KinderfahrrÀder
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Rahmenhöhe
Rahmenhöhe
Die Rahmenhöhe definiert die Geometrie eines Fahrrades. Hierbei ist der Abstand zwischen der Mitte der Tretlagerachse und der Oberkante des Sattelrohres von Bedeutung. Um die fĂŒr sich optimale Rahmenhöhe zu ermitteln, sind GröĂe und SchrittlĂ€nge des Fahrers entscheidend.
Die Rahmenhöhe definiert die Geometrie eines Fahrrades. Hierbei ist der Abstand zwischen der Mitte der Tretlagerachse und der Oberkante des Sattelrohres von Bedeutung. Um die fĂŒr sich optimale Rahmenhöhe zu ermitteln, sind GröĂe und SchrittlĂ€nge des Fahrers entscheidend.
Bremstyp hinten
Rahmenmaterial
Geschlecht
Produktlinie
Rahmenfarbe
RadgröĂe
RadgröĂe
Die RadgröĂe bestimmt die GröĂe eines Laufrades bei FahrrĂ€dern in Zoll. FahrrĂ€der mit einer hohen RadgröĂe sind besonders fĂŒr lĂ€ngere Strecken auf flachem GelĂ€nde geeignet. Eine geringe RadgröĂe ermöglicht eine höhere Kontrolle ĂŒber das Fahrrad.
Die RadgröĂe bestimmt die GröĂe eines Laufrades bei FahrrĂ€dern in Zoll. FahrrĂ€der mit einer hohen RadgröĂe sind besonders fĂŒr lĂ€ngere Strecken auf flachem GelĂ€nde geeignet. Eine geringe RadgröĂe ermöglicht eine höhere Kontrolle ĂŒber das Fahrrad.
Anzahl GĂ€nge
Gesamtgewicht
Ausstattung
Rahmenform
Bremstyp vorne
Gabelbauart
Gabelbauart
Die Fahrradgabel verbindet das Vorderrad mit dem Rahmen und wird deshalb auch gelegentlich Vordergabel genannt. Hier wird zwischen Starrgabel und Federgabel unterschieden. WĂ€hrend die Starrgabeln, wie der Name schon sagt, starr sind, sind Federgabeln mit Federungselementen ausgestattet und sorgen damit fĂŒr einen besseren Bodenkontakt.
Die Fahrradgabel verbindet das Vorderrad mit dem Rahmen und wird deshalb auch gelegentlich Vordergabel genannt. Hier wird zwischen Starrgabel und Federgabel unterschieden. WĂ€hrend die Starrgabeln, wie der Name schon sagt, starr sind, sind Federgabeln mit Federungselementen ausgestattet und sorgen damit fĂŒr einen besseren Bodenkontakt.
AktualitÀt
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Aktuelle Produkte in dieser Kategorie wurden innerhalb der letzten 24 Monate bei billiger.de neu gelistet. Der Zeitraum, in dem ein Produkt als aktuell gilt, wird durch unsere Produkt-Experten fĂŒr jede Kategorie gesondert bestimmt.
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Ratgeber KinderfahrrÀder
Wissen kompakt
Ein Fahrrad ermöglicht Ihrem Kind groĂe FlexibilitĂ€t, denn darauf kann es seine weitere Umgebung noch selbststĂ€ndiger erkunden. Gleichzeitig sorgt Radfahren fĂŒr die nötige Bewegung an der frischen Luft und gilt als ĂŒberaus gesunde Sportart fĂŒr Ihr Kind.
Nach Laufrad, Dreirad und Roller ist das Fahrradfahren in der motorischen Entwicklung eines Kindes ein nĂ€chster wichtiger Schritt: Etwa im Alter von ca. 3â5 Jahren Ă€uĂern viele Kinder den Wunsch, das Fahrradfahren zu erlernen.Â
DafĂŒr gibt es passende KinderfahrrĂ€der. Diese Ă€hneln den Modellen fĂŒr Erwachsene, sind aber deutlich kleiner und haben eine kindgerechte Bauweise.
Ein Kind sollte etwa 120 min pro Tag körperlich aktiv sein.
Das Bundeszentrum fĂŒr ErnĂ€hrung empfiehlt fĂŒr Kinder 30 min alltĂ€gliche Bewegung, etwa 60 min FreizeitaktivitĂ€ten und 30 min Sport. Besonders im Vorschulalter haben Kinder einen hohen Bewegungsdrang, da sich in dieser Zeit wichtige motorische FĂ€higkeiten entwickeln. Bewegung schult neben der körperlichen Entwicklung auch Selbstvertrauen und LernfĂ€higkeit des Kindes und trĂ€gt zu seiner Gesundheit bei.Â
KinderfahrrĂ€der sind in den unterschiedlichsten AusfĂŒhrungen erhĂ€ltlich: Es gibt Modelle fĂŒr bestimmte Altersklassen, mit verschiedenen Rahmenformen sowie spezieller Bauweise fĂŒr diverse Einsatzzwecke. Damit Sie das Fahrrad finden, das Ihren Anforderungen und den WĂŒnschen Ihres Kindes genau entspricht, finden Sie in unserem Kaufberater nachfolgend die wichtigsten Entscheidungsmerkmale fĂŒr den Kauf eines Kinderrads.
Kaufberater
FahrrĂ€der fĂŒr Kinder unterscheiden sich in ihrer GröĂe, ihren verwendeten Materialien sowie in Ausstattung und Design. Zudem sprechen KinderfahrrĂ€der auch unterschiedliche Alters- sowie Zielgruppen an. Damit Sie das passende Modell finden, erlĂ€utern wir Ihnen wesentliche Merkmale von KinderfahrrĂ€dern.Â
Legen Sie vor dem Kauf eines passenden Fahrrads fĂŒr Ihr Kind vor allem auf die folgenden Aspekte Wert:
- BerĂŒcksichtigen Sie sowohl Alter bzw. GröĂe Ihres Kindes.
Kinder benötigen eine Rahmenhöhe bzw. RadgröĂe, die passend zur eigenen KörpergröĂe ist, und einen Fahrrad-Typ, der ihrer motorischen Entwicklung entspricht. Befindet sich Ihr Kind zwischen dem 2. und 4. Lebensjahr, empfiehlt sich ein Laufrad. Im Alter von 4â8 Jahren sind KinderfahrrĂ€der mit Reifen von 12â18âł (Zoll) geeignet. Ist Ihr Kind etwa 9â14 Jahre alt, ist es ratsam, ein etwa 20â26âł groĂes Jugendfahrrad zu kaufen.' - WĂ€hlen Sie ein passendes Modell nach dem gewĂŒnschten Einsatzzweck.
Nutzt Ihr Kind das Fahrrad vorrangig im StraĂenverkehr, sollten Sie eher auf ein City- oder Trekkingrad fĂŒr Kinder zurĂŒckgreifen. Möchten Sie mit Ihrem Kind hingegen regelmĂ€Ăige Touren auf unbefestigtem GelĂ€nde unternehmen, empfiehlt sich ein robustes Mountainbike. Es gibt zudem KinderrĂ€der fĂŒr spezielle Tricksportarten. - Achten Sie auf die notwendige Sicherheitsausstattung.
Das Kinderfahrrad sollte mit der vorgeschriebenen Beleuchtung sowie gut funktionierenden Bremsen ausgestattet sein, wenn es im StraĂenverkehr unterwegs ist. Auch ein Kettenschutz sowie ein zusĂ€tzlicher Fahrradhelm tragen maĂgeblich zur Sicherheit bei. - Auch das Design des Kinderfahrrads sollte Ihre Kaufentscheidung beeinflussen.
Meist mögen Kinder bunte Farben sowie auffĂ€llige Formen und Musterungen. Vielleicht gibt es auch ein bestimmtes Thema, mit dem sich Ihr Kind derzeit mit Freude beschĂ€ftigt. WĂ€hlen Sie Farben, Muster und Formen, die seinen Vorlieben entsprechen â wenn Ihr Kind sich mit dem Design seines Fahrrads rundum wohlfĂŒhlt, wird ihm das Radfahren sicherlich gleich noch mehr SpaĂ machen.
Kinderfahrrad-Typen
KinderfahrrĂ€der Ă€hneln im Aufbau den Modellen fĂŒr Erwachsene, sind jedoch in der Regel in kleineren GröĂen erhĂ€ltlich und weisen meist ein kindgerechtes Design auf. Es gibt sie in unterschiedlichen AusfĂŒhrungen und Bauweisen, die jeweils Merkmale wie Alter bzw. KörpergröĂe und -gewicht oder einen speziellen Anwendungsbereich berĂŒcksichtigen.Â
Den passenden Fahrrad-Typ wÀhlen Sie grundlegend nach 2 Gesichtspunkten aus:
Hersteller bieten zudem hĂ€ufig Modelle fĂŒr ein bestimmtes Geschlecht an. Diese FahrrĂ€der unterscheiden sich in der Regel nicht in der Bauweise, sondern maĂgeblich im Design. FahrrĂ€der fĂŒr Jungen werden hĂ€ufig in Blau- oder GrĂŒntönen gehalten, fĂŒr MĂ€dchen finden bevorzugt die Farben Pink, WeiĂ oder Rot Anwendung.
KinderfahrrÀder nach Altersklasse
FĂŒr bestimmte Altersklassen eignen sich unterschiedliche Modelle. Mit zunehmendem Alter Ihres Kindes Ă€ndert sich dessen GröĂe und Gewicht und seine motorischen FĂ€higkeiten prĂ€gen sich aus. Sie finden 3 Fahrrad-Typen, die jeweils fĂŒr bestimmte Altersgruppen ausgelegt sind.
- LaufrĂ€der eignen sich fĂŒr Kind zwischen dem 2. und 4. Lebensjahr. Diese besitzen keine Pedale, sodass Ihr Kind es laufend antreibt. Diese Modelle schulen bereits das Gleichgewicht auf einem fahrbaren Untersatz.
- Auf ein klassisches Kinderfahrrad sollten Sie zurĂŒckgreifen, wenn sich Ihr Kind zwischen dem 5. und 8. Lebensjahr befindet. VerstĂ€rkte Rahmenrohre und zusĂ€tzliche Komponenten tragen zur Sicherheit wĂ€hrend der ersten Fahrversuche bei.
- Liegt das Alter Ihres Kindes zwischen dem 9. und 14. Lebensjahr, empfiehlt sich die Anschaffung eines Jugendfahrrads, da dies fĂŒr die zunehmende GröĂe und ein höheres Gewicht besser ausgelegt ist. Die Bauweise und Ausstattung ist der eines Fahrrads fĂŒr Erwachsene bereits sehr Ă€hnlich.
