haben auch einen Composite-Eingang – einen analogen Video-Anschluss in Form einer gelb markierten Cinch-Buchse. Im Unterschied zu Component Video überträgt Composite Video Bildsignale über ein einziges Kabel. Was die Qualität anbelangt, ist Composite Video allerdings allen anderen Video-Anschlüssen unterlegen.
     

Audio-Anschlüsse

Darüber hinaus bieten viele digitale Receiver gesonderte Audio-Schnittstellen, über die Sie z.B. Lautsprecher oder einen Verstärker anschließen können
 

Die 2 gängigsten Audio-Anschlüsse sind:
 

  • Digitaler Audio-Ausgang (S/PDIF)
    S/PDIF ist eine digitale Audio-Schnittstelle, die die Übertragung von Stereo- und Surround-Ton mit nur einem Kabel ermöglicht. Es gibt sie in 2 Varianten. So kann die Tonübertragung entweder über ein Koaxial-Kabel, kurz Koax-Kabel, oder ein optisches Kabel, auch TOSLINK-Kabel, erfolgen. Welche der beiden Varianten Sie wählen, ist egal. Sie unterscheiden sich qualitativ nicht voneinander.
     

  • Analoger Audio-Ausgang (Stereo-Cinch)
    Ist zudem ein analoger Audio-Ausgang vorhanden, liegt dieser für gewöhnlich in Form von 2 Cinch-Buchsen vor. Eine Buchse ist rot, die andere weiß markiert. Die analoge Übertragung von Stereo-Ton setzt also 2 Cinch-Kabel bzw. ein 2-adriges Cinch-Kabel voraus. Im Vergleich zur digitalen Übertragung ist die analoge störanfälliger. 

Bedenken Sie

Schließen Sie Ihre Boxen an den Digitalreceiver an, wird der Ton nur ausgegeben, wenn Sie den Receiver benutzen.

Falls Sie auch noch einen DVD- oder Blu-ray-Player haben, verkabeln Sie die Lautsprecher besser mit dem TV-Gerät. Dann läuft der Ton direkt über den Fernseher und Sie müssen das Audio-Kabel nicht jedes Mal umstecken, wenn Sie eine DVD oder Blu-ray schauen wollen.

Pay-TV-Anschlüsse

Möchten Sie kostenpflichtige Programme empfangen, muss der Receiver zum Dekodieren der verschlüsselt übertragenen Bild- und Tonsignale eine sogenannte Smartcard des gewünschten Pay-TV-Anbieters aufnehmen können. Als Schnittstelle dient dabei entweder ein Smartcard-Reader oder ein Conditional-Access-Modul (CAM). Letzteres ist auch unter der Bezeichnung Common-Interface-Modul (CI-Modul) bekannt.

Bedenken Sie
Pay-TV-Anbieter setzen unterschiedliche Verschlüsselungsstandards ein.
 
Hierzulande dominieren Nagravision, Videoguard und CONAX. Das bedeutet, dass nicht jede Smartcard mit jedem Smartcard-Reader bzw. jedem CI-Modul kompatibel ist.
 
Auch die HDTV-Ableger der privaten Sender werden nur verschlüsselt ausgestrahlt – ganz gleich, ob Sie das Fernsehprogramm via Satellit, Kabel oder Antenne empfangen.

Zur Nutzung verschlüsselter Programmangebote gibt es 3 Schnittstellen:
 

  • Smartcard-Reader
    Ist der digitale Receiver mit einem integrierten Kartenleser ausgestattet, benötigen Sie lediglich eine Smartcard. Die Smartcard stecken Sie direkt in den Smartcard-Reader. Da ein Smartcard-Reader immer nur einen Verschlüsselungsstandard unterstützt, müssen Karte und Kartenleser unbedingt zueinander passen.

  • CI-Schacht
    Mehr Freiheit bei der Wahl der Smartcard bietet Ihnen ein digitaler Receiver mit einem Common-Interface-Schacht, kurz CI-Schacht. Mit einem solchen Receiver können Sie unterschiedliche Verschlüsselungsstandards nutzen, da nicht das Gerät selbst, sondern das CI-Modul den Entschlüsselungsalgorithmus enthält. Das CI-Modul stecken Sie samt Smartcard in den CI-Schacht des Receivers. Smartcard und CI-Modul müssen dafür kompatibel sein. Bei Abschluss eines Abonnements stellt Ihnen der Anbieter aber ohnehin beides im Verbund zur Verfügung. Manche Digitalreceiver bieten 2 CI-Schächte, ermöglichen Ihnen also die parallele Nutzung von 2 Pay-TV-Abonnements.  

  • CI-Plus-Schacht (CI+)
    Inzwischen setzen alle Anbieter von Bezahlfernsehen auf CI-Plus bzw. CI+, eine Weiterentwicklung des CI-Systems. Es erlaubt den Anbietern, Benutzerregeln (Usage Rule Information, kurz URI) im Fernsehsignal mitzusenden. Diese können die Wiedergabe von Aufnahmen zeitlich begrenzen oder die Aufnahmefunktion ganz sperren. Wichtig: Ein CI+-Modul können Sie nur in einem CI+-Schacht verwenden. In einem herkömmlichen CI-Schacht funktioniert das Modul nicht. 
     

Weitere Anschlüsse

Die Zeiten, in denen TV-Receiver reine Empfangsgeräte waren, sind vorbei. Mittlerweile dienen viele Modelle zugleich als Media-Player und Videorekorder.
 

Folgende Schnittstellen ermöglichen das: 
 

  • USB
    Digitale Receiver, die über eine USB-Schnittstelle verfügen, bringen unterschiedliche Zusatzfunktionen mit. Mitunter gestattet die Schnittstelle lediglich das Aufspielen von Firmware-Aktualisierungen. In den meisten Fällen können Sie sie aber auch nutzen, um Fotos, Musik und Videos von externen Speichermedien wiederzugeben. Kennzeichnet der Hersteller den Receiver als „PVR-ready“, können Sie die USB-Schnittstelle darüber hinaus für die Aufnahme des Fernsehprogramms nutzen. 
     

