Mountainbikes (1.023 Ergebnisse aus 28 Shops)

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Ratgeber Mountainbikes


Erstellt: 19.09.2018 | Aktualisiert: 24.09.2018 | Autor: Kerstin Hölzel

Wissen kompakt

Suchen Sie eine sportliche Herausforderung fernab von Straßen in unwegsamem Gelände? Die Erfindung dieser speziellen Bikes vor mehr als 40 Jahren war geradezu revolutionär. Die Mountainbike-Pioniere Charles Kelly, Gary Fisher und Joe Breeze montierten Stollenreifen an herkömmlichen Fahrrädern und rasten damit Hügel bergab.

Heute sind Mountainbikes (MTB) hochtechnisierte Sportgeräte, die nichts mehr mit den Prototypen von damals gemein haben. Sie wurden stetig weiterentwickelt und beeinflussten dabei nicht nur die Konstruktion sämtlicher anderer Fahrrad-Typen. Die Modelle bescherten der Bike-Branche zudem einen Aufschwung. 12,52 Millionen Deutsche ab 14 Jahren haben laut Statista im Jahr 2018 ein Mountainbike besessen.

Die sportlichen Einsatzzwecke sind dabei genauso verschieden wie die Räder selbst. Liebhaber von rasanten Rennen oder adrenalingeladenen Abfahrten kommen mit dem richtigen Modell voll auf ihre Kosten – für jeden Mountainbiker gibt es die passende Ausführung.

Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die wichtigsten Merkmale:

Merkmale Fullsuspension-Mountainbike (Fully) Hardtail-Mountainbike
Bauweise  2 Federungen (1 an der Gabel, 1 am Heck) Ungefedertes Heck (leichter)
Einsatzbereich  Schwieriges, steiles Gelände  Rennen, leichtes Gelände 
Preis  Ca. 1.000 € bis 10.000 € Ca. 200 € bis 7.000 €

Wir helfen Ihnen beim Kauf Ihres idealen Mountainbikes. Berücksichtigen Sie hierfür vor allem folgende Kriterien:

  • Das richtige Mountainbike-Modell hängt von Ihren sportlichen Anforderungen ab.
    Fullsuspension-Mountainbikes eignen sich wegen ihrer 2 Federungen vor allem für Fahrten in schwierigem Gelände. Hardtails mit ungefedertem Heck sind dagegen für Rennen und in leichtem Gelände vorteilhaft.
    Mehr über Mountainbike-Modelle
  • Überlegen Sie, welche Laufradgröße die richtige für Sie ist.
    Heutzutage gibt es 3 Laufradgrößen, zwischen denen Sie wählen können: 26″, 27,5″ (650 B) und 29″ (Zoll). Diese beeinflussen die Fahreigenschaften Ihres Mountainbikes.
    Mehr über Laufradgrößen
  • Die Rahmenhöhe orientiert sich an Ihrer Körpergröße.
    Damit Sie komfortabel auf Ihrem Rad fahren können, sollte der Rahmen optimal zu Ihrer Körpergröße passen. Die individuelle Schrittlänge bestimmt dabei die richtige Rahmenhöhe.
    Mehr über die Rahmenhöhe 

Kaufberater

Da sich die Modelle in ihren Eigenschaften deutlich voneinander unterscheiden, haben wir die wichtigsten Modelle und weitere Kaufkriterien für Sie zusammengetragen.


Mountainbike-Modelle 

Ein Mountainbike (MTB) eignet sich für den Einsatz im Gelände, abseits von befestigten Straßen. Das Rad muss vielen Anforderun-gen gerecht werden: Es sollte leicht bergauf fahren können – bergab aber Sicherheit und Kontrolle bieten. Daher ist es robust und kompakt gebaut. Die Fahrräder besitzen einen stabilen Rahmen und breite, grobstollige Reifen.
 

Bedenken Sie

Mountainbikes sind nicht gemäß Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) ausgestattet. Ein Mountainbike ist weniger ein Verkehrsmittel als vielmehr ein Sportgerät. Deshalb besitzt es keine Ausstattung nach StVZO wie Klingel, Beleuchtung und Rückstrahler. Für den Einsatz im Straßenverkehr müssten Sie es entsprechend nachrüsten. 

Mountainbikes lassen sich in folgende Typen unterteilen:

Falls Sie nicht so viel Kondition besitzen, können Sie mit einem E-Mountainbike Ihren Tourenradius deutlich vergrößern. Er besitzt einen Hilfsmotor, den Sie nach Bedarf zuschalten können. Eine Auswahl an E-Bikes finden Sie auf unserem Portal.

Fullsuspension-Mountainbikes (Fully)

Fullsuspension-Mountainbikes sind vollgefedert. Das heißt, sie verfügen sowohl über eine Gabel- als auch eine Heckfederung.

Fullys ermöglichen mehr Traktion (Zugkraft). Das ist für steile Passagen bergauf vorteilhaft. Bergab können sie Stöße besser abfedern und ermöglichen so mehr Sicherheit und Fahrspaß. Gleichzeitig entlasten die Federungen den Rücken des Mountainbikers. 

Die Modelle haben meistens eine Preisspanne von etwa 1.000 € bis 10.000 €

Fullys lassen sich nach Spezialisierung sowie zunehmender Belastung bzw. zunehmendem Federweg sortieren. Dieser gibt Auskunft darüber, wie stark sich die Feder spannen bzw. belasten lässt. 

Folgende Produkttypen stellen Fullys dar:

Marathon-Race-Bikes

Marathon-Race-Bikes sind leicht und bieten ausreichend Fahrkomfort. Mit diesen Modellen können Sie schnell beschleunigen. Das ist vor allem von Vorteil, wenn Sie aus eigener Kraft mit viel Tempo bergauf fahren möchten. Daher eignen sich diese Bikes beispielsweise auch, um Gebirgspässe zu überqueren.

Die leichten Rennmaschinen wiegen bis zu 11 kg. 

Marathon-Race-Bikes besitzen je nach Ausführung keinen oder ca. 80 mm bis 100 mm Federweg.

Shopping Tipp

Je nach Hersteller lautet die Bezeichnung für ein Marathon-Race-Bike auch Marathon-Bike, Marathon-Fully, Race-Bike oder Race-Fully.

