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Ratgeber

Ratgeber Kühlschränke



Um Lebensmittel optimal zu kühlen, gibt es Kühlschränke. Während früher in Eiskellern das Eis aus den Bergen für solche Zwecke Verwendung fand, sind die Kühlautomaten inzwischen zu einem unverzichtbaren Einrichtungsgegenstand geworden. Er ist alternativ auch als Einbaukühlschrank bekannt.

In dem Gerät lassen sich Lebensmittel kühlen und aufbewahren. Neben einem Kühlfach gibt es meist eine oder mehrere Tiefkühlladen, in denen gefrorene Produkte gelagert werden können. Der Kühlschrank ist ein unverzichtbares Küchengerät. In Laboren dient der Kühlschrank zudem zur Kühlung von Medikamenten und Chemikalien.

Haben Sie vor, sich einen neuen Kühlschrank zu kaufen, können wir Ihnen mit diesem Ratgeber behilflich sein. Wir stellen den Kühlschrank in Sachen Funktion, Vielfalt und Verwendungsmöglichkeit etwas näher vor.

Überlegungen vor dem Kauf


Da ein Kühlschrank meist für einen längeren Zeitraum angeschafft wird, sollten Sie bei der Auswahl Sorgfalt walten lassen. Es gibt Kühlschränke für viele Zwecke und vor allem mit unterschiedlichen Innenausstattungen. Machen Sie sich mit den Funktionen vertraut und wählen Sie nach den Gesichtspunkten aus, die Sie für Ihren Haushalt brauchen.

Wichtige Merkmale eines heutigen Kühlschranks:

- Er ist in kleiner und großer Version erhältlich
- Es gibt ihn mit und ohne Gefrierfach
- Die Ausstattung variiert, auch was die Türinnenausstattung angeht
- Er verbraucht unterschiedlich viel Strom

Besonders was letzteren Punkt angeht, können Sie ruhigen Gewissens ein Gerät auswählen, welches Ihrem Maßstab entspricht. Trotzdem sollte ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis vorhanden sein.

Die Funktionsweise des Kühlschranks


Kühlis sind in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich. Grundlegend lässt sich nach Kompressorkühlschrank, Absorberkühlschrank und Thermoelektrischem Kühlschrank unterscheiden. Jede Funktionsweise hat etwas für sich und ist für verschiedene Zwecke geeignet.

Der Kompressorkühlschrank

Die meisten Kühlschränke, die im Haushalt stehen, sind Kompressorkühlschränke. Selbst die Industrie macht sich die Technik dieser Kühlgeräte zunutze. Auf der Rückseite der Geräte ist ein Gitter montiert, welches mit Kühlschlangen versehen ist. In diesen Röhren befindet sich ein gasförmiges Kältemittel. Die Kühlschlangen sind zudem mit einem Kompressor gekoppelt. In dem vorhandenen Kreislauf nimmt das Gas die innere Wärme des Kühlgerätes auf und gibt es über die Kühlschlangen an die Umgebung ab. Es entsteht eine Kondensierung.

Im Grunde kann man sich den Kompressorkühlschrank auch so vorstellen, wie eine Wärmepumpe. Der Unterschied liegt lediglich in der Art der Nutzung der integrierten Wärmeüberträger. Die Temperatur, die sich im Kühlschrank entwickelt, hängt von der vorherigen Einstellung des Nutzers ab. Denn er ist mittels Thermostat dazu in der Lage, die Kühlstärke zu verändern.

Absorberkühlschränke

Der Absorberkühlschrank besitzt einen Kocher, in dem sich ein Gemisch aus Wasser und Ammoniak befindet. Der Kocher trennt mit der Hilfe von Wärme die beiden Stoffe voneinander. Im Anschluss gelangen Wasser und Ammoniak in ein Röhrensystem, wobei das Ammoniak sich verflüssigt, wenn es in den Kondensator gelangt. Der Kondensator ist zuständig dafür, dass der Kühlschrank die Wärme an die Umgebung abgeben kann. Nach diesem Schritt folgt ein Verdampfer, wo sich Ammoniak wieder zu Gas entwickelt und zum Absorber gelangt, wo es wieder mit dem Wasser zusammentrifft.

