Kategorien

Kinderfahrräder (846 Ergebnisse aus 44 Shops)

Beliebte Filter
Alle Filter anzeigen
Preis
Marke
Produkttyp
Alle anzeigen
Rahmenhöhe
Rahmenhöhe

Die Rahmenhöhe definiert die Geometrie eines Fahrrades. Hierbei ist der Abstand zwischen der Mitte der Tretlagerachse und der Oberkante des Sattelrohres von Bedeutung. Um die für sich optimale Rahmenhöhe zu ermitteln, sind Größe und Schrittlänge des Fahrers entscheidend.

Bremstyp hinten
Alle anzeigen
Rahmenmaterial
Alle anzeigen
Rahmenfarbe
Gesamtbewertung
  • 0 Sterne & mehr
Alle Filter anzeigen
Interessantes
Produkttyp
Der Sicherheitsstandard im Straßenverkehr ist insbesondere bei Zweirädern sehr wichtig. Der Kauf eines Kinderfahrrades ist für viele Eltern eine Herausforderung, da zahlreiche Kriterien für das Wohl des Kindes beachtet werden müssen. Ein kindgerechtes Fahrrad ist leicht und besitzt ergonomische Anbauteile. Das Gewicht sowie die Größe des Fahrrades sollten exakt auf das Kind optimiert sein.

Die Schrittlänge des Kindes dient als Maß für die Wahl des Fahrrades. Der Abstand zwischen dem Boden und dem Schritt definiert die Höhe des Sattels. Die Füße müssen den Boden aus Sicherheitsgründen berühren, wobei der Kontakt zwischen Boden und Fußballen bereits ausreicht.

Für gemeinsame lange Fahrradtouren auf unbefestigtem Gelände eignen sich vor allem Mountainbikes. Allerdings gibt es hinsichtlich den Modellen für Erwachsene und Kinder wesentliche Unterschiede. Mountainbikes für Kinder sollten nicht nur geländetauglich, sondern ebenfalls für den Alltag geeignet sein. Wichtige Elemente wie Gepäckträger, Schutzblech und Fahrraddynamo dürfen deshalb nicht fehlen. Außerdem müssen Sattel und Lenker mehrere Verstelloptionen besitzen, um eine ergonomische Sitzposition des Kindes zu garantieren. Federungssysteme machen das Fahrrad schwer und sind teuer. Außerdem kann das System angesichts der geringen Masse des Kindes seine Funktion nicht entfalten. Kinder-MTBs differieren stark von Erwachsenen-Mountainbikes, deshalb dürfen Eltern nicht zwangsläufig die gleiche Qualität erwarten.

Material
Bei dem Material des Fahrradrahmens kann der Käufer zwischen Aluminium und Stahl wählen. Die richtige Wahl ist nicht immer ersichtlich, darum empfiehlt es sich die Wahl des Materials anhand der Anforderungen des Rahmens anzupassen. Die Räder müssen durch den Rahmen auf einer Spur gehalten werden, das Rad darf sich bei einem Sturz nicht verformen und bestenfalls lange halten. Aluminium ist relativ schwach und lässt sich leicht verbiegen. Bestimmte Alu-Legierungen können zwar einen gewissen Grad an Elastizität erzeugen, doch die nötige Festigkeit bleibt nichtsdestotrotz aus. Stahl weist im Gegensatz zu Aluminium einen höheren Grad an Elastizität und Festigkeit auf, sodass der Rahmen leicht federt. Jedoch ist das Material vergleichsweise schwerer und deshalb für Kinder eher hinderlich. Welches Material letztlich das bessere ist, bleibt angesichts der Vor- und Nachteile auf beiden Seiten, abhängig von der jeweiligen Nutzungsweise.

Radgröße
Ein wesentlicher Faktor ist die korrekte Einstellung des Sattels, damit das Kind ein Gefühl von Sicherheit bekommt. Die Zollbezeichnung definiert den Außendurchmesser und die Reifenbreite. Für Kleinkinder empfehlen Experten eine Zollgröße zwischen 10 und 18. Ab ungefähr der dritten Klasse sollte es jedoch auf 20 bis 28 Zoll wechseln.

Rahmenmuster

Das Aussehen beziehungsweise das Design eines Fahrrades ist bei Kindern besonders wichtig. Das Angebot ist hierbei sowohl für Jungs als auch für Mädchen groß. Blumenmuster, Querstreifen und Graffiti sind bei den Kindern sehr beliebt und machen das Rad zu einem Einzelstück.

Features
Zusätzliche Utensilien wie beispielsweise ein Kettenschutz, Schutzblech oder eine Klingel sind bei Kindern aufgrund der starken Beanspruchung ein wesentlicher Vorteil. Mithilfe eines Kettenschutzes können Sie ihr Kind vor unschönen Flecken auf der Hose und sogar schlimmen Stürzen bewahren.

Ihr Kind wünscht sich ein neues Fahrrad?

Finden Sie mit unserer Hilfe ein passendes Kinderfahrrad.

Zum Ratgeber

Beliebte Marken
Serious
Bikestar
KS-Cycling
PUKY
MIA&ME
Gazelle
Vermont
Talson
KUbikes
CoollooK
Bachtenkirch
Legnano
Cube
Volare
Early Rider
Leader
KELLYS
Sprint
S'Cool
Disney
Filtern
Sortieren nach:
  • Ansicht:


Optisch ähnliche Angebote

Leider konnten wir zu Ihrem ausgewählten Artikel keine ähnlichen Angebote finden.


36 1 10
1
2
3
4
5
6 7 8 9 10
...

Anzahl pro Seite:
Ratgeber

Wissen Kompakt

Ein Fahrrad ermöglicht Ihrem Kind große Flexibilität, denn darauf kann es seine weitere Umgebung noch selbstständiger erkunden. Gleichzeitig sorgt Radfahren für die nötige Bewegung an der frischen Luft und gilt als überaus gesunde Sportart für Ihr Kind.

Nach Laufrad, Dreirad und Roller ist das Fahrradfahren in der motorischen Entwicklung eines Kindes ein nächster wichtiger Schritt: Etwa im Alter von ca. 3–5 Jahren äußern viele Kinder den Wunsch, das Fahrradfahren zu erlernen. 

Dafür gibt es passende Kinderfahrräder. Diese ähneln den Modellen für Erwachsene, sind aber deutlich kleiner und haben eine kindgerechte Bauweise.

Wissenswert

Ein Kind sollte etwa 120 min pro Tag körperlich aktiv sein.

Das Bundeszentrum für Ernährung empfiehlt für Kinder 30 min alltägliche Bewegung, etwa 60 min Freizeitaktivitäten und 30 min Sport. Besonders im Vorschulalter haben Kinder einen hohen Bewegungsdrang, da sich in dieser Zeit wichtige motorische Fähigkeiten entwickeln. Bewegung schult neben der körperlichen Entwicklung auch Selbstvertrauen und Lernfähigkeit des Kindes und trägt zu seiner Gesundheit bei. 

Kinderfahrräder sind in den unterschiedlichsten Ausführungen erhältlich: Es gibt Modelle für bestimmte Altersklassen, mit verschiedenen Rahmenformen sowie spezieller Bauweise für diverse Einsatzzwecke. Damit Sie das Fahrrad finden, das Ihren Anforderungen und den Wünschen Ihres Kindes genau entspricht, finden Sie in unserem Kaufberater nachfolgend die wichtigsten Entscheidungsmerkmale für den Kauf eines Kinderrads.*
 


Kaufberater

Fahrräder für Kinder unterscheiden sich in ihrer Größe, ihren verwendeten Materialien sowie in Ausstattung und Design. Zudem sprechen Kinderfahrräder auch unterschiedliche Alters- sowie Zielgruppen an. Damit Sie das passende Modell finden, erläutern wir Ihnen wesentliche Merkmale von Kinderfahrrädern. 

Erfahren Sie in unserem Kaufberater mehr zu den Themen:

Legen Sie vor dem Kauf eines passenden Fahrrads für Ihr Kind vor allem auf die folgenden Aspekte Wert:
 

  • Berücksichtigen Sie sowohl Alter bzw. Größe Ihres Kindes.
    Kinder benötigen eine Rahmenhöhe bzw. Radgröße, die passend zur eigenen Körpergröße ist, und einen Fahrrad-Typ, der ihrer motorischen Entwicklung entspricht. Befindet sich Ihr Kind zwischen dem 2. und 4. Lebensjahr, empfiehlt sich ein Laufrad. Im Alter von 4–8 Jahren sind Kinderfahrräder mit Reifen von 12–18″ (Zoll) geeignet. Ist Ihr Kind etwa 9–14 Jahre alt, ist es ratsam, ein etwa 20–26″ großes Jugendfahrrad zu kaufen.'
     
  • Wählen Sie ein passendes Modell nach dem gewünschten Einsatzzweck.
    Nutzt Ihr Kind das Fahrrad vorrangig im Straßenverkehr, sollten Sie eher auf ein City- oder Trekkingrad für Kinder zurückgreifen. Möchten Sie mit Ihrem Kind hingegen regelmäßige Touren auf unbefestigtem Gelände unternehmen, empfiehlt sich ein robustes Mountainbike. Es gibt zudem Kinderräder für spezielle Tricksportarten.
     
  • Achten Sie auf die notwendige Sicherheitsausstattung.
    Das Kinderfahrrad sollte mit der vorgeschriebenen Beleuchtung sowie gut funktionierenden Bremsen ausgestattet sein, wenn es im Straßenverkehr unterwegs ist. Auch ein Kettenschutz sowie ein zusätzlicher Fahrradhelm tragen maßgeblich zur Sicherheit bei.
     
  • Auch das Design des Kinderfahrrads sollte Ihre Kaufentscheidung beeinflussen.
    Meist mögen Kinder bunte Farben sowie auffällige Formen und Musterungen. Vielleicht gibt es auch ein bestimmtes Thema, mit dem sich Ihr Kind derzeit mit Freude beschäftigt. Wählen Sie Farben, Muster und Formen, die seinen Vorlieben entsprechen – wenn Ihr Kind sich mit dem Design seines Fahrrads rundum wohlfühlt, wird ihm das Radfahren sicherlich gleich noch mehr Spaß machen.
     


