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Autoanhänger (120 Angebote bei 9 Shops)

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Bei Autoanhängern unterscheidet man zwischen einem 7-poligen und einem 13-poligen "Stecker", mit welchem der Anhänger und der PKW verbunden werden.

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Produkttyp
Autoanhänger gibt es nicht nur in verschiedenen Längen sondern auch mit unterschiedlicher Achsanzahl oder als Hoch- oder Tieflader.
Anhänger mit nur einer Achse haben den Vorteil, dass sie sich sehr einfach rangieren lassen, egal ob mit dem Auto oder per Hand. Sie haben ein geringeres Eigengewicht als Anhänger mit mehreren Achsen und sind günstiger in der Anschaffung. Der Vorteil einer zweiten Achse besteht darin, dass der Hänger stabiler ist und eine größere Nutzlast hat. Der Zweiachser läuft ruhiger und reagiert besser auf Spurrillen. Er rutscht nicht so leicht aus der Spur.
Die Ladefläche des Hochladers liegt genau über den Rädern, was das Ein- und Ausladen von verschiedenen Dingen vereinfacht. Um Schüttgut abzuladen, gibt es Autoanhänger mit Kippfunktion. Diese macht mühsames Schaufeln überflüssig. Die Rampe des Hochladers fällt im Gegensatz zu der des Tiefladers steiler aus. Diese setzt früher auf, da die Ladefläche hier zwischen den Rädern und somit insgesamt tiefer liegt.

Ausstattung
Die richtige Ausstattung schützt den Anhänger und gibt ihm Stabilität. Natürlich gibt es für jedes Modell andere Ausstattungen.
Das Stützrad wird bei Autoanhängern mit nur einer Achse vorne angebracht. Es hilft, den Anhänger zu stabilisieren und sorgt dafür, dass er stehen kann ohne zu kippen. So kann der Hänger leichter be- und entladen werden. Auch beim Rangieren ist das Stützrad eine große Hilfe.
Die Heckstützen können beim Be- und Entladevorgang ausgefahren oder ausgeklappt werden und geben dem Anhänger Stabilität. Sie sorgen dafür, dass er nicht kippt, auch wenn das Gewicht während des Be- und Entladens ungleichmäßig verteilt ist.
Eine Plane schützt sowohl die Ladung als auch den Anhänger vor Wind und Wetter. Sie wird entweder als Flachplane direkt über den Hänger gezogen, oder über einen Aufbau gespannt, der sich Spriegel nennt. Das schafft zusätzlichen Laderaum.
Bei hohen Seitenwänden ist eine Heckklappe von Vorteil. Auch die vordere Wand des Anhängers lässt sich bei manchen Modellen getrennt umklappen, wodurch mehr Platz für überlange Ladung geschaffen wird.

Features
Zusätzlich zur Ausstattung erleichtern verschiedene Features den Umgang mit Autoanhängern.
Fahrwerksdämpfer sorgen für mehr Fahr- und Bremsstabilität. Er vermindert die Stöße, die vom Anhänger auf die Ladung übertragen werden. Hüpft der Anhänger zu sehr, kann die Ladung zu Bruch gehen oder sogar herunterfallen. Durch die Dämpfer hat der Autoanhänger optimalen Bodenkontakt.
Ob ein Anhänger besser gebremst oder ungebremst sein soll hängt ganz vom Zugfahrzeug und der angedachten Beladung des Anhängers ab. Ein gebremster Autoanhänger bietet viele Vorteile. Die Bremsen des Zugfahrzeuges werden entlastet und der Anhänger bricht bei einer Vollbremsung nicht so leicht aus. Somit drückt der Anhänger weniger auf das Zugfahrzeug. Für ungebremste Anhänger gelten oft Einschränkungen von der Zulassungsstelle oder vom Fahrzeughersteller. Dafür sind sie aber wesentlich günstiger.

Material
Aus welchem Material der Autoanhänger sein sollte, richtet sich ganz danach, welche Preisvorstellung vorliegt und für welche Ladung er zum Einsatz gebracht werden soll. Wird er nur sporadisch genutzt, reicht ein Günstigerer aus. Wird er sehr häufig und für schwere, sperrige Lasten gebraucht, eignet sich eher ein teureres Modell, da diese meist besser verbaut sind.
Anhänger aus Aluminium haben den Vorteil, dass ihr Leergewicht relativ gering ist, was es ermöglicht, den Anhänger schwerer zu beladen, ohne das zulässige Gesamtgewicht zu überschreiten. Die Aluminiumwände sollten aber eine gewisse Dicke aufweisen, um dem Anhänger die nötige Stabilität zu verleihen.
Eine Siebdrucksperrholzplatte besteht aus mehreren verleimten Sperrholzplatten. Sie lässt sich gut beschichten, was ihr neue Eigenschaften verleiht. So ist die Platte rutschhemmend, was viel zur Ladungssicherung beiträgt, und spritzwasserfest. Sie sollte aber dennoch nicht so oft mit Regen in Kontakt kommen. Anhänger mit Holzplatten sind stabiler und weisen weniger oft Dellen auf, die z.B. durch unvorsichtige Beladung entstehen.
Die stabilsten Anhänger bestehen aus einem vollverschweißten, feuerverzinkten Rahmen. Dieser Rahmen ist mit einer Schicht Zink überzogen, die sehr widerstandsfähig ist. Die Besonderheit eines feuerverzinkten Rahmens besteht darin, dass dieser über einen aktiven und passiven Korrosionsschutz verfügt. Der aktive Schutz entsteht durch den Zinküberzug und der passive durch die Barrierewirkung des Überzuges.

Zulassung
Das zulässige Gesamtgewicht hängt vom Führerschein des Fahrers, dem Zugfahrzeug und dem Gewicht, dass der Anhänger tragen kann ab. Wobei schwerere Anhänger zwar weniger Ladung zulassen, dafür aber im Leerzustand ruhiger auf der Straße liegen.
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Wissen Kompakt

Suchen Sie nach einer Lösung, um zusätzliches Gepäck mit dem Auto zu transportieren, das nicht mehr in den Kofferraum passt? Oder möchten Sie vielleicht das geliebte Motorrad mit in den Urlaub nehmen? Dann ist ein Autoanhänger die optimale Lösung für Sie. 

Autoanhänger sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich und unterschiedlich einsetzbar: Ob als zusätzlicher Stauraum für Gepäck, einen Umzug oder den Transport von anderen Fahrzeugen – für jede Gelegenheit gibt es das passende Modell. 

Autoanhänger sind Fahrzeuge, die nicht über einen eigenen Antrieb verfügen. Sie werden an ein Auto gekoppelt und von ihm gezogen. Dies geschieht über eine Anhängerkupplung, die sich bereits am Auto befindet oder die Sie nachträglich anbauen. 

Wissenswert

 Auch Anhänger müssen zugelassen werden.

Legen Sie sich einen neuen Autoanhänger zu, müssen Sie in Ihrer Kfz-Zulassungsstelle eine Zulassung beantragen. Für Autoanhänger benötigen Sie dazu ein Nummernschild, welches Sie auf der Rückseite des Anhängers anbringen. Autoanhänger sind ebenso wie Autos oder Roller hauptuntersuchungspflichtig.

Zulassungsfrei sind beispielsweise Anhänger für die Land- und Forstwirtschaft.   

Grundsätzlich dürfen alle Autofahrer Anhänger mit einer zulässigen Gesamtmasse, d. h. der Summe aus Leergewicht und maximaler Beladung, bis maximal 750 kg mitführen, die den Führerschein der Klasse B besitzen. Wenn die zulässige Gesamtmasse der Kombination von Anhänger und Auto nicht 3.500 kg übersteigt, dürfen Sie mit dieser Führerscheinklasse sogar Anhänger mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 750 kg mitführen. 

Damit Sie den passenden Autoanhänger für Ihre Bedürfnisse finden, haben wir für Sie in unserem Kaufberater die wichtigsten Auswahlkriterien zusammengestellt.
 


Kaufberater

Für die unterschiedlichen Transportanforderungen sind meist jeweils passende Autoanhänger-Modelle verfügbar. Welche Autoanhänger-Typen angeboten werden, wie die Anhänger ausgestattet sind und was Sie noch in Bezug auf die Gewichtsklassen beachten müssen, erfahren Sie im folgenden Kaufberater.  

Erfahren Sie in unserem Kaufberater mehr zu den Themen


Bedenken Sie für den Kauf eines idealen Autoanhängers vor allem folgende Gesichtspunkte:

  • Wählen Sie den passenden Anhänger-Typ für Ihre Ladung.
    Es stehen viele Anhänger zur Auswahl, die für verschiedene Ladungen ausgelegt sind. Für den Transport von Fahrzeugen eignen sich beispielsweise Trailer, für andere Ladungen wie Gepäck oder Bauschutt sind Pritschen oder Kipper verfügbar. Die geschlossenen Kofferanhänger schützen Ihre wertvolle Ladung vor Wetter und Diebstahl.