In den meisten Fällen findet man das System des Absorberkühlschranks nicht im Privathaushalt, sondern eher auf Campingplätzen oder in Hotelzimmern. Die meisten Kühlschränke dieser Art sind etwas kleiner, so dass das Basis-System auch nicht allzu groß ist.

Ein großer Vorteil dieser Kühlschränke ist, dass sie fast lautlos arbeiten.

Thermoelektrischer Kühlschrank

Der thermoelektrische Kühlschrank ist nicht sehr verbreitet, kommt jedoch häufig im Bereich von Kühlboxen zum Einsatz. Die kleinen Systeme arbeiten mit einem thermoelektrischen Prinzip, also unter Verwendung des Peltier-Effekts. Sie sind so variabel einsetzbar, dass eine 12 Volt-Spannung vollkommen ausreicht. Neben der Verwendung beim Campingurlaub ist auch im Auto die Möglichkeit gegeben, den Kühlschrank zu betreiben. Hier ist der Zigarettenanzünder die perfekte Stromversorgung.

In den meisten Fällen verursacht diese Art der Kühlschränke eine ziemliche Lautstärke, da sie mit einem zusätzlichen Lüfter ausgestattet sind. Ein sehr großer Vorteil ist jedoch die Möglichkeit, den Kühlschrank fast nahezu überall einzusetzen.

Aufteilung und Temperaturzonen


Um das Kühlgerät im Haushalt optimal zu nutzen, besitzen viele Einbaukühlschränke unterschiedliche Einteilungen. In den meisten Fällen gibt es drei bis vier Glasplatten aus Sicherheitsglas, die sich variabel in der Höhe im Kühlschrank anbringen lassen. Auf diese Weise erhält der Nutzer eine optimale Aufteilung für unterschiedlich große Kühlgüter. Das Tiefkühlfach einer Kühl-Gefrier-Kombi ist grundsätzlich immer oben, darunter folgt die Abteilung für die reguläre Kühlung.

Moderne Cooler besitzen außerdem Temperaturzonen. Sie sind dazu geeignet, die unterschiedlichen Kühlgüter nach dem Kältebedarf zu sortieren, um sie länger frisch zu halten. Generell gilt: Oben ist es immer am wärmsten. Marmelade oder Gekochtes zum Aufwärmen können Sie hier unterstellen. Im mittleren Bereich sollten Milchprodukte wie Käse und Joghurt ihren Platz finden. Darunter folgen die Gemüsefächer, die meist in Form von Schubladen angeordnet sind. Im unteren Bereich ist die Kälte am größten, weswegen es am besten ist, hier Gemüse und Obst zu lagern. Durch die Unterbringung in der Schublade ist gewährleistet, dass Temperatur und Luftfeuchtigkeit so hoch sind, dass die Vitamine und Optik erhalten bleiben.

In neueren Geräten verwenden die Hersteller eine alternative Technologie, die besonders gut zum Gemüse aufbewahren geeignet ist. In Verwendung sind dabei zwei LEDs, die auch bei geschlossenem Kühlschrank noch leuchten. Der Zweck dieser Technik ist die Simulation des natürlichen Sonnenlichts, um das Gemüse noch länger frisch zu halten und den Abbau von Vitaminen entgegenzuwirken.

Abtauen und Pflege


Für gewöhnlich sind in der heutigen Zeit die meisten Kühlgeräte mit einer Abtauautomatik namens “No-Frost-Technik” versehen. Die Technologie besteht aus einem Umluftsystem, das sich im Inneren des Kühlschranks befindet. Das System transportiert die Luft nach außen zu einem Verdampfer. Dort bildet sich das Eis, welches mit der Zeit automatisch abtaut. Eine separate Entfernung des Wassers ist nicht notwendig, es funktioniert automatisch. Im Kühlschrank verdunstet das Wasser im Kompressor einfach. Die Luft innerhalb eines Kühlschranks ist somit stets trocken und so kann sich keine Eisschicht bilden.

