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Ratgeber Rucksäcke


Aktualisiert: 07.06.2018 | Autor: Kerstin Hölzel

Wissen kompakt

Sie brauchen einen neuen Rucksack für den Alltag? Oder steht bei Ihnen demnächst eine Trekking-Tour fernab der Zivilisation an? So unterschiedlich die auf dem Markt erhältlichen Rucksack-Typen sind, so unterschiedlich sind auch ihre Einsatzzwecke.

Die Konstruktion des Gepäckstücks ist so einfach wie genial: Das Tragesystem verteilt das Gewicht gleichmäßig auf dem Rücken. Schulter-, Brust- und Hüftgurte unterstützen den Rucksackträger – ein Segen für Rückengeplagte.

Wissenswert

Bereits „Ötzi“ trug einen Rucksack

Die Geschichte des Rucksacks reicht bis in die Jungsteinzeit (ca. 3300 v. Chr.) zurück – bereits „Ötzi“, die im österreichischen Ötztal gefundene Mumie aus der Jungsteinzeit, trug eine sogenannte Kraxe bzw. Rückentrage – ein offenes Gestell aus Holz, das auf dem Rücken getragen wurde. 

Längst dienen Rucksäcke nicht mehr nur dem Transport von Gepäck. Sie haben sich mittlerweile zu richtigen Lifestyle-Accessoires entwickelt. Vor allem City-Rucksäcke und Daypacks sind von den Straßen nicht mehr wegzudenken. Und selbst im Businessbereich sind Laptop-Rucksäcke nicht mehr verpönt.

Beim Kauf eines Rucksacks ist es daher entscheidend, für welchen Zweck Sie ihn einsetzen möchten. Je anspruchsvoller die Aufgaben, die das Gepäckstück bewältigen muss, desto mehr kommt es auch auf seine Ausstattung und seinen Tragekomfort an.

In unserem Kaufberater haben wir für Sie zusammengefasst, worauf es beim Kauf eines Rucksacks ankommt, welche Rucksack-Typen es gibt und welche Eigenschaften diese besitzen. 


Kaufberater

Zahlreiche Rucksack-Typen sind im Handel erhältlich – den Überblick zu behalten – fällt einem da nicht unbedingt leicht. Immerhin soll Sie Ihr Wunschmodell einige Jahre lang begleiten, Ihr Gepäck sicher transportieren und Sie beim Tragen entlasten. Damit Sie einen verlässlichen Begleiter für Ihre Einsatzzwecke finden können, sollten Sie sich vor dem Kauf Gedanken darüber machen, welchen Anforderungen dieser gerecht werden sollte.

Um Sie beim Rucksack-Kauf zu unterstützen, haben wir in unserem Kaufberater wichtige Informationen zusammengetragen, auf die es bei der Kaufentscheidung ankommt, um den für Sie perfekten Rucksack zu finden.

Bedenken Sie beim Kauf des für Sie idealen Rucksacks vor allem folgende Gesichtspunkte:

  • Der Einsatzzweck bestimmt den für Sie passenden Produkttypen.
    Während für den Alltag ein City-Rucksack ausreicht, um Ihre Utensilien transportieren zu können, benötigen Sie für eine Wanderung zumindest einen Tages-Rucksack mit mehr Tragekomfort. Beabsichtigen Sie mehrere Tage in der Wildnis auf sich allein gestellt unterwegs zu sein, kommt für Sie ein Trekking-Rucksack infrage.
  • Das Material beeinflusst die Lebensdauer eines Modelles.
    Das Material eines Rucksacks muss so beschaffen sein, dass es ein hohes Gewicht tragen kann und auch bei extremen Belastungen nicht reißt. Des Weiteren ist für die Robustheit auch die Verarbeitung wie z.B. der Nähte wichtig. 

Rucksack-Typen

Die unterschiedlichen Rucksack-Typen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Größe, ihrer Form und ihrer Ausstattung und sind für spezielle Einsatzzwecke ausgelegt. 

Auf den Punkt!
  • Business-Rucksäcke eignen sich für den täglichen Arbeitsweg und sind oftmals mit Notebook-Fächern ausgestattet.
  • City-Rucksäcke sind eine Alternative zu Handtaschen. Darin können Sie alle wichtigen Utensilien im Alltag komfortabel transportieren. 
  • Outdoor-Rucksäcke sind für den sportlichen Einsatz ausgelegt. Sie bieten zudem Platz für Sportausrüstung und -geräte.
  • Kinder-Rucksäcke passen ideal zum kindlichen Körperbau. Sie eignen sich für den täglichen Schulweg, jedoch auch erste Freizeitausflüge.
Business-Rucksäcke

Business-Rucksäcke sind für den alltäglichen Gebrauch gedacht. Sie eignen sich besonders für den Weg zur Arbeit und bieten für Arbeitsutensilien ausreichend Platz.

Es gibt 2 Ausführungen:

Laptop-Rucksack (Business-Rucksack)

Mit einem Laptop-Rucksack können Sie Ihr Notebook sicher transportieren. Die meisten Modelle besitzen dafür ein fest integriertes, gepolstertes Laptop-Fach. Der Computer ist somit an einem Platz fixiert und kann nicht im Rucksack herumschleudern. Ein einfacher und schneller Zugriff auf das Gerät ist in der Regel gegeben. Das ist bei Sicherheitskontrollen am Flughafen von Vorteil.

Etliche Hersteller geben die Maße der Notebook-Fächer in Zoll an. Diese Angabe bezieht sich immer auf die Bildschirmdiagonale des Computers. Notebook-Fächer gibt es in folgenden Größen:

  • 13“
  • 15“
  • 17“
Beispiel

Zur Orientierung: 1“ (Zoll) entspricht 2,54 cm.

Der Vorteil gegenüber einer Laptop-Tasche: Das Gewicht verteilt sich beim Tragen gleichmäßig auf Ihrem Rücken und Sie haben die Hände frei. 

Laptop-Rucksäcke besitzen viele Fächer, die ausreichend Fassungsvolumen für Stifte, Ordner, Unterlagen etc. bieten. Meist ist das Format DIN-A4 geeignet. Netzteil, Maus und Audiogeräte können Sie in Taschen für Zubehör unterbringen. Auch können spezielle Taschen für CDs, DVDs und Visitenkarten vorhanden sein. Dadurch können Sie Ordnung im Rucksack halten. Berücksichtigen Sie vor dem Kauf, welche Gegenstände Sie hauptsächlich transportieren möchten. 

Shopping Tipp
  • Eine elegantere Variante ist eine Laptop-Tasche, die sich durch spezielle Trageriemen auch als Rucksack einsetzen lässt. 
  • Wenn Sie Ihren Notebook-Rucksack auch als Laptop-Tasche verwenden möchten, entscheiden Sie sich für ein Modell mit Tragegriffen an den Seiten. Mit einem abnehmbaren Schultergurt zum Umhängen sieht der Rucksack eleganter aus. 

Achten Sie beim Kauf darauf, dass Ihr Laptop-Rucksack aus wasserabweisendem Material besteht. So ist Ihr Computer auch bei einem Regenschauer geschützt. 

Trolley-Rucksack

Ein Rucksack-Trolley eignet sich für Sie, wenn Sie schweres Gepäck transportieren möchten. Das Gewicht können Sie damit wie bei einem Trolley-Koffer hinter sich herziehen. Sie können dieses Modell auch als Laptop-Rucksack einsetzen.

City-Rucksäcke

Bei einem City-Rucksack handelt es sich um ein modisches Accessoire und nicht um einen funktionalen Rucksack für den Outdoor-Bereich.

Es gibt folgende Ausführungen:

City-Rucksack

Der City-Rucksack ist eine Alternative zur Handtasche und bietet einen größeren Tragekomfort. Sie haben beim Tragen die Hände frei und kommen trotzdem schnell und bequem an alle wichtigen Utensilien im Rucksack.

Wissenswert

Miuccia Prada hatte 1984 ihren Durchbruch mit dem hochpreisigen schwarzen City-Rucksack „Vela“ aus dem wasserdichten Nylonmaterial Pocone. Er wurde zum Verkaufsschlager.

Beutel-Rucksack

Bei einem Beutel-Rucksack handelt es sich um einen Beutel, der an der oberen Kante mittels Kordeln zugezogen wird. Die Kordeln sind zugleich die Trageriemen. Sie können den Beutel-Rucksack auch als Turnbeutel zum Transportieren von Sportsachen einsetzen.

Oft besteht der Beutel-Rucksack aus textilem Material. Mittlerweile gibt es ihn jedoch in unterschiedlichen Materialien und in zahlreichen Designs zu kaufen.

Wissenswert

Erstmals Mitte der 1950er-Jahre tauchte der Begriff des Turnbeutels in der deutschen Sprache auf. 

Der Vorteil von Beutel-Rucksäcken: Sie sind günstig. Einfache Turnbeutel-Modelle aus Stoff sind bereits ab 10 € zu haben; von bekannten Sportartikelherstellern gibt es Varianten ab 15 €. Wenn Sie hochwertige Materialien wie Leder bevorzugen, zahlen Sie mehr.

Falt-Rucksack

Falt-Rucksäcke eignen sich für leichtes Trekking, Freizeit oder Shopping. Wie der Name verrät, lässt sich dieser Rucksack zusammenfalten und sogar in der Hosentasche verstauen. Dadurch können Sie ihn überallhin mitnehmen und bei Bedarf nutzen.

Beispiel

Zum Vergleich: Zusammengefaltet sind einige Falt-Rucksäcke lediglich so groß wie ein Geldbeutel.

Durch sein geringes Gewicht können Sie einen Falt-Rucksack auch zusätzlich zu einem großen Rucksack einsetzen; beispielsweise, wenn Sie Ihr Ziel bereits erreicht haben und mit leichtem Gepäck weiterziehen möchten. Reserve-Rucksäcke werden dadurch überflüssig.

Das Hauptfach lässt sich meist durch einen Kordelzug oder Rollverschluss schließen. 

Handtaschen-Rucksack

Eine Rucksack-Handtasche stellt eine Kombination aus Handtasche und Rucksack dar. Die Materialien sind bei Handtaschen-Rucksäcken genauso vielfältig wie bei normalen Handtaschen. Diese Accessoires eignen sich nicht dafür, um auf Reisen oder Wanderungen getragen zu werden. Sie können im Alltag oder als Handgepäck genutzt zu werden.

Mini-Rucksack

Bei Mini-Rucksäcken handelt es sich um Modelle in kleinem, handlichem Format. Sie besitzen in der Regel nur 1 Hauptfach. Optional sind Reißverschluss-, Außen- und Seitenfächer. Sie sind in zahlreichen Designs und Materialien erhältlich. Mini-Rucksäcke eignen sich gut für den Alltag – damit haben Sie die wichtigsten Utensilien immer dabei. 

Erfahren Sie in unseren Themenrubriken City-Rucksack sowie Handtaschen-Rucksack mehr zu diesen Produkttypen.

Outdoor-Rucksäcke

Rucksäcke, die Sie für den Outdoor-Bereich einsetzen können, sind folgende:

Alpinsport-Rucksack

Es gibt 3 Rucksack-Typen für den alpinen Bereich:

Alpin-Rucksack

Ein Alpin-Rucksack ist vor allem für Kletter-, Ski- und Hochtouren gedacht. Er ist leicht und schmal geschnitten. Schwere Ausrüstung, wie Zelt, Schlafsack und Kocher, lässt sich damit jedoch nicht transportieren. Die Modelle verfügen über 10 bis 60 l Fassungsvolumen. 