  • Die Anhängelast entscheidet über die richtige Gewichtsklasse des Anhängers. 
    Autoanhänger sind in verschiedenen Gewichtsklassen erhältlich. Ausschlaggebend ist hierbei das zulässige Gesamtgewicht des Anhängers und wie schwer Sie ihn beladen dürfen. Besitzt der Anhänger eine Bremse, dürfen Sie ihn schwerer beladen als ungebremste Modelle. Zudem kann nicht jedes Auto alle Anhänger-Gewichtsklassen ziehen. 

  • Die richtige Ausstattung ist für einen sicheren Transport von Bedeutung.
    Damit Sie und Ihr Gepäck sicher am Zielort ankommen, sind die Ausstattung und das passende Zubehör sehr wichtig. Einige Ausstattungsmerkmale sind gesetzlich verpflichtend, andere Elemente verbessern den Fahrkomfort und erhöhen die Sicherheit.

Achtung!

Sichern Sie Ihre Ladung ausreichend.

Damit Sie andere und sich selbst nicht in Gefahr bringen, ist eine gute Ladungssicherung sehr wichtig. Mit Zurrgurten, Netzen oder Planen schützen Sie Ihr Gepäck und gleichzeitig andere Verkehrsteilnehmer. 

Die Ladungssicherung ist außerdem gesetzlich vorgegeben in § 22 StVO (Straßenverkehrsordnung) und in § 412 HGB (Handelsgesetzbuch).

Ein Autoanhänger dient insbesondere dem Transport von zusätzlichem Gepäck bzw. schwerer oder sperriger Ladung. Er besitzt keinen eigenen Antrieb und besteht aus Anhängerrahmen und -aufbau sowie aus Ladefläche, Achse, Deichsel und Anhängerkupplung. 

Die Deichsel ist die Zugvorrichtung am Anhänger. Sie verbindet Anhängerrahmen und Autoanhängerkupplung. Die meisten Pkw-Anhänger besitzen Starrdeichseln. Sie sind fest mit dem Rahmen verbunden, wodurch sich Achse und Rahmen parallel bewegen. 

Die Anzahl der Achsen sowie die Ladeflächenhöhe beeinflussen den Fahr- und Ladekomfort Ihres Anhängers, während vor allem Anhängerrahmen und -aufbau für verschiedene Ladungen ausgelegt sind.

Bedenken Sie

Nicht jedes Auto kann jeden Anhänger ziehen.

Damit Sie den passenden Anhänger für Ihr Zugfahrzeug finden, müssen Sie auf die maximale Anhängelast Ihres Fahrzeugs, der Nutzlast des Anhängers (das maximale Gewicht der Ladung) und das Leergewicht des Anhängers (Anhänger ohne Ladung) achten. 

Mehr Informationen über Achsen und die Ladefläche erhalten Sie in den entsprechenden Rubriken. Was Sie hinsichtlich des Gewichts zu beachten haben, erfahren Sie in dem gleichnamigen Kapitel.

Vor dem Kauf eines Autoanhängers ist es daher zuerst wichtig zu wissen, was Sie transportieren möchten. Ist das Gepäck schwer oder leicht? Besteht es aus Einzelteilen oder ist es eine sperrige Ladung wie ein Straßenfahrzeug? Lässt es sich einfach oder nur schwer verladen? 

Damit Ihre Ladung genügend gesichert ist und der Anhänger optimal zum Gepäck passt, stehen verschiedene Modelle für den alltäglichen Gebrauch zur Auswahl. Sie unterscheiden sich in dem Anhängeraufbau. 

Auf den Punkt!
  • Pritschenanhänger besitzen als klassische Autoanhänger eine offene Ladefläche mit oftmals klappbaren Seitenwänden. Sie eignen sich somit für viele alltägliche Einsatzzwecke wie den Transport von Sperrmüll, Gartenabfällen oder sperrigen Möbeln. 

  • Kippanhänger ähneln im Aufbau den Pritschen, die Ladefläche lässt sich jedoch elektrisch oder manuell kippen. Daher kommen sie vor allem als Transportlösung für Bauschutt, Erde oder Ähnliches zum Einsatz.

  • Kofferanhänger besitzen eine geschlossene Ladefläche mit meist klappbaren Seitenwänden und Türen. Halbhohe Varianten besitzen einen mit Dämpfern ausgestatteten Deckel. Kofferanhänger schützen Ihre Ladung vor Wetter und Diebstahl und eignen sich somit für empfindliches oder wertvolles Gepäck.

  • Fahrzeugtransportanhänger sind mit Ladeflächen ausgestattet, die speziell für den Transport verschiedener Fahrzeuge angefertigt sind. So können Sie damit Autos, Motorräder oder auch Boote sicher transportieren. 

Neben diesen klassischen Autoanhängern gibt es auch Sonderformen, beispielsweise für den Transport von Vieh, Pferden oder Segelflugzeugen. Auch besonders große Exemplare wie ein Wohnwagen oder ein Verkaufswagen lassen sich zu den etwas spezielleren Anhängern zählen.
 


Pritschenanhänger

Pritschenanhänger besitzen eine offene Ladefläche, wahlweise mit abnehmbaren, klappbaren oder auch gar keinen Bordwänden. Diese sind in der Standardausführung 30–40 cm hoch. Sie können die Anhänger jedoch auch mit höheren Rahmen kaufen oder ersetzen. 

Pritschen sind flexibel und vielfältig einsetzbar und daher auch als Universal- oder Mehrzweckanhänger bekannt

Shopping Tipp

Mit einer Plane oder einem Netz als Zubehör können Sie Ihre Ladung auch auf einer Pritsche optimal sichern.

Pritschen sind in einer großen Preisspanne erhältlich: Sie zahlen je nach Größe und Ausstattung durchschnittlich zwischen 450–7.000 € für dieses Modell.
 


Kippanhänger

Kippanhänger – auch Kipper genannt – ähneln auf den ersten Blick den Pritschenanhängern, da sie ebenfalls eine offene Ladefläche mit klappbaren Bordwänden besitzen. Allerdings können Sie die Ladefläche mithilfe einer elektrischen oder manuellen Pumpe kippen. Zusätzlich ist die hintere Bordwand bei einigen Modellen schwenkbar, d. h. nur an den oberen Ecken verankert. Die Wand kann somit aufklappen, wenn Sie die Ladefläche kippen. Einige Modelle besitzen außerdem Gitter, die auf den Bordwänden angebracht sind und die Ladung stabil sichern. 

Kipper sind in 2 Varianten erhältlich:

  • Rückwärtskipper
    Mit diesem Modell können Sie Ihre Ladefläche nur nach hinten kippen.
  • Dreiseitenkipper
    Die Ladefläche kann bei diesem Anhänger zu 3 Seiten kippen – nach hinten, links oder rechts.

Aufgrund der Kippfunktion ist dieser Anhänger-Typ für den Transport von beispielsweise Schutt, Erde oder Steinen besonders gut geeignet. Aber auch für die Beförderung von sperrigem Ladegut kann ein Kipper zum Einsatz kommen.

Der Preis für Autokippanhänger liegt zwischen 3.000–7.000 €.
 


Kofferanhänger

Anhänger mit einem Koffer- oder Kastenaufbau besitzen eine geschlossene Ladefläche mit hohen Wänden, die Sie zum Teil aufklappen können. Zudem haben sie unterschiedliche Arten von Türen, die sich meist am Heck oder an der Seite des Anhängers befinden. Diese bestehen entweder aus einer einfachen Tür, einer Doppeltür oder einer Auffahrrampe und sind überwiegend verschließbar. Manche Kofferanhänger sind zusätzlich mit einem ausklappbaren Vordach ausgestattet.

Es sind außerdem halbhohe Kofferanhänger – sogenannte Deckelanhänger – erhältlich, die zusätzlich einen Deckel besitzen. Dieser ist in der Regel nach oben aufklappbar und mit Dämpfern ausgestattet, die ihn stützen. 

Vorteil der Kofferanhänger ist ihr abgeschlossener Laderaum, wodurch die Ladung vor Wetter und Diebstahl geschützt ist. Daher sind sie besonders für den Transport von empfindlichem oder wertvollem Gepäck geeignet. Aber auch anderweitig sind Kofferanhänger einsetzbar. Für Bauschutt oder Ähnliches eignen sie sich jedoch eher weniger.

Der Preis für einen Kofferanhänger beträgt je nach Ausführung durchschnittlich zwischen 1.450–13.000 €. Besonders exklusive Modelle für spezielle Einsatzzwecke – beispielsweise Verkaufswagen – können auch bis zu 27.000 € kosten. 
 


Fahrzeugtransportanhänger

Fahrzeugtransportanhänger, auch als Trailer bekannt, sind speziell angefertigte Anhänger für den Transport unterschiedlicher Fahrzeuge. Die Ladefläche ist optimal an das jeweilige Fahrzeug angepasst. 

Im Folgenden unterscheiden wir für Sie folgende 3 Trailer:



 

Autotrailer

Diese Trailer für den Transport von Autos besitzen Ladeflächen, die entweder offen oder bei sehr hochwertigen Modellen auch kastenförmig geschlossen sind. Sie sind meist mit Standschienen oder einem griffigen Metallboden ausgestattet. 

