Hochbeete

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Ratgeber Hochbeete


Aktualisiert: 26.04.2019

Wissen kompakt

Der Traum von einem eigenen Garten wäre nur halb so schön, wenn die eigene Grünfläche nicht mit bunten Beeten verschönt werden könnte. Als besonders modern und praktisch haben sich Hochbeete erwiesen – diese verbinden stilvolle Architektur mit mehr Komfort für den Gärtner und lassen sich ganz nach Belieben ausstatten. Ob ein buntes Blumenbeet, Gemüsebeete oder doch ein Frühbeet – die individuellen Hochbeete sind sowohl außen als auch im Innenbereich echte Hingucker und bieten den Vorteil, auf kleinstem Platz bunte Gartenlandschaften zu kreieren.

Auch ältere Menschen können sich mit solch einem Beet Erleichterung verschaffen, da die Bepflanzung auf rückenschonender Höhe erfolgt. Hochbeete sind in nahezu allen erdenklichen Farben und Materialien erhältlich und sind in der Regel mit wenigen Handgriffen aufgebaut.

Doch worauf sollte man beim Kauf eines Hochbeetes achten und welche Pflanzen sind für solch eine Einbettung geeignet? Schützen Hochbeete automatisch vor Schnecken und Ungeziefer und wie lange versorgt die Erde im Boden die Pflanzen mit Nährstoffen? Nachfolgend haben wir in unserem Kaufberater die wichtigsten Punkte für Sie zusammengefasst.

Kaufberater

Hochbeete bieten den Vorteil, besonders rücken- und knieschonend zu sein, da Sie die Höhe des Beetes auf die körperliche Größe anpassen können und sich so nicht mehr bücken müssen. Die Höhe bietet zudem auch den Vorteil, weniger Unkraut in seinem Beet zu finden, da der Samenflug von Unkräutern in dieser Höhe weitaus weniger vorkommt als am Boden.

Ebenfalls werden z.B. Wühlmäuse oder Schnecken daran gehindert, die Beete zu zerstören: Schnecken müssen zunächst einmal hochklettern und können zusätzlich mit einem kleinen Schneckenzaun daran gehindert werden, in das Hochbeet einzudringen – so bleibt am Ende mehr unberührtes, gesundes Gemüse für einen selbst.
 

Materialien für Hochbeete

Hochbeete sind in verschiedensten Bauformen erhältlich und können demnach je nach Platzangebot und Geschmack in eckig, oval oder sogar in Schneckenform gekauft werden. Die Außenfassungen bestehen am häufigsten aus Holz, doch auch unempfindlichere Materialien wie Kunststoff, Metall, Mauerwerk, Aluminium oder auch Stein kommen bei den Einfassungen zum Einsatz.

Grundsätzlich können Sie Ihren Ideen hier freien Lauf lassen, doch sollten Sie vor dem Kauf eine Sache beachten: Je nach gewünschter Materialart kann es dazu kommen, dass das Hochbeet nach etwa fünf Jahren erneuert werden muss, da besonders unbehandelte Holzsorten wie Lärchenholz selbst zu verrotten beginnen und dementsprechend ausgetauscht oder mit Lacken geschützt werden müssen. Unkomplizierter ist es da mit Materialien aus Kunststoff – diese lassen sich in der Regel besonders schnell aufbauen und sind gegenüber Wettererscheinungen unempfindlich.

Ein weiteres wichtiges Kriterium ist selbstverständlich die Qualität des gewünschten Hochbeet-Bausatzes. Es sollte stets hochwertig und massiv in der Bauweise sein, um eine lange Lebensdauer zu garantieren. Besonders preiswerte Modelle besitzen nicht selten minderwertige Materialien und können nur ein geringes Zubehörangebot anbieten. Besser ist es, sich für ein stabiles Modell zu entscheiden, welches für einen langfristig grünen Garten spricht. Weiter bieten hochwertige Hochbeete meist auch viel Zubehör wie Kompost, Schnecken-Schutz, Wühlmausgitter und vieles mehr kostenfrei an und sind im Paket enthalten – daher lohnt sich meist auch ein genauerer Blick auf die Beschreibung der Hersteller, denn wer mit einem Klick seine komplette Hochbeet-Ausstattung bekommt, spart nicht nur Zeit, sondern im Ganzen gesehen auch Geld und Nerven.

