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Ratgeber E-Bikes


Aktualisiert: 20.11.2018 | Autor: Tereza Kesslerová

Wissen kompakt

Sie möchten Ihre Fitness verbessern und gleichzeitig der Umwelt einen Gefallen tun? Dafür ist ein E-Bike das perfekte Mittel. Hierbei handelt es sich um ein elektrisches Fahrrad. Bei diesem werden Sie von einem Elektromotor unterstützt, wenn Sie in die Pedale treten. Dadurch ist das Fahren weniger mühevoll als bei gewöhnlichen Fahrrädern und macht es Ihnen möglich, selbst längere Strecken mit dem Rad zurückzulegen. Ein Großteil aller Autofahrten ist kürzer als 7,5 km. Anders als mit einem herkömmlichen Rad können Sie solche Strecken bequem auch mit einem Elektro-Fahrrad zurücklegen.

Es gibt unterschiedliche Typen, die sich nach ihrem Antrieb, ihrer Leistung in Watt (W) und dahingehend in den rechtlichen Vorschriften unterscheiden. 

Wir haben für Sie eine Übersicht erstellt: 

Typ Typ Höchstgeschwindigkeit (km/h) Max. Leistung (W) Helmpflicht Führerschein Versicherungskennzeichen
Pedelec ohne Anfahrhilfe
0 km/h ohne Treten 
25 km/h mit Treten 
250 W Nein Nein Nein
Pedelec mit Anfahrhilfe
6 km/h ohne Treten 
25 km/h mit Treten
250 W Nein Nein Nein
Schnelles Pedelec
20 km/h ohne Treten 
45 km/h mit Treten
500 W Ja Klasse AM Ja
E-Bike bis 20 km/h 20 km/h ohne Treten  500 W Nein Mofa Ja
E-Bike bis 25 km/h 25 km/h ohne Treten  1.000 W Ja Mofa Ja
E-Bike bis 45 km/h 45 km/h ohne Treten  4.000 W Ja Klasse AM Ja

Finden Sie mithilfe unseres Ratgebers das richtige Modell. Das Wichtigste haben wir für Sie kurz zusammengefasst:

  • Wählen Sie die passende Antriebsart aus. 
    Grundsätzlich wird zwischen E-Bikes und Pedelecs unterschieden. Pedelecs machen den Großteil des Marktes aus. Diese unterstützen den Fahrer lediglich beim Treten. Der Motor schaltet sich ab, sobald der Fahrer nicht mehr aktiv die Pedale tritt. Es gibt jedoch auch vereinzelt Modelle, die eine Anfahrhilfe bis zu 6 km/h bieten und daher den Fahrer auch ohne zu treten unterstützen. S-Pedelecs sowie unterschiedliche Typen von E-Bikes fahren auch ohne Treten mit hohen Geschwindigkeiten. Hier gelten andere gesetzliche Bestimmungen. Ein Roller- oder AM-Führerschein ist notwendig.  
    Weiter zu E-Bikes nach Antrieb 

  • Bedenken Sie auch den Einsatzzweck des Modells. 
    Je nach Fahrstil, Strecke und individuellem Anspruch sind unterschiedliche E-Bikes zu empfehlen. Für das gemütliche Fahren empfehlen sich eher Elektro-Cityräder oder Elektro-Cruiser. Sportlich ambitionierte Fahrer sollten dagegen zu einem Elektro-Mountainbike oder einem Elektro-Trekkingrad greifen. Menschen mit körperlichen Einschränkungen können dagegen von einem Elektro-Dreirad profitieren. Mit diesem fährt es sich wesentlich stabiler. 
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  • Achten Sie auf die richtige Größe. 
    Das Modell sollte zu Ihrer Körpergröße und Ihrem Fahrstil passen. Hinsichtlich der Größe sind 2 Faktoren entscheidend: die Laufradgröße und die Rahmenhöhe. Laufradgrößen hängen maßgeblich vom Fahrstil und Einsatzzweck ab. Die passende Rahmenhöhe wird dagegen proportional zur Körpergröße berechnet. 
    Weiter zur Größe

Kaufberater

Wir haben für Sie die wichtigsten Punkte für einen gezielten Kauf zusammengefasst. Je nach Vorlieben, Einsatzzweck und Fahrweise sollten Sie unterschiedliche Aspekte berücksichtigen. So können Sie problemlos das richtige Modell für sich finden. Schließlich handelt es sich um eine langfristige Investition. 

Beim Kauf sollten Sie sich fragen, für welchen Zweck und Fahrstil sie das Rad verwenden möchten. Auch ist die Art des Antriebs ein entscheidendes Leistungskriterium. 

Die Modelle lassen sich nach unterschiedlichen Merkmalen einteilen: 

E-Bikes nach Antrieb

E-Bikes unterscheiden sich in ihren Antriebsarten. Daraus ergeben sich Unterschiede in der Höchstgeschwindigkeit, Zulassung und Handhabung. Ein Elektro-Fahrrad kostet zwischen 500 € und 5.000 €. Es gilt jedoch, dass Sie für ein hochwertiges Modell zwischen 1.500 € und 3.000 € investieren sollten. Als Einsteiger können Sie auch bei günstigeren Modellen zugreifen. 

Grundsätzlich wird zwischen folgenden 2 Typen unterschieden: 

Pedelecs 

Ein Pedelec steht für Pedal Electric Cycle (Fahrrad mit elektrischer Tretunterstützung). Der Großteil des Marktes wird von diesem Typ bestimmt. Das Modell unterstützt den Fahrer durch einen zusätzlichen Motor – jedoch nur, wenn er die Pedale betätigt. Bei Pedal-Stillstand stoppt auch der Motor. Es gibt jedoch auch andere Varianten. 

Folgende Leistungsstufen sind üblich: 

  • Pedelec ohne Anfahrhilfe
    Bei Pedelecs ohne Anfahrhilfe liegt die Leistung des Motors bei maximal 250 W. Zudem unterstützt der Motor nur bis zu einer Fahrgeschwindigkeit von 25 km/h. Danach schaltet er sich automatisch ab. All diese Bedingungen haben einen rechtlichen Hintergrund. Nur so lässt sich ein Pedelec der Straßenverkehrsordnung nach als Fahrrad einordnen. Es gelten die gleichen Vorschriften wie bei Rädern. So gibt es keine zusätzliche Versicherungspflicht. Außerdem benötigen Sie keinen Führerschein. Auch herrscht zwar keine Helmpflicht, Sie sollten jedoch zu Ihrem eigenen Schutz einen Helm tragen. Pedelecs können Sie mit einem Kinderanhänger fahren. 
  • Pedelec mit Anfahrhilfe
    Es gibt zusätzlich auch Pedelecs mit einer Anfahrhilfe. Bei diesen unterstützt der Motor den Fahrer bis zu einer Geschwindigkeit von 6 km/h auch ohne Treten. Ansonsten gelten die gleichen Regelungen und Bestimmungen wie bei einem Pedelec ohne Anfahrhilfe.
  • S-Pedelec 
    Weiterhin gibt es noch das sogenannte S-Pedelec (Schnelles Pedelec). Dieses hat eine maximale Motorleistung von 500 W. Es fährt ohne zu treten bis zu 20 km/h. Treten Sie mit, unterstützt der Motor eine Geschwindigkeit von maximal 45 km/h. Rechtlich handelt es sich bei S-Pedelecs um Kleinkrafträder. Es gelten andere Regelungen als bei Fahrrädern. Ein Führerschein der Klasse AM (Rollerführerschein) ist Grundvoraussetzung. Ein Versicherungskennzeichen sowie das Tragen eines Helmes sind Pflicht. 
Pedelecs eignen sich für Sie, wenn Sie viel Rad fahren und über längere Strecken auch einmal zusätzliche Unterstützung benötigen. Gerade für Pendler erweist sich dies als Vorteil. Wenn Sie in einer hügeligen Umgebung wohnen oder oft mit viel Gepäck fahren, ist die Motorunterstützung zusätzlich ein Pluspunkt. Auch bei sportlichen Radtouren kann der Fahrer so seine Kraftreserven besser einteilen. 

S-Pedelecs sind eher für Fortgeschrittene zu empfehlen, die das Rad anstelle eines Rollers nutzen möchten. Die Modelle sind weitaus seltener und das Angebot entsprechend kleiner. 