Autotransporter haben in der Regel Auffahrrampen, die leicht zu montieren sind und das Beladen erleichtern. Einige Trailer sind aber auch als Absenkanhänger erhältlich, welche noch mehr Beladungskomfort bieten: Das Heck des Trailers können Sie absenken und Ihr Fahrzeug bequem auf den Anhänger schieben oder fahren.  

Die Preisspanne ist mit ca. 2.100–25.000 € sehr groß. Der Preis gestaltet sich dabei vorrangig nach Ausführung und Größe. 



 

Bootstrailer

Bootstrailer sind durch ein Stangengerüst perfekt an die Form der Boote angepasst und garantieren einen sicheren Transport. Es gibt sie in folgenden Varianten:



 
Trailer für Motor- und Segelboote

Trailer für Motor- und Segelboote verfügen in der Regel über eine Seilwinde am vorderen Ende des Anhängers, um das Boot auf den Anhänger zu ziehen. Damit das Boot optimal gestützt wird, ist der Anhänger mit unterschiedlichen Stütz- und Rollvorrichtungen ausgestattet. Die Bug- oder Heckstützen mit Gummiauflagen oder Kielrollen tragen zur Ladungssicherung und zum bequemen Verladen des Bootes bei. 

Je nach Verwendung für Motor- oder Segelboot unterscheiden sich die Trailer in der Länge und der Größe ihrer Außenstützen.

Viele Bootstrailer können Sie nicht nur als Transportmittel, sondern auch als Slipwagen verwenden. Slipwagen befördern die Boote aus dem Wasser an das Land und wieder in das Wasser zurück. Die meisten Bootstrailer sind daher wasserfest.

Bootstrailer für Motor- und Segelboote kosten durchschnittlich zwischen 900–5.300 €.




Trailer für Kanus und Kajaks

Mit einem Bootstrailer für Kanus, Kajaks oder Kanadier können Sie meist mehrere Boote transportieren. Diese Bootstrailer bestehen in der Regel aus Gestell und Querstangen. Da Kajaks lang und schmal sind, befinden sich 2 Stützen auf dem Trailer. Heck und Bug des Bootes werden somit optimal gestützt. Mehrere Querstangen können mehrere Kajaks neben- und übereinander befördern. 

Zusätzlich sind auch Anhänger für den Transport von nur 1 Kanu erhältlich. Sie besitzen in der Regel nur eine Längsstange mit Gummistützen. Bootstrailer für Kanu, Kajak oder Kanadier sind teilweise wasserfest erhältlich.

Der Preis für einen Bootstrailer für Kanus, Kajaks oder Kanadier beläuft sich je nach Modell auf ca. 1.150–2.200 €.



Motorradtrailer

Die flache, offene Ladefläche eines klassischen Motorradanhängers besteht aus sehr breiten Schienen, die seitlich Schutzränder besitzen. Bügel an der Vorderseite stabilisieren die Motorräder. Spezielle Verankerungen dienen der Befestigung von Zurrgurten. Je nach Modell können Sie 1–2 Motorräder transportieren.

Shopping Tipp

Auf großen Motorradanhängern können Sie häufig auch Quads transportieren.

Es gibt auch sehr kleine Autoanhänger, sogenannte Smart-Anhänger, die Sie mit einem Motorradsatz nachrüsten und so auch für den Transport von 3 Motorrädern nutzen können. 

Manche Motorradanhänger sind auch als Kofferanhänger, also in geschlossener Form, erhältlich. Sehr exklusive Modelle, sogenannte Transformer, besitzen dabei ausklappbare Seitenwände. Diese erleichtern das Verladen und Befestigen der Motorräder. 

Der Preis für einen Motorradanhänger beträgt je nach Größe und Ausführung zwischen 700–17.000 €.
 


Achsen

Die Achse eines Fahrzeugs ist eine Querstange, die 2 parallellaufende Räder miteinander verbindet. Autoanhänger können mit 1 oder 2 Achsen ausgestattet sein, besitzen also 2 oder 4 Räder. Sie sind somit in folgenden Varianten erhältlich:

Je nach Ausführung haben die Autoanhänger verschiedene Eigenschaften, die vor allem den Fahrkomfort beeinflussen:

Eigenschaften Einachser Zweiachser
Hohe Nutzlast - +
Geringes Eigengewicht + -
Ruhiger Lauf - +
Gutes Rangieren + -
Sicherer Stand - +
Kostengünstig + -


Nicht alle Anhänger besitzen durchgehende, starre Achsen: Einige sind mit einer Einzelradaufhängung ausgestattet. Die durchgehende Achse entfällt und wird durch den Anhängerrahmen ersetzt, an dem die Radaufhängung befestigt ist. Während sich die Räder der Starrachsen nur gemeinsam bewegen können, laufen die gegenüberliegenden Räder einer Einzelradaufhängung hingegen unabhängig voneinander. Dies ermöglicht eine sehr gute Bodenhaftung. 

Besitzt Ihr Anhänger starre Achsen, sind diese meist gefedert. Mehr dazu erfahren Sie in der Rubrik Federachsen.

Anhänger mit einer Einzelradaufhängung sind wie Modelle mit Starrachsen mit 2 oder 4 Rädern erhältlich. Die jeweiligen Eigenschaften stimmen mit denen der Ein- und Zweiachser überein.

Bedenken Sie

Eine falsche Beladung wirkt sich negativ auf das Fahrverhalten aus.

Ist die Ladung falsch verteilt, belastet sie die Deichsel zu stark und zieht den Pkw in Mitleidenschaft: Ist das Gewicht zu weit vorn im Anhänger, drückt es die Deichsel nach unten. Sie kann dadurch brechen, die Heckachse des Autos belasten und damit dessen Frontachse anheben. Befindet sich das Gepäck nur auf dem hinteren Anhängerteil, zieht das Gewicht die Deichsel nach oben und entlastet die Heckachse des Zugfahrzeugs. Beides wirkt sich negativ auf die Fahrdynamik aus.

Positionieren Sie schwere Gegenstände am besten über der Achse des Anhängers und zurren sie diese dort fest.

 

Einachser

Autoanhänger mit nur 1 Achse besitzen 2 Räder. In der Regel befindet sich die Achse in der Mitte der Ladefläche.

Einachser lassen sich gut rangieren und besitzen ein geringes Gewicht. Die Nutzlast ist allerdings in der Regel kleiner als die von Zweiachsern, wodurch sie weniger Ladung transportieren können.

Anhänger mit nur 1 Achse sind häufig günstiger. Empfehlenswert sind sie für leichtes Gepäck und eine gelegentliche Nutzung. 
 


Zweiachser

Zweiachser besitzen 4 Räder. Die 2 Achsen des Anhängers sitzen ebenfalls recht mittig unter der Ladefläche und haben einen Mindestabstand von 1 m. Sind die Achsen weniger als 1 m voneinander getrennt, werden die Modelle als Tandemanhänger bezeichnet.

Bedenken Sie

Prüfen Sie in Ihrer Fahrerlaubnis, welchen Anhänger Sie fahren dürfen.

Personen mit einem Führerschein der Klasse B dürfen keine Zweiachser fahren. Dafür benötigen Sie beispielsweise den Führerschein mit der Schlüsselzahl B96, BE oder C1. 

Tandemanhänger sind eine Ausnahme: Sie besitzen zwar 2 Achsen, vor dem Gesetz gelten sie aber durch den geringeren Achsenabstand als Einachser. Daher dürfen Sie diese Anhänger auch mit dem Führerschein der Klasse B fahren. 

Zweiachser sind durch die höhere Räderanzahl und das schwere Eigengewicht stabiler. Sie sind standfest, wodurch die Deichsel- und Radlast des Pkws sinkt. Außerdem laufen Anhänger mit 2 Achsen ruhiger und reagieren besser auf Spurrillen. Zweiachser sind jedoch weniger gut rangierbar, da sie einen größeren Wendekreis besitzen. 

Shopping Tipp

Tandemanhänger können Sie etwas leichter rangieren, da ihre Achsen näher beieinanderliegen. 

Zweiachser besitzen häufig eine höhere Nutzlast, sie eignen sich somit auch für großes und schweres Gepäck. Sie sind jedoch meist etwas teurer als Einachser.
 


Ladefläche

Die meisten Autoanhänger-Typen gibt es mit verschiedenen Ladeflächenhöhen. So haben Sie die Wahl zwischen folgenden Varianten:

Die unterschiedlichen Ladeflächenhöhen haben jeweils ihre Vor- und Nachteile, die sich sowohl auf den Belade- als auch Fahrkomfort auswirken:

Eigenschaften Tieflader Hochlader
Große Ladefläche - +
Alle Bordwände klappbar - +
Bequeme Be- und Entladungshöhe + -
Gute Straßenlage + -


 


Hochlader

Bei einem Hochlader befindet sich die Ladefläche des Anhängers über den Rädern. Somit wird sie nicht von den Radkästen eingeschlossen bzw. begrenzt und bietet dementsprechend mehr Platz für Ihre Ladung. Außerdem sind häufig alle Bordwände klappbar, sodass sie den Anhänger von allen Seiten beladen können. 

Da die Ladefläche jedoch höher liegt, fällt das Beladen von Hand etwas schwerer – das Gepäck müssen Sie weiter anheben als bei einem Tieflader.

