Ratgeber SandkästenMit den Temperaturen steigt alljährlich auch die Buddellust. Sandkuchen wollen gebacken und Burgen gebaut werden. Verziert mit Matschepampe und berieselt mit feinem weißen „Puderzucker“ zaubern unsere Sprösslinge Kunstwerke und Leckerbissen. Der Sandkasten ist wohl eines der meistverbreiteten und beliebtesten Spielgeräte in deutschen Gärten. Zu haben ist der Buddelkasten in den unterschiedlichsten Formen, Farben, Größen und Materialien. Vom Sandkasten in Form eines Bootes inklusive Segel bis zum kleinen Pavillon mit Baldachin – allein die Größe Ihres Gartens entscheidet, in welcher Form der Buddelspaß Ihrer Kinder stattfinden kann.
Sandkasten-ModelleBei der Auswahl der passenden Sandkiste kommt es also vor allen Dingen auf
Platz und auf Möglichkeiten an. Auch ein gewisses Heimwerkergeschick sollte bei dem einen oder anderen Modell vorhanden sein, da die Kisten zu Hause mehr oder weniger aufwendig zusammengebaut werden müssen. Welche unterschiedlichen Sandkasten-Modelle es gibt, und was Sie beim Kauf beachten sollten, erläutern wir im Folgenden.
Der Sandkasten aus Holz
Wenn Sie großen Wert auf
naturbelassene Materialien legen, dann kommt für Ihren Garten und Ihre Kinder ein Sandkasten aus Holz in Frage. Sandkästen werden aus unterschiedlichen Holz-Arten gefertigt – beliebt sind jedoch Nadelhölzer und vor allen Dingen Lärchenholz.
Lärchenholz ist von Natur aus sehr robust. Unter den europäischen Nadelnutzhölzern ist es als das
schwerste und härteste Holz zu bezeichnen. Lediglich die Eibe übertrifft die Lärche in dieser Kategorie – sie wird jedoch eher seltener genutzt. Wenn Sie in Ihrem Garten einen Sandkasten aus Lärchenholz aufstellen, können Sie auf jeden Fall nicht viel verkehrt machen, was die Robustheit und Lebenserwartung des Spielgeräts angeht. Zum Vergleich: Lärchenholz wird im Hausbau zum Beispiel für Tragwerke für Dächer oder für Wand- und Deckenkonstruktionen eingesetzt.
Wenn Sie einen Sandkasten aus einem anderen Nadelholz kaufen, dann sollten Sie darauf achten, dass das Holz zuvor
kesseldruckimprägniert wurde. Kesseldruckimprägnierte Hölzer werden aufgrund ihrer Widerstandsfähigkeit mit Vorliebe für den Außenbereich, im Besonderen für Zäune verwendet. Bei diesem Holzschutzverfahren wird das Schutzmittel unter hohem Druck über einen Zeitraum von mehreren Stunden in das Holz gepresst. Dadurch verteilt sich das jeweilige Schutzmittel im gesamten Holz. Teilweise wird die Feuchtigkeit zuvor mit einem anderen Verfahren aus dem Holz gezogen, um die Robustheit zu maximieren.
Holz ist ein Naturmaterial, das kompostierbar und auf natürliche Art und Weise abbaubar ist. Damit Sie von Ihrem Sandkasten also lange etwas haben, sollten Sie beim Kauf sehr auf die Auswahl und die Behandlungsweise des Materials achten. Ein
Sonnenplatz für den Sandkasten beugt zusätzlich der Bildung von Pilzen und Moosen vor. Zur regelmäßigen Pflege können Sie Ihren Holzsandkasten einfach mit den üblichen Lasuren und Ölen für den Außenbereich behandeln. Dadurch lässt sich auch die Gefahr von Splitterbildung minimieren.
Die Vorteile eines Holz-Sandkastens auf einen Blick:- Bei der
farblichen Gestaltung der Sandkiste stehen Ihnen alle Türen offen – Greifen Sie gemeinsam mit Ihren Kindern zu Farbe und Pinsel!
- Sie müssen den Sandkasten
nicht in jedem Frühling wieder aufbauen.
- Die meisten Sandkästen aus Holz sind
mit einem breiten Rand ausgestattet, auf dem Kuchen gebacken werden, oder Eltern wahlweise sitzen können.
Ein Sandkasten für das ganze JahrWenn Sie sich für einen Sandkasten aus Holz entscheiden, müssen Sie allerdings beachten, dass Sie ihn das ganze Jahr über im Garten stehen lassen müssen. Die Kiste lässt sich im Winter schlecht einfach abbauen und im Keller verstauen – sie sollte also über den
notwendigen Stellplatz verfügen.
Und damit der Kasten und sein Inhalt auch jeden Platzregen, Frost und Schnee gut überstehen, ist es empfehlenswert,
eine Abdeckung zur Verfügung zu stellen. Dabei können Sie entweder auf eine Plane zurückgreifen, oder aber sie entscheiden sich für einen Sandkasten mit Deckel. Beim Kauf einer Plane sollten Sie beachten, dass Sie auch Materialien zum beschweren haben, damit die Sandkiste nicht von einem Windstoß unfreiwillig abgedeckt wird. Oder Sie verwenden eine spezielle Abdeckplane, die wie ein Spannbettlaken funktioniert.
Braucht man eine Unterlage?Die meisten
Holzsandkästen verfügen nicht über einen Boden. Das bedeutet, die Umrandung wird aufgestellt und der Sand wird einfach hinein gekippt. In diesem Fall müssen Sie beim Aufbau darauf achten, dass die Sandschicht hoch genug ist. Sonst stoßen die Kleinen beim Buddeln früher oder später auf Mutterboden und graben aus Versehen den Garten um.