Kinderfahrrad-Typen

Kinderfahrräder ähneln im Aufbau den Modellen für Erwachsene, sind jedoch in der Regel in kleineren Größen erhältlich und weisen meist ein kindgerechtes Design auf. Es gibt sie in unterschiedlichen Ausführungen und Bauweisen, die jeweils Merkmale wie Alter bzw. Körpergröße und -gewicht oder einen speziellen Anwendungsbereich berücksichtigen. 
 

Den passenden Fahrrad-Typ wählen Sie grundlegend nach 2 Gesichtspunkten aus:
 

Hersteller bieten zudem häufig Modelle für ein bestimmtes Geschlecht an. Diese Fahrräder unterscheiden sich in der Regel nicht in der Bauweise, sondern maßgeblich im Design. Fahrräder für Jungen werden häufig in Blau- oder Grüntönen gehalten, für Mädchen finden bevorzugt die Farben Pink, Weiß oder Rot Anwendung.

Shopping Tipp

Sind Sie auf der Suche nach einem geschlechtsspezifischen Fahrrad-Design? Auf unserem Portal können Sie gezielt nach Mädchenfahrrädern bzw. Jungenfahrrädern filtern.

Kinderfahrräder nach Altersklasse

Für bestimmte Altersklassen eignen sich unterschiedliche Modelle. Mit zunehmendem Alter Ihres Kindes ändert sich dessen Größe und Gewicht und seine motorischen Fähigkeiten prägen sich aus. Sie finden 3 Fahrrad-Typen, die jeweils für bestimmte Altersgruppen ausgelegt sind.

Auf den Punkt!
  • Laufräder eignen sich für Kind zwischen dem 2. und 4. Lebensjahr. Diese besitzen keine Pedale, sodass Ihr Kind es laufend antreibt. Diese Modelle schulen bereits das Gleichgewicht auf einem fahrbaren Untersatz.

  • Auf ein klassisches Kinderfahrrad sollten Sie zurückgreifen, wenn sich Ihr Kind zwischen dem 5. und 8. Lebensjahr befindet. Verstärkte Rahmenrohre und zusätzliche Komponenten tragen zur Sicherheit während der ersten Fahrversuche bei.

  • Liegt das Alter Ihres Kindes zwischen dem 9. und 14. Lebensjahr, empfiehlt sich die Anschaffung eines Jugendfahrrads, da dies für die zunehmende Größe und ein höheres Gewicht besser ausgelegt ist. Die Bauweise und Ausstattung ist der eines Fahrrads für Erwachsene bereits sehr ähnlich. 

Laufräder

Laufräder ähneln Kinderfahrrädern, denn sie besitzen einen typischen Fahrradrahmen, Sattel und Lenker und meist 2 oder seltener 4 Räder. Sie haben jedoch eine niedrige Rahmenhöhe und geringe Raddurchmesser zwischen 10–12″ (Zoll) und besitzen weder Pedale, Fahrradkette noch Ritzel – so können kleine Kinder die Räder mit Hilfe ihrer Beine laufend antreiben.   

Laufräder sind ideal für Kinder im Alter von 2–4 Jahren und bis zu einer Körpergröße von 95 cm geeignet. Mit ihrer Hilfe schulen Kinder den Gleichgewichtssinn, das Geschwindigkeitsgefühl sowie ihre Orientierungs- und Koordinationsfähigkeiten. Laufräder schaffen für Ihr Kind somit die besten Voraussetzungen für das spätere Fahrradfahren.

Achtung!

Ein Laufrad sollte Ihr Kind lediglich abseits des Straßenverkehrs nutzen, damit es nicht so leicht in Gefahrensituationen gerät.

Der preisliche Rahmen der Laufräder erstreckt sich von ca. 25 € bis ca. 400 €.

Shopping Tipp

Ausführliche Informationen über verschiedene Laufrad-Typen sowie eine große Auswahl unterschiedlicher Modelle finden Sie auf unserem Portal in der Kategorie Laufräder.

Kinderfahrräder

Klassische Kinderfahrräder besitzen den typischen Aufbau eines Fahrrads. Der Fahrradrahmen ist mit 2 Rädern, Lenker und Sattel ausgestattet. Im Unterschied zu einem Laufrad verfügen die Modelle zudem über 2 Pedale und einen Kettenantrieb. Die Rahmenrohre sind in der Regel dicker und runder geformt. Der Rahmen ist so sehr stabil und bietet weniger Angriffsfläche, um hängenzubleiben. 

Diese Modelle haben meist eine Rahmenhöhe zwischen 18–25 cm und Radgrößen zwischen 12–18″

Sobald Ihr Kind aus dem Laufradalter herausgewachsen ist, was in der Regel spätestens ab ca. 4 Jahren und/oder einer Körpergröße ab ca. 95 cm der Fall ist, empfiehlt sich der Kauf des ersten Kinderfahrrads. Diese Modelle können meist bis zu einem Alter von ca. 8 Jahren gefahren werden. 

Kinderräder haben oft zusätzliche Ausstattung wie Polster, Aufprall- oder Kettenschutz, um das Verletzungsrisiko zu verringern und zur Sicherheit während der ersten Fahrversuche beizutragen. Die Kosten für ein Kinderrad belaufen sich je nach Ausführung auf ca. 80 € bis ca. 650 €.
 

Jugendfahrräder

Jugendfahrräder sind im Vergleich zu Kinderfahrrädern deutlich größer und halten höherem Gewicht stand. Sie sind in der Regel dadurch etwas schwerer als Kinderräder. Die Rahmenhöhe beträgt zwischen 25–50 cm, die Reifengröße schwankt je nach Bauart zwischen 18–26″.

Jugendfahrräder sind speziell für ältere Kinder zwischen 8–14 Jahre ausgelegt und können meist ab einer Körpergröße von etwa 140 cm gefahren werden. 

Diese Modelle sind in der Regel umfangreicher und mit hochwertigeren Komponenten als Kinderfahrräder ausgestattet, damit sie auch für längere Touren oder bestimmte Fahrweisen hohen Fahrkomfort bieten. Für ein Jugendfahrrad sollten Sie mit Preisen zwischen 100 € und 900 € rechnen. Je nach Bauweise des Fahrrads können die Preise mitunter stark schwanken.
 

Kinderfahrräder nach Einsatzbereich

Fahrräder für Kinder lassen sich neben der Altersgruppe anhand ihres Einsatzzwecks unterscheiden. Je nach Bauart und Ausstattung eignen sich die Kinder- bzw. Jugendräder beispielsweise eher für Fahrten in der Stadt oder aber im Gelände. Zudem gibt es auch spezielle Sportausführungen. Für Kinder finden Sie maßgeblich 4 Fahrradtypen.

Auf den Punkt!
  • Trekkingbikes, auch All-Terrain-Bikes (ATB) genannt, sind vielseitig einsetzbar. Diese Kinderfahrrad-Typen eignen sich besonders, wenn Kinder das Rad auf unterschiedlichen Untergründen und Strecken nutzen wollen. Sie lassen sich sowohl im Straßenverkehr als auf Wanderradwegen gut fahren.

  • Mountainbikes sind besonders Kindern zu empfehlen, die gerne Tagestouren auf unbefestigtem Gelände unternehmen, Spaß an Berg- und Talfahrten haben und sich nicht scheuen, beim Fahren durch Schlamm und Pfützen auch mal schmutzig zu werden.

  • Citybikes für Kinder gibt es in verschiedenen Ausführungen. Sie sind aufgrund eher schmaler Räder und langsamem Antrieb optimal für entspannte Fahrten in der Stadt. 

  • BMX, Bicycle Motocross, sind Sportgeräte. Sie kommen nur für Kinder in Frage, die das Radfahren bereits optimal beherrschen. BMX eignen sich ideal für Kunststücke in der Halfpipe.

Trekkingbikes – für flexible Routen

Die meisten Kinderfahrräder sind Trekkingräder, geläufig ist auch die Bezeichnung All-Terrain-Bikes (ATB)

Diese Modelle besitzen einen schlanken, aber stabilen Rahmen sowie vergleichsweise schmale Reifen. Dadurch rollen sie leicht und eignen sich für zügige Fahrten auf ebenen Straßen, beispielsweise auf geteerten Radwegen. 

Dank Federung, Schaltung und verstärktem Reifenprofil sind mit Trekkingrädern aber auch Wald- oder Schotterwege befahrbar, sie eignen sich jedoch nicht unbedingt für sehr bergiges oder unbefestigtes Gelände. Der komfortable Sattel ermöglicht längere Touren. Einige Modelle sind mit einem Gepäckträger ausgestattet, sodass Ihr Kind noch Proviant oder andere kleine Utensilien mitnehmen kann.

Ihr Kind kann das ATB für den alltäglichen Gebrauch im Straßenverkehr nutzen. Es besitzt Licht und Rückstrahler sowie Schutzbleche, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Die Preise für Kinder-Trekkingbikes erstrecken sich von ca. 140 € bis ca. 600 €.

Zur besseren Übersicht haben wir im Folgenden noch einmal alle Vorteile- und Nachteile eines Kinder-ATB zusammengetragen:

Pro
  • Verschiedene Untergründe befahrbar

  • Für den Straßenverkehr zugelassen

  • Komfortables Fahren

  • Als Sportgeräte geeignet

Contra
  • Weniger für bergiges und unbefestigtes Gelände geeignet
Mountainbikes – für Fahrten im Gelände

Kinder-Mountainbikes (kurz: MTB), häufig findet sich auch die Bezeichnung Geländefahrrad, sind Fahrräder, die gezielt für den Einsatz abseits befestigter Straßen ausgelegt sind. 

Optisch sticht es durch seine verhältnismäßig kleinen, dicken bzw. breiten Reifen mit starkem Profil heraus. Diese sollen ein Rutschen auf schlammigen Wegen verhindern und mögliche Erschütterungen, die während der Fahrt aufkommen, dämmen.

