Fülldraht-Schweißgeräte

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Ratgeber Fülldraht-Schweißgeräte


Aktualisiert: 07.12.2018 | Autor: Online-Redaktion

Gut zu wissen

Das Schweißen ist eine der wichtigsten Verbindungsmethoden, wenn es um dauerhafte Verbindungen von Bauteilen aus Metall oder Kunststoff geht. Hierzu kommen je nach Anwendungsbereich verschiedene Arten von Schweißgeräten zum Einsatz. Unter Heimwerkern sind vor allem kompakte Fülldraht Schweißgeräte weit verbreitet, die sich in erster Linie für kleinere Schweißarbeiten eignen und eine preiswerte Alternative zu teureren Schutzgasschweißgeräten darstellen, ohne dabei auf eine Schutzgaszufuhr aus der Gasflasche angewiesen zu sein.

Wissenswert

Heimwerken hat in Deutschland Hochkonjunktur. Nach aktuellen Erhebungen gibt es in Deutschland weit über 20 Millionen Hobby-Heimwerker.
 

In den Hobby-Werkstätten der Republik wird nicht nur gehämmert, gebohrt und gesägt, sondern auch fleißig geschraubt und geschliffen, gelegentlich auch geschweißt. Mittlerweile existiert ein breit gefächertes Angebot an Schweißgeräten für den ambitionierten Hobby-Heimwerker, besonders gut eignen sich für deren Zwecke die sog. Fülldraht-Schweißgeräte.

Fülldraht-Schweißgeräte sind vor allem bei Heimwerkern und Autobastlern sehr beliebt, da sie verhältnismäßig kompakt und dadurch einfach und unkompliziert zu transportieren sind. Im weitesten Sinne sind sie mit Schutzgas-Schweißgeräten vergleichbar. Durch den Umstand, dass beim Fülldraht-Schweißen allerdings kein Schutzgas aus einer separaten Gasflasche zugeführt werden muss, erweisen sich solche Schweißgeräte im Vergleich zu herkömmlichen Schutzgas-Schweißgeräten als flexibler hinsichtlich ihrer Einsatzmöglichkeiten und eignen sich auch für Schweißarbeiten im Freien.
 

Das zum Schweißen benötigte Schutzgas kommt bei der Verwendung eines Fülldraht-Schweißgerätes direkt aus dem Schweißdraht, der zu diesem Zweck in seinem Inneren mit einem speziellen Pulver gefüllt ist. Dieses Pulver wird während des Schweißvorgangs in Schutzgas umgewandelt, welches wiederum die Stabilisierung des Lichtbogens und den Schutz der Schweißnaht vor Oxidation gewährleistet. Der auf einer Spule aufgewickelte Fülldraht wird dabei durch einen integrierten Vorschubmotor kontinuierlich befördert und dem Schmelzbad zugeführt.
 

Im Vergleich zu gewöhnlichen Schutzgas-Schweißgeräten sind Fülldraht-Schweißgeräte in der Anschaffung meist deutlich günstiger, weshalb sie sich insbesondere zur Verwendung durch Heimwerker und für gelegentliche Schweißarbeiten eignen. Qualitative Geräte ermöglichen eine stufenlose Regulierung der Geschwindigkeit des Drahtvorschubs und können dadurch besonders individuell an die zu bearbeitenden Materialien und ihre Eigenschaften angepasst werden.

Auf den Punkt!

Einfachere Fülldraht-Schweißgeräte für gelegentliche Schweißarbeiten bekommt man bereits für rund 120 EUR. Für ein hochwertigeres und leistungsfähigeres Gerät für anspruchsvolleres Arbeiten sollte man um die 500 EUR einplanen.

Ist ein Fülldraht-Schweißgerät das Richtige für mich?

Fülldraht-Schweißgeräte überzeugen vor allem durch ihre kompakten Abmessungen und ihre vielseitigen Einsatzmöglichkeiten. Ob sich ein solches Schweißgerät auch für Ihre Anforderungen und Bedürfnisse eignet, lässt sich durch Beantwortung der nachfolgenden Fragen besser beurteilen:
 

  • Was kann ich mit einem Füllgas-Schweißgerät schweißen?
    Fülldraht-Schweißgeräte sind sehr vielseitig im Hinblick auf die Materialien, die damit bearbeitet werden können. Grundsätzlich eignen sie sich sowohl für Schweißarbeiten an dickeren, nicht-legierten und niedrig legierten als auch an dünneren Blechen ab einer Stärke von 2 Millimetern. Für Arbeiten mit sehr feinen Blechen unter einer Stärke von 2 mm sind sie allerdings weniger empfehlenswert. Da zum Schweißen mit einem solchen Gerät eine höhere Spannung und auch eine deutlich höhere Temperatur erforderlich ist, muss man bei Schweißarbeiten an dünneren Blechen wie z.B. aus Aluminium allerdings eine erhöhte Vorsicht walten lassen, da man relativ schnell Löcher in die Bleche brennen kann. Außerdem ist für Arbeiten mit einem solchen Geräte eine gewisse Erfahrung beim Schweißen zu empfehlen, für reine Anfänger eignen sich Fülldraht-Schweißgeräte daher eher weniger.
     
  • Benötigte ich mein Schweißgerät häufig auch im Freien?
    In diesem Fall ist ein Fülldraht-Schweißgerät eine gute Wahl. Da sich das Schutzgas bei solchen Schweißgeräten bereits im Fülldraht befindet, muss bei Arbeiten im Freien keine Gasflasche herumgeschleppt werden. Durch ihre verhältnismäßig kompakten Abmessungen und ein relativ geringes Gewicht zwischen 12 und 20 Kilogramm können derartige Geräte meist einfach und unkompliziert mit einem Tragegurt transportiert werden und stehen bei Bedarf schnell zur Verfügung. Ein weiterer Vorteil des Schweißens mit einem Fülldraht-Schweißgerät im Freien liegt in der weitgehenden Unempfindlichkeit gegenüber Wind, sodass das erst an der Schweißnaht entstehende Schutzgas nicht von Windströmungen beeinträchtigt werden kann. 
     
  • Was sollte ich beim Schweißen mit einem Fülldraht-Schweißgerät besonders beachten?
    Die Schweißstelle sollte zunächst grundsätzlich gereinigt werden, da sich Fülldraht-Schweißgeräte mit Verschmutzungen, Rost oder öliger Oberfläche eher weniger gut vertragen. Außerdem entstehen beim Schweißen mit einem solchen Gerät im Vergleich zur Verwendung anderer Schweißgerätearten mehr Schlacke und Spritzer, sodass die Schweißnaht nach den Schweißarbeiten für ein sauberes Ergebnis ggf. nachbearbeitet, bzw. gereinigt werden sollte. Wegen der Spritzer sollte beim Schweißen unbedingt eine Schutzbrille getragen werden, wegen der Entstehung von Gasen ist auch die Verwendung einer Atemschutzmaske empfehlenswert.

Fazit

In folgender Übersicht finden Sie die individuellen Vor- und Nachteile von Fülldraht-Schweißgeräten auf einen Blick:

Vorteile
  • Gute Eignung für Schweißarbeiten im Freien
  • Kompakte Abmessungen und verhältnismäßig leicht im Gewicht
  • Mobile und Flexible Verwendungsmöglichkeiten
  • Für Schweißarbeiten an dickeren & dünneren Blechen gleichwohl geeignet
  • Verhältnismäßig günstig in der Anschaffung
Nachteile
  • Für Anwender ohne Schweißerfahrung eher ungeeignet
  • Werkstoffe müssen vor dem Schweißen gereinigt werden
  • Entstehung von Schlacke und Spritzern
  • Selbstschützender Fülldraht teurer als herkömmlicher Schweißdraht

Weitere Informationen zum Thema Schweißgeräte und zu Alternativen zu Fülldraht-Schweißgeräten finden Sie in unserem umfangreichen Ratgeber.


Online-Redaktion

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