Bedenken Sie

Die Anhängermaße sind rechtlich festgelegt.

Die maximale Breite, Länge und Höhe der Anhänger ist in § 32 (1 ff.) StVZO (Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung) festgelegt, zusätzlich gilt die ISO-Norm 612-1978. Ein Anhänger darf nur maximal 2,50 m breit, 12 m lang und 4 m hoch sein. 

Wenn Sie mehr über die gesetzlichen Verordnungen für die Beladung eines Anhängers wissen möchten, können Sie sich in der FAQ informieren: Wie weit darf die Ladung beim Autoanhänger überstehen?

Der Fahrzeugschwerpunkt liegt bei einem Hochlader zudem höher. Vor allem in Kurven kann das die Fahrdynamik negativ beeinflussen. Möchten Sie den Anhänger noch mit Gittern oder Hochplanen ausstatten, wird auch der gesamte Aufbau höher. Beachten Sie das vor allem in Hinblick auf die Durchfahrtshöhe und den Luftwiderstand. 

Häufig besitzen Hochlader jedoch kleinere Räder als Tieflader, sodass der Höhenunterschied zwischen den Modellen verringert wird. Darunter können aber wiederum auch die Fahreigenschaften des Anhängers leiden, da die kleineren Räder weniger Bodenhaftung und somit auch weniger Grip in der Kurve haben. 
 


Tieflader

Bei Tiefladern liegt die Ladefläche zwischen den Rädern, sodass sie von den Radkästen eingeschlossen wird. Dadurch ist der Laderaum des Anhängers meist kleiner und die Bordwände lassen sich nicht an den Seiten umklappen. 

Von Vorteil ist, dass die Ladefläche des Tiefladers eine niedrigere Höhe hat als die des Hochladers. Das ist vor allem praktisch, wenn Sie schwere Gegenstände auf den Anhänger laden möchten. Auch hat dieser durch die tiefliegende Ladefläche meist einen niedrigeren Fahrzeugschwerpunkt und auch größere Räder, was sich positiv auf die Fahreigenschaften auswirkt. Der Anhänger liegt somit besser auf der Straße.
 


Gewicht

Bei der Wahl eines Anhängers gilt es hinsichtlich des Gewichts einiges zu beachten: So sind sowohl die maximale Anhängelast und die Stützlast des Pkws als auch die Nutzlast des Anhängers wichtige kaufentscheidende Kriterien.
 


Anhängelast

Während der Beförderung eines Anhängers wird das Zugfahrzeug stark durch das zusätzliche Gewicht belastet. Damit es dieser Belastung standhält, ist in der Zulassungsbescheinigung des Fahrzeugs die maximale Zuglast festgehalten. Diese Anhängelast ist das zulässige maximale Gesamtgewicht, das der Anhänger aufweisen darf. Das Gesamtgewicht setzt sich aus dem Leergewicht und der maximalen Nutzlast des Anhängers zusammen.

Bedenken Sie

Auch wenn es Ihr Führerschein erlaubt, Anhänger bis 3,5 t mitzuführen, ist Ihr Pkw dafür eventuell nicht zugelassen. 

Bei Nichtbeachtung liegt ein Verstoß gegen die StVZO vor und Sie müssen mit Punkten und Bußgeldern rechnen. Zudem gefährdet es Ihre Sicherheit und die der anderen Verkehrsteilnehmer.

Das zulässige Gesamtgewicht des Anhängers darf demnach höchstens so groß sein wie die maximale Zuglast des Pkws. Sie müssen außerdem die zulässige Gesamtmasse des Zugfahrzeugs, also das kombinierte Gewicht von Auto und beladenem Anhänger, einhalten.

Damit das Zugfahrzeug nicht überlastet wird, sind Anhänger ab einem bestimmten Gewicht mit eigener Bremse ausgestattet:

  • Ungebremste Anhänger – bis 750 kg
    Anhänger mit maximal 750 kg zulässigem Gesamtgewicht gelten als leichte Anhänger und dürfen ungebremst sein. Ungebremste Anhänger besitzen keine integrierte Bremse, die Bremsleistung übernimmt komplett das Zugfahrzeug. Sie eignen sich für leichte Lasten und sind meist etwas günstiger. 

  • Gebremster Anhänger – bis 3.500 kg
    Das maximal zulässige Gesamtgewicht gebremster Pkw-Anhänger beträgt 3.500 kg. Gebremste Anhänger besitzen eine eigene Bremse, welche das Zugfahrzeug entlastet: Sie wird aktiviert, sobald das Zugfahrzeug bremst und der Anhänger aufläuft. Diese Modelle werden als schwere Anhänger bezeichnet und sind insgesamt teurer als ungebremste Anhänger. Dafür bieten sie mehr Sicherheit während der Fahrt und können schwerere Ladung befördern. 
Recherche Tipp

Die Angaben zur zulässigen Anhängelast finden Sie in Teil I der Zulassungsbescheinigung. 

Der Punkt O.1 bezeichnet die technisch zulässige Anhängelast gebremst in kg, der Punkt O.2 hingegen die technisch zulässige Anhängelast ungebremst in kg.


 


Nutzlast

Die Nutzlast eines Autoanhängers ist das Gewicht, mit dem Sie ihn maximal beladen dürfen. Die Angabe dazu finden Sie meist in dem technischen Datenblatt des Modells. 

Sie können die Nutzlast aber auch aus dem Gesamt- und Leergewicht des Autoanhängers berechnen: Die Differenz beider Werte ergibt das Gewicht, mit dem Sie den Anhänger maximal beladen dürfen. 

Bedenken Sie

Montieren Sie Zubehör an Ihrem Anhänger, müssen Sie die maximale Nutzlast um dessen Eigengewicht verringern.

Je nach Typ und auch Modell verfügen Anhänger jeweils über unterschiedliche Nutzlasten. Folgende Tabelle gibt Ihnen einen groben Überblick über durchschnittliche Nutzlasten von verschiedenen Autoanhänger-Typen:

Anhänger-Typ Maximale Nutzlast
Pritschenanhänger Ca. 750–2.800 kg
Kippanhänger Ca. 900–2.500 kg
Kofferanhänger Ca. 450–2.500 kg
Autotrailer Ca. bis 2.800 kg
Bootstrailer Ca. 450–2.900 kg
Motorradtrailer Ca. 750–1.400 kg


 


Stützlast

Die Stützlast ist das tatsächliche Gewicht, mit dem der Anhänger auf die Anhängerkupplung des Pkws drückt. Sie beeinflusst insbesondere die Stabilität des Anhängers während der Fahrt. 

Recherche Tipp

Die maximale Stützlast des Anhängers finden Sie meist direkt am Modell aufgedruckt oder in dem technischen Datenblatt.

Beim Kauf eines Anhängers sollten Sie daher auch die Werte der zulässigen Stützlast in Ihren Fahrzeugzulassungspapieren beachten. Diese Werte geben an, welche Stützlast Ihr Auto maximal verkraftet, ohne Schaden zu nehmen oder die Sicherheit zu gefährden. 

Es gibt jedoch auch einen Minimalwert für die Stützlast: Dieser muss laut Gesetz mindestens 4 % des tatsächlichen Gesamtgewichts des Anhängers betragen. Somit sollte also auch ein leerer Anhänger diesen Wert erfüllen.

Shopping Tipp

Um die tatsächliche Stützlast Ihres Anhängers zu berechnen, können Sie als Zubehör eine Stützlastwaage verwenden.

Neben Bußgeldstrafen und Punkten birgt eine falsche Stützlast auch einige Gefahren:

  • Zu hohe Stützlast
    Ist die Stützlast zu hoch, kann die Anhängerkupplung des Pkws sowie die Deichsel des Anhängers brechen. Zudem wird die Hinterachse des Autos zu stark belastet, sodass die Vorderräder weniger Halt auf der Straße haben und Sie das Auto nicht mehr sicher steuern können. 

  • Zu niedrige Stützlast
    Ist die Stützlast hingegen zu gering, wird die Vorderachse des Autos zu sehr belastet. Hat der Pkw Hinterradantrieb, kann die Zugkraft darunter leiden. Außerdem wirken so auf die Anhängerdeichsel starke Zugkräfte ein.
Bedenken Sie

Möglicherweise ist die Anhängerkupplung für eine geringere oder höhere Stützlast als Ihr Pkw ausgelegt.

Weicht die Stützlastangabe Ihres Autos von dem Wert Ihrer (abnehmbaren) Anhängerkupplung ab, ist der niedrigere Maximalwert zu berücksichtigen.


 

Ausstattung

Je nach Anhänger-Typ und Modell ist ein Autoanhänger mit verschiedenen Elementen ausgestattet. Diese gewährleisten zum einen die Funktion des Anhängers und können zum anderen für eine erhöhte Sicherheit sorgen.