Allmountain-Bikes 

Allmountain-Bikes sind die Alleskönner unter den Mountainbikes. Nahezu alles ist mit ihnen möglich: Diese Ausführungen meistern Strecken sowohl bergauf als auch bergab.

Fahrkomfort und -freude stehen beim Allmountain im Vordergrund. Das heißt, dass es nicht zu schwer ist, um einen Berg damit erklimmen zu können. Gleichzeitig ist es stabil und gut gefedert, um Abfahrten auf Trails standhalten zu können. 

Dieses Bike wiegt etwa zwischen 10 kg und 14 kg.

Allmountains besitzen ca. 120 mm bis 150 mm Federweg.

Enduro-Bikes 

Enduro-Bikes sind zwischen Allmountain- und Downhill-Mountainbikes anzusiedeln. Ihr Schwerpunkt liegt jedoch im Abfahrtsbereich.  

Wer Fahrspaß will, aber auch sportliche Ambitionen hat, ist mit einem Enduro richtig beraten. Es ermöglicht sowohl Sprünge als auch angenehme Fahrten bergauf und bergab. Auch zum Trail-Fahren ist es ideal geeignet. 

Ein Enduro wiegt zwischen 12 kg und 16 kg.

Der Federweg beträgt beim Enduro ca. 150 mm bis 180 mm.

Downhill-Bikes 

Downhill-Mountainbikes sind für schnelle Abfahrten auf schwierigem Gelände, auf Trails und in Bike-Parks ausgelegt. Sie sind sehr stabil gebaut, da sie den hohen Belastungen durch Erschütterungen während der Abfahrt standhalten müssen. 

Diese Modelle gelten als die Schwergewichte unter den Mountainbikes: Sie wiegen 16 kg bis 20 kg. Das ist möglich, weil die Abfahrt im Vordergrund steht – der Aufstieg erfolgt meist nicht aus eigener Kraft, sondern beispielsweise mit einem Lift.

Ein Downhill-Mountainbike besitzt einen Federweg von etwa 180 mm bis 200 mm.

Freeride-Bikes 

Bei Freeride-Mountainbikes handelt es sich im weitesten Sinne um Downhill-Bikes. Sie sind deshalb ebenso für Abfahrten in schwierigem Gelände ausgelegt. 

Im Vergleich zu Downhill-Bikes sind Freerider jedoch wendiger und verspielter. Daher eignen sie sich für Tricks. Aus diesem Grund sind sie als Nischenprodukt anzusehen.

Freeride-Bikes wiegen zwischen 15 kg und 20 kg und besitzen einen Federweg von ungefähr 160 mm bis 180 mm.

Fatbikes

Fatbikes sind für Untergründe wie Sand, Schlamm und Schnee gebaut. Das ermöglicht es, dort zu fahren, wo normale Mountain-bikes an ihre Grenzen stoßen. 

Die Reifen von Fatbikes sind mit bis zu 4,8″ extrabreit. Ein Luftdruck um 0,5 bar ist möglich. Durch die größere Auflagefläche können Sie damit auf weichen Untergründen fahren, ohne einzusinken. Auch die Traktion ist größer, da die großvolumigen Reifen Hindernisse wie Steine besser meistern. 

Das Gewicht eines Fatbikes beträgt zwischen 12 kg und 16 kg.

Der Federweg der Modelle liegt ungefähr zwischen 100 mm und 140 mm.

Sie suchen ein Fatbike? Eine Auswahl finden Sie auf unserem Preisvergleich.

Hardtail-Mountainbikes

Hardtail-Mountainbikes besitzen lediglich eine Federung an der Gabel. Das Heck weist keine Federung auf.

Hardtails sind im Vergleich zu Fullys nicht nur günstiger. Auch ihr Gewicht ist geringer. Da sie keine Heckfederung besitzen, sind sie zudem minimal wartungsärmer. Sie eignen sich für Rennen und einen Einsatz in leichtem Gelände.

Die Ausführungen bewegen sich in einem Preisrahmen von etwa 200 € bis 7.000 €. 

Hardtails lassen sich nach ihrer jeweiligen Spezialisierung sortieren: 

Trekkingbikes 

Ein Trekkingbike ist für Straßen sowie leichtes Gelände wie Schotter- und Waldwege ausgelegt. Weil es so vielseitig einsetzbar ist, zählt es zu den Alleskönnern. 

Der Rahmen eines Trekkingbikes ist leicht und stabil zugleich. Zusätzlich bietet es Fahrkomfort und Laufruhe. Dadurch ist es nicht nur in der Stadt, sondern auch für ausgedehnte Touren ideal.

Trekkingbikes sind mit Schutzblechen, Gepäckträgern und Lichtanlagen ausgestattet. Sie entsprechen daher in der Regel den gesetzlichen Anforderungen laut StVZO. 

Das Gewicht eines Trekkingbikes beträgt 16 kg bis 19 kg.

Ein Federweg von etwa 80 mm ist bei Trekkingbikes vorteilhaft.

Shopping Tipp

Viele Trekkingbike-Modelle gibt es oft auch mit geschlechterspezifischer Rahmengeometrie. Während für Herren das Oberrohr eher waagerecht verläuft, besitzen die Damenräder oft ein abgesenktes Oberrohr und bieten dadurch einen bequemen, tieferen Einstieg.

Crossbikes 

Ein Crossbike kombiniert die Merkmale eines Rennrades und eines Mountainbikes. Die Modelle können je nach Ausstattung mal mehr einem Rennrad, mal mehr einem Mountainbike entsprechen. 

Crossbikes sind Allrounder. Sie lassen sich nicht nur ähnlich zügig wie ein Rennrad fahren, sondern bieten Ihnen auch viel Laufruhe und ermöglichen ein sicheres Handling. Sie eignen sich für leichtes Gelände genauso wie für Schotterpisten und Straßen. 

Sicherheit und Spaß garantieren Crossbikes gleichermaßen. Zudem sind diese Bikes sehr robust. Einige Modelle können sogar eine Ausstattung nach StVZO besitzen.

Das Gewicht eines Crossbikes liegt zwischen 9 kg und 11 kg.

Ein Crossbike besitzt einen Federweg von ca. 80 mm bis 100 mm.

