Gewächshäuser (777 Ergebnisse aus 42 Shops)

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Ratgeber Gewächshäuser


Für viele Gartenfreunde ist es ein lang gehegter Traum, ein eigenes Gewächshaus zu besitzen. Schließlich können Sie darin das ganze Jahr über Obst, Gemüse oder Kräuter anbauen und ernten. Darüber hinaus lassen sich dort empfindliche Pflanzen zur Überwinterung unterbringen und optimal vor Wind und Wetter schützen.

Gewächshäuser gewährleisten eine für die Pflanzen und das Pflanzenwachstum optimale Klimatisierung. So nehmen die Pflanzen das durch die Verkleidung einfallende Sonnenlicht auf und wandeln es in Energie um. Durch den geschlossenen Raum wird die Wärme der Sonnenstrahlen im Gewächshaus gespeichert – die Temperatur bleibt dort dauerhaft auf einem hohen Niveau.

Wissenswert

Schon die alten Römer nutzten ähnliche Bauten für die Überwinterung ihrer Pflanzen. Dafür konstruierten sie eigens kleinere Häuser aus Glas, in die sie im Winter ihre Pflanzenkübel hineinstellten. 

Gewächshäuser, auch Treibhäuser genannt, gibt es in den verschiedensten Formen und Größen. Allerdings richtet sich die Auswahl des passenden Hauses nicht nur nach dem zur Verfügung stehenden Platz, sondern auch nach der angestrebten Nutzung. Daher sollten Sie sich im Vorfeld des Kaufs fragen: Möchten Sie lediglich Obst und Gemüse anbauen oder wollen Sie es auch zur Zucht von exotischen Pflanzenarten nutzen?

Darüber hinaus stehen Ihnen beim Kauf Ausführungen aus ganz verschiedenen Materialien und mit unterschiedlicher Ausstattung zur Auswahl. Dieser Ratgeber hilft Ihnen bei der Wahl des richtigen Modells und gibt Ihnen wertvolle Tipps rund um die Planung und den Aufbau.


Kaufberater

Vor dem Kauf eines neuen Gewächshauses sollten Sie sich über Ihre eigenen Anforderungen im Klaren sein. Schließlich gibt es zahlreiche unterschiedliche Ausführungen. Damit Sie das ideale Modell für Ihre Bedürfnisse finden, haben wir die wichtigsten Kriterien in unserem nachfolgenden Kaufberater aufgeführt und zusammengefasst.

Bedenken Sie für den Kauf vor allem folgende Gesichtspunkte:

  • Bestimmen Sie den Aufstellungsort bereits vor dem Kauf.
    Vom gewählten Standort hängt ab, welcher Gewächshaus-Typ dafür in Betracht kommt. Wählen Sie beispielsweise einen Aufstellungsort nahe an Ihrem Haus, dann bietet sich ein sogenanntes Anlehn-Gewächshaus an. Besitzen Sie einen großen Garten, könnte ein freistehendes Modell für Sie infrage kommen, bei kleineren Gärten eignet sich hingegen eher ein Frühbeet als Alternative. Schließlich bestimmt der gewählte Standort, wie groß das Häuschen maximal sein darf.
  • Überlegen Sie, welche Pflanzen Sie anbauen möchten.
    Nicht jeder Gewächshaus-Typ ist für jede Pflanze gleichermaßen gut geeignet. Während sich klassische Modelle für eine Vielzahl an Nutz- und Zierpflanzen unterschiedlicher Größe eignen, kommen für Frühbeete oder Zimmer-Gewächshäuser eher kleinere Pflanzen wie etwa Gurken, Tomaten, Salatpflanzen oder Kräuter infrage.
  • Das Gestell bestimmt die Robustheit.
    Je nach Ausführung besteht das Gestell aus unterschiedlichen Materialien. Dadurch haben die verschiedenen Modelle allerdings in der Regel auch eine unterschiedliche Stabilität und Robustheit. Deshalb sollten Sie bereits vor dem Kauf entscheiden, ob Sie beispielsweise ein stabiles Gestell aus Stahl, eine Rahmenkonstruktion aus wetterfestem Holz oder aber ein leichteres, weniger robustes Kunststoff-Gestell bevorzugen.
  • Die Nutzungsart hängt von der Verkleidung ab.
    So können Sie ein Gewächshaus mit einer Verkleidung aus Glas sowie Kunststoff grundsätzlich das ganze Jahr über verwenden, weil diese Materialien in der Regel optimal abdichten. Dadurch bieten sie nicht nur Schutz vor der Witterung, sondern gewährleisten auch ideale Klimabedingungen für das Wachstum der Pflanzen. Für manche Pflanzenarten kann allerdings zusätzlich ein Beheizungs- und Belüftungssystem erforderlich sein. Modelle mit einer Folien-Verkleidung hingegen bieten nicht genügend Schutz vor Frost und Kälte. Für die Überwinterung empfindlicher Pflanzen können Sie sie deshalb nicht einsetzen.

Gewächshaus-Typen

Gewächshäuser sind in einer Vielzahl an unterschiedlichen Ausführungen erhältlich. Diese unterscheiden sich im Hinblick auf die Bauweise und das Material.

Gewächshäuser nach Material

Ein wichtiges Kaufkriterium ist das Außenmaterial. Denn dieses entscheidet darüber, wie robust und lichtdurchlässig die Verkleidung ist. 

Dabei haben Sie grundsätzlich die Wahl zwischen folgenden Modellen:

Glas-Gewächshaus

Hierbei handelt es sich um eine Variante, deren Verkleidung vollständig aus Glas besteht. Deshalb werden diese Modelle häufig auch als verglaste Gewächshäuser oder einfach als Glashäuser bezeichnet. Ausführungen aus Glas zählen bis heute zu den klassischen Modellen auf dem Markt und zeichnen sich besonders durch ihre einfache, natürliche Optik aus.

Generell besitzen Gewächshäuser aus Glas eine vergleichsweise hohe Stabilität. So verfügen die verwendeten Glasmaterialien gemeinhin über eine hohe Stoß- und Schlagfestigkeit, denn bei den meisten Varianten kommt kein herkömmliches Blank- oder Fensterglas zum Einsatz. In seltenen Fällen, etwa durch das Herunterfallen von Ästen, kann das Glas aber auch brechen.

Bei den meisten Modellen aus Glas wird ein sogenanntes Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) verwendet. Dieses zeichnet sich durch eine besonders hohe Robustheit aus und ist mit einer Stärke von 3–4 mm deutlich stabiler als normales Glas. Darüber hinaus zerfällt es beim Zerbrechen nur in kleinere Splitter ohne scharfe Kanten. Das Verletzungsrisiko ist daher deutlich reduziert.

Darüber hinaus besitzt Glas eine hohe Lichtdurchlässigkeit und lässt Licht und Sonnenstrahlen nahezu ungehindert in den Innenraum des Gewächshauses dringen. Herkömmliches Blankglas etwa hat bei einer Stärke von 3 mm eine Lichtdurchlässigkeit von über 90 %.

Besonders im Sommer können Ihre Pflanzen in dem Gewächshaus daher von hohen Temperaturen und einer hohen Lichtausbeute profitieren – allerdings kann vor allem im Hochsommer eine zusätzliche Beschattung erforderlich sein, damit die Pflanzen nicht durch zu hohe Sonneneinstrahlung Schaden nehmen. Hierzu ist eine spezielle Schattierungspaste erhältlich, die Sie lediglich auf das Glas auftragen müssen.

Bedenken Sie

Glas-Gewächshäuser isolieren die aufgenommene Wärme nur wenig, denn Glas erreicht gegenüber anderen Außenmaterialien nur eine vergleichsweise geringe Wärmedämmung. Die aufgenommene Wärme verflüchtigt sich daher abends oder nachts wieder relativ schnell. Ein dauerhaft konstantes Klima können Sie daher in einem solchen Pflanzenhaus nicht erzeugen.

Glas-Modelle eignen sich insgesamt gut für die Aufzucht und den Schutz junger Pflanzen. Darüber hinaus können Sie darin mediterrane Pflanzen sowie Gemüse anpflanzen. Weil Treibhäuser aus Glas allerdings die klimatischen Bedingungen nicht konstant halten, kann eine zusätzliche Beheizung erforderlich sein.