Folgende Ausstattungsmerkmale kann ein Autoanhänger aufweisen:


 


Abreißseil
Gebremste Autoanhänger sollten in der Regel mit einem Abreißseil ausgestattet sein. Springt der Anhänger versehentlich von der Anhängerkupplung, ist das Abreißseil die letzte Verbindung zwischen Zugfahrzeug und Anhänger. Das Gewicht des Anhängers zieht am Seil, wodurch wiederum die Bremsen des Anhängers aktiviert werden. Ist die Bremse betätigt, reißt das Seil üblicherweise ab. Der Anhänger bleibt dadurch sicher stehen und rollt nicht unkontrolliert weiter. 

Wie Sie ein Abreißseil korrekt befestigen, erfahren Sie in unserer FAQ: Wie montiere ich ein Abreißseil?


 


Antischlingerkupplung

Eine schlechte Fahrbahn, eine falsche Beladung oder eine sehr schnelle Fahrgeschwindigkeit kann den Anhänger schnell zum Schlingern bringen. Oftmals bekommt der Fahrer den Anhänger nicht unter Kontrolle und es passiert ein Unfall. Für den optimalen Schutz sind deshalb manche Anhänger bereits mit einer Sicherheitskupplung ausgestattet, die das Schlingern des Anhängers verhindert. Schwere Anhänger besitzen in der Regel diese Spezialkupplungen, aber Sie können auch einen leichten Anhänger damit nachrüsten.

Die Antischlingerkupplung ist ähnlich aufgebaut wie eine einfache Anhängerkupplung. Einige Modelle besitzen einen größeren Spanngriff und andere einen zusätzlichen Spannhebel und Drehknauf an der Seite der Kupplung. Das Besondere der Antischlingerkupplung liegt im Inneren der Kuppelschale. Dort befinden sich 2 oder 4 kreisrunde Reibbeläge. Kuppeln Sie den Anhänger an das Zugfahrzeug und betätigen den Spanngriff bzw. Spannhebel, umklammern die Reibbeläge fest die Kuppelkugel. Es entsteht während der Fahrt eine starke Haftreibung. Die Bewegung zwischen Kuppelkugel und Kupplungsklaue wird erschwert und das Schlingern des Anhängers verhindert. 

Bedenken Sie

Sind die Reibbeläge verschlissen, müssen Sie diese erneuern.

Die starke Haftreibung lässt die Reibbeläge verschleißen. Sie sollten daher regelmäßig nachprüfen, ob Sie ausgetauscht werden müssen. Dazu befindet sich in der Regel auf der Antischlingerkupplung eine Anzeige. Anhand dieser sehen Sie den Verschleißzustand der Reibbeläge. 

Sie sollten zudem die Kuppelkugel und -schale regelmäßig säubern, da durch Verunreinigung die Funktion der Sicherheitskupplung nicht mehr gewährleistet ist.


 

Auffahrrampen

Auffahrrampen finden Sie meist in der Ausstattung von Trailern. Doch auch andere Anhänger können Sie damit nachrüsten, um beispielsweise mit Schubkarren Schutt auf den Anhänger zu laden. 

Auffahrrampen setzen Sie am hinteren Ende des Anhängers mit der kurzen Ablagefläche an. Ohne das zu transportierende Fahrzeug anheben zu müssen, können Sie es somit auf den Anhänger fahren oder schieben. 

Die Auffahrrampen bestehen meist aus Aluminium oder Stahl und sind in unterschiedlichen Längen erhältlich. Die Oberfläche der Rampen ist mit einem ausgeprägten Profil für einen guten Halt ausgestattet. 
 


Beleuchtung

In der StVZO ist in § 49a–54b die Regelung für die Beleuchtung von Fahrzeugen festgelegt. Laut StVZO § 49a (1) „dürfen [an Anhängern] nur die vorgeschriebenen und für zulässig erklärten lichttechnischen Einrichtungen angebracht sein“. Zudem müssen die Beleuchtungen fest am Anhänger montiert und jederzeit einsatzbereit sein.  

Grundsätzlich benötigen alle Anhänger folgende lichttechnische Einrichtungen:

  • Vordere Rückstrahler
  • Seitliche Rückstrahler
  • Hintere Rückstrahler
  • Hintere Fahrtrichtungsanzeiger (Blinker)
  • Schlussleuchte
  • Bremsleuchte
  • Rückfahrscheinwerfer
  • Nebelschlussleuchte
  • Kennzeichenleuchte
Bedenken Sie

Je nach Abmessung und Gewicht Ihres Anhängers sind möglicherweise zusätzliche lichttechnische Einrichtungen vorgeschrieben. Informieren Sie sich vor der Fahrt über die Vorgaben für Ihr Anhänger-Modell.


 


Bordwände 

Die meisten Anhänger besitzen bereits Bordwände, Sie können diese aber auch bei Bedarf nachrüsten oder austauschen. Bordwände dienen der Begrenzung der Ladefläche. Sie bestehen meist aus Aluminium. Teilweise sind alle oder nur einzelne Wände abnehmbar oder klappbar. 

Damit sich klappbare Wände während der Fahrt nicht öffnen, befinden sich an den Außenseiten Verschlüsse oder Scharniere. Die einfachen Bordwandaufsätze sind meist geschlossene Platten und besitzen eine Höhe von 30 oder 35 cm. Für mehr Ladevolumen sorgen Lochblech- oder Stahlgitter-Aufsätze mit einer zusätzlichen Höhe von 40 oder 60 cm.

Damit Ihre Ladung während der Fahrt auch im offenen Anhänger bleibt, empfiehlt sich eine Plane oder ein Anhängernetz. Mehr dazu erfahren Sie in der Rubrik Zubehör.


 


Bremsen

Anhänger mit über 750 kg zugelassenem Gesamtgewicht müssen eigene Bremsen besitzen. Für eine höhere Sicherheitsgarantie während der Fahrt können Sie aber ebenfalls leichte Anhänger mit Bremsen nachrüsten.

Bedenken Sie

Rüsten Sie Ihren Anhänger mit einer Bremse nach, müssen Sie diese auch ordnungsgemäß einstellen und genau wie bereits eingebaute Bremsen nach einiger Zeit nachstellen. Auch sollten Sie die Bremsbeläge regelmäßig erneuern. Dafür wenden Sie sich am besten 1-mal im Jahr an einen Fachmann.

Bremsen am Anhänger finden Sie auch unter der Bezeichnung Auflaufbremsen. Sie befinden sich in der Deichsel hinter dem Kuppelkopf und führen unter der Ladefläche zu den Rädern. Die Auflaufbremse besteht aus 2 Teilen: der Auflaufeinrichtung und der Bremse

Wissenswert

Das Funktionsprinzip von Auflaufbremsen ist einfach.

Bremst das Zugfahrzeug, wird die Auflaufeinrichtung mit einem Faltenbalg aus Gummi zusammengedrückt und ein Umlenkhebel betätigt. Auf der anderen Seite des Hebels wird an einem Bremsgestänge gezogen, wodurch ein anschließender Bowdenzug das Spreizgelenkschloss öffnet. Die Bremsbeläge werden dadurch gegen die Bremstrommel gedrückt und die Räder bremsen ab. Fährt das Zugfahrzeug wieder an, wird der Umlenkhebel wieder zurückgezogen und die Bremsen entspannen.

Damit Sie trotz Auflaufbremse auch rückwärtsfahren können, sind moderne Anhänger mit einer Rückwärtsautomatik ausgestattet. Das Funktionsprinzip ist das Gleiche wie während des Bremsvorgangs, nur werden die Bremsbelege von der rückwärtsdrehenden Bremstrommel zurückgedreht. Dadurch wird die Bremswirkung fast komplett aufgehoben.

An einer Auflaufbremse befindet sich in der Regel zusätzlich eine Feststellbremse. Sie blockiert die Räder, z.B. wenn Sie den Anhänger parken und ein Wegrollen verhindern wollen. Diese Bremse aktivieren Sie wie eine Handbremse im Auto durch Anziehen eines Hebels.
 


Federachsen

Ist der Anhänger mit einer Starrachse ausgestattet, ist diese meist zusätzlich gefedert. In älteren oder leichten Anhängern sind auch Starrachsen ohne Federung zu finden. Das erweist sich insbesondere auf Fahrten über Kopfsteinpflaster oder Feldwege als nachteilig. Federachsen dämpfen Unebenheiten der Fahrbahn ab, wodurch der Anhänger ruhiger fährt. Für eine sichere und angenehme Fahrt sind sie daher empfehlenswert. 

Federachsen sind in 3 verschiedene Typen zu unterscheiden: 

  • Gummifederachse
    Eine Gummifederachse besitzt 2 ineinandersteckende Vierkantrohre: Das äußere Rohr ist fest am Anhängerrahmen installiert. Das innere Rohr ist um 45° gedreht. An dem Innenrohr befindet sich ein Schwingarm, an dem Rad und Bremse befestigt sind. Das Innenrohr ist fest in das Achsenrohr des Anhängers gepresst. Die Hohlräume zwischen den Rohren sind durch feste Gummischnüre ausgefüllt. Wird der Schwingarm durch das Rad gedreht, dreht sich das Rohr mit und die Gummistränge werden verformt. Das Rad wird dadurch gefedert und der Anhängeraufsatz bleibt ruhig. Da Gummi mit der Zeit jedoch hart und spröde wird, sollten Sie die Gummistränge nach 7–10 Jahren austauschen.