Ein MTB ist darauf spezialisiert, starken Belastungen standzuhalten und besitzt daher meist einen robusten, verstärkten Rahmen. Da ein Mountainbike auch bergab sicheres Fahren ermöglichen soll, verfügt es oftmals über besonders starke Bremsen. Um auch steilere Auffahrten zu meistern, besitzen sie gleichsam sehr niedrige Gänge, sodass sich die Pedale auch in diesen Situationen noch leicht bewegen lassen. Durch eine entsprechend sportliche Fahrweise bedingte Stöße werden von einer guten Federung gedämmt. 

Shopping Tipp

Ein hochwertiges MTB besitzt mindestens eine Federung im Vorderbau zur Verbesserung des Komforts. Ein voll gefedertes MTB bezeichnen Hersteller in der Regel als Full Suspension MTB. 

Viele Kinderfahrräder im MTB-Design sind oft nicht kindgerecht und gegebenenfalls von minderwertiger Qualität. Die Kurbellänge eines echten Kinder-MTB sollte sich an der Schrittlänge bzw. der Körpergröße bemessen: Für normalwüchsige Kinder bis 12 Jahre sollte die Kurbellänge ca. 150 cm statt wie oft angeboten 170-175 cm betragen.

Ein MTB eignet sich demnach besonders, wenn Sie mit Ihrem Kind regelmäßig abenteuerliche Tagestouren auf unbefestigtem Gelände unternehmen wollen. Für den Gebrauch in der Stadt eignet sich das Geländerad nur begrenzt. Bedingt durch seine dicken Reifen hat es einen hohen Reibungswiderstand, weshalb es beim Fahren auf normalen Straßen schwerfällig ist. 

Bedenken Sie

Da ein MTB eher ein Sportgerät als ein Verkehrsmittel ist, fehlen meist die in Deutschland nach Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) geforderten Komponenten. Für den Gebrauch im Straßenverkehr müssen Sie es daher meist nachrüsten. Dies ist mit zusätzlichen Kosten verbunden.

Mountainbikes für Kinder und Jugendliche können Sie meist zu Preisen von 120 € bis 900 € erwerben. Die folgende Übersicht stellt die Vor- und Nachteile eines Kinder MTB nochmals gegenüber:

Pro
  • Ideal für Fahrten auf unbefestigtem Untergründen und in bergigem Gelände 

  • Robust

  • Starke Bremsen

  • Gute Federung

  • Sportgeräte

Contra
  • Nicht für den Straßenverkehr zugelassen

  • Schwerfällig auf glatten Untergründen

Citybikes – für entspannte Stadtfahrten

Cityfahrräder oder Citybikes gibt es auch für Kinder. Diese Modelle verfügen über große, eher dünne Reifen, einen einfachen, schmalen Rahmen, der oft allerdings ein hohes Gewicht hat. Typisch sind auch sogenannte Hollandfahrrad-Rahmen, die dank Doppelverstrebungen besonders viel Stabilität bieten. 

Dank ihrer Bauweise rollen diese Fahrräder gut über glatte Untergründe und liegen gleichzeitig sicher auf der Straße.

Diese Modelle verfügen außerdem über mindestens 1 Gepäckträger, der vergleichsweise stark belastet werden kann. Cityfahrräder sind mit einem komfortablen Sattel ausgestattet, sodass kleinere Erschütterungen etwas abgemildert werden. Ein hoher Lenker sorgt für eine aufrechte Sitzposition, sodass Ihr Kind im Straßenverkehr ungefähr auf Augenhöhe eines Autofahrers ist und so schneller gesehen werden kann. Diese Haltung kann auf längeren Touren allerdings unbequem werden.

Cityfahrräder sind fast immer bereits mit der notwendigen vorschriftsmäßigen Beleuchtung und einer Klingel sowie mit einem Kettenschutz ausgestattet, sodass für Sicherheit im Straßenverkehr gesorgt ist. Die Modelle sind ideal, wenn Kinder hauptsächlich kurze Strecken im Stadtverkehr fahren. Sie eignen sich jedoch weniger für Fahrten über unebene Untergründe und sportliche Zwecke, da sie dort nur schwer vorankommen bzw. die schmalen Reifen ins Rutschen geraten.

Diese Fahrrad-Typen können zwischen 140 € und 600 € kosten. Nachfolgend haben wir Ihnen die Vor- und Nachteile von Cityfahrrädern nochmals übersichtlich zusammengefasst:

Pro
  • Ideal für Fahrten in der Stadt

  • Für den Straßenverkehr zugelassen

  • Bauartbedingte aufrechte Sitzposition sorgt für gute Sichtbarkeit

  • Viel Stauraum

  • Hohe Belastung möglich

Contra
  • Schwerfällig auf unruhigen Untergründen

  • Nicht für längere Touren geeignet

  • Nicht als Sportgeräte geeignet

BMX – für Tricksportarten

Eine sehr spezieller Fahrrad-Typ ist das BMX. Es ist ein Sportgerät, dass speziell für die Ausführung von Tricks und Kunststücken auf einem Zweirad ausgelegt ist.

Wissenswert

BMX ist die Abkürzung für Bicycle Motocross. BMX-Fahren ist eine Sportart, die Ende der 1960er Jahre in den USA entstanden ist. Sportler führten hier Tricks bzw. Stunts auf einem Fahrrad mit einem Reifendurchmesser von 20″ vor. 

BMX-Fahrräder zeichnen sich durch einen sehr breiten Lenker, ein vergleichsweise hohes Gewicht sowie diverse Sonderbauteile aus. Vor dem Kauf eines BMX sollten Sie überprüfen, für welche BMX-Sportart Ihr Kind das Fahrrad benutzen möchte. So gibt es unterschiedliche Bauarten, die sich für jeweils für bestimmte Disziplinen eignen: 
 

  • Race-BMX
    Beim Race (Rennen) handelt es sich um einen BMX-Rennsport. Die Geschwindigkeit ist somit ein entscheidender Faktor. Daher besitzt das Race-BMX häufig eine Aluminium-Legierung und ist dadurch besonders leicht. Der Rahmen hat meist durchgängig die gleiche Wandstärke, sodass bei geringerem Gewicht noch eine hohe Stabilität gewährleistet ist. Für ein Race treffen sich Kinder und Jugendliche mit ihren Fahrrädern abseits der Straße in einem offenen Gelände und fahren Rennen gegeneinander. Häufig springen sie dabei auf ihren Fahrrädern über Hügel oder andere Hindernisse.
     
  • Freestyle-BMX
    Beim Freestyle geht es nicht um Geschwindigkeit, sondern um Geschicklichkeit und Mut. Während freier Fahrt werden oft auch Tricks und Kunststücke ausgeführt. Freestyle-BMX besitzen verstärkte Gabeln und Kurbeln, da auf diesen Komponenten die höchste Belastung liegt, sie besitzen Bremsen, die nicht weit vom Rahmen abstehen, auch Stürze gut aushalten und mit denen sich die Bremsstärke optimal dosieren lässt. Einige Modelle verzichten auf Bremsen, da die Bowdenzüge bei Tricks als störend empfunden werden.
     

BMX-Räder werden als reines Sportgerät für Trickfahrten betrachtet. Besonders wegen seiner nicht vorhandenen Beleuchtungsanlage und der weniger straßentauglichen Bremsen ist das BMX nicht für den Straßenverkehr zugelassen.

Kinder, die ihr Fahrrad nicht oder nicht nur für den alltäglichen Gebrauch oder Tagestouren benutzen wollen, sondern die Neigung und das Talent dafür entwickeln, Tricks mit ihrem Fahrrad zu vollbringen, können ein BMX-Rad nutzen.

Bedenken Sie

Ein BMX ist für Kinder erst ab einer Körpergröße von ca. 155 cm und einem Alter von ca. 12 Jahren vorgesehen. 

Ein BMX-Fahrrad für Kinder sollte nur dann zum Einsatz kommen, wenn Ihr Kind bereits sehr sicher mit dem Kinderfahrrad fahren kann. Es eignet sich also keinesfalls zum Erlernen des Radfahrens. Achten Sie zudem darauf, dass Ihr Kind eine passende Schutzausrüstung in Form von Protektoren und Schutzhelm trägt.

Sie können bei einem Kinder-BMX mit einer Preisspanne von ca. 100 € bis ca. 400 € rechnen. Zusammengefasst haben BMX-Räder folgende Vor- und Nachteile:

Pro
  • Ideal für Kunststücke in der Halfpipe

  • Spezielles Sportgerät

Contra
  • Nicht für den Straßenverkehr zugelassen

  • Nur für ältere Kinder geeignet

Shopping Tipp

BMX-Bikes und passende Ausrüstung finden Sie auf unserem Portal in der Kategorie BMX.


Fahrradgrößen

Das Fahrrad Ihres Kindes sollte sich optimal für dessen Körpergröße und -proportionen eignen. Die richtige Fahrradgröße trägt zu einer angenehmen und ungefährlicheren Fahrt bei, da Ihr Kind bei entspannter Sitzposition und optimaler Kraftübertragung sicher lenken, bremsen und beschleunigen kann.

Bedenken Sie

Wichtig ist, dass Ihr Kind beim Fahrradfahren im Straßenverkehr eine aufrechte oder moderate Sitzposition einnehmen kann. So kann es seine Umgebung optimal wahrnehmen bzw. von anderen gesehen werden und mögliche gefährliche Situationen im Straßenverkehr erkennen.

Die Größe eines Kinderfahrrads wird in der Regel mit Hilfe des Felgendurchmessers des Rades in Zoll (1″ = 2,54 cm) angegeben. 12″ ist die kleinste Fahrradgröße für Kinder, ab 26″ handelt es sich meist um ein Jugendfahrrad.

