Digitale Sat-Receiver

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Ratgeber Digitale Sat-Receiver


Aktualisiert: 24.07.2019

Wissen kompakt

Seit Ende der 80er-Jahre können wir in Deutschland Satellitenfernsehen empfangen. Nach ersten Schwierigkeiten konnte der Astra-Satellit der neuen Technologie in den 90er-Jahren zum Durchbruch verhelfen. Nachdem 1994 auch der digitale Satellitenempfang eingeführt wurde, konnte dieser der analogen Technologie immer mehr den Rang ablaufen – das führte schließlich dazu, dass am 30. April 2012 die analoge Übertragung eingestellt wurde.

Der digitale Sat-Empfänger hat einige Vorteile gegenüber seinem ausgemusterten analogen Kollegen. Der Empfang ist zum Beispiel viel besser und auch weniger störungsanfällig: Wurde beim analogen Empfang die Schüssel durch Wind und Wetter mal etwas verdreht, war der Empfang gleich gestört oder nur noch Rauschen zu sehen. Dies ist beim Digitalempfang nicht der Fall. Außerdem kann über digitale Satellitenausstrahlung auch HDTV empfangen werden – das hochauflösende Fernsehen macht mit schärferen Bildern um einiges mehr Spaß als das analoge Fernsehen. Um die HD- und 4K-Sender auch richtig genießen zu können, sollte der digitale Sat-Receiver per HDMI an den Fernseher angeschlossen werden.

Mit der digitalen Technologie können auf einem Satelliten viel mehr Kanäle untergebracht werden – das heißt es gibt deutlich mehr TV-Sender für den Zuschauer. Auf weit über 100 frei empfangbare deutschsprachige Fernsehsender können Sie sich freuen. Natürlich sind auch viele Pay-TV Sender im Portfolio des digitalen Satellitenfernsehens. Auch ausländische Sender können problemlos empfangen werden – mit Satellitenfernsehen erlebt man wirklich Fernsehen ohne Grenzen.

Doch nicht nur Fernsehen kann über digitale Satelliten empfangen werden: Eine Vielzahl an Radioprogrammen wird ebenfalls ausgestrahlt – über 100 deutschsprachige Radiosender und etwa ebenso viele ausländische Stationen sind im Angebot. Weitere Vorteile des digitalen Satellitenfernsehens sind der gute Ton: Dolby 5.1 ist hier keine Seltenheit. Oft werden auch verschiedene Tonspuren ausgestrahlt – wer Originalfassungen liebt, bekommt die vor allem beim Pay-TV immer öfter mitgeliefert. Außerdem werden zusätzliche Informationen zu den gerade laufenden Sendungen ausgestrahlt. Und mit dem EPG, dem elektronischen Programmführer, wird eine Fernsehzeitschrift quasi überflüssig.

Für den Empfang von digitalem Satellitenfernsehen brauchen Sie eine Satellitenschüssel auf Ihrem Dach und einen digitalen Sat-Receiver (auch DVB-S2-Receiver genannt), mit dem wir uns im folgenden Kaufberater etwas näher beschäftigen wollen.

Kaufberater

Mit einem digitalen Sat-Receiver kommen Sie in den Genuss von enorm vielen Fernsehsendern, die oft sogar in HD (oder auch UHD) ausgestrahlt werden. Außerdem muss nur in die Satellitenschüssel und den Receiver investiert werden – monatliche Gebühren fallen hier nicht an (außer bei Pay TV). Im Gegensatz zu Kabelfernsehen gibt es hier viel mehr Auswahl – es spricht viel für das Satellitenfernsehen.

Um die tolle Bildqualität und die vielen Features aber richtig nutzen zu können, sollten Sie bei der Ausrüstung nicht sparen und sich nicht die billigste Schüssel und den günstigsten Receiver zulegen. Schließlich haben sich diese Kosten bald amortisiert, da die monatlichen Grundgebühren wegfallen. Und mit einem gut ausgestatteten digitalen Sat-Receiver macht das Satellitenfernsehen gleich doppelt so viel Spaß.
 