LaufrÀder
LaufrĂ€der Ă€hneln KinderfahrrĂ€dern, denn sie besitzen einen typischen Fahrradrahmen, Sattel und Lenker und meist 2 oder seltener 4 RĂ€der. Sie haben jedoch eine niedrige Rahmenhöhe und geringe Raddurchmesser zwischen 10â12âł (Zoll) und besitzen weder Pedale, Fahrradkette noch Ritzel â so können kleine Kinder die RĂ€der mit Hilfe ihrer Beine laufend antreiben.  Â
LaufrĂ€der sind ideal fĂŒr Kinder im Alter von 2â4 Jahren und bis zu einer KörpergröĂe von 95 cm geeignet. Mit ihrer Hilfe schulen Kinder den Gleichgewichtssinn, das GeschwindigkeitsgefĂŒhl sowie ihre Orientierungs- und KoordinationsfĂ€higkeiten. LaufrĂ€der schaffen fĂŒr Ihr Kind somit die besten Voraussetzungen fĂŒr das spĂ€tere Fahrradfahren.
Ein Laufrad sollte Ihr Kind lediglich abseits des StraĂenverkehrs nutzen, damit es nicht so leicht in Gefahrensituationen gerĂ€t.
Der preisliche Rahmen der LaufrĂ€der erstreckt sich von ca. 25 ⏠bis ca. 400 âŹ.
AusfĂŒhrliche Informationen ĂŒber verschiedene Laufrad-Typen sowie eine groĂe Auswahl unterschiedlicher Modelle finden Sie auf unserem Portal in der Kategorie LaufrĂ€der.
KinderfahrrÀder
Klassische KinderfahrrĂ€der besitzen den typischen Aufbau eines Fahrrads. Der Fahrradrahmen ist mit 2 RĂ€dern, Lenker und Sattel ausgestattet. Im Unterschied zu einem Laufrad verfĂŒgen die Modelle zudem ĂŒber 2 Pedale und einen Kettenantrieb. Die Rahmenrohre sind in der Regel dicker und runder geformt. Der Rahmen ist so sehr stabil und bietet weniger AngriffsflĂ€che, um hĂ€ngenzubleiben.Â
Diese Modelle haben meist eine Rahmenhöhe zwischen 18â25 cm und RadgröĂen zwischen 12â18âł.Â
Sobald Ihr Kind aus dem Laufradalter herausgewachsen ist, was in der Regel spĂ€testens ab ca. 4 Jahren und/oder einer KörpergröĂe ab ca. 95 cm der Fall ist, empfiehlt sich der Kauf des ersten Kinderfahrrads. Diese Modelle können meist bis zu einem Alter von ca. 8 Jahren gefahren werden.Â
KinderrĂ€der haben oft zusĂ€tzliche Ausstattung wie Polster, Aufprall- oder Kettenschutz, um das Verletzungsrisiko zu verringern und zur Sicherheit wĂ€hrend der ersten Fahrversuche beizutragen. Die Kosten fĂŒr ein Kinderrad belaufen sich je nach AusfĂŒhrung auf ca. 80 ⏠bis ca. 650 âŹ.
JugendfahrrÀder
JugendfahrrĂ€der sind im Vergleich zu KinderfahrrĂ€dern deutlich gröĂer und halten höherem Gewicht stand. Sie sind in der Regel dadurch etwas schwerer als KinderrĂ€der. Die Rahmenhöhe betrĂ€gt zwischen 25â50 cm, die ReifengröĂe schwankt je nach Bauart zwischen 18â26âł.
JugendfahrrĂ€der sind speziell fĂŒr Ă€ltere Kinder zwischen 8â14 Jahre ausgelegt und können meist ab einer KörpergröĂe von etwa 140 cm gefahren werden.Â
Diese Modelle sind in der Regel umfangreicher und mit hochwertigeren Komponenten als KinderfahrrĂ€der ausgestattet, damit sie auch fĂŒr lĂ€ngere Touren oder bestimmte Fahrweisen hohen Fahrkomfort bieten. FĂŒr ein Jugendfahrrad sollten Sie mit Preisen zwischen 100 ⏠und 900 ⏠rechnen. Je nach Bauweise des Fahrrads können die Preise mitunter stark schwanken.
KinderfahrrÀder nach Einsatzbereich
FahrrĂ€der fĂŒr Kinder lassen sich neben der Altersgruppe anhand ihres Einsatzzwecks unterscheiden. Je nach Bauart und Ausstattung eignen sich die Kinder- bzw. JugendrĂ€der beispielsweise eher fĂŒr Fahrten in der Stadt oder aber im GelĂ€nde. Zudem gibt es auch spezielle SportausfĂŒhrungen. FĂŒr Kinder finden Sie maĂgeblich 4 Fahrradtypen.
- Trekkingbikes, auch All-Terrain-Bikes (ATB) genannt, sind vielseitig einsetzbar. Diese Kinderfahrrad-Typen eignen sich besonders, wenn Kinder das Rad auf unterschiedlichen UntergrĂŒnden und Strecken nutzen wollen. Sie lassen sich sowohl im StraĂenverkehr als auf Wanderradwegen gut fahren.
- Mountainbikes sind besonders Kindern zu empfehlen, die gerne Tagestouren auf unbefestigtem GelĂ€nde unternehmen, SpaĂ an Berg- und Talfahrten haben und sich nicht scheuen, beim Fahren durch Schlamm und PfĂŒtzen auch mal schmutzig zu werden.
- Citybikes fĂŒr Kinder gibt es in verschiedenen AusfĂŒhrungen. Sie sind aufgrund eher schmaler RĂ€der und langsamem Antrieb optimal fĂŒr entspannte Fahrten in der Stadt.
- BMX, Bicycle Motocross, sind SportgerĂ€te. Sie kommen nur fĂŒr Kinder in Frage, die das Radfahren bereits optimal beherrschen. BMX eignen sich ideal fĂŒr KunststĂŒcke in der Halfpipe.
Trekkingbikes â fĂŒr flexible Routen
Die meisten KinderfahrrĂ€der sind TrekkingrĂ€der, gelĂ€ufig ist auch die Bezeichnung All-Terrain-Bikes (ATB).Â
Diese Modelle besitzen einen schlanken, aber stabilen Rahmen sowie vergleichsweise schmale Reifen. Dadurch rollen sie leicht und eignen sich fĂŒr zĂŒgige Fahrten auf ebenen StraĂen, beispielsweise auf geteerten Radwegen.Â
Dank Federung, Schaltung und verstĂ€rktem Reifenprofil sind mit TrekkingrĂ€dern aber auch Wald- oder Schotterwege befahrbar, sie eignen sich jedoch nicht unbedingt fĂŒr sehr bergiges oder unbefestigtes GelĂ€nde. Der komfortable Sattel ermöglicht lĂ€ngere Touren. Einige Modelle sind mit einem GepĂ€cktrĂ€ger ausgestattet, sodass Ihr Kind noch Proviant oder andere kleine Utensilien mitnehmen kann.
Ihr Kind kann das ATB fĂŒr den alltĂ€glichen Gebrauch im StraĂenverkehr nutzen. Es besitzt Licht und RĂŒckstrahler sowie Schutzbleche, um die Sicherheit zu gewĂ€hrleisten.
Die Preise fĂŒr Kinder-Trekkingbikes erstrecken sich von ca. 140 ⏠bis ca. 600 âŹ.
Zur besseren Ăbersicht haben wir im Folgenden noch einmal alle Vorteile- und Nachteile eines Kinder-ATB zusammengetragen:
- Verschiedene UntergrĂŒnde befahrbar
- FĂŒr den StraĂenverkehr zugelassen
- Komfortables Fahren
- Als SportgerÀte geeignet
- Weniger fĂŒr bergiges und unbefestigtes GelĂ€nde geeignet
Mountainbikes â fĂŒr Fahrten im GelĂ€nde
Kinder-Mountainbikes (kurz: MTB), hĂ€ufig findet sich auch die Bezeichnung GelĂ€ndefahrrad, sind FahrrĂ€der, die gezielt fĂŒr den Einsatz abseits befestigter StraĂen ausgelegt sind.Â
Optisch sticht es durch seine verhĂ€ltnismĂ€Ăig kleinen, dicken bzw. breiten Reifen mit starkem Profil heraus. Diese sollen ein Rutschen auf schlammigen Wegen verhindern und mögliche ErschĂŒtterungen, die wĂ€hrend der Fahrt aufkommen, dĂ€mmen.
Ein MTB ist darauf spezialisiert, starken Belastungen standzuhalten und besitzt daher meist einen robusten, verstĂ€rkten Rahmen. Da ein Mountainbike auch bergab sicheres Fahren ermöglichen soll, verfĂŒgt es oftmals ĂŒber besonders starke Bremsen. Um auch steilere Auffahrten zu meistern, besitzen sie gleichsam sehr niedrige GĂ€nge, sodass sich die Pedale auch in diesen Situationen noch leicht bewegen lassen. Durch eine entsprechend sportliche Fahrweise bedingte StöĂe werden von einer guten Federung gedĂ€mmt.Â
Ein hochwertiges MTB besitzt mindestens eine Federung im Vorderbau zur Verbesserung des Komforts. Ein voll gefedertes MTB bezeichnen Hersteller in der Regel als Full Suspension MTB.Â
Viele KinderfahrrĂ€der im MTB-Design sind oft nicht kindgerecht und gegebenenfalls von minderwertiger QualitĂ€t. Die KurbellĂ€nge eines echten Kinder-MTB sollte sich an der SchrittlĂ€nge bzw. der KörpergröĂe bemessen: FĂŒr normalwĂŒchsige Kinder bis 12 Jahre sollte die KurbellĂ€nge ca. 150 cm statt wie oft angeboten 170-175 cm betragen.
Ein MTB eignet sich demnach besonders, wenn Sie mit Ihrem Kind regelmĂ€Ăig abenteuerliche Tagestouren auf unbefestigtem GelĂ€nde unternehmen wollen. FĂŒr den Gebrauch in der Stadt eignet sich das GelĂ€nderad nur begrenzt. Bedingt durch seine dicken Reifen hat es einen hohen Reibungswiderstand, weshalb es beim Fahren auf normalen StraĂen schwerfĂ€llig ist.Â
Da ein MTB eher ein SportgerĂ€t als ein Verkehrsmittel ist, fehlen meist die in Deutschland nach StraĂenverkehrszulassungsordnung (StVZO) geforderten Komponenten. FĂŒr den Gebrauch im StraĂenverkehr mĂŒssen Sie es daher meist nachrĂŒsten. Dies ist mit zusĂ€tzlichen Kosten verbunden.
Mountainbikes fĂŒr Kinder und Jugendliche können Sie meist zu Preisen von 120 ⏠bis 900 ⏠erwerben.