Die Körpergröße kann helfen, die richtige Rahmengröße auszuwählen, sie ist allerdings nicht das alleinige Kriterium, da auch die Arm- und Beinlängen sich unabhängig davon unterscheiden können. Ein hilfreiches Kriterium ist die Schrittlänge, also der Abstand von der Fußsohle bis zum Schritt. Die nachfolgende Tabelle gibt Orientierungswerte, welche Fahrradgröße sich für welche Körpergrößen bzw. Schrittlängen eignet:

 

Körpergöße Schrittlänge Fahrradgröße
95 - 100 cm 40 - 44 cm 12 "
100 - 105 cm 44 - 48 cm 14 "
105 - 110 cm 48 - 55 cm 16 "
110 - 120 cm 55 - 59 cm 18 "
120 - 130 cm 59 - 66 cm 20 "
130 - 140 cm 66 - 72 cm 24 "
Ab 140 cm  72 - 80 cm 26 "


 

Die genaue Fahrradgröße ist abhängig von der Rahmengeometrie, also den konkreten Abmessungen des Rahmens, die viele Hersteller zusätzlich in Zentimeter (cm) ausweisen.

Auf folgende 2 Größenangaben sollten Sie zusätzlich Wert legen:
 

  • Rahmenhöhe
    Die Rahmenhöhe wird vom Tretlager bis zum Oberrohr gemessen. Die Angaben unterscheiden sich allerdings dahingehend, ob bis zur Sitzmuffe (Verbindung zwischen Oberrohr und Sitzrohr), bis zur oberen Kante des Rohres oder bis zur Mitte des Oberrohrdurchmessers gemessen wird. Die Werte liegen etwa zwischen 18–56 cm. Da die Rahmenformen der Kinderfahrräder meist einen tiefen Einstieg bieten, wird oft auch lediglich die Länge des Sitzrohrs angegeben. Die Angabe zur Rahmenhöhe ist daher nicht immer aussagekräftig.
     
Tipp

Um ganz sicher zu gehen, können Sie mit Hilfe der Schrittlänge und eines Faktors die theoretische Rahmenhöhe berechnen.

Für Trekkingfahrräder: Schritthöhe x 0,259 = Rahmenhöhe in Zoll

Für Mountainbikes: Schritthöhe x 0,226 = Rahmenhöhe in Zoll

  • Rahmenlänge 
    Die Rahmenlänge ist der waagerechte Abstand zwischen Sitzrohr und Steuerrohr. Sie ist wichtig für die Sitzlänge, also dafür, wie gut Ihr Kind den Lenker erreichen kann, wenn es im Sattel sitzt. Die Rahmenlänge ist optimal, wenn die Hände bei leicht angewinkelten Armen bequem in unmittelbarer Nähe von Brems- bzw. Schalthebeln am Lenker aufliegen und Ihr Kind nicht ständig die Position ändern möchte. Nur wenige Hersteller geben diesen Wert mit an, da sich die ideale Sitzposition noch durch das Vor- bzw. Zurückschieben des Sattels regulieren lässt, oft wird der Abstand zwischen Vorder- und Hinterradnabe angegeben.
     

Der Rahmen ist zu hoch, wenn die Sattelstütze bei passend eingestellter Sitzhöhe weniger als 5 cm aus dem Rahmen ragt bzw. sich der Schritt weniger als 5 cm über dem Oberrohr befindet, wenn Ihr Kind mit beiden Beinen auf dem Boden steht. Sitzt es im Sattel und kann mit den Füßen den Boden berühren (der Fuß muss dabei nicht ganz auf dem Boden aufsetzen), reicht die Größe aus.
 


Rahmenformen

Der Fahrradrahmen ist das Gestell des Rades und trägt die Belastung des Fahrers bzw. der wirkenden Antrieb-, Brems- und Lenkkräfte. Die Bauart des Fahrradrahmens entscheidet maßgeblich über dessen Stabilität. 

Für Kinderfahrräder sind Rahmen mit schrägem Verlauf von Ober- bzw. Unterrohr typisch. So ist insbesondere das Oberrohr nicht wie beim klassischen Herrenrahmen parallel zur Straße verbaut. Diese Bauweise ermöglicht den Kleinen vor allem ein einfaches Auf- und Absteigen.

Kinderfahrradrahmen können sich in der Bauart dahingehend unterscheiden, ob Ihr Kind darauf eher aufrecht, auf gleicher Höhe mit dem Lenker oder eher sportlich nach vorne gebeugt sitzt. 
 

Folgende Rahmenformen für Kinderfahrräder sind gängig:
 

Sloping-Rahmen

Sloping-Rahmen wurden speziell für Trekking- und Mountainbikes entwickelt. Das Oberrohr verläuft schräg nach unten zum Sitzrohr. Die Rahmenform erinnert an ein Dreieck bzw. bei größerem Winkel zwischen Ober- und Unterrohr an ein Trapez, daher ist auch die Bezeichnung Trapezrahmen geläufig. Einige Modelle besitzen ein leicht geschwungenes Oberrohr.

Sloping-Rahmen haben ähnlich wie klassische Herrenrahmen eine hohe Stabilität, jedoch eine geringere Rahmenhöhe und somit kann die Sattelhöhe deutlich niedriger sein. Das erleichtert mit kurzen Kinderbeinen nicht nur den Ein- und Abstieg, sondern sorgt auch für einen tieferen Schwerpunkt bei Fahrten bergab und reduziert insgesamt das Verletzungsrisiko. 

Auf diesen Fahrädern haben Kinder meist eine aufrechte oder moderate (Sitz und Lenker befinden sich auf etwa gleicher Höhe) Sitzhaltung.
 

Wave-Rahmen

Wave-Rahmen sind sogenannte Tiefdurchstiegrahmen und finden meist für Damenräder Verwendung. Dieser Rahmen verfügt über ein dickes Unterrohr, welches kurz oberhalb des Tretlagers mit dem Sitzrohr verstrebt ist und so die notwendige Stabilität gewährleistet. Unterrohr- und Zusatzstrebe sind wie eine Welle (englisch „wave“) geschwungen. Dadurch besitzt der Rahmen einen besonders tiefen Einstieg, was für Kinder sehr vorteilhaft ist, um schnell aufs Rad zu gelangen. Diese Rahmenbauart findet vor allem für Cityfahrräder Verwendung, da sie für Geländefahrten nicht genügend Stabilität bietet.

Diese Bauart unterstützt die natürliche S-Form der Wirbelsäule, da Ihr Kind aufrecht sitzt und somit nicht so einfach einen runden Rücken formt. Wichtig ist allerdings, dass der Lenker insbesondere bei diesem Rahmentyp nicht zu hoch eingestellt ist, um eine Fehlbelastung des Beckens und der Handgelenke zu vermeiden.

Shopping Tipp

Viele Hersteller weisen Modelle mit dieser Rahmenform als Mädchenfahrrad aus, da auch in Kleidchen oder Rock das Auf- und Absteigen sehr leicht ist, ohne am Rahmen hängen zu bleiben.

Y-Rahmen

Y-Rahmen bestehen aus einem Rohr mit hohem Durchmesser, welches sich ungefähr in der Mitte einmal Richtung Sattel und einmal Richtung Tretlager gabelt und so eine typische Y-Form erhält. Diese Rahmen bieten eine gute Kraftübertragung, wenn das Rad vollgefedert ist. Dies kann insbesondere für Fahrten auf unebenen Untergründen für Kippsicherheit und Komfort sorgen, daher findet sich diese Rahmenbauart oft auch für Mountainbikes.

Y-Rahmen können eine sportliche Sitzposition begünstigen, bei der Ihr Kind einen leicht runden Rücken formt. Achten Sie in diesem Fall besonders auf die Rahmengröße, um eine gerade, moderate Position zu ermöglichen.
 


Materialien

Der Fahrradrahmen eines Kinderfahrrads ist das Bauteil, das der höchsten Belastung ausgesetzt ist. Sowohl während der Nutzung als auch im Falle eines Sturzes sollte er normaler Belastung standhalten und sich nicht verformen, brechen oder einreißen. Idealerweise sollte der Rahmen gleichzeitig leicht sein, damit weniger Muskelenergie für die Bewegung des Fahrrads aufgewendet werden muss.

Als besonders stabil gelten konifizierte Rahmenrohre. Diese sind an den Verbindungsstellen zusätzlich nach innen verdickt, da diese Rahmenpunkte am stärksten belastet sind. 

Kinderfahrradrahmen sind Metallrahmen und bestehen aus Aluminium oder Stahl. Daher sollten sie stets über einen Korrosionsschutz verfügen, um nicht zu rosten.
 

Aluminium

Aluminium ist ein beliebter Werkstoff für Fahrradrahmen. Die Herstellung ist vergleichsweise günstig und der Werkstoff ist ausreichend vorhanden. Oft wird auch das geringe Gewicht des Werkstoffs als Vorteil angeführt. Im Gegensatz zu Stahl ist Aluminium allerdings deutlich weicher, nicht sehr elastisch und kann sich verbiegen.

Wissenswert

Aluminiumrahmen sind nicht prinzipiell leichter als Stahlrahmen. 

Aluminium weist zwar eine geringere Dichte auf als Stahl, doch die Rahmen müssen stärker vermessen werden, um eine annähernd gleiche Festigkeit aufzuweisen. Damit Aluminiumrahmen genügend Stabilität bieten, sind die Rohre demnach kürzer, flacher, dickwandiger und haben oft größere Durchmesser. Dies verleiht diesen Fahrradgestellen auch ihr charakteristisches Aussehen.

Die materialbedingte Bauart gibt dem Rahmen mehr Steifheit und Härte, dadurch beschleunigen Fahrräder mit Aluminiumrahmen gut. Allerdings kann der Radfahrer die Unebenheiten der Fahrbahn leichter spüren. So bieten die Rahmen – ohne Federung – deutlich weniger Komfort.

Bestimmte Aluminium-Legierungen, das sind spezielle Gemische aus Aluminium und anderen Metallen, können einen höheren Grad an Elastizität aufweisen. Allerdings darf ein Aluminiumrahmen grundlegend nicht zu stark belastet werden. 

Achtung!

Aluminium kann bei zu starker Belastung ohne Vorwarnung brechen.

