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Ratgeber

Skier Rategeber



In der Geschichte hatten wahrscheinlich vor etwa 4500 die ersten Skier ihren Auftritt. Zumindest entspricht dies dem ältesten Fund, der von Archäologen gefunden wurde. Damals bestanden Skier aus einem etwa 110 Zentimeter langen und 10 Zentimeter breiten Brett. Gleichzeitig belegen Bilderfunde aus Skandinavien, dass es sich bei dem gefundenen Brett tatsächlich um Skier handeln dürfte. Ebenso dienten Skier Forschern zufolge als beliebtes Fortbewegungsmittel in verschiedenen Kriegen. Erst später entwickelte sich das Brett, welches am Fuß befestigt wird, zum Sportgerät. Heute haben sich unterschiedlichste Modelle auf dem Markt etablieren können.

Skier haben heutzutage so gut wie nichts mehr gemein mit dem antiken Artefakt, das in Schweden gefunden wurde. Heute müssen verschiedene High-Tech-Materialien den härtesten Bedingungen standhalten.

In dieser Kaufberatung möchten wir Ihnen das Thema Skier näher bringen und Ihnen einen Überblick über die Bauweisen, die verwendeten Materialien, als auch die Pflege und richtige Lagerung verschaffen.

Überlegungen vor dem Kauf

Wenn Sie vorhaben, sich eigene Skier zu kaufen, sollten Sie zumindest schon entschieden haben, welche Art von Skier es sein sollen. Um herauszufinden, mit welchen Skiern Sie am besten fahren, können Sie unterschiedliche Modelle in den meisten Skigebieten leihen.

Folgende Merkmale sollten Skier erfüllen:

- Sie sollten robuste Möglichkeiten haben, um die Bindung zu befestigen
- Der TÜV sollte die Skier abgenommen haben
- Sie sollten einer der Bauformen entsprechen, die auf dem Markt bekannt ist

Sie sollten für sich in jedem Fall auch noch klären, welche Länge Sie benötigen. Sind die Skier für Ihr Kind gedacht, denken Sie darüber nach, ob es sich nicht zunächst lohnen würde, die Skier im Urlaub zu leihen. Denn die Länge der Skier sollte grundsätzlich auf die eigene Größe abgestimmt sein.

Die unterschiedlichen Skiarten


Grundsätzlich können Sie zwischen Speedski, Twintips, Powderski und dem Freeride-Ski unterschieden. Diese Art der Skier laufen auch vielfach unter dem Grundbegriff Carving-Ski. Daneben gibt es noch einige Misch- und Sonderformen, die noch Erwähnung finden sollen.

Carving-Skier im Detail

Carving-Skier sind bekannt für ihre besondere Form. In der modernen Zeit fahren immer mehr Menschen damit die Piste hinunter. Während 1966 das erste Patent auf den Ski angemeldet wurde, ist er heutzutage schon vielfach weiterentwickelt worden, so dass er auf unterschiedlichsten Untergründen genutzt werden kann.

Der Speedski wird besonders beim Abfahrtslauf verwendet. Alternativ sind sie aber auch in den Bereichen Super-G und Geschwindigkeitsskifahren zu finden. Es gibt bei dieser Skiart eine Mindestlänge, die bei Männern 218, bei Frauen mindestens 210 Zentimeter betragen sollte. In den alpinen Disziplinen sieht man sie wahrscheinlich am meisten auf der Piste.

Daneben sind die Twintips eine beliebte Art der Skier. Sie besitzen nach hinten aufgebogene Enden und sind somit auch im Tiefschnee zu gebrauchen. Ähnlich verhält es sich mit dem Powderski, der zusätzlich einen großen Konstruktionsradius besitzt und zugleich einen negativen Sidecut. Sie werden im Fachjargon auch “Rocker” genannt und erfreuen sich immer größer werdender Beliebtheit.

Der Freeride-Ski ist sowohl zum Telemarken als auch beim Tourenski zu gebrauchen. Früher wurden eher Fjellski oder speziell gefertigte Telemarkskier benutzt.

Ski-Mischformen

Wie bei anderen Sportarten auch, gibt es beim Ski natürlich auch Modelle, die für spezielle Bedürfnisse geformt werden. Es gibt unter ihnen den Tourenski, der besonders leicht erscheint und gleichzeitig die Möglichkeit bietet, Steigfelle auf der Unterseite anzubringen. Diese helfen Ihnen wieder nach oben, wenn kein Lift vorhanden ist.

Der Monoskier ist besonders im Bezug auf die Bindung vorbereitet. Er bietet dem Fahrer seit den 1980er Jahren gute Leistung, ist jedoch in der heutigen Zeit immer seltener auf der Piste zu sehen.