  • SD-Kartenleser
    Einige wenige Receiver besitzen zusätzlich zu einem USB-Anschluss auch noch einen Steckplatz für SD-Speicherkarten. In der Regel können Sie darüber aber nur Fotos und Videos abspielen. Als Speichermedium für TV-Aufnahmen lassen sich SD-Karten für gewöhnlich nicht verwenden. 
     

  • eSATA
    Andere Receiver bieten eine eSATA-Schnittstelle als Alternative zum USB-Anschluss. Über eSATA können Sie ebenfalls externe Speichermedien anschließen und diese für die Wiedergabe von Multimedia-Dateien sowie die Aufnahme von TV-Sendungen nutzen. Verglichen mit USB erreicht eSATA höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. Allerdings ist diese Schnittstelle in der Unterhaltungselektronik weniger verbreitet.
     

  • LAN
    Besitzt der Digitalreceiver einen LAN-Anschluss (auch Ethernet- oder Netzwerkanschluss), können Sie ihn per LAN-Kabel mit Ihrem Router und folglich mit dem Internet verbinden. Bei einigen Geräten dient die Internetverbindung nur dazu, Firmware-Aktualisierungen abzurufen. Häufig ermöglicht sie Ihnen aber auch den Zugriff auf Mediatheken, Online-Videotheken und weitere Internetdienste.
     

  • WLAN
    Steht der Router nicht in unmittelbarer Nähe zum Receiver, ist es komfortabler, das Gerät kabellos mit dem Internet zu verbinden. Dazu muss der Receiver entweder ein integriertes WLAN-Modul besitzen oder „WLAN-ready“ sein. Letzteres bedeutet, dass Sie das fehlende Drahtlosmodul durch Anschließen eines WLAN-USB-Adapters nachrüsten können.

Im Kapitel Zusatzfunktionen können Sie sich ausführlicher über die Aufnahme- und Internetfunktionen von Digitalreceivern informieren. 

Tuner

Der Tuner (vom Englischen „to tune“ – abstimmen) gilt als Herzstück eines Digitalreceivers. Es handelt sich dabei um die Empfangseinheit, also das Bauteil, das für den Empfang der digitalen Fernsehsignale zuständig ist.
 

Je nachdem, welche Art von digitalen Fernsehsignalen der Tuner verarbeiten kann, wird zwischen folgenden Typen unterschieden:
 

  • DVB-S-Tuner (Satellit)

  • DVB-C-Tuner (Kabel)

  • DVB-T-Tuner (Antenne)

  • DVB-IPTV-Tuner (Internet-Protokoll)

Inzwischen setzen alle Satelliten- und Antennenreceiver auf den Nachfolgestandard von DVB-S bzw. DVB-T. In ihnen sind also eigentlich DVB-S2- bzw. DVB-T2-Tuner verbaut. Mehr über die beiden neuen Übertragungsverfahren erfahren Sie in unserer FAQ-Sammlung: Was bedeuten die Abkürzungen DVB-S/S2, DVB-T/T2 und DVB-C/C2?

Da digitale Receiver auch über eine doppelte Empfangseinheit verfügen können, wird darüber hinaus zwischen Single- und Twin-Tuner unterschieden. 

Shopping Tipp

Seltener finden Sie auch Receiver mit 3 oder 4 Empfangseinheiten. Allerdings handelt es sich dabei meist um modifizierbare Modelle mit Linux-Betriebssystem, die nur für Tüftler und Technikbegeisterte interessant sind.

Die Unterscheidung zwischen Single- und Twin-Tuner ist insbesondere für die Aufnahmefunktion wichtig:
 

  • Single-Tuner
    Digitale Receiver mit einem Single-Tuner besitzen nur ein einziges Empfangsteil. Für die Aufnahmefunktion bedeutet das, dass Sie immer nur das Programm aufzeichnen können, das aktuell eingeschaltet ist. Schalten Sie um, bricht die Aufnahme ab oder das neu eingestellte Programm wird aufgenommen.
     

  • Twin-Tuner
    Digitale Receiver, die mit einem Doppel- bzw. Twin-Tuner ausgestattet sind, besitzen 2 Empfangsteile. Das hat den Vorteil, dass Sie während der Aufnahme eines Programms jederzeit umschalten und ein anderes schauen können. Manche Geräte gestatten Ihnen sogar, 2 Programme gleichzeitig aufzunehmen. 

Bedenken Sie
Es gibt auch sogenannte Dual-Tuner, die sich allerdings grundlegend von Twin-Tunern unterscheiden.
 
Ein Twin-Tuner besteht aus 2 Empfangsteilen für ein und denselben Übertragungsweg. Folglich sind in einem Sat-Receiver mit Twin-Tuner 2 DVB-S-Empfänger verbaut. Dagegen setzt sich ein Dual-Tuner aus 2 Empfangsteilen für unterschiedliche Übertragungswege zusammen. Er ist in Kombi-Receivern zu finden, die z.B. den Empfang von DVB-S und DVB-T unterstützen. Bezüglich der Aufnahmefunktion verhält sich ein Dual-Tuner wie ein Single-Tuner: Auch hier können Sie während einer laufenden Aufnahme nicht umschalten.

Was Sie über die Aufnahme von TV-Sendungen mit einem Digitalreceiver wissen müssen, haben wir im Kapitel PVR-Funktion zusammengefasst.

Interne Festplatte

Digitale TV-Receiver sind auch als sogenannte Festplattenreceiver erhältlich. Diese Geräte verfügen über eine interne Festplatte, die Sie für Aufnahmen und die zeitversetzte Wiedergabe (Time-Shift) des Fernsehprogramms nutzen können. Je größer die Speicherkapazität der Festplatte, desto mehr Sendungen können Sie aufzeichnen und darauf speichern. Sie wird in GB (Gigabyte) oder TB (Terabyte) angegeben. Die meisten Festplattenreceiver bieten mindestens 500 GB Speicher. Das reicht für Aufnahmen von bis zu 120 h (Stunden) in HD-Auflösung bzw. 250 h in Standardauflösung.
 

Festplattenreceiver sind vergleichsweise teuer. Sie kosten zwischen 150 € und 600 €, wobei sich neben der Kapazität der Festplatte auch die Ausstattung und der Funktionsumfang auf den Preis auswirken. 