E-Bikes
E-Bikes bieten im Gegensatz zu Pedelecs eine Motorunterstützung, auch wenn der Fahrer nicht zusätzlich in die Pedale tritt. Dafür ist meist ein Gas- bzw. Beschleunigungshebel integriert. Die Modelle sind jedoch ab einer Geschwindigkeit über 6 km/h zulassungspflichtig. Sie unterliegen anderen gesetzlichen Regelungen als Fahrräder. Dieser Typ ist weitaus seltener als das Pedelec. Sie spielen auf dem Markt nur eine untergeordnete Rolle. 
Es gibt sie in verschiedenen Leistungsstufen: 
  • E-Bike bis 20 km/h 
    Mit Modellen dieser Klasse können Sie ohne zu treten eine Geschwindigkeit bis zu 20 km/h fahren. Ihre maximale Motorleistung liegt bei 500 W. Diese Räder gelten als Leichtmofas und Sie benötigen dafür einen Mofa-Führerschein. Eine Helmpflicht besteht nicht. Jedoch müssen die Modelle ein Versicherungskennzeichen aufweisen. Außerorts dürfen Sie die Bikes auf Radwegen nutzen, innerorts nur, falls diese mit „E-Bike frei“ gekennzeichnet sind. Kinderanhänger sind bei diesen Modellen nicht erlaubt. 
  • E-Bike bis 25 km/h 
    Motoren dieser Varianten unterstützen maximal eine Geschwindigkeit von 25 km/h, ohne dass Sie selbst zusätzlich treten müssen. Die Motorleistung ist auf 1.000 W beschränkt. Ansonsten gelten die gleichen Regelungen wie beim E-Bike bis 20 km/h mit dem Zusatz, dass eine Helmpflicht besteht.
  • E-Bike bis 45 km/h
    Modelle, die bis zu 45 km/h ohne Tretunterstützung fahren, gelten als sogenannte Kleinkrafträder. Sie benötigen daher einen Führerschein der Klasse AM. Auch ein Helm ist Pflicht. Außerdem müssen Sie ein Versicherungskennzeichen anbringen. Fahrradwege dürfen Sie mit diesem Modell nicht nutzen. Zudem sind Kinderanhänger nicht gestattet. 

Elektro-Räder eignen sich vor allem für Sie, wenn Sie trotz eingeschränkter Beweglichkeit weiterhin mobil bleiben möchten. Benötigen Sie eine Pause, können Sie durch den Motorantrieb auch ohne Treten entspannt weiterfahren. Auch wenn Sie mit Ihrem Rad regelmäßig große Strecken zurücklegen und gelegentlich Entlastung brauchen, profitieren Sie von einem E-Bike. Es handelt sich um einen idealen Kompromiss zwischen Mofa und Fahrrad. 

E-Bikes nach Zielgruppe

Abgesehen von ihrem Einsatzzweck unterscheiden sich die Typen in ihrer Zielgruppe.

Folgende Einteilung ist möglich: 

Jedoch können beide Typen von allen genutzt werden. Die Bauform der Modelle ist nur prototypisch. Entscheiden Sie sich je nach Vorliebe.

Damen-E-Bikes

Ein Damen-E-Bike erkennen Sie daran, dass das Oberrohr des Rahmens tiefer liegt als bei Modellen für Herren. Dies erleichtert den Aufstieg auf das Fahrrad. 

Die Konstruktion hat historische Gründe: Früher trugen Frauen sehr lange Röcke. Entsprechend war es mit dieser Kleidung nicht möglich, ein klassisches Herrenrad zu fahren. Heutzutage können Damen-E-Bikes von jedem genutzt werden, der sich einen leichteren Einstieg auf das Rad wünscht. Schätzen Sie einen hohen Komfort, profitieren Sie hier besonders. 

Nachteilig ist jedoch, dass diese Modelle oftmals ein höheres Gewicht haben. Dies erschwert das präzise Lenken. Das Gewicht hängt jedoch auch vom jeweiligen Einsatzzweck ab, für den das Rad konzipiert ist. Diese E-Bike-Typen sind eher für eine gemütliche Fahrweise geeignet. Für sportlich Ambitionierte ist dieser Typ eher nicht zu empfehlen. 

Preislich liegen diese Modelle zwischen 600 € und 4.000 €.

Herren-E-Bikes

Ein Herren-E-Bike zeichnet sich durch einen hohen Fahrradrahmen aus. Das Gewicht ist oft geringer als das eines Modells für Damen. Dies erleichtert die Lenkung. Daher ist ein Herren-Modell die richtige Wahl, wenn der Fokus auf eine sportliche Fahrweise gelegt wird. Leistung und Belastbarkeit stehen im Vordergrund. Auch wenn Sie beispielsweise häufig schwere Lasten transportieren, ist die leichte Bauweise ein Pluspunkt. Natürlich ist das Gewicht zusätzlich vom Produkttyp nach Einsatzzweck abhängig. 

Ein Nachteil ist, dass der Aufstieg erschwert ist. Für Fahrer, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, ist dieser Typ nicht zu empfehlen.

Herren-E-Bikes kosten zwischen 800 € bis 6.000 €.

E-Bikes nach Einsatzzweck

Je nach Einsatzweck unterscheiden sich E-Bikes grundsätzlich. Fahrstil, Sportlichkeit und Fahrstrecken sind ausschlaggebend für die Auswahl. 

Folgende Typen sind erhältlich: 

Elektro-Cityräder

Elektro-Cityräder haben meist eine Rahmenform, bei der das Oberrohr tiefer liegt oder nicht vorhanden ist. Dadurch können Sie besonders einfach auf- und absteigen. In Kombination mit einem hohen Lenker nehmen Sie außerdem eine komfortable und aufrechte Sitzposition ein. 

Die Enden des Lenkers sind meist gekrümmt und ermöglichen eine ergonomische Stellung der Hände. Dadurch werden Schmerzen in den Händen beim Fahren vermieden. E-Citybikes haben ein vergleichsweise hohes Gewicht. Dies erschwert das Tragen. 

Zur Ausstattung gehört ein stabiler Gepäckträger vorne oder hinten. An diesem lassen sich Körbe befestigen. 

Ein Elektro-Cityrad ist der ideale Begleiter für den Alltag. Es eignet sich am besten für kurze und mittlere Wege. Gerade für den Innenstadt-Verkehr sind diese Modelle gut geeignet. Wer jedoch sportlich ambitionierter ist, kommt mit diesem Modell schnell an seine Grenzen. 

Preislich liegen Elektro-Cityräder zwischen 600 € und 4.000 €. 

Elektro-Crossbikes 

Elektro-Crossbikes sind für befestigte und unebene Streckenabschnitte gleichermaßen ausgelegt. Die Modelle sind sehr leicht im Gewicht, sodass die Bikes eine hohe Geschwindigkeit erreichen können. Das Rahmenmaterial ist robust. Es gewährleistet damit die Stabilität auf anspruchsvollem Gelände. Die Sitzposition ist leicht nach vorne gestreckt. Dies entlastet nicht nur den Rücken, sondern sorgt auch für aerodynamische Vorteile. 

E-Crossbikes haben meist keinen Gepäckträger. Sie eignen sich daher weniger für den Transport von Lasten.

Diese Modelle sind ideal für eine sportlich, agile Fahrweise. Wechseln Sie häufig zwischen langen Pendelstrecken und unbefestigtem Gelände, sind Sie mit einem E-Crossbike gut beraten. Besitzen Sie jedoch sehr hohe sportliche Ambitionen stoßen Sie hier an Ihre Grenzen. 

Für ein Elektro-Crossbike müssen Sie zwischen 1.500 € und 3.000 € investieren. 

Elektro-Cruiser

Elektro-Cruiser stechen durch ihre charakteristische Rahmenform heraus. Diese ist sehr niedrig und geschwungen. Bei manchen Modellen ist zudem eine Doppelbrückengabel üblich. Diese erhöht die Stabilität, aber auch das Gewicht des Rahmens. Ferner zeichnen sich Cruiser durch dicke Ballonreifen aus. Im Zusammenspiel mit der Doppelbrückengabel gleichen diese Unebenheiten auf der Straße gut aus. Sie können mit diesen Modellen auch problemlos über Pflasterwege oder Bordsteine fahren. 

Meist haben Elektro-Cruiser keinen Gepäckträger. Einige wenige sind jedoch mit einem ausgestattet. 

Die Cruiser sind ideal für gemütliches Fahren im urbanen Raum. Unebenheiten gleichen sie durch ihre Gesamtkonstruktion problemlos aus. Für eine ambitionierte, sportliche Fahrweise sind sie hingegen weniger geeignet. 

Die Modelle kosten zwischen 1.500 € und 3.500 €.

Elektro-Dreiräder 

Ein Elektro-Dreirad hat 3 Räder: 2 Hinterräder und 1 Vorderrad. Es bietet eine tiefere Sitzposition. Dies ermöglicht einen leichten Aufstieg und eine sichere Fahrweise. Selbst auf unebenen Untergründen besitzt das Rad eine sehr gute Stabilität. Bei einem kurzen Stopp, wie an einer Ampel, müssen Sie außerdem nicht gleich absteigen. 

E-Dreiräder sind häufig mit mehr als einem Gepäckträger ausgestattet. Auch bieten die Gepäckträger eine größere Fläche und ermöglichen damit das Anbringen von Körben mit größerem Stauraum. Somit können Sie auch Einkäufe oder dergleichen problemlos transportieren. 