Das Material schwingt unter Belastung stärker als Stahl. Dies kann durch einen fehlerhaften Herstellungsprozess begünstigt werden. Etwas kostenintensivere Modelle sind daher für stärkere Belastung zu bevorzugen, da der Rahmen hier oftmals hochwertig gearbeitet wurde. Zudem sollten Sie insbesondere in diesem Fall auf eine Zertifizierung der Produkte nach der Norm DIN EN ISO 8098:2014-10 bzw. ISO 4210 Wert legen.

Vor- und Nachteile eines Fahrradrahmens mit einer Aluminium-Legierung zeigt Ihnen die folgende Übersicht:

Pro
  • Geringer Preis

  • Schnelle Beschleunigung

Contra
  • Geringe Elastizität und Festigkeit

  • Geringer Fahrkomfort

  • Geringe Belastungsgrenze

  • Gefährliches Bruchverhalten

Stahl

Der traditionelle Werkstoff für Fahrradrahmen ist Stahl. Von den vielen verschiedenen Stahl-Legierungen werden zur Herstellung von Fahrradrahmen üblicherweise Chrom-Molybdän-Legierungen verwendet. 

Dieser Stahl zeichnet sich im Gegensatz zu Aluminium durch einen wesentlich höheren Grad an Elastizität, Zähigkeit und Festigkeit aus, was die Verwendung von Rohren mit geringen Durchmessern möglich macht. Dadurch ist der Stahlrahmen auch biegsamer. Dies erhöht den Fahrkomfort, da der Rahmen Erschütterungen auf unebenen Untergründen besser abfedern kann. Auch bei einer Überbelastung brauchen Sie meist keine Angst zu haben, dass sich der Rahmen verbiegt oder bricht, da plötzliche Brüche dieses Materials eher auszuschließen sind.

Im Gegensatz zu Aluminiumfahrrädern kosten viele Stahlmodelle oft deutlich mehr, da Aluminium im Fertigungsprozess meist günstiger ist.

Vor- und Nachteile eines Fahrradrahmens mit einer Stahl-Legierung zeigt Ihnen die folgende Übersicht:

Pro
  • Hohe Elastizität bei gleichzeitiger Festigkeit

  • Hoher Fahrkomfort

  • Hält Überbelastungen stand

  • Deutlich bruchsicherer

Contra
  • Höherer Preis


Ausstattung

Die jeweiligen Komponenten und Ausstattungsmerkmale eines Kinderfahrrads sollten bestimmte Voraussetzungen erfüllen, um eine sichere Fahrt zu gewährleisten.

Wissenswert

Sicherheitstechnische Anforderungen an die Bauteile eines Kinderfahrrads für Kinder zwischen 4–8 Jahren werden gemäß der internationalen Norm DIN EN ISO 8098:2014-10 geprüft. Für Fahrräder ab ca. 20″, die von Kindern ab etwa 8 Jahren auf öffentlichen Straßen gefahren werden, gilt die Prüfungsnorm ISO 4210. Fahrräder, die diese freiwilligen Prüfstandards erfüllen, sind in der Regel besonders sicher.

Neben einer soliden Grundausstattung können Fahrräder für Kinder über weitere Zusatzausstattung verfügen, die zur Verkehrssicherheit beitragen oder den Fahrkomfort erhöhen.
 

Grundausstattung

Auf die einzelnen, grundlegenden Komponenten, die an einem Fahrradrahmen verbaut sind, wirken Belastungen und Kräfte während der Fahrt. Die Bauteile müssen daher solide verarbeitet sein. Gleichsam sollte die Ausstattung zur komfortablen Benutzung beitragen.
 

Zur Grundausstattung eines Kinderfahrrads zählen folgende Elemente:
 

Bremsen

Damit Ihr Kind das Fahrrad sicher stoppen kann, besitzt es stets Bremsen. An einem verkehrssicheren Fahrrad müssen 2 Bremsen vorhanden sein, die unabhängig voneinander arbeiten können. Daher sind Kinderfahrräder in der Regel mit einer Vorder- und einer Hinterbremse ausgestattet.
 

Es gibt folgende unterschiedliche Bremssysteme:
 

  • Rücktrittbremse
    Rücktrittbremsen stoppen ausschließlich das Hinterrad. Die Rücktrittbremse wird betätigt, indem die Pedale statt in Fahrtrichtung nach hinten getreten werden. Anschließend bremst eine feste Vorrichtung an der Kettenstrebe das Rad ab. Das Bremssystem ist vergleichsweise wartungs- und verschleißarm und funktioniert zuverlässig unabhängig von der Witterung. Ein Rücktritt ist für junge Fahrradfahrer meist einfacher zu bedienen als 2 Bremshebel am Lenker. Nachteile sind, dass die Bremse das Rad nur bei funktionstüchtiger Kette stoppt, die Pedale lassen sich zudem nicht durch rückwärtstreten optimaler positionieren und die Bremswirkung ist geringer als die einer Felgen- oder Scheibenbremse.
     
  • Felgenbremse
    Felgenbremsen arbeiten mit 2 Bremsarmen und gummibeschichteten Bremsklötzen, die jeweils auf die Felge eines Rades von rechts und links zugreifen. Sie können sowohl Vorder- als auch Hinterrad stoppen. Durch Betätigung des Bremshebels am Lenker werden die 2 Bremsarme an die Felge gepresst und erzeugen dort Reibung, dadurch bremst das Rad ab. Diese Bremsen belasten das Laufrad kaum, sie lassen sich leicht einstellen und sind vergleichsweise günstig. Bei Nässe oder verschmutzter Felge kann die Bremswirkung nachlassen. Die Bremsbeläge müssen Sie von Zeit zu Zeit wechseln. Eine Unterform der Felgenbremse sind V-Brakes, bei denen der Seilzug seitlich geführt ist. Der Name V-Brakes bezieht sich ursprünglich auf ein Bremssystem des Herstellers Shimano, es wird aber umgangssprachlich auch für Bremsen ähnlicher Bauart genutzt. 
     
  • Scheibenbremse
    Scheibenbremsen sind eine neuere technische Entwicklung. Dieses System bremst das Rad, indem Bremsbelege gegen eine Bremsscheibe gedrückt werden, die an der Fahrradnabe befestigt ist. Dadurch halten die Bremsbeläge lange, das System bremst sicher auch bei Nässe und nutzt die Felge nicht ab. Allerdings belastet das System das Laufrad stark und die Bremsscheibe kann überhitzen, sodass die Bremsleistung gegebenenfalls nachlässt. Die Bremsbeläge sind meist sehr teuer.
Tipp

Der Bremszug sollte so eingestellt sein, dass Ihr Kind mit mittlerem Kraftaufwand den Bremshebel betätigen und so das Fahrrad stoppen kann. Eine hochwertige Bremse lässt sich entsprechend justieren.

Gabel

Die Fahrradgabel, auch als Vordergabel bezeichnet, verbindet das vordere Laufrad und den Rahmen. Dank eines Steuersatzes im Rahmen und mit Hilfe des Lenkers ist die Gabel beweglich und steuert so die Richtung des Vorderrads. Gleichzeitig ist sie zusammen mit dem Steuerrohr des Rahmens das am stärksten belastete Bauteil des Rades. 
 

Bauart und Beschaffenheit der Gabel sind somit für die Fahrsicherheit sowie für den Fahrkomfort entscheidend. Diese Komponente muss stets die notwendige Stabilität bieten, um das Fahrrad in der Spur zu halten.

Es lassen sich 2 verschiedene Gabel-Typen unterscheiden:
 

  • Starrgabeln
    An Kinderfahrrädern sind häufig starre, klassisch geformte Gabeln verbaut, da sie vergleichsweise leicht sind, kaum verschleißen, nicht gewartet werden müssen und günstiger sind. Viele Starrgabeln sind oft unten ein wenig in Fahrtrichtung gebogen und können so Fahrunebenheiten etwas ausgleichen – das erhöht den Fahrkomfort. Stark beanspruchte Bereiche wie das Gabelschaftrohr und die oberen Enden der Gabelbeine sollten stets etwas dickere Wandstärken und höhere Durchmesser aufweisen.
     
  • Federgabeln
    Federgabeln enthalten im Gegensatz zu Starrgabeln Stoßdämpfer. Die Federung in der Gabel sorgt für mehr Bodenkontakt und mildert so Stöße bei Fahrten über unebene Untergründe ab. Federgabeln haben stets ein höheres Gewicht und sind deutlich teurer als Starrgabeln, sie können aufgrund beweglicher Bauteile Defekte aufweisen und müssen ab und an gewartet werden. Federgabeln haben einen unterschiedlich langen Federweg. Je länger dieser ist, desto besser werden Unebenheiten ausgeglichen, allerdings führt dies auch zu mehr Gewicht des Fahrrads, was bei Bergfahren kontraproduktiv sein kann. Bei Kinderfahrrädern sind diese Gabeltypen vor allem für Mountainbikes oder Trekkingräder für Jugendliche von Vorteil. An anderen Modellen sind sie eher selten verbaut bzw. meist nicht empfehlenswert, da das geringe Gewicht eines Kindes kaum die volle Leistung des Federungssystems beanspruchen würde.
     

Die Länge der Gabel gibt außerdem den Lenkwinkel vor: Je länger sie ist, desto flacher ist der Winkel und die Lenkung entsprechend schwergängiger. Allerdings läuft das Rad mit einer langen Gabel ruhiger geradeaus. 
 

Lenker

Mit Hilfe des Lenkers steuert Ihr Kind hauptsächlich die Fahrtrichtung. Ein Lenker besteht aus den Lenkerbügeln und einem Vorbau, durch den er mit dem Steuerrohr bzw. -satz am Fahrradrahmen verbunden ist. An Kinderfahrrädern sind fast ausschließlich sogenannte Aufrecht-Lenker verbaut, damit eine gerade Sitzposition gewährleistet ist. 

Damit das Lenken leichtfällt, sollten die Abmessungen des Lenkers zu den Körpermaßen des Kindes passen: Es sollte eine aufrechte oder moderate Sitzposition möglich sein, das heißt der Lenker muss sich mindestens auf Sattelhöhe oder darüber befinden. Zudem sollte er maximal 10 cm breiter sein als die Schulterbreite des Kindes.
 