Cross-Country-Bikes (XC-Bike)

Ein Cross-Country-Mountainbike gilt als Multitalent unter den MTBs, weil es vielseitig einsetzbar ist – sowohl als Sportgerät als auch als Fortbewegungsmittel im Straßenverkehr.

XC-Bikes sind so gebaut, dass sie sich auf jeglichem Untergrund gut kontrollieren lassen. Sie sind besonders für Rennen auf un-befestigten Wegen wie einen Bike-Marathon ideal. Für den Einsatz in schwerem Gelände eignen sich diese Bikes jedoch weniger. 

Sie können mit einem XC-Bike viel Vortrieb erzeugen und dadurch viele Höhenmeter überwinden sowie technische Abfahrten meistern. Es fährt sich schnell und bleibt dabei agil. Trotzdem ist dieses MTB robust.

Besonders schnell fahren sich XC-Bikes, die unter 10 kg wiegen.

Der Federweg eines Cross-Country-Bikes liegt bei 80 mm bis 100 mm.

Dirtbikes

Dirtbikes sind eine Kombination aus Mountainbikes und BMX-Rädern. Sie eignen sich für den Street- und Dirt-Bereich mit vielen Tricks und Sprüngen. Sie dienen weniger zur Fortbewegung. Vielmehr sind sie für einen actionreichen Fahrstil gemacht. 

Diese Räder sind robust und kompakt gebaut. Der Rahmen aus Aluminium oder Stahl kann deshalb nicht nur extreme Belastung, sondern auch Stürze überstehen. 

Dirtbikes gibt es mit 2 Gabel-Ausführungen:

  • Federgabel
    Eine Federgabel verzeiht Fehler beim Fahren und gleicht den Untergrund aus. Auf unbefestigtem Boden bietet sie deshalb sichere und dynamische Fahreigenschaften. 
  • Starrgabel
    Eine Starrgabel ermöglicht Kontrolle und Stabilität. Zudem ist sie wartungsarm. Diese Gabel ist vor allem auf Asphalt von Vorteil.

Der Sattel eines Dirtbikes ist meist abgesenkt und befindet sich auf einem kurzen Sitzrohr. Dadurch hat der Fahrer mehr Bewegungsfreiheit auf dem Bike. 

Dirtbikes verfügen über ein Gewicht zwischen 13 kg und 16 kg.

Ausführungen mit Federgabel besitzen einen Federweg von 80 mm bis 140 mm.


Laufradgrößen

Fahrergröße und Fahrstil sind entscheidend für die richtige Laufradgröße eines Mountainbikes. Wenn Sie das Bike selbst zusammenstellen, bedenken Sie vor dem Kauf: Entscheiden Sie sich für eine Laufradgröße, kaufen Sie Komponenten wie z. B. die Federgabel passend dazu. Sie können später nicht einfach wechseln.

Wissenswert

Laufradgrößen werden in Zoll (″) angegeben. 1″ entspricht 2,54 cm.

Es gibt 3 unterschiedliche Laufradgrößen:

26-Zoll-Laufräder

26-Zoll-Laufräder sind vor allem bei Einsteigermodellen und Enduros zu finden. Ihr Pluspunkt: Sie sind leicht, steif, sehr wendig und Sie können gut damit beschleunigen. Jedoch besitzen die 26-Zöller weniger Laufruhe und sind dadurch weniger komfortabel.

In folgender Tabelle erhalten Sie eine Übersicht über die Vor- und Nachteile von 26-Zoll-Laufrädern:

Vorteile
  • Geringes Gewicht 
  • Steifigkeit
  • Beschleunigung 
  • Wendigkeit 
  • Bremsverhalten
Nachteile
  • Laufruhe 
27,5-Zoll-Laufräder (650B)

27,5″ große Laufräder befinden sich in Bezug auf die Größe zwischen 26- und 29-Zöllern und vereinen deren Vorteile: Sie sind sowohl bergauf als auch bergab gut geeignet. Mitunter finden Sie diese Laufradgröße unter der Bezeichnung 650B. Hierbei handelt es sich um ein älteres Maß, das synonym verwendet wird. 

Größe und Fahreigenschaften von 27,5-Zöllern unterscheiden sich nur wenig von 26-Zöllern. Trotzdem ist dieses Laufradformat für alle Federwege einsetzbar. Es besitzt wendige und laufruhige Eigenschaften. Jedoch ist es etwas schwerer als ein 26er-Modell.

Die Vor- und Nachteile von 27,5″ großen Laufrädern sind folgende:

Vorteile
  • Für alle Federwege einsetzbar 
  • Wendigkeit 
  • Laufruhe
Nachteile
  • Schwerer als 26″
29-Zoll-Laufräder 

Die großen 29-Zoll-Laufräder sind vor allem vorteilhaft, wenn Sie Hindernisse und Unebenheiten im Gelände überfahren müssen. Sie bieten viel Laufruhe und eine bessere Traktion. 

Mit 29-Zöllern können Sie viel Vortrieb erzeugen. Zudem besitzt diese Laufradgröße gute Rolleigenschaften und mehr Grip. Das ist vor allem für Fahrten bergauf und für Touren vorteilhaft. Dafür sind diese Laufräder weniger wendig und gleichzeitig weniger verspielt. Auch verfügen sie über ein schlechteres Bremsverhalten und ein höheres Gewicht. 

Verschaffen Sie sich in folgender Tabelle einen Überblick über die Vor- und Nachteile von 29-Zoll-Laufrädern:

Vorteile
  • Laufruhe 
  • Überrollverhalten 
  • Mehr Grip
  • Mehr Traktion
Nachteile
  • Höheres Gewicht 
  • Weniger Wendigkeit 
  • Schlechteres Bremsverhalten 

Rahmen

Beim Rahmen handelt es sich um das Gestell eines Mountainbikes. An ihm sitzen die weiteren Komponenten des Rads wie Lenker, Federgabel und Bremsen.

Für den richtigen Mountainbike-Rahmen ist Folgendes wichtig:

Rahmengeometrie

Die Rahmengeometrie ergibt sich aus der jeweiligen Länge der Rohre und deren Anordnung.