Diese Modelle fahren wesentlich stabiler als herkömmliche Varianten. Sie eignen sich für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen und Gleichgewichtsproblemen. Sie sind auf einen gemütlichen, sicheren Fahrstil ausgelegt. 

Preislich liegen die Modelle in einem Bereich zwischen 1.500 € und 2.500 €.

Elektro-Klappräder

Ein Elektro-Klapprad (oder auch Elektro-Faltrad) weist eine kompakte Bauweise auf. Die Modelle haben einen wesentlich kleineren Rahmen. Sattel und Lenker lassen sich jedoch an die jeweilige Körpergröße anpassen. 

Das Besondere ist vor allem der Klappmechanismus. Dieser ist meist mitten im Rahmen untergebracht. Sie können diese elektrischen Räder zur platzsparenden Aufbewahrung einfach zusammenklappen. Der vordere Teil wird dabei nach hinten geklappt. 

Manche Modelle verfügen über mehrere Faltscharniere. Meist lassen sich Vorder- und Hinterrad zum Rahmen hin klappen. Damit können Sie das Modell sehr kompakt zusammenlegen und es somit auch einfacher, etwa in Bus und Bahn, transportieren.

Tipp

Achten Sie beim Kauf darauf, dass sich die mechanischen Komponenten leicht bedienen lassen. Nutzen Sie dafür am besten die Bewertungen und Testberichte auf unserer Seite. Die Hebel und Knöpfe sollten griffig und groß sein. Idealerweise sollte sich der Klappmechanismus ohne Werkzeug bedienen lassen. Falls Sie Werkzeug benötigen, verstauen Sie es am besten in einer kleinen Tasche direkt am Rad.

Der Nachteil von Elektro-Klapprädern ist, dass diese nicht ganz spurtreu fahren, da die Räder nicht so groß sind. Auch sind die Modelle vergleichsweise teurer. 

Klappräder eignen sich für Sie, wenn Sie für das Rad nur einen kleinen Stellplatz zur Verfügung haben oder weil Sie dieses beispielsweise in der Wohnung abstellen müssen. 

Auch wenn Sie das Bike nur für Teilstrecken verwenden und dieses häufig in Bus und Bahn mitnehmen müssen, profitieren Sie von der kompakten Größe. Deshalb sind E-Klappräder bei Pendlern äußerst beliebt. 

Preislich liegen die Modelle zwischen 600 € und 2.500 €.

Elektro-Rennräder

Das E-Rennrad, oder auch E-Speedbike, ähnelt zunächst einem herkömmlichen Rennrad ohne Motorenantrieb. Es hat ebenfalls den typisch nach unten gebogenen Lenker. Allerdings ist der Rahmen deutlich stabiler gebaut, was der Unterbringung des Motors geschuldet ist. E-Rennräder sind vor allem für sehr lange Strecken ausgelegt. 

Profi-Sportler werden es sich vermutlich nicht nehmen lassen, die Strecken ohne Motorunterstützung zurückzulegen. Mit dem Elektro-Rennrad erhalten jedoch auch ehemalige Profis in betagterem Alter die Chance, weiterhin ihrem Lieblingssport nachgehen zu können.

Motorisierte Rennräder erhalten Sie zu Preisen zwischen 2.500 € und 7.000 €.

Elektro-Mountainbikes 

Elektro-Mountainbikes sind für den Einsatz in offenem Gelände konzipiert. Das Bike muss nicht nur gut bergauf fahren können, sondern auch bergab die notwendige Stabilität und Sicherheit gewährleisten. Daher sind diese Modelle robust und kompakt in der Bauform. Der Rahmen ist äußerst stabil und die Reifen meist etwas breiter sowie grobstollig, also haben ein grobes Profil. 

Bei E-MTB wird zwischen Fully- und Hardtail-Modellen unterschieden: 

  • Fully
    Diese Modelle sind für anspruchsvolle Fahrer ideal. Sie weisen eine Federung am hinteren und vorderen Rad auf. Die Modelle geben also Unebenheiten auf dem Rad nach. Stöße werden besser abgefedert und die Wirbelsäule dadurch entlastet. Auch haben die Modelle eine bessere Bodenhaftung. Das Fahrgefühl ist bei E-Fullys besser und das schnelle Fahren stabiler. Mit diesem Bike haben Sie außerdem mehr fahrtechnische Möglichkeiten. Jedoch sind sie meist kostspieliger. Das erhöhte Gewicht spielt bei E-Mountainbikes kaum eine Rolle.
  • Hardtail 
    E-Hardtails haben einen ungefederten bzw. ungedämpften Hinterbau. Der Rahmen ist dadurch wesentlich steifer. Dies optimiert die Kraftausübung. Ein Hardtail ist eher als Ausdauergerät gedacht und eignet sich nicht für steiniges oder unebenes Gelände. Mit diesem Bike können Sie schnelle Radtouren unternehmen. Die Modelle sind zudem leichter im Gewicht. Ein weiterer Vorteil ist der geringere Preis. 

Meist sind Elektro-Mountainbikes nicht verkehrssicher und haben zudem keinen Gepäckträger, da sie nicht auf üblichen Radwegen bzw. im Straßenverkehr gefahren werden. Die entsprechende Ausstattung wie Klingel oder Licht können Sie meist nachrüsten.

E-Mountainbikes sind vor allem für Sie geeignet, wenn Sie in anspruchsvollen Strecken die Herausforderung suchen. Sie bieten für Fahrer, die Spaß am Geländefahren haben, die notwendige Unterstützung.

Die Modelle sind für 1.000 € bis 5.000 € erhältlich.

Elektro-Trekkingräder

Ein Elektro-Trekkingrad ist für längere Radtouren in unterschiedlichem Gelände konzipiert. Es ist in ihrer Bauform sehr robust. Auf diesem Rad können Sie eine tourentaugliche Sitzposition einnehmen. Durch die gestreckte Haltung wird Ihre Wirbelsäule entlastet. 

Grundsätzlich sind E-Trekkingbikes den E-Mountainbikes sehr ähnlich, was die sportliche Sitzposition und allgemeine Ausrichtung betrifft. Beide eignen sich für eine sportliche Fahrweise. Der Unterschied ist jedoch, dass der Rahmen und auch die Reifen weitaus dünner ausfallen. 

Außerdem sind die Räder auch für den normalen Straßenverkehr gerüstet und daher mit einer Lichtanlage ausgestattet. Auch Gepäckträger sind üblich. 

Unternehmen Sie regelmäßig lange Radtouren und benötigen dafür ein zuverlässiges Bike, kann sich die Anschaffung eines Elektro-Trekkingrades lohnen. Die Modelle sind gut für Pendelstrecken, sportliche Touren und Ausflüge geeignet. Nur in offenem Gelände kommen sie schnell an ihre Grenzen.

Für ein E-Trekkingbike müssen Sie zwischen 700 € und 5.000 € ausgeben. 


Größe

Die Größe sollte ideal auf den Fahrer und dessen Ansprüche abgestimmt sein. Machen Sie sich daher vor dem Kauf Gedanken, welche am besten zu Ihnen passt. 

Die Größe spielt bei folgenden 2 Bauteilen eine Rolle:

Laufrad

Die Laufradgröße sollte auf Ihr Fahrverhalten abgestimmt sein. Denn sie hat einen maßgeblichen Einfluss auf die Bodenhaftung, Agilität und Fahrweise. Grundsätzlich wird diese in Zoll (″) angegeben. 1″ entspricht 2,54 cm. Einige Hersteller geben jedoch die Laufradgröße in Millimeter an. 

Folgende Laufradgrößen sind am gängigsten:

  • 26-Zoll
    26-Zoll-Laufräder besitzen eine höhere Agilität, Präzision und Stabilität. Auch sind sie steif. Die Kraftumsetzung ist daher optimal. Mit den 26-Zoll-Laufrädern können Sie daher gut beschleunigen. Insgesamt haben Sie als Fahrer hinsichtlich Geschwindigkeit und Bremsverhalten etwas mehr Kontrolle. Ein Nachteil ist jedoch, dass die Modelle weniger Laufruhe bieten.
  • 27,5-Zoll
    27,5″ große Laufräder werden auch als 650B-Räder bezeichnet. Sie unterscheiden sich nur wenig von 26-Zoll-Laufrädern und bieten ebenfalls eine hohe Wendigkeit und Genauigkeit bei der Übersetzung. Jedoch verfügen die Modelle über mehr Laufruhe als die 26-Zoll-Laufräder. Dafür sind sie auch etwas schwerer. Im Trend sind auch die sogenannten 27,5-Zoll-Plus-Laufräder, auch 27,5+, B+ oder 650-Plus genannt. Diese sind zusätzlich breiter und sorgen damit für mehr Grip. Dies erhöht jedoch auch das Gewicht.
  • 28-Zoll
    28-Zoll-Laufräder werden auch als 700C-Räder bezeichnet. Diese bieten einen guten Kompromiss zwischen Abrollverhalten und Laufruhe. Die Größe ist weitverbreitet und daher Standard bei unterschiedlichen E-Bike-Typen. Auch die Ersatzteile sind hier günstig und einfach erhältlich.
  • 29-Zoll
    29-Zoll-Laufräder besitzen gute Rolleigenschaften und Grip. Daher eignen sich die Räder für Touren und Bergauffahrten. Auch bei Hindernissen und Unebenheiten im Gelände zeigen sie deutlich mehr Laufruhe. Ein Nachteil ist jedoch, dass sie weniger wendig sind. Das höhere Gewicht erschwert zudem das Bremsen. 
Rahmen

Eine zentrale Angabe für die Größe eines Elektro-Fahrrads ist die Rahmenhöhe. Grundsätzlich gilt: Die Rahmenhöhe sollte in Relation zur Schrittlänge stehen. Sie wird meist in Zoll angegeben.