Preislich liegen Glas-Varianten generell eher im höheren Bereich. So können Sie grundsätzlich von einem Preis zwischen 400 € und 1.500 € ausgehen.

Folien-Gewächshaus

Die Verkleidung eines Folien-Gewächshauses besteht aus einer durchsichtigen, festen und üblicherweise witterungsbeständigen Folie. Diese wird über den Rahmen bzw. das Gestell gespannt und häufig noch durch ein Gitternetz stabilisiert. 

Diese Folien-Gewächshäuser zeichnen sich durch eine leichte Bauweise aus, allerdings sind sie gegenüber Modellen mit anderen Außenmaterialien weniger robust. Insbesondere schwierigen Witterungsverhältnissen können Folien-Modelle nicht immer standhalten.

Die Folie kann etwa bei sehr straffer Befestigung im Bodenbereich durchaus reißen. In der Regel lassen sich solche Stellen allerdings problemlos flicken.

Je nach Ausführung und Modell kommen verschiedene Kunststoff-Arten als Folienmaterial zum Einsatz. In der Regel werden dabei entweder Folien aus Poly-Ethylen-Terephthalat (PET) oder aus Poly-Ethylen (PE) verwendet.

Diese unterscheiden sich grundsätzlich im Hinblick auf ihre Lichtdurchlässigkeit und Schlagfestigkeit:

  • Poly-Ethylen-Terephthalat (PET)
    PET-Folien bezeichnen ein Material aus Polyester, das üblicherweise 1–2 mm dick ist. Dabei ist PET sehr robust und stabil, gegenüber den PE-Folien allerdings weniger elastisch und flexibel. Ähnlich wie Acrylglas sind die PET-Folien sehr lichtdurchlässig und stellen somit eine ausreichende Licht- und Wärmezufuhr sicher. Darüber hinaus zeichnet sich das Material durch eine hohe Haltbarkeit aus.
  • Poly-Ethylen (PE)
    PE ist ein sehr verbreiteter Kunststoff, der sich vor allem durch seine hohe Elastizität und Robustheit auszeichnet. So sind PE-Folien auch deutlich flexibler als die alternativen PET-Modelle. Darüber hinaus verfügt PE über eine hohe Schlagfestigkeit. Zudem sind PE-Folien äußerst lichtdurchlässig. Ähnlich wie das PET besitzt auch PE eine hohe Haltbarkeit.

Folien-Ausführungen eignen sich damit für eine Vielzahl an Pflanzen. Allerdings bieten PET- und PE-Folien grundsätzlich keine ausreichende Wärme-Isolation für winterliche Witterungsbedingungen. Hierfür benötigen Sie eine isolierende Spezialfolie, die Sie für diesen Zweck nachkaufen können. Weil die meisten Modelle somit allerdings nur wenig Schutz vor Frost und schlechter Witterung bieten, kommen für Folien-Gewächshäuser eher winterfeste Pflanzen infrage.

Kostentechnisch liegen Folien-Gewächshäuser generell eher in einem niedrigeren Bereich. So sind die meisten Modelle mit Folien-Verkleidung zu einem Preis zwischen 100 € und 400 € erhältlich.

Kunststoff-Gewächshaus

Diese Varianten verfügen über eine feste Verkleidung aus Kunststoff, die in die Rahmenkonstruktion integriert ist. Anders als bei den Folien-Gewächshäusern handelt es sich hierbei um Modelle mit einer festen Konstruktion aus einem Rahmen in Verbindung mit einer Kunststoff-Verglasung.

Grundsätzlich weisen Modelle aus Kunststoff eine hohe Stabilität und Robustheit auf, weil sie einerseits schlechten Witterungsverhältnissen standhalten und andererseits deutlich bruchsicherer sind als beispielsweise Gewächshäuser aus Glas. Darüber hinaus gelten sie gemeinhin als kratz-, schlag- und stoßfest.

Dabei kommen je nach Modell unterschiedliche Kunststoff-Materialien zum Einsatz, die sich insbesondere bei der Materialbeschaffenheit und der Lichtdurchlässigkeit voneinander unterscheiden.

Dazu zählen sowohl Acryl und Polycarbonat (PC) als auch Polyvinylchlorid (PVC):

  • Acryl
    Hierbei handelt es sich um den Kunststoff Polymethyl-Methacrylat (PMMA), der auch als Acryl oder Acrylglas bezeichnet wird. Acryl ist sehr robust und schlagfest und zeichnet sich darüber hinaus durch eine sehr hohe Lichtdurchlässigkeit aus. In Treibhäusern wird Acryl meist in Form sogenannter Hohlkammer- bzw. Doppelsteg-Platten eingesetzt, die über eine ideale Wärme-Isolation verfügen. Darüber hinaus ist Acryl witterungsbeständig und besitzt eine hohe UV-Beständigkeit.
  • PC
    Polycarbonat ist ein äußerst robuster Kunststoff, der sich insbesondere durch eine hohe Schlagfestigkeit auszeichnet. Gegenüber Acryl ist PC allerdings weniger lichtdurchlässig, so dass es eine etwas geringere Licht- und Wärmezufuhr ermöglicht. Für eine optimale Wärme-Isolation stehen auch hier sogenannte Doppelsteg-Platten zur Verfügung. PC ist weniger UV- und witterungsbeständig als Acryl und PVC.
  • PVC
    Gewächshäuser mit einer Verkleidung aus herkömmlichem Hart-PVC sind ebenfalls stabil und robust, allerdings besitzen sie gegenüber den anderen Materialien eine deutlich geringere Lichtdurchlässigkeit. Auch dieser Kunststoff ist in Form einer sogenannten Doppelsteg-Platte erhältlich, die für eine ausreichende Wärme-Isolation sorgt. PVC zeichnet sich durch eine hohe Witterungsbeständigkeit aus und ist unempfindlich gegenüber UV-Strahlen.

Kunststoff-Gewächshäuser sind also vergleichsweise stabil und robust, allerdings variiert ihre Lichtdurchlässigkeit in Abhängigkeit vom verwendeten Kunststoff stark. Möchten Sie eine ausreichende Wärme-Isolation sicherstellen, sollten Sie auf den Einsatz sogenannter Doppelsteg-Platten achten.

Kunststoff-Modelle eignen sich für die Aufzucht und den Schutz einer Vielzahl an Pflanzen – sowohl für wärmeliebende Jungpflanzen, mediterrane oder auch tropische Gewächse sowie für Gemüse und Kräuter. Wegen der guten Isolationseigenschaften gedeihen viele Pflanzen darin sogar im Winter.

Kunststoff-Gewächshäuser sind grundsätzlich eher im höheren Preisbereich zu finden. Sie meist zwischen 400 € und 1.500 €.

Gewächshäuser nach Bauweise

Gewächshäuser unterscheiden sich nicht nur in Bezug auf die jeweils zum Einsatz kommenden Materialien. Vor allem bei der Bauweise gibt es große Unterschiede, die sich auf die Verwendung, die Aufstellung und den infrage kommenden Standort auswirken.

Folgende Bauweisen lassen sich voneinander unterscheiden:

Anlehn-Gewächshaus

Anlehn-Gewächshäuser sind Modelle, die Sie direkt an einer Hauswand oder einer vorhandenen Mauer aufstellen und daran befestigen. Die Modelle verfügen in der Regel über ein abgeschrägtes Dach.

Shopping Tipp

Anlehn-Gewächshäuser lassen sich auch ideal als Wintergarten nutzen. Außerdem können Sie sie an ein größeres Gewächshaus anbauen. Kleinere Modelle wiederum können auch als Balkon-Gewächshaus dienen.

Aufgrund der Aufstellungsweise sind Anlehn-Modelle sehr robust. Sie bieten durch die Nähe zur Hauswand und die entsprechende Fixierung der Witterung nur wenig Angriffsfläche und sind daher vor extremen Wetterbedingungen gut geschützt. Zudem bieten sie meist eine gute Wärmeisolierung, da die Hauswand Wärme länger speichert.