Es gibt folgende Rahmenrohre:

  • Sattelrohr
    Trägt Sattelstütze und Sattel
  • Steuerrohr 
    Verbindung zur Fahrradgabel 
  • Ober- und Unterrohr 
    Verbinden Sattel- und Steuerrohr 
  • Hinterbau 
    Hinterrad ist daran befestigt 
  • Tretlagergehäuse
    Trägt Innenlager 
  • Befestigungsteile 
    Für Gepäckträger, Schutzblech 

Je nach der jeweiligen Länge der Rohre und deren Anordnung kann die Rahmengeometrie variieren. Diese beeinflusst die Fahreigenschaften des Mountainbikes wie beispielsweise Wendigkeit und Laufruhe.

Rahmenformen 

Die Form des Fahrradrahmens entscheidet über Stabilität und Komfort.

Fahrradrahmen können folgende Formen haben: 

  • Diamant
    Die Rohre bilden nahezu eine Raute, die in ihrer Form der Kristallform eines Diamanten ähnelt. Diese Form ist am  stabilsten, daher kommt sie bei Mountainbikes am häufigsten vor. 
  • Sloping 
    Das Oberrohr ist zum Sattel hin abfallend. Diese Form ermöglicht es, Gewicht einzusparen und erleichtert den Auf- und Abstieg. 
  • Y-Form 
    Die Form des Rahmens gleicht einem Y. Es gibt nur ein Rohr, das sich Richtung Tretlager und Sattel teilt. Diese Form erleichtert den Auf- und Abstieg und verleiht insbesondere auf unebenen Untergründen Stabilität. 
Rahmenhöhe  

Die Rahmenhöhe ist entscheidend, um das für Sie passende Mountainbike zu kaufen und komfortabel darauf fahren zu können. Je nach Hersteller erfolgt die Größenangabe in Zentimetern oder Zoll. Sie orientiert sich an der Körpergröße bzw. an der Schrittlänge des Mountainbikers. Diese sollten Sie vor dem Kauf messen. 

Zur besseren Übersicht lassen sich Rahmenhöhen wie folgt einordnen:

Erwachsene 

Als Rahmenhöhe wird der Abstand von der Mitte des Tretlagers bis zur oberen Kante des Sattelrohrs bezeichnet. Die richtige Rah-menhöhe ist entscheidend für Fahrleistung und Fahrkomfort. 

Welche Rahmenhöhe für Sie optimal ist, können Sie der nachfolgenden Tabelle entnehmen:

Schrittlänge Rahmentheorie
60 cm  34 cm / 13,5″
65 cm  37 cm / 15″
70 cm  40 cm / 16″
75 cm 43 cm / 17″
80 cm  46 cm / 18″
85 cm 49 cm / 19″
90 cm  52 cm / 20″
95 cm  55 cm / 21,5″
100 cm  57 cm / 22,5″
Kinder 

Die Rahmenhöhe von Kinder-Mountainbikes wird anders gemessen als die von Mountainbikes für Erwachsene. 

Um die richtige Rahmengröße für Ihr Kind zu finden, können Sie sich an der nachfolgenden Tabelle orientieren:

Körpergröße Laufgröße
90–105 cm  12–14″
100–115 cm  16″
110–125 cm  18″
120–130 cm 20″
130–145 cm  24″

Rahmenmaterialien

Der Rahmen eines Mountainbikes sollte aus einem stabilen Material bestehen und gut verarbeitet sein. Starke Belastungen und Stöße muss er aushalten und Witterungsverhältnissen standhalten können.

Rahmen bestehen aus folgenden 3 Werkstoffen:

Aluminium 

Mountainbikes mit einem Aluminium-Rahmen sind vom Einsteiger- bis zum Profi-Bereich zu finden. Dieses Material wird am häufigsten verwendet, da es ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. 

Im Vergleich zu Stahl ist Aluminium nicht nur leichter, sondern besitzt auch einen geringeren Pflegeaufwand.

Rahmen aus Aluminium rosten nicht wie Stahl. Jedoch können sie durch Ermüdung brechen. Verbogene Aluminium-Rahmen müssen ausgetauscht werden und können nicht wie Stahl-Rahmen gerichtet werden.

Carbon 

Bei Carbon handelt es sich um ein Verbundmaterial aus Fasern. Da die Herstellung von Carbon-Rahmen dementsprechend aufwendig ist, sind sie auch teurer als vergleichsweise Stahl- und Aluminium-Rahmen. Gleichzeitig ist Carbon jedoch leichter und belastbarer. 

Carbon-Rahmen sind besonders bei Mountainbikes zu finden, die für Rennen ausgelegt sind. Stürze und direkte Schläge können das Material schädigen.

Ein Nachteil von Mountainbikes aus Carbon ist: Das Material ist nur in Faserrichtung belastbar. Wird die Faser beschädigt, sinkt die Belastbarkeit. Hinzu kommt, dass bei einem Sturz die Schäden nicht gut erkennbar sind. 

Bedenken Sie
Es können gefährliche Mikrorisse entstehen, die den Rahmen instabil machen. Daher sollten Sie Ihr Bike regelmäßig auf Schäden überprüfen. 
Stahl 

Stahl ist der klassische Werkstoff für einen Fahrradrahmen. Heutzutage bestehen jedoch meist nur noch Dirtbikes und spezialangefertigte Mountainbikes daraus. 

Unter den Werkstoffen ist Stahl der preiswerteste. Modelle aus Stahl sind sehr stabil, elastisch, aber auch schwer. Zudem ist ein Stahl-Rahmen anfällig für Rost. 

Ein Vorteil von Stahl-Rahmen: Sie sind extrem robust. Sollte der Rahmen des Mountainbikes trotzdem einmal verbogen sein, kann er in der Regel wieder gerichtet werden. 


Ausstattung 

Die verschiedenen Komponenten am Mountainbike tragen wesentlich zu Sicherheit und Komfort beim Fahren bei.

Die Modelle können neben dem Laufrad über folgende Ausstattung verfügen: 

Weitere Fahrradteile sowie Zubehör für Mountainbikes finden Sie auf unserem Preisvergleich. 

Bremsen 

Die Bremse ist ein wichtiger Bestandteil des Bikes: Sie dient der Sicherheit. Bei hoher Geschwindigkeit soll sie in jeder Situation sicher verzögern können.

Heutzutage sind die meisten Fahrräder mit Scheibenbremsen ausgestattet. Diese verfügen über eine Bremsscheibe, die auf der Radnabe sitzt. Hierbei drücken 2–4 Kolben die Bremsbeläge gegen die Scheibe. Dadurch besitzen sie mehr Bremskraft und können diese besser dosieren. Zudem haben sie keine Probleme bei Nässe oder mit Seitenschlägen auf die Felge.