Wir haben für Sie die passenden Rahmengrößen je nach E-Bike-Typ und Körpergröße zusammengestellt: 

Körpergröße  Rahmengröße Elektro-Trekkingrad/-Cityrad Rahmengröße Elektro-Crossbike Rahmengröße Elektro-Cruiser Rahmengröße Elektro-Mountainbike 
155–165 cm
18–19" 
45,7–48,3 cm
16–17"
40,6–43,2 cm
16–19"
40,6–48,3 cm
14–15"
35,6–38,1 cm
165–170 cm
19–20"
48,3–50,8 cm
17"
43,2 cm
19–20"
48,3–50,8 cm
15–16"
38,1–40,6 cm
170–175 cm
20–21"
50,8–53,3 cm
17–19"
43,2–48,3 cm
20–21"
50,8–53,3 cm
16–17"
40,6–43,2 cm
175–180 cm
22–23"
55,9–58,4 cm
19–21"
48,3–53,3 cm
21–23"
53,3–58,4 cm
17–18"
43,2–45,7 cm
180–185 cm
23–24"
58,4–61 cm
21"
53,3 cm
23–24"
58,4–61 cm
18–19"
45,7–48,3 cm
185–190 cm
24–25"
61–63,5 cm
21–23"
53,3–58,4 cm
24–25"
61––63,5 cm
19–21"
48,3–53,3 cm
190–195 cm
25–26"
63,5–66 cm
23–24"
58,4–61 cm
25–26"
63,5–66 cm
21–22"
53,3–55,9 cm
195–200 cm
26"
66 cm
24"
61 cm
26"
66 cm
22–23"
55,9–58,4 cm

Hierbei handelt es sich jedoch nur um eine Empfehlung. Je nach Fahrweise und E-Bike-Typ können sich individuelle Präferenzen ergeben.

Shopping Tipp

Schwanken Sie zwischen 2 Rahmenhöhen, gibt es folgende Hilfestellung: Bevorzugen Sie eine agilere bzw. sportlichere Fahrweise, wählen Sie die kleine Größe aus. Wenn Sie jedoch mehr Komfort und Laufruhe wünschen, wählen Sie die größere Rahmenhöhe. 


Elektromotor

An welcher Stelle sich der Motor befindet, hat einen maßgeblichen Einfluss auf das Fahrverhalten. Es gibt hierbei 3 Varianten: Mittelmotor, Heckmotor und Frontmotor. 

Wir haben die wichtigsten Vor- und Nachteile der jeweiligen Stellen für Sie zusammengefasst:

  • Mittelmotor
    Ein Mittelmotor ist über den Pedalen mittig im Tretlager montiert. Dies ermöglicht eine optimierte Gewichtsverlagerung. Das Fahrgefühl von Modellen mit Mittelmotor kommt dem eines normalen Fahrrads am nächsten. Ein Vorteil ist auch, dass ein Mittelmotor weniger störanfällig ist. Dies ergibt sich aus den verkürzten Kabelwegen. Es gibt jedoch auch Nachteile: Die Belastung für die Fahrradkette ist höher. Zudem ist die Rahmenkonstruktion sehr aufwendig. Räder mit Mittelmotor können nicht einfach nachgerüstet werden. Auch sind sie teurer.
  • Heckmotor
    Ein Heckmotor ist am Hinterrad angebracht. Der zusätzliche Schub kommt also vom Hinterrad, was sich positiv auf Fahrdynamik und Laufruhe auswirkt. Dieser Motortyp ermöglicht durch die direkte Kraftausübung eine sehr dynamische Fahrweise. Dies sorgt selbst auf rutschigem Untergrund für Stabilität. Daher ist der Motor bei sportlichen Fahrern beliebt. Bei diesem ist es möglich den Akku durch das Treten wieder aufzuladen. Grundsätzlich hält sich der Verschleiß der Antriebsteile in Grenzen. Jedoch ist der Einbau komplexer. Beim Wechsel des Hinterrads muss der Motor komplett entkabelt werden. Durch den nach hinten gelagerten Schwerpunkt ist das Rad sehr hecklastig. Dadurch können Sie es schwerer tragen.
  • Frontmotor
    Ein Frontmotor ist am Vorderrad montiert. Diese Variante ist günstig und bei Einsteiger-Modellen zu finden. Ein weiterer Vorteil ist der geringe technische Aufwand beim Nachrüsten, falls Sie den Motor selbst austauschen möchten. Der Reifenschlauch kann bei einer Panne problemlos gewechselt werden. Auch die Gewichtsverteilung ist besser im Vergleich zu den anderen Typen. Zudem lässt sich dieser Motortyp mit allen Gangschaltungen und auch einer Rücktrittbremse kombinieren. Nachteilig ist jedoch, dass die Gabel stark belastet ist. Auf dieser lastet durch den Frontmotor ein höherer Druck. Auch kann der Frontmotor das Lenkverhalten beeinflussen. Die Bodenhaftung ist etwas schlechter. Auf rutschigem Untergrund ist sogar ein Durchdrehen des Vorderrades möglich. Für Offroad-Fahrten empfiehlt sich ein Frontmotor daher nicht. 

Akku

Der Akku unterstützt Sie tatkräftig beim Fahren. Dabei gibt es aber einige Unterschiede in der Leistungsfähigkeit der verschiedenen Akkus, ob beispielsweise der sogenannte Memory-Effekt auftritt. Wir erklären Ihnen, welche Akku-Typen es gibt und worauf Sie achten müssen, damit er möglichst lange durchhält.

Wissenswert

Memory-Effekt bezeichnet den Verlust von Kapazität, der durch häufiges Teilentladen zustande kommt. Der Akku merkt sich quasi, wie viel Energie vor dem Aufladen verbraucht wurde und stellt über die Zeit nur noch diese Menge an Energie bereit.

Zu beachten sind beim Akku folgende Aspekte:

Akku-Typen

Überlegen Sie, was Sie von einem Akku im Hinblick auf seine Lebensdauer und seine Energiedichte erwarten.

Es gibt 2 unterschiedliche Akku-Typen auf dem Markt:

  • Nickel-Metallhydrid-Akkus
    Zwar lässt dieser Akku-Typ nur 800 Ladevorgänge zu, dafür ist hier eine höhere Energiedichte vorhanden. Dadurch kann der NiMH-Akku bei gleichem Gewicht mehr Energie speichern. Sie sind also leichter als andere Akkus mit gleicher Leistung. Hier kommt allerdings der Batterieträgheitseffekt vor, der zu einer Leistungsminderung führt. 
  • Lithium-Ionen-Akkus
    Eine noch höhere Energiedichte weist dieser Akku-Typ auf, er ist damit der leichteste. Hier wird auch der Memory-Effekt vermieden. Heutzutage sollte ein Li-Ionen-Akku Standard sein, da er am effizientesten arbeitet und viele negative Nebeneffekte anderer Typen vermeidet, wie neben dem Memory-Effekt z. B. auch eine Überladung. Im Gegensatz zu anderen Typen sind bei diesen Akkus Teilentladungen nicht nur unschädlich, sondern sogar von Vorteil. Warten Sie deswegen nicht, bis der Akku komplett leer ist, um ihn aufzuladen. So schonen Sie seine Elektroden und tragen zu einer verlängerten Lebenszeit bei.
Akku-Reichweite

Grundsätzlich ist die Reichweite abhängig von der Akkuleistung. Sie wird aber auch beeinflusst vom Untergrund, von der Steigung, von Ihrer eigenen Muskelkraft, von den Windverhältnissen sowie von Ihrem eigenen Gewicht und dem des Gepäcks. 

Die Kapazität des Akkus wird in Amperestunden (Ah) beschrieben. Je höher die Amperestundenzahl, desto höher die Reichweite. Eine steigende Reichweite führt allerdings zu einem steigenden Gewicht und Preis. Passen Sie deswegen die Kapazität an Ihre Fahrgewohnheiten an. Eine hohe Kapazität ist nicht sinnvoll, wenn Sie lediglich kürzere Strecken fahren. Gleichzeitig kann es frustrierend sein, wenn Sie gern ausgiebige Touren unternehmen, für die die Akkuladung nicht ausreicht. 