Wenn Sie verhindern wollen, dass Unkraut durch den Sand nach oben schießt, empfiehlt es sich, eine Folie oder ein Stück Teichvlies als Untergrund für die Sandkiste zu benutzen. Im Falle einer Folie sollte Sie allerdings darauf achten, dass sie mit Löchern versehen ist, damit Regen- und Spielwasser gut abfließen kann. Ob und wie viele Probleme Sie mit Unkrautwuchs haben werden, hängt natürlich von der Fruchtbarkeit Ihres Bodens ab.
Der Sandkasten aus Kunststoff
Wenn Sie einem Sandkasten aus Holz gegenüber eher skeptisch eingestellt sind, dann ist vielleicht ein Sandkasten aus Kunststoff genau das richtige für Sie. Im Großen und Ganzen unterscheidet sich ein einfacher Kunststoff-Sandkasten nicht allzu sehr von einem einfachen Sandkasten Holz. Sowohl was die Maße, als auch die Platzierung im Garten angeht. Einzig das Material macht hier den großen Unterschied.
Vor allen Dingen die Gefahr, dass sich Ihr Kind beim Spielen einen Splitter einfängt, ist mit einem Sandkasten aus Kunststoff gebannt. Generell ist die Verletzungsgefahr beim Spielen sehr gering, da Kunststoff-Sandkästen über
abgerundete Ecken und Kanten verfügen. Auch die Montage eines solchen Sandkastens ist im Regelfall einfacher, als die Montage einer Holzkiste. Hier ist oft weniger heimwerkliches Talent oder Engagement gefragt.
Dem Vorurteil, dass Plastik schnell ausbleicht, oder dass es aufgrund unterschiedlicher Witterungen leicht brüchig wird, wirken viele Hersteller inzwischen erfolgreich entgegen. Achten Sie beim Kauf eines Kunststoff-Sandkastens darauf, dass sein Material wetterfest und
UV-stabilisiert ist. Verschiedene chemische Verbindungen beugen in diesem Fall Rissbildung und Farbverlust des Geräts vor.
Die Vorteile eines Kunststoff-Sandkastens auf einen Blick:- abgerundete Ecken und Kanten
- einfache Montage
- Sie haben die Auswahl aus einer knallbunten Farbpalette.
Sonderform: Die Sandmuschel
Bei der Sandmuschel, oder dem sogenannten
Schmetterlings-Sandkasten handelt es sich um eine spezielle Form der Sandkiste aus Kunststoff. Das Besondere an diesem Modell: Die Sandkiste verfügt über ein Bodenteil und einen Deckel. Die beiden Teile sind entweder über eine Art Scharnier miteinander verbunden, oder frei voneinander zu bewegen. Das Tolle an dieser Art des Sandkastens ist, dass sie ihn auf so viele individuelle Arten und Weisen nutzen können. So können Sie beispielsweise den Deckel abnehmen, das Unterteil mit Sand füllen und den Deckel als Abdeckung gegen Wind und Wetter verwenden. Oder aber Sie füllen einen oder beide Teile der Sandkiste mit Wasser und funktionieren sie so zum Planschbecken um.
Dadurch, dass die Sandmuschel so klein und leicht ist, sind Sie nicht an einen festen Standort gebunden, sondern können Sie immer wieder dort aufstellen, wo es Ihnen am liebsten ist. Die Sandmuschel ist sehr einfach und leicht zu transportieren. Gerade wenn Sie im Garten nicht über allzu viel Platz verfügen, ist die Sandmuschel eine perfekte Alternative zum Sandkasten, weil sie im Winter im Keller verstaut werden kann. Zudem wird nicht so viel Sand wie bei einer herkömmlichen Sandkiste zum Füllen benötigt.
Natürlich müssen Sie die Muschel auch nicht in dieser Form kaufen. Schmetterling-Sandkästen sind in Apfelform, Käferform, als Herzen, Blumen oder Boote zu haben – suchen Sie sich einfach ganz nach dem Geschmack Ihres Kindes Ihr liebstes Modell aus!
Die Vorteile einer Sandmuschel auf einen Blick:- keine Montage
- einfache Reinigung
- problemloser Platzwechsel
- individuell einsetzbar
Weitere Tipps und Infos
Die Sandmenge: Für eine Spielfläche von etwa zwei Quadratmetern benötigen Sie ca. 150 Kilogramm Sand. Dadurch ergibt sich dann eine Füllhöhe von ungefähr acht Zentimetern. Diese Menge können Sie natürlich an Ihre individuellen Bedürfnisse anpassen.
Wenn Sie einen großen Garten mit viel Platz haben, dann bietet sich ein
Modul-Sandkasten an. Dabei wird die Sandkiste in ein Klettergerüst integriert – die Größe variiert je nach Bedarf.
In jedem Fall sollten Sie darauf achten, dass der Sandkasten
nicht in der prallen Sonne steht, denn Kinderhaut verbrennt schnell - auch an bedeckten Tagen. Mithilfe eines Sonnenschirms, eines Daches oder eines Sonnensegels können Sie gefährlichen Sonnenbränden vorbeugen. Diese sind als Zubehör bei vielen Sandkästen inklusive, können aber auch dazu gekauft werden. Da gibt es zum Beispiel Modelle, bei denen das Dach über eine Kurbel stufenlos verstellt werden kann. Oder Modelle, bei denen ein Dach oder Schirm fest montiert ist. Lassen Sie sich einfach inspirieren!