Wissenswert

Mittlerweile haben Scheibenbremsen Felgenbremsen nahezu verdrängt. Diese sind lediglich noch an preiswerten Mountainbikes zu finden.

Es gibt 2 Arten von Scheibenbremsen:

  • Hydraulische Scheibenbremse
    Hydraulische Scheibenbremsen werden mit Bremsflüssigkeit bzw. Mineralöl gebremst. Das Prinzip ähnelt dem der Autobremse.
  • Mechanische Scheibenbremse
    Mechanische Scheibenbremsen werden ähnlich einer Felgenbremse mit einem sogenannten Bowdenzug (Kabel) gebremst.

Die Scheibendicke ist je nach Hersteller unterschiedlich. Grundsätzlich gilt: Je dünner die Bremsscheibe, desto anfälliger ist sie für Verformungen. 

Auch die Scheibengröße ist verschieden. Sie beträgt zwischen 100 mm und 200 mm. Beachten Sie dabei: Eine kleine Scheibe be-sitzt weniger Bremskraft.

Lenker 

Der Lenker dient zum Steuern der Fahrtrichtung. 

Mountainbike-Lenker können folgende Formen haben: 

  • Flat Bar
    Flat Bars sind, wie der Name bereits andeutet, flach gebaut. Sie begünstigen eine sportlich gebückte Haltung des Fah-rers. 
  • Riser Bar
    Riser Bars haben eine leichte Biegung nach oben. Sie wird auch als Rise bezeichnet. Dadurch sitzen die Griffe am Lenker höher. Diese Form begünstigt die aufrechte Haltung des Fahrers. Dadurch lastet allerdings mehr Gewicht auf dem Gesäß.  
  • Low Riser 
    Daneben gibt es Zwischenformen, die als Low Riser oder Mini Rise bezeichnet werden. Diese Lenker haben eine noch kleinere Biegung nach oben. 

Die Lenkerbreite sollte laut Expertenmeinung mindestens 600 mm betragen. Die optimale Breite des Lenkers richtet sich nach dem Einsatzgebiet sowie dem persönlichen Fahrstil und der Schulterbreite des Fahrers. Grundsätzlich gilt: Breitere Rahmen bieten mehr Kontrolle, Stabilität und Kurvendruck. 

Allerdings sollte die Breite zur jeweiligen Schulterbreite und Körpergröße passen. Gegebenenfalls bietet es sich an, den Lenker bei einem Fachmann kürzen zu lassen bzw. selbst zu kürzen. 

Recherche Tipp

Weitere Informationen zur Mountainbike-Lenkerbreite und Tipps, wie Sie den Lenker selbst kürzen können, finden Sie in dem Bike Blog fitfortrails

Schaltung

Das Schaltsystem ist quasi der Motor des Mountainbikes. Die Gangschaltung ermöglicht es, Übersetzungen während der Fahrt zu wechseln, also die Anpassung an unterschiedliche Untergründe und Steigungen. 

Höhere Gänge werden für ebene Strecken benötigt. Niedrigere Gänge sind dagegen für Anstiege und unwegsames Gelände erforderlich. 

Es gibt mehrere Schaltungstypen, die sich hinsichtlich ihres Funktionsaufbaus unterscheiden: 

  • Kettenschaltung 
    An der Kurbel befinden sich 1 bis 3 verschiedene Kettenblätter, die per Umwerfer gewählt werden. Da sich Schmutzpartikel schnell zwischen den Kettenblättern absetzen, ist diese Schaltungsart wartungsintensiv. Kettenschaltungen sind im Vergleich zu Nabenschaltung deutlich leichter und preiswerter. Zudem lassen sich Einzelteile problemlos austauschen. Die meisten Mountainbikes sind daher mit einer Kettenschaltung ausgestattet. 
  • Nabenschaltung 
    Die Gangschaltung ist in der Hinterradnabe eingebaut, wo auch der Schaltvorgang stattfindet. Da die Getriebetechnik geschützt im Inneren der Nabe liegt und somit weniger verschleißt, hat die Nabenschaltung einen sehr geringen War-tungsaufwand. Allerdings sind sie meist schwerer und teurer als Kettenschaltungen. Zudem ist eine Reparatur sehr aufwendig und muss unter Umständen vom Hersteller durchgeführt werden. 
  • Tretlager-Schaltungen 
    Das Schaltgetriebe ist in einem Tretlagergehäuse eingebaut. Die Funktionsweisen unterscheiden sich je nach Hersteller. 
Recherche Tipp

Stiftung Warentest hat unterschiedliche Schaltungsarten miteinander verglichen und Schaltungen mehrerer Hersteller getestet. Die Ergebnisse finden Sie auf der entsprechenden Website. 

Die Kettenschaltung besteht aus folgenden Elementen: 

  • Kurbelgarnitur
    Die Kurbelgarnitur besteht aus einer oder mehreren Kettenblättern (1-fach, 2-fach oder 3-fach). Je mehr Kettenblätter, desto größer ist zwar das Übersetzungsverhältnis, dadurch wird das Schaltsystem allerdings auch schwerer und war-tungsintensiver. Inzwischen haben sich daher 2-fach Kurbeln oder 1-fach Kurbeln durchgesetzt. Diese sind leichter und wartungsärmer. 1-fach Kurbeln wiegen nochmals weniger, da kein Umwerfer erforderlich ist.  
  • Kassette 
    Die Kassette, bestehend aus mehreren Zahnkränzen (auch als Ritzel bezeichnet), sitzt am Hinterrad des Bikes. Sie be-stimmt die Gangzahl am Heck. Zusammen mit den Kettenblättern ergibt sie die Gesamtzahl der Gänge bzw. der Über-setzung. 
  • Kette
    Die Kette verbindet die Kettenblätter, die sich vorne befinden, mit der Kassette hinten und ermöglicht den Antrieb des Bikes. 
  • Schaltwerk / Umwerfer
    Das Schaltwerk bzw. der Umwerfer verschieben den Lauf der Kette über die Kettenblätter. Die Steuerung funktioniert über Kabel. Für 1-fach Kurbeln ist kein Umwerfer erforderlich. 
  • Schalthebel
    Der Schaltvorgang wird über Schalthebel in Gang gesetzt – entweder mechanisch über Kabel oder einen elektrischen Impuls. 
Wissenswert

Wichtiger als die Anzahl an Gängen ist die Übersetzungsbreite. Dabei handelt es sich um die Spanne zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Gang. Daher setzten viele Hersteller inzwischen auf höhere Übersetzungsbreiten statt auf mehr Gänge. Die Vorteile sind eine einfache Handhabung, geringer Wartungsaufwand und die Einsparung von Gewicht. 