Shopping Tipp

Wenn Sie öfter lange Strecken fahren, können Sie sich einen Ersatz-Akku zulegen. Diesen setzen Sie dann ein, sobald der erste leergefahren ist. 


Gangschaltung

Die Schaltung ermöglicht die Anpassung an unterschiedliche Streckenneigungen. Hohe Gänge eignen sich für ebene, fallende Strecken. Niedrige Gänge nutzen Sie für ansteigende Strecken. Die Art der Gangschaltung kann sich durchaus unterscheiden. Die Wahl ist abhängig von Ihrem persönlichen Fahrstil und dem Einsatzzweck. 

Es gibt 3 unterschiedliche Schaltsysteme: 

Kettenschaltung

Eine Kettenschaltung setzt sich aus Zahnrädern, Ritzel und Umwerfer zusammen. Ein Umwerfer lenkt die Kette von einem Zahnrad auf das andere. 

Die Schaltung bietet eine sehr hohe Übersetzung, also eine hohe Abstufung der einzelnen Gänge. Es gibt meist mehr Gänge als bei einer Nabenschaltung. Auch kann die Kettenschaltung eine große Krafteinwirkung gut vertragen. Sie kann bei E-Bikes das höchste Drehmoment verarbeiten. Somit lässt sie sich mit starken Motoren kombinieren. Das ist für Bergetappen wichtig. Für E-Mountainbikes ist diese daher die richtige Wahl. 

Die Kettenschaltung eignet sich vor allem für eine sportliche, herausfordernde Fahrweise. Sie wird vorzugsweise in bergigen Gebieten genutzt. 

Grundsätzlich ist der Wartungsaufwand bei einer Kettenschaltung größer als bei einer Nabenschaltung. Gerade die Ritzel und die Kettenblätter nutzen sich schneller ab.

Nabenschaltung

Die Nabenschaltung funktioniert mittels eines Planetengetriebes. Dieses besteht aus mehreren Zahnrädern, die sich um ein Zentralrad in der Mitte des Getriebes drehen. Eine Nabenschaltung kommt ohne Kettenblatt und Ritzel aus. 

Das Schalten erfolgt hier intuitiv und komfortabel. Es lässt sich auch ohne Treten schalten. Der Übersetzungsbereich, d.h. die Abstufung der Gänge, ist vergleichsweise kleiner als bei der Kettenschaltung. Die Nabenschaltung ist in Kombination mit leistungsstarken Motoren etwas überfordert. Das Drehmoment des Motors muss hier vom Hersteller gedrosselt werden. 

Grundsätzlich eignet sich die Nabenschaltung eher für flache, weniger fordernde Strecken. Sie ist also vor allem für Alltags- und Stadtfahrten eine beliebte Alternative. 

Die Nabenschaltung ist sehr verlässlich und leicht zu warten.

Elektronische Schaltung

Elektronische Schaltungen erkennen anhand der Trittfrequenz, also dem Pedaldruck und der Geschwindigkeit, ob gerade die optimale Übersetzung vorliegt. Daraus gibt das System Schaltempfehlungen. Der Gangwechsel erfolgt nicht über Bowdenzüge, sondern mithilfe von Servomotoren. Dies erhöht die Präzision und verhindert ein Rattern beim Schalten.  

Der Vorteil einer elektrischen Schaltung ist, dass diese ideal auf den E-Bike-Motor abgestimmt ist. Wenn eine Gangschaltung ansteht, kommuniziert das Schaltsystem diese an den Motor. Dieser drosselt dann kurz seine Antriebskraft. Der Schaltvorgang findet ohne Last statt. Dadurch ergibt sich ein harmonischer, genauer Übersetzungswechsel. 

Eine elektronische Schaltung eignet sich für eine sportliche Fahrweise, erfreut sich jedoch auch unter Alltagsfahrern zunehmender Beliebtheit. Sie bietet höchste Präzision, Reaktionsfähigkeit und Ausfallsicherheit. Der Fahrkomfort wird somit deutlich erhöht.

Jedoch hat diese Variante auch Nachteile: Sie ist teurer und wartungsintensiver.


Sicherheit

Sicherheit geht beim Fahren vor. Wie ein Fahrrad ausgestattet sein soll, um dies zu gewährleisten, ist auch in der Straßenverkehrsordnung (StVO) und der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) geregelt. 

Achten Sie beim Kauf auf folgende Aspekte: 

Bremse

Damit Sie sicher das Tempo drosseln oder gar anhalten können, sind die Bremsen von hoher Bedeutung. 

Es lassen sich 3 unterschiedliche Typen unterscheiden: 

  • V-Brakes/V-Bremsen
    V-Bremsen sind mittlerweile die gängigsten Bremsen. Ein Hauptgrund ist, dass sie sehr günstig sind. Das Abbremsen erfolgt mittels Seilzug. Die Griffe am Lenker sind mit der Radbremse verbunden. V-Brakes bieten eine gute Bremswirkung bei trockenen Bedingungen. Zudem erhöhen sie nicht zusätzlich das Gewicht. Die Wartung gestaltet sich leicht, muss jedoch regelmäßig erfolgen. Den Seilzug sollten Sie spätestens alle 2 Jahre austauschen.
  • Hydraulische Felgenbremsen
    Seltener sind bei Elektro-Bikes hydraulische Felgenbremsen. Betätigen Sie den Bremshebel, wird nicht komprimierbares Öl in den Bremskolben geleitet. Darin entsteht Druck, durch den sich die Bremsklötze an die Felge pressen und das Rad abbremsen. Die Wartung ist aufgrund des verwendeten Öls aufwendiger. Jedoch nutzt sich das System nicht so schnell ab. Ferner greifen die Bremsen schneller und besser. Gerade für sportlich ambitionierte Fahrer sind hydraulische Felgenbremsen eine interessante Option. 
  • Scheibenbremsen
    Scheibenbremsen sind in letzter Zeit bei herkömmlichen Fahrrädern und auch bei E-Bikes stark im Kommen. Bei diesen drücken 2 Bremsbeläge auf die Bremsscheibe. Dieses System hat mehrere Vorteile: Der Mechanismus bietet eine deutlich längere Lebensdauer und ist auch stärker belastbar. Ein Nachteil ist jedoch, dass sich das Gewicht erhöht. Als Fahrer müssen Sie mit einem erhöhten Kraftaufwand rechnen. 
Beleuchtung

Neben funktionierenden Bremsen ist eine gute Beleuchtung wichtig für Ihre Sicherheit. Nur so können Sie bei schlechten Sichtverhältnissen frühzeitig wahrgenommen werden und selbst bei Dunkelheit besser sehen. Es gibt für die Leuchtkraft, Farbe und Anbringung der Beleuchtung Vorschriften nach der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung. 

Wir haben für Sie die wichtigsten Regelungen zusammengefasst: 

  • Vorderbeleuchtung 
    Die Frontscheinwerfer haben eine Beleuchtungsstärke von mindestens 10 Lux. Sie müssen mindestens aus 10 m leuchten. Sie sollten Sie etwa in einer Höhe von 400 mm bis 1.200 mm anbringen.
  • Heckbeleuchtung
    Das Rücklicht muss nach Gesetz einen Abstrahlwinkel von 220° haben. Die Montage-Höhe sollte bei 250 mm bis 1.200 mm liegen. 

Es gibt auch Sonderfälle. Seit dem Jahr 2017 herrscht für S-Pedelecs Dauerlichtpflicht. Dies gilt jedoch nur für ab diesem Jahr produzierte Elektrofahrräder. Entsprechend sind Sie bei älteren Modellen nicht verpflichtet nachzurüsten. Außerdem besitzen E-Mountainbikes keine Beleuchtung, da sie für das offene Gelände und nicht für den Straßenverkehr angedacht sind. Möchten Sie diese im Straßenverkehr nutzen, müssen Sie nachrüsten. 

Reflektoren

Bei E-Bikes sind wie bei herkömmlichen Fahrrädern zusätzliche Reflektoren Pflicht. Bei diesen handelt es sich um eine passive Beleuchtung. Wird das Rad von einem anderen Verkehrsteilnehmer angestrahlt, ist es so leichter zu erkennen. 

An der Vorderseite sind weiße Reflektoren Pflicht. An der Rückseite müssen Sie dagegen rote anbringen. Auch an den Pedalen sind jeweils 2 gelbe Reflektoren vorgeschrieben. Komplettiert wird das ganze durch die gesetzlich vorgeschriebenen gelben Seitenreflektoren. 

Schloss

Viele Pedelecs und E-Bikes sind inzwischen mit einem Rahmenschloss ausgestattet. 

Zuweilen ist dies so konzipiert, dass Sie es mithilfe einer App auf Ihrem Smartphone öffnen und schließen können. Sie brauchen sich also weder einen Code zu merken, noch über einen vergessenen oder verlegten Schlüssel zu ärgern. 