Die folgende Ăbersicht stellt die Vor- und Nachteile eines Kinder MTB nochmals gegenĂŒber:
- Ideal fĂŒr Fahrten auf unbefestigtem UntergrĂŒnden und in bergigem GelĂ€nde
- Robust
- Starke Bremsen
- Gute Federung
- SportgerÀte
- Nicht fĂŒr den StraĂenverkehr zugelassen
- SchwerfĂ€llig auf glatten UntergrĂŒnden
Citybikes â fĂŒr entspannte Stadtfahrten
CityfahrrĂ€der oder Citybikes gibt es auch fĂŒr Kinder. Diese Modelle verfĂŒgen ĂŒber groĂe, eher dĂŒnne Reifen, einen einfachen, schmalen Rahmen, der oft allerdings ein hohes Gewicht hat. Typisch sind auch sogenannte Hollandfahrrad-Rahmen, die dank Doppelverstrebungen besonders viel StabilitĂ€t bieten.Â
Dank ihrer Bauweise rollen diese FahrrĂ€der gut ĂŒber glatte UntergrĂŒnde und liegen gleichzeitig sicher auf der StraĂe.
Diese Modelle verfĂŒgen auĂerdem ĂŒber mindestens 1 GepĂ€cktrĂ€ger, der vergleichsweise stark belastet werden kann. CityfahrrĂ€der sind mit einem komfortablen Sattel ausgestattet, sodass kleinere ErschĂŒtterungen etwas abgemildert werden. Ein hoher Lenker sorgt fĂŒr eine aufrechte Sitzposition, sodass Ihr Kind im StraĂenverkehr ungefĂ€hr auf Augenhöhe eines Autofahrers ist und so schneller gesehen werden kann. Diese Haltung kann auf lĂ€ngeren Touren allerdings unbequem werden.
CityfahrrĂ€der sind fast immer bereits mit der notwendigen vorschriftsmĂ€Ăigen Beleuchtung und einer Klingel sowie mit einem Kettenschutz ausgestattet, sodass fĂŒr Sicherheit im StraĂenverkehr gesorgt ist. Die Modelle sind ideal, wenn Kinder hauptsĂ€chlich kurze Strecken im Stadtverkehr fahren. Sie eignen sich jedoch weniger fĂŒr Fahrten ĂŒber unebene UntergrĂŒnde und sportliche Zwecke, da sie dort nur schwer vorankommen bzw. die schmalen Reifen ins Rutschen geraten.
Diese Fahrrad-Typen können zwischen 140 ⏠und 600 ⏠kosten.
Nachfolgend haben wir Ihnen die Vor- und Nachteile von CityfahrrĂ€dern nochmals ĂŒbersichtlich zusammengefasst:
- Ideal fĂŒr Fahrten in der Stadt
- FĂŒr den StraĂenverkehr zugelassen
- Bauartbedingte aufrechte Sitzposition sorgt fĂŒr gute Sichtbarkeit
- Viel Stauraum
- Hohe Belastung möglich
- SchwerfĂ€llig auf unruhigen UntergrĂŒnden
- Nicht fĂŒr lĂ€ngere Touren geeignet
- Nicht als SportgerÀte geeignet
BMX â fĂŒr Tricksportarten
Eine sehr spezieller Fahrrad-Typ ist das BMX. Es ist ein SportgerĂ€t, dass speziell fĂŒr die AusfĂŒhrung von Tricks und KunststĂŒcken auf einem Zweirad ausgelegt ist.
BMX ist die AbkĂŒrzung fĂŒr Bicycle Motocross. BMX-Fahren ist eine Sportart, die Ende der 1960er Jahre in den USA entstanden ist. Sportler fĂŒhrten hier Tricks bzw. Stunts auf einem Fahrrad mit einem Reifendurchmesser von 20âł vor.Â
BMX-FahrrĂ€der zeichnen sich durch einen sehr breiten Lenker, ein vergleichsweise hohes Gewicht sowie diverse Sonderbauteile aus. Vor dem Kauf eines BMX sollten Sie ĂŒberprĂŒfen, fĂŒr welche BMX-Sportart Ihr Kind das Fahrrad benutzen möchte.
So gibt es unterschiedliche Bauarten, die sich fĂŒr jeweils fĂŒr bestimmte Disziplinen eignen:Â
- Race-BMX
Beim Race (Rennen) handelt es sich um einen BMX-Rennsport. Die Geschwindigkeit ist somit ein entscheidender Faktor. Daher besitzt das Race-BMX hĂ€ufig eine Aluminium-Legierung und ist dadurch besonders leicht. Der Rahmen hat meist durchgĂ€ngig die gleiche WandstĂ€rke, sodass bei geringerem Gewicht noch eine hohe StabilitĂ€t gewĂ€hrleistet ist. FĂŒr ein Race treffen sich Kinder und Jugendliche mit ihren FahrrĂ€dern abseits der StraĂe in einem offenen GelĂ€nde und fahren Rennen gegeneinander. HĂ€ufig springen sie dabei auf ihren FahrrĂ€dern ĂŒber HĂŒgel oder andere Hindernisse. - Freestyle-BMX
Beim Freestyle geht es nicht um Geschwindigkeit, sondern um Geschicklichkeit und Mut. WĂ€hrend freier Fahrt werden oft auch Tricks und KunststĂŒcke ausgefĂŒhrt. Freestyle-BMX besitzen verstĂ€rkte Gabeln und Kurbeln, da auf diesen Komponenten die höchste Belastung liegt, sie besitzen Bremsen, die nicht weit vom Rahmen abstehen, auch StĂŒrze gut aushalten und mit denen sich die BremsstĂ€rke optimal dosieren lĂ€sst. Einige Modelle verzichten auf Bremsen, da die BowdenzĂŒge bei Tricks als störend empfunden werden.
BMX-RĂ€der werden als reines SportgerĂ€t fĂŒr Trickfahrten betrachtet. Besonders wegen seiner nicht vorhandenen Beleuchtungsanlage und der weniger straĂentauglichen Bremsen ist das BMX nicht fĂŒr den StraĂenverkehr zugelassen.
Kinder, die ihr Fahrrad nicht oder nicht nur fĂŒr den alltĂ€glichen Gebrauch oder Tagestouren benutzen wollen, sondern die Neigung und das Talent dafĂŒr entwickeln, Tricks mit ihrem Fahrrad zu vollbringen, können ein BMX-Rad nutzen.
Ein BMX ist fĂŒr Kinder erst ab einer KörpergröĂe von ca. 155 cm und einem Alter von ca. 12 Jahren vorgesehen.Â
Ein BMX-Fahrrad fĂŒr Kinder sollte nur dann zum Einsatz kommen, wenn Ihr Kind bereits sehr sicher mit dem Kinderfahrrad fahren kann. Es eignet sich also keinesfalls zum Erlernen des Radfahrens. Achten Sie zudem darauf, dass Ihr Kind eine passende SchutzausrĂŒstung in Form von Protektoren und Schutzhelm trĂ€gt.
Sie können bei einem Kinder-BMX mit einer Preisspanne von ca. 100 ⏠bis ca. 400 ⏠rechnen.
Zusammengefasst haben BMX-RĂ€der folgende Vor- und Nachteile:
- Ideal fĂŒr KunststĂŒcke in der Halfpipe
- Spezielles SportgerÀt
- Nicht fĂŒr den StraĂenverkehr zugelassen
- Nur fĂŒr Ă€ltere Kinder geeignet
BMX-Bikes und passende AusrĂŒstung finden Sie auf unserem Portal in der Kategorie BMX.
FahrradgröĂen
Das Fahrrad Ihres Kindes sollte sich optimal fĂŒr dessen KörpergröĂe und -proportionen eignen. Die richtige FahrradgröĂe trĂ€gt zu einer angenehmen und ungefĂ€hrlicheren Fahrt bei, da Ihr Kind bei entspannter Sitzposition und optimaler KraftĂŒbertragung sicher lenken, bremsen und beschleunigen kann.
Wichtig ist, dass Ihr Kind beim Fahrradfahren im StraĂenverkehr eine aufrechte oder moderate Sitzposition einnehmen kann. So kann es seine Umgebung optimal wahrnehmen bzw. von anderen gesehen werden und mögliche gefĂ€hrliche Situationen im StraĂenverkehr erkennen.
Die GröĂe eines Kinderfahrrads wird in der Regel mit Hilfe des Felgendurchmessers des Rades in Zoll (1âł = 2,54 cm) angegeben. 12âł ist die kleinste FahrradgröĂe fĂŒr Kinder, ab 26âł handelt es sich meist um ein Jugendfahrrad.
Die KörpergröĂe kann helfen, die richtige RahmengröĂe auszuwĂ€hlen, sie ist allerdings nicht das alleinige Kriterium, da auch die Arm- und BeinlĂ€ngen sich unabhĂ€ngig davon unterscheiden können. Ein hilfreiches Kriterium ist die SchrittlĂ€nge, also der Abstand von der FuĂsohle bis zum Schritt.
Die nachfolgende Tabelle gibt Orientierungswerte, welche FahrradgröĂe sich fĂŒr welche KörpergröĂen bzw. SchrittlĂ€ngen eignet:
KörpergöĂe |
SchrittlÀnge |
FahrradgröĂe |
|---|---|---|
95 - 100 cm |
40 - 44 cm |
12 " |
100 - 105 cm |
44 - 48 cm |
14 " |
105 - 110 cm |
48 - 55 cm |
16 " |
110 - 120 cm |
55 - 59 cm |
18 " |
120 - 130 cm |
59 - 66 cm |
20 " |
130 - 140 cm |
66 - 72 cm |
24 " |
Ab 140 cm |
72 - 80 cm |
26 " |
Die genaue FahrradgröĂe ist abhĂ€ngig von der Rahmengeometrie, also den konkreten Abmessungen des Rahmens, die viele Hersteller zusĂ€tzlich in Zentimeter (cm) ausweisen.
Auf folgende 2 GröĂenangaben sollten Sie zusĂ€tzlich Wert legen:
- Rahmenhöhe
Die Rahmenhöhe wird vom Tretlager bis zum Oberrohr gemessen. Die Angaben unterscheiden sich allerdings dahingehend, ob bis zur Sitzmuffe (Verbindung zwischen Oberrohr und Sitzrohr), bis zur oberen Kante des Rohres oder bis zur Mitte des Oberrohrdurchmessers gemessen wird. Die Werte liegen etwa zwischen 18â56 cm. Da die Rahmenformen der KinderfahrrĂ€der meist einen tiefen Einstieg bieten, wird oft auch lediglich die LĂ€nge des Sitzrohrs angegeben. Die Angabe zur Rahmenhöhe ist daher nicht immer aussagekrĂ€ftig.
Â
Um ganz sicher zu gehen, können Sie mit Hilfe der SchrittlÀnge und eines Faktors die theoretische Rahmenhöhe berechnen.