Sattel 

Mountainbike-Sattel haben in der Regel eine dünne Spitze und ein breites Hinterteil. Einige Modelle verfügen über einen Schlitz oder eine Vertiefung in der Mitte, um den Druck auf den empfindlichen Dammbereich und das Becken zu verringern und den Rücken zu entlasten. Einige Sattelmodelle sind mit Gel gefüllt, um den Druck gleichmäßig auf der Sitzfläche zu verteilen.

Wie Sie die ideale Größe für Ihren Sattel finden, erfahren in unserem FAQ-Bereich unter der Frage: Wie ermittle ich den Sitzknochenabstand? 


Häufige Fragen

Falls Sie Fragen zur Verwendung von Mountainbikes haben, sollten Sie einen Blick in unsere FAQ-Sammlung werfen. Als Grundlage für die darin beantworteten Fragestellungen dient der Wissensbedarf anderer Käufer von Mountainbikes.

Bedarf

Wozu eignet sich ein Mountainbike? 

Mit einem Mountainbike können Sie im Gelände auf unbefestigten Wegen fahren. Dicke Reifen mit groben Profilen geben Ihnen Halt – auch auf schlammigen und rutschigen Strecken.

Bei einem Mountainbike handelt es sich weniger um ein Verkehrsmittel als vielmehr um ein Sportgerät. Deshalb besitzt es in der Regel auch keine Ausstattung, die der StVO entspricht wie Rückstrahler, Licht und Klingel. Die Fahrräder haben zudem keinen Gepäckträger oder Kettenschutz.

Ein Mountainbike ist dann für Sie das Richtige, wenn Sie in leichtem und in schwierigem Gelände ohne befestigte Straßen fahren möchten. Es ist so gebaut, dass es starke Belastungen aushält. Dafür besitzt es auch eine Federung, die starke Stöße ausgleicht.

Welches Modell für Sie und Ihren gewünschten Einsatzbereich geeignet ist, erfahren Sie in der Inhaltsrubrik Mountainbike-Modelle in unserem Kaufberater.

Belastung

Was kann ich einem Crossbike zumuten?

Mit einem Crossbike können Sie mit hoher Geschwindigkeit auf unbefestigten Straßen und in leichtem Gelände fahren. Dieses Bike eignet sich sowohl für die Fortbewegung auf unwegsamem Gelände als auch im Straßenverkehr. 

Crossbikes sind nicht dafür gebaut, harte Schläge und Stöße auszuhalten, wie sie etwa beim Downhill-Biken entstehen.

Sie möchten mehr über dieses Mountainbike erfahren? In der Inhaltsrubrik Crossbikes erhalten Sie wichtige Informationen.

Gangschaltung 

Wieso besitzen Mountainbikes vorne und hinten eine Gangschaltung? 

Mountainbikes besitzen eine unterschiedliche Anzahl an Gängen. Das ermöglicht es dem Fahrer, das Fahrrad an die jeweiligen Un-tergründe und an das jeweilige Gelände anzupassen. Je mehr Gänge ein Bike besitzt, desto feiner kann diese Abstimmung erfolgen. Daher ist es sinnvoll, sowohl vorne als auch hinten eine Gangschaltung zu haben. 

Kauf 

Welches Montainbike ist für Einsteiger ideal? 

Ein Crossbike oder Cross-Country-Mountainbike sind für Mountainbike-Einsteiger optimal. Diese besitzen meist eine Gabel mit einem Federweg von etwa 100 mm. Soll es doch ein Fullsuspension-Mountainbike sein, sind Sie mit Federwegen zwischen 100 mm bis 120 mm gut beraten.

In der gleichnamigen Inhaltsrubrik in unserem Kaufberater erhalten Sie eine Übersicht über alle Mountainbike-Modelle.
 

Wie viel kostet ein gutes Mountainbike für Einsteiger? 

Die günstigsten Mountainbikes finden Sie in der Klasse Hardtail mit einer Laufradgröße von 26″. Diese Bikes kosten etwa 1.000 €. Dafür erhalten Sie ein ordentlich ausgestattetes Bike aus Aluminium. Fullys sind etwa ab 1.500 € erhältlich.

Recherche Tipp

Das Bike-Magazin hat 9 Hardtails getestet, die 1.000 € kosten.

Wie finde ich das richtige Kinder-Mountainbike? 

Um das passende Modell für Ihr Kind zu finden, sollten Sie einige Gesichtspunkte beachten.

Zu diesen zählen:

  • Gewicht
    Ein Kinder- oder Jugendrad sollte nicht zu schwer sein. Das ermüdet den Fahrer. Vor allem der Fahrspaß am Berg wird dadurch ge-mindert. Die meisten Kinder-Mountainbikes wiegen 10 kg oder 11 kg.
  • Bremsen
    Die Bremsen eines Kinder-Bikes sollten leichtgängig sein. Ihr Kind sollte die Bremshebel gut erreichen können. Je nach Modell können Sie den Abstand mit einer Einstellschraube anpassen.
  • Federung
    Anders als bei Mountainbikes für Erwachsene besitzen die Kinder-Modelle keine Federung. Da Kinder weniger wiegen, können sie die Federung nicht richtig nutzen. Dicke Reifen reichen aus, um Stöße abzufedern. Erst ab 30 kg Körpergewicht lohnt sich eine Federgabel.
  • Schaltung
    5 Gänge reichen für das Fahren in flachem Gelände, 7 Gänge sind in bergigen Gebieten ideal. Eine Drehgriff-Schaltung ist an Kinder-Mountainbikes Standard.
  • Größe
    Die Größe des Mountainbikes richtet sich nach der Körpergröße des Kindes:
Körpergröße Rahmengröße
105–115 cm 14–16″
115–130 cm 18–20″
135–145 cm 20–24″
> 150 cm 26″

Lenker  

Wie breit sollte der Lenker sein? 