  • Drehfederachse
    Im Achsenrohr der Drehfederachse befindet sich ein Torsionsstab bzw. ein Drehstab aus Federstahl. Der Schwingarm ist mit dem Torsionsstab verbunden. Fahren die Räder über eine unebene Fahrbahn, verdreht der Schwingarm den Torsionsstab um seine Längsachse. Ist die Unebenheit vorüber, dreht der Torsionsstab den Schwingarm wieder zurück und federt so das Rad ab. Das Achsenrohr bleibt davon unberührt. Drehfederachsen besitzen eine lange Lebensdauer und sind besonders belastbar. 

  • Blattfederachse
    Eine Blattfederachse sitzt längs zwischen Achse und Anhängerrahmen. Sie besteht aus einem flachen und schwach gebogenen Federblatt, welches mit seinem Scheitelpunkt auf der Achse aufliegt. Die beiden Enden sind nach oben gebogen und am Anhängerrahmen befestigt. Wird das Rad mit der Achse durch eine Unebenheit auf der Fahrbahn nach oben gepresst, drückt die Federung dagegen und verbiegt sich leicht. Die Unebenheit wird dadurch ausgeglichen. Blattfederachsen sind offen, das heißt sie können von außen gesehen werden. Sie können ihren Zustand somit genau bestimmen und gegebenenfalls die Feder nach einigen Jahren auswechseln.
     

Räder

Alle Anhänger sind bereits mit mindestens 2 Rädern ausgestattet. Diese sind in der Regel kleiner als Autoreifen und in den Größen 8–15″ (Zoll) erhältlich. Laut § 36 StVZO müssen Reifen von Kraftfahrzeugen und Anhängern mindestens eine Profiltiefe von 1,6 mm aufweisen. 

Shopping Tipp

Bei einigen Anhängern befindet sich bereits im Lieferumfang ein Ersatzrad. Sollte Ihr Modell über keines verfügen, ist es empfehlenswert, ein Ersatzrad nachzukaufen. Sollte ein Reifen platzen oder durch äußere Einflüsse nicht mehr fahrbar sein, sind Sie so auch unterwegs auf der sicheren Seite.

Die Angaben zum Alter eines Reifens finden Sie kreisförmig eingeprägt auf der Reifenwand. Räder von Anhängern mit einer Zulassung für 100 km/h dürfen nicht älter als 6 Jahre sein. Deshalb ist ein Wechsel der Räder spätestens zu diesem Zeitpunkt unerlässlich. Aber auch für alle anderen Anhänger wird ein Austausch der Räder nach 6 Jahren empfohlen.

Mehr Informationen über die Bedingungen einer Tempo-100-Plakette erfahren Sie in unserer FAQ: Wann darf ich schneller als 80 km/h mit meinem Pkw-Anhänger fahren?

Autoanhänger müssen im Gegensatz zu Kraftfahrzeugen nicht mit Winterrädern ausgestattet sein. Empfohlen wird dennoch, sich auch für den Anhänger Winterreifen zuzulegen. Sie bieten in der kalten Jahreszeit zusätzlich Sicherheit und können das Schlingern des Anhängers verhindern.
 


Seitenstützen

Einige Anhänger sind bereits mit sogenannten Seiten- oder auch Abstellstützen ausgestattet. Sie können Ihr Wunschmodell aber auch nachträglich damit bestücken. Die Stützen sind in der Regel am Anhängerheck angebracht, entweder seitlich an der Bordwand oder unterhalb der Ladefläche. 

Die Stützen bieten für das Abstellen oder Be- und Entladen des Anhängers sicheren Halt und verhindern ein Kippen des Anhängers. Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen – je nachdem tragen sie zwischen 175–2.500 kg und haben eine maximale Höhe von 52–100 cm.

Wissenswert

Die Anhängerräder befinden sich mittig, sodass die Ladefläche vorne und hinten übersteht. Einachser kippen deshalb oftmals zu einer Seite. Zweiachser oder Tandem-Anhänger können in der Regel selbst die Ladefläche waagerecht halten, die Stützen lohnen sich jedoch trotzdem: Der hintere Teil der Ladefläche wird sonst während der Beladung schnell zu stark belastet. 

Spannösen dienen als Halterung für Zurrseile, die wiederum Ihre Ladung sichern. Anhänger besitzen in der Regel Spannösen auf der Ladefläche und zum Teil auch an den Bordwänden. Sind sie am Anhänger nicht vorhanden, sollten Sie diese nachrüsten. 

Spannösen verfügen über einen Ring, der meist über Metallplatten an die jeweilige Unterlage angeschraubt ist. Teilweise sind versenkbare Spannösen erhältlich, diese sind flach in den jeweiligen Untergrund eingelassen. 
 


Steckanschluss

Sie müssen Ihren Anhänger mit dem Zugfahrzeug sowohl mechanisch als auch elektrisch verbinden. Dafür besitzen beide Fahrzeuge jeweils einen Steckanschluss. Die Verbindung zwischen den Steckanschlüssen erfolgt über ein Kabel. Die Steckanschlüsse müssen jedoch kompatibel sein, damit ein reibungsloser Betrieb gewährleistet ist. Alternativ können Sie auch einen Adapter verwenden. 

Bedenken Sie

Ein Adapter kann jedoch zu Fehlfunktionen in der Beleuchtung führen, da es bei älteren Steckanschlüssen oft noch unterschiedliche Kontaktbelegungen gibt. 

Grundsätzlich gibt es 7- und 13-polige Steckanschlüsse, wobei letztere den aktuellen technischen Stand darstellen. 13-polige Anschlüsse, welche die ISO-Norm 11446 erfüllen, bieten mehr technische Funktionen. Sie sorgen zudem für eine mechanisch sicherere Steckverbindung als die inzwischen als veraltet geltenden 7-poligen Varianten. 

Recherche Tipp

Auch der ADAC (Allgemeiner Deutsche Automobil-Club e.V.) empfiehlt, Auto und Anhänger mit einem 13-poligen Anschluss nach ISO 11446 auszustatten.


 

Stoßdämpfer

Stoßdämpfer fangen die Schwingungen auf, die während der Fahrt entstehen. Somit sorgen sie für mehr Sicherheit und schützen Fahrer und Ladung vor zu starken Erschütterungen. Stoßdämpfer halten vor allem die Räder in Kurven, auf Unebenheiten und während des Bremsens oder Beschleunigens auf der Fahrbahn.

Anhänger können mit 2 verschiedenen Stoßdämpfer-Typen ausgestattet sein:

  • Radstoßdämpfer
    Diese Stoßdämpfer sind mit einer Seite am Schwingarm der Federachse und mit der anderen Seite fest am Anhängerrahmen montiert. Der Stoßdämpfer besteht aus einem mit Öl gefüllten Zylinder, in welchem sich ein beweglicher Dämpferkolben befindet. Im Kolben sind kleine Ventile, durch die das Öl fließen kann. Wird der Stoßdämpfer durch eine Unebenheit auf der Fahrbahn eingedrückt, schiebt sich der Kolben durch das Öl. Die Bewegung wird gedämpft, da Flüssigkeit nicht komprimierbar ist und durch die Ventile nur wenig Öl fließen kann. Ist die Unebenheit vorüber, wird der untere Teil des Zylinders durch den Schwingarm auseinandergezogen und das Öl fließt zurück.

Mehr Informationen zu Federachsen erhalten Sie in der gleichnamigen Rubrik.

  • Deichselstoßdämpfer
    Nur gebremste Anhänger können mit Deichselstoßdämpfern ausgestattet sein oder nachgerüstet werden. Sie dämpfen das Auflaufen des Anhängers auf das Zugfahrzeug, wodurch weniger Stöße im Auto und Anhänger zu spüren sind. Der Stoßdämpfer ist dafür in der Auflaufeinrichtung angebracht. Der Aufbau des Stoßdämpfers gleicht dem des Radstoßdämpfers: In einem mit Öl gefüllten Zylinder befindet sich ein beweglicher Kolben. Läuft der Anhänger auf das Zugfahrzeug auf, drückt sich der Kolben langsam durch das Öl und dämpft dadurch den Stoß.
     

Stützrad

Damit auch der vordere Teil des Autoanhängers während der Beladung gestützt wird, besitzen einige Modelle ein Stützrad am vorderen Ende der Deichsel. Diese Stütze ist für ein besseres Rangieren des Anhängers mit einem luftbereiften Rad und einem Lenkarm ausgestattet

Den Anhänger können Sie somit bereits vor dem Ankuppeln beladen und bequem mit Hilfe des Stützrades an das Zugfahrzeug heranführen. Im unbeladenen Zustand ist der Anhänger mit einem Stützrad ebenfalls besser zu manövrieren, da Sie ihn nicht auf der Deichselseite hochheben müssen. 

Bedenken Sie

Während der Fahrt muss das Rad hochgeklemmt sein.

Das Stützrad dient nur dem Rangieren und als Stütze. Die Räder des Stützrades sind nicht für eine Autofahrt geeignet.


 


Materialien

Autoanhänger können aus unterschiedlichen Materialien beschaffen sein. Diese sollten möglichst robust und witterungsbeständig sein, damit der Anhänger eine möglichst lange Lebensdauer besitzt. 

