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Ratgeber

Herdsets



Das Herdset ist das Herzstück von jeder Küche. Kaum ein anderes Gerät wird so häufig benutzt wie dieses. Lediglich der Kühlschrank ist genauso unerlässlich in der Küche. Bei einem Herdset handelt es sich in der Regel um einen Backofen und ein Kochfeld. Früher wurden üblicherweise Komplettgeräte zum Kochen von Speisen verwendet. Sie wurden Standherd genannt. Diese bestanden aus einem fest zusammengebauten Gerät. Der Vorteil war, dass man sie überall in der Küche oder auch in anderen Räumen aufstellen konnte. Heute sieht der übliche Herd anders aus. Statt aus einem kompletten Gerät, werden eher Einbaugeräte verwendet. Diese haben den Vorteil, dass das Kochfeld und der Backofen separat eingebaut werden können. Dadurch fügt sich das Herdset optimal in die Küchenzeile ein. Neuerdings geht der Trend zu komplett autarken Herdsets. Das heißt, dass das Kochfeld nicht mehr über dem Backofen installiert wird. Es kann an einer ganz anderen Stelle in der Küche eingebaut werden. Beispielsweise über dem Schrank, in dem Sie Ihre Töpfe aufbewahren. In Bezug auf die Varianten bietet der Handel heute auch eine große Anzahl verschiedener Arten an.

Arten von Herdsets


Noch vor gar nicht langer Zeit war der Elektroherd die allgemeingültige Variante in deutschen Küchen. Aber auch vor der Küche machen die Weiterentwicklungen keinen Halt. Besonders in Zeiten von hohen Strompreisen werden immer neue Versionen entwickelt. Zudem kann die Zeit des Kochens durch die neuen Entwicklungen verkürzt werden. Marken, wie Bosch, AEG und Siemens folgen dieses Trends in der Regel recht schnell. Ein Einbauherd-Set ist heute nicht mehr das, was es noch vor Jahren wer. Wer sich eine neue Küche kauft, sollte sich vorher gut über die richtige Herdart informieren. Elektroherd, Gasfeld, Ceran- oder Induktionskochfeld – welcher ist für Sie am besten geeignet? Wir geben Ihnen einen kleinen Einblick in die verschiedenen Varianten.

Der Elektroherd

Der erste Elektroherd wurde im Jahr 1893 in Chicago vorgestellt. Lange Zeit beherrschte er dann das Bild in den Küchen. Das lag nicht zuletzt daran, dass es kaum eine Alternative zu ihm gab. Lediglich ein Ofen und Herd, welche mit Feuer betrieben wurden, waren das Pendant. Jeder kennt wohl noch die alten schwarzen Kochfelder, welche leicht erhöht auf einer Edelstahlplatte aufgebracht waren. Vorteilhaft war das Gerät deswegen, weil man jeden Topf und jede Pfanne darauf stellen konnte. Zusätzlich war durch den Betrieb mit Strom und die elektrischen Bauteile erstmals eine Regulierung der Wärme möglich. Und das nicht für den ganzen Herd, sondern für einzelne Platten. Die gängigsten Herdsets im Elektrobereich waren Standherde. Diese bestanden aus autark nutzbaren Komponenten – Kochplatten und Backofen konnten separat angesteuert werden. Das Gerät an und für sich war aber ein Bauteil. Im Zuge der Zeit wurden die Elektroherde als Einbaugeräte für Küchen angeboten. Das Kochfeld war dann separat vom Backofen einzubauen. Als nachteilig bei diesem Herdset hat sich der hohe Stromverbrauch erwiesen. Zusätzlich ist die Abstrahlung der Wärme ziemlich hoch. Das heißt, dass die Herdplatten während des und lange Zeit nach dem Betrieb sehr heiß sind. Eine erhöhte Verbrennungsgefahr war die Folge. Auch, was die Reinigung anbelangt können diese Herdsets im Vergleich zu den heutigen nicht mithalten. Das Säubern der Platten war teilweise ein reiner Kraftakt. Mittlerweile findet man die Elektroherde kaum noch in deutschen Küchen.