Shopping Tipp

Es gibt eine Alternative zu Festplattenreceivern, die wesentlich günstiger ist. Mehr und mehr Receiver unterstützen die Aufnahme auf externe Datenträger, die per USB mit dem Gerät verbunden sind. Modelle mit USB-Aufnahmefunktion bekommen Sie schon ab 40 €.

Welche externen Datenträger als Speichermedien für TV-Aufnahmen infrage kommen, erläutern wir im Kapitel PVR-Funktion.


Funktionen

Digitale Receiver bieten eine Vielzahl nützlicher Funktionen. Die Grundfunktionen sind in der Regel immer vorhanden, auch bei preiswerten Modellen. Legen Sie Wert auf Extras wie Aufnahme- und Internetfunktionen, müssen Sie etwas mehr für einen Digitalreceiver ausgeben.
 

Grundfunktionen

Die folgenden Grundfunktionen erleichtern die Inbetriebnahme und Bedienung von Digitalreceivern:
 

  • OSD-Menü
    Alle modernen Digitalreceiver bieten ein OSD-Menü. Die Abkürzung OSD steht für „On-Screen Display“. Das bedeutet, dass das Menü des Receivers auf dem Bildschirm des TV-Geräts angezeigt wird. Das erleichtert die Bedienung ungemein. Zwar haben viele Receiver ein eigenes Display auf der Front. Aufgrund seiner Größe kann der TV-Bildschirm die einzelnen Menüpunkte jedoch deutlich übersichtlicher und lesbarer darstellen. Auf dem kleinen Display des Receivers werden deshalb nur einfache Informationen wie die Sendernummer und die Uhrzeit eingeblendet.
     

  • Automatischer Sendersuchlauf
    Ebenfalls Standard ist ein automatischer Sendersuchlauf (auch Blindscan), den Sie für gewöhnlich bei der ersten Inbetriebnahme Ihres Digitalreceivers starten. Der Receiver sucht dann vollautomatisch nach allen empfangbaren TV- und Radioprogrammen und speichert sie in einer Senderliste ab. Verfügt der Receiver über eine voreingestellte Senderliste, können Sie diesen Schritt überspringen.
     

  • Manueller Sendersuchlauf
    Auf den manuellen Sendersuchlauf greifen Sie zurück, wenn z.B. neue Sender über Satellit, Kabel oder Antenne hinzugekommen sind. Zwar würden Sie sie auch mit dem automatischen Suchlauf finden. Aber nicht alle Receiver speichern die neu gefundenen Programme einfach am Ende der Senderliste ab. Mitunter geht Ihre komplette Sendersortierung verloren, sodass Sie die Senderliste nach dem Suchlauf erneut sortieren müssten.
     

  • Senderlisteneditor
    Viele digitale Receiver speichern die gefundenen TV- und Radioprogramme nach dem Blindscan ohne ein erkennbares Muster ab. Mit dem Senderlisteneditor können Sie die Programme nach Ihren Wünschen anordnen und speichern. Außerdem bietet Ihnen der Editor die Möglichkeit, einzelne Sender in einer Favoritenliste zu gruppieren.
     

  • Videotext
    Auch wenn sich der Videotext (Teletext) seit seiner Einführung vor fast 40 Jahren nicht verändert hat – weder technisch noch optisch – ist er nach wie vor sehr beliebt. 2016 haben ihn täglich über 10 Millionen Menschen in Deutschland aufgerufen. Deshalb pflegen die Sendeanstalten den Videotext weiterhin. Er informiert über das Programm des jeweils eingestellten Senders, beinhaltet darüber hinaus aber z.B. auch Kurznachrichten, Sportergebnisse und Wetterberichte. Im analogen Zeitalter haben die Sendeanstalten auch Untertitel für Gehörlose und Hörgeschädigte über den Videotext ausgestrahlt. Im Digitalfernsehen werden sie nun gemeinsam mit dem digitalen Fernsehsignal gesendet.
     

  • EPG
    Ebenfalls mit dem digitalen TV-Signal übertragen wird der EPG (Electronic Program Guide). Ähnlich einer gedruckten Programmzeitschrift informiert der elektronische Programmführer senderübergreifend über das Fernsehprogramm der nächsten Tage. Sie rufen die Programmübersicht auf, indem Sie auf die EPG-Taste Ihrer Fernbedienung drücken. Bietet der digitale Receiver eine Aufnahmefunktion, können Sie im EPG außerdem auch die Aufnahme von Sendungen programmieren.
     

  • Kindersicherung
    Möchten Sie verhindern, dass Ihr Kind Programme aufruft, die für sein Alter ungeeignet sind, aktivieren Sie für bestimmte Sender einfach die Kindersicherung. Aufheben lässt sie sich nur durch Eingabe eines 4-stelligen Zahlencodes, den Sie zuvor festgelegt haben. Übrigens können Sie mit dieser Funktion nicht nur einzelne Sender sperren, sondern häufig auch eine maximale Nutzungsdauer pro Tag einstellen. 
     

  • Sleep-Timer
    Diese Funktion ist auch als Schlummerfunktion bekannt. Sie können damit eine Zeitspanne festlegen, nach deren Ablauf sich der digitale Receiver automatisch abschaltet. 
     

Zusatzfunktionen

Durch die folgenden Zusatzfunktionen erweitern sich die Einsatzmöglichkeiten digitaler Receiver. So dienen die Empfangsgeräte je nach Funktionsumfang auch als Media-Player und Videorekorder. Mitunter gewähren sie Ihnen sogar Zugriff auf das Internet. 
 

Media-Player-Funktion

Ist der digitale Receiver mit einem USB-Anschluss ausgestattet, bietet er in aller Regel auch eine Media-Player-Funktion. Diese ermöglicht die Wiedergabe von Musik, Fotos und Videos, die sich auf einem angeschlossenen USB-Massenspeicher befinden. Welche Dateiformate wiedergegeben werden können, ist jedoch von Gerät zu Gerät unterschiedlich. Besonders preiswerte Receiver unterstützen mitunter nur sehr wenige Formate, während andere Modelle so gut wie alles abspielen. 

Recherche Tipp

Mit welchen Dateiformaten der jeweilige Digitalreceiver zurechtkommt, verraten Ihnen in der Regel die Herstellerangaben.