Skiboards, Firngleiter und Fassdauben sind weitere SKI-Arten. Sie sind meist sehr viel kürzer als die üblichen Modelle. Die Fassdauben werden dagegen nur noch zu Showzwecken genutzt, während sie von der Piste gänzlich verschwunden sind.

Skier für den Profi

Sind Sie schon professionell unterwegs, könnten Sie sich eventuell auch für Langlaufskier interessieren. Sie sind besonders schmal, stellen allerdings besondere Ansprüche an ihren Fahrer. Durch ihre Länge sind sie relativ inflexibel und in Kurven schwer zu kontrollieren.

Außerdem bietet der Sprungski eine besondere Breite und Länge, welche bei der Nutzung von Skisprungschanzen notwendig sind.

Die Bauweisen von Skiern


Im Laufe der Jahre ist die Bauweise der Skier immer detaillierter geworden. Während früher nur ein Stück Holz genutzt wurde, stehen heute viele High-Tech-Materialien zur Verfügung, um dem Ski gute Voraussetzungen für die Piste zu geben. Durch die Industrialisierung musste man aber auch hierbei Abzüge machen. So sind viele Skier im unteren Preissegment durch das sogenannte Schäumverfahren gefertigt, welche nicht an die Qualität von handgearbeiteten Skiern heranreichen.

Grundsätzlich können Sie jedoch nach sechs verschiedenen Fertigungsmöglichkeiten unterscheiden:

Das Injektionsverfahren verbindet zwei Schichten von Polyurethan-Schaum, die dann zum Aushärten gebracht werden. Danach ist der Ski gebrauchsfertig. Daneben gibt es die Verbundbauweise, bei der die Skier im Kern eine Holzleiste besitzen, die mit einem Schaum überzogen wird. Auf diese Weise wird eine gewisse Festigkeit erreicht und Schwingungen werden einigermaßen gedämpft. Bei der RIM-Bauweise (Reactive Injection Molding) besteht der Ski aus einem Holzkern, der zusätzlich mit PU-Schaum verstärkt wird. Hierbei besteht die Garantie, dass sich Ober- und Untergurt mit dem Holzkern verbinden.

Beliebt ist auch die Schalenbauweise, die auch kurz Cap genannt wird. Bei dieser Art der Fertigung sind Obergurt und Seitenwange miteinander verbunden. Der Kern kann aus Holz, Schaum oder einem kombinierten Material bestehen. Dieser wird im Fertigungsprozess mit den Kanten, dem Untergurt und der Lauffläche verbunden und alles miteinander verklebt.

Die Sandwichbauweise wird heutzutage am meisten praktiziert. Hierbei besteht der Ski aus mehreren Lagen, zum Beispiel Polyester, Karbon oder anderen Materialien. Selbst Aluminium und Titan werden dabei oft verwendet. Als Kern dient wieder ein robustes Holz, welches das ganze Konstrukt widerstandsfähig werden lässt.

Im Profibereich gibt es auch das Torsionskasten-Prinzip und die Wickeltechnik. Mit ihr lassen sich gute Erfolge und Qualität erzielen. Sie ist sehr aufwändig und der Ski besteht im Kern aus einem GFK-Schlauch, der mit Glasfasermaterial überzogen wird. Bisher ist dieses Verfahren besonders beim professionellen Renn-Ski im Einsatz.

Pflege und Lagerung der Skier


Im Sommer müssen die Skier oft gelagert werden, da sie erst im nächsten Winter wieder eingesetzt werden. Hierbei sollten Sie darauf achten, die Skier nicht unbedingt aufrecht zu stellen, sondern sie flach auf den Boden zu legen. Für weiteren Schutz sorgt eine spezielle Ski-Tasche, in der die Bretter untergebracht werden.

Vor der nächsten Saison sollten Sie die Skier in jedem Fall auf mögliche Schäden untersuchen. Möglicherweise sollten sie geschliffen werden oder eine neue Wachsschicht erhalten. Mit etwas technischem Know-How kann das Wachsen auch von Ihnen übernommen werden. Nach dem Schliff ist der Skier wieder “roh”. Sie müssen also eine neue Wachsschicht auftragen, um dem Ski neue Lauffreudigkeit zu geben. Das entsprechende Wachs ist im Fachhandel erhältlich und kann beispielsweise mit der Hilfe eines alten Bügeleisens aufgetragen werden. Wenn sonstige Schäden an dem Skier zu erkennen sind, ist ein Fachmann allerdings unerlässlich.

Haben Sie erst einmal den richtigen Ski für sich gefunden, wünschen wir Ihnen eine gute Abfahrt.

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