Shopping Tipp

Im alpinen Bereich ist ein Volumen von 20 bis 40 l ausreichend.

Im Vergleich zum Wander-Rucksack ist der Alpin-Rucksack eher einfach aufgebaut. Es gibt zumeist nur 1 Hauptfach – ein Bodenfach ist eher selten. Auch auf Front-, Seitentaschen und ein Deckelfach verzichten die Hersteller in der Regel. Das spart Gewicht, denn auf einer Bergtour kann jedes überflüssige Gramm beim Klettern in der Wand oder am Eis behindern. 

Recherche Tipp

Das Berg-Magazin ALPIN hat 12 Alpin-Rucksäcke auf ihre Alpin-Tauglichkeit getestet.

Ihr Wunsch-Rucksack sollte eine Vorbereitung für ein Trink-System besitzen. Das ist wichtig: Denn beim Klettern in der Wand können Sie ihn nicht einfach absetzen, um zu trinken.

Achtung!

Stellen Sie Brust- und Hüftgurt richtig ein.

Achten Sie darauf, dass der Schwerpunkt des Alpin-Rucksacks nah am Rücken liegt. Stellen Sie dazu Brust- und Hüftgurt richtig ein. Ansonsten kann in Überhängen eine Unwucht bei schwungartigen Bewegungen entstehen.

Lawinen-Rucksack

Wenn Sie leidenschaftlicher Freerider oder Tourengeher sind, sollte ein Lawinen-Rucksack neben Schaufel, Sonde und Piepser zu Ihrer Standardausrüstung gehören. Er erhöht Ihre Überlebenschancen bei einem Lawinen-Unfall. Lawinen-Rucksäcke funktionieren folgendermaßen: Ein Airbag-Rucksack soll verhindern, dass Sie tief verschüttet werden. Damit sollen Sie sichtbar an der Oberfläche liegen bleiben und schneller gerettet werden bzw. sich selbst im Idealfall befreien können.

Wissenswert

In 90 % der Fälle löst der Skifahrer oder Snowboarder bzw. die Gruppe die Lawine selbst aus.

Der Airbag ist in der Regel in den Rucksack integriert. Dieser befindet sich zusammengefaltet im dafür vorgesehenen Fach. Werden Sie von einer Lawine erfasst, können Sie  ihn durch ziehen an einem Griff auslösen – innerhalb weniger Sekunden ist der Ballon aufgeblasen.

Wissenswert

Paranuss-Effekt

Durch den aufgeblasenen Airbag erhält der Ski- oder Snowboardfahrer ein größeres Volumen. Dadurch soll er nicht von der Lawine verschluckt werden, sondern an der Oberfläche treiben. Der sogenannte Paranuss-Effekt ist dafür verantwortlich. Laut diesem physikalischen Gesetz schwimmen die größten Teilchen bei gleichzeitiger Bewegung mehrerer Teilchen obenauf.

Ein Lawinen-Rucksack kann eine Verschüttung nicht zu 100 % verhindern. Er ersetzt nicht die Lawinen-Grundausstattung − bestehend aus Schaufel, Sonde, Lawinenopfer-Suchgerät, Erste-Hilfe-Set und Helm. Er ersetzt zudem keine Ausbildung im Lawinen-Risiko-Management.

Achtung!

Überlebenschancen verschlechtern sich schnell.

Überleben Sie den Lawinen-Abgang, können sich aber selbst nicht aus den Schneemassen befreien, sinken Ihre Überlebenschancen. Bereits nach 30 min liegen diese bei 40 %.

Es gibt 2 Techniken, wie der Airbag aufgeblasen wird:

  • Gaskartuschen
    Komprimiertes Gas strömt aus den Gaskartuschen und bläst den Ballon auf. Diese Kartuschen müssen ausgetauscht werden, wenn Sie den Rucksack nach einem Aktivieren des Airbags erneut verwenden möchten. Der Nachteil: Sie können Gas-Patronen nur unter bestimmten Bedingungen auf Flugreisen mitnehmen, manchmal sogar überhaupt nicht.
  • Hochleistungsturbine 
    Die Hochleistungsturbine bläst den Airbag auf. Sie wird mit Strom betrieben – den Akku können Sie über Nacht aufladen. Der Vorteil: Sie können den Rucksack beliebig oft auslösen.
Achtung!

Bei Gaskartuschen besteht Explosionsgefahr.

Manipulieren Sie nicht den Verschluss der Gaskartusche – sie kann explodieren. Es besteht höchste Verletzungs- und Lebensgefahr! Vermeiden Sie zudem mechanische Belastungen: Lassen Sie die Patrone nicht herunterfallen.

Snowboard-Rucksack/Ski-Rucksack

Mit einem Snowboard- oder Ski-Rucksack können Sie Ihr Wintersportgerät optimal transportieren. Meist befinden sich an der Vorderseite des Rucksacks Riemen und Schnallen, an welchen Sie Ihre Ski oder Ihr Snowboard befestigen können. Diese Modelle sind wegen ihrer Stabilität und Trageeigenschaften auch auf Ausflügen einsetzbar. 

Shopping Tipp

Die meisten auf dem Markt erhältlichen Snowboard-Rucksäcke besitzen ein Volumen zwischen 10 und 50 l.

Foto-Rucksack

Sie möchten Ihre Foto-Ausrüstung sicher und komfortabel transportieren? Dann ist ein Foto-Rucksack das Richtige für Sie. Er soll nicht nur Ihr Equipment vor Nässe, Staub und Stößen schützen. Auch ein schneller Zugriff auf Ihre Kamera ist wichtig, damit Sie kein Fotomotiv verpassen.

Für ausgiebige Fototouren muss der Foto-Rucksack ein ausreichend großes Volumen besitzen, um Ihre Ausrüstung darin verstauen zu können. Das Innenfach von Foto-Rucksäcken lässt sich mithilfe von Klett-Elementen passgenau aufteilen. Ein weiterer Pluspunkt: Alles wird gut fixiert. 

Shopping Tipp
  • Kamera, Objektive, Blitz, Laptop und Gepäck wiegen viel. Deshalb sollten Schulter-Gurte und Rückenteil komfortabel gepolstert sein.
  • Eine gute Polsterung dient auch der Sicherheit. Schließlich muss der Rucksack auch mal einen Sturz überstehen können und Ihre Ausrüstung dabei schützen.

Es gibt Foto-Rucksäcke, bei denen sich die einzelnen Bestandteile auch separat verwenden lassen. So können Sie beispielsweise auf einer Flugreise den Einsatz als Handgepäck mitnehmen und den Rucksack aufgeben. 

Bike-Rucksack

Ein Bike-Rucksack eignet sich vor allem dann für Sie, wenn Sie bei einer Fahrrad-Tour auf Gepäckträger und Rad-Taschen verzichten möchten. Die meisten Fahrrad-Rucksäcke besitzen 1 bis 2 Hauptfächer, Seiten- und Fronttaschen. Durch den speziellen Schnitt des Bike-Rucksackes liegt dieser optimal an Ihrem Körper an, sodass Sie das Gewicht des Rucksacks weniger belastet und Sie beim Fahren das Gleichgewicht besser halten können. 

Shopping Tipp

Damit Sie im Dunkeln nicht übersehen werden, sollten Sie darauf achten, dass der Fahrrad-Rucksack Reflektoren und eventuell eine Lasche für ein LED-Licht besitzt. Es gibt auch reflektierende Regenhüllen für den Rucksack. 

Die Belüftung und das Tragesystem sind bei einem Bike-Rucksack auf Ihre Bedürfnisse als Radfahrer abgestimmt. Das gewährleistet eine ideale Belüftung und einen optimalen Wärmeaustausch, wenn Sie schwitzen. Die Passform sollten Sie so wählen, dass der Rucksack auch nach stundenlanger Fahrt immer noch komfortabel sitzt.

Shopping Tipp

Bike-Rucksäcke mit einer verstellbaren Rückenlänge erhöhen den Tragekomfort und sorgen für einen perfekten Sitz.

Kurier-Rucksack

Ein Kurier-Rucksack stellt eine Sonderform des Bike-Rucksacks dar. Ein Rollverschluss ermöglicht es Ihnen, den Rucksack schnell und unkompliziert zu öffnen und zu schließen. Meist besteht er aus besonders robustem und zudem wasserdichtem Material wie z.B. Lkw-Plane.

Es gibt Modelle, die eine Innentrennwand besitzen, die den Rucksack in mehrere Fächer unterteilt. Zusätzlich können Organizer-Fächer für Stifte, Dokumente und andere Utensilien vorhanden sein.

Wissenswert
  • Ursprünglich wurde der Kurier-Rucksack für den professionellen Einsatz von Fahrrad-Kurieren entwickelt.
  • Häufig diente der Rucksack neben seiner Transportfunktion auch als Werbeträger der Kurierunternehmen.
Gebirgs-Rucksack (Jagd-Rucksack)

Ursprünglich trugen Gebirgsjäger dieses Gepäckstück: den Gebirgs- bzw. Jagd-Rucksack. Es handelt sich dabei um einen Klassiker, der speziell für die Gebirgsjagd entwickelt wurde. Viel Stauraum und robustes Material zeichnen ihn aus. Meist sind diese Modelle puristisch ausgestattet, dafür aber extrem robust und funktionell. Sie eignen sich deshalb hervorragend für Tagesausflüge in die Natur.

Die Bestandteile eines Gebirgs-/Jagd-Rucksacks:

  • Verstärkter, wasserdichter Boden
  • Seitentaschen
  • Schultergurte 
  • Hüftgurt
  • Tragegriff
  • Innenfach
  • Diverse Befestigungsmöglichkeiten

Einige Gebirgs-Rucksäcke werden auch heute noch nach historischem Vorbild und aus traditionellen Materialien gefertigt – teilweise sogar in Handarbeit. Dann bestehen sie aus Reinleinen und Kernrindleder. 

Es gibt sie in den Farben Oliv, Braun und Schwarz. Diese Modelle unterscheiden sich durch zahlreiche Laschen und Seitentaschen von herkömmlichen Rucksäcken. Optisch kann so der Eindruck entstehen, als ob der Rucksack aus mehreren Taschen besteht. Sie können Gebirgs-Rucksäcke als Wander- wie auch als Alltags-Rucksack nutzen. Diese Modelle sind sehr pflegeleicht, weil sie sich einfach waschen lassen.

Shopping Tipp

Händler führen Gebirgs-Rucksäcke oftmals auch als Mountain-Rucksack.

Es gibt 4 Arten:

  • Jäger-Rucksack
    Ein Jäger-Rucksack ist klein, die meisten Modelle fassen bis zu 25 l.
  • Kampf-Rucksack
    Der Kampfrucksack gilt als Trekking-Rucksack des Militärs. Er ist schmal und sehr hoch geschnitten und liegt eng am Rücken an. Die Funktionalität entspricht der eines Trekking-Rucksacks. Lediglich die Farbe ist schlicht und fällt aus der Ferne nicht auf.
  • Gebirgs-Rucksack
    Der Gebirgs-Rucksack besitzt in der Regel ein Volumen von 20 bis 30 l. Er lässt sich mit einem Jäger-Rucksack vergleichen.
  • Tornister
    Ein Tornister ist eine eckige Rucksackform, bei der ein Holz- oder Kunststoffrahmen von einer Fell- oder Textilbespannung umfasst wird.