Einige neuere Digitalreceiver ermöglichen auch das Streaming von Multimedia-Dateien. Das heißt, sie können sich per LAN oder WLAN mit anderen Geräten im Haus vernetzen und darauf gespeicherte Musik, Fotos und Videos kabellos abrufen. Dabei sorgen herstellerübergreifende Standards wie UPnP (Universal Plug and Play) und das darauf basierende DLNA (Digital Living Network Alliance) dafür, dass die kabellose Kommunikation zwischen den Geräten reibungslos funktioniert.
 

PVR-Funktion

Das Kürzel PVR steht für „Personal Video Recorder“. Diese Funktion ermöglicht Ihnen, das digitale Fernsehprogramm aufzunehmen. Anfangs waren nur Geräte mit eingebauter Festplatte, sogenannte Festplattenreceiver, dazu in der Lage. Mittlerweile aber erlauben viele Modelle die Aufnahme auch auf externe Datenträger, die Sie per USB anschließen können. 

Bedenken Sie
Nicht jeder Receiver mit einem USB-Anschluss bietet eine Aufnahmefunktion.
 
Das Gerät muss die technischen Voraussetzungen dafür mitbringen. Die Hersteller kennzeichnen solche Receiver mit dem Zusatz „PVR ready“ oder „USB Recording“.

Die folgenden externen Datenträger können als Speichermedien für TV-Aufnahmen dienen:
 

  • Externe Festplatten
    Externe Festplatten gibt es in verschiedenen Bau- und Speichergrößen. Die Baugröße bezieht sich auf den Durchmesser der Speicherscheibe, nicht die Größe des Gehäuses. Gängige Durchmesser sind 3,5″ (Zoll) und 2,5″. 3,5-Zoll-Festplatten bieten zwar oftmals mehr Speicherkapazität als 2,5-Zoll-Modelle. Aber dafür kommen letztere ohne Steckdose aus; sie werden über den USB-Anschluss mit Strom versorgt. Auch sind 2,5-Zoll-Festplatten leiser im Betrieb. Eine durch und durch geräuschlose Alternative sind SSD-Festplatten, die im Unterschied zu herkömmlichen Festplatten über keine beweglichen mechanischen Bauteile verfügen und zudem deutlich schneller agieren. Alles in allem sind 2,5-Zoll-Festplatten dennoch die bessere Wahl, da SSDs bei vergleichbarer Speichergröße 5- bis 10-mal mehr kosten.
     

  • USB-Sticks
    Grundsätzlich eignen sich auch USB-Sticks als Speichermedien für TV-Aufzeichnungen. Sie müssen nur schnell genug sein, also eine Schreibgeschwindigkeit von mindestens 34 Mbit/s (Megabits pro Sekunde) aufweisen. Trotzdem sind USB-Sticks nur bedingt zu empfehlen, da ihre Speicherkapazität vergleichsweise viel kostet. Für ca. 60 € bekommen Sie bestenfalls einen Stick mit 256 GB. Eine externe Festplatte bietet zum gleichen Preis 4- bis 8-mal so viel Speicherplatz.
     

Egal für welche Art von Datenträger Sie sich entscheiden: Ein externes Speichermedium können Sie jederzeit durch ein anderes ersetzen. Das ist praktisch, wenn z.B. der Speicherplatz knapp wird, Sie aber keine TV-Aufnahmen löschen wollen. Mit einer internen Festplatte sind Sie weniger flexibel. Einige wenige Festplattenreceiver verfügen jedoch zusätzlich über einen PVR-fähigen USB-Anschluss, akzeptieren also auch externe Datenträger als Speichermedien.

Bedenken Sie
Bei verschlüsselten Programmen, die Sie mit einem CI+-Modul empfangen, steht die PVR-Funktion nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung.
 
Werden Aufnahmen zugelassen, können Sie sie in der Regel nur auf dem Receiver, nicht jedoch auf anderen Geräten abspielen.

TV-Aufnahmen, die Sie mit einem digitalen Receiver erstellt haben, können Sie meist auch auf anderen Geräten abspielen. Ferner ist eine Bearbeitung am PC möglich, wobei Sie diesen Umweg mitunter gar nicht wählen müssen. In manchen Receivern ist eine Funktion zum Schneiden der Aufnahmen schon integriert.

Mehr zum Thema Verschlüsselung und CI+ lesen Sie im Kapitel Pay-TV-Anschlüsse. Im Kapitel Tuner erfahren Sie zudem, wie ein ein Twin-Tuner die PVR-Funktion beeinflusst.

Time-Shift-Funktion

Alle Digitalreceiver, die eine Aufnahmefunktion haben, bieten darüber hinaus auch eine Time-Shift-Funktion. Das bedeutet, Sie können das laufende TV-Programm jederzeit anhalten und später an der gleichen Stelle fortsetzen. Sie müssen lediglich die Pause-Taste auf der Fernbedienung drücken, schon wird das Programm zwischengespeichert. Möchten Sie es schließlich weiterschauen, drücken Sie die Play-Taste. 
 

Im Gegensatz zu herkömmlichen Aufnahmen können Sie Time-Shift-Aufnahmen nur zeitlich begrenzt abspielen. Oft sind nur maximal 90 min für die zeitverzögerte Wiedergabe reserviert. Das Vorspulen innerhalb einer Aufnahme – und demzufolge das Überspringen von Werbeblöcken – ist aber auch beim Einsatz der Time-Shift-Funktion grundsätzlich möglich.

Bedenken Sie
Verschlüsselte Sender unterbinden das Überspringen von Werbepausen.
 
Durch die CI+-Technologie ist es den Sendern möglich, die Vorspul-Funktion in Aufnahmen zu deaktivieren.
Bild-im-Bild-Funktion

Die Bild-im-Bild-Funktion wird auch PiP-Funktion (abgeleitet vom Englischen „Picture in Picture“) genannt. Wenn Sie diese Funktion einschalten, wird auf dem aktuellen Fernsehbild ein weiteres, kleineres Bild eines anderen Programms eingeblendet. Sie können also 2 Programme gleichzeitig verfolgen. Das ist praktisch, wenn Sie z.B. während einer Werbeunterbrechung umschalten, das ursprüngliche Programm dabei aber immer im Blick haben wollen.
 