Außerdem erhalten Sie eine Nachricht auf Ihr Mobiltelefon, falls sich ein Unbefugter an dem Schloss zu schaffen machen sollte.

Bedenken Sie

Ein Rahmenschloss reicht nicht aus, um Ihr teures elektrisches Fahrrad vor Diebstahl zu schützen. Schaffen Sie sich daher ein zusätzliches Fahrradschloss an, um das Rad an Fahrradständer, Laterne oder Zaun anschließen zu können.


Reifen

Je nach Antriebsart unterscheiden sich die benötigten Reifen. 

Folgende Aspekte sind jeweils zu beachten: 

  • Pedelecs
    Pedelecs müssen laut Gesetz nicht mit einem speziellen Reifen ausgestattet sein, sondern können mit gewöhnlichen Fahrradreifen betrieben werden. Allerdings empfehlen Experten die Verwendung von E-Bike ready-Reifen. Diese haben den Vorteil eines erhöhten Pannenschutzes. 
  • S-Pedelecs und E-Bikes
    S-Pedelecs und E-Bikes benötigen dagegen einen speziellen Reifen mit spezifischer ECE-R75-Kennzeichnung. Wie bei einem Kraftfahrzeug sollten Sie zudem auf die Mindestprofiltiefe achten. Diese entnehmen Sie dem Datenblatt des Reifens. 

Es gibt auch Modelle mit extrabreiten Reifen. Diese bringen einige Vorteile mit sich. Sie erlauben eine komfortable Fahrweise und bieten mehr Grip und Zugkraft. Zudem dämpfen sie Unebenheiten besser ab. Jedoch gibt es auch Nachteile. So haben die Modelle dann ein höheres Gewicht und erlauben generell nicht so eine agile Fahrweise. Auch ist zu bedenken, dass die Auswahl an Zubehör für breite E-Bike-Reifen beschränkt ist. Achten Sie darauf, dass der Bike-Rahmen überhaupt kompatibel mit breiten Reifen ist.


Materialien

Das Material des Rahmens hat wesentlichen Einfluss auf die Verarbeitungsqualität, das Gewicht, die Stabilität, die Langlebigkeit und nicht zuletzt die Kosten des Elektro-Fahrrades. 

Folgende Rahmenmaterialien sind gängig: 

  • Aluminium 
    Aluminium kann durch ein leichtes Gewicht überzeugen. Das macht die Bikes flexibel. Es ist daher für eine Vielzahl an Nutzern ideal. Es lässt sich beispielsweise leichter anheben als Modelle aus Stahl. Ferner ist Aluminium korrosionsbeständig. Es ist insgesamt recht günstig. Jedoch verformt sich das Material leicht bei Stößen. Um diesem entgegenzuwirken, fallen die Rahmen meist breiter aus oder werden durch Legierungen, wie beispielswiese durch Scandium, verstärkt.
  • Bambus
    Dieses Rahmenmaterial ist zwar bisher noch nicht weit verbreitet, dennoch können seine Eigenschaften durchaus mit denen der gängigen Materialien mithalten. So ist es stabil und von geringem Gewicht, witterungsbeständig und besitzt gute Fahreigenschaften. Außerdem handelt es sich bei Bambus um einen nachwachsenden Rohstoff. Preislich liegt ein Fahrrad aus Bambus im mittleren bis hohen Bereich.
  • Carbon
    Carbon zeichnet sich auch durch sein leichtes Gewicht aus. Es bietet eine hohe Elastizität und Steifigkeit. Damit ist das Material belastbarer. Auch bietet es einen hohen Korrosionsschutz. Es ist vor allem bei Modellen zu finden, die für eine hohe Geschwindigkeit ausgelegt sind. Allerdings ist das Material sehr teuer. Für die Verwendung im Alltag ist das mehrschichtige Fasermaterial jedoch weniger geeignet, da Stöße oder Stürze es leicht beschädigen können. Problematisch ist dabei, dass der Schaden an der Oberfläche nicht erkennbar ist. Gehen Sie daher besonders vorsichtig mit dem Carbon-Bike um und ersetzen Sie den Rahmen gegebenenfalls durch einen neuen.
  • Stahl
    Stahl ist ein lang etabliertes, günstiges Rahmenmaterial. Das Gewicht hängt verstärkt von der gewählten Legierung ab. So reichen hochwertige Legierungen bestimmter Hersteller bereits an das leichte Gewicht eines Alurahmens heran. Solche Legierungen verhindern außerdem Korrosionen. Dies erhöht jedoch den Preis. Der größte Vorteil von Stahl ist die enorme Haltbarkeit. Das Material ist nahezu unempfindlich gegenüber Stürzen. Stahl bietet einen hohen Fahrkomfort. Gerade wenn Langlebigkeit für Sie im Vordergrund steht, ist dieser Werkstoff die richtige Wahl.
  • Titan
    Titan kombiniert die positiven Eigenschaften von Aluminium und Stahl. Es ist leicht, flexibel und widerstandsfähig. Jedoch ist Titan auch deutlich teurer als andere Materialien. Das Material kann die Kosten des Elektro-Fahrrads um einen 4-stelligen Betrag erhöhen. Der Grund dafür ist, dass es sich nur sehr schwer verarbeiten lässt. Titan ist vor allem für Fortgeschrittene und Profis geeignet, die eine langfristige Investition tätigen möchten. 

Zubehör

Damit Sie Ihr Modell optimal nutzen können, sollten Sie sich über passendes Zubehör informieren. Dies kann die Sicherheit erhöhen, das Fahrverhalten optimieren oder die Wartung erleichtern. 

Wir haben für Sie das gängigste Zubehör zusammengefasst:

  • Fahrradhelm
    Ein Fahrradhelm schützt vor bzw. vermindert Schürf- und Platzwunden sowie Prellungen im Falle eines Unfalls. Bis zu 66% der Stoßenergie werden vom Helm absorbiert. Der Kopf ist dieser Stoßkraft damit nicht ausgesetzt. Je nach Antrieb ist das Tragen eines Helmes sogar Pflicht. Beim Kauf sollten Sie darauf achten, dass der Helm der Sicherheitsnorm EN 1078 entspricht. Ein wichtiger Qualitätshinweis sind auch eine TÜV-Zertifizierung oder das GS-Zeichen. Je nach Materialien, Design und Verarbeitungsqualität kostet ein Helm zwischen 5 € und 500 €. 
  • Fahrradkorb
    Fahrradkörbe gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Sie können Sie je nach E-Bike-Typ am Lenker oder hinter dem Sattel anbringen. Als Materialien kommen Aluminium, Stahl, Kunststoffe oder auch Weide zum Einsatz. Die Wahl sollten Sie von Ihren eigenen Ansprüchen an Stabilität und Optik abhängig machen. Preislich liegen Fahrradkörbe zwischen 5 € und 100 €. 
  • Fahrradständer
    Um das E-Bike sicher und stabil abstellen zu können, ist ein Fahrradständer unerlässlich. Dieser ist oft bereits am Fahrrad vormontiert, bei manchen Modellen müssen Sie diesen jedoch dazukaufen. Auch kann es sein, dass Sie sich für eine stabilere Variante entscheiden möchten. Die Ständer werden nach der Art ihrer Montage unterschieden: So gibt es Seitenständer, Doppelständer und Hinterbauständer. Preislich liegen Fahrradständer in einem Bereich von 5 € bis 50 €
  • Fahrradschloss
    Elektrische Fahrräder sind oft besonders hochpreisig und locken daher Diebe an. Entscheiden Sie sich deshalb zum Schutz für ein hochwertiges und stabiles Fahrradschloss. Mit diesem können Sie das Rad problemlos sichern. Achten Sie auf Nutzer- und Expertenwertungen. Fahrradschlösser kosten zwischen 5 € und 100 €.
  • Luftpumpe
    Damit der Fahrradreifen keinen Schaden nimmt, ist es wichtig, diesen im empfohlenen Reifendruck-Bereich zu halten. Dazu ist ein regelmäßiges Aufpumpen notwendig. Es gibt sowohl Stand- als auch Handpumpen. Standpumpen sind in der Handhabung bequemer, wobei Sie eine Handpumpe überallhin mitnehmen können. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Pumpe mit dem Ventil Ihrer Reifen kompatibel ist. Es lassen sich Dunlop-Ventil, französisches Ventil und Autoventil unterscheiden. Luftpumpen erhalten Sie schon für weniger als 5 €. Manche kosten jedoch bis zu 100 €.
  • Reparatur-Kit
    Ein Reparatur-Kit enthält passendes Werkzeug und Flickmaterialien für eine eventuelle Reifenpanne. So können Sie auf Tagestouren einfach den platten Reifen selber reparieren. Meist sind die Kits sehr kompakt und lassen sich einfach unter dem Sattel verstauen. Reparatur-Kits erhalten Sie bereits für unter 5 €. Es gibt jedoch auch Sets, die bis zu 20 € kosten. 