Koffer-Rucksack

Bei einem Koffer-Rucksack handelt es sich um eine Kombination aus Rucksack und Reisetasche. Dieser Produkttyp ist für Sie ideal, wenn Sie privat oder beruflich viel unterwegs sind und hin und wieder auch Fernreisen unternehmen. 

Auf den Punkt!
  • Ein Koffer-Rucksack eignet sich auf Reisen, auf denen Sie flexibel und mobil sein möchten.
  • Möchten Sie eine Trekking-Tour in der freien Natur unternehmen, empfiehlt sich der kompaktere Trekking-Rucksack. Darin können Sie Ihre Ausrüstung und Ihr Gepäck von Tagesziel zu Tagesziel auf dem Rücken tragen.

Ein Koffer-Rucksack ist praktisch und vielseitig: Sie können ihn auf dem Rücken tragen, wenn Sie auf Reisen eine Strecke zu Fuß zurücklegen müssen. Oder Sie nutzen den Koffer-Rucksack als Reisetasche. Durch eine große Frontöffnung lässt er sich wie ein normaler Koffer aufklappen. Das erleichtert das Packen. Vom Haupt-Fach können Sie mit einer Zwischenplatte wie bei einem Trekking-Rucksack ein Boden-Fach abteilen. Das sorgt für Ordnung: Sie finden schneller, was Sie suchen, und Ihre Wäsche knittert weniger. 

Beispiel
  • Ein Trekking-Rucksack ist schmaler und ergonomischer geschnitten als ein Koffer-Rucksack. Er ist dafür konzipiert, Lasten über längere Strecken transportieren zu können.
  • Im Durchschnitt wiegen Koffer-Rucksäcke ungefähr 3 kg. Klassische Trekking-Rucksäcke wiegen etwa 0,5 kg weniger.

Die Modelle sollten mit einem Tragesystem ausgestattet sein, das das Tragen komfortabel macht. Einige Koffer-Rucksäcke sind auch mit einem gepolsterten Tragegurt ausgestattet. Damit können Sie ihn wie eine Umhängetasche tragen. Auch Handgriffe können sie besitzen, wodurch Sie sie wie einen Koffer tragen können. Darüber hinaus gibt es Ausführungen, die mit einem Trink-System ausgestattet sind. 

In unserem FAQ-Bereich erfahren Sie, wie Sie die richtige Größe auswählen.

Picknick-Rucksack

Picknick-Rucksäcke sind die idealen Begleiter für Ausflüge ins Grüne. Die bereits dazugehörigen Becher, Teller sowie das Besteck sind gut verpackt und einfach zu transportieren.

Viele Modelle sind bereits inklusive Zubehör erhältlich:

  • Geschirr
  • Besteck
  • Salz-/Pfefferstreuer
  • Flaschenöffner
  • Schneidebretter
  • Kühlfach
  • Decke

Das Zubehör ist je nach Modell für eine unterschiedliche Anzahl an Personen ausgelegt. Sets für 2 bis 4 Personen sind Standard. Die mitgelieferte Ausstattung eines Picknick-Rucksacks ist besonders robust. Zum Beispiel bestehen die Trinkbecher aus sehr hartem Plastik. Beachten Sie: Je mehr Zubehör Sie mitnehmen, desto mehr Gewicht müssen Sie tragen. Der Picknick-Rucksack sollte deshalb bequem sitzen und den Rücken schonen.

Tipp

Picknick-Rucksäcke sind in der Regel auswaschbar. Das kann sehr hilfreich sein, falls Getränke darin auslaufen.

Protektor-Rucksack

Für Mountainbiker, Skifahrer und Snowboarder interessant: Protektor-Rucksäcke. Sie schützen die Wirbelsäule bei einem Sturz. Meist sind die Protektor-Platten in den Rucksack integriert und lassen sich nur mit diesen nutzen. Es gibt aber auch Modelle, bei denen Sie den Protektor abnehmen und separat tragen können. Protektor-Rucksäcke sind mit einem Volumen von 3,5 bis 20 l erhältlich.

Recherche Tipp

Das Magazin bike hat beim TÜV Rheinland getestet, ob Protektoren-Rucksäcke den Rücken ausreichend schützen.

Diese 2 Protektor-Typen gibt es:

  • Soft-Protektoren
    Soft-Protektoren funktionieren ähnlich wie ein Tennisball – sie verformen sich beim Aufprall und nehmen danach ihre Ausgangsform wieder an. Weil sie leicht und flexibel sind, eignen sie sich hervorragend für den sportlichen Einsatz.
  • EPS-Protektoren
    Bei EPS-Protektoren handelt es sich um Einweg-Protektoren. Sie bestehen aus expandiertem Polystyrol, kurz EPS. Beim Aufprall wird das Material gequetscht oder bricht. Danach müssen Sie die Platte austauschen.
Achtung!

Prüfen Sie Protektoren nach einem Sturz.

  • Lassen Sie nach einem Sturz die Protektor-Platte Ihres Soft-Protektors bei einem Händler überprüfen. Nach einem Sturz können Sie nicht sicher sein, ob die Struktur des Materials durch den Aufprall beschädigt wurde.
  • Seien Sie vorsichtig beim Transport von EPS-Protektoren: Knicken Sie die Protektor-Platte zu stark, kann das Material brechen. Dadurch verliert es seine Schutzwirkung.

Achten Sie beim Kauf eines Protektor-Rucksacks auf das CE-Prüfsiegel, das auf dem Produkt zu finden ist. Die Hersteller müssen damit belegen, dass die Rücken-Protektoren auch tatsächlich schützen. Es gibt daneben Protektoren für Rucksäcke zum Nachrüsten. Diese Systeme schützen jedoch nicht ausreichend. Liegt die Protektor-Platte beispielsweise im Trinkblasen-Fach, kann sie verrutschen. Dann ist ein Schutz nicht mehr gewährleistet. 

Damit der Protektor-Rucksack Sie optimal schützen kann, muss er perfekt auf Ihrem Rücken sitzen. Hersteller geben die Rückenlänge meist in cm an oder in Größen von S bis XL.

Tages-Rucksack (Daypack)

Der Tages-Rucksack, auch Daypack genannt, gilt als Alleskönner unter den Rucksäcken. Er stellt eine Kombination aus Alltags-Rucksack und Wander-Rucksack dar. Zudem ist er leichter und kompakter als ein Touren-Rucksack. Sie können Daypacks sowohl für Arbeit, Schule, Shopping als auch Outdoor nutzen sowie als Ergänzung zu Ihrem Reise-Rucksack.

Daypacks besitzen ein Fassungsvolumen zwischen 10 und 30 l. Bei einigen Modellen können Sie dieses über verstellbare Rucksack-Deckel um 5 bis 10 l erhöhen. Auch DIN-A4-Unterlagen passen in die meisten Modelle.

Shopping Tipp

Ein Fassungsvolumen von 20 l bietet für die meisten Einsatzzwecke ausreichend Platz.

Touren-Rucksack

Touren-Rucksäcke sind alpin-ausgestattete, robuste Rucksäcke, die Sie beim Wandern oder auch beim Klettern tragen können. Durch ihre Ausstattung und ihr Volumen können Sie sie auch auf einer mehrtägigen Tour einsetzen. 

Einsatzzweck für Tages-Rucksäcke:

  • Kletter-/Gletscher-Tour
  • Langlauf-/Ski-Tour
  • Wandern
Tipp

Als Touren-Rucksack können Sie ebenso einen großen Tages-Rucksack/Daypack, einen Alpin-Rucksack oder einen kleinen Trekking-Rucksack einsetzen.

Ein Touren-Rucksack ist schmal geschnitten. Je nach Ausführung kann das Hauptfach unterteilt werden. Dann lässt sich ein Bodenfach abtrennen, das über einen Reißverschluss zugänglich ist. Auch eine Frontöffnung mit Reißverschluss kann vorhanden sein. Berücksichtigen Sie beim Kauf, dass die Luft am Rückenteil gut zirkulieren kann, dadurch schwitzen Sie weniger und das Tragen fällt Ihnen leichter.

Folgende Tabelle gibt Ihnen eine Übersicht über die Eignung der unterschiedlichen Touren-Rucksäcke:

Volumen Einsatzgebiet

20 bis 30 l 

Tagestouren, Skitouren, Wanderungen, Klettern

30 bis 40 l

1-bis 3-Tages-Touren, Hiking, Bergsteigen, Hochtouren, alpine Klettertouren

40 bis 50 l

Touren bis zu 5 Tage, Hochtouren, Gebirgs-Trekking, Gletscher

Recherche Tipp

ALPIN hat 10 Touren-Rucksäcke mit 40 l Volumen miteinander verglichen und den Osprey Kestrel zum Testsieger erkoren.

Trekking-Rucksack (Wander-Rucksack)

Sie sind die Schwerlasttransporter unter den Rucksäcken: Wander-Rucksäcke – häufig auch als Trekking-Rucksäcke bezeichnet. Sobald Sie eine längere Tour fernab der Zivilisation oder eine längere Reise planen, sollten Sie sich für diesen Produkttyp entscheiden. 

Wissenswert

Das Wort Trekking stammt von „trek“ aus dem Englischen ab, was so viel bedeutet wie „anstrengender Marsch“.  

Kleidung, Zelt, Schlafsack, Kocher und Verpflegung – in einem Trekking-Rucksack sollen Sie alles verstauen können, was Sie für eine Tour benötigen. 

Ein klassischer Wander-Rucksack besteht meist aus 3 Fächern: Ein Zwischenboden trennt das Innenfach in ein oberes Hauptfach und ein unteres Bodenfach. Hinzu kommt ein Deckelfach. Durch Reißverschlüsse an Front und Seiten können Sie Ihre Ausrüstung einfach erreichen.

Trekking-Rucksäche besitzen ein größeres Packvolumen und ein höheres Transportgewicht als ein Tagesrucksack: 40 l. Die Rahmenkonstruktion kann aus unterschiedlichen Materialien wie Aluminium, Kunststoff und Metall-Legierungen bestehen. Die Schienen sind gekreuzt oder V-förmig verbaut.

Shopping Tipp

Messen Sie Ihre Rückenlänge

Die richtige Rückenlänge spielt eine wichtige Rolle, wenn der Trekkingrucksack optimal sitzen soll. Messen Sie vor dem Kauf deshalb den Abstand zwischen der oberen Kante Ihres Schulterblatts und der oberen Kante Ihres Beckenknochens. Daraus ergeben sich folgende Größen:

  • 40-49 cm = kurz
  • 50-57 cm = mittel
  • 58-69 cm = lang
Trink-Rucksack

Vor allem bei sportlichen Aktivitäten wie Laufen, Biken, Wandern bietet ein Trink-Rucksack einen großen Vorteil: Sie können trinken, ohne den Rucksack dafür absetzen zu müssen. Dabei fasst solch ein Modell mehr als eine Wasserflasche. Zusätzlich können Sie noch Verpflegung und Regenkleidung einpacken. 