Technische Voraussetzung für die Bild-im-Bild-Funktion ist ein Twin-Tuner, also eine doppelte Empfangseinheit. Digitale Receiver, die nur einen einfachen Tuner besitzen, bieten diese Funktion nicht.

Weitere Informationen zu Receivern und ihren Empfangseinheiten finden Sie in der Inhaltsrubrik Tuner.

Internet-Funktion

Immer mehr digitale Receiver sind internetfähig. Allerdings gibt es große Unterschiede im Funktionsumfang. Einige Geräte unterstützen lediglich HbbTV. Andere bieten darüber hinaus einen Browser und zahlreiche Apps. Sie können die Internetangebote nur nutzen, wenn der Receiver per LAN oder WLAN mit Ihrem Router verbunden ist.
 

  • HbbTV
    Die Abkürzung HbbTV (Hybrid Broadcast Broadband Television) verweist auf einen Standard, der das klassische Fernsehen mit dem Internet verknüpft. Praktische Anwendung findet HbbTV in der sogenannten Red-Button-Funktion, die so heißt, weil Sie sie über eine rote Taste auf der Fernbedienung aufrufen können. Mitunter wird die Funktion auch als „Videotext der Zukunft“ oder „Videotext 2.0“ umschrieben. Wie der altbewährte Teletext wird auch der neue Videotext von den Sendern selbst bereitgestellt und gestaltet. Er ist optisch ansprechender, vor allem aber ist er multimedial und interaktiv. Neben programmbegleitenden Informationen gibt es Zugriff auf die Mediatheken, weitere Video-Inhalte sowie auf Sport-Liveticker und Zuschauer-Abstimmungen.
     

  • Browser
    Einen integrierten Web-Browser, mit dem Sie frei im Internet surfen können, bieten nur die wenigsten digitalen Receiver. Das verwundert nicht, da das Surfen per Fernbedienung wenig komfortabel ist. Manche Hersteller legen ihren internetfähigen Geräten neuerdings Fernbedienungen bei, die eine kleine Tastatur auf der Rückseite haben. Das erleichtert die Eingabe von Webadressen und Suchbegriffen. Wieder andere Hersteller bieten kostenlose Apps für Smartphones und Tablets an, sodass Sie die Mobilgeräte zum Ansteuern von Webseiten nutzen können.
     

  • Apps
    All diesen neuen Steuerungsmöglichkeiten zum Trotz funktioniert der Zugriff auf Internetdienste über Apps immer noch schneller und einfacher. Wie viele Apps ein internetfähiger Receiver mitbringt, ist von Modell zu Modell unterschiedlich. Auf günstigen Geräten ist mitunter nur eine Wetter- und eine News-App installiert, während andere Receiver ein großes Angebot an Apps bieten. Meist ist das App-Angebot nicht erweiterbar. Zugang zu einem App-Store gewähren bislang nur die wenigsten Modelle.
     


Zubehör

Für digitale Receiver gibt es zahlreiches Zubehör. Verbindungskabel und Fernbedienung sind für den Betrieb unabdingbar. Anderes Zubehör ist optional.
 

Fernbedienung

Im Lieferumfang eines jeden Digitalreceivers ist eine Fernbedienung inbegriffen. Auf Wunsch können Sie das Gerät aber auch mit einem anderen Signalgeber steuern:

  • TV-Fernbedienung
    Mitunter reagiert der digitale Receiver auch auf die Fernbedienung Ihres Fernsehers. Voraussetzung hierfür ist, dass Receiver und Fernseher per HDMI miteinander verbunden sind und beide Geräte die sogenannte HDMI-CEC-Funktion unterstützen. CEC steht für „Consumer Electronics Control“ und ist ein im HDMI-Standard implementiertes Steuerprotokoll, das das herstellerübergreifende Fernbedienen von Bild- und Tonquellen ermöglicht.
     

  • Universalfernbedienung
    Alternativ können Sie zu einer Universalfernbedienung greifen. Hierbei lassen sich programmierbare und lernfähige Modelle unterscheiden. Erstere stellen sich durch Eingabe von Codes auf Ihre Geräte ein, wobei jedem Gerät eine eigene Zahlenkombination zugeordnet ist. Die benötigten Codes finden Sie in der Bedienungsanleitung der Universalfernbedienung. Lernfähige Modelle aktivieren Sie ebenfalls mithilfe von Zahlencodes. Ist die Code-Liste unvollständig, können diese Modelle die entsprechenden Steuerbefehle aber auch per Infrarot-Verbindung von der Originalfernbedienung „erlernen“.
     

  • Remote-Control-App
    Eine weitere Steuerungsmöglichkeit stellen Fernbedienungs-Apps für Smartphones und Tablets dar. Damit Sie Ihre Mobilgeräte als Fernbedienung einsetzen können, muss sich der digitale Receiver drahtlos mit ihnen vernetzen können. Für gewöhnlich bieten Hersteller von netzwerkfähigen Receivern solche Remote-Control-Apps kostenlos an.
     

Kabel

Welche Kabel Sie für den Betrieb benötigen, hängt davon ab, mit welchen Geräten Sie den digitalen Receiver verbinden wollen. Die Verbindung zum Fernseher erfolgt am besten über ein HDMI-Kabel. Das ist jedoch nicht immer im Lieferumfang eines Receivers inbegriffen. Gleiches gilt für weitere benötigte Kabel wie beispielweise das Anschlusskabel, das den Receiver mit der Sat-Schüssel oder der Kabelanschlussdose verbindet. Achten Sie also auf die Herstellerangaben zum Lieferumfang.

Shopping Tipp

Eine große Auswahl an HDMI- und weiteren Video-Kabeln finden Sie auf unserem Portal.

Externe Datenträger

Externe Datenträger können Sie verwenden, um Multimedia-Dateien auf dem Receiver abzuspielen und um Aufnahmen des Fernsehprogramms zu erstellen. Für die Multimedia-Wiedergabe ist es egal, ob Sie zu einem USB-Stick oder einer externen Festplatte greifen. Als Speichermedium für TV-Aufnahmen sind externe Festplatten, insbesondere 2,5-Zoll-Festplatten, vorzuziehen.

Warum Sie für die Aufzeichnung von TV-Sendungen am besten eine 2,5-Zoll-Festplatte verwenden sollten, können Sie im Kapitel PVR-Funktion nachlesen.

