Ratgeber BacköfenSeit tausenden von Jahren werden auf der Welt Speisen gegart. Von den anfänglichen Modellen eines Backofens, die aus Lehm geformt und in den Erdboden eingelassen waren, bis hin zu den neuesten Modellen, die neben Umluftfunktion und Ober-Unter-Hitze auch noch Grillen können, automatische Abkühlsysteme integriert haben und mit einer Zeitschaltuhr ausgestattet sind – hat sich vieles getan.
Die Auswahl, die heute geboten wird, macht die Wahl des richtigen Gerätes nicht wirklich einfacher. Der Markt ist voll von verschiedenen Produkten, alle mit unterschiedlichen Eigenschaften, Features und natürlich Preisen. Manche Geräte halten länger als andere, auf manche bekommt man einige Jahre Garantie extra und wieder andere haben eine hohe Energieeffizienzklasse, bei der man erst mit der aktiven Nutzung wirklich Geld spart – sich im Dschungel der verschiedenen Angebote zurechtzufinden, ist gar nicht so einfach. Aber worauf kommt es bei einem guten Backofen eigentlich an?
Worauf muss man beim Kauf achten? 
Welcher Backofen sich für Sie am besten eignet, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Das wohl wichtigste Kriterium ist, wie häufig Sie den Backofen nutzen. Das wiederum hängt stark davon ab, wie viele Personen in Ihrem Haushalt wohnen. Singlehaushalte, in denen der Backofen nur selten verwendet wird, profitieren ganz klar nicht so stark von einer guten Energieeffizienzklasse wie es etwa größere Familien tun. Wenn der Backofen jeden Tag benutzt wird, dann macht sich das schnell auf der Stromrechnung bemerkbar. Hier sollte man ganz klar auf eine hohe Energieeffizienzklasse achten.
Die höchstmögliche Klasse ist A+++, mit dieser Energieeffizienzklasse verbraucht Ihr Backofen nur sehr wenig Energie bei gleicher Leistung (im Vergleich zu einem Backofen mit der Klasse B).
Ist dieser Punkt geklärt, kommt es auf die verschiedenen Extras an, über die das Gerät verfügt. Während herkömmliche Backöfen häufig über die Wärmefunktionen Oberhitze, Unterhitze und Ober-Unter-Hitze verfügen, gibt es bei teureren Geräten zusätzliche Funktionen wie etwa Umluft oder Grill. Auch hier sollten Sie vor dem Kauf darüber nachdenken, wie Sie den Backofen eigentlich nutzen. Wenn es meist nur um das Aufwärmen von Speisen geht oder das Warmhalten von Gerichten, die am Herd gekocht wurden, dann reicht ein Herd mit nur wenigen Heizfunktionen. Je häufiger und vor allem aufwändiger Sie allerdings kochen, desto mehr lohnt sich auch ein vollausgestatteter Herd. Die verschiedenen Heizmethoden eines Backofens machen sich in den Resultaten eindeutig bemerkbar. Da ist es ratsam, in der Anschaffung ein wenig mehr ausgegeben zu haben, denn das Resultat lässt sich nicht nur sehen, sondern auch schmecken.
Aber welche Arten von Backöfen kann man eigentlich unterscheiden? Wo gibt es Unterschiede, außer bei der Energieeffizienz und den Heizfunktionen?
Die Klassiker: Elektrobacköfen
Am häufigsten finden sich in deutschen Haushalten die sogenannten Elektrobacköfen. Diese unterscheiden sich von historischen
Holzbacköfen vor allem dadurch, dass sie nicht mehr mit Feuer betrieben werden, sondern über Elektrizität funktionieren. Die meisten deutschen Küchen haben einen Anschluss, mit dem man einen Elektrobackofen betreiben kann. Dieser läuft nämlich nicht über das normale Steckersystem, sondern über bestimmte Anschlüsse, die auch nur von einem Elektriker abgenommen werden dürfen. Es steckt eine Menge Energie in so einem Backofen.