Dabei gibt es die Anlehn-Treibhäuser in Form ganz unterschiedlicher Ausführungen und Größen. Sie alle gelten dank der besonderen Aufstellungsweise als relativ platzsparende Varianten, die Sie auch in kleineren Gärten oder auf schmaleren Terrassen und Balkonen aufstellen können.

Bedenken Sie

Diesen Gewächshaus-Typ können Sie ausschließlich in Verbindung mit einer Hauswand oder einer Mauer aufstellen. Ohne stützende Wand lässt sich diese Variante nicht errichten, da sie einerseits baulich nicht auf eine freistehende Aufstellung ausgelegt sind und sie andererseits an einer Seite offen wäre.

Grundsätzlich eignen sich Anlehn-Gewächshäuser für die Aufzucht einer Vielzahl von Pflanzen. Sie können Sie darüber hinaus auch für das Überwintern nicht frostfester Kübel-Pflanzen nutzen.

Anlehn-Gewächshäuser liegen meist in einem Preisbereich zwischen 160 € und 800 €.

Freistehendes Gewächshaus

Das freistehende Gewächshaus gilt als die klassische Variante auf dem Markt. Gewächshäuser dieses Typs sind dank ihrer geschlossenen Bauweise und ihres stabilen Fundaments für eine freistehende Aufstellung im Garten geeignet.

Freistehende Modelle verfügen somit in der Regel über eine sehr stabile Bauweise. Sie sind sehr robust und witterungsbeständig und bieten den Pflanzen auch bei schlechten Wetterbedingungen ausreichend Schutz.

Dabei lassen sie sich ganz flexibel aufstellen, da sie als nicht auf die Nähe zur Hauswand angewiesen sind. Zudem bekommen die Pflanzen in einem freistehenden Treibhaus viel mehr Sonnenlicht ab als bei anderen Produkttypen.

Zwar gibt es diese Variante in Form ganz unterschiedlichen Ausführungen und Größen. Weil sie allerdings auf eine freistehende Aufstellung ausgelegt sind, fallen sie meist deutlich größer aus als etwa Anlehn-Gewächshäuser, so dass Sie hierfür ausreichend Platz benötigen.

Dabei eignen sich Modelle dieses Typs für eine Vielzahl unterschiedlicher Pflanzen, die Sie darin aufziehen oder vor Witterung und Frost schützen können. Wegen ihrer Größe können Sie können Sie meist auch größere Kübel- oder Topfpflanzen oder sogar kleinere Bäume hineinstellen.

Abhängig von der Größe und dem verwendeten Material sind freistehende Modelle zu ganz unterschiedlichen Preisen erhältlich. So kosten die meisten Modelle zwischen 200 € und 2.000 €.

Freistehende Gewächshäuser lassen sich durch spezielles Zubehör wie beispielsweise Beschattungsanlagen und Zierelemente erweitern.

Frühbeet

Ein Frühbeet ist eine besondere Form eines Gewächshauses, das sich vor allem durch seine geringe Größe auszeichnet. Es handelt sich um ein kleines kastenförmiges Gehäuse aus Kunststoff, Holz oder Metall, das je nach Modell mit einem Deckel oder einem klappbaren Dach aus Glas oder Folie abgedeckt wird und nach unten hin offen ist.

Dank dieser offenen Unterseite setzen Sie Frühbeete lediglich auf ein bestehendes Beet auf. Durch die nach oben hin geschlossene Bauweise und den klappbaren Deckel bzw. das Dach bieten diese kleinen Gewächshäuschen Schutz beim Aufziehen von temperaturempfindlichen, wärmebedürftigen Pflanzen. Ausreichend Licht bekommen die Pflanzen dabei durch den transparenten Deckel. Ein Frühbeet bildet somit eine Art Miniatur-Gewächshaus.

Durch die kompakte Bauweise sind Häuser dieses Typs lediglich 1–2 m2 (Quadratmeter) groß und lassen sich somit flexibel an den unterschiedlichsten Standorten aufstellen. Wegen der stabilen Materialien und der kompakten Bauweise sind Frühbeete vergleichsweise widerstandsfähig gegenüber Sturm und Witterung. Darüber hinaus haben sie meist eine gute Wärme-Isolation, sodass die Kälte von den Pflanzen optimal ferngehalten wird.

Dabei benötigen die kleinen Gewächshäuser wegen ihrer geringen Größe gegenüber den anderen Modellen am wenigsten Raum und lassen sich somit platzsparend in vorhandene Beete integrieren.

Shopping Tipp

Praktisch sind auch Modelle mit geschlossener Unterseite und Standfüßen. Denn diese Frühbeete können Sie problemlos auf dem Balkon oder der Terrasse aufstellen.

Wenn Sie nur wenig Platz zur Verfügung haben und dennoch nicht auf selbst angebautes Gemüse verzichten möchten, lohnen sich Frühbeete. Aufgrund ihrer geringen Größe heizen sie sich besonders schnell auf, sodass sie sich ideal für das Aufziehen kleinerer Pflanzen eignen. Vor allem Obst, Gemüse und Kräuter lassen sich mit diesem Typ gut anbauen, größere Pflanzen hingegen finden keinen Platz. 

Frühbeete sind gegenüber den anderen Typen von Gewächshäusern deutlich günstiger. So erhalten Sie die kleinen Beet-Aufsätze grundsätzlich zu Preisen zwischen 30 € und 250 €

Grow-Schrank

Der Grow-Schrank wird vorwiegend im Innenbereich eingesetzt und hauptsächlich zur Zucht oder Aufzucht kleinerer Pflanzen genutzt. Der Bezeichnung entsprechend ähnelt die Bauweise dieses Modells in Form und Größe einem herkömmlichen Schrank.

Wissenswert

Grow-Schränke werden wegen ihrer rechteckigen bis quadratischen Form auch als Grow-Boxen bezeichnet.

Grundsätzlich besitzen Grow-Schränke eine geschlossene Bauweise und verfügen – ähnlich einem Kühlschrank – meist über eine Schranktür an der Vorderseite.  Einige Modelle lassen sich allerdings stattdessen über einen Reißverschluss öffnen. Je nach Modell sind Grow-Schränke wegen ihrer stabilen Konstruktion vergleichsweise robust und langlebig.

Um ein optimales Klima für die Pflanzen sicherzustellen, verfügen diese kleinen Pflanzenhäuser über Öffnungen für Kabel und Schläuche zum Betrieb von Zu- und Abluftventilatoren sowie Leuchtmitteln. Auf diese Weise können Sie sicherstellen, dass Ihren Pflanzen trotz der geschlossenen Bauweise ausreichend Licht und frische Luft zukommt.

Grow-Schränke nehmen wegen ihrer geringen Größe kaum Platz ein, sodass Sie diese im Haus oder in der Wohnung an den unterschiedlichsten Standorten aufstellen können. Wegen ihrer kompakten Bauweise ist auch ein Standortwechsel in der Regel problemlos möglich.

Grundsätzlich eignen sich Grow-Schränke dabei für die Aufzucht ganz unterschiedlicher Pflanzen, vor allem aber für Gemüse, Obst und Kräuter. Allerdings kommen sie lediglich für die Verwendung im Innenbereich in Betracht, weil sie für den Betrieb zwangsläufig auf elektrischen Strom angewiesen sind.

Gegenüber klassischen Gewächshäusern sind Grow-Schränke wesentlich preisgünstiger. So liegen die meisten aktuellen Modelle in einem Preisbereich zwischen 80 € und 250 €.

Darüber hinaus kommen bei Grow-Schränken oft weitere Zubehör-Elemente zum Einsatz. Weitere Informationen zum Zubehör erfahren Sie in unserer gleichnamigen Themen-Rubrik.

Tunnel-Gewächshaus

Ein Tunnel-Gewächshaus zeichnet sich durch seine tunnelförmige Konstruktion aus. Es besteht aus einem entsprechend geformten Rahmen und einer darüber gezogenen Folie aus Kunststoff.

Wegen dieser einfachen Bauweise lassen sich Folientunnel relativ einfach montieren und somit auch von einem Ort zum anderen verlagern – oder über ein bestehendes Beet montieren. Dabei verleiht das Gestell aus Stahl oder Aluminium in der Regel auch die nötige Stabilität.