Für lange Touren mit dem Mountainbike ist ein schmaler Lenker vorteilhaft, da dieser auf Dauer Kraft spart. 

Anders ist es im Bereich Downhill: Hierbei soll der Mountainbiker die einwirkenden Kräfte abfangen und kontrollieren können. Dabei hilft ein breiter Lenker. Er verbessert die Kraftentfaltung des Fahrers. Da mehr Muskeln im Spiel sind, verbraucht er jedoch auch mehr Kraft.

Wissenswert

Standardmäßig gibt es Lenker mit einer Breite von 800 mm zu kaufen. Diese können nachträglich auf die individuell gewünschte Breite gekürzt werden.

Da Frauen schmalere Schultern besitzen, empfiehlt sich ein schlanker Lenker am Mountainbike. Der Einsatzbereich bestimmt dabei das Maß: Für den Touren-Bereich eignet sich eine Lenkerbreite von 640 mm bis 660 mm, für den Downhill-Bereich etwa 711 mm.

Für Männer ist ebenfalls der Einsatzbereich maßgebend für die Breite des Lenkers. 735 mm bis 780 mm eignen sich für folgende Bereiche: Downhill, Dirt und Freeride. Für Touren sowie Enduro ist eine Breite von 600 mm bis 700 mm zu empfehlen. 620 mm bis 660 mm kommen für den Cross-Country-Bereich infrage.

Pflege

Wie pflege ich mein Mountainbike? 

Feuchtigkeit, Schlamm und Dreck setzen Ihrem Mountainbike zu. Im schlimmsten Fall kann dadurch die Technik negativ beeinflusst werden. Damit Ihr Bike einwandfrei funktioniert, sollten Sie es deshalb pflegen.

Achtung!

Dampfstrahler beschädigen das Mountainbike. Benutzen Sie zur Reinigung keinen Dampfstrahler. Der hohe Wasserdruck kann Lager und Dichtungen beschädigen. Ölen Sie die Kette regelmäßig. Ansonsten drohen Quietschen, Rost und eine verschlechterte Schaltung.

Gehen Sie zur Pflege folgendermaßen vor:

  1. Waschen Sie Ihr Mountainbike. Feuchten Schlamm können Sie dabei einfach mit dem Gartenschlauch abspülen.
  2. Sprühen Sie bei Bedarf einen speziellen Bike-Reiniger auf das MTB. Lassen Sie diesen kurz einwirken.
  3. Waschen Sie den Reiniger mit Wasser und Bürsten ab.
  4. Reinigen Sie die Schaltung. Drehen Sie dazu die Kurbel langsam rückwärts. Dabei können Sie die Umlenkrollen mit einem Schraubendreher oder einer Zahnbürste von Schmutz befreien.
  5. Machen Sie anschließend die gesäuberten Lager mit Öl gängig.
  6. Säubern Sie die Kette mit einem Lappen.
  7. Ölen Sie die Kette. Schmieren Sie die Glieder sorgfältig und lassen Sie das Öl kurz einwirken. 
  8. Wischen Sie die Reste des Schmiermittels mit einem Lappen ab.
  9. Reinigen Sie die Züge mit Kriechöl und einem Lappen. Dabei sollten Sie gleichzeitig die Übergänge überprüfen. Sie sollten leichtgängig sein.
    ⇒ Zur leichteren Reinigung der Züge sollten Sie zuerst auf ein großes Ritzel und großes Blatt schalten. Anschließend schalten Sie wieder runter, ohne die Kurbel zu drehen. Die Züge entspannen – Sie können sie einfach aushängen.
  10. Pflegen Sie die Federelemente (Gabel und Dämpfer). Spülen Sie den Schmutz dazu nach der Fahrt ab.
    ⇒ Mit Brunox-Deo können Sie die Federung nach der Reinigung leichtgängiger machen.
  11. Anschließend reinigen Sie die Standrohre und Staubringe mit einem weichen Tuch.

Rasur 

Warum rasieren sich Biker die Beine? 

Mountainbiker rasieren ihre Beine weder wegen der Windschnittigkeit noch der Optik. Es hat einen sportmedizinischen Hintergrund: Schwitzt der Fahrer, tropft der Schweiß nicht von den Haaren, sondern verdunstet auf der Haut. Die Verdunstungskälte kühlt die Muskeln besser. 

Rasierte Beine sparen demnach Flüssigkeit und Sie können härter und länger trainieren. Das gilt nicht nur für das Radfahren.

Reifen 

Welcher ist der richtige Reifen für mein Mountainbike?

Der Mountainbike-Reifen sollte immer zu dem Anwendungsbereich und zu Ihrem Fahrstil passen. Allrounder gibt es bisher noch nicht.

Je nach Einsatzbereich eignen sich unterschiedliche Reifen:

  • Cross-Country (XC)
    Für den Bereich Cross-Country (XC) sollten Sie zu schmaleren Reifen greifen. Sie wiegen weniger und besitzen einen geringeren Rollwiderstand. Das ist ideal für XC-Bikes, die schnell auf ebenem Gelände fahren sollen.
  • Allmountain und Enduro
    Im Bereich Allmountain und Enduro sollten Sie Reifen wählen, die einen mittleren Rollwiderstand, Grip und Traktion bieten. Dadurch können sie unterschiedlichen Bedingungen gerecht werden. Das Mountainbike bleibt auf flachen Straßen und im Gelände variabel.
  • Downhill- oder Freeride-Mountainbike
    Für ein Downhill- oder Freeride-Mountainbike sollten Sie Reifen kaufen, die einen hohen Rollwiderstand besitzen. Das ermöglicht guten Grip bei Abfahrten im Gelände. Diese Reifen besitzen meist eine doppelte Karkasse, um starke Schläge besser aushalten zu können. Deshalb sind sie meist schwerer als andere Reifen. 

Sie haben die Möglichkeit, Reifen nach dem Kauf auszutauschen. Eine Auswahl an Fahrradreifen und -schläuchen finden Sie auf unserem Preisvergleich.
 

Welcher ist der richtige Luftdruck für mein Mountainbike?