FĂŒr TrekkingfahrrĂ€der: Schritthöhe x 0,259 = Rahmenhöhe in Zoll
FĂŒr Mountainbikes: Schritthöhe x 0,226 = Rahmenhöhe in Zoll
- RahmenlĂ€ngeÂ
Die RahmenlĂ€nge ist der waagerechte Abstand zwischen Sitzrohr und Steuerrohr. Sie ist wichtig fĂŒr die SitzlĂ€nge, also dafĂŒr, wie gut Ihr Kind den Lenker erreichen kann, wenn es im Sattel sitzt. Die RahmenlĂ€nge ist optimal, wenn die HĂ€nde bei leicht angewinkelten Armen bequem in unmittelbarer NĂ€he von Brems- bzw. Schalthebeln am Lenker aufliegen und Ihr Kind nicht stĂ€ndig die Position Ă€ndern möchte. Nur wenige Hersteller geben diesen Wert mit an, da sich die ideale Sitzposition noch durch das Vor- bzw. ZurĂŒckschieben des Sattels regulieren lĂ€sst, oft wird der Abstand zwischen Vorder- und Hinterradnabe angegeben.
Der Rahmen ist zu hoch, wenn die SattelstĂŒtze bei passend eingestellter Sitzhöhe weniger als 5 cm aus dem Rahmen ragt bzw. sich der Schritt weniger als 5 cm ĂŒber dem Oberrohr befindet, wenn Ihr Kind mit beiden Beinen auf dem Boden steht. Sitzt es im Sattel und kann mit den FĂŒĂen den Boden berĂŒhren (der FuĂ muss dabei nicht ganz auf dem Boden aufsetzen), reicht die GröĂe aus.
Rahmenformen
Der Fahrradrahmen ist das Gestell des Rades und trĂ€gt die Belastung des Fahrers bzw. der wirkenden Antrieb-, Brems- und LenkkrĂ€fte. Die Bauart des Fahrradrahmens entscheidet maĂgeblich ĂŒber dessen StabilitĂ€t.Â
FĂŒr KinderfahrrĂ€der sind Rahmen mit schrĂ€gem Verlauf von Ober- bzw. Unterrohr typisch. So ist insbesondere das Oberrohr nicht wie beim klassischen Herrenrahmen parallel zur StraĂe verbaut. Diese Bauweise ermöglicht den Kleinen vor allem ein einfaches Auf- und Absteigen.
Kinderfahrradrahmen können sich in der Bauart dahingehend unterscheiden, ob Ihr Kind darauf eher aufrecht, auf gleicher Höhe mit dem Lenker oder eher sportlich nach vorne gebeugt sitzt.Â
Folgende Rahmenformen fĂŒr KinderfahrrĂ€der sind gĂ€ngig:
Sloping-Rahmen
Sloping-Rahmen wurden speziell fĂŒr Trekking- und Mountainbikes entwickelt. Das Oberrohr verlĂ€uft schrĂ€g nach unten zum Sitzrohr. Die Rahmenform erinnert an ein Dreieck bzw. bei gröĂerem Winkel zwischen Ober- und Unterrohr an ein Trapez, daher ist auch die Bezeichnung Trapezrahmen gelĂ€ufig. Einige Modelle besitzen ein leicht geschwungenes Oberrohr.
Sloping-Rahmen haben Ă€hnlich wie klassische Herrenrahmen eine hohe StabilitĂ€t, jedoch eine geringere Rahmenhöhe und somit kann die Sattelhöhe deutlich niedriger sein. Das erleichtert mit kurzen Kinderbeinen nicht nur den Ein- und Abstieg, sondern sorgt auch fĂŒr einen tieferen Schwerpunkt bei Fahrten bergab und reduziert insgesamt das Verletzungsrisiko.Â
Auf diesen FahrÀdern haben Kinder meist eine aufrechte oder moderate (Sitz und Lenker befinden sich auf etwa gleicher Höhe) Sitzhaltung.
Wave-Rahmen
Wave-Rahmen sind sogenannte Tiefdurchstiegrahmen und finden meist fĂŒr DamenrĂ€der Verwendung. Dieser Rahmen verfĂŒgt ĂŒber ein dickes Unterrohr, welches kurz oberhalb des Tretlagers mit dem Sitzrohr verstrebt ist und so die notwendige StabilitĂ€t gewĂ€hrleistet. Unterrohr- und Zusatzstrebe sind wie eine Welle (englisch âwaveâ) geschwungen. Dadurch besitzt der Rahmen einen besonders tiefen Einstieg, was fĂŒr Kinder sehr vorteilhaft ist, um schnell aufs Rad zu gelangen. Diese Rahmenbauart findet vor allem fĂŒr CityfahrrĂ€der Verwendung, da sie fĂŒr GelĂ€ndefahrten nicht genĂŒgend StabilitĂ€t bietet.
Diese Bauart unterstĂŒtzt die natĂŒrliche S-Form der WirbelsĂ€ule, da Ihr Kind aufrecht sitzt und somit nicht so einfach einen runden RĂŒcken formt. Wichtig ist allerdings, dass der Lenker insbesondere bei diesem Rahmentyp nicht zu hoch eingestellt ist, um eine Fehlbelastung des Beckens und der Handgelenke zu vermeiden.
Viele Hersteller weisen Modelle mit dieser Rahmenform als MÀdchenfahrrad aus, da auch in Kleidchen oder Rock das Auf- und Absteigen sehr leicht ist, ohne am Rahmen hÀngen zu bleiben.
Y-Rahmen
Y-Rahmen bestehen aus einem Rohr mit hohem Durchmesser, welches sich ungefĂ€hr in der Mitte einmal Richtung Sattel und einmal Richtung Tretlager gabelt und so eine typische Y-Form erhĂ€lt. Diese Rahmen bieten eine gute KraftĂŒbertragung, wenn das Rad vollgefedert ist. Dies kann insbesondere fĂŒr Fahrten auf unebenen UntergrĂŒnden fĂŒr Kippsicherheit und Komfort sorgen, daher findet sich diese Rahmenbauart oft auch fĂŒr Mountainbikes.
Y-Rahmen können eine sportliche Sitzposition begĂŒnstigen, bei der Ihr Kind einen leicht runden RĂŒcken formt. Achten Sie in diesem Fall besonders auf die RahmengröĂe, um eine gerade, moderate Position zu ermöglichen.
Materialien
Der Fahrradrahmen eines Kinderfahrrads ist das Bauteil, das der höchsten Belastung ausgesetzt ist. Sowohl wĂ€hrend der Nutzung als auch im Falle eines Sturzes sollte er normaler Belastung standhalten und sich nicht verformen, brechen oder einreiĂen. Idealerweise sollte der Rahmen gleichzeitig leicht sein, damit weniger Muskelenergie fĂŒr die Bewegung des Fahrrads aufgewendet werden muss.
Als besonders stabil gelten konifizierte Rahmenrohre. Diese sind an den Verbindungsstellen zusĂ€tzlich nach innen verdickt, da diese Rahmenpunkte am stĂ€rksten belastet sind.Â
Kinderfahrradrahmen sind Metallrahmen und bestehen aus Aluminium oder Stahl. Daher sollten sie stets ĂŒber einen Korrosionsschutz verfĂŒgen, um nicht zu rosten.
Aluminium
Aluminium ist ein beliebter Werkstoff fĂŒr Fahrradrahmen. Die Herstellung ist vergleichsweise gĂŒnstig und der Werkstoff ist ausreichend vorhanden. Oft wird auch das geringe Gewicht des Werkstoffs als Vorteil angefĂŒhrt. Im Gegensatz zu Stahl ist Aluminium allerdings deutlich weicher, nicht sehr elastisch und kann sich verbiegen.
Aluminiumrahmen sind nicht prinzipiell leichter als Stahlrahmen.Â
Aluminium weist zwar eine geringere Dichte auf als Stahl, doch die Rahmen mĂŒssen stĂ€rker vermessen werden, um eine annĂ€hernd gleiche Festigkeit aufzuweisen. Damit Aluminiumrahmen genĂŒgend StabilitĂ€t bieten, sind die Rohre demnach kĂŒrzer, flacher, dickwandiger und haben oft gröĂere Durchmesser. Dies verleiht diesen Fahrradgestellen auch ihr charakteristisches Aussehen.
Die materialbedingte Bauart gibt dem Rahmen mehr Steifheit und HĂ€rte, dadurch beschleunigen FahrrĂ€der mit Aluminiumrahmen gut. Allerdings kann der Radfahrer die Unebenheiten der Fahrbahn leichter spĂŒren. So bieten die Rahmen â ohne Federung â deutlich weniger Komfort.
Bestimmte Aluminium-Legierungen, das sind spezielle Gemische aus Aluminium und anderen Metallen, können einen höheren Grad an ElastizitĂ€t aufweisen. Allerdings darf ein Aluminiumrahmen grundlegend nicht zu stark belastet werden.Â
Aluminium kann bei zu starker Belastung ohne Vorwarnung brechen.
Das Material schwingt unter Belastung stĂ€rker als Stahl. Dies kann durch einen fehlerhaften Herstellungsprozess begĂŒnstigt werden. Etwas kostenintensivere Modelle sind daher fĂŒr stĂ€rkere Belastung zu bevorzugen, da der Rahmen hier oftmals hochwertig gearbeitet wurde. Zudem sollten Sie insbesondere in diesem Fall auf eine Zertifizierung der Produkte nach der Norm DIN EN ISO 8098:2014-10 bzw. ISO 4210 Wert legen.
Vor- und Nachteile eines Fahrradrahmens mit einer Aluminium-Legierung zeigt Ihnen die folgende Ăbersicht:
- Geringer Preis
- Schnelle Beschleunigung
- Geringe ElastizitÀt und Festigkeit
- Geringer Fahrkomfort
- Geringe Belastungsgrenze
- GefÀhrliches Bruchverhalten
Stahl
Der traditionelle Werkstoff fĂŒr Fahrradrahmen ist Stahl. Von den vielen verschiedenen Stahl-Legierungen werden zur Herstellung von Fahrradrahmen ĂŒblicherweise Chrom-MolybdĂ€n-Legierungen verwendet.Â
Dieser Stahl zeichnet sich im Gegensatz zu Aluminium durch einen wesentlich höheren Grad an ElastizitĂ€t, ZĂ€higkeit und Festigkeit aus, was die Verwendung von Rohren mit geringen Durchmessern möglich macht. Dadurch ist der Stahlrahmen auch biegsamer. Dies erhöht den Fahrkomfort, da der Rahmen ErschĂŒtterungen auf unebenen UntergrĂŒnden besser abfedern kann. Auch bei einer Ăberbelastung brauchen Sie meist keine Angst zu haben, dass sich der Rahmen verbiegt oder bricht, da plötzliche BrĂŒche dieses Materials eher auszuschlieĂen sind.