Für eine übersichtliche Darstellung der verschiedenen Werkstoffe unterscheiden wir diese nach ihrem Anwendungsbereich:


 


Bordwände

Bordwände von Autoanhängern können aus folgenden Materialien bestehen:

  • Aluminium
    Bordwände aus Aluminium sind robust und langlebig. Das Material ist meist schlag- und kratzfest sowie korrosionsbeständig – auch über einen langen Zeitraum entsteht in der Regel kein Rost. Aluminium wird vor allem wegen seines geringen Gewichts für die Bordwände von Autoanhängern verwendet, teilweise auch für die Ladefläche von Trailern. Zudem ist es günstiger als Stahl.

  • Glasfaserverstärkter Kunststoff (GFK)
    GFK ist ein Verbund aus Kunststoff, meist Polyesterharz, und Glasfasern. Das Material ist auch als Fiberglas bekannt. Es ist korrosionsbeständig, bruchfest sowie leicht und dabei relativ kostengünstig.

  • Sperrholz
    Für Autoanhänger verwendetes Sperrholz besteht meist aus mindestens 3 kreuzweise verleimten dünnen Holzlagen. Es ist in der Regel mit Lack, Öl oder Lasur behandelt und somit widerstandsfähig gegenüber Feuchtigkeit und Abrieb. Durch die unterschiedlichen Holzlagen ist Sperrholz zudem meist formbeständig, belastbar und fest. Dabei weist es ein geringes Gewicht und einen günstigen Preis auf. 

  • Stahl
    Für die Bordwände von Autoanhängern wird in der Regel gehärteter Stahl verwendet, der zusätzlich verzinkt ist. Stahl ist sehr fest und robust, durch die Verzinkung zudem korrosionsbeständig. Stahl ist allerdings schwerer und meist teurer als die anderen genannten Werkstoffe.
     

Rahmen

Der Rahmen bzw. das Gestell eines Autoanhängers besteht aus Metall – meist aus verzinktem Stahl oder Aluminium. Beide sind korrosionsbeständig und robust. Aluminium ist jedoch etwas günstiger und vor allem leichter als Stahl. Dafür ist dieser noch stabiler, da er eine sehr hohe Festigkeit hat.
 


Ladefläche

Die Ladefläche eines Autoanhängers ist meist aus einem der folgenden Werkstoffe gefertigt:

  • Holz
    Der Naturwerkstoff Holz ist sehr stabil und robust – er hält somit Belastungen gut stand. Die meisten Ladeflächen aus Holz werden mit Lacken, Ölen oder Lasuren behandelt, um sie vor äußeren Einflüssen zu schützen. Die Imprägnierungen oder Lasierungen machen das Holz witterungsbeständig und langlebiger. Im Vergleich zu Kunststoff oder Sperrholzplatten ist dieses Material jedoch meist etwas schwerer.

  • Kunststoff
    Bodenplatten aus Kunststoff bestehen meist aus Polypropylen (PP). Sie sind druck- und stoßfest sowie feuchtigkeitsbeständig. Zudem haben Ladeflächen aus Kunststoffplatten ein sehr geringes Gewicht.

  • Siebdruck-Sperrholz 
    Am häufigsten finden Sie Autoanhänger mit Siebdruckplatten. Diese werden als Multiplexplatten aus Sperrholz gefertigt. Multiplexplatten besitzen mindestens 5 gleichstarke Holzlagen und sind mehr als 1,2 cm dick, wodurch sie sehr robust und formstabil sind. Siebdruckplatten sind zudem mit einem Phenolharzleim beschichtet und dadurch wetterfest. Eine Seite ist meist aufgeraut und dadurch rutschfest. 


 


Zubehör

Für Autoanhänger sind einige Zubehörartikel erhältlich, die teilweise zur Sicherheit beitragen oder einen gewissen Komfort für die Nutzung eines Anhängers bieten:

  • Abdeckplanen
    Besitzen Sie keine Garage für Ihren Anhänger oder reicht der Platz nicht aus, müssen Sie ihn im Freien abstellen. Abdeckplanen schützen Ihren Anhänger vor allem vor Umwelteinflüssen, sind wasserdicht und teilweise atmungsaktiv. Sie sind in verschiedenen Größen und Ausführungen erhältlich. Einige Planen bestehen aus dem festen Kunststoff Polyethylen. Atmungsaktive Planen sind aus 3-lagigem Vliesstoff oder beschichtetem Polyester gefertigt.

  • Diebstahlsicherung
    Damit Sie Ihren Anhänger beruhigt parken können, sind Diebstahlsicherungen empfehlenswert. Je nach Ausführung sichern sie sowohl einen an- als auch abgekuppelten Anhänger. Sie haben die Wahl zwischen Diebstahlsicherungen in Kastenform oder als Riegel. Der Kasten wird an abgekuppelten Anhängern über die Kupplungsklaue geschoben. Als Sicherung dient hierbei ein Stab. Dieser besitzt auf einer Seite einen Widerhaken, sodass er nicht durch eine Öffnung rutschen kann. Auf der anderen Seite ist eine Öse für ein Anhängeschloss. Für angekoppelte Anhänger sind die Kästen durch Scharniere und Federn aufklappbar. Riegelsicherungen bestehen aus 2 Teilen, die durch einen Schließmechanismus zusammengehalten werden – ähnlich wie ein Bügelschloss für Fahrräder. Auch Kupplungskugeln sind als Diebstahlschutz verfügbar. Diese eignen sich jedoch nur für abgekuppelte Anhänger. Die Kupplungskugel wird wie eine Autokupplung in die Kuppelschale gesteckt und entweder durch Bolzen verankert oder gespreizt.

  • Planen und Netze
    Für den Schutz der Ladung vor Umwelteinflüssen und ungewünschten Blicken können Sie Hoch- oder Flachplanen auf Ihrem Autoanhänger anbringen. Hochplanen werden meist zusammen mit dazugehörigem Stangengerüst angeboten und können auf den Anhänger aufgebaut werden. Die hintere Plane ist flexibel und wird mit Schnallen befestigt, somit können Sie trotz Hochplane Ihr Gepäck aufladen. Eine Flachplane haken Sie hingegen flach von Bordwand zu Bordwand fest. Netzplanen dienen eher der zusätzlichen Ladungssicherung. Sie spannen die Netze über den beladenen Anhänger, sodass die Ladung noch Spielraum nach oben hat.
Achtung!

Verwenden Sie trotz Plane Zurrgurte.

Eine Plane schützt zwar Ihre Ladung, doch sichert sie diese nur geringfügig. Sie sollten die Ladung deshalb zusätzlich auch unter der Plane mit Zurrgurten stabilisieren, damit die Gepäckstücke nicht verrutschen, umfallen oder aus dem Anhänger fallen.

  • Rangierhilfe
    Rangierhilfen ersparen Ihnen die Arbeit, den Anhänger selbst bewegen zu müssen. Mithilfe einer Fernbedienung können Sie den Anhänger über die Geräte nach Ihren Wünschen rangieren. Verwenden lassen sich Rangierhilfen für ein maximales Gesamtgewicht von 1.500–2.500 kg.
  • Stützlastwaage
    Jedes Auto bzw. jede Anhängerkupplung hat eine maximal zulässige Stützlast, die Sie einhalten müssen. Damit die zulässige Stützlast nicht überschritten wird und Sie präzise die Ladung anordnen können, ist eine Stützlastwaage sinnvoll. Es stehen analoge als auch digitale Stützlastwaagen zur Auswahl. Das Kupplungsmaul wird entweder direkt auf die am Boden befindliche Waage gestellt oder die Waage wird zwischen Kupplungsschale und -kugel gesetzt. Sie können darauf die Stützlast bequem ablesen.
  • Unterlegkeile
    Die nahezu dreieckigen Keile blockieren die Räder und verhindern das Wegrollen des Anhängers im geparkten Zustand. Meist bestehen sie aus hartem Kunststoff oder Metall. Die Keile werden für gewöhnlich mit Keilhaltern angeboten, die Sie mithilfe von Schrauben an den Anhänger anbringen können. 
Shopping Tipp

Stöbern Sie in unserer Kategorie Zubehör für Autoanhänger, um Ihr passendes Produkt zu finden.

 

Nachgefragt von A-Z – Sie fragen, wir antworten.

An dieser Stelle finden Sie nützliche Zusatzinformationen rund um das Thema Autoanhänger. Unsere FAQ-Sammlungen resultieren hierbei aus dem Wissensbedarf anderer Käufer und Interessenten von Autoanhängern.


Autoanhänger-Typen

Wie finde ich den passenden Anhänger?

Damit Sie den richtigen Autoanhänger für sich finden, sollten Sie sich folgende Fragen beantworten:

  • Was möchten Sie transportieren?
    Die unterschiedlichen Anhänger-Typen eignen sich vorrangig für verschiedene Ladungen. So gibt es Anhänger für den Transport von Fahrzeugen, Schutt oder auch sperrigem Gepäck. Sie können einige Pkw-Anhänger auch multifunktional einsetzen.