Wenn Sie den externen Datenträger als Speichermedium für Aufnahmen verwenden wollen, achten Sie zudem darauf, dass dieser über ausreichend Speicherkapazität verfügt. Ein Spielfilm in Standardauflösung belegt bis zu 4 GB Speicher, ein Spielfilm in HD-Auflösung bis zu 10 GB. Der genaue Speicherbedarf hängt nicht nur vom ausgestrahlten Material ab, sondern auch davon, in welchem Dateiformat der Receiver die Aufnahme abspeichert.

Shopping Tipp

Auf unserem Portal können Sie sich umfassend über externe Festplatten informieren und die verschiedenen Angebote schnell und einfach miteinander vergleichen.

Abo-Karten und -Module für Pay-TV

Für den Empfang verschlüsselter Programme benötigen Sie in jedem Fall eine Smartcard und unter Umständen auch noch ein kompatibles CI-Modul, das eine solche Karte aufnehmen kann. Einige Abo-Karten bzw. -Module erhalten Sie ausschließlich beim gewünschten Pay-TV-Anbieter, andere können Sie auch unabhängig davon erwerben. 

Shopping Tipp

Einen Überblick über das Angebot an Smartcards und passenden CI-Modulen erhalten Sie auf unserem Preisvergleich.

Bedenken Sie jedoch: Nicht alle digitalen Receiver sind mit einem Smartcard- bzw. einem CI-Schacht ausgestattet. Sogenannte Free-to-Air-Receiver, kurz FTA-Receiver, besitzen diese Schnittstellen nicht und können daher nur unverschlüsselt ausgestrahlte Programme empfangen. Ist eine entsprechende Schnittstelle vorhanden, müssen Sie auf deren Kompatibilität achten. Denn nicht jede Smartcard ist für jeden Smartcard-Schacht geeignet.

Nähere Informationen zur Kompatibilität von Smartcards und CI-Modulen haben wir im Kapitel Pay-TV-Anschlüsse zusammengetragen.

WLAN-USB-Adapter

Mehr und mehr digitale Receiver lassen sich mit anderen Geräten vernetzen und gewähren Zugriff auf das Internet, aber nur die wenigsten davon besitzen neben einem LAN-Anschluss auch ein integriertes WLAN-Modul. Einige Receiver-Hersteller bieten aber einen WLAN-Adapter als optionales Zubehör an, mit dem Sie das Modul für die drahtlose Datenübertragung nachrüsten können. Dazu stecken Sie den WLAN-Adapter einfach in den USB-Anschluss.

Bedenken Sie
Die meisten Digitalreceiver haben nur einen USB-Anschluss.
 
Das heißt, Sie müssen den WLAN-Adapter jedes Mal entfernen, wenn Sie z.B. einen externen Datenträger für die Multimedia-Wiedergabe oder die Aufnahme von TV-Programm anschließen wollen.


Nachgefragt von A-Z – Sie fragen, wir antworten.

Sie haben noch Fragen zum Kauf und zur Verwendung von Digitalreceivern? Unsere FAQ-Sammlung liefert Antworten auf die häufigsten Fragen rund um digitale Receiver.

Anschluss

Das Anschließen eines Digitalreceivers ist nicht allzu schwierig und in wenigen Schritten erledigt.
 

So geht’s:
 

  1. Verbinden Sie den digitalen Receiver mit dem Fernseher. 
    ⇒ Verwenden Sie hierfür am besten ein HDMI-Kabel. Besitzt Ihr Fernseher keinen HDMI-Anschluss, weichen Sie auf ein SCART-Kabel aus.

  2. Schließen Sie den digitalen Receiver an die Empfangsquelle an. Das heißt:
    ⇒ Für Satellitenreceiver: Verbinden Sie den Receiver über ein Koaxialkabel (auch Antennenkabel) mit Ihrer Sat-Anlage.
    ⇒ Für Kabelreceiver: Verbinden Sie den Receiver über ein Koaxialkabel mit der Kabeldose an der Wand.
    ⇒ Für Antennenreceiver: Verbinden Sie den Receiver über ein Koaxialkabel mit Ihrer Haus- oder Zimmerantenne.
    ⇒ Für IPTV-Receiver: Verbinden Sie den Receiver über ein Netzwerkkabel (LAN-Kabel) mit Ihrem DSL-Router.

  3. Zu guter Letzt stecken Sie das Netzkabel in den Receiver und in die Steckdose.

  4. Jetzt können Sie den digitalen Receiver in Betrieb nehmen.

  5. Führen Sie einen Sendersuchlauf durch.
     

Begriff

PVR ist die Abkürzung für den englischen Begriff „Personal Video Recorder“ (persönlicher Videorekorder). Besitzt Ihr digitaler Receiver eine PVR-Funktion, können Sie also TV-Sendungen aufzeichnen. Sogenannte Festplattenreceiver verfügen über eine interne Festplatte zur Speicherung der Aufnahmen. Receiver, die mit den Worten „PVR ready“ oder „USB Recording“ beworben werden, erfordern den Anschluss eines externen Speichermediums.

Weitere Informationen zu dieser Funktion haben wir in unserem Kaufberater im Abschnitt PVR-Funktion für Sie zusammengefasst.


 

Was bedeuten die Abkürzungen DVB-S/S2, DVB-T/T2 und DVB-C/C2?

Das Kürzel DVB steht für „Digital Video Broadcasting“, was aus dem Englischen übersetzt „digitaler Videorundfunk“ heißt. Es bezeichnet ein standardisiertes technisches Verfahren zur Übertragung von digitalen Fernsehsignalen. Kurzum: DVB ist der Oberbegriff für digitales Fernsehen.
 

Da es verschiedene Übertragungswege für digitales Fernsehen gibt, werden mehrere technische Unterarten von DVB unterschieden:
 

  • DVB-S 
    DVB-S (Digital Video Broadcasting – Satellite) bezeichnet die Übertragung von DVB-Signalen per Satellit.
     

  • DVB-S2
    DVB-S2 ist der leistungsfähigere Nachfolgestandard von DVB-S, der bereits 2005 eingeführt wurde und eine effizientere Übertragung von HDTV ermöglicht.
     