Gegenüber den klassischen, freistehenden Varianten sind Tunnel-Modelle jedoch meist weniger robust, weil sie aufgrund der Folien-Abdeckung vor extremen Witterungsbedingungen nicht ausreichend geschützt sind. Allerdings bieten sie ausreichenden Schutz vor Frost, Wind, Regen sowie Tieren.

Grundsätzlich sind Tunnel-Modelle in Form ganz unterschiedlichen Ausführungen und Größen erhältlich. Bei den meisten Pflanzen-Tunneln müssen Sie viel Platz für die Aufstellung einplanen. Dafür bietet diese Variante jedoch auch ausreichend Platz für eine Vielzahl an Pflanzen.

Shopping Tipp

Folientunnel sind auch in kleineren Ausführungen erhältlich. So gibt es auch platzsparende Modelle, die sich sogar auf dem Balkon oder der Terrasse aufstellen lassen und dort Blumen, Sträucher und Pflanzen optimal schützen.

Die Tunnel eignen sich für die Aufzucht und die Überwinterung einer Vielzahl von Pflanzen – neben Gemüse und Kräutern sind dies auch größere Pflanzen.

Preislich liegen Tunnel-Gewächshäuser im mittleren Bereich. So sind die meisten Modelle zu einem Preis zwischen 100 € und 200 € erhältlich.

Zimmer-Gewächshaus

Ein Zimmer-Gewächshaus ist eine äußerst kompakte Variante, die ungefähr die Größe eines herkömmlichen Terrariums besitzt und sich daher optimal im Innenbereich aufstellen und einsetzen lässt.

Dabei zeichnet sich dieser Typ in der Regel durch eine rechteckige, kastenförmige Form aus. So besitzen Zimmer-Modelle meist eine wasserdichte Wanne aus Kunststoff, auf die ein Gehäuse aus transparentem Kunststoff aufgesetzt wird. Auf diese Weise können auch Zimmer-Gewächshäuser optimale Bedingungen hinsichtlich Licht, Wärme und Feuchtigkeit bieten.

Zimmer-Gewächshäuser verfügen somit über eine geschlossene Bauweise. Durch ihre geringe Größe und die kompakte Bauweise können sie zudem als vergleichsweise robust gelten.

Shopping Tipp

Für den Innenbereich sind auch Zimmer-Modelle wie beispielsweise kleinere Anlehn-Modelle erhältlich. Diese bieten im Vergleich zu den klassischen Ausführungen für den Innenbereich deutlich mehr Platz für Pflanzen.

Grundsätzlich verfügen Zimmer-Gewächshäuser über eine geringe Größe. Daher können Sie diese Modelle flexibel an den unterschiedlichsten Orten im Innenbereich aufstellen.

Diese Variante eignet sich für eine Vielzahl kleinerer Pflanzen. Zimmer-Gewächshäuser können Sie daher ideal zur Saatzucht und als Aufzuchtstation für Gemüse, Kräuter einsetzen. Auch kleinere Gewächse wie Kakteen fühlen sich darin wohl.

Preislich liegen Zimmer-Gewächshäuser vergleichsweise niedrig. So können Sie für ein Zimmer-Gewächshaus einen Preis zwischen 10 € und 100 € einplanen.


Klimatisierung

Damit im Gewächshaus auch stets das richtige Klima herrscht, das Ihre Pflanzen zum Wachsen benötigen, sind viele Modelle mit Systemen zur Klimatisierung ausgestattet:

Je nach Ausführung kommen dabei unterschiedliche Varianten zur Beheizung und Belüftung zum Einsatz. Im Folgenden haben wir daher die wichtigsten Merkmale zur Klimatisierung von Gewächshäusern für Sie aufgeführt und zusammengefasst.

Beheizung

Grundsätzlich lassen sich unbeheizte und beheizte Gewächshäuser unterscheiden.

Bei den beheizten Modellen sorgen unterschiedliche Systeme für die richtige Innentemperatur. Dabei sind allerdings nicht nur verschiedene Heizsysteme voneinander zu unterscheiden, sondern auch verschiedene Ausführungen beheizter Gewächshäuser mit unterschiedlichen Temperaturbereichen.

Tipp

Eine windgeschützte Lage verhindert ein schnelles Auskühlen und minimiert die Energiekosten eines beheizten Treibhauses.

Heizsysteme

Im Hinblick auf die Heizsysteme lassen sich elektrische Varianten von Gasheizungen und auf Petroleum oder Paraffin basierenden Heizungen unterscheiden. Eine besondere Variante ist zudem die Warmwasser-Heizung: 

  • Elektrische Heizungen
    Ein elektronisches Heizsystem ist eine einfache und unproblematische Möglichkeit, Ihr Pflanzenhaus zu beheizen. Solche Heizungen besitzen meist eine relativ hohe Heizleistung, sodass Sie auch eine größere Fläche damit gut beheizen können. Sie benötigen dafür lediglich elektrischen Strom und dementsprechend einen Stromanschluss. Elektrische Heizungen gibt es in verschiedenen Ausführungen: So sind neben Heizmatten und Erderwärmungskabeln auch Heizstäbe erhältlich. Mithilfe einer elektrischen Umluftheizung können Sie Ihr Gewächshaus zudem besonders schnell auf die gewünschte Temperatur bringen, allerdings ist der Stromverbrauch dieser Variante gegenüber den zuvor genannten vergleichsweise hoch.
  • Gasheizungen
    Um ein Gewächshaus auch ohne Stromanschluss zu beheizen, bietet sich eine Gasheizung an. Grundsätzlich können Sie damit auch größere Pflanzenhäuser problemlos beheizen, gegenüber den elektrischen Varianten und den Warmwasser-Systemen besitzen diese Modelle aber über eine geringere Heizleistung. Für den Betrieb wird Propangas als Brennstoff benötigt. Sie müssen die Gasheizung also entweder an eine vorhandene Gasleitung anschließen oder aber mit einer Propangasflasche verbinden. Im letzteren Fall müssen Sie die Flasche hin und wieder auffüllen lassen.
  • Petroleum-/Paraffin-Heizungen
    Eine weitere stromlose Möglichkeit sind Heizungen auf Basis der Brennstoffe Petroleum oder Paraffin. Gegenüber Gas haben Petroleum und Paraffin eine erheblich längere Brenndauer, sodass Sie den Tank dieser Heizsysteme deutlich seltener wieder auffüllen müssen. Da sie geringere Heizleistung besitzen, kommen Petroleum- und Paraffin-Heizungen eher für kleinere Pflanzenhäuser infrage.
  • Warmwasser-Heizungen
    Eine letzte Möglichkeit zur Beheizung von Gewächshäusern besteht darin, dieses über eine Rohrleitung an die Hausheizung anzuschließen. Hierbei strahlt heißes Wasser, das durch die Rohre strömt, seine Wärme gleichmäßig an das Gewächshaus ab. Diese Heizart eignet sich auch für die Beheizung größerer Räume. Anders als die Varianten auf Basis von Propangas, Petroleum oder Paraffin funktioniert dieses Heizsystem ohne zusätzliche Brennstoffe. Zudem fallen die Warmwasser-Kosten gegenüber den Stromkosten einer elektrischen Heizung in der Regel geringer aus. Allerdings müssen Sie hierbei von einer aufwändigen Installation ausgehen.
Beheizte Gewächshäuser

Neben unbeheizten Gewächshäusern, die über keinerlei Heizsysteme verfügen, sind beheizte Modelle in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich. 