Im Gegensatz zu AluminiumfahrrĂ€dern kosten viele Stahlmodelle oft deutlich mehr, da Aluminium im Fertigungsprozess meist gĂŒnstiger ist.
Vor- und Nachteile eines Fahrradrahmens mit einer Stahl-Legierung zeigt Ihnen die folgende Ăbersicht:
- Hohe ElastizitÀt bei gleichzeitiger Festigkeit
- Hoher Fahrkomfort
- HĂ€lt Ăberbelastungen stand
- Deutlich bruchsicherer
- Höherer Preis
Ausstattung
Die jeweiligen Komponenten und Ausstattungsmerkmale eines Kinderfahrrads sollten bestimmte Voraussetzungen erfĂŒllen, um eine sichere Fahrt zu gewĂ€hrleisten.
Sicherheitstechnische Anforderungen an die Bauteile eines Kinderfahrrads fĂŒr Kinder zwischen 4â8 Jahren werden gemÀà der internationalen Norm DIN EN ISO 8098:2014-10 geprĂŒft. FĂŒr FahrrĂ€der ab ca. 20âł, die von Kindern ab etwa 8 Jahren auf öffentlichen StraĂen gefahren werden, gilt die PrĂŒfungsnorm ISO 4210. FahrrĂ€der, die diese freiwilligen PrĂŒfstandards erfĂŒllen, sind in der Regel besonders sicher.
Neben einer soliden Grundausstattung können FahrrĂ€der fĂŒr Kinder ĂŒber weitere Zusatzausstattung verfĂŒgen, die zur Verkehrssicherheit beitragen oder den Fahrkomfort erhöhen.
Grundausstattung
Auf die einzelnen, grundlegenden Komponenten, die an einem Fahrradrahmen verbaut sind, wirken Belastungen und KrĂ€fte wĂ€hrend der Fahrt. Die Bauteile mĂŒssen daher solide verarbeitet sein. Gleichsam sollte die Ausstattung zur komfortablen Benutzung beitragen.
Zur Grundausstattung eines Kinderfahrrads zÀhlen folgende Elemente:
Bremsen
Damit Ihr Kind das Fahrrad sicher stoppen kann, besitzt es stets Bremsen. An einem verkehrssicheren Fahrrad mĂŒssen 2 Bremsen vorhanden sein, die unabhĂ€ngig voneinander arbeiten können. Daher sind KinderfahrrĂ€der in der Regel mit einer Vorder- und einer Hinterbremse ausgestattet.
Es gibt folgende unterschiedliche Bremssysteme:
- RĂŒcktrittbremse
RĂŒcktrittbremsen stoppen ausschlieĂlich das Hinterrad. Die RĂŒcktrittbremse wird betĂ€tigt, indem die Pedale statt in Fahrtrichtung nach hinten getreten werden. AnschlieĂend bremst eine feste Vorrichtung an der Kettenstrebe das Rad ab. Das Bremssystem ist vergleichsweise wartungs- und verschleiĂarm und funktioniert zuverlĂ€ssig unabhĂ€ngig von der Witterung. Ein RĂŒcktritt ist fĂŒr junge Fahrradfahrer meist einfacher zu bedienen als 2 Bremshebel am Lenker. Nachteile sind, dass die Bremse das Rad nur bei funktionstĂŒchtiger Kette stoppt, die Pedale lassen sich zudem nicht durch rĂŒckwĂ€rtstreten optimaler positionieren und die Bremswirkung ist geringer als die einer Felgen- oder Scheibenbremse. - Felgenbremse
Felgenbremsen arbeiten mit 2 Bremsarmen und gummibeschichteten Bremsklötzen, die jeweils auf die Felge eines Rades von rechts und links zugreifen. Sie können sowohl Vorder- als auch Hinterrad stoppen. Durch BetĂ€tigung des Bremshebels am Lenker werden die 2 Bremsarme an die Felge gepresst und erzeugen dort Reibung, dadurch bremst das Rad ab. Diese Bremsen belasten das Laufrad kaum, sie lassen sich leicht einstellen und sind vergleichsweise gĂŒnstig. Bei NĂ€sse oder verschmutzter Felge kann die Bremswirkung nachlassen. Die BremsbelĂ€ge mĂŒssen Sie von Zeit zu Zeit wechseln. Eine Unterform der Felgenbremse sind V-Brakes, bei denen der Seilzug seitlich gefĂŒhrt ist. Der Name V-Brakes bezieht sich ursprĂŒnglich auf ein Bremssystem des Herstellers Shimano, es wird aber umgangssprachlich auch fĂŒr Bremsen Ă€hnlicher Bauart genutzt. - Scheibenbremse
Scheibenbremsen sind eine neuere technische Entwicklung. Dieses System bremst das Rad, indem Bremsbelege gegen eine Bremsscheibe gedrĂŒckt werden, die an der Fahrradnabe befestigt ist. Dadurch halten die BremsbelĂ€ge lange, das System bremst sicher auch bei NĂ€sse und nutzt die Felge nicht ab. Allerdings belastet das System das Laufrad stark und die Bremsscheibe kann ĂŒberhitzen, sodass die Bremsleistung gegebenenfalls nachlĂ€sst. Die BremsbelĂ€ge sind meist sehr teuer.
Der Bremszug sollte so eingestellt sein, dass Ihr Kind mit mittlerem Kraftaufwand den Bremshebel betÀtigen und so das Fahrrad stoppen kann. Eine hochwertige Bremse lÀsst sich entsprechend justieren.
Gabel
Die Fahrradgabel, auch als Vordergabel bezeichnet, verbindet das vordere Laufrad und den Rahmen. Dank eines Steuersatzes im Rahmen und mit Hilfe des Lenkers ist die Gabel beweglich und steuert so die Richtung des Vorderrads. Gleichzeitig ist sie zusammen mit dem Steuerrohr des Rahmens das am stĂ€rksten belastete Bauteil des Rades.Â
Bauart und Beschaffenheit der Gabel sind somit fĂŒr die Fahrsicherheit sowie fĂŒr den Fahrkomfort entscheidend. Diese Komponente muss stets die notwendige StabilitĂ€t bieten, um das Fahrrad in der Spur zu halten.
Es lassen sich 2 verschiedene Gabel-Typen unterscheiden:
- Starrgabeln
An KinderfahrrĂ€dern sind hĂ€ufig starre, klassisch geformte Gabeln verbaut, da sie vergleichsweise leicht sind, kaum verschleiĂen, nicht gewartet werden mĂŒssen und gĂŒnstiger sind. Viele Starrgabeln sind oft unten ein wenig in Fahrtrichtung gebogen und können so Fahrunebenheiten etwas ausgleichen â das erhöht den Fahrkomfort. Stark beanspruchte Bereiche wie das Gabelschaftrohr und die oberen Enden der Gabelbeine sollten stets etwas dickere WandstĂ€rken und höhere Durchmesser aufweisen. - Federgabeln
Federgabeln enthalten im Gegensatz zu Starrgabeln StoĂdĂ€mpfer. Die Federung in der Gabel sorgt fĂŒr mehr Bodenkontakt und mildert so StöĂe bei Fahrten ĂŒber unebene UntergrĂŒnde ab. Federgabeln haben stets ein höheres Gewicht und sind deutlich teurer als Starrgabeln, sie können aufgrund beweglicher Bauteile Defekte aufweisen und mĂŒssen ab und an gewartet werden. Federgabeln haben einen unterschiedlich langen Federweg. Je lĂ€nger dieser ist, desto besser werden Unebenheiten ausgeglichen, allerdings fĂŒhrt dies auch zu mehr Gewicht des Fahrrads, was bei Bergfahren kontraproduktiv sein kann. Bei KinderfahrrĂ€dern sind diese Gabeltypen vor allem fĂŒr Mountainbikes oder TrekkingrĂ€der fĂŒr Jugendliche von Vorteil. An anderen Modellen sind sie eher selten verbaut bzw. meist nicht empfehlenswert, da das geringe Gewicht eines Kindes kaum die volle Leistung des Federungssystems beanspruchen wĂŒrde.
Die LĂ€nge der Gabel gibt auĂerdem den Lenkwinkel vor: Je lĂ€nger sie ist, desto flacher ist der Winkel und die Lenkung entsprechend schwergĂ€ngiger. Allerdings lĂ€uft das Rad mit einer langen Gabel ruhiger geradeaus.Â
Lenker
Mit Hilfe des Lenkers steuert Ihr Kind hauptsĂ€chlich die Fahrtrichtung. Ein Lenker besteht aus den LenkerbĂŒgeln und einem Vorbau, durch den er mit dem Steuerrohr bzw. -satz am Fahrradrahmen verbunden ist. An KinderfahrrĂ€dern sind fast ausschlieĂlich sogenannte Aufrecht-Lenker verbaut, damit eine gerade Sitzposition gewĂ€hrleistet ist.Â
Damit das Lenken leichtfĂ€llt, sollten die Abmessungen des Lenkers zu den KörpermaĂen des Kindes passen: Es sollte eine aufrechte oder moderate Sitzposition möglich sein, das heiĂt der Lenker muss sich mindestens auf Sattelhöhe oder darĂŒber befinden. Zudem sollte er maximal 10 cm breiter sein als die Schulterbreite des Kindes.
ZusÀtzlich kann der Lenker mit weiterer Ausstattung versehen sein, die eine Fahrt bequemer und auch sicherer gestaltet:
- Sicherheitslenkgriffe
Sicherheitslenkgriffe bestehen aus Gummi und sind strukturiert. Sie bedecken die glatten Stahl- bzw. Aluminiumstangen und sorgen so fĂŒr einen sicheren Halt der HĂ€nde am Lenker. Gleichzeitig bedecken sie die scharfkantigen Enden der LenkerbĂŒgel. - Prallschutz
Viele KinderfahrrĂ€der haben Lenkgriffe mit Prallschutz. Am Ende des Griffes befinden sich mehrere ĂŒbereinander angeordnete Gummilamellen. Im Falle eines seitlichen Sturzes auf den Lenker werden die Lamellen zusammengedrĂŒckt und mildern so den Aufprall. - Polster
Zwischen den LenkerbĂŒgeln kann sich ein kleines Polster befinden. Das weiche Material mildert bei StĂŒrzen auf den vorderen Fahrradteil ErschĂŒtterungen ab und reduziert so das Verletzungsrisiko.
RĂ€der
In Bezug auf die RĂ€der des Kinderfahrrads sind GröĂe und Beschaffenheit entscheidend, da sie fĂŒr Bodenhaftung und Komfort verantwortlich sind.