Sat-Receiver mit Festplatte

Eigentlich muss niemand der Abschaltung der analogen Satellitenübertragung hinterhertrauern. Schließlich bringt die digitale Übertragungstechnik viele Vorteile und übertrumpft die analoge in Sachen Bildqualität um Längen. Neben der überragenden HD-Bildqualität ist auch der Bedienkomfort um ein Vielfaches angestiegen.

Ein Festplattenreceiver vereint die Aufnahmefunktion, die schon vom Video- oder DVD-Rekorder bekannt ist, mit einer Empfangsfunktion für Satellitenfernsehen. Das heißt, mit diesem Gerät schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe – mit einem digitalen Sat-Receiver mit Festplatte brauchen Sie nur noch ein Gerät neben Ihrem Fernseher im Wohnzimmer.

Die Festplattengrößen schwanken zwischen einigen hundert GB und 2 TB. Je größer die Festplatte, desto mehr können Sie aufnehmen. Natürlich nehmen Programme in HD-Auflösung (oder gar 4K) mehr Platz weg als Sendungen in normaler Auflösung (SD genannt). So sind bei einem Sat-Receiver mit 500 GB starker Festplatte ungefähr 300 Stunden Aufnahme in SD- und etwa 120 Stunden in HD-Qualität möglich. Ein Receiver mit dicker Festplatte belastet allerdings auch den Geldbeutel stärker. Sie sollten also vorher schon ungefähr wissen, ob Sie lediglich ab und zu etwas aufnehmen wollen oder die Rekorder-Funktion häufig nutzen werden. Noch günstiger kommen Sie bei einem Sat-Receiver ohne Festplatte weg – dieser wird weiter unten beschrieben.

Wenn der Sat-Receiver schon eine Festplatte besitzt, sollte er auch unbedingt das Time Shift Feature beherrschen: Diese komfortable Funktion erlaubt das Stoppen einer Aufnahme und die Fortsetzung derselben zu einem späteren Zeitpunkt. Müssen Sie also während eines spannenden Fußballspiels ganz dringend mal wohin, wird einfach auf Pause gedrückt. Die Aufnahme läuft aber weiter, so dass diese bei der Rückkehr vom pausierten Zeitpunkt bis zum Schluss fertig geschaut werden kann, ohne dass eine Sekunde des Spiels verpasst wurde. Auch das Spulen während der Aufnahme ist hier möglich.

Shopping Tipp

Praktisch sind auch mehrere Sat-TV-Empfangsteile: So kann eine Sendung aufgezeichnet werden und gleichzeitig eine andere angeschaut werden. Achten Sie also darauf, ob der digitale Sat-Receiver einen HD-Doppeltuner besitzt (auch Twin-Tuner genannt).

Digitale Sat-Receiver ohne Festplatte

Diese Art des Sat-Receivers ist die günstigste: Hier wird sich rein auf den Empfang beschränkt. Aufnehmen von Fernsehprogrammen ist mit dem Gerät selbst nicht möglich. Es gibt aber digitale Sat-Receiver, die zumindest über einen USB-Anschluss verfügen. An diesen kann dann zum Beispiel eine externe Festplatte oder ein USB-Stick angeschlossen werden. So ist es dann auch durchaus möglich, in den Genuss des praktischen Time Shift zu kommen. Meist können Sie die Aufnahmen dann auch programmieren – aber auch das ist von Gerät zu Gerät unterschiedlich.

Sat-Receiver, die den Anschluss eines externen Speichermediums erlauben, werden auch PVR-ready genannt (PVR steht für „Personal Video Recorder“). Leider funktioniert nicht jede externe Festplatte problemlos mit jedem Sat-Receiver – es kann zum Beispiel zu Bild- oder Tonrucklern kommen. Hier sollten Sie vorher Erkundigungen einholen, ob die beiden Geräte auch zusammenpassen.

Die günstigsten digitalen Sat-Receiver sind ausstattungstechnisch also oft etwas schwach auf der Brust. So gibt es auch nicht immer einen CI+ Kartenleser, so dass Pay-TV eben auch nicht empfangen werden kann. Auch ist meist nur ein Empfangsteil an Bord: Das bedeutet, dass auch nur ein Programm gleichzeitig wiedergegeben werden kann. Wird zum Beispiel eine Sendung auf ARD aufgezeichnet, kann parallel dazu nichts anderes angeschaut werden. Teurere Modelle haben oft zwei oder mehr Tuner.

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