Dabei lässt sich zwischen 3 unterschiedlichen Typen unterscheiden:

  • Kalthaus
    Ein Kalthaus soll ein subtropisches Klima simulieren und dazu die Temperatur nicht unter 0 °C sinken lassen. Kalthäuser verhindern somit, dass Frost entsteht, der den Pflanzen schaden könnte. Entsprechend eignen sie sich im Besonderen für kälte-, aber nicht frostresistente Kübelpflanzen. Darüber hinaus bietet sich ein Kalthaus vor allem zur Überwinterung von Gewächsen wie Palmen, Feigen, Lorbeer oder Oleander an.
  • Temperiertes Gewächshaus
    Das temperierte Gewächshaus hält die Temperatur konstant im Bereich zwischen 12 °C und 18 °C. Daher kommt dieses Modell im Besonderen zur Überwinterung temperaturempfindlicher Pflanzen wie manchen Orchideen, Farnen und Palmen infrage. Es lässt sich allerdings auch ganzjährig, beispielsweise für den Anbau von Gemüse und Kräutern einsetzen.
  • Warmhaus
    Das Warmhaus hält die Temperatur innerhalb eines Bereichs von 18 °C bis 24 °C konstant. Wegen dieser hohen Temperaturen wird das Warmhaus unter anderem auch als Treibhaus bezeichnet. Dabei stellt dieser Gewächshaus-Typ sicher, dass vor allem für sehr wärmebedürftige Pflanzen ein optimales Klima herrscht. Ein Warmhaus kommt deshalb dann infrage, wenn Sie Pflanzen wie beispielsweise Orchideen, Hibiskus, Bougainvillea oder etwa Zitrus-Bäumchen aufziehen möchten. Darüber hinaus können Sie es zur Überwinterung von Pflanzen nutzen, die nicht kälte- oder frostresistent sind.
Belüftung

Neben Systemen zur Beheizung sind auch verschiedene Belüftungssysteme erhältlich. Auch diese sollen dafür sorgen, dass die richtigen klimatischen Bedingungen im Gewächshaus herrschen – damit die Pflanzen optimal wachsen können und vor Schimmelbefall und Feuchtigkeitsschäden geschützt sind.

Belüftungssysteme sollen Faktoren wie die Luftfeuchtigkeit und die Sauerstoffzufuhr gezielt beeinflussen. Außerdem spielt auch die Luftbewegung, also die „Umwälzung“ der Luft, eine wichtige Rolle und trägt zum Wohlergehen der Pflanzen bei.

Wissenswert

Für ein gutes Wachstum benötigen Pflanzen genügend Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid. Darüber hinaus darf die Luftfeuchtigkeit auch nicht zu hoch sein, weil diese die Gase sonst nur schlecht aufnehmen können. Gerade tropische Gewächse benötigen eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit zwischen 40 % und 60 %. Ein Wert von mehr als 75 % sollte jedoch auch bei diesen Pflanzen nicht erreicht werden.

Um das Gewächshaus optimal zu belüften, stehen unterschiedliche Varianten zur Verfügung. Diese lassen sich wie folgt voneinander unterscheiden:

  • Dach- und Seitenfenster
    Eine einfache und praktische Variante zur Belüftung bieten Dach- und Seitenfenster. Indem Sie diese weit aufsperren, erreichen Sie bereits innerhalb weniger Minuten eine hohe Luftumwälzung im Inneren des Gewächshauses. Hierfür sollten die Fenster jedoch auch rund 10–20 % der Gesamtfläche der Verkleidung ausmachen. Achten Sie für ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen ein- und ausströmender Luft darauf, dass Ihr Modell über Dachfenster verfügt, durch die die warme Luft nach oben entweichen kann. Zusätzlich dazu können Sie durch die Öffnung der Tür den Belüftungseffekt noch erhöhen (sogenannter Kamineffekt). Elektrisch oder hydraulisch betriebene Tür- und Fensteröffner können Ihnen das regelmäßige Lüften erleichtern.
  • Ventilatoren
    Eine Alternative zur Fensterbelüftung bieten Ventilatoren bzw. sogenannte Gewächshaus-Luftumwälzer. Diese sorgen auch dann für eine ausreichende Belüftung, wenn außerhalb Windstille herrscht und offene Fenster somit keine Luftzirkulation bewirken können. Allerdings gibt es große Unterschiede zwischen den unterschiedlichen Ventilatoren für Gewächshäuser: Neben den herkömmlichen stehenden oder hängenden Varianten gibt es auch Standventilatoren mit Drehgelenk, die das Gewächshaus meist sehr gleichmäßig belüften. Eine weitere Belüftungsvariante stellen Umluftventilatoren dar. Diese leiten die wärmeren Luftmassen über einen Schlauch in den Bodenbereich bzw. das kühlere Erdreich, um so eine gleichmäßige Raumtemperatur zu erreichen.
Shopping Tipp

Eine ideale Alternative zum elektrisch betriebenen Ventilator bietet ein solar betriebener Luftumwälzer. Dabei wird auf dem Dach des Gewächshauses (sofern möglich) ein Solarmodul installiert, das die nötige Energie für den Betrieb des Ventilators liefert.


Design

Gewächshäuser unterscheiden sich auch hinsichtlich des Designs teils beträchtlich voneinander. So verfügen die Modelle auf dem Markt über viele unterschiedliche Grundformen. Auch die Dachform und das Design der Fenster sind meist verschieden.

Im Hinblick auf das Design lassen sich demnach folgende Konstruktionselemente voneinander unterscheiden:

Grundformen

Im Hinblick auf die Grundform sind zahlreiche unterschiedliche Varianten erhältlich. Als klassisches Modell gilt ein Gewächshaus mit rechteckiger Grundform. Dieses ist meist praktischer Platz als vergleichbare quadratische Modelle. Darüber hinaus sind auch Pflanzenhäuser mit einer runden Grundform erhältlich oder auch Modelle in L-Form. Eine ausgefallene Variante stellt zudem das sechseckige Gewächshaus dar.

Dachformen

Die Gewächshäuschen variieren auch hinsichtlich ihrer Dachform.

Zu den häufigsten Varianten gehören hierbei das Flachdach, das Satteldach, das Pultdach, das Zeltdach und das Tonnendach:

  • Flachdach
    Ein Flachdach hat keine Neigung. Es kommt vor allem bei kompakteren Modellen vor. Auf diesem Dach kann sich Niederschlag ansammeln. Daher sollten Sie darauf achten, dass dieser auch ablaufen kann. Im Winter sollten Sie das Dach zudem frei von Schnee und Eis halten.
  • Pultdach
    Ein Pultdach ist auf der einen Seite was höher als auf der anderen und verfügt somit über eine leicht abfallende Dachfläche. Daher kommt diese Dachform insbesondere bei Anlehn-Modellen vor, bei denen das Pflanzenhaus direkt an einer Hauswand aufgestellt wird. Hier kann Regenwasser optimal abfließen.
  • Satteldach
    Das Satteldach besteht aus 2 gegenüberlegenden und aufsteigenden Dachflächen, die in der Mitte zu einer Spitze zusammengeführt werden. Entsprechend bestimmt der Winkel des Daches auch dessen Höhe. Regenwasser kann bei dieser Dachform optimal ablaufen.
  • Tonnendach
    Das Tonnendach ist durch eine halbrunde Wölbung kennzeichnet und wird deshalb mitunter auch als Runddach bezeichnet. Dank der Wölbung kann auch hier das Regenwasser leicht abfließen.
  • Zeltdach
    Bei einem Zeltdach hingegen laufen mindestens 3 geneigte Flächen in einer Spitze zusammen. Daher ähnelt ein Zeltdach optisch einer Pyramide. Auch hier sammelt sich kein Niederschlag an, sondern läuft über die Dachschrägen nach unten ab.
Fensterformen

Auch bei der Fensterform gibt es große Unterschiede im Design.

Hierbei sind Klappfenster, Schiebefenster, Lamellenfenster und sogenannte Rollfenster voneinander zu unterscheiden. Diese können jeweils als Seiten- oder als Dachfenster zum Einsatz kommen.

Shopping Tipp

Dachfenster ermöglichen aufgrund der Höhe eine bessere Entlüftung: Denn die heiße Luft kann somit nach oben entweichen, wodurch eine Überhitzung vermieden wird.

In erster Linie unterscheiden sich die verschiedenen Fensterformen in Bezug auf die Optik.