Die Trinkblase sitzt in einem dafür vorgesehen Fach im Innenraum des Rucksacks. Meist befindet sich dieses nah am Rücken und damit nah am Körperschwerpunkt. Ein Schlauch führt aus diesem Reservoir durch eine Öffnung an die Außenseite in ein Mundstück, aus dem Sie trinken. Als Anhaltspunkt: Beim Laufen verbraucht der Mensch je nach Witterung rund 0,7 l Wasser pro Stunde.

Recherche Tipp

Die FAZ hat 3 Trink-Rucksäcke während der Vorbereitung auf einen Ultramarathon getestet.

Trink-Rucksäcke gibt es mit einem Pack-Volumen zwischen 4 und 30 l. Die kleinen Varianten bestehen meist nur aus der Trinkblase und besitzen nicht viel zusätzlichen Stauraum. Große Modelle verfügen über genügend Platz, damit Sie Ihre Ausrüstung unterbringen können.

Zur Orientierung können Sie folgende Tabelle heranziehen:

Volumen

Einsatzgebiet

4 bis 10 l

Kurze Ausflüge, Walking, Laufen, Klettern

11 bis 20 l

Tagesausflüge, Mountain-Bike-Rennen, Etappenrennen

21 bis 30 l

Mehrtagestouren, Rad-Alpencross, Leichtgewichtswandern

Trink-Rucksäcke wiegen meist unter 1 kg. Der Oberstoff ist wetterfest beschichtet. Ein schmaler, körpernaher Schnitt verhindert ein Verrutschen der Last, sobald Sie sich viel bewegen, wie beim Laufen oder beim Klettern.

Achtung!

Reinigung schützt vor Schimmel.

Reinigen Sie regelmäßig Trink-Schlauch und -Blase, damit kein Schimmel im System entsteht.

Kinder-Rucksäcke

Rucksäcke für Kinder müssen spezielle Anforderungen erfüllen. Sie müssen leicht zu handhaben sein, dürfen nur ein geringes Gewicht besitzen und müssen zum kindlichen Körperbau passen.

Es gibt 3 Rucksäcke für Kinder:

Kinder-Rucksack

Der ideale Kinder-Rucksack ist leicht, weich gepolstert und einfach zu bedienen. Größe und Gewicht des Modells entscheiden über Wanderlust oder Wanderfrust bei Ihrem Kind. Packen Sie Ihrem Kind daher lieber weniger in den Rucksack. So vermeiden Sie Verspannungen und Überlastungen.
Bei Kinder-Rucksäcken gilt: Der Rucksack muss zum Körperbau und zur Statur Ihres Kindes passen. Es gibt Modelle, bei denen Sie die Rückenlänge einstellen können. Der Vorteil: Der Rucksack wächst mit dem Kind mit. 

Achtung!

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen.

Kinder benötigen spezielle Kinder-Rucksäcke, die auf ihren Körperbau zugeschnitten sind. Zu große oder zu kleine Modelle können Haltungsschäden verursachen.

Schul-Rucksack

Schul-Rucksäcke bieten ausreichend Platz für Hefte, Ordner, Bücher, Schreibutensilien und sogar für einen Laptop. 

Schulkinder müssen täglich viele schwere Bücher in ihrem Rucksack transportieren. Das Gewicht sollte sich deshalb gleichmäßig verteilen. Aus diesem Grund besitzen Schul-Rucksäcke stabile Böden und ein festes Rückenteil. Auch sollten Schultergurte sowie Rückenpartie ausreichend gepolstert sein.

Da sich Ihr Kind noch im Wachstum befindet, sollte das richtige Modell den Rücken schonen. Das beugt Haltungsschäden vor. Zudem sollte das Eigengewicht des Schul-Rucksacks gering sein und maximal 1,5 kg betragen. Achten Sie beim Kauf auch darauf, dass das Innenfach gut aufgeteilt ist.

Shopping Tipp

Im Sommer sind die beliebtesten Modelle bereits vergriffen. Kaufen Sie den Schul-Rucksack für Ihr Kind deshalb am besten im Frühjahr. 

Schul-Ranzen 

Durch das Kunststoffgerüst im Inneren des Schul-Ranzens wird das Gewicht optimal auf dem Rücken Ihres Kindes verteilt und es entsteht eine hohe Stabilität. 

Der Ranzen selbst sollte nicht zu schwer sein und ein Gewicht von 1,2 kg nicht überschreiten. Auch sollte Ihr Wunschmodell nicht breiter als die Schultern Ihres Kindes sein. 

Wissenswert

Herkunft des Schul-Ranzens

  • Der Schul-Ranzen hat sich aus dem Tornister entwickelt, einem mit Fell oder Stoff bespannten rechteckigen Holz- oder Kunststoffrahmen aus dem Militärbereich. Seit Ende des 19. Jahrhunderts ist der Schul-Ranzen gebräuchlich. 
  • Bis Mitte der 1970er-Jahre bestanden Schul-Ranzen aus Leder und Leinen, teilweise aus Fell. Seither werden sie aus textilen Geweben und Kunststoffen hergestellt.

Kinder bewegen sich auf ihrem Schulweg im Straßenverkehr. Damit andere Verkehrsteilnehmer Ihr Kind rechtzeitig erkennen können, sollten der Schul-Ranzen reflektierende Elemente besitzen. 

Hersteller produzieren Schul-Ranzen nach der DIN-Norm 58124. Diese beschreibt sei 1990 die Anforderungen an Verkehrssicherheit, Gebrauchstauglichkeit und körperlichen Eigenschaften eines Ranzens. Mindestens 20 % fluoreszierendes Material muss ein Ranzen demnach besitzen. Die Farben Orange-Rot und Gelb sind ebenfalls vorgeschrieben. 10 % der Vorder- und Seitenflächen muss über reflektierende Elemente verfügen.

Shopping Tipp

Hersteller bieten meist Design-Serien an. Das heißt, Sie können Mäppchen, Turnbeutel und Trinkflaschen passend zum Ranzen kaufen.


Größen

Die Rucksackgröße hängt neben dem Volumen von der individuellen Rückenlänge ab. Denn nicht jede Körperstatur ist gleich.

Beachten Sie bei der Wahl der richtigen Größe deshalb folgende Aspekte: 

  • Rückenlänge
    Messen Sie Ihre Rückenlänge mit einem Maßband von der Oberkante der Schulterblätter bis zur seitlichen Oberkante der Beckenknochen. Lassen Sie sich dabei eventuell helfen. Folgende Größentabelle soll Ihnen eine Orientierung geben:
    Maße Größe
    Ca. 40 bis 49 cm Kurz (XS, S)
    Ca. 50 bis 57 cm Mittel (M, L)
    Ca. 58 bis 69 cm Lang (XL, XXL)
  • Hüftgurt
    Die sogenannten Hüftflossen tragen den Großteil des Gewichts. Deshalb kommt es darauf an, wie sie sitzen und wie steif sie sind. Bei einigen Modellen können Sie die Hüftflosse lösen und an Ihre Bedürfnisse anpassen. Wieder andere Rucksäcke sind mit einer flexibel gelagerten Hüftflosse ausgestattet. Das gibt Ihnen mehr Bewegungsfreiheit und Stabilität.
  • Körperbau
    Bei der Wahl Ihres Wunsch-Rucksacks spielt es eine Rolle, wie Sie gebaut sind und ob Sie eine Frau oder ein Mann sind. Mittlerweile gibt es viele Damen-Rucksäcke. Diese besitzen anders geschnittene Hüftgurte. Sie schmiegen sich besser an weibliche Hüften an. Zudem besitzen sie schmalere Schulter-Tragegurte, die zwischen Brust und Achsel passen. Auch eine kürzere und schmalere Rückenpartie ist Standard.
Shopping Tipp

Der Rucksack muss optimal sitzen.

  • Männer mit einem kurzen Rücken und einem schmalen Kreuz können ebenso einen Damen-Rucksack kaufen.
  • Frauen mit breiten Schultern können zum Herren-Modell greifen.


Materialien

Der Oberstoff ebenso wie das Futter von Rucksäcken kann aus unterschiedlichsten Materialien bestehen. Diese besitzen bestimmte Eigenschaften, die wiederum Vor- und Nachteile mit sich bringen.

Im Folgenden haben wir für Sie die gängigen Materialien zusammengefasst, die bei der Produktion eingesetzt werden:

Wissenswert

Synthetik und Kunstfasern/Chemiefasern

Die Begriffe Synthetik und Kunstfasern/Chemiefasern bezeichnen mit chemisch-technischen Mitteln hergestellte Stoffe und Gewebe.

Baumwolle

Baumwolle ist eine Naturfaser. Sie kann bis zu 65 % ihres Gewichts an Wasser aufsaugen. Das unterscheidet sie von synthetischen Fasern. Ein Rucksack aus Baumwolle trocknet langsam und wiegt in nassem Zustand viel. Dafür ist er nass besonders reißfest. 

In der Nähe von Feuer sollten Sie mit einem Baumwoll-Rucksack vorsichtig sein, denn das Material ist leicht entflammbar. Dafür können sie dieses Modell kochen und sterilisieren, sollte es einmal schmutzig werden. Rucksäcke aus Baumwolle können Sie stark beanspruchen und häufig reinigen. Sie sind sehr langlebig.

Canvas

Canvas ist ein grobes, leinwandbindiges Gewebe aus Baumwolle. Rucksäcke aus diesem Material sind besonders langlebig und robust, formstabil und können schweres Gewicht tragen. Ein weiterer Vorteil: Canvas-Rucksäcke sind sehr leicht. 

Kunstleder 

Bei Kunstleder handelt es sich um ein Lederimitat. Rucksäcke aus diesem Material bestehen aus Natur-, Chemiefasern oder Mischgeweben, die wiederum mit Polyurethan (PU) statt Polyvinylchlorid (PVC) beschichtet sind.

In der folgenden Tabelle finden Sie die Eigenschaften von Kunstleder und Leder gegenübergestellt:

Kunstleder Leder
Günstig Teuer
Robust Fest
Waschbar Nicht waschbar
Haltbar Haltbar
Nicht atmungsaktiv Atmungsaktiv
Gleiche Qualität Unterschiedliche Qualität
Leder

Bei echtem Leder handelt es sich um eine Tierhaut, die mittels Gerbung chemisch haltbar gemacht wurde. Rucksäcke aus Leder sind geschmeidig, zäh, fest und haltbar. Das macht sie vielseitig einsetzbar. Sie sind jedoch auch teurer als Modelle aus Kunstleder. 

Leder-Rucksäcke wirken edel und sind widerstandsfähig. Sie sind aber aufgrund des natürlichen Materials auch aufwendiger zu pflegen. Des Weiteren kann Leder mit der Zeit ausbleichen. 

Wissenswert

Schuhe, Oberbekleidung und Mütze der 5300 Jahre alten Gletschermumie Ötzi bestanden bereits aus Leder. Es war durch Fett und Rauch gegerbt worden.

Leinen

Rucksäcke aus Leinenfasern sind fusselfrei und resistent gegen Schmutz und Bakterien. Da dieses Material sehr reißfest und unelastisch ist, sind diese Modelle auch langlebig und strapazierfähig

Mikrofaser

Als Mikrofaser werden Fasern bezeichnet, die feiner als 1 dtex sind. Dieses Material kann aus synthetischen und natürlichen Werkstoffen wie Polyester, Nylon, Acryl und Zellulose bestehen. Ein Rucksack aus diesem Material ist sehr weich, formbeständig und fusselfrei. Mikrofaser kommt auch bei Rucksäcken aus Polyester oder Polyamid zum Einsatz. Sie erhalten dadurch folgende Eigenschaften: atmungsaktiv, schnell trocknend, winddicht, wasserabweisend und weich.