  • Wie schwer ist die Ladung?
    Anhänger sind in verschiedenen Gewichtsklassen erhältlich. Schwere Anhänger mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 750 kg müssen mit Bremsen ausgestattet sein. Leichtere Anhänger mit einem maximalen Gesamtgewicht von 750 kg dürfen ungebremst sein. Je nachdem, wie schwer Sie den Anhänger beladen möchten, sollten Sie sich bereits beim Kauf für eine Gewichtsklasse entscheiden und dabei auch die Nutzlast des Anhängers beachten. Diese gibt an, wie schwer Sie ihn beladen können.

  • Wie hoch ist die maximale Anhänge- und Stützlast Ihres Autos bzw. der Anhängerkupplung?
    Jedes Auto kann nur ein bestimmtes Gewicht ziehen, es wird sonst zu sehr belastet. Im schlimmsten Fall wird am Zugfahrzeug die vordere Achse entlastet, was sich meist negativ auf die Fahrdynamik auswirkt. Das Gleiche gilt für die Anhängerkupplung: Liegt zu viel Gewicht auf der Anhängerkupplung, wird diese zu stark belastet und kann brechen. In Ihren Fahrzeugpapieren finden Sie die Angaben zur Anhängelast, also welches Gesamtgewicht des Anhängers für Ihren Pkw zulässig ist. In den Papieren erfahren Sie auch die Werte zur Stützlast, die Ihr Pkw verkraftet. Alternativ ist diese direkt auf der Anhängerkupplung aufgedruckt.

Die verschiedenen klassischen Autoanhänger-Typen haben wir Ihnen übersichtlich in dem gleichnamigen Kapitel gegenübergestellt. In unserem Kaufberater erfahren Sie zudem, was Sie hinsichtlich des Gewichts eines Anhängers beachten sollten.


Geschwindigkeit

Wann darf ich schneller als 80 km/h mit meinem Pkw-Anhänger fahren?

Die maximale Höchstgeschwindigkeit außerorts beträgt mit Anhänger 80 km/h. Es besteht jedoch die Möglichkeit, unter bestimmten Bedingungen eine Tempo-100-Plakette in einer Prüfstelle wie Dekra oder TÜV für Ihren Pkw-Anhänger zu erhalten. 

Folgende Bedingungen müssen erfüllt sein, damit Sie 100 km/h mit Ihrem Anhänger fahren dürfen:

  • Gesamtmasse des Zugfahrzeugs darf nicht über 3,5 t liegen
  • Das Zugfahrzeug muss mit ABS ausgestattet sein
  • Eignung des Anhängers für Tempo 100
  • Anhängerreifen müssen die Geschwindigkeitskategorie L (= 120 km/h) besitzen
  • Anhängerreifen dürfen nicht älter als 6 Jahre sein
Recherche Tipp

Möchten Sie noch mehr darüber erfahren? Die Dekra informiert Sie über die 100 km/h-Genehmigung.



Gesetzliche Vorgaben

Wie sind die gesetzlichen Vorgaben für die Abmessungen von Pkw-Anhängern?

Die Maße eines Anhängers sind in § 32 StVZO (Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung) festgelegt: So dürfen Anhänger nicht höher als 4 m, breiter als 2,50 m und länger als 12 m sein. 

Recherche Tipp

Den genauen Wortlaut der gesetzlichen Vorgaben für die Abmessungen von Fahrzeugen und Fahrzeugkombinationen können Sie in der StVZO nachlesen.


 

Wie weit darf die Ladung auf dem Autoanhänger überstehen?

Ragt die Ladung während des Transports über die Ladefläche, müssen Sie sich nach § 22 StVO (Straßenverkehrsordnung) richten. Dieser gibt genau an, in welchen Fällen die Ladung wie weit überstehen darf:

  • Bis zu einer Höhe von 2,5 m darf die Ladung nicht nach vorn über das Zugfahrzeug hinausragen.
    Anderenfalls ist ein Überstand von 50 cm über das Auto erlaubt.

  • Fahren Sie eine Strecke von über 100 km, darf die Ladung nach hinten nur 1,5 m hinausragen.
    Bis zu einer Streckenlänge von 100 km ist ein Überstand von 3 m erlaubt. Insgesamt darf die Länge von Auto, Anhänger und überstehender Ladung jedoch nicht mehr als 20,75 m betragen. Die Ladung ist außerdem durch rote Warnzeichen kenntlich zu machen, wenn sie mehr als 1 m über die Rückstrahler nach hinten übersteht.

  • Ladungen, die seitlich mehr als 40 cm überstehen, müssen Sie ebenfalls kenntlich machen.
    Einzelne, schlecht erkennbare Objekte, z. B. Stangen oder Platten, dürfen seitlich nicht über den Fahrzeugrand herausragen.
Recherche Tipp

Mehr Informationen zu den genannten Eckpunkten erhalten Sie im § 22 (Ladung) der StVO.


Kauf

Wo kann ich einen Autoanhänger kaufen?

Auf unserem Portal finden Sie ein umfangreiches Kaufangebot an Autoanhängern. In unserem Kaufberater finden Sie zudem umfassende Informationen über Pkw-Anhänger und was Sie beim Kauf von Anhängern beachten sollten.

Shopping Tipp

Neben Autoanhängern haben wir auf unserem Portal auch ein breites Angebot an passendem Zubehör für Autoanhänger


Sicherheit

Wie montiere ich ein Abreißseil?

Ein Abreißseil besitzt einen Karabinerhaken und einen Spiralring. Den Ring fädeln Sie an der Anhängerbremse am unteren Ende des Umlenkhebels durch ein Loch. Das andere Ende des Seils legen Sie als Schlaufe um ein fest verbautes Bauteil des Zugfahrzeugs, z.B. die Anhängerkupplung, und haken es mithilfe des Karabiners fest. Das Seil darf nicht straff sein, sondern muss locker hängen. 

Informationen zur Funktion eines Abreißseiles erhalten Sie in unserem Kaufberater in der gleichnamigen Rubrik.


TÜV

Welche Bedingungen muss mein Autoanhänger für die TÜV-Plakette erfüllen?

Um mit Ihrem Anhänger auf der Straße fahren zu dürfen, muss dieser zur TÜV-Hauptuntersuchung (HU). Erst danach erhalten Sie die notwendige TÜV-Plakette. Damit Sie diese bekommen, muss der Anhänger unter anderem folgende Bedingungen erfüllen:

  • Die richtigen Reifen sind montiert (Informationen dazu finden Sie in den Anhängerpapieren)
  • Profiltiefe der Reifen ist nicht kleiner als 1,6 mm
  • Anhängerreifen dürfen bei einer Tempo-100-Plakette nicht älter als 6 Jahre sein
  • Kein Rost an Wänden, Böden und tragenden Bauteilen
  • Keine Risse an Anhängerplanen
  • Vorschriftsmäßige Beleuchtung
Bedenken Sie

Für das Fahren ohne oder mit abgelaufener TÜV-Plakette können Sie ein Bußgeld bekommen.

Daher sollten Sie sich immer an die vorgeschriebenen Untersuchungszeiträume halten. Je nach Gewicht des Anhängers ist die HU alle 12–24 Monate fällig.


Versicherung

Warum muss ich meinen Pkw-Anhänger versichern?

In § 1 des Gesetzes über die Pflichtversicherung für Kraftfahrzeughalter (PflVG) ist festgeschrieben, dass auch Anhänger versichert werden müssen: „Der Halter eines Kraftfahrzeugs oder Anhängers mit regelmäßigem Standort im Inland ist verpflichtet, für sich, den Eigentümer und den Fahrer eine Haftpflichtversicherung zur Deckung der durch den Gebrauch des Fahrzeugs verursachten Personenschäden, Sachschäden und sonstigen Vermögensschäden nach den folgenden Vorschriften abzuschließen und aufrechtzuerhalten, wenn das Fahrzeug auf öffentlichen Wegen oder Plätzen […] verwendet wird.“

Nach einem Unfall wird die Anhänger-Versicherung aktiv, wenn der Anhänger abgestellt und nicht mit dem Zugfahrzeug verbunden war. Geschieht ein Unfall, während der Anhänger mit dem Zugfahrzeug verbunden ist, greift in der Regel die Versicherung des Autos.

Wissenswert

Einige Anhänger sind von der Versicherungspflicht ausgenommen.

Dazu zählen beispielsweise Bootstrailer und Transporter für Segelflugzeuge. Es ist jedoch empfehlenswert, sich für den Schadensfall trotzdem abzusichern.


 

Wo kann ich meinen Anhänger versichern?

Viele Kfz-Versicherer bieten spezielle Versicherungen für Pkw-Anhänger an. Zusätzlich können Sie in den meisten Versicherungen Ihren Anhänger Teil- und Vollkasko versichern lassen. 

Achten Sie bei der Versicherung Ihres Anhängers darauf, ob Sie ihn privat oder gewerblich nutzen. Ändert sich der Einsatzbereich, müssen Sie dies Ihrer Versicherung mitteilen.

Die Prämien des Anhängers hängen von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen beispielsweise:

  • Anhänger-Typ 
  • Datum der Erstzulassung
  • Zulässiges Gesamtgewicht
  • Nutzlast
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