Das richtige Anlegen eines Hochbeetes

Neben der Qualität und Optik des Hochbeetes an sich geht es natürlich auch um das Anpflanzen im Beet. Die meisten Hochbeete sind auf die Anpflanzung von Gemüse ausgelegt, da immer mehr Menschen die Vorzüge von frischem Gemüse entdecken und selbst in der Hand haben wollen, was sie essen. Vitamine aus dem eigenen Garten – gesünder kann es kaum werden, doch einige Tipps sollte man vor der Errichtung eines Gemüsebeetes beachten.

Tipp

Besonders wichtig bei Gemüsebeeten ist der Schneckenschutz, da die behausten Kriecher eine starke Vorliebe für junges Gemüse besitzen – ein Hochbeet mit integriertem Schneckenzaun ist daher empfehlenswert.
 

Zunächst einmal benötigt Gemüse besonders viel Sauerstoff und sollte daher von unten auf einem Drahtgeflecht liegen, um einen Luftaustausch zu gewährleisten. Weiter empfiehlt es sich, über das Drahtgeflecht eine Schicht Reisig sowie rohem Kompost zu legen und auch die oberste Schicht mit reifem Kompost zu benetzen. Kompost besteht aus Garten- und Bioabfällen wie Strauchschnitt oder auch Apfelresten, kann aber im Zweifel auch durch Humuserde ausgetauscht werden.

Wissenswert

Ein großer Vorteil
Das Hochbeet nicht von der Bodenqualität im Garten abhängig – die Befüllung kann nach eigenen Wünschen und abgestimmt auf die Bepflanzung erfolgen.

Zierbeete sind etwas pflegeleichter und benötigen keine speziellen Erdschichten, nichtsdestotrotz wachsen die Blumen besser, wenn man auf nährstoffreiche Erde setzt. Die optimale Ausrichtung eines Hochbeetes sollte Richtung Nord/Süd gehen. So bekommen die Pflanzen genügend Sonnenlicht und können optimal wachsen.

Tipp

Hochbeete sollten egal mit welcher Bepflanzung am besten in die Nähe von einer Bewässerungsstelle aufgebaut werden. So können Sie die Erde problemlos gießen und müssen sich nicht mit mühsamem Wasserschleppen den Tag verderben.

Der Garten im eigenen Wohnzimmer

Wer keinen eigenen Garten besitzt oder dort einfach nicht mehr genügend Platz hat, muss noch lange nicht auf ein Hochbeet verzichten. Die schicken Modelle eignen sich ebenfalls für den Indoor-Gebrauch und bieten auch hier die Möglichkeit, Gemüse oder Zierpflanzen einzupflanzen. Ein frisches Möhrchen direkt neben dem Sofa? Mit Hochbeeten kein Problem.

Wichtig ist hierbei, dass Sie das Beet an den sonnigsten Platz im Wohnzimmer stellen und sich bestenfalls direkt ein Fenster darüber befindet, damit die Sonne bei geöffnetem Fenster direkt auf die zarten Pflanzen strahlen kann. Ansonsten können die Beete genauso befüllt werden, wie im Außenbereich auch. Natürlich kann das Hochbeet auch auf der Terrasse oder einem größeren Balkon aufgestellt werden. Es bietet dort mit der entsprechenden Bepflanzung ein dekoratives gestalterisches Element.

Bedenken Sie

Sie sollten bei Indoor-Hochbeeten nur aufpassen, dass das Wasser beim Gießen nicht unten wieder heraustropft, anderenfalls setzen Sie Ihr Wohnzimmer schnell unter Wasser.
 

Beim Bepflanzen der Beete sollten Sie stets darauf achten, genügend Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen zu lassen, sodass diese genug Platz haben für ihre Wurzelentfaltung. Besonders Zierpflanzen müssen nicht tief in die Erde gebuddelt werden – es reicht, wenn die Samen oder auch die Wurzeln nur leicht mit Erde bedeckt sind, sodass die wärmende Sonne noch an das Herzstück der Pflänzchen gelangt.

Ein kleiner Tipp für kühle Nächte: Wer sein Hochbeet im Winter draußen lassen möchte, sollte besonders bei eisigen Temperaturen auf winterharte Pflanzen achten. Empfindliche Blumen sollten erst im Frühjahr bis Herbst die Nächte draußen verbringen müssen, doch auch hier ist es ratsam, die zarten Pflanzen vor Frost, Hagel und Co. zu schützen. Hierbei können Sie sich mit einer kleinen Kunststofffolie Abhilfe schaffen – einfach über das Hochbeet legen, wenn möglich festbinden oder kleben und schon sind die Blumen und Pflanzen vor den Wetterkapriolen geschützt.

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