Zusätzlich kann der Lenker mit weiterer Ausstattung versehen sein, die eine Fahrt bequemer und auch sicherer gestaltet:
 

  • Sicherheitslenkgriffe
    Sicherheitslenkgriffe bestehen aus Gummi und sind strukturiert. Sie bedecken die glatten Stahl- bzw. Aluminiumstangen und sorgen so für einen sicheren Halt der Hände am Lenker. Gleichzeitig bedecken sie die scharfkantigen Enden der Lenkerbügel.
     
  • Prallschutz
    Viele Kinderfahrräder haben Lenkgriffe mit Prallschutz. Am Ende des Griffes befinden sich mehrere übereinander angeordnete Gummilamellen. Im Falle eines seitlichen Sturzes auf den Lenker werden die Lamellen zusammengedrückt und mildern so den Aufprall.
     
  • Polster
    Zwischen den Lenkerbügeln kann sich ein kleines Polster befinden. Das weiche Material mildert bei Stürzen auf den vorderen Fahrradteil Erschütterungen ab und reduziert so das Verletzungsrisiko.
     
Räder

In Bezug auf die Räder des Kinderfahrrads sind Größe und Beschaffenheit entscheidend, da sie für Bodenhaftung und Komfort verantwortlich sind.

Dabei sollten Sie auf folgende Aspekte achten:
 

  • Radgröße
    Der Durchmesser der Radfelge dient für Kinderfahrräder in der Regel als Größenmesswert des ganzen Fahrrads, da sich die Radgröße auch immer am Fahrradrahmen orientiert. Sie beträgt zwischen 12–26“ (Zoll). Darüber hinaus können die Radgrößen auch bei ähnlicher Rahmenhöhe voneinander abweichen. Grundlegend eignen sich kleinere Laufräder für längere Strecken auf flachen Untergründen. Ist die Radgröße kleiner, hat Ihr Kind mehr Kontrolle über das Fahrrad – daher verfügen oft Mountainbikes über vergleichsweise kleine Radgrößen.
     
  • Radbreite
    Die Breite des Rades ist entscheidend für Sicherheit und Komfort: Breite Reifen federn Erschütterungen deutlich besser ab, als schmale Varianten. Sie bleiben zudem auch nicht so leicht in schmalen Vertiefungen wie Straßenbahnschienen hängen. Allerdings ist oft der Rollwiderstand ein wenig höher, daher ist für höhere Geschwindigkeiten etwas mehr Kraftaufwand nötig.
Shopping Tipp

Insbesondere für Fahrräder, die Kinder im Alter zwischen 4–8 Jahren nutzen, eignen sich sogenannte Ballonreifen. Diese haben eine Breite von 45–60 mm und tragen somit zur besonders sicheren Fahrt auch auf unebenen Untergründen bei.

  • Radprofil
    Die Mäntel der Räder können ein unterschiedlich ausgeprägtes Profil aufweisen. Ein grobes Profil ist wichtig, wenn Kinder häufig auf Wald- oder Feldwegen unterwegs sind: Es zeichnet sich durch eine strukturierte Oberfläche aus. Diese verzahnt sich mit dem Boden und kann so die Fahrkräfte direkt übertragen. Da sich durch ein stärkeres Profil die Reifenoberfläche vergrößert und sich somit der Rollwiderstand erhöht, bietet es auch mehr Haftung auf glatten, nassen Flächen.
     
Sattel

Der Sattel gibt Ihrem Kind auf dem Fahrrad den notwendigen Halt. Kindersättel sind deutlich kleiner als Modelle für Erwachsene, da sie an die Körpergröße des Kindes angepasst sind.

Die Sättel sind meist eher einfach gestaltet, da Kinder oft noch nicht allzu lange auf dem Rad sitzen. Es handelt sich in der Regel um Polstersättel, die dank Schaumstoff- oder Geleinlagen Erschütterungen abmildern. Sie sind oft mit einem strapazierfähigen Überzug ausgestattet. Häufig können Sie zwischen verschiedenen Designs wählen.

Wichtig für sicheres Fahrradfahren ist die Höhe des Sattels. Informationen dazu finden Sie auch in unserem FAQ-Bereich: Wie hoch sollte der Sattel des Kinderfahrrads eingestellt sein?

Zusatzausstattung

Neben den grundlegenden Bauteilen haben Fahrräder oft Komponenten, die das Fahren erleichtern und sicherer gestalten sowie den Anwendungsbereich des Rads erweitern. So tragen wichtige Ausstattungsmerkmale dazu bei, dass ein Kinderfahrrad verkehrstüchtig ist oder Ihr Kind darauf bequem auch längere Touren auf unterschiedlichen Untergründen unternehmen kann.

Bedenken Sie

Kinderfahrräder ab einer Fahrradgröße von 20″, die am Straßenverkehr teilnehmen, müssen entsprechend der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) ausgestattet sein. Neben 2 Bremsen sind eine Lichtanlage, Reflektoren sowie eine Klingel Pflicht.

Zur Zusatzausstattung zählen:
 


Beleuchtung

Ein wichtiges Sicherheitsmerkmal eines Kinderrads ist die Beleuchtung. Andere Verkehrsteilnehmer können Ihr Kind auf dem Fahrrad so insbesondere in der Dämmerung oder Dunkelheit deutlich besser wahrnehmen. 
 

Damit ein Fahrrad laut Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) verkehrssicher ist, muss es mit folgender Lichttechnik ausgerüstet sein:
 

  • Scheinwerfer
    Die Lichtanlage muss über eine fest angebrachte weiße Frontleuchte und eine rote Schlussleuchte verfügen. Beide dürfen mit Batterie oder Dynamo betrieben werden. Sie müssen mindestens eine Leistung von 3 W (Watt) bzw. eine Nennspannung von 6 V (Volt) haben und stets betriebsbereit sein.
     
  • Reflektoren
    Für ein verkehrssicheres Fahrrad müssen 2 gelbe Reflektoren vorne und hinten an beiden Pedalen sowie um 180° versetzt an den Speichen je Rad befestigt sein. Statt der Speichenreflektoren kann auch ein Reflektorstreifen am Reifenmantel vorhanden sein. Zudem benötigt das Rad einen großen mit dem Buchstaben „Z“ gekennzeichneten Rückstrahler, dieser darf auch im Rücklicht verbaut sein.
     
Gepäckträger

Ein Gepäckträger am Fahrrad ist eine Vorrichtung zum Transport von Lasten – dies kann beispielsweise auf kleinen Fahrradtouren praktisch sein, wenn Ihr Kind noch eine Jacke oder Tasche mitnehmen möchte. Gepäckträger sind in der Regel über dem Hinterrad am Rahmen angebracht. Viele Kinderfahrräder sind bereits mit einem Gepäckträger ausgestattet. Bestimmte Fahrradtypen, wie Mountainbikes oder BMX, benötigen keinen Gepäckträger, da er für die sportliche Aktivität eher hinderlich wäre. 
 

Kettenschutz

Ein Kettenschutz verhindert, dass sich die Kleidung Ihres Kindes in den Zahnrädern oder der Kette verfängt und reduziert so das Sturzrisiko. Außerdem trägt die Vorrichtung zur Sauberkeit bei, da sie den aufgeschleuderten Schmutz abfängt. Idealerweise ist der Kettenschutz komplett geschlossen, verläuft also um den gesamten Kettenantrieb, um die notwendige Sicherheit zu gewährleisten. Mountain- oder Trekkingbikes haben oftmals nur einen Teilschutz.
 

Klingel

​Eine Klingel oder Hupe an einem Kinderfahrrad bewirkt, dass sich Ihr Kind gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern, insbesondere Fußgängern und anderen Radfahrern, akustisch bemerkbar machen kann. Eine Klingel kann zum Beispiel bei Überholvorgängen als Warnsignal dienen. 

Fahrradklingeln und –hupen gibt es in verschiedenen Größen, Bauarten und Designs. Insbesondere für Kinder ist hier ein großes Angebot an dekorativen Motiven erhältlich. An einem Fahrrad, dass für den Straßenverkehr zugelassen sein soll, muss sich vorschriftsmäßig eine helltönende Klingelglocke befinden.
 

Schaltung

Die Gangschaltung am Fahrrad hilft dem Fahrer, Geschwindigkeit und Tretleistung aufeinander abzustimmen. Sie besteht aus Schalthebeln und einer Vorrichtung am Hinterrad, welche die Kette in eine passende Position bringt. Drehbare Schalthebel lassen sich besonders einfach bedienen.
 

Für Kinderfahrräder gibt es folgende Schaltsysteme:
 

  • Kettenschaltung
    Die Kette wechselt beim Schalten auf unterschiedliche Zahnkränze. Sie hat einen einfachen Aufbau, ein niedriges Gewicht und ist relativ günstig herzustellen. Allerdings lässt sich die Kette nicht so gut abdecken – das bietet beispielsweise weniger Schutz für Hosenbeine und erhöht die Sturzgefahr. Schalten ist nur ohne Treten bzw. Belastung möglich, da die Komponenten andernfalls schneller verschleißen. Das Schaltsystem ist anfälliger für Schmutz und Feuchtigkeit sowie für Defekte bei Stürzen. Zudem muss es oft nachgestellt und gewartet werden.
     
  • Nabenschaltung
    In einer Nabenschaltung ist das Schaltsystem direkt in der Hinterradnabe verbaut. So liegen die Ritzel nicht frei und reduzieren das Verletzungsrisiko. Die Schaltung kann im Treten und im Stehen betätigt werden, das erleichtert die Bedienung. Zudem können Verschmutzungen nicht ins Getriebe gelangen und die Komponenten verschleißen nicht so schnell, das System ist entsprechend pflegeleicht. Daher eignen sich diese Schaltungen oft besser für Kinderfahrräder. Allerdings sind sie aufgrund ihrer Konstruktionsart meist teurer in der Anschaffung und auch Reparaturen sind komplizierter bzw. kosten etwas mehr.
     