Daher ist es nicht notwendig, den Kühlschrank von Zeit zu Zeit manuell abzutauen. Die integrierten Einlegeböden sollten Sie jedoch zwischenzeitlich mit einem feuchten Lappen reinigen. Dadurch, dass Sie diese herausnehmen können, lässt sich der Kühlschrank spielend leicht reinigen.

Etwas zur Energieeffizienz


Die Angabe der Energieeffizienzklasse hilft dem Benutzer seit 1994, die Einschätzung zu treffen, wie viel Strom das Gerät regulär verbraucht. Zur damaligen Zeit herrschten Klassen von A bis G. In der heutigen Zeit nutzt man die Klassen A+++ bis G, um die Geräte einzuteilen.

Die Angabe der Klassifizierung lässt nicht nur zu, den Energiebedarf zu bestimmen, sondern gibt gleichzeitig auch darüber Auskunft, welche Eigenschaften das Gerät besitzt. Generell gilt: Je niedriger der Buchstabe, desto geringer der Verbrauch. Sitzt ein Plus dahinter, ist es noch sparsamer. Ein Kühlschrank, der die Klasse A++ besitzt, ist für den privaten Haushalt optimal. Geräte, die im Bereich A+++ zu finden sind, unterscheiden sich nur geringfügig von den anderen Modellen und liegen auch preislich in einem höheren Segment. Informationen zum stromsparenden Umgang mit Kühlschränken, worauf Sie beim Kauf achten sollten und wie sie hocheffiziente Kühlschränke finden, erfahren Sie bei der Initiative EnergieEffizienz der dena unter stromeffizienz.de

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Wichtige Merkmale

Produkttyp

Bei Kühlschränken ist zwischen unterschiedlichen Produkttypen zu unterscheiden. Diese variieren insbesondere in ihrer Bauweise.

Ein Standgerät kann einfach und unabhängig platziert werden. Entsprechend gewährleistet dies ein Höchstmaß an Flexibilität. Ein Unterbaugerät ist dagegen dazu geeignet unterhalb eine Arbeitsplatte verbaut zu werden. Dies harmonisiert das Küchenbild. Ein Einbaugerät ist sogar zur vollständigen Integration in einen Schrankkorpus angedacht.

Als Zweitmodell empfiehlt es sich dagegen auf einen Getränke-Kühlschrank oder klassischen Minikühlschrank zu setzen.

Zusätzlich sei noch der Vollraumkühlschrank zu unterscheiden. Dieser verfügt dezidiert über kein Tiefkühlfach.

Energieeffizienzklasse

Durch die Energieeffizienzklasse lässt sich der Stromverbrauch eines Kühlschranks besser einordnen. Sie wird mittels des durchschnittlichen Energieverbrauchs im Verhältnis zum Nutzinhalt ermittelt. Auch die Klimaklasse hat einen Einfluss auf die Einordnung. Einem Modell, welches für eine höhere Umgebungstemperatur konzipiert ist, wird ein entsprechend höherer Stromverbrauch zugestanden. Laut EU-Verordnung sind inzwischen als Neuzulassungen nur noch die Energieeffizienzklassen A+, A++ und A+++ erlaubt. Bei der letzteren handelt es sich um die derzeit effizienteste Klasse.

Klimaklasse

Die Klimaklasse gibt Auskunft darüber, für welche Umgebungstemperatur ein Kühlschrank konzipiert ist. Die gängigste Klimaklasse für Haushalte in Deutschland ist „N“ für Normal. Die Modelle der Klasse „N“ sind für ein Klima von +16°C und +32°C ausgelegt. Ebenfalls noch recht verbreitet sind Geräte der Klimaklasse „SN“. Hier sind die Kühlgeräte für +10°C bis +32°C ausgelegt. Wer sein Gerät im Keller aufstellen möchte, sollte entsprechend lieber zu einem Gerät der Klasse „SN“ greifen.