Häufige Fragen

Sie haben weitere Fragen zu E-Bikes? Die häufigsten Fragen anderer Nutzer haben wir in diesem Bereich für Sie gesammelt und beantwortet. 

Akku

Welche Reichweite hat ein E-Bike mit einer Akku-Ladung?

Wie lange die Akku-Ladung ausreicht, ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig. 

Dazu zählen: 

  • Fahrstil
  • Route
  • Gewicht des Fahrers
  • Unterstützungsgrad des Motors
  • Außentemperatur

Inzwischen schaffen viele Modelle zwischen 40 km und 90 km, bis der Akku leer ist. 


Wie lange dauert es, bis der Akku eines E-Bikes vollständig geladen ist?

Die Länge der Ladezeit ist davon abhängig, über wie viel Kapazität Ihr Akku verfügt, und wie stark er tatsächlich entladen ist. Sie variiert zwischen etwa 2,5 h und 6 h. 


Wie pflege ich den Akku meines E-Bikes richtig?

Der Akku ist das Herzstück und mit der richtigen Pflege und dem richtigen Umgang können Sie seine Lebensdauer deutlich verbessern. Dazu gibt es einige Tricks, die Sie einfach anwenden können. Da sie mittlerweile zum Standard gehören, beziehen sich diese Tipps auf Lithium-Ionen-Akkus:

  • Der Akku sollte sich nie ganz entladen. 
    Anders als bei Vorgängermodellen ist es für Lithium-Ionen-Akkus der Lebensdauer abträglich, wenn sie oft komplett entladen sind. Laden Sie ihn deswegen so oft wie möglich auf, am besten nach jeder Fahrt oder sogar bei Pausen unterwegs.
  • Vermeiden Sie zu hohe und zu tiefe Temperaturen.
    Im Sommer sollten Sie den Akku beim Abstellen des Rades auf keinen Fall direkter Sonneneinstrahlung aussetzen. Im Winter ist es wichtig, den Akku vor zu starker Kälte zu schützen: Temperaturen zwischen 10 °C und 15 °C  sind hier ideal. Generell kann sowohl extreme Hitze als auch extreme Kälte dem Akku großen Schaden zufügen. 
  • Nutzen Sie nur Ladegeräte des jeweiligen Herstellers.
    Die Geräte verschiedener Hersteller zu mischen, kann den Akku schädigen und ihn unter Umständen sogar explodieren lassen.
  • Halten Sie beim Aufladen leicht brennbare Materialien fern vom Akku.
    Dies dient der Vorbeugung von Bränden. Der Strom kann leicht brennbare Materialien sonst bei einem Unfall schnell entzünden.


Wo kann ich mein E-Bike aufladen?

Während Sie zu Hause Ihr E-Bike über das Ladegerät mit einer Steckdose verbinden müssen, um den Akku wieder aufzuladen, können Sie dies unterwegs auch ohne erledigen.

Es gibt inzwischen eine Vielzahl an unterschiedlichen Ladestationen, die zum Teil sogar Tag und Nacht zugänglich sind. Das hängt davon ab, wo diese untergebracht sind. In Innenräumen etwa sind Sie von den jeweiligen Öffnungszeiten abhängig.

In der Regel ist das Aufladen an einer öffentlichen Station kostenlos. Manche Anbieter verlangen jedoch eine Art Tankkarte, mit der Sie dann Zugriff auf die Ladestation erhalten.

Definition

Was ist ein E-Bike?

Gemeint sind Fahrräder, die mithilfe eines Elektromotors jeden Pedaltritt unterstützen. Der häufigste Typ ist das sogenannte Pedelec. Der Motor läuft nicht, wenn Sie nicht auch in die Pedale treten. Streng genommen sind E-Bikes dagegen nur die Varianten, mit denen Sie unabhängig vom Treten über einen speziellen Griff Gas geben können. 

Lesen Sie mehr über die Unterschiede in unserem Ratgeber unter dem Kapitel E-Bikes nach Antrieb

Geschwindigkeit

Wie schnell fährt ein E-Bike?

Reguläre E-Bikes bzw. Pedelecs unterstützen Sie nur beim Fahren bei Geschwindigkeiten bis zu 25 km/h. Danach schaltet sich der Motor ab. Auf welche Geschwindigkeiten Sie es danach bringen, hängt von Ihrer sportlichen Leistungsfähigkeit ab. Sie können theoretisch fahren, so schnell Sie wollen. 

Es gibt auch schnellere Modelle, sogenannte S-Pedelecs, die Sie bis zu 45 km/h unterstützen.

Bedenken Sie

Ein E-Bike, das Sie über 25 km/h hinaus unterstützt und eine Motorleistung von mehr als 250 W aufweist, gilt nicht mehr als Fahrrad, sondern als Kleinkraftrad und wird zulassungs-, versicherungs-, und führerscheinpflichtig. 

Gewicht

Wie viel wiegt ein E-Bike?

Durch die zusätzlichen Komponenten an einem Elektro-Fahrrad, also den Akku und den Motor, werden diese deutlich schwerer als ein Fahrrad ohne elektrischen Antrieb. Im Durchschnitt wiegen diese Extras allein 7 kg bis 10 kg, wodurch ein E-Bike insgesamt zwischen 22 kg und 26 kg wiegt. Beim Fahren wird Ihnen dieses Gewicht allerdings nicht auffallen, da die Leistung des Bikes für einen Ausgleich sorgt. Ein schwererer Motor ist meist sogar ein Indiz für eine höhere Leistung und Reichweite. 

Hinderlich wird das höhere Gewicht, wenn Sie das Rad per Hand tragen müssen, um es an seinen Aufbewahrungsort zu bringen. Vor allem Treppen werden dann zu einer Last. 

Bedenken Sie

Wenn Sie Ihr E-Rad mit dem Auto transportieren möchten, denken Sie daran, dass Fahrradträger meist nur für gewöhnliche Räder ausgelegt sind und das Übergewicht unter Umständen nicht verkraften.

Es gibt auch Modelle, die speziell dafür entwickelt wurden, ein möglichst niedriges Gewicht zu haben. Diese wiegen etwa 12 kg. Dafür sind sie aber bei weitem nicht so leistungsstark wie ihre schwereren Pendants. 

Wägen Sie bei der Frage nach dem Gewicht ab, wie oft Sie das Rad tragen oder schieben müssen, und wie viel Wert Sie auf eine hervorragende Leistung legen. 

Kauf

Worauf sollte ich beim Kauf eines E-Bikes achten?

Es gibt einige Punkte, die Sie beachten sollten, um das ideale Modell zu finden:

  • Wählen Sie ein Modell, das an seinen Einsatzzweck angepasst ist.
    Es gibt beispielsweise Cityräder, die speziell für das Fahren im Stadtverkehr konzipiert sind. Mountainbikes eignen sich perfekt für unebenes Gelände. Trekkingräder sind flexible Allrounder. 
  • Das Modell sollte an Ihre Körpergröße angepasst sein.
    Besonders beim Rahmen sollten Sie darauf achten, dass er die richtige Höhe hat. Die Laufradgröße ist dagegen vom jeweiligen Fahrstil und Können abhängig.
  • Überlegen Sie sich, welches Gewicht noch akzeptabel für Sie ist.
    Wenn Sie das Rad öfter die Treppe hoch oder in den Keller tragen müssen, kann es für Sie sehr anstrengend werden, wenn es zu viel wiegt. Dann sollten Sie auf ein niedrigeres Gewicht Wert legen. Beim Fahren wird Sie mehr Gewicht durch den zusätzlichen Antrieb aber nicht stören.
  • Passen Sie die Leistung des Modells an Ihre Anforderungen an.
    Wenn Sie kaum lange Strecken fahren, dann lohnt sich auch kein sehr leistungsstarker Akku. Diesen müssten Sie nach jeder Fahrt aufladen, um seine Lebensdauer zu erhalten. So sparen Sie sich unnötige Kosten. 

Für wen eignet sich ein E-Bike?

Ein elektronisch betriebenes Rad eignet sich vor allem für Sie, wenn Sie regelmäßig Radtouren unternehmen und dabei auch längere Strecken zurücklegen. 

Darüber hinaus ist es empfehlenswert für Radtour-Liebhaber, die durch Verletzungen oder eine Krankheit nicht 100 % fit sind und von der zusätzlichen Anschubkraft profitieren können. 

Leben Sie in einer sehr hügeligen Wohngegend und legen täglich Strecken mit dem Fahrrad zurück, kann eine Anschaffung ebenfalls für Sie interessant sein.
 

Kosten

Wie viel kostet ein E-Bike?

Während Sie kostengünstige Modelle bereits ab etwa 500 € bekommen, gibt es nach oben kaum Grenzen. Die Räder von guter Qualität bewegen sich in einem Rahmen von 1.500 € bis 3.000 €.
 

Wie hoch sind die laufenden Kosten für ein E-Bike?