  • DVB-T
    DVB-T (Digital Video Broadcasting – Terrestrial) bezeichnet die terrestrische, also erdgebundene Übertragung von DVB-Signalen per Antenne.
     

  • DVB-T2
    DVB-T2 ist der Nachfolgestandard von DVB-T und Voraussetzung für den Empfang von HDTV über Antenne. Der Regelbetrieb von DVB-T2 wurde im März 2017 aufgenommen, vorerst aber nur in den Ballungsräumen Deutschlands. Spätestens 2019 soll der neue Standard im ganzen Land verfügbar sein.
     

  • DVB-C
    DVB-C (Digital Video Broadcasting – Cable) bezeichnet die Übertragung von DVB-Signalen über Kabelnetze. 
     

  • DVB-C2
    DVB-C2 ist der Nachfolgestandard von DVB-C, der bereits 2010 vorgestellt wurde, im Gegensatz zu DVB-S2 und DVB-T2 aber nach wie vor nicht angewendet wird. Einer der Hauptgründe dafür ist, dass die HDTV-Ausstrahlung bereits mit DVB-C erfolgreich umgesetzt werden konnte.
     

Ein IPTV-Receiver wird für den Betrieb von IPTV benötigt. IPTV (Internet Protocol Television) bezeichnet die Übertragung von digitalen Fernsehsignalen über eine schnelle DSL-Leitung, also das Internet. In Deutschland ist Fernsehen über das Internet noch nicht weit verbreitet. 
 

Digitalisierung

Das analoge Antennenfernsehen wurde bereits im Dezember 2008 abgeschaltet, das analoge Satellitenfernsehen im April 2012. Einzig Kabelfernsehen können Sie nach wie vor noch analog empfangen. Über kurz oder lang ist aber auch hier damit zu rechnen, dass die analoge Ausstrahlung beendet wird. Für Hessen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg gibt es bereits einen verbindlichen Termin: In diesen 3 Bundesländern erfolgt die Abschaltung des analogen Kabelfernsehens am 30. Juni 2017.
 

Empfang

Sofern Ihr Fernseher mit einem integrierten Digital-Tuner für den gewünschten Empfangsweg ausgestattet ist, können Sie auf den Anschluss eines digitalen Receivers verzichten. So gut wie alle neueren TV-Geräte verfügen über einen Multi- bzw. Triple-Tuner, mit dem Sie Satelliten-, Kabel- und Antennenfernsehen digital empfangen können. Allerdings ist so ein Triple-Tuner erst seit ca. 2009 Teil der Standardausstattung. Ist Ihr Fernseher schon etwas älter, besitzt er mit hoher Wahrscheinlichkeit nur einen Analog-Empfänger. In diesem Fall kommen Sie um die Anschaffung eines digitalen Receivers nicht herum.

Sie sind sich unsicher, ob Ihr Fernseher für den digitalen Empfangsweg vorbereitet ist? Hier finden Sie es heraus: Wie stelle ich fest, ob mein Fernseher einen integrierten Empfänger für Digital-TV besitzt?


 

Um einen digitalen Satellitenreceiver nutzen zu können, benötigen Sie nicht zwingend eine neue Sat-Schüssel. Unter Umständen müssen Sie aber den LNB austauschen. Der LNB (Low Noise Block, deutsch: rauscharmer Signalumsetzer) ist eine kleine Box, die fest am Arm der Schüssel montiert ist. Universal-LNBs, die sowohl analoge als auch digitale Signale verarbeiten können, werden erst seit Anfang der 2000er-Jahre verbaut.

Tipp
Ob Ihr LNB digitaltauglich ist, können Sie ganz einfach testen: Schließen Sie einen digitalen Sat-Receiver an und führen Sie einen Sendersuchlauf durch.
 
Werden nur an die 35 Programme gefunden, unterstützt der LNB lediglich den Analog-Empfang. Eine digitaltaugliche Empfangseinheit findet dagegen rund 350 Programme.


Fernseher

Ist Ihr Flachbildfernseher erst wenige Jahre alt, ist ein Digitalreceiver vermutlich schon darin eingebaut. Sie haben folgende Möglichkeiten, um dies zu überprüfen: 
 

  • Schauen Sie in der Bedienungsanleitung Ihres Fernsehers nach.

  • Suchen Sie im Menü Ihres Geräts nach „Digitale Einstellungen“ oder „Digital TV“.

  • Fragen Sie beim Hersteller Ihres Fernsehers nach.
     

Ja, allerdings besitzen Röhrenfernseher prinzipiell keine digitalen Anschlüsse. Wollen Sie einen digitalen Receiver an das Gerät anschließen, muss die Empfangsbox zwingend einen SCART-Anschluss oder einen anderen analogen Video-Anschluss besitzen.

Bedenken Sie
Ein SCART-Anschluss gibt die digitalen TV-Signale nur analog aus.
 
Sie müssen also Einbußen in der Bildqualität hinnehmen. Darüber hinaus kann SCART keine hochauflösenden Signale übertragen: HD-Signale werden auf die Standardauflösung von 567 x 720 Pixeln herunterskaliert.

Eine Signalübertragung ohne Qualitätseinbußen ermöglicht nur ein digitaler Video-Anschluss, genauer gesagt ein HDMI-Anschluss.

Mehr über die Unterschiede zwischen digitalen und analogen Schnittstellen erfahren Sie in unserem Kaufberater im Kapitel Video-Anschlüsse.


Funktionsweise

Herzstück eines digitalen Receivers ist die Empfangseinheit, der sogenannte Tuner. Aufgabe des Tuners ist es, die via Satellit, Kabel oder Antenne empfangenen Signale in Bild und Ton umzuwandeln und an das Ausgabegerät weiterzuleiten. In den meisten Fällen ist das Ausgabegerät ein Fernseher, mitunter aber auch ein Beamer. Voraussetzung für eine digitale Weiterleitung von Bild und Ton ist, dass Receiver und Ausgabegerät per HDMI-Kabel miteinander verbunden sind. Bei einer SCART-Verbindung erfolgt die Weiterleitung analog.

Weitere Informationen zur Empfangseinheit eines digitalen Receivers finden Sie im Kapitel Tuner in unserem Kaufberater.