Beispiel

1 tex = 1 g pro 1.000 m

10 dtex = 1 tex

Zum Vergleich: Die Feinheit von Baumwolle liegt bei 1,5 bis 2,5 dtex.

Neopren

Neopren ist ein Markenname, der mittlerweile alle Chloropren-Kautschuke bezeichnet. Dieses Material gibt es in unterschiedlichen Varianten und Stärken. Im Outdoor-Bereich ist meist geschäumtes Neopren zu finden. Es ist wärmedämmend, gegenüber chemischen Einflüssen beständig und widerstandsfähig gegen Versprödung, Witterungseinflüsse und Ozon. Bei Rucksäcken wird Neopren vor allem bei Schulter- und Hüftgurten eingesetzt, da sich das Material dem Körper ideal anpasst und gleichzeitig dämpft.

Polyamid

Rucksäcke aus dem Kunststoff Polyamid sind sehr reiß- und scheuerfest. Meist ist das Material beschichtet, da UV-Strahlung es in Mitleidenschaft zieht. Außerdem nimmt es nur maximal 4 % an Feuchtigkeit auf und ist daher weitestgehend wasserabweisend. Nylon ist das am häufigsten eingesetzte Material für Rucksäcke. Es besitzt unter den Textilfasern die höchste Reißfestigkeit.

Polyester

Polyester zählt zu den synthetischen Polymeren (Kunststoffen) und zeichnet sich durch seine Reißfestigkeit aus. Zusätzlich punktet es mit seinem geringen Gewicht. Rucksäcke aus Polyester sind UV-beständig, wasserabweisend, formbeständig und trocknen schnell.

Vor allem bei kleinen und mittelgroßen Rucksäcken kommt Polyester zum Einsatz. Nach Polyamid ist es das am zweithäufigsten eingesetzte Material, das zur Herstellung von Rucksäcken verwendet wird. 

Polyurethan (PU)

Polyurethan, oftmals mit PU abgekürzt, ist ein reißfester und elastischer Kunststoff. Vor allem für wasserdichte Beschichtungen kommt er zum Einsatz. Rucksäcke aus Polyamid und Polyester halten mit einer PU-Beschichtung auch ohne Regenhülle Wasser ab. Doch Vorsicht: PU-Beschichtungen sind nur begrenzt haltbar. Durch die Benutzung des Rucksacks entsteht Abrieb. Das führt dazu, dass die Schicht aus PU immer dünner wird, bis sie irgendwann durchlässig wird. Hochwertige PU-Beschichtungen halten mehrere Jahre bei normalem Gebrauch.

Polyvinylchlorid (PVC)

Polyvinylchlorid, kurz PVC, ist ursprünglich hart und spröde und wird erst durch die Zugabe von Weichmachern und Stabilisatoren weich und formbar. Naturfaser-, Chemiefaser oder Mischgewebe können mit Weich-PVC beschichtet sein. Bei Rucksäcken handelt es sich dann meist um Kunstleder.
Rucksäcke aus dem Material PVC nehmen kaum Wasser auf und sind gegen Säuren, Laugen, Alkohol, Öl und Benzin beständig und zudem schwer entflammbar. 


Volumen

Das Volumen eines Rucksacks hängt von seinem Anwendungsgebiet ab: Für eine einwöchige Hüttenwanderung in den Alpen, bei der Sie Kleidung und Verpflegung mitnehmen, reicht in der Regel ein Touren-Rucksack mit 35 bis 45 l Volumen aus. 

Möchten Sie dagegen 2 Wochen abseits der Zivilisation unterwegs sein und Schlafsack, Zelt, Kocher und Proviant mitnehmen, sollte Ihr Rucksack 60 bis 75 l fassen. 

Ein Modell, das sowohl zum Backpacking als auch zum Reisen geeignet ist, sollte vor allem vielseitig einsetzbar uns robust sein. Der Tragekomfort spielt eine untergeordnete Rolle, da Sie damit eher selten auf eine mehrtätige Wanderung gehen. 60 bis 80 l kann das Volumen betragen.

Shopping Tipp

Für Frauen liegt die Obergrenze bei 65 l, für Männer bei 80 l.

Planen Sie längere Touren, sollten Sie einen Trekking-Rucksack mit einem Volumen von 65 bis 100 l kaufen.

Bei einem Bike-Rucksack, den Sie auf Fahrrad-Reisen dabei haben, liegt das richtige Volumen bei 20 bis 30 l

Der ideale Wander-Rucksack sollte 15 bis 30 l fassen, je nachdem, ob Sie allein oder zu zweit unterwegs sind. Für mehrtätige Touren sollte das Volumen größer sein: 35 bis 50 l.

Die nachfolgende Tabelle gibt Ihnen eine Übersicht über geeignete Volumen für bestimmte Einsatzzwecke:

Volumen Gewicht  Einsatzgebiet

Bis 10 l

Max. 5 kg          

Kurze Radtouren, Laufen, Stadt

15 bis 20 l

Max. 7 kg

Tagestouren mit wenig Gepäck, Klettern, Ski

20 bis 25 l

Max. 8 kg

Tagestouren in jedem Bereich

25 bis 35 l 

Max. 10 kg  

2-Tagestouren, Business, Schule

35 bis 45 l

Max. 12 kg

Mehrtagestouren Wandern, Klettertouren, Hochtouren, Skitouren                                                                      

45 bis 65 l

Max. 18 kg

Ausgedehnte Trekkingtouren, Reisen

Ab 65 l

Max. 25 kg

Trekkingtouren mit Selbstversorgung, Expeditionen, Rundreisen


Zubehör

Zubehör kann den Funktionsumfang eines Rucksacks erweitern. 

Folgende Ausstattung kann bei den unterschiedlichen Modellen enthalten sein:

  • Brust- und Bauchgurt
    Neben Schultergurten gehören Brust- sowie Bauchgurt je nach Modell zur Ausstattung eines Rucksacks. Sie gewährleisten während des Tragens mehr Stabilität. Wenn Sie viel zu Fuß unterwegs sind, ist das ideal – der Rucksack verrutscht weniger.
  • Erweiterungs-Reißverschluss
    Mithilfe von Erweiterungs-Reißverschlüssen können Sie das Volumen Ihres Rucksacks zusätzlich vergrößern. Das ist vor allem auf Reisen vorteilhaft.
  • Gefüttertes Fach
    Rucksäcke können ein mit Fleece gefüttertes Fach besitzen. Darin können Sie beispielsweise Ihre Brille oder Ihr Smartphone und andere Wertsachen sicher verstauen – sie sind vor Beschädigungen geschützt.
  • Helmhalterung
    Eine Helmhalterung bietet den idealen Platz, um einen Helm vor oder nach der Tour aufzubewahren bzw. zu transportieren. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Halterung nicht den Zugriff auf wichtige Fächer behindert.
  • Hüftflossen
    Hüftflossen verteilen das Gewicht des Rucksacks auf das Becken. Das schont den Rücken, indem der Schulterbereich entlastet und der Tragekomfort erhöht wird. Hüftflossen sollten eine gewisse Steifigkeit besitzen, formstabil und gepolstert sein. Ist die Polsterung gelocht, ist die Belüftung besser. 
  • Kompressions-Riemen
    Kompressions-Riemen sorgen dafür, dass der Rucksack eng am Körper anliegt. Das ist vor allem wichtig, sobald Sie Gepäck aus dem Innenfach herausnehmen. Mit den Riemen bringen Sie die Fächer wieder in eine kompakte Form.
  • Laptop-Fach
    Ein gepolstertes Laptop-Fach befindet sich meist separat in einem Rucksack. Es schützt Ihren Computer während des Transports vor Beschädigungen und dem Herumschleudern im Innenfach.
  • Materialschlaufen
    Outdoor-Rucksäcke verfügen in der Regel über Materialschlaufen. Sie dienen dazu, Sportausrüstung, wie Eispickel, Ski- oder Schneeschuhe, Seile und Trekkingstöcke, am Rucksack zu befestigen und so zu transportieren.
  • Netztragesystem
    Ein Netztragesystem ermöglicht die maximale Belüftung der Rückenpartie eines Rucksacks. Zwischen Ihrem Rücken und dem Rucksack entsteht dadurch ein Spalt. Durch diesen kann die Luft zirkulieren – Feuchtigkeit wird abtransportiert.
  • Rückenpolsterung
    Mithilfe der verstellbaren Riemen können Sie den Rucksack an Ihren Rücken anpassen. Eine gute Polsterung schützt effektiv vor Druckstellen.
  • Reflektor-Streifen
    Reflektor-Streifen verhindern, dass Sie im Dunkeln übersehen werden, wenn Sie mit Ihrem Rucksack zu Fuß oder auf dem Fahrrad unterwegs sind.
  • Schultergurte
    Die Schultergurte sollten ergonomisch sein, um die Last optimal verteilen und die Schultern entlasten zu können. Verstellbare Riemen ermöglichen es, den Rucksack an den Rücken anzupassen. Mit einem zusätzlichen Brustgurt können Sie den Abstand zwischen den Schultergurten regulieren und ein Verrutschen verhindern. Eine gute Polsterung schützt vor Druckstellen.
  • Seitentaschen 
    Seitentaschen, auf die Sie schnell zugreifen können, sind geeignet, um darin beispielsweise Utensilien, Werkzeuge, Handschuhe oder Verpflegung zu verpacken.
  • Trage-System
    Das Tragesystem des Rucksacks sollte die Last gleichmäßig auf die Schultern, Hüfte und Rücken verteilen. Es besteht aus einem versteiften Rücken, profilierten Streben und gepolsterten Gurten. Dadurch ruht das meiste Gewicht auf den Hüften. 
  • Trinkblase
    Eine Trinkblase befindet sich im Rucksack meist in einem speziell dafür vorgesehenem Fach und ist mit einem Trinkschlauch verbunden. Sie ist in unterschiedlichen Größen zwischen 1 und 6 l erhältlich. 
  • Trink-System
    Die meisten Rucksack-Typen besitzen heutzutage eine Vorbereitung für ein Trink-System. Dadurch können Sie sie mit einer Trinkblase nachrüsten. Die System-Vorbereitung besteht in der Regel aus einem Fach für die Trinkblase, einem Schlauch-Ausgang, einer Schlauch-Führung und -Halterung. Achten Sie beim Kauf darauf, dass der Trink-Schlauch knickfrei geführt wird. 

Häufige Fragen

Sie haben Fragen zum Kauf von Rucksäcken? Wir haben an dieser Stelle für Sie eine FAQ-Sammlung zusammengestellt, gestützt auf den Fragestellungen anderer Käufer, die sich für Rucksäcke interessieren.

Diebstahl

Wie kann ich meinen Rucksack vor Diebstahl sichern?

Haben Sie bei Ausflügen oft kostspielige Ausrüstung dabei? Dann schützen Sie Ihren Rucksack mit einem Zahlenschloss. Zusätzlichen Schutz bietet dieses, wenn es mit einem Drahtseil kombiniert ist. Mit diesem können Sie den gesamten Rucksack wie ein Fahrrad befestigen.