Elektro-Fahrräder haben einen vergleichsweise geringen Energieverbrauch. Dadurch sind die laufenden Kosten relativ niedrig. Eine Akkuladung kostet durchschnittlich unter 10 Cent.

Neben den Stromkosten kommen noch die Ausgaben für regelmäßige Inspektionen und Verschleißteile. Gerade bei Elektro-Mountainbikes können bereits nach 1.500 km die Kette, Ritzel und/oder die Bremsbeläge deutliche Verschleißspuren aufweisen. Dies liegt an der enormen Leistungskraft. 

Tipp

Es gibt spezielle Versicherungen für elektrisch betriebene Fahrräder. Diese decken teilweise auch die Kosten für Verschleißteile ab. Dazu kommen auch Kombimöglichkeiten mit Diebstahlversicherung.  

Motor

Welche Motoren gibt es für E-Bikes?

Zwar unterscheiden sich verschiedene Motoren auch klar in ihrer Leistung, allgemein unterschieden werden sie allerdings nach ihrer Platzierung. Es gibt Mittelmotoren, Frontmotoren und Heckmotoren. 

Lesen Sie mehr über die Vor- und Nachteile des jeweiligen Elektromotors in unserem Kaufberater. 

Pedelecs

Gibt es einen Unterschied zwischen E-Bikes und Pedelecs?

Pedelecs und E-Bikes unterscheiden sich in technischen Aspekten, was auch rechtliche Konsequenzen hat. 

Folgende Aspekte sind zu beachten: 

  • Pedelecs 
    Pedelecs gelten nach dem Gesetz als Fahrräder. Sie fahren nicht ohne Pedalunterstützung. Sie haben eine Motorunterstützung bis maximal 25 km/h und eine maximale Leistung von 250 W. Es besteht also keine Führerschein-, Helm- oder Versicherungspflicht. Nichtsdestotrotz wird das Tragen eines Helmes empfohlen. 
  • E-Bikes
    Diese Typen können auch ohne Pedalunterstützung fahren. Dadurch sind diese nach dem Gesetz zulassungspflichtig. Sie benötigen daher auch eine Fahrzeugversicherung. Rechtlich werden diese wie Mofas behandelt, zumindest wenn sie maximal 20 km/h fahren. Es reicht die Mofa-Prüfbescheinigung. Ab 20 km/h wird ein Rad als Kleinkraftrad bezeichnet. Sie benötigen dann den Führerschein der Klasse AM. Außerdem herrscht Helmplicht. 

Lesen Sie für einen detaillierteren Überblick das Kapitel E-Bikes nach Antrieb in unserem Kaufberater. 

Pflege

Wie reinige und pflege ich mein E-Bike am besten?

Wichtig ist, vor der Reinigung den Akku abzunehmen und ihn erst wieder einzusetzen, wenn die Kontaktstellen trocken sind. Danach sind ein Schwamm oder eine Bürste sowie etwas klares Wasser ausreichend, um Ihr Rad sauberzumachen. 

Tipp

Sie machen sich die Arbeit leichter, wenn Sie Ihr Rad direkt nach dem Fahren putzen. Dann ist der Dreck noch nicht eingetrocknet.

Bei den Rädern wischen Sie am besten von der Nabe in Richtung der Felge, um Schmutz vom Radlager fernzuhalten. Nach der Reinigung bietet es sich an, gleich die Kette zu schmieren. Tragen Sie das Öl auf und schalten Sie dann einmal alle Gänge durch, damit es auch jedes Zahnrad erreicht. Danach einfach nur noch das überflüssige Öl abwischen. Wichtig ist hierbei, dass die Bremsen nichts vom Öl abbekommen.

Bedenken Sie

Verwenden Sie einen Dampfstrahler nur sehr vorsichtig zum Reinigen, da durch den starken Wasserstrahl Teile der Elektronik beschädigt werden können. Außerdem kann er wichtige Schmierfilme auf der Kette und den Radlagern wegspülen. 

Abzuraten ist auch von herkömmlichen fettlöslichen Reinigungsmitteln, da sie das wichtige Fett von der Kette und den Radlagern lösen. 
 

Wie lagere ich mein E-Bike und dessen Akku im Winter?

Der Akku sollte im Winter nicht vollentladen werden. Es empfiehlt sich, ihn mit einem Ladezustand von etwa 50 % einzulagern. Auch sollten Sie die Ladung etwa alle 2 Monate kontrollieren, um eine Tiefentladung zu vermeiden.

Beachten Sie außerdem die ideale Lager-Temperatur für den Akku: Diese sollte zwischen 10 °C und 20 °C liegen. Vermeiden Sie extreme Schwankungen. 

Die Luftfeuchtigkeit in der Lagerumgebung sollte nicht mehr als 80 % betragen.

Rahmen

Wie bestimme ich die richtige Rahmengröße meines E-Bikes?

Die Rahmengröße ist maßgeblich abhängig von der Körpergröße und den persönlichen Präferenzen. Außerdem gibt es für unterschiedliche E-Bike-Typen andere Empfehlungen. Grundsätzlich sollten Sie die Bein-Innenlänge vorher ausmessen. 

Für E-City- und Trekkingbikes gilt es, die Bein-Innenlänge mit dem Faktor 0,66 zu multiplizieren. Dies ergibt die empfohlene Rahmengröße in cm. Für E-Mountainbikes muss der Faktor 0,574 herangezogen werden. 

Näheres zur passenden Rahmenhöhe finden Sie in unserem Ratgeber. 

Sicherheit

Ist das Fahren mit einem E-Bike gefährlich?

Den hohen Geschwindigkeiten durch motorisierte Unterstützung stehen manche skeptisch gegenüber.

Beachten Sie folgende Aspekte, um kein Risiko einzugehen: 

  • Prüfen Sie vor jeder Fahrt die Bremsen und das Licht.
    Sie sollten vor jeder Fahrt, vor allem vor Fahrten im Straßenverkehr, Brems- und Lichtanlagen auf ihre Funktion hin testen. Das vermeidet unangenehme Überraschungen und beugt potentiell gefährlichen Situationen vor. 
  • Gewöhnen Sie sich gut an das Fahrverhalten des Modells.
    Bevor Sie sich das erste Mal mit dem Rad auf stark befahrene Straßen wagen, sollten Sie sich eine ruhige Strecke suchen, auf der Sie sich an das neue Fahrgefühl gewöhnen können. 
  • Tragen Sie einen Helm.
    Auch wenn es bei den Modellen nicht vorgeschrieben ist, ist es immer ratsam, einen Helm zu tragen. Er kann Sie vor erheblichen Verletzungen schützen.
  • Behandeln Sie den Akku ordnungsgemäß.
    Im schlimmsten Falle kann ein Akku explodieren, wenn er falsch behandelt wird. Benutzen Sie also nur Ladegeräte des jeweiligen Herstellers und lagern Sie ihn niemals in der Nähe von brennbarem Material. Wenn Sie eine Beschädigung im Akku feststellen, dürfen Sie ihn nicht mehr benutzen. Versuchen Sie auch auf keinen Fall, ihn zu öffnen. Setzen Sie ihn weder beim Lagern noch beim Laden extrem hohen oder extrem niedrigen Temperaturen aus. 

Sport

Ist E-Bike-Fahren noch Sport?

Oftmals werden E-Bike-Fahrer etwas belächelt. Viele behaupten, durch die Motorunterstützung sei die sportliche Leistung gemindert. Dabei hat jetzt eine Studie erwiesen, dass E-Bike-Fahren fit macht. Diese erschien im European Journal of Applied Physiology. Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die regelmäßig mit ihrem Elektro-Rad fahren, konnte ein positiver Gesundheitseffekt nachgewiesen werden. Es handelt sich also um ein moderates Sportprogramm. 

Zulassungspflicht

Wann ist ein E-Bike zulassungspflichtig?

E-Bikes sind je nach Form der Anfahrhilfe zulassungspflichtig. Wir haben für Sie eine entsprechende Übersicht erstellt: 

Typ Höchstgeschwindigkeit (km/h) Zulassungspflichtig
Pedelec ohne Anfahrhilfe
0 km/h ohne Treten 
25 km/h mit Treten 
Nein
Pedelec mit Anfahrhilfe
6 km/h ohne Treten 
25 km/h mit Treten
Nein
Schnelles Pedelec
20 km/h ohne Treten 
45 km/h mit Treten
Ja
E-Bike bis 20 km/h 20 km/h ohne Treten  Ja
E-Bike bis 25 km/h 25 km/h ohne Treten  Ja
E-Bike bis 45 km/h 45 km/h ohne Treten  Ja


Aus Begeisterung fürs Online-Shopping unterstütze ich die billiger.de-Redaktion neben meinem Studium beim Verfassen von Ratgebern. Meine Interessen reichen dabei von Unterhaltungselektronik über Haushaltsthemen bis hin zu Mode. Dabei ist es mir immer wichtig, für Sie die wichtigsten Informationen zum Kauf und Tipps zur Anwendung zusammenzutragen. 


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