Unterschiede gibt es allerdings auch im Hinblick auf den Öffnungs- und Schließmechanismus:

  • Klappfenster
    Ein Klappfenster öffnen Sie, indem Sie es je nach Modell nach unten oder nach oben hin aufklappen. 
  • Schiebefenster
    Diese Variante lässt sich meist bis zur Fenstermitte auf- und wieder herunterschieben. Dadurch können Sie die Größe der Öffnung variieren, ganz öffnen können Sie Schiebefenster allerdings meist nicht.
  • Lamellenfenster
    Ein Lamellenfenster besteht aus vielen einzelnen Lamellen. Ein Handhebel oder ein elektrischer Schalter sorgt dafür, dass sich die Lamellen öffnen oder schließen.
  • Rollfenster
    Ein Rollfenster wiederum öffnen und schließen Sie, indem Sie eine Fensterfolie hoch- und wieder herunterkurbeln.

Zubehör

Für Ihr neues Gewächshaus steht Ihnen eine Reihe an praktischen Zubehörartikeln zur Verfügung, die das Arbeiten und Gärtnern erleichtern, für bessere klimatische Bedingungen sorgen oder aber zusätzlichen Platz schaffen. Darüber hinaus gibt es auch Zubehör, das als Dekoration das optische Erscheinungsbild des Pflanzenhaus ergänzt.

Zu den wichtigsten Zubehörartikeln gehören daher die folgenden:

  • Beschattungsanlagen
    Zum Schutz gegen zu hohe Sonneneinstrahlung sind spezielle Anlagen und Elemente zur Beschattung erhältlich. Hierbei handelt es sich in der Regel um Matten aus Kunststoff oder aus Schilfrohr, die Sie im Innenbereich oder von außen anbringen und somit die Sonneneinwirkung begrenzen. Neben Vorhängen, die Sie als manuell anbringen müssen, gibt es auch automatisch betriebene Rollos oder Schienenkonstruktionen. Eine kostengünstigere Variante zur Beschattung bieten Schattierfarben, die Sie von außen an das Fenster aufsprühen oder anstreichen und problemlos wieder abwaschen können.
  • Befestigungselemente und Hängeboards
    Mit Befestigungselementen und Hängeboards können Sie Hänge- und Rankpflanzen in Ihrem Gewächshaus unterbringen. An spezielle Befestigungshaken etwa lassen sich mithilfe von Blumendraht Hängepflanzen wie beispielsweise Tomatenranken befestigen. Hängebords in der Form eines Regalbrettes ermöglichen es Ihnen, den zur Verfügung stehenden Platz auch in der Höhe ausnutzen zu können – darauf können Sie herkömmliche Topfpflanzen abstellen.
  • Bodenanker
    Vor allem für den stabilen Aufbau eines Folien-Gewächshauses sind neben einem soliden Fundament sogenannte Bodenanker sinnvoll. Dabei handelt es sich in der Regel um robuste Metallstangen, mit deren Hilfe Sie Ihr Gewächshäuschen im Boden verankern und diesem somit sicheren Halt bieten können.
  • Dachrinne
    Damit das Regenwasser, das sich auf dem Dach sammelt, auch optimal ablaufen kann, sollte eine Dachrinne samt Fallrohr vorhanden sein. Diese sorgen dafür, dass das Regenwasser kontrolliert vom Dach abgeleitet wird.
  • Isolierfolien
    Isolierfolien dienen der zusätzlichen Wärme-Isolierung, was vor allem in den Wintermonaten empfehlenswert ist. Aber auch im Sommer trägt es dazu bei, die über den Tag entstandene Wärme möglichst lange im Haus zu halten. Die am häufigsten vorkommende Variante einer Isolierfolie stellt die Luftpolsterfolie dar, die durch mehrere Schichten eine optimale Wärme-Isolation bietet.
  • Pflanzregale und -tische
    Pflanzregale und -tische schaffen mehr Platz im Gewächshaus und bieten Ihnen die Möglichkeit, im Stehen zu arbeiten. Denn vor allem Pflanztische eignen sich auch als Arbeitsfläche. Zudem können Sie sie auch als Stauraum für Ihre Gärtnerutensilien nutzen. Pflanztische und -regale gibt es in den unterschiedlichsten Formen, Größen und Ausführungen. 
  • Thermometer
    Zur Überprüfung der Temperatur ist ein spezielles Gewächshaus-Thermometer empfehlenswert. Dabei handelt es sich in der Regel um ein Modell zur Wandanbringung, das in analoger oder digitaler Form die exakte Temperatur anzeigt. Darüber hinaus zeigen aktuelle Modelle in der Regel auch die Luftfeuchtigkeit im Innenbereich an, die es für bestimmte Pflanzen zu beachten gilt. In diesem Fall handelt es sich dann um eine Kombination aus einem Thermometer und einem sogenannten Hygrometer. 
  • Zierelemente
    Zur Dekoration stehen Ihnen viele verschiedene Zierelemente zur Verfügung, mit deren Hilfe Sie Ihrem Gewächshäuschen eine individuelle Note verleihen und es optisch aufwerten können. Dazu zählen insbesondere Zierspitzen, die sich bei vielen Modellen auf der Dachkonstruktion anbringen lassen.

Ein umfangreiches Sortiment an Artikeln wie Beschattungsanlagen, Pflanztische oder Thermometer finden Sie auch in der Rubrik Zubehör für Gewächshäuser auf unserem Portal.


Häufige Fragen

Welche Fragen Sie schon immer rund um das Thema Gewächshaus hatten, haben wir im Folgenden für Sie beantwortet. Unsere Fragensammlung basiert dabei auf dem Wissensbedarf anderer Käufer.

Funktionsweise

Wie funktioniert ein Gewächshaus?

Gewächshäuser bieten Pflanzen Schutz vor Wind und Wetter und sie ermöglichen optimale Bedingungen für deren schnelles Wachstum. 

Jedes Gewächshaus basiert grundsätzlich auf dem gleichen Prinzip – dem sogenannten Glashaus-Effekt:

  1. Durch die Glas-, Kunststoff- oder Folienflächen gelangen Sonnenstrahlen in das Innere des Gewächshauses und treffen auf die dort befindlichen Objekte, etwa auf die Erde, die Pflanzen, Arbeitsplatten und Regale.
  2. Diese absorbieren die Sonnenstrahlen und wandeln sie in Wärme um. 
    ⇒ Die Wärme verteilt sich gleichmäßig im Innern des Hauses. 
  3. Die Wärme kann nicht nach außen entweichen. 
    ⇒ Es kommt zu einer Art Ofeneffekt kommt, wodurch die Temperatur im Gewächshaus kontinuierlich ansteigt. 
    ⇒ Das schafft optimale Bedingungen für das Wachstum wärmeliebender Pflanzen.
  4. Zusätzlich begünstigt das einfallende Sonnenlicht den für das Pflanzenwachstum wichtigen Prozess der Fotosynthese.
    ⇒ Dabei wandeln die Pflanzen die Lichtenergie unter Zuhilfenahme von Kohlenstoffdioxid und Wasser in Glukose und Sauerstoff um.

Bedenken Sie

Pflanzen benötigen auch Frischluft: So kann es in geschlossenen und gut isolierten Pflanzenhäusern durch den fehlenden Luftaustausch dazu kommen, dass der für die Pflanzen lebensnotwendige Kohlenstoffdioxid knapp wird. Das kann die Pflanzen am Wachstum hindern. In diesem Fall können Sie durch regelmäßiges Durchlüften dafür sorgen, dass Ihren Pflanzen ausreichend Kohlenstoffdioxid zur Verfügung steht.

Größe

Wie groß sollte mein Gewächshaus sein?

Damit Ihr neues Gewächshaus auch zum geplanten Einsatzzweck passt, braucht es natürlich die richtige Größe. Deshalb sollten Sie sich bereits im Vorfeld des Kaufes über die richtige Größe Gedanken machen. Andernfalls kann es passieren, dass Sie das Pflanzenhaus am vorgesehenen Standort nicht aufstellen können oder es nicht genügend Platz für Ihre Pflanzen bietet.

Während sogenannte Kleingewächshäuser meist auf den Privatbedarf ausgelegt sind und dabei eine Größe zwischen 2–25 m² besitzen, verfügen Großgewächshäuser für die professionelle oder sogar industrielle Nutzung über eine Größe von mehr als 50 m².