Der Gasherd

Besonders in den Küchen der Profis findet man oft Herdsets mit Gas. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Einerseits verkürzt sich die Kochzeit ungemein. Zum anderen kann die Temperatur in sehr feinen Schritten reguliert werden. Vorteilhaft ist hier, dass man die Regulierung sofort an der Flamme sehen kann. Außerdem verändert sich die Temperatur sofort. Ein weiterer Vorteil ist, dass alle Töpfe und Pfannen verwendet werden können. Den Gasherd stört es nicht, wenn der Boden nicht mehr ganz eben, sondern etwas verdellt ist. Durch die Flamme wird der Inhalt dennoch sehr schnell erhitzt. Fairerweise muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass das Kochen mit Gas der Übung bedarf. Am Anfang kann es schnell passieren, dass das Essen anbrennt oder nicht ganz gar ist. Das liegt an der Regulierung der Wärme. Für diese muss in der Regel erst ein Gefühl entwickelt werden. Wer den Dreh einmal raus hat, wird das Kochen mit einem Gasherd aber lieben. Als nachteilig wird von vielen die Hitze beim Kochen empfunden. Wenn neben dem Herd noch der Backofen im Betrieb ist, wird es schnell heiß in der Küche. Das liegt daran, dass mit offener Flamme gekocht wird.

Der Herd mit Ceranfeld

Die Klassiker in deutschen Küchen sind seit Mitte der 70er Jahre Einbauherde mit Ceranfeld. Zwar ist „Ceranfeld“ das allgemeingültige Wort, streng genommen ist es aber eine eingetragene Marke der Schott AG. Tatsächlich bezeichnet das Wort ein Kochfeld aus Glaskeramik. Dies ist in vielerlei Hinsicht eine praktische Erfindung. Das Kochfeld gibt seine Wärme sinnvoll ab. Damit ist gemeint, dass nicht die ganze Platte aus Glaskeramik heiß wird, sondern nur das jeweilige Kochfeld. Dadurch ist auch die Wärmeentwicklung am Herd nicht so extrem wie bei den alten Elektroherden. Zudem wird dadurch Strom gespart. Das ist wohl auch mit einer der Hauptgründe, warum diese Herdsets heute so weit verbreitet sind. Bezüglich der Kochzeit müssen Glaskeramikherde ein bisschen gegenüber einem Gasherd einbüßen. Viel mehr Zeit verbringt man aber nicht am Herd. Ein großer Nachteil der Kochplatte ist, dass sie sehr schnell Kratzer bekommt. Auch brennen übergekochte Inhalte – besonders Saucen und Milch – besonders schnell ein. Das Reinigen muss dann vorsichtig mit speziellen Reinigungsmitteln geschehen. Zu scharfe Reiniger können das Glaskeramikfeld ebenfalls beschädigen. Das wiederum hat Auswirkungen auf die Wärmeleitung. Generell fügen sich die Ceranfelder aber schön in jede Küche ein.

Das Induktionsfeld

Herdsets mit Induktion sind der neueste Trend im Segment der Küchengeräte. Erst seit ein paar Jahren führen sie den Markt der Kochplatten an. Dabei haben sie viele Vorteile. Verglichen mit einem Ceranherd, kann mit dieser Technologie noch einmal schneller gekocht werden. Die Oberfläche eines Herds mit Induktion gleicht der eines Ceranherdes. Beide haben eine Platte aus Glaskeramik. Das Geheimnis verbirgt sich unter der Glasplatte. Der Antrieb eines Induktionsherdes ist eine andere, noch einmal stromsparendere, Art. Die Funktion wird auf eine elektromagnetische Wirkung zurückgeführt. Dadurch benötigt man aber auch spezielle Töpfe und Pfannen zum Kochen. Sie müssen einen Boden aus Eisen haben, sonst kann man nicht mit ihnen kochen. Das ist aber nur ein kleiner Wehmutstropfen im Vergleich zu den Vorteilen. Induktionsherde zeichnen sich durch sehr schnelle Kocheigenschaften aus. Dabei strahlen sie kaum Wärme ab und die Kochplatte ist nach dem Kochen sofort wieder kalt. Ein Verbrennen der Finger durch Restwärme ist nahezu ausgeschlossen. Zudem ist ein Überkochen des Topfinhalts nahezu ausgeschlossen. Sobald man die Platte ausschaltet, wird die Wärmeleitung gestoppt. Das sind nur einige Vorteile, die ein Herdset mit Induktion auszeichnet.

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