Dabei sollten Sie auf folgende Aspekte achten:
- RadgröĂe
Der Durchmesser der Radfelge dient fĂŒr KinderfahrrĂ€der in der Regel als GröĂenmesswert des ganzen Fahrrads, da sich die RadgröĂe auch immer am Fahrradrahmen orientiert. Sie betrĂ€gt zwischen 12â26â (Zoll). DarĂŒber hinaus können die RadgröĂen auch bei Ă€hnlicher Rahmenhöhe voneinander abweichen. Grundlegend eignen sich kleinere LaufrĂ€der fĂŒr lĂ€ngere Strecken auf flachen UntergrĂŒnden. Ist die RadgröĂe kleiner, hat Ihr Kind mehr Kontrolle ĂŒber das Fahrrad â daher verfĂŒgen oft Mountainbikes ĂŒber vergleichsweise kleine RadgröĂen. - Radbreite
Die Breite des Rades ist entscheidend fĂŒr Sicherheit und Komfort: Breite Reifen federn ErschĂŒtterungen deutlich besser ab, als schmale Varianten. Sie bleiben zudem auch nicht so leicht in schmalen Vertiefungen wie StraĂenbahnschienen hĂ€ngen. Allerdings ist oft der Rollwiderstand ein wenig höher, daher ist fĂŒr höhere Geschwindigkeiten etwas mehr Kraftaufwand nötig.
Insbesondere fĂŒr FahrrĂ€der, die Kinder im Alter zwischen 4â8 Jahren nutzen, eignen sich sogenannte Ballonreifen. Diese haben eine Breite von 45â60 mm und tragen somit zur besonders sicheren Fahrt auch auf unebenen UntergrĂŒnden bei.
- Radprofil
Die MĂ€ntel der RĂ€der können ein unterschiedlich ausgeprĂ€gtes Profil aufweisen. Ein grobes Profil ist wichtig, wenn Kinder hĂ€ufig auf Wald- oder Feldwegen unterwegs sind: Es zeichnet sich durch eine strukturierte OberflĂ€che aus. Diese verzahnt sich mit dem Boden und kann so die FahrkrĂ€fte direkt ĂŒbertragen. Da sich durch ein stĂ€rkeres Profil die ReifenoberflĂ€che vergröĂert und sich somit der Rollwiderstand erhöht, bietet es auch mehr Haftung auf glatten, nassen FlĂ€chen.
Sattel
Der Sattel gibt Ihrem Kind auf dem Fahrrad den notwendigen Halt. KindersĂ€ttel sind deutlich kleiner als Modelle fĂŒr Erwachsene, da sie an die KörpergröĂe des Kindes angepasst sind.
Die SĂ€ttel sind meist eher einfach gestaltet, da Kinder oft noch nicht allzu lange auf dem Rad sitzen. Es handelt sich in der Regel um PolstersĂ€ttel, die dank Schaumstoff- oder Geleinlagen ErschĂŒtterungen abmildern. Sie sind oft mit einem strapazierfĂ€higen Ăberzug ausgestattet. HĂ€ufig können Sie zwischen verschiedenen Designs wĂ€hlen.
Wichtig fĂŒr sicheres Fahrradfahren ist die Höhe des Sattels. Informationen dazu finden Sie auch in unserem FAQ-Bereich: Wie hoch sollte der Sattel des Kinderfahrrads eingestellt sein?
Zusatzausstattung
Neben den grundlegenden Bauteilen haben FahrrĂ€der oft Komponenten, die das Fahren erleichtern und sicherer gestalten sowie den Anwendungsbereich des Rads erweitern. So tragen wichtige Ausstattungsmerkmale dazu bei, dass ein Kinderfahrrad verkehrstĂŒchtig ist oder Ihr Kind darauf bequem auch lĂ€ngere Touren auf unterschiedlichen UntergrĂŒnden unternehmen kann.
KinderfahrrĂ€der ab einer FahrradgröĂe von 20âł, die am StraĂenverkehr teilnehmen, mĂŒssen entsprechend der StraĂenverkehrszulassungsordnung (StVZO) ausgestattet sein. Neben 2 Bremsen sind eine Lichtanlage, Reflektoren sowie eine Klingel Pflicht.
Zur Zusatzausstattung zÀhlen:
Beleuchtung
Ein wichtiges Sicherheitsmerkmal eines Kinderrads ist die Beleuchtung. Andere Verkehrsteilnehmer können Ihr Kind auf dem Fahrrad so insbesondere in der DĂ€mmerung oder Dunkelheit deutlich besser wahrnehmen.Â
Damit ein Fahrrad laut StraĂenverkehrszulassungsordnung (StVZO) verkehrssicher ist, muss es mit folgender Lichttechnik ausgerĂŒstet sein:
- Scheinwerfer
Die Lichtanlage muss ĂŒber eine fest angebrachte weiĂe Frontleuchte und eine rote Schlussleuchte verfĂŒgen. Beide dĂŒrfen mit Batterie oder Dynamo betrieben werden. Sie mĂŒssen mindestens eine Leistung von 3 W (Watt) bzw. eine Nennspannung von 6 V (Volt) haben und stets betriebsbereit sein. - Reflektoren
FĂŒr ein verkehrssicheres Fahrrad mĂŒssen 2 gelbe Reflektoren vorne und hinten an beiden Pedalen sowie um 180° versetzt an den Speichen je Rad befestigt sein. Statt der Speichenreflektoren kann auch ein Reflektorstreifen am Reifenmantel vorhanden sein. Zudem benötigt das Rad einen groĂen mit dem Buchstaben âZâ gekennzeichneten RĂŒckstrahler, dieser darf auch im RĂŒcklicht verbaut sein.
GepÀcktrÀger
Ein GepĂ€cktrĂ€ger am Fahrrad ist eine Vorrichtung zum Transport von Lasten â dies kann beispielsweise auf kleinen Fahrradtouren praktisch sein, wenn Ihr Kind noch eine Jacke oder Tasche mitnehmen möchte. GepĂ€cktrĂ€ger sind in der Regel ĂŒber dem Hinterrad am Rahmen angebracht. Viele KinderfahrrĂ€der sind bereits mit einem GepĂ€cktrĂ€ger ausgestattet. Bestimmte Fahrradtypen, wie Mountainbikes oder BMX, benötigen keinen GepĂ€cktrĂ€ger, da er fĂŒr die sportliche AktivitĂ€t eher hinderlich wĂ€re.Â
Kettenschutz
Ein Kettenschutz verhindert, dass sich die Kleidung Ihres Kindes in den ZahnrĂ€dern oder der Kette verfĂ€ngt und reduziert so das Sturzrisiko. AuĂerdem trĂ€gt die Vorrichtung zur Sauberkeit bei, da sie den aufgeschleuderten Schmutz abfĂ€ngt. Idealerweise ist der Kettenschutz komplett geschlossen, verlĂ€uft also um den gesamten Kettenantrieb, um die notwendige Sicherheit zu gewĂ€hrleisten. Mountain- oder Trekkingbikes haben oftmals nur einen Teilschutz.
Klingel
Eine Klingel oder Hupe an einem Kinderfahrrad bewirkt, dass sich Ihr Kind gegenĂŒber anderen Verkehrsteilnehmern, insbesondere FuĂgĂ€ngern und anderen Radfahrern, akustisch bemerkbar machen kann. Eine Klingel kann zum Beispiel bei ĂberholvorgĂ€ngen als Warnsignal dienen.Â
Fahrradklingeln und âhupen gibt es in verschiedenen GröĂen, Bauarten und Designs. Insbesondere fĂŒr Kinder ist hier ein groĂes Angebot an dekorativen Motiven erhĂ€ltlich. An einem Fahrrad, dass fĂŒr den StraĂenverkehr zugelassen sein soll, muss sich vorschriftsmĂ€Ăig eine helltönende Klingelglocke befinden.
Schaltung
Die Gangschaltung am Fahrrad hilft dem Fahrer, Geschwindigkeit und Tretleistung aufeinander abzustimmen. Sie besteht aus Schalthebeln und einer Vorrichtung am Hinterrad, welche die Kette in eine passende Position bringt. Drehbare Schalthebel lassen sich besonders einfach bedienen.
FĂŒr KinderfahrrĂ€der gibt es folgende Schaltsysteme:
- Kettenschaltung
Die Kette wechselt beim Schalten auf unterschiedliche ZahnkrĂ€nze. Sie hat einen einfachen Aufbau, ein niedriges Gewicht und ist relativ gĂŒnstig herzustellen. Allerdings lĂ€sst sich die Kette nicht so gut abdecken â das bietet beispielsweise weniger Schutz fĂŒr Hosenbeine und erhöht die Sturzgefahr. Schalten ist nur ohne Treten bzw. Belastung möglich, da die Komponenten andernfalls schneller verschleiĂen. Das Schaltsystem ist anfĂ€lliger fĂŒr Schmutz und Feuchtigkeit sowie fĂŒr Defekte bei StĂŒrzen. Zudem muss es oft nachgestellt und gewartet werden. - Nabenschaltung
In einer Nabenschaltung ist das Schaltsystem direkt in der Hinterradnabe verbaut. So liegen die Ritzel nicht frei und reduzieren das Verletzungsrisiko. Die Schaltung kann im Treten und im Stehen betĂ€tigt werden, das erleichtert die Bedienung. Zudem können Verschmutzungen nicht ins Getriebe gelangen und die Komponenten verschleiĂen nicht so schnell, das System ist entsprechend pflegeleicht. Daher eignen sich diese Schaltungen oft besser fĂŒr KinderfahrrĂ€der. Allerdings sind sie aufgrund ihrer Konstruktionsart meist teurer in der Anschaffung und auch Reparaturen sind komplizierter bzw. kosten etwas mehr.
Eine Gangschaltung ist von Vorteil, um steilere Abfahrten oder Steigungen entspannt zu fahren: Die einzelnen GĂ€nge sorgen fĂŒr unterschiedliche Ăbersetzungen, also die jeweilige Lage der Kette auf unterschiedlich groĂen ZahnkrĂ€nzen, auf denen die Kette durch Treten bewegt wird. Je niedriger der Gang, desto geringer der Tretwiderstand.
An einer Steigung ist nicht die Geschwindigkeit entscheidend, sondern das Hinauffahren mit einem möglichst niedrigen Kraftaufwand, ohne dabei vom Fahrrad absteigen zu mĂŒssen â daher ist hier ein niedriger Gang ideal. FĂŒr gerade Strecken oder Abfahrten ist eine höhere Ăbersetzung optimal, da so mehr Tretwiderstand die Geschwindigkeit erhöht, gleichzeitig aber auch die Kontrolle ĂŒber die Pedale erlaubt. Bei schneller Fahrt wĂŒrde das Kind ohne einen hohen Gang ins Leere treten.