Garantie

Die meisten Hersteller gewähren 24 Monate Garantie auf ihre Geräte. Eine längere Garantielaufzeit von 36 Monaten ist die Ausnahme.
 

Kauf

Beim Kauf eines digitalen Receivers sollten Sie auf die folgenden Punkte achten:
 

  • Empfangsweg
    Grundsätzlich gibt es 4 Möglichkeiten, digitales Fernsehen zu empfangen. Der digitale Receiver muss den gewünschten Empfangsweg unterstützen. Für den Empfang über eine Satelliten-Anlage benötigen Sie einen DVB-S2-Receiver, für den Empfang über einen Kabelanschluss einen DVB-C-Receiver. Der Empfang über eine Zimmer- oder Hausantenne setzt einen DVB-T2-Receiver voraus. Ein IPTV-Receiver ist für den TV-Empfang über eine schnelle Internet-Leitung (DSL) unabdingbar.
     

  • Anschlüsse
    Welche Anschlüsse Sie benötigen, hängt davon ab, welche Geräte Sie mit dem digitalen Receiver verbinden möchten. Besonders wichtig ist die Verbindung zum Fernseher, die im Idealfall per HDMI hergestellt wird. Analoge Anschlüsse wie SCART sind nur dann relevant, wenn Ihr TV-Gerät keinen HDMI-Anschluss besitzt oder Sie z.B. einen älteren DVD-Rekorder an den Receiver anschließen wollen.
     

  • Bezahlfernsehen
    Nicht nur klassische Pay-TV-Sender, auch viele HD-Sender werden nur verschlüsselt ausgestrahlt. Verschlüsselte Sender können Sie auf dem Receiver nur dann freischalten, wenn das Gerät mit einem CI+-Schacht oder einem Smartcard-Reader ausgestattet ist.
     

  • Funktionsumfang
    Überlegen Sie, welche Anforderungen Sie an das Gerät haben. Möchten Sie einfach nur von Analog- auf Digital-TV umsteigen, reicht ein preiswertes Gerät mit den üblichen Grundfunktionen. Soll der Receiver zugleich als Aufnahmegerät dienen, muss er eine PVR-Funktion bieten. Internet-Funktionen ermöglichen Ihnen z.B. den Zugriff auf Mediatheken und Online-Videotheken.

Erfahren Sie mehr über digitale Receiver-Modelle und ihre Ausstattung sowie Funktionen in unserem ausführlichen Kaufberater.

 

Einfache digitale Receiver für den Sat-, Kabel- oder Antennenempfang sind schon für unter 30 € erhältlich. Diese Geräte bieten aber meist nicht mehr als die Grundausstattung. Sind Ihnen Extras wie eine Aufnahmefunktion oder Internetzugriff wichtig, müssen Sie mehr Geld für das Empfangsgerät ausgeben. Gleiches gilt für zusätzliche Schnittstellen, die Sie z.B. für die Nutzung verschlüsselter Programmangebote benötigen.
 

Sender

Wie viele Sender Sie mit einem digitalen Receiver empfangen, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Entscheidend ist unter anderem der Empfangsweg. 
 

Die meisten Programme empfangen Sie via Satellit (DVB-S2): Auf diesem Empfangsweg holt ein digitaler Receiver über 350 TV-Kanäle auf den Fernsehbildschirm, darunter auch viele aus dem Ausland. Allerdings sind nicht alle davon frei empfangbar. Nur verschlüsselt ausgestrahlt werden beispielweise die Privaten in HD-Auflösung. In Standardauflösung sind sie aber unverschlüsselt und ohne zusätzliche Kosten zu sehen. 
 

Via Kabel (DVB-C) empfangen Sie bis zu 100 TV-Kanäle, wobei die genaue Anzahl der Sender je nach Kabelnetzbetreiber und demnach je nach Region variiert. Für die Privaten fallen auch hier Extrakosten für die HD-Ausstrahlung an. Im Basispaket sind sie ebenfalls nur in SD-Auflösung enthalten.
 

Die geringste Programmvielfalt gibt es via Antenne (DVB-T2). Abhängig von der Region werden auf diesem Empfangsweg nur bis zu 40 TV-Kanäle ausgestrahlt. Davon ist nur weniger als die Hälfte frei empfangbar. Besonders ärgerlich für Antennenzuschauer: Mit Beginn des Regelbetriebs von DVB-T2 im Frühjahr 2017 wurden alle privaten Programme in SD-Auflösung abgeschaltet. Sie werden nur noch verschlüsselt in HD eingespeist und sind nach einer 3-monatigen Übergangsfrist zum 1. Juli 2017 nur noch gegen Gebühr zu sehen.

Recherche Tipp
Eine vollständige Liste aller Sender, die Sie hierzulande via Satellit empfangen können, finden Sie auf astra.de.
 
Welche Sender via Kabel eingespeist werden, verraten Ihnen die Programmlisten der größten deutschen Kabelnetzbetreiber auf kabel.vodafone.de, unitymedia.de und telecolumbus.de
 
Einen Überblick über alle Sender, die via Antenne ausgestrahlt werden, gibt es auf dvb-t2hd.de.


Verschlüsselung

Herkömmliche CI-Module können Sie nicht mehr verwenden. Ausnahmslos alle Anbieter von Bezahlfernsehen unterstützen nur noch den Nachfolger CI-Plus (CI+). Da CI+-Module nicht abwärtskompatibel sind, funktionieren sie nur in einem kompatiblen CI+-Schacht. 

Shopping Tipp

Digitale Receiver, die über einen CI+-Schacht verfügen, erkennen Sie am aufgedruckten CI+-Logo.


 

Sendungen, die Sie mit einem CI+-Modul empfangen, sind in der Regel mit einem Kopierschutz versehen. Für den Zuschauer ergeben sich daraus gewisse Nutzungseinschränkungen, die sich auf die Aufnahme- und Time-Shift-Funktion auswirken. 
 

Sender können folgende Einschränkungen vornehmen: 
 

  • Die Aufnahmefunktion sperren oder die Abspielbarkeit einer Aufnahme zeitlich begrenzen.

  • Die Time-Shift-Funktion deaktivieren oder einschränken.

  • Das Vorspulen (z.B. von Werbepausen) bei Aufnahmen und Time-Shift unterbinden.

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