Auf jedem Mountainbike-Reifen finden Sie auf der Mantelseite Angaben darüber, welcher Druckbereich dafür zulässig ist. 

Der richtige Luftdruck entscheidet darüber, wie hoch der Fahrkomfort und wie lange die Lebensdauer eines Reifens ist. Er hängt ebenfalls vom Gewicht des Mountainbikers sowie der Belastung des Reifens ab.

Weniger Luftdruck ist dann empfehlenswert, wenn Sie mit Ihrem MTB lange Touren fahren möchten oder im Gelände unterwegs sind. Dann kann der Reifen dem Untergrund besser nachgeben. So vermeiden Sie einen Platten oder anderweitigen Schäden.

Tipp

Mit einer Luftpumpe mit integriertem Manometer können Sie den Reifendruck einfach prüfen und anpassen.

Sattel 

Wie stelle ich die Sitzposition richtig ein?

Die optimale Sitzhöhe ist unabhängig von der Rahmengröße eines Mountainbikes. Sie muss richtig eingestellt sein, um Knie- und Gesäßschmerzen zu vermeiden. 

Ist die Sitzhöhe korrekt eingestellt, kann Ihr gestrecktes Bein bei tiefster Kurbelstellung gerade noch so mit der Ferse das Pedal be-rühren.

Die optimale Sitzposition hängt von Ihren Bedürfnissen und Anforderungen ab. Je weiter nach vorne geneigt Sie sitzen, desto schneller können Sie bei gleichem Kraftaufwand fahren. Das senkt den Luftwiderstand des Fahrtwindes. Beachten Sie, dass der Komfort in so einer Position geringer ist.

Achtung!

Sitzen Sie aufrecht auf Ihrem Mountainbike, wirken sich Erschütterungen und Unebenheiten des Untergrunds stärker auf Ihre Bandscheiben aus.

Was ist eine Teleskopstange und wofür wird sie eingesetzt? 

Mit einer Teleskop-Sattelstütze können Sie Ihren Sattel schnell und sicher absenken oder höher stellen. Das erweitert den Einsatzbereich Ihres Mountainbikes. Sie wird oft auch als Vario-Stütze bezeichnet.

Eine verstellbare Sattelstütze ermöglicht Ihnen mehr Sicherheit und mehr Fahrspaß auf dem Trail. Sie müssen nicht anhalten, um Ihren Sattel einzustellen. Sie können während der Fahrt die Einstellung per Fernbedienung am Lenker oder per Hebel am Sattel vornehmen. Letzteres ist gefährlicher, da Sie dazu eine Hand vom Lenker nehmen müssen. 

Für eine passende Vario-Stütze sollten Sie Folgendes beachten:

  • Durchmesser
    Lesen Sie den Durchmesser auf Ihrer alten Stütze ab oder messen Sie den Durchmesser des Sattelrohrs.
  • Länge
    Auch die passende Länge können Sie mit der alten Stütze bestimmen. Beachten Sie: Vario-Stützen sind meist länger als herkömmliche Stützen.
  • Versatz
    Der Unterschied zur alten Sattelstütze sollte nicht zu groß sein. Ist der Sattel hinten, verändert sich auch die Sitzposition.
  • Remote-Hebel
    Mit einem Remote-Hebel können Sie die Vario-Stütze schnell und sicher bedienen.
  • Hub
    125 mm Hub sind für den Einsatz auf einem Trail passend.
     

Wie ermittle ich den richtigen Sitzknochenabstand? 

Um möglichst bequem und lange auf dem Sattel sitzen zu können, kann es hilfreich sein, den richtigen Sitzknochenabstand mithilfe einer Pappe zu ermitteln. Auf diese Weise wird der Druck möglichst gleichmäßig auf dem Sattel verteilt.

Schlauch

Diese Situation kennt nahezu jeder: Sie haben an Ihrem Mountainbike einen Platten. Damit der Fahrspaß dadurch kein Ende nimmt, erklären wir Ihnen im Anschluss, wie Sie den Fahrradschlauch wechseln können. 
So wechseln Sie einen platten Schlauch:
  1. Bauen Sie das Laufrad aus. Schalten Sie dazu auf das kleinste Ritzel. Lösen Sie dann den Schnellspanner und drehen ihn so lange auf, bis das Laufrad herausfällt.
  2. Drücken Sie den Reifen von beiden Seiten in Richtung Felgenmitte.
  3. Hebeln Sie den Reifen mithilfe eines Reifenhebers über die Felge.
  4. Hängen Sie den Haken des Reifenhebers an einer Speiche ein. 
  5. Setzen Sie den 2. Heber daneben an und schieben ihn entlang der Felge, um den Reifen abzuziehen.
    ⇒ Der Reifen hängt jetzt nur noch mit einer Seite in der Felge.
  6. Schrauben Sie am Ventil die Kappe und die Rändelmutter ab, falls vorhanden.
  7. Greifen Sie in den Reifen hinein und ziehen Sie das Ventil aus dem Felgenloch.
  8. Nehmen Sie anschließend den Schlauch komplett heraus.
  9. Ziehen Sie den Reifen von der Felge ab.
  10. Tasten Sie die Innenseite auf Beschädigungen ab.
  11. Überprüfen Sie auch die Felge auf eventuelle Schäden.
  12. Pumpen Sie den Ersatzschlauch leicht auf.
    ⇒ Der leicht aufgepumpte Ersatzschlauch lässt sich leichter einlegen als ein leerer. So kann auch der Reifen weniger ge-quetscht werden.
  13. Fädeln Sie den Reifen auf einer Seite wieder in die Felge ein. Drücken Sie ihn anschließend am Felgenumfang entlang der Felge rein.

Tipp

Stellen Sie die Kette dazu auf das kleinste Ritzel. Ziehen Sie das Schaltwerk nach hinten. Setzen Sie das Laufrad in die Ausfallenden. Die Bremsscheibe sollte sich frei drehen lassen. Drehen Sie den Schnellspanner zu.


Über Kerstin Hölzel

Über den klassischen Journalismus bei Fernsehen und Zeitung bin ich in meiner Wunsch-Branche angekommen: dem E-Commerce. Seit 2016 schreibe ich als überzeugte Online-Shopperin für billiger.de und unterstütze Sie mit nützlichen Tipps und interessanten Informationen bei der Entscheidung für das richtige Produkt.


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