Auf flachen, geraden und befestigten StraĂen sind mindestens 3 GĂ€nge vorteilhaft, um verschiedene UntergrĂŒnde befahren zu können. Je mehr GĂ€nge das Fahrrad besitzt, desto mehr Fahrmöglichkeiten bieten sich. Zum Erlernen des Fahrradfahrens eignen sich auch FahrrĂ€der ohne Gangschaltung.
Schutzbleche
Schutzbleche verhindern, dass Schmutzpartikel, kleine Steinchen oder Glassplitter, die wĂ€hrend der Fahrt aufgewirbelt werden, auf Körper oder Kleidung des Fahrers geschleudert werden. Zudem schĂŒtzen sie so auch vor NĂ€sse oder Spritzwasser von der Fahrbahn. Die schmalen Bleche sind direkt ĂŒber Vorder- und Hinterrad montiert. Die meisten Modelle verfĂŒgen standardmĂ€Ăig ĂŒber diese Schutzvorrichtungen, sie können aber auch als Zusatzausstattung nachgerĂŒstet werden.Â
Zubehör
Passendes Zubehör kann das Verletzungsrisiko der kleinen Fahrradfahrer im Falle eines Sturzes erheblich verringern.
Zudem gibt es nĂŒtzliche Artikel, die das Erlernen des Fahrradfahrens erleichtern, die Sicherheit im StraĂenverkehr erhöhen oder den Alltag auf dem Fahrrad erleichtern:Â
- Fahrradhelm
Da Kinder die Gefahren des StraĂenverkehrs grundsĂ€tzlich noch nicht so gut bzw. routiniert einschĂ€tzen können wie Erwachsene, ist das Tragen eines Fahrradhelmes empfehlenswert. Es gibt bislang keine gesetzliche Verpflichtung, allerdings schĂŒtzt der Helm den Kopf im Falle eines Sturzes vor schwerwiegenden Verletzungen. Achten Sie fĂŒr einen guten Fahrradhelm auf die optimale Passform, einen sicheren Verschluss und ein Sicherheitszertifikat, beispielsweise vom TĂV.Â
- Fahrradkorb
In einem Fahrradkorb kann Ihr Kind beispielsweise wÀhrend einer kleinen Fahrradtour leichte GegenstÀnde wie eine Puppe oder ein Stofftier mitnehmen. Fahrradkörbe werden in der Regel an der Lenkerstange des Kinderfahrrads angebracht und besitzen eine verstellbare Lenkerbefestigung, sodass Sie ihn an jedem beliebigen Fahrrad montieren können. Sie sollten jedoch darauf Wert legen, dass kein zu hohes Gewicht mitgenommen wird, da dies das Gleichgewicht des Kindes beeintrÀchtigen und Fahrradkomponenten schÀdigen kann. - FahrradstÀnder
Ein StĂ€nder ermöglicht Ihrem Kind ein sicheres Abstellen seines Fahrrads. FahrrĂ€der können ĂŒber einen einzelnen StĂ€nder verfĂŒgen, der im Bereich der Tretkurbel oder am Hinterbau montiert ist. Das Rad wird zum Abstellen leicht zu einer Seite gekippt, dabei bleiben beide Reifen am Boden. Etwas stabiler steht ein Fahrrad auf einem StĂ€nder mit 2 Beinen. Durch den ausgeklappten StĂ€nder wird 1 Rad des Fahrrads in die Luft gehoben und steht dabei gerade. - Leuchtkleidung
Leuchtkleidung trÀgt erheblich zur Sicherheit Ihres Kindes auf dem Fahrrad bei, weil es bei Dunkelheit von anderen Verkehrsteilnehmern besser gesehen werden kann. Meist handelt es sich dabei um eine gelb leuchtende Weste. Es gibt aber auch reflektierende BÀnder, die das Kind an Armen und Beinen tragen kann. - Luftpumpe
Mit einer Luftpumpe können Sie den Reifen des Fahrrads aufpumpen, falls dieser wÀhrend einer Tagestour Luft verliert. An einigen Kinderrad-Modellen ist eine Luftpumpe bereits am Fahrrad befestigt, sie haben aber auch die Möglichkeit, diese einzeln zu kaufen. - Protektoren
FĂŒr die Sicherheit Ihres Kindes auf dem Fahrrad sind Ellenbogen- und KnieschĂŒtzer empfehlenswert. Es handelt sich um Kunststoffschalen oder Stoffpolster, die Ihr Kind sich umschnallt. Protektoren schĂŒtzen die Gelenke und verringern so das Verletzungsrisiko bei einem Fahrradsturz. - Reparatur-Kit
Ein Reparatur-Kit ist ein praktisches Zubehör fĂŒr Tagestouren. Es enthĂ€lt meist passendes Werkzeug und oft auch ein kleines Flick-Set fĂŒr einen kaputten Fahrradschlauch. Die meisten Sets befinden sich in einer praktischen Tasche, sodass sie direkt am Kinderfahrrad angebracht werden können. - StĂŒtzrĂ€der
FahrrĂ€der fĂŒr kleinere Kinder können mit StĂŒtzrĂ€dern ausgestattet sein. Es handelt sich um 2 kleinere RĂ€der, die an die Hinterachse des Rades gebaut werden und das Rad so stabil halten. Inwieweit die RĂ€der den Lernprozess fördern, ist umstritten, da die StĂŒtzrĂ€der den Gleichgewichtssinn der Kinder auf dem Fahrrad zunĂ€chst weniger schulen. - Wimpel
Ein Wimpel ist eine kleine dreieckige Flagge, die in der Regel am hinteren Rahmen des Fahrrads befestigt wird. Ein Wimpel in Signalfarbe trĂ€gt zur Sicherheit bei: Insbesondere kleinere KinderfahrrĂ€der werden so gegebenenfalls schneller von Autofahrern gesehen, da sich der Wimpel eher auf deren Augenhöhe befindet.Â
Fahrradhelme gibt es in vielen Farben und Motiven. Kinder haben oft Freude daran, sich das passende Modell selbst auszusuchen. Eine groĂe Auswahl verschiedener Fahrradhelme fĂŒr Kinder und Jugendliche finden Sie auch auf unserem Portal.
HĂ€ufige Fragen
Sie benötigen weitere Informationen zum Umgang mit KinderfahrrĂ€dern? In unserem FAQ-Bereich haben wir wichtige Fragen anderer KĂ€ufer zu diesem Thema gesammelt und fĂŒr Sie beantwortet.Â
Erhalten Sie in unserem FAQ-Bereich wichtige Antworten zu den Themenbereichen:
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Ausstattung
Welche Ausstattung sollte ein Kinderfahrrad besitzen?
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Fahrradfahren lernen
Wie bringe ich meinem Kind das Fahrradfahren bei?
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GröĂe
Wie finde ich die richtige FahrradgröĂe fĂŒr mein Kind?
Wie hoch sollte der Sattel des Kinderfahrrads eingestellt sein?
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Kauf
Nach welchen Kriterien wĂ€hle ich das erste Fahrrad fĂŒr mein Kind aus?
Wie viel Geld muss ich in ein Kinderfahrrad investieren?
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StraĂenverkehrsordnung
Ab welchem Alter dĂŒrfen Kinder als Radfahrer am StraĂenverkehr teilnehmen?
Ausstattung
Welche Ausstattung sollte ein Kinderfahrrad besitzen?
Die Ausstattung richtet sich nach maĂgeblich nach dem Einsatzzweck bzw. Modell des Fahrrads: Soll das Fahrrad im StraĂenverkehr genutzt werden, muss es ĂŒber die nach StraĂenverkehrszulassungsordnung (StVZO) notwendigen Komponenten verfĂŒgen. Dazu zĂ€hlen eine vorschriftsmĂ€Ăige Beleuchtung sowie Bremsen und Klingel.Â
FĂ€hrt Ihr Kind beispielsweise ein Mountainbike im GelĂ€nde, sollte das Fahrrad beispielsweise ĂŒber eine gefederte Gabel und eine Schaltung verfĂŒgen.
Zur grundlegenden Sicherheit tragen Bauteile wie ein Kettenschutz oder Schutzbleche bei.
Umfassende Informationen zu einzelnen Komponenten eines Kinderfahrrads finden Sie in unserem Kaufberater im Kapitel Ausstattung.Â
Fahrradfahren lernen
Wie bringe ich meinem Kind das Fahrradfahren bei?
Wer das Fahrradfahren einmal erlernt hat, verlernt diese FĂ€higkeit nie wieder. Dennoch ist das Erlernen eine komplexe Angelegenheit, die Sie als Elternteil nicht unterschĂ€tzen sollten. Es erfordert von Ihrem Kind die Koordination von Lenken, Beschleunigen, Treten und Bremsen. AuĂerdem muss es die Umgebung, also andere Verkehrsteilnehmer und die Beschaffenheit des Untergrundes, einbeziehen.
Folgende Tipps können Ihrem Kind das Erlernen des Radfahrens erleichtern:
- Als Vorbereitung auf das Fahrradfahren eignen sich ein Laufrad oder ein Roller.
Beide trainieren Gleichgewicht, ReaktionsfĂ€higkeit und Körperbeherrschung Ihres Kindes. - Lassen Sie Ihr Kind den Zeitpunkt fĂŒr das erste Radfahren bestimmen und bleiben Sie geduldig.
Da Kinder voller Neugier beobachten und nachahmen, was ihre Eltern ihnen vorleben oder was um sie herum passiert, ist es nicht verwunderlich, wenn sie eines Tages das Radfahren von sich aus erlernen möchten. Dies sollten Sie als Anlass nehmen, Ihr Kind die ersten Fahrversuche unternehmen zu lassen. Bleiben Sie wĂ€hrend der Fahrversuche stets ruhig und gelassen und vermeiden Sie dadurch unnötigen Druck oder Stress fĂŒr Ihr Kind â so wird es nicht so schnell das Interesse am Radfahren verlieren. - WĂ€hlen Sie im Vorfeld einen optimalen Ort zum Ăben aus.
Um das Verletzungsrisiko möglichst gering zu halten, eignet sich zum Ăben am besten ein gut ĂŒberschaubarer, freier Platz ohne Verkehr, beispielsweise ein Supermarktparkplatz nach Ladenschluss oder ausladende asphaltierte FuĂwege. Die FahrflĂ€che sollte eben und gerĂ€umig sein, sodass genĂŒgend Platz zum Kurven- und Geradeausfahren vorhanden ist. - SchĂŒtzen Sie Ihr Kind mit einem passenden Fahrradhelm und gegebenenfalls zusĂ€tzlichen Protektoren.
So ist Ihr Kind im Falle eines Sturzes besser vor ernsthaften Verletzungen geschĂŒtzt. - Halten Sie das Fahrrad wĂ€hrend des Fahrens nicht fest.