Elektrobacköfen gibt es in vielfältiger Form. Die meisten verfügen über die Heizfunktion der Ober-Unterhitze. Einige Modelle allerdings haben zusätzliche Funktionen. Der Heißluftbackofen zum Beispiel kann zudem mit Heißluft/Umluft heizen, was für eine gleichmäßigere Erhitzung der Speisen sorgt. Das Resultat schmeckt man eindeutig heraus.
Auch Backöfen mit einer Grillfunktion werden immer beliebter. Hier wird wieder auf eine andere Art und Weise als bei Umluft oder der Ober-Unterhitze geheizt.
Der Einbauofen
Es gilt prinzipiell zu unterscheiden zwischen freistehenden Backöfen und
Einbaubacköfen. Beide haben ihre Vor- und Nachteile. So kann man einen freistehenden Backofen wesentlich flexibler verschieben, so dass man bei der Gestaltung der Küche mehr Möglichkeiten hat. Zudem haben Sie bei freistehenden Backöfen eine größere Auswahl. Der entscheidende Vorteil eines Einbaubackofens ist jedoch, dass er optimal in die passende Küche integriert werden kann. Das spart häufig Platz und kann, wenn Küche und Backofen miteinander harmonieren, zu einer sehr schön gestalteten Küche führen.
Einbauelektroöfen nehmen meist nicht so viel Platz weg und bieten daher die Möglichkeit, unterhalb des Ofens Schubfächer zu platzieren, in denen man Pfannen, Töpfe oder ähnliches verstauen kann. Freistehende Öfen haben diese entweder integriert oder aber man muss anderswo einen passenden Stauraum finden.
Die Energieeffizienzklasse
Es gibt riesige Unterschiede in den unterschiedlichen Energieeffizienzklassen. Ein Backofen mit der Energieeffizienzklasse C ist zum Beispiel heutzutage auf dem Markt kaum noch zu finden. Diese Öfen sind nicht nur von Nachteil für den Endverbraucher, der für die Stromrechnung mehr zahlen muss, sondern auch für die Umwelt, da mehr verbrauchte Energie auch mehr Umweltverschmutzung bedeutet.
Einen effizienten Backofen zu kaufen, bringt also gleich mehrere Vorteile mit sich. Zudem ist es meist so, dass die energieeffizienten Backöfen häufig auch die meisten Funktionen haben, so dass man einen sparsamen Backofen mit vielen Features zuhause hat.
Backen wie früher: Der HolzbackofenAuch wenn die meisten Menschen Elektrobacköfen besitzen, so kann man immer noch Holzbacköfen erwerben. Diese bieten einige Vorteile, vor allem den Geschmack. Der Geschmack eines Brotes, welches im Holzbackofen gebacken wurde, unterscheidet sich sehr stark von dem eines Brotes, welches in einem Elektroofen gebacken wurde. Bei Pizzen ist das ähnlich. Vor allem bei großen Restaurants liest man immer wieder, dass die Pizzen im Steinofen gebacken wurden. Dort kann noch mehr Hitze produziert werden als in einem herkömmlichen Elektroofen. Das wirkt sich dann natürlich auch auf die Pizza aus.
Steinöfen und Holzbacköfen haben jedoch den entscheidenden Nachteil, dass sie aufwändiger zu beheizen sind und in der Wohnung kaum Platz finden werden. Zudem produziert ein Holzbackofen viel Asche, die immer wieder ausgekehrt werden muss, damit das Backwerk nicht irgendwann den Geschmack der Asche annimmt.
Egal ob Pizza oder knuspriger Flammkuchen, Holzbacköfen und Steinöfen haben ihre Vorteile. Vor allem, wenn Sie ein Haus mit großem Garten besitzen, sollten Sie über die Anschaffung einer dieser Backöfen nachdenken – das Ergebnis lässt sich sehen. Vor allem bei Partys kann man mit Pizza aus dem Steinofen eigentlich immer punkten.
FazitEgal ob es um einen Elektrobackofen oder einen Holzbackofen geht, eines steht fest: Ohne geht es nicht. Seit tausenden von Jahren garen wir Speisen auf die unterschiedlichsten Arten und Weisen, um den Geschmack zu verändern, sie länger haltbar zu machen oder überhaupt genießbar zuzubereiten.
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