Eine Gangschaltung ist von Vorteil, um steilere Abfahrten oder Steigungen entspannt zu fahren: Die einzelnen Gänge sorgen für unterschiedliche Übersetzungen, also die jeweilige Lage der Kette auf unterschiedlich großen Zahnkränzen, auf denen die Kette durch Treten bewegt wird. Je niedriger der Gang, desto geringer der Tretwiderstand.

Wissenswert

An einer Steigung ist nicht die Geschwindigkeit entscheidend, sondern das Hinauffahren mit einem möglichst niedrigen Kraftaufwand, ohne dabei vom Fahrrad absteigen zu müssen – daher ist hier ein niedriger Gang ideal. Für gerade Strecken oder Abfahrten ist eine höhere Übersetzung optimal, da so mehr Tretwiderstand die Geschwindigkeit erhöht, gleichzeitig aber auch die Kontrolle über die Pedale erlaubt. Bei schneller Fahrt würde das Kind ohne einen hohen Gang ins Leere treten.

Auf flachen, geraden und befestigten Straßen sind mindestens 3 Gänge vorteilhaft, um verschiedene Untergründe befahren zu können. Je mehr Gänge das Fahrrad besitzt, desto mehr Fahrmöglichkeiten bieten sich. Zum Erlernen des Fahrradfahrens eignen sich auch Fahrräder ohne Gangschaltung.
 

Schutzbleche

Schutzbleche verhindern, dass Schmutzpartikel, kleine Steinchen oder Glassplitter, die während der Fahrt aufgewirbelt werden, auf Körper oder Kleidung des Fahrers geschleudert werden. Zudem schützen sie so auch vor Nässe oder Spritzwasser von der Fahrbahn. Die schmalen Bleche sind direkt über Vorder- und Hinterrad montiert. Die meisten Modelle verfügen standardmäßig über diese Schutzvorrichtungen, sie können aber auch als Zusatzausstattung nachgerüstet werden. 
 


Zubehör

Passendes Zubehör kann das Verletzungsrisiko der kleinen Fahrradfahrer im Falle eines Sturzes erheblich verringern. Zudem gibt es nützliche Artikel, die das Erlernen des Fahrradfahrens erleichtern, die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen oder den Alltag auf dem Fahrrad erleichtern: 
 

  • Fahrradhelm
    Da Kinder die Gefahren des Straßenverkehrs grundsätzlich noch nicht so gut bzw. routiniert einschätzen können wie Erwachsene, ist das Tragen eines Fahrradhelmes empfehlenswert. Es gibt bislang keine gesetzliche Verpflichtung, allerdings schützt der Helm den Kopf im Falle eines Sturzes vor schwerwiegenden Verletzungen. Achten Sie für einen guten Fahrradhelm auf die optimale Passform, einen sicheren Verschluss und ein Sicherheitszertifikat, beispielsweise vom TÜV. 
Shopping Tipp

Fahrradhelme gibt es in vielen Farben und Motiven. Kinder haben oft Freude daran, sich das passende Modell selbst auszusuchen. Eine große Auswahl verschiedener Fahrradhelme für Kinder und Jugendliche finden Sie auch auf unserem Portal.

  • Fahrradkorb
    In einem Fahrradkorb kann Ihr Kind beispielsweise während einer kleinen Fahrradtour leichte Gegenstände wie eine Puppe oder ein Stofftier mitnehmen. Fahrradkörbe werden in der Regel an der Lenkerstange des Kinderfahrrads angebracht und besitzen eine verstellbare Lenkerbefestigung, sodass Sie ihn an jedem beliebigen Fahrrad montieren können. Sie sollten jedoch darauf Wert legen, dass kein zu hohes Gewicht mitgenommen wird, da dies das Gleichgewicht des Kindes beeinträchtigen und Fahrradkomponenten schädigen kann.
     
  • Fahrradständer
    Ein Ständer ermöglicht Ihrem Kind ein sicheres Abstellen seines Fahrrads. Fahrräder können über einen einzelnen Ständer verfügen, der im Bereich der Tretkurbel oder am Hinterbau montiert ist. Das Rad wird zum Abstellen leicht zu einer Seite gekippt, dabei bleiben beide Reifen am Boden. Etwas stabiler steht ein Fahrrad auf einem Ständer mit 2 Beinen. Durch den ausgeklappten Ständer wird 1 Rad des Fahrrads in die Luft gehoben und steht dabei gerade.
     
  • Leuchtkleidung
    Leuchtkleidung trägt erheblich zur Sicherheit Ihres Kindes auf dem Fahrrad bei, weil es bei Dunkelheit von anderen Verkehrsteilnehmern besser gesehen werden kann. Meist handelt es sich dabei um eine gelb leuchtende Weste. Es gibt aber auch reflektierende Bänder, die das Kind an Armen und Beinen tragen kann.
     
  • Luftpumpe
    Mit einer Luftpumpe können Sie den Reifen des Fahrrads aufpumpen, falls dieser während einer Tagestour Luft verliert. An einigen Kinderrad-Modellen ist eine Luftpumpe bereits am Fahrrad befestigt, sie haben aber auch die Möglichkeit, diese einzeln zu kaufen.
     
  • Protektoren
    Für die Sicherheit Ihres Kindes auf dem Fahrrad sind Ellenbogen- und Knieschützer empfehlenswert. Es handelt sich um Kunststoffschalen oder Stoffpolster, die Ihr Kind sich umschnallt. Protektoren schützen die Gelenke und verringern so das Verletzungsrisiko bei einem Fahrradsturz.
     
  • Reparatur-Kit
    Ein Reparatur-Kit ist ein praktisches Zubehör für Tagestouren. Es enthält meist passendes Werkzeug und oft auch ein kleines Flick-Set für einen kaputten Fahrradschlauch. Die meisten Sets befinden sich in einer praktischen Tasche, sodass sie direkt am Kinderfahrrad angebracht werden können.
     
  • Stützräder
    Fahrräder für kleinere Kinder können mit Stützrädern ausgestattet sein. Es handelt sich um 2 kleinere Räder, die an die Hinterachse des Rades gebaut werden und das Rad so stabil halten. Inwieweit die Räder den Lernprozess fördern, ist umstritten, da die Stützräder den Gleichgewichtssinn der Kinder auf dem Fahrrad zunächst weniger schulen.
     
  • Wimpel
    Ein Wimpel ist eine kleine dreieckige Flagge, die in der Regel am hinteren Rahmen des Fahrrads befestigt wird. Ein Wimpel in Signalfarbe trägt zur Sicherheit bei: Insbesondere kleinere Kinderfahrräder werden so gegebenenfalls schneller von Autofahrern gesehen, da sich der Wimpel eher auf deren Augenhöhe befindet. 
     


Nachgefragt von A-Z – Sie fragen, wir antworten.

Sie benötigen weitere Informationen zum Umgang mit Kinderfahrrädern? In unserem FAQ-Bereich haben wir wichtige Fragen anderer Käufer zu diesem Thema gesammelt und für Sie beantwortet. 

Ausstattung

Die Ausstattung richtet sich nach maßgeblich nach dem Einsatzzweck bzw. Modell des Fahrrads: Soll das Fahrrad im Straßenverkehr genutzt werden, muss es über die nach Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) notwendigen Komponenten verfügen. Dazu zählen eine vorschriftsmäßige Beleuchtung sowie Bremsen und Klingel. 

Fährt Ihr Kind beispielsweise ein Mountainbike im Gelände, sollte das Fahrrad beispielsweise über eine gefederte Gabel und eine Schaltung verfügen.

Zur grundlegenden Sicherheit tragen Bauteile wie ein Kettenschutz oder Schutzbleche bei. 

Umfassende Informationen zu einzelnen Komponenten eines Kinderfahrrads finden Sie in unserem Kaufberater im Kapitel Ausstattung


Fahrradfahren lernen

Wer das Fahrradfahren einmal erlernt hat, verlernt diese Fähigkeit nie wieder. Dennoch ist das Erlernen eine komplexe Angelegenheit, die Sie als Elternteil nicht unterschätzen sollten. Es erfordert von Ihrem Kind die Koordination von Lenken, Beschleunigen, Treten und Bremsen. Außerdem muss es die Umgebung, also andere Verkehrsteilnehmer und die Beschaffenheit des Untergrundes, einbeziehen.
 

Folgende Tipps können Ihrem Kind das Erlernen des Radfahrens erleichtern:
 

  • Als Vorbereitung auf das Fahrradfahren eignen sich ein Laufrad oder ein Roller.
    Beide trainieren Gleichgewicht, Reaktionsfähigkeit und Körperbeherrschung Ihres Kindes.
     
  • Lassen Sie Ihr Kind den Zeitpunkt für das erste Radfahren bestimmen und bleiben Sie geduldig.
    Da Kinder voller Neugier beobachten und nachahmen, was ihre Eltern ihnen vorleben oder was um sie herum passiert, ist es nicht verwunderlich, wenn sie eines Tages das Radfahren von sich aus erlernen möchten. Dies sollten Sie als Anlass nehmen, Ihr Kind die ersten Fahrversuche unternehmen zu lassen. Bleiben Sie während der Fahrversuche stets ruhig und gelassen und vermeiden Sie dadurch unnötigen Druck oder Stress für Ihr Kind – so wird es nicht so schnell das Interesse am Radfahren verlieren.
     
  • Wählen Sie im Vorfeld einen optimalen Ort zum Üben aus.
    Um das Verletzungsrisiko möglichst gering zu halten, eignet sich zum Üben am besten ein gut überschaubarer, freier Platz ohne Verkehr, beispielsweise ein Supermarktparkplatz nach Ladenschluss oder ausladende asphaltierte Fußwege. Die Fahrfläche sollte eben und geräumig sein, sodass genügend Platz zum Kurven- und Geradeausfahren vorhanden ist.
     
  • Schützen Sie Ihr Kind mit einem passenden Fahrradhelm und gegebenenfalls zusätzlichen Protektoren.
    So ist Ihr Kind im Falle eines Sturzes besser vor ernsthaften Verletzungen geschützt.
     