Welche Größe für Sie und Ihre ganz persönlichen Anforderungen infrage kommt, hängt von einigen Faktoren ab: 

  • Zur Verfügung stehender Platz
    Entscheidend ist der zur Verfügung stehende Platz an dem für das Gewächshaus vorgesehenen Standort. Auf einer Wiese im Garten haben Sie in der Regel deutlich mehr Platz als etwa auf der Terrasse oder dem Balkon. Sind Sie sich bei der Größe unsicher, sollten Sie die maximal zur Verfügung stehende Fläche vor dem Kauf exakt ausmessen.
  • Anzahl und Größe der Pflanzen
    Die richtige Gewächshausgröße richtet sich auch nach der Anzahl und Größe der Pflanzen, die darin unterkommen sollen. So beanspruchen unterschiedliche Pflanzenarten jeweils eine ganz bestimmte Anbaufläche für sich. Für sehr hochwachsende Pflanzen sollten Sie darauf achten, dass das Pflanzenhaus ausreichend hoch ist. 
  • Persönlicher Einsatzzweck
    Möchten Sie Ihr neues Gewächshaus vorrangig für das Heranziehen von Jungpflanzen nutzen, dann reicht in der Regel eine Größe von etwa 7–10 m² aus. Für den Anbau von Bäumchen und Sträuchern hingegen sollte Ihr Modell schon ein wenig größer sein, mindestens aber 15 m². Sie können der Faustregel folgen, dass rund 10 m² reine Nutzungsfläche ausreichen, um mit der Ernte etwa eine 4-köpfige Familie mit Gemüse zu versorgen. Sollen darin zusätzlich auch Pflanzen überwintern, dann sollten Sie hierfür entsprechend mehr Platz einkalkulieren.

Kauf 

Wo kann ich mein neues Gewächshaus kaufen?

Idealerweise kaufen Sie Ihr neues Pflanzenhaus über das Internet. Der Online-Kauf bietet Ihnen gleich mehrere Vorteile: Einerseits erhalten Sie im Internet eine Vielzahl an Modellen in ganz unterschiedlichen Farben, Formen und Größen. Dabei übersteigt die Anzahl passender Modelle im das Sortiment eines Fachhändlers vor Ort meist deutlich.

Andererseits profitieren Sie beim Online-Kauf von einer höheren Preistransparenz. So können Sie die Angebote und Preise mehrerer Anbieter miteinander vergleichen und so das ideale Produkt zum günstigsten Preis finden. Außerdem stehen Ihnen dort auch die Produktbewertungen anderer Nutzer zur Verfügung.


Wie viel kostet ein Gewächshaus?

Die Preise für Gewächshäuser variieren je nach Modell, Material und Ausstattung deutlich.

Während Sie für ein Glas-Modell einen Preis zwischen 400 € und 1.500 € zahlen, sind Folien-Modelle mit 100 € bis 400 € schon deutlich günstiger. Kunststoff-Gewächshäuser aus Acryl, PVC oder PC liegen ebenfalls in einem höheren Preisbereich zwischen 400 € und 1.500 €.

Auch bei der Bauweise unterscheiden sich die Preise zum Teil stark. Ein Anlehn-Gewächshaus erhalten Sie in der Regel zu einem Preis zwischen 160 € und 800 €, während freistehende Ausführungen in einem breiten Preisbereich zwischen 200 € und 2.000 € angesiedelt sind. Frühbeete und Grow-Schränke sind mit Preisen zwischen 30 € und 250 € weitaus günstiger erhältlich.

Tunnel-Gewächshäuser gehören mit Preisen zwischen 100 € und 200 € ebenfalls zu den kostengünstigeren Varianten. Für einen Preis zwischen 10 € und 100 € erhalten Sie mit einem Zimmer-Gewächshaus zudem eine sparsame Alternative für den Innenbereich.

Welche Gewächshaus-Typen es gibt und wodurch sich diese jeweils auszeichnen, erfahren Sie in unserer gleichnamigen Themen-Rubrik.

Modelle

Welche Arten von mobilen Gewächshäusern gibt es?

Zu den Modellen, die sich auch für mobile Zwecke eignen, zählen insbesondere Zimmer-Gewächshäuser wie auch die sogenannten Grow-Schränke. Beide Varianten müssen nicht umständlich aufgebaut werden, sondern besitzen einen kompakten, festen Korpus und lassen sich somit problemlos von einem Ort zum anderen transportieren.

Eine weitere Variante, die sich mitunter zu den mobilen Modellen zählen lässt, sind klassische Folien-Gewächshäuser. Schließlich lassen sich diese, in etwa so wie herkömmliche Camping-Zelte, relativ einfach auf- und wieder abbauen. Bei Pflanzenhäusern aus Glas oder festem Kunststoff ist dies hingegen nicht möglich.

Montage

Wie baue ich das Gewächshaus auf?

Wie Sie Ihr neues Gewächshaus richtig aufbauen, hängt in erster Linie von dem genauen Typ ab. So unterscheidet sich die Montage eines Anlehn-Hauses grundlegend vom Aufbau eines Tunnel-Modells.

Recherche Tipp

Die detaillierten Schritte für den Aufbau entnehmen Sie der beiliegenden Montage-Anleitung.

Ein klassisches freistehendes Gewächshaus bauen Sie in der Regel wie folgt auf:

  1. Heben Sie entsprechend der Maße des Gewächshauses eine Grube aus und gießen Sie ein Beton-Fundament.
    ⇒ Die Grube sollte mindestens 80 cm tief sein, damit sich das Fundament bei Minusgraden nicht löst.
  2.  Decken Sie den Graben anschließend mit einer Schicht aus Erde, Kies oder Split ab und befestigen Sie den mitgelieferten Fundament-Rahmen des Gewächshauses.
    ⇒ Überprüfen Sie dessen korrekte Position mithilfe einer Wasserwaage.
  3.  Montieren Sie nun die Wände des Gebäudes zusammen.
    ⇒ Dazu können Sie die einzelnen Elemente zunächst auf dem Boden in der Position aneinanderlegen, in der Sie sie anschließend miteinander verschrauben.
  4.  Verbinden Sie die montierten Elemente mit dem Fundament-Rahmen.
  5.  Überprüfen Sie anschließend erneut mithilfe einer Wasserwaage die richtige waagerechte und senkrechte Ausrichtung der Gewächshaus-Elemente.
    ⇒ Beachten Sie hierbei, dass es Unterschiede bei der Verglasung gibt: Während Sie die Fensterscheiben bei Modellen mit Einschub-Technik schon beim Montieren der einzelnen Elemente einsetzen, wird die Verglasung bei Modellen mit Verglasungsleisten oder sogenannten Federkammern erst anschließend eingesetzt.
  6.  Montieren Sie nun das Dach an.
    ⇒ Auch hier sollten Sie darauf achten, ob Sie die Verglasung bereits beim Montieren oder erst danach anbringen müssen.
  7.  Befestigen Sie zum Schluss die Tür. Für die klassischen Modelle mit Schiebetür montieren Sie dazu die Türlaufschiene an der dafür vorgesehenen Stelle und setzen anschließend die Tür ein.
    ⇒ Überprüfen Sie ein letztes Mal, ob Ihr aufgebautes Gewächshaus waagerecht und senkrecht optimal ausgerichtet ist.


Wie sollte der Untergrund für das Gewächshaus beschaffen sein?

Der Untergrund sollte vor allem eben sein, damit die Rahmenkonstruktion sicheren Halt hat.

Bei den meisten Pflanzenhäusern ist es darüber hinaus nötig, ein eigenes Fundament anzulegen, auf dem Sie den Fundament-Rahmen befestigen und die Rahmenkonstruktion aufmontierten. Das sorgt für einen festen Untergrund und damit sicheren Halt.

Für Flächen mit abschüssigem Gelände oder Hanglage ist der Bau eines Fundaments nicht immer möglich. Hier sollten Sie den Untergrund begradigen, um Ihrem Pflanzenhaus einen soliden Untergrund zu bieten.

Darüber hinaus sollte der Boden so beschaffen sein, dass angestautes Regenwasser problemlos abfließt: So kann eine sogenannte Drainage-Schicht aus Erde, Split oder Kies im Fundament dafür sorgen, dass Wasser schnell versickert und abfließt.

Wissenswert

Der Begriff Drainage bezeichnet Maßnahmen zum kontrollierten Ableiten von Wasser.

Nutzung

Wie beheize ich mein Gewächshaus?

Zur Beheizung stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Während tagsüber vor allem im Sommer die Sonne diese Aufgabe übernimmt, müssen Sie nachts und in kalten Wintermonaten selbst dafür sorgen, dass Ihre Pflanzen ausreichend viel Wärme bekommen.

Zu den verbreiteten Varianten der Beheizung gehören elektrische Heizsysteme, Gasheizungen, Paraffin-/Petroleum-Heizungen und Warmwasser-Heizungen. Die elektrische Beheizung stellt eine besonders einfache Variante dar, weil Sie dafür lediglich einen Stromanschluss benötigen. Allerdings sollten Sie hierbei die laufenden Stromkosten berücksichtigen.

Gasheizungen sowie Paraffin- und Petroleum-Heizungen funktionieren hingegen völlig ohne Elektrizität, allerdings müssen Sie regelmäßig die jeweiligen Brennstoffe nachfüllen. Paraffin- und Petroleum-Heizungen haben gegenüber der Gas-Variante zwar eine geringere Heizleistung, verfügen dabei allerdings über eine deutlich höhere Brenndauer.

Weitere Informationen zur Beheizung haben wir in unserer gleichnamigen Themen-Rubrik für Sie zusammengetragen.


Welche Temperatur sollte ein Gewächshaus haben?

Die richtige Innentemperatur bestimmen Sie danach, welchen Gewächshaus-Typen Sie besitzen und welche Pflanzen Sie darin anbauen. Neben unbeheizten Ausführungen, bei denen die Temperatur mit der Außentemperatur schwankt, gibt es beheizte Modelle, bei denen die Temperatur nicht unter 0 °C sinkt.

Die beheizten Modelle lassen sich wiederum in sogenannte Kalthäuser, temperierte Gewächshäuser und Warmhäuser mit jeweils unterschiedlichen Temperaturbereichen gliedern.

Welche Temperatur welches dieser beheizten Ausführungen erreicht, erfahren Sie in unserer Themen-Rubrik Klimatisierung.


Kann ich ein Gewächshaus ganzjährig verwenden?

Grundsätzlich können Sie Pflanzenhäuser ganzjährig nutzen.

Je nach Nutzungsart und Bepflanzung müssen Sie dafür allerdings auf eine ausreichende Wärme- und Wasserzufuhr achten. Für kälteempfindliche Pflanzen ist die ganzjährige Nutzung nur mithilfe einer Heizung möglich. Außerdem sollten Sie das regelmäßige Gießen und Düngen nicht vernachlässigen. So können Sie neben Wintergewächsen sogar tropische und frostempfindliche Pflanzen ganzjährig anbauen.

Bedenken Sie

Gerade bei Pflanzen mit hohem Wärmebedarf müssen Sie sich auf hohe Energiekosten einstellen. 

Pflege

Wie pflege ich die Pflanzen in meinem Gewächshaus richtig?

Damit Ihre Pflanzen wachsen und gedeihen und Sie auch möglichst lange von Ihrem Gewächshaus profitieren, sollten Sie einige Pflegehinweise beachten. Dies betrifft die Pflege der Pflanzen, die Kontrolle der Luftfeuchtigkeit und die Reinigung des Gewächshauses

Beachten Sie folgende Hinweise bei der Pflege Ihrer Pflanzen:

  • Gießen Sie regelmäßig.
    Ihre Pflanzen brauchen Wasser zum Wachsen. Deshalb sollten Sie darauf achten, dass die Erde nicht austrocknet. Zur Mittagszeit sollten Sie Ihre Pflanzen allerdings gerade an warmen Sonnentagen nicht wässern, weil die kleinen Wassertropfen auf den Blättern wie Brenngläser wirken und die Pflanze versengen können.
  • Befreien Sie Ihre Pflanzen von Unkraut.
    Oft wächst Unkraut wie beispielsweise Giersch um Ihre Pflanzen herum. Damit Ihre Kulturpflanzen ausreichend Platz zum Wachsen haben, sollten Sie das Unkraut regelmäßig jäten.
  • Sorgen Sie im Sommer für ausreichend Schatten.
    Um Ihre Pflanzen vor zu hoher Sonneneinstrahlung und damit vor dem Versengen zu schützen, sollten Sie Elemente wie Schattierungsnetze oder Beschattungsanlagen anbringen.
  • Achten Sie auf Schädlinge und Pflanzenkrankheiten.
    Diese können Ihre Pflanzen eingehen lassen. Deshalb sollten Sie regelmäßig nach befallenen Stellen Ausschau halten und diese dann entsprechend behandeln.

Beachten Sie folgende Hinweise zur optimalen Luftfeuchtigkeit:

  • Messen Sie die Luftfeuchtigkeit mithilfe eines Hygrometers.
    Dieses zeigt Ihnen genau die Luftfeuchtigkeit in Prozent (%) an. Die meisten Gemüsesorten wie beispielsweise Tomate, Paprika, Aubergine sowie auch Zimmer- und Kübelpflanzen wachsen optimal bei einer Luftfeuchtigkeit von etwa 60 % bis 70 %. Tropische Gewächse hingegen benötigen üblicherweise Werte von 80 % bis 85 %.
  • Gefüllte Wasserschalen erhöhen die Luftfeuchtigkeit.
    Indem Sie Wasserschalen aufstellen, können Sie die Luftfeuchtigkeit im Innern des Pflanzenhauses erhöhen. Das Wasser in der Schale verdunstet dann langsam.
  • Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit sollten Sie lüften.
    Durch die Öffnung der Fenster, Türen und Lüftungsvorrichtungen können Sie sicherstellen, dass die Luftfeuchtigkeit dank des Luftaustausches wieder sinkt.

Beachten Sie folgende Hinweise zur Reinigung Ihres Gewächshauses:

  • Idealerweise reinigen Sie Ihr Gewächshaus im Frühjahr vor der Aussaat.
    Der optimale Zeitpunkt für die Reinigung ist das Frühjahr, bevor Sie es bepflanzen oder neue Pflanzen aussäen. So können Sie mit der Säuberungsaktion auch letzte Schädlinge und Keime entfernen, die den Winter überstanden haben.
  • Reinigen Sie sowohl den Außen- als auch den Innenbereich.
    Während Sie die Außenseite Ihres Gewächshauses relativ einfach mithilfe von etwas warmem Wasser und einem Schwamm reinigen können, fällt die Säuberung des Innenbereichs deutlich aufwändiger aus: So sollten Sie zunächst alle Regale, Behälter und Töpfe nach draußen stellen und dort mithilfe eines Wasserschlauches abspülen. Anschließend können Sie sich Ihren Pflanzen widmen und Unkraut entfernen, vertrocknete Pflanzen entsorgen sowie alte Zuchtbeutel wegwerfen. Außerdem ist es sinnvoll, Blätter, Erde und Staub zusammenzukehren und zu entsorgen.

Standort

Wo sollte ich das Gewächshaus aufstellen?

Die Wahl des richtigen Standorts ist eine wichtige Frage, die Sie sich idealerweise bereits im Vorfeld des Kaufes stellen.

Der Standort ist entscheidend für die Ertragskraft Ihres Gewächshauses: Erst die richtige Aufstellung ermöglicht ein optimales Zusammenspiel verschiedener Faktoren wie etwa der Sonneneinstrahlung und des Windschutzes. Damit Ihr Häuschen ausreichend Sonne und Wärme einfangen kann und ausreichend geschützt ist vor starkem Wind, sollten Sie einen entsprechend sonnigen wie auch geschützten Platz für die Aufstellung aussuchen.

Im Hinblick auf den natürlichen Verlauf der Sonne ist vor allem eine Südausrichtung empfehlenswert: Dort ist die Sonnen- und Lichtausbeute typischerweise am höchsten. 

Darüber hinaus ist es ratsam, das Haus möglichst windgeschützt aufzustellen, also etwa in unmittelbarer Nähe des Hauses. 

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