Viele Elternteile neigen dazu, wĂ€hrend der ersten Fahrversuche Ihres Kindes das Fahrrad an Sattel oder GepĂ€cktrĂ€ger festzuhalten und so das Rad voranzuschieben. Damit Ihr Kind jedoch ein GefĂŒhl fĂŒr das Fahren und Gleichgewicht bekommt, ist es ratsam, das Rad nur leicht von hinten anzustoĂen und Ihr Kind im Anschluss daran zum Treten zu motivieren. - Positionieren Sie sich nach dem AnstoĂen links oder rechts vom Fahrrad und laufen Sie anschlieĂend nebenher.
Ihr Kind sollte zunÀchst lernen, beim Fahren aufrecht auf seinem Fahrrad zu sitzen und den Blick stets nach vorne zu richten. Wenn Sie hinter dem Fahrrad herlaufen, schaut es sich voraussichtlich immer mal wieder zu ihnen um und wird Schwierigkeiten haben, die Fahrtrichtung zu halten. Laufen Sie nebenher, können Sie notfalls eine Hand auf Schulter oder Taille Ihres Kindes legen, um im Falle eines vorhersehbaren Sturzes schnell eingreifen zu können. - Loben Sie Ihr Kind.
Nichts ist motivierender und gibt Ihrem Kind zudem mehr Sicherheit als Ihr Lob.
StĂŒtzrĂ€der sind zum Erlernen des Fahrradfahrens umstritten. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) gibt zu bedenken, dass die StĂŒtzrĂ€der zwar im ersten Moment Sicherheit und StabilitĂ€t bieten, sich jedoch das AusprĂ€gen des Gleichgewichtssinns auf dem Fahrrad dadurch eher verzögert.Â
GröĂe
Wie finde ich die richtige FahrradgröĂe fĂŒr mein Kind?
Die richtige FahrradgröĂe bestimmt die Sitzposition und ist somit wichtig fĂŒr die optimale Kontrolle ĂŒber das Fahrrad und das Halten des Gleichgewichts. Die richtige GröĂe richtet sich nach den KörpermaĂen des Kindes. Grundlegend gilt: Ihr Kind sollte auf dem Sattel sitzend mit seinen FĂŒĂen den Boden gut erreichen können.
Beachten Sie zur FahrradgröĂe folgende Punkte:
- KörpergröĂe
Die GröĂe des Fahrrads richtet sich nach der KörpergröĂe Ihres Kindes. Durch die Bestimmung der SchrittlĂ€nge, also die Entfernung vom Boden bis zum Schritt Ihres Kindes, wird die entsprechende Rahmenhöhe fĂŒr Ihr Kind ermittelt. Der GröĂenwert wird meist als Felgendurchmesser der LaufrĂ€der in der Einheit Zoll angegeben â 1âł entsprechen 2,54 cm. RĂ€der zwischen 12â16âł eignen sich in der Regel fĂŒr kleinere Kinder mit einer GröĂe von 95â128 cm, also meist im Alter von etwa 3â8 Jahren. Ab einer GröĂe von 128 cm, also ungefĂ€hr mit 8 Jahren, sind meist GröĂen ab 18âł passend. - Schrittfreiheit
Ein weiteres Indiz fĂŒr die ideale Höhe des Fahrrads ist, ob Ihr Kind zwischen Lenker und Sattel ĂŒber dem oberen Rahmenrohr stehen kann, ohne dass es mit dem Schritt den Rahmen berĂŒhrt und mindestens 5 cm Platz hat. Ragt die SattelstĂŒtze bei passend eingestellter Sitzhöhe weniger als 5 cm aus dem Rahmen herausragt, ist er zu hoch. Wann der Rahmen zu niedrig ist, lĂ€sst sich wegen der vielen verschiedenen Bauformen nicht eindeutig bestimmen. Der beste MaĂstab ist eine Probefahrt. - Trittfreiheit
Die sogenannte Tritt- oder FuĂfreiheit ist gewĂ€hrleistet, wenn zwischen der Schuhspitze und dem Vorderrad bzw. dem Schutzblech noch etwas Platz ist. StöĂt Ihr Kind gegen eines der Bauteile, so passt die RahmenlĂ€nge nicht. Das beeintrĂ€chtigt die Sicherheit.
AusfĂŒhrliche Hinweise zur FahrradgröĂe haben wir zudem in unserem Kaufberater zusammengestellt.
Wie hoch sollte der Sattel des Kinderfahrrads eingestellt sein?
Die optimale Sattelhöhe richtet sich nach den KörpermaĂen des Kindes und dementsprechend auch nach der passenden Rahmenhöhe sowie der jeweiligen Sitzposition. Gemessen wird die Sattelhöhe vom Boden bis zum höchsten Punkt des Sattels. Ideal ist eine eher moderate Sitzposition, das bedeutet, dass sich Sattel und Lenker in ungefĂ€hr der gleichen Höhe befinden sollten. Ein hilfreicher Wert ist die sogenannte SchrittlĂ€nge, also der Abstand zwischen FuĂsohle und Schritt des Kindes.Â
Einen Ăberblick bietet die nachfolgende Tabelle:
FahrradgröĂe SchrittlĂ€nge Sattelhöhe 12 " 40 - 44 cm 38 - 42 cm 14 " 44 - 48 cm 42 - 47 cm 16 " 48 - 55 cm 47 - 52 cm 18 " 55 - 59 cm 52 - 55 cm 20 " 59 - 66 cm 64 - 72 cm 24 " 66 - 72 cm 72 - 78 cm 26 " 72 - 80 cm 78 - 86 cm
Neben der Sattelhöhe ist auch die Position des Sattels in der Waagerechten relevant fĂŒr eine gute Sitzhaltung. Ihr Kind sollte den Lenker und die daran befestigten Bremsen erreichen können, wenn die Arme leicht angewinkelt sind. Die Schultern können entspannt nach hinten bzw. unten hĂ€ngen. Dadurch ist sichergestellt, dass das Lenken auch in Kurven problemlos und bequem möglich ist.Â
Sollte sich der Sattel nicht verstellen lassen, können Sie oft auch einen Vorbau in passender LÀnge am Lenker montieren, damit die SitzlÀnge optimal auf die ArmlÀnge des Kindes abgestimmt ist.
Kauf
Nach welchen Kriterien wĂ€hle ich das erste Fahrrad fĂŒr mein Kind aus?
Das erste Fahrrad dient insbesondere dem Erlernen des Fahrens. Damit dies besonders leichtfÀllt und gleichzeitig sicher ist, können Sie auf folgende Aspekte Wert legen:
- Niedriger Rahmendurchstieg
Das Oberrohr des Rahmens sollte möglichst tief liegen, damit Ihr Kind leicht und somit sicher auf- sowie absteigen kann. - Passende GröĂe
Rahmen und Sattel sollten in einer Höhe sein, in der Ihr Kind mit beiden FĂŒĂen den Boden erreichen kann. - LeichtgĂ€ngige und einfach zu bedienende Bremsen
Beim Kauf des ersten Kinderfahrrads ist neben einer Handbremse auch eine RĂŒcktrittbremse empfehlenswert, denn gerade FahranfĂ€nger sind mit 2 Handbremsen hĂ€ufig ĂŒberfordert. Ihr Kind sollte einen Handbremshebel in Ausgangsstellung mit dem Zeigefinger erreichen können, wĂ€hrend sein Daumen den Lenkergriff umfasst. Der Bremshebel sollte zudem leichtgĂ€ngig sein: Er ist optimal eingestellt, wenn er von einem Erwachsenen mit einem Finger und geringem Kraftaufwand gezogen werden kann. Bremshebel sollten manuell einstellbar sein. - Verstellbarer Lenker und Sattel
Sowohl Lenker als auch Sattel sollten in der Höhe sowie in der Neigung verstellbar sein, damit Ihr Kind eine optimale Sitzposition einnehmen kann. - Polsterung und Prallschutz an den Enden der Lenkergriffe
Es ist von Vorteil, wenn der Lenker eines Kinderfahrrads gepolstert ist und zudem einen Prallschutz an den Enden seiner Griffe aufweist. - Kindgerechte Schaltung
FahrrĂ€der, die keine Schaltung besitzen, sind lediglich zum Erlernen des Radfahrens geeignet. Sobald Ihr Kind kleinere Strecken mit seinem Fahrrad zurĂŒcklegen kann, hilft eine Schaltung, verschiedene Steigungen und Abfahrten entspannt zu befahren. Das erste Kinderfahrrad sollte besser mit einer Nabenschaltung ausgestattet sein. Besonders gut zu bedienen sind AusfĂŒhrungen mit Drehschaltgriffen. In flachen Gegenden reichen 3 GĂ€nge aus.
Erfahren Sie mehr ĂŒber verschiedene Rahmenformen sowie die Grundausstattung eines Kinderfahrrads in den jeweiligen Rubriken unseres Kaufberaters.
Wie viel Geld muss ich in ein Kinderfahrrad investieren?
Das Angebot an KinderfahrrĂ€dern ist enorm, qualitativ gibt es sehr groĂe Unterschiede. Sie können mit Preisen zwischen etwa 70â800 ⏠rechnen.Â
Diese unterschiedlichen Preise schwanken besonders in Bezug auf Materialien, Ausstattung, Verarbeitung und Design. Sie richten sich aber auch nach dem jeweiligen Fahrrad-Typ.
Einzelne Kinderfahrrad-Typen stellen wir Ihnen ausfĂŒhrlich im Kaufberater vor.
Beziehen Sie in Ihre finanziellen Ăberlegungen mit ein, dass sich Ihr Kind permanent im Wachstum befindet und es nicht allzu lange dauert, bis Sie sich nach einem gröĂeren Fahrrad umsehen mĂŒssen.
StraĂenverkehrsordnung
Ab welchem Alter dĂŒrfen Kinder als Radfahrer am StraĂenverkehr teilnehmen?
Kinder können grundlegend am StraĂenverkehr teilnehmen, wenn Sie das Radfahren erlernen. Allerdings ist geregelt, wo sie im Verkehr fahren dĂŒrfen: Die StraĂenverkehrsordnung (StVO) schreibt in § 2 (4) vor, dass Kinder bis zum vollendeten 8. Lebensjahr den Gehweg nutzen mĂŒssen, aber auch Radwege nutzen dĂŒrfen, wenn diese baulich von der Fahrbahn getrennt sind. Dabei muss auf FuĂgĂ€nger besonders RĂŒcksicht genommen werden und es ist beispielsweise auch die Geschwindigkeit zu reduzieren, wenn ein FuĂgĂ€nger gefĂ€hrdet wĂ€re.Â
Ab dem vollendeten 10. Lebensjahr dĂŒrfen sie Gehwege nicht mehr benutzen und mĂŒssen auf Radwegen oder der Fahrbahn fahren. Wird eine Fahrbahn ĂŒberquert, so mĂŒssen Kinder und deren begleitende Aufsichtsperson vom Fahrrad absteigen. Â