  • Halten Sie das Fahrrad während des Fahrens nicht fest.
    Viele Elternteile neigen dazu, während der ersten Fahrversuche Ihres Kindes das Fahrrad an Sattel oder Gepäckträger festzuhalten und so das Rad voranzuschieben. Damit Ihr Kind jedoch ein Gefühl für das Fahren und Gleichgewicht bekommt, ist es ratsam, das Rad nur leicht von hinten anzustoßen und Ihr Kind im Anschluss daran zum Treten zu motivieren.
     
  • Positionieren Sie sich nach dem Anstoßen links oder rechts vom Fahrrad und laufen Sie anschließend nebenher.
    Ihr Kind sollte zunächst lernen, beim Fahren aufrecht auf seinem Fahrrad zu sitzen und den Blick stets nach vorne zu richten. Wenn Sie hinter dem Fahrrad herlaufen, schaut es sich voraussichtlich immer mal wieder zu ihnen um und wird Schwierigkeiten haben, die Fahrtrichtung zu halten. Laufen Sie nebenher, können Sie notfalls eine Hand auf Schulter oder Taille Ihres Kindes legen, um im Falle eines vorhersehbaren Sturzes schnell eingreifen zu können.
     
  • Loben Sie Ihr Kind.
    Nichts ist motivierender und gibt Ihrem Kind zudem mehr Sicherheit als Ihr Lob.
Wissenswert

Stützräder sind zum Erlernen des Fahrradfahrens umstritten. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) gibt zu bedenken, dass die Stützräder zwar im ersten Moment Sicherheit und Stabilität bieten, sich jedoch das Ausprägen des Gleichgewichtssinns auf dem Fahrrad dadurch eher verzögert. 


Größe

Die richtige Fahrradgröße bestimmt die Sitzposition und ist somit wichtig für die optimale Kontrolle über das Fahrrad und das Halten des Gleichgewichts. Die richtige Größe richtet sich nach den Körpermaßen des Kindes. Grundlegend gilt: Ihr Kind sollte auf dem Sattel sitzend mit seinen Füßen den Boden gut erreichen können.
 

Beachten Sie zur Fahrradgröße folgende Punkte:
 

  • Körpergröße
    Die Größe des Fahrrads richtet sich nach der Körpergröße Ihres Kindes. Durch die Bestimmung der Schrittlänge, also die Entfernung vom Boden bis zum Schritt Ihres Kindes, wird die entsprechende Rahmenhöhe für Ihr Kind ermittelt. Der Größenwert wird meist als Felgendurchmesser der Laufräder in der Einheit Zoll angegeben – 1″ entsprechen 2,54 cm. Räder zwischen 12–16″ eignen sich in der Regel für kleinere Kinder mit einer Größe von 95–128 cm, also meist im Alter von etwa 3–8 Jahren. Ab einer Größe von 128 cm, also ungefähr mit 8 Jahren, sind meist Größen ab 18″ passend. 
     
  • Schrittfreiheit
    Ein weiteres Indiz für die ideale Höhe des Fahrrads ist, ob Ihr Kind zwischen Lenker und Sattel über dem oberen Rahmenrohr stehen kann, ohne dass es mit dem Schritt den Rahmen berührt und mindestens 5 cm Platz hat. Ragt die Sattelstütze bei passend eingestellter Sitzhöhe weniger als 5 cm aus dem Rahmen herausragt, ist er zu hoch. Wann der Rahmen zu niedrig ist, lässt sich wegen der vielen verschiedenen Bauformen nicht eindeutig bestimmen. Der beste Maßstab ist eine Probefahrt. 
     
  • Trittfreiheit
    Die sogenannte Tritt- oder Fußfreiheit ist gewährleistet, wenn zwischen der Schuhspitze und dem Vorderrad bzw. dem Schutzblech noch etwas Platz ist. Stößt Ihr Kind gegen eines der Bauteile, so passt die Rahmenlänge nicht. Das beeinträchtigt die Sicherheit.

Ausführliche Hinweise zur Fahrradgröße haben wir zudem in unserem Kaufberater zusammengestellt.


 

Die optimale Sattelhöhe richtet sich nach den Körpermaßen des Kindes und dementsprechend auch nach der passenden Rahmenhöhe sowie der jeweiligen Sitzposition. Gemessen wird die Sattelhöhe vom Boden bis zum höchsten Punkt des Sattels. Ideal ist eine eher moderate Sitzposition, das bedeutet, dass sich Sattel und Lenker in ungefähr der gleichen Höhe befinden sollten. Ein hilfreicher Wert ist die sogenannte Schrittlänge, also der Abstand zwischen Fußsohle und Schritt des Kindes. 
 

Einen Überblick bietet die nachfolgende Tabelle:

 

Fahrradgröße Schrittlänge Sattelhöhe
12 " 40 - 44 cm 38 - 42 cm
14 " 44 - 48 cm 42 - 47 cm
16 " 48 - 55 cm 47 - 52 cm
18 "  55 - 59 cm 52 - 55 cm
20 " 59 - 66 cm 64 - 72 cm
24 " 66 - 72 cm 72 - 78 cm
26 " 72 - 80 cm 78 - 86 cm



Neben der Sattelhöhe ist auch die Position des Sattels in der Waagerechten relevant für eine gute Sitzhaltung. Ihr Kind sollte den Lenker und die daran befestigten Bremsen erreichen können, wenn die Arme leicht angewinkelt sind. Die Schultern können entspannt nach hinten bzw. unten hängen. Dadurch ist sichergestellt, dass das Lenken auch in Kurven problemlos und bequem möglich ist. 

Tipp

Sollte sich der Sattel nicht verstellen lassen, können Sie oft auch einen Vorbau in passender Länge am Lenker montieren, damit die Sitzlänge optimal auf die Armlänge des Kindes abgestimmt ist.


Kauf

Das erste Fahrrad dient insbesondere dem Erlernen des Fahrens. Damit dies besonders leichtfällt und gleichzeitig sicher ist, können Sie auf folgende Aspekte Wert legen:
 

  • Niedriger Rahmendurchstieg
    Das Oberrohr des Rahmens sollte möglichst tief liegen, damit Ihr Kind leicht und somit sicher auf- sowie absteigen kann. 
     
  • Passende Größe
    Rahmen und Sattel sollten in einer Höhe sein, in der Ihr Kind mit beiden Füßen den Boden erreichen kann.
     
  • Leichtgängige und einfach zu bedienende Bremsen
    Beim Kauf des ersten Kinderfahrrads ist neben einer Handbremse auch eine Rücktrittbremse empfehlenswert, denn gerade Fahranfänger sind mit 2 Handbremsen häufig überfordert. Ihr Kind sollte einen Handbremshebel in Ausgangsstellung mit dem Zeigefinger erreichen können, während sein Daumen den Lenkergriff umfasst. Der Bremshebel sollte zudem leichtgängig sein: Er ist optimal eingestellt, wenn er von einem Erwachsenen mit einem Finger und geringem Kraftaufwand gezogen werden kann. Bremshebel sollten manuell einstellbar sein.
     
  • Verstellbarer Lenker und Sattel
    Sowohl Lenker als auch Sattel sollten in der Höhe sowie in der Neigung verstellbar sein, damit Ihr Kind eine optimale Sitzposition einnehmen kann.
     
  • Polsterung und Prallschutz an den Enden der Lenkergriffe
    Es ist von Vorteil, wenn der Lenker eines Kinderfahrrads gepolstert ist und zudem einen Prallschutz an den Enden seiner Griffe aufweist.
     
  • Kindgerechte Schaltung
    Fahrräder, die keine Schaltung besitzen, sind lediglich zum Erlernen des Radfahrens geeignet. Sobald Ihr Kind kleinere Strecken mit seinem Fahrrad zurücklegen kann, hilft eine Schaltung, verschiedene Steigungen und Abfahrten entspannt zu befahren. Das erste Kinderfahrrad sollte besser mit einer Nabenschaltung ausgestattet sein. Besonders gut zu bedienen sind Ausführungen mit Drehschaltgriffen. In flachen Gegenden reichen 3 Gänge aus.

Erfahren Sie mehr über verschiedene Rahmenformen sowie die Grundausstattung eines Kinderfahrrads in den jeweiligen Rubriken unseres Kaufberaters.


 

Das Angebot an Kinderfahrrädern ist enorm, qualitativ gibt es sehr große Unterschiede. Sie können mit Preisen zwischen etwa 70–800 € rechnen. 

Shopping Tipp

Beziehen Sie in Ihre finanziellen Überlegungen mit ein, dass sich Ihr Kind permanent im Wachstum befindet und es nicht allzu lange dauert, bis Sie sich nach einem größeren Fahrrad umsehen müssen.

Diese unterschiedlichen Preise schwanken besonders in Bezug auf Materialien, Ausstattung, Verarbeitung und Design. Sie richten sich aber auch nach dem jeweiligen Fahrrad-Typ. 

Einzelne Kinderfahrrad-Typen stellen wir Ihnen ausführlich im Kaufberater vor.


Straßenverkehrsordnung

Kinder können grundlegend am Straßenverkehr teilnehmen, wenn Sie das Radfahren erlernen. Allerdings ist geregelt, wo sie im Verkehr fahren dürfen: Die Straßenverkehrsordnung (StVO) schreibt in § 2 (4) vor, dass Kinder bis zum vollendeten 8. Lebensjahr den Gehweg nutzen müssen, aber auch Radwege nutzen dürfen, wenn diese baulich von der Fahrbahn getrennt sind. Dabei muss auf Fußgänger besonders Rücksicht genommen werden und es ist beispielsweise auch die Geschwindigkeit zu reduzieren, wenn ein Fußgänger gefährdet wäre. 

Ab dem vollendeten 10. Lebensjahr dürfen sie Gehwege nicht mehr benutzen und müssen auf Radwegen oder der Fahrbahn fahren. Wird eine Fahrbahn überquert, so müssen Kinder und deren begleitende Aufsichtsperson vom Fahrrad absteigen.  

Nutzer die nach "Kinderfahrräder" gesucht haben, interessierten sich auch für:
Nach oben