Zahlenschlösser in Kombination mit Drahtseil gibt es in zahlreichen Ausführungen.

Einstellen

Wie stelle ich den Rucksack richtig ein?

Schmerzende Schultern und ein verspannter Nacken müssen nicht sein, wenn Sie Ihren Rucksack vor dem Gebrauch richtig einstellen.

So stellen Sie Ihren Rucksack richtig ein:

  1. Lockern Sie alle Riemen.
  2. Setzen Sie den bepackten Rucksack auf.
  3. Platzieren Sie die Mitte der Hüftflossen auf Höhe des Hüftkamms und schließen Sie sie.
    Ziehen Sie den Hüftgurt-Stabilisierungsriemen an, wenn Sie mehr Lastübertragung wünschen. Lockern Sie ihn, wenn Sie mehr Bewegungsfreiheit möchten.
  4. Ziehen Sie die Schultergurte fest. Der Schulterträgeransatz am Rucksack sollte zwischen den Schulterblättern liegen.
  5. Passen Sie den Brustgurt an und schließen ihn.
  6. Stellen Sie die Lageverstell-Riemen an den Schulterträgern ein.
Tipp

Die Lageverstell-Riemen funktionieren am besten mit einem Winkel zwischen 30 und 45° zur Horizontalen.

Entsorgung

Wie entsorge ich meinen alten Rucksack?

Ein Rucksack kann derzeit nicht recycelt werden. Grund dafür sind die unterschiedlichen Teile sowie Materialien, aus denen er besteht und die nicht voneinander getrennt werden können.

Möchten Sie trotzdem nachhaltig handeln, verwenden Sie Ihren Rucksack so lange wie möglich. 

Ist der Rucksack nicht mehr funktionsfähig, dann entsorgen Sie ihn über die Wertstoffsammlung. Es gibt aber auch Hersteller, die ihre Rucksäcke wieder zurücknehmen.

Sie können Ihren Rucksack aber auch reparieren lassen, falls Sie ihn nicht gleich entsorgen möchten. Mehr dazu erfahren Sie in unserem FAQ Wo kann ich meinen Rucksack reparieren lassen?

Achtung!

Rucksäcke gehören nicht in den Hausmüll.

Entsorgen Sie Ihren Rucksack nicht im Hausmüll, sondern in der Wertstoffsammlung.

Garantie

Wie lange geben Hersteller Garantie auf einen Rucksack?

Zunächst einmal gibt es einen Unterschied zwischen Garantie und Gewährleistung.

Die Gewährleistung ist gesetzlich festgelegt und beträgt 2 Jahre. Bei einem Kaufvertrag verpflichtet sich der Verkäufer dazu, einwandfreie Ware zu verkaufen. Der Verkäufer haftet demnach gegenüber dem Kunden, wenn die Ware Mängel aufweist bzw. nicht einwandfrei funktioniert.

Folgende Rechte stehen Ihnen im Falle eines Mangels zu:

  • Nacherfüllung (Tausch oder Beseitigung des Mangels)
  • Rücktritt (Auflösung des Kaufvertrags)
  • Minderung des Kaufpreises
  • Schadenersatz

Die Garantie ist eine freiwillige Leistung des Herstellers bzw. des Händlers. Achten Sie bei Garantien deshalb immer auf die genaue Garantie-Aussage. Diese ist meist auf einen bestimmten Zeitraum ausgestellt. Sie besagt: Das gekaufte Produkt kann innerhalb dieser Zeit kostenlos repariert werden, sollte es kaputtgehen. Doch Vorsicht: Das gilt nur bei sachgemäßem Gebrauch.

Achtung!

Lebenslange Garantie bezieht sich auf das Produkt.

Einige Hersteller geben eine sogenannte lebenslange Garantie auf Ihre Rucksäcke. Diese Garantie ist nur bedingt. Gemeint ist die Zeitspanne zwischen dem Kauf des Produkts und dem Lebensende des Produkts bei normaler Nutzung.

In der Regel geben Hersteller 2 bis 3 Jahre Garantie auf Rucksäcke. Doch es gibt Ausnahmen: Einige bieten auch eine Garantie von 30 Jahren und mehr an. Im Zweifelsfall sollten Sie beim Hersteller nachfragen, wie lange er Garantie auf den Rucksack gibt.

Gewicht

Wie schwer darf ich meinen Rucksack packen?

Möchten Sie Ihren Rucksack über eine längere Strecke tragen, sollten Sie auf dessen Gewicht achten. Grundsätzlich gilt: 20 bis 25 % Ihres Körpergewichtes sollten Sie nicht überschreiten.

Ein sinnvolles Rucksack-Höchstgewicht liegt bei Männern bei rund 25 kg. Bei Frauen liegt das Höchstgewicht meist bei etwa 20 kg. Akzeptieren Sie Ihre Grenzen: Sind Sie bereits bei 15 kg ausgelastet, sollten Sie Ihre Tour entsprechend planen, damit sie nicht zur Tortur wird.

Wie Sie Ihren Rucksack richtig packen, erfahren Sie in unserem FAQ Wie packe ich meinen Rucksack richtig?

Größe

Wie groß sollte der richtige Rucksack sein?

Der ideale Rucksack sollte optimal zu Ihrer Rückenlänge passen, denn nur dann sitzt er richtig. Messen Sie diese von der Oberkante Ihres Schulterblattes bis zu Oberkante Ihres Beckens.

Daraus ergeben sich folgende Größen:

  • 40 - 49 cm (kurz, XS, S)
  • 50 - 57 cm (mittel, M, L)
  • 58 - 69 cm (lang, XL, XXL)

In unserem Kaufberater haben wir für Sie zusammengestellt, worauf es bei der richtigen Größe Ihres Rucksacks ankommt. 

Imprägnierung

Muss ich meinen Rucksack imprägnieren?

Regen, Sonnenlicht, Reinigung – diese äußeren Einflüsse sorgen dafür, dass die Imprägnierung Ihres Rucksacks mit der Zeit nachlässt. Frischen Sie sie deshalb regelmäßig wieder auf. Denn: Eine Imprägnierung schützt auch ohne Regenhülle vor kurzen Regenschauern.

Handelsübliche Sprays können Ihnen bei regelmäßiger Anwendung dabei helfen, den Inhalt Ihres Rucksacks trocken zu halten. 

Tipp

Eine Imprägnierung hilft nur vorübergehend bei Regenschauern. Kaufen Sie sich deshalb zusätzlich eine Regenhülle.

Kauf

Was muss ich beachten, wenn ich mir einen Rucksack kaufe?

Grundsätzlich lässt sich sagen: Für jeden Einsatzzweck gibt es den passenden Rucksack. Machen Sie sich im Vorfeld deshalb Gedanken darüber, wofür Sie Ihr Wunschmodel benutzen möchten, damit es optimal Ihren Bedürfnissen entspricht. 

Bedenken Sie dabei: Ein Laptop-Rucksack muss anderen Ansprüchen gerecht werden als ein Bike-Rucksack. Auch ist es entscheidend, ob Sie auf eine mehrtägige Wandertour gehen, ob nur auf einen Tagesausflug und ob Sie dabei in der unberührten Natur unterwegs sein wollen und alles Notwendige transportieren müssen.

In unserem Kaufberater haben wir die im Handel erhältlichen Rucksack-Typen sowie ihre Einsatzzwecke für Sie zusammengefasst.

Kinder

Ab wann dürfen Kleinkinder einen Rucksack tragen?

Ist Ihr Kind unter 2 Jahre alt, sollte es keinen Rucksack tragen. Und auch ab diesem Alter sollten Sie immer individuell entscheiden, ob Ihr Kind groß und kräftig genug ist, um einen Rucksack tragen zu können.

Einige Hersteller geben Altersempfehlungen für Kinder-Rucksäcke an.

In unserem Kaufberater haben wir in der Inhaltrubrik Kinder-Rucksäcke die im Handel erhältlichen Produkttypen für Sie zusammengefasst. 

Wie finde ich den richtigen Kinder-Rucksack?

Das Alter Ihres Kindes ist ausschlaggebend für die Größe, das Volumen und das Gewicht des Kinder-Rucksacks. Suchen Sie die Größe des Rucksacks daher passend zur Altersstufe aus. Ist das Modell zu groß – schlackert es am Rücken. Die Gurte können verrutschen und die Haut aufscheuern. Auch ein zu kleiner Rucksack ist unbequem; dann spannen und drücken die Gurte.

Achtung!

Ein Kinder-Rucksack darf nicht zu viel wiegen.

Wachsen Kinder noch, sollten sie nicht mehr als 10 % ihres Körpergewichts tragen.

Bedenken Sie im Vorfeld: Zur Not sollten Sie den Rucksack Ihres Kindes mittragen können.

Es gibt 4 Altersklassen:

Kleinkinder (2-3 Jahre)

Einsteigermodelle für Kleinkinder ab 2 Jahren sind sehr leicht und wiegen nur ca. 300 g. Zudem besitzen Sie einen weich gepolsterten Rücken. Dieser passt sich optimal an. 

Ein Brustgurt fixiert Träger, die bei Kleinkindern herumschlackern können. Das entlastet die Schultern. Ein Bauchgurt optimiert den Sitz des Kinder-Rucksacks.

Das Wunschmodell sollte ein Alleskönner sein. Dann kann er nicht nur für den Kindergarten, sondern auch für das Turnen und das Wandern eingesetzt werden. Diese Modelle bestehen meist aus einem Hauptfach, seitlichen Taschen und eventuell einer Deckeltasche. Ein Volumen von 5 l reicht vollkommen aus. Mehr benötigen Kleinkinder nicht.

Shopping Tipp

Achten Sie beim Kauf eines Kinder-Rucksacks immer auf die individuelle Statur des Kindes. 

Zum Beispiel kann ein 4-Jähriger wie ein 6-jähriger gebaut sein. Oder ein Grundschüler kann zierlicher sein als ein Kindergartenkind.

Kindergartenkinder (3-6 Jahre)

Kindergartenkinder können einen größeren Rucksack tragen. Meist besitzen diese ein Volumen von bis zu 15 l. Der Rücken ist hierbei etwas länger geschnitten. Es gibt Hersteller, die für diese Altersklasse bereits ein stabileres Tragesystem anbieten. 

Die unterschiedlichen Typen kann Ihr Kind zum Wandern, zum Radfahren oder zum Sport tragen. Es gibt aber auch spezielle Kinder-Rucksäcke zum Bergsteigen.

Zusätzlich können Kinder-Rucksäcke folgende Features besitzen:

  • Seitentasche (für Trinkflasche oder Brotdose)
  • Namensschild
  • Signalpfeife
  • Reflektoren
  • Blinklicht-Halterung
  • Helm-Halterung
Grundschulkinder (6-10 Jahre)

Grundschüler können bereits mit ihren Eltern Wanderungen oder Tagestouren in den Bergen unternehmen. Der Kinder-Rucksack ist für diese Zwecke größer und fasst bis zu 20 l Volumen. Auch die Ausstattung ähnelt Modellen für Erwachsene: gut gepolsterte Hüftflossen, Tragesystem, robustes Außenmaterial.

Teenager

Bedenken Sie: Teenager fühlen sich schon fast erwachsen. Deshalb spielt die Optik des Rucksacks eine wichtige Rolle. Bis zu 40 l Volumen können die Rucksäcke fassen.

Shopping Tipp

Hersteller kennzeichnen Modelle für Jugendliche oftmals mit der Bezeichnung Junior.

Das Tragesystem bei Junior-Rucksäcken entspricht dem von Rucksäcken für Erwachsene. Berücksichtigen Sie beim Kauf bereits den Einsatzzweck des Rucksacks. Fährt Ihr Kind gern Mountainbike, sollte es einen fürs Radfahren konzipierten Rucksack tragen. Hüftflossen würden hierbei nur stören. Klettert oder wandert Ihr Kind lieber, sollten Sie auf einen perfekten Sitz achten. 

Kopfhörerausgang

Wozu dient der Kopfhörerausgang an einem Rucksack?

Ein Kopfhörerausgang an einem Rucksack ist für Sie dann empfehlenswert, wenn Sie unterwegs Musik hören möchten, während Sie den Rucksack tragen. 

Meist können sie im Rucksack-Innenfach Ihren MP3-Player oder Ihr Smartphone verstauen und die Kopfhörer dann durch die dafür vorgesehen Öffnung führen. Der Vorteil: Sie müssen Ihren Player nicht extra in der Hand tragen.

Shopping Tipp

Vor allem Daypacks bzw. Tages-Rucksäcke sind mit einem Kopfhörerausgang ausgestattet, da sie für den alltäglichen Gebrauch konzipiert sind.

Oftmals befindet sich die Öffnung an der Rückseite des Rucksacks, damit Sie die Kopfhörer direkt zu den Ohren führen können. Immerhin ist die Kabellänge begrenzt.

Kosten

Wie viel kostet ein Rucksack?

Der Preis hängt immer vom Rucksack-Typ ab. Während günstige Beutel-Rucksäcke bereits ab 5 € erhältlich sind, kosten Lawinen-Rucksäcke 600 € und mehr.

Sparen Sie nicht am falschen Ende. Bekannte Rucksack-Hersteller besitzen viel Erfahrung und sind schon viele Jahre mit ihren Produkten am Markt. Zusätzlich achten diese darauf, dass hochwertige Materialien verarbeitet werden. So können Sie sich auf Ihre Ausrüstung verlassen. 

Dabei müssen Sie kein Vermögen für einen Rucksack ausgeben. Für eine einmalige Tagestour tut es auch ein günstigeres Modell. Möchten Sie regelmäßig wandern, sollten Sie bereit sein, etwas mehr Geld zu investieren.

Lawinen-Rucksack

Welche Lawinen-Rucksäcke gibt es zu kaufen?

Auf dem Markt sind 7 unterschiedliche Rucksack-Systeme erhältlich – ein Auftriebsvolumen von 150 l ist Standard:

  • ABS-System (Avalanche Airbag System)
    Das ABS-System verfügt über sogenannte TwinBags. Sie blasen sich an der rechten und linken Seite des Rucksacks innerhalb von 2 bis 3 Sekunden auf und ergeben zusammen ein Auftriebsvolumen von 170 l. Sie können dieses System mechanisch oder per Funk auslösen. Wahlweise sind Carbon- und Stahl-Patronen dafür erhältlich. Ein Rücken-Protektor kann zudem eingebaut werden. Auch Linkshänder können dieses System nutzen.
Shopping Tipp

Es gibt Lawinen-Rucksäcke, bei denen der Airbag per Funk ausgelöst wird. Das ist ein Vorteil in Stress-Situationen, sobald die Lawine bereits abgeht.

  • Alpride-System
    Beim Alpride-System bläst sich der Airbag an der Oberseite des Lawinen-Rucksacks auf und bleibt hinter dem Kopf. Ausgelöst wird er mechanisch. In 3 Sekunden ist der Ballon gefüllt und besitzt dann ein Auftriebsvolumen von etwa 150 l. Da die Kartusche bei diesem System mit weniger Druck und einem anderen Gasgemisch befüllt wird, können Sie es auch im Flugzeug transportieren.
  • BCA-System (Backcountry Access)
    Das BCA-System wird mechanisch ausgelöst. An der Oberseite des Lawinen-Rucksacks bläst sich der Airbag auf und bleibt hinter dem Kopf. Ungefähr 150 l Auftriebsvolumen fasst der Ballon und ist in 3 Sekunden gefüllt. Die Stahl-Patronen können wieder befüllt werden.
  • Lifebag-System
    Beim Lifebag-System bläst sich der Airbag in 3  Sekunden hinter dem Kopf an der Oberseite des Rucksacks auf und vergrößert sich rechts und links neben dem Kopf bis vor die Brust (Head-on-Top-Technologie). Ca. 150 l Auftriebsvolumen entstehen so. Der Vorteil: Kopf, Nacken, Schulter und Brust werden geschützt. 
Shopping Tipp

Carbon-Kartuschen sind leichter als Stahl-Kartuschen.

  • JetForce-System
    Beim JetForce-System bläst eine akkubetriebene Hochleistungsturbine den Airbag an der Oberseite des Rucksacks innerhalb von 3,5 Sekunden auf. Auch hierbei bleibt der Ballon hinter dem Körper. Mit rund 200 l besitzt dieses Modell das größte Auftriebsvolumen. 3 Minuten lang füllt der Ventilator den Ballon mit Luft, danach entfernt er die Luft, sodass ein Luftloch zum Atmen entsteht. Der Airbag lässt sich mit einer Akku-Ladung mehrmals auslösen.
  • P.A.S.-System (Protective Airbag System)
    Mit dem P.A.S.-System können kompatible Lawinen-Rucksäcke ausgestattet werden. Der Airbag wird mechanisch ausgelöst und bläst sich rund um Kopf, Nacken, Schultern und Brust auf (Head-on-Top-Technologie). Dadurch werden diese Körperteile gut geschützt. Die etwa 150 l Auftriebsvolumen sind innerhalb von 3 Sekunden gefüllt. Carbon- und Stahl-Kartuschen sowie wiederbefüllbare Alu-Kartuschen sind dafür erhältlich. 
  • R.A.S.-System (Removable Airbag System)
    Das R.A.S.-System ähnelt dem P.A.S.-System, ist aber leichter und günstiger. Den Airbag lösen Sie mechanisch aus – er öffnet sich hinter dem Nacken und seitlich hinter dem Rücken. Ungefähr 150 l Auftriebsvolumen entstehen so in 3 Sekunden. Das Airbag-System kann, wie der Name verrät, herausgenommen werden. Im Handel gibt es Carbon- und Stahl-Kartuschen und wiederbefüllbare Alu-Kartuschen.
Tipp

Führen Sie jedes Jahr eine Auslösung des Airbags als Training durch. Dann sitzt auch im Notfall jeder Handgriff.

Bei der Wahl des Lawinen-Rucksack sind Gewicht und Stauraum ebenfalls entscheidend. Lawinen-Rucksäcke bieten zudem Platz, weitere Ausrüstung mitzuführen: Lawinen-Piepser, -Sonde und -Schaufel. Zusätzlich kann eine Halterung für Ski oder Snowboard vorhanden sein sowie ein Rücken-Protektor. 
Diese Technik hat allerdings ihren Preis: Ein Rucksack mit einem Lawinensystem kostet 600 € und mehr.

Regen

Wie schütze ich meinen Rucksack vor Regen?

Als Regenschutz für Ihren Rucksack empfiehlt sich eine Regenhülle. Dann bleibt Ihr Gepäck bei einem Regenschauer trocken, selbst wenn die Imprägnierung des Rucksacks bereits durchlässig geworden ist. 

Regenhüllen sind in unterschiedlichen Größen erhältlich. Wählen Sie deshalb eine aus, die zum Volumen Ihres Rucksacks passt. Dann umschließt sie diesen vollständig. 

Meist bestehen Regenhüllen aus Polyester, Polyamid oder besitzen eine Beschichtung aus Polyurethan (PU). Es gibt sie bereits ab 5 €.

Tipp

Eine Regenhülle eignet sich auch auf Reisen dazu, Ihren Rucksack vor Transportschäden zu schützen, wie sie beispielsweise durch Transportbänder am Flughafen entstehen können. Gurte, Schlaufen und Reißverschlüsse sind dadurch geschützt.

Reinigung

Kann ich meinen Rucksack in der Waschmaschine waschen?

Es kommt immer auf das Material an, aus dem Ihr Rucksack besteht, wenn Sie ihn in der Waschmaschine waschen wollen. 

Während sich Baumwolle, Canvas und Leinen problemlos waschen lassen, ist bei synthetischen Materialien Vorsicht geboten. Die Hersteller sind sich hier einig: Sie dürfen Ihren Rucksack nicht in der Maschine waschen. Gleiches gilt für Leder-Rucksäcke.

Achtung!

Synthetik darf nicht in die Waschmaschine oder den Trockner

Vor allem Beschichtungen wie Polyurethan können bei einem Waschgang in der Maschine beschädigt werden. Zudem wird das Material durch scheuern stark belastet – es kann zerstört oder zumindest löchrig werden.

Wie reinige ich meinen Rucksack richtig? 

Möchten Sie Ihren Rucksack doch einmal nach einer Tour waschen, sollten Sie dabei einiges beachten, um ihn nicht zu beschädigen. 

So waschen Sie Ihren Rucksack:

1. Räumen Sie Ihren Rucksack vollständig leer.

2. Legen Sie Ihren Rucksack je nach Größe in eine mit Wasser gefüllte Schüssel oder Badewanne.

3. Waschen Sie den Rucksack mit pH-neutraler Seife oder Duschgel.

4. Entfernen Sie Verschmutzungen mit einer Bürste.

Achtung!

Starkes Schrubben beschädigt Beschichtungen.

Vorsicht: Zu starkes Schrubben mit der Bürste greift die Beschichtung Ihres Rucksacks an.

5. Spülen Sie Ihren Rucksack gründlich mit ausreichend Wasser.

6. Trocknen Sie den Rucksack nach dem Waschen vollständig.

Achtung!

Nicht mit dem Fön trocknen.

Benutzen Sie zum Trocknen keinen Fön und legen Sie Ihren Rucksack nicht auf die voll aufgedrehte Heizung. Das strapaziert das Material.

Einzelne Flecken können Sie auch einfach per Hand entfernen. Nehmen Sie dazu einfach Seifenlauge und eine Bürste oder ein Tuch und wischen die Flecken ab. 

Tipp

Benutzen Sie zum Reinigen der Reißverschlüsse und Schnallen Ihres Rucksacks einfach eine Zahnbürste

Wie reinige ich ein Trinksystem?

Reinigen Sie das Trink-System Ihres Bike-Rucksacks nach jedem Gebrauch. Spülen Sie dazu die Trinkblase idealerweise mit heißem, nicht mehr kochendem Wasser aus und reinigen Sie die Ecken und den Schlauch mit einer Schlauchbürste. Lassen Sie alles vollständig trocknen.

Reise

Wie verpacke ich meinen Rucksack, wenn ich fliege?

Wenn Sie mit dem Flugzeug verreisen, sollten Sie über die Anschaffung einer Transport-Hülle bzw. -Tasche nachdenken. Diese reduziert die Gefahr, dass Ihr Rucksack beschädigt sein könnte, wenn Sie am Ziel ankommen. Der Vorteil: Gurte, Schnallen und das Gepäckstück sind geschützt. Auf den Förderbändern im Flughafen kann sich so nichts verhaken oder verheddern. 

Ein Transportsack besteht aus einer starken Kunstfaser, die strapazierfähig und abriebfest ist. Die Transporthüllen sind meistens wasserabweisend, einige Modelle sind sogar wasserdicht. Damit bleibt Ihr Rucksack sauber.  

Shopping Tipp

Achten Sie beim Kauf einer Transport-Hülle darauf, dass diese einen Tragegriff oder Schultergurt besitzt. Dann können Sie sie gut transportieren.

Transporthüllen sind leicht zu verstauen. Es gibt Modelle, die ein Reißverschluss-Fach besitzen. In das können Sie die Hülle krempeln, wenn Sie sie nicht benötigen. Es gibt sie in unterschiedlichen Farben und Größen.

Tipp

Eine Transporthülle eignet sich ebenso, um Ihren Rucksack zu Hause zu lagern und ihn so vor Staub zu schützen.

Reklamation

Wann muss ich einen Rucksack reklamieren?

Wurde Ihnen die falsche Größe geliefert? Oder das falsche Produkt? Ist Ihr Rucksack vielleicht sogar defekt? Dann sollten Sie den Rucksack reklamieren. Beachten Sie dabei die Garantie-Angaben des jeweiligen Herstellers. Informationen zur Reklamation finden Sie oftmals auf der jeweiligen Homepage des Herstellers.

Reparatur

Wo kann ich meinen Rucksack reparieren lassen?

Sollte Ihr Rucksack einmal kaputtgehen, wenden Sie sich an den Händler, von dem Sie Ihr Produkt bezogen haben. Einige Produzenten bieten ebenfalls einen Reparaturservice an, doch auch in diesem Fall läuft die Prozedur über den Händler ab.

Tipp

Lassen Sie Ihren Rucksack reparieren, verlängern Sie dadurch seine Lebensdauer. Damit leisten Sie einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz.

Observer-Pack

Was ist ein Observer-Pack?

Kampf-Rucksäcke werden ebenfalls als Observer-Pack bezeichnet. Dieser Typus ist mit zahlreichen sogenannten MOLLE-Streifen ausgestattet. Die Abkürzung MOLLE steht für Modular Lightweight Load-carrying Equipment. 

Dabei handelt es sich um ein System zur Befestigung. An den MOLLE-Streifen können Sie zusätzliche Ausrüstung sowie Gegenständen am Rucksack anbringen.

Kampf-Rucksäcke gehören zu den Gebirgs-/Jagd-Rucksäcken. Weitere Informationen zu diesem Produkttyp finden Sie in unserem Kaufberater.

Packen

Wie packe ich meinen Rucksack richtig?

Beim Packen Ihres Rucksacks sollten Sie vor allem auf die Gewichtsverteilung achten.

Grundsätzlich lässt sich das Gewicht Ihrer Ausrüstung wie folgt aufteilen:

  • Schweres Gepäck
    Wasser, Kletterausrüstung, Lebensmittel
  • Leichtes Gepäck
    Kleidung

Liegt das größte Gewicht nah an Ihrem Körper, kann es effektiv vom Hüftgurt auf Ihr Becken übertragen werden. 

Achtung!

Packen Sie das Gewicht nicht zu weit nach oben oder unten. 

Packen Sie die Haupt-Last nicht zu weit nach oben. Ihr Rucksack schwankt dann beim Tragen stark hin und her. Packen Sie sie aber auch nicht zu weit nach unten – dann zieht das Gewicht Ihren Oberkörper in die Rückenlage.

Ideal ist, wenn Sie das größte Gewicht in die Mitte des Rucksacks packen. Dann befindet es sich nah am Körper. Das beugt auch Verspannungen und Rückenschmerzen vor.
Das übrige Gepäck sollten sie gleichmäßig im Rucksack verteilen. Dadurch vermeiden Sie Überlastungen und schmerzende Kontaktabdrücke.

Schul-Rucksack

Welcher Rucksack eignet sich als Schul-Rucksack?

Für ein Grundschulkind eignet sich ein Schul-Ranzen, für einen Teenager ein Schul-Rucksack. Beide Gepäckstücke sind für den alltäglichen Einsatz Ihres Kindes geeignet, um Hefte, Bücher und Schreibutensilien in die Schule zu transportieren. 

Dabei kommt es darauf an, dass der Rücken Ihres Kindes geschont wird. Schultergurte und Rückenteil sollten weich gepolstert sein und einen hohen Tragekomfort sicherstellen. Zudem sollte der ideale Schul-Rucksack genügend Platz bieten, um alle wichtigen Utensilien darin verstauen zu können. Reflektoren tragen zur Sicherheit im Straßenverkehr bei.

In unserem Kaufberater haben wir alle wichtigen Punkte, die Sie beim Kauf eines Schul-Rucksacks beachten sollten, für Sie zusammengefasst.

Trekking

Ab wann lohnt sich ein Trekking-Rucksack?

Sie möchten mehrere Tage durch unberührte Natur wandern und dabei auf feste Unterkünfte verzichten? Dann ist ein Trekking-Rucksack das Richtige für Sie. Darin können Sie nicht nur Ihr Gepäck, sondern auch die Ausrüstung, wie Zelt, Schlafsack, Kocher und Verpflegung, auf dem Rücken transportieren. 

Ein hochwertiges Tragesystem ist dabei entscheidend, damit Ihre Wanderung für Sie nicht zur Qual wird. Achten Sie beim Kauf auch auf ausreichend Ausstattung Ihres Gepäckstücks, damit Sie alles mitnehmen können, was Sie in der Wildnis benötigen.

Für welche Zwecke sich ein Trekking-Rucksack/Wander-Rucksack lohnt, erfahren Sie in unserem Kaufberater.
 

Worauf muss ich beim Kauf eines Trekking-Rucksacks achten?

Beim Kauf ist das Einsatzgebiet Ihres Wander-Rucksacks entscheidend: Daraus ergeben sich Form und Größe. Zudem sollten Sie wissen, wie viel Gewicht Sie tragen möchten. Auch Ihre Körpergröße spielt eine wichtige Rolle.

Aus diesen Teilen besteht ein Trekking-Rucksack:

  • Befestigungsmöglichkeiten
    Schlaufen und Halterungen an der Außenseite des Rucksacks bieten Ihnen die Möglichkeit, Trekkingstöcke oder Eisgeräte daran zu befestigen, ohne diese verpacken zu müssen.
  • Bodenfach
    Das Bodenfach ist meist durch einen Zwischenboden vom Hauptfach getrennt. Es eignet sich, um beispielsweise einen Schlafsack darin zu verstauen. Einige Rucksack-Modelle besitzen ebenfalls ein Fach für nasse Wäsche.
  • Brustgurt
    Der Brustgurt verhindert, dass die Träger nach außen rutschen sowie ein seitliches Schaukeln des Rucksacks. Meist ist er dehnbar und höhenverstellbar. Bei Damen-Rucksäcken sind die Schulterträger meist schmaler geschnitten, damit sie nicht auf die Brust drücken.
  • Deckel
    Mit dem Deckel können Sie Ihren Rucksack komprimieren oder erweitern. Ein weiterer Vorteil: Im Deckel-Fach können Sie Gegenstände verstauen, an die Sie schnell herankommen möchten. Es gibt Modelle, bei denen sich die Deckel-Tasche abnehmen und als Daypack verwenden lässt.
Tipp

Wichtig ist eine Nacken- bzw. Kopfmulde am Rucksack-Deckel. Dadurch haben Sie mehr Bewegungsfreiheit und können auch bei einem voll bepackten Rucksack nach oben schauen.

  • Hüftgurt
    Etwa 80 % des Gewichts ruhen beim Tragen auf dem Becken. Deshalb muss der Hüftgurt ausreichend gepolstert sein, damit keine Druckstellen entstehen. Zudem sollte er atmungsaktiv sein und hoch auf dem Beckenknochen sitzen. Über Stabilisierungsriemen können Sie ihn einstellen. Des Weiteren muss sich der Hüftgurt der Anatomie anpassen – bei Frauen ist er stärker abgewinkelt.Je härter und steifer der Hüftgurt, desto mehr Gewicht können Sie tragen. Beachten Sie: Komfort und Beweglichkeit werden dann gemindert. Oft sind im Hüftgurt Seitentaschen integriert, für Dinge, die Sie schnell greifen möchten.
  • Lastkontroll-Riemen und Kompressions-Riemen
    Wichtig: Ein Trekking-Rucksack sollte eine Lastenkontrolle besitzen. Sogenannte Lastenkontroll-Riemen und Kompressions-Riemen ziehen den Rucksack an Ihren Körper heran und verbessern so den Schwerpunkt. Das hilft Ihnen dabei, auch in schwierigem Gelände sicher zu gehen. Zudem entlasten sie die Schultern. Auch bei wenig Ladung halten die Kompressions-Riemen den Rucksack in Form und Sie können das Volumen Ihrem Gepäck anpassen.
  • Rückenteil
    Auf die Polsterung kommt es an. Das Rückenteil soll gut aufliegen, gleichzeitig soll die Luft zirkulieren können – gestufte Polsterungen schaffen den Spagat. Sie bestehen aus Schaumstoff und Mesh und bilden Luftkanäle.
  • Seitentaschen
    In Seitentaschen können Sie beispielsweise eine Karte oder eine Kamera verstauen sowie Dinge, die Sie schnell greifen möchten.
  • Schultergurte
    Die Schultergurte müssen gut gepolstert sein, auch wenn das Becken den Großteil des Gewichts trägt. Zudem sollten sie anatomisch passend geformt sein – optimal ist die S-Form. Es gibt 2 Möglichkeiten, diese zu verstellen: Längenregulierung und Lageverstell-Riemen. 
  • Stabilisierungs-Riemen
    Ziehen Sie die Stabilisierungs-Riemen eng an, stabilisieren diese den Rucksack am Beckengurt. Sind sie locker, erhöht das Ihre Bewegungsfreiheit. 
  • Toplader und Frontlader
    Bei einem Toplader können Sie das Hauptfach von oben öffnen, bei einem Frontlader von vorne. Es gibt Trekking-Rucksäcke, die beide Eigenschaften vereinen.
  • Trinksystem
    Das Trinksystem kann bereits in den Trekking-Rucksack integriert sein. Der Vorteil: Sie trinken mehr und müssen den Rucksack dafür nicht erst absetzen. Die Trinkblase liegt in einem Fach direkt am Rücken. Das unterstützt die Schwerpunktlage.

Volumen

Wie viel Volumen braucht ein Rucksack?

Um das für Sie passende Volumen zu finden, sollten Sie sich vor dem Rucksackkauf Gedanken darüber machen, wofür Sie Ihr Wunschmodell einsetzen möchten. Denn davon hängt das Fassungsvolumen ab.

Erfahren Sie mehr zum Volumen von Rucksäcken in unserem Kaufberater unter der gleichnamigen Themenrubrik.


Über Kerstin Hölzel

Über den klassischen Journalismus bei Fernsehen und Zeitung bin ich in meiner Wunsch-Branche angekommen: dem E-Commerce. Seit 2016 schreibe ich als überzeugte Online-Shopperin für billiger.de und unterstütze Sie mit nützlichen Tipps und interessanten Informationen bei der Entscheidung für das richtige Produkt.


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