Für wärme Regionen sind dagegen die Klassen „Subtropen“ (ST) und „Tropen” (T) konzipiert. Hier ist zu beachten, dass Modelle dieser Klasse trotz gleicher Energieeffizienzklasse einen höheren Stromverbrauch aufweisen.


Nutzinhalt

Der Nutzinhalt gibt an, wie viel Kapazität in einem Kühlschrank vorhanden ist. Dieser sollte im Idealfall an die Haushaltsgröße angepasst werden, damit das Kühlgerät auch effizient genutzt werden kann. Für einen 1-Personen-Haushalt empfehlen Experten zumeist eine Kühlschrankgröße von 120 Litern. Bei größeren Haushalten sollten zu dieser Basis jeweils 50 Liter pro Person hinzugerechnet werden. Natürlich hängt dies auch von anderen Faktoren, wie beispielsweise den Einkaufs- und Lagergewohnheiten, ab.

Funktionen

Der Funktionsumfang eines Kühlschranks bestimmt seinen Mehrwert. Gerade die Funktion BioFresh sollte inzwischen als Mindeststandard angesehen werden. Diese sorgt dafür, dass die Lebensmittel nicht nur frisch bleiben, sondern auch ihre Vitamine und Nährstoffe behalten. Auch wichtig ist die Form der Temperaturregelung. Dies kann entweder mechanisch oder elektronisch angepasst werden. Zumeist ermöglicht die elektronische Kühlung eine höhere Präzision. Zudem ist es bei vielen Geräten möglich, die Feuchtigkeit zu regulieren, entsprechend den jeweiligen Bedürfnissen der Lebensmittel.

Weiterhin stechen insbesondere Geräte heraus, welche mit einer dynamischen Kühlung ausgestattet sind. Entsprechend wird hier die Luft durch Ventilatoren im Raum reguliert, sodass frisch eingelagerte Lebensmittel besser gekühlt werden. Hierfür ist auch die Funktion Schnellkühlen gut geeignet. Per Knopfdruck wird die Temperatur schnell abgesenkt, sodass neue Lebensmittel schnell auf Lagertemperatur gebracht werden.

Durch das Filtersystem kann gezielt nach Geräten mit einer bestimmten Zusatzfunktion gesucht werden.

Geräuschemission

Die Lautstärke von Kühlschränken wird für gewöhnlich in Dezibel bemessen. Geräte der neuesten Generation können mit einer Geräuschemission von gerademal 30 bis 40 Dezibel punkten. Die entspricht in etwa einem Flüstern oder leiser Hintergrundmusik und ist deshalb sogar in Ruhephasen nicht störend.

Features

Ebenso die Features eines Kühlschranks können ein wichtiges Kaufkriterium sein. Diese erhöhen insbesondere den Bedienkomfort. Durch eine praktische Temperaturanzeige kann man beispielsweise jederzeit prüfen, ob die Lebensmittel optimal gekühlt werden. Eine LED-Beleuchtung verbessert dagegen die Übersicht im Gerät, wohingegen ein Geruchsfilter vermeidet, dass im Kühlschrank unangenehme Gerüche entstehen. Auch ein Getränkehalter erweist sich als äußerst praktisch. Die Geräte neuester Generation werden einfach und bequem per Touch Control befüllt.

Sicherheitsmerkmale

Die Sicherheitsmerkmale zeigen auf, über welche zusätzlichen Schutzfeatures ein Kühlschrank verfügt. Gerade Familien mit jungem, erkundungsfreudigem Nachwuchs, sind vielleicht an einem Modell mit Kindersicherung interessiert. Ein akustischer Türalarm dagegen sorgt dafür, dass man im Alltag nicht vergisst, den Kühlschrank wieder zu schließen. Auch ein zusätzlicher Temperaturalarm optimiert den Betriebsablauf. Hierbei ist auch ein Multi-Alarm-System interessant, welches auf evtl. Störungen hinweist. Viele Geräte neuester Generation verfügen zusätzlich über eine Urlaubsschaltung. Hier läuft das Gerät nur mit minimaler Energie